{"id":3319,"date":"2015-01-18T22:42:10","date_gmt":"2015-01-18T21:42:10","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3319"},"modified":"2022-11-18T12:22:21","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:21","slug":"predigt-lukas-31-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-31-22\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 3,1 &#8211; 22"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Lk-P03-0122.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jesus wurde f\u00fcr uns getauft<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd es begab sich, als alles Volk sich taufen lie\u00df und Jesus auch getauft worden war und betete, da tat sich der Himmel auf, und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(V.21-22)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir haben in den ersten beiden Kapiteln des Lukas-Evangeliums gesehen, dass die Geburt Jesu f\u00fcr verschiedene Menschen ein h\u00f6chst erfreuliches Ereignis war. Zacharias, Elisabeth, Maria, Simeon, Hanna und sowohl Hirten als auch Engeln brachen wegen der Geburt Jesu in ein Lobpreis Gottes aus. Sie waren h\u00f6chst erfreut \u00fcber die Geburt Jesu, weil sie erkannt haben, dass Jesus der Heiland der Welt ist. Endlich war der lang ersehnte Erretter der Menschheit gekommen. Allerdings sollten erst einige Jahrzehnte vergehen, bis Jesus \u00f6ffentlich auftrat und damit seinen eigentlichen Dienst als Erretter der Welt begann. Lukas berichtet dar\u00fcber in Kapitel 3, indem er die Taufe Jesu schildert. Wir wollen uns heute mit diesem Kapitel besch\u00e4ftigen Dabei wollen wir Antworten auf folgende drei Fragen finden: 1. Welches vorbereitende Werk tat Gott, bevor Jesus \u00f6ffentlich auftrat bzw. sich taufen lie\u00df? 2. Welche Bedeutung hat das vorbereitende Werk Gottes f\u00fcr uns? und 3. Welche Bedeutung hat die Taufe Jesu f\u00fcr uns? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Teil I: Johannes predigt die Taufe der Bu\u00dfe (V. 1-15) <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Gleich zu Beginn von Lukas 3 berichtet Johannes von einem bedeutungsvollem Ereignis. Was war das f\u00fcr ein Ereignis? Betrachten wir die Verse 1-2: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Im f\u00fcnfzehnten Jahr der Herrschaft des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter in Jud\u00e4a war und Herodes Landesf\u00fcrst von Galil\u00e4a und sein Bruder Philippus Landesf\u00fcrst von Itur\u00e4a und der Landschaft Trachonitis und Lysanias Landesf\u00fcrst von Abilene, als Hannas und Kaiphas Hohepriester waren, da geschah das Wort Gottes zu Johannes, dem Sohn des Zacharias, in der W\u00fcste. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Das Ereignis war, dass das Wort Gottes zu Johannes, dem Sohn des Zacharias, geschah. Was bedeutet das? Im AT begegnet uns h\u00e4ufig diese Formulierung. Und zwar immer dann, wenn Menschen zu Propheten eingesetzt wurden. Bei Hosea hei\u00dft es z.B. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Dies ist das Wort des HERRN, das geschehen ist zu Hosea, dem Sohn Beeris, zur Zeit des Usija, Jotam, Ahas und Hiskia, der K\u00f6nige von Juda, und zur Zeit Jerobeams, des Sohnes des Joasch, des K\u00f6nigs von Israel. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Mit anderen Worten gesagt, gebraucht Lukas eine biblisch \u00fcbliche Formulierung, um \u00fcber die Einsetzung von Johannes dem T\u00e4ufer als Propheten zu berichten. Bevor Jesus \u00f6ffentlich auftrat, gebrauchte Gott Johannes als sein Sprachrohr. Gott wollte durch Johannes zum Volk sprechen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">In welchem Zustand befand sich das Volk Israel? Die siebenfache Zeitangabe, ausgedr\u00fcckt durch Herrschaftszeiten, verr\u00e4t uns Einiges \u00fcber den Zustand des Volkes zur Zeit Jesu. Die Erw\u00e4hnung des r\u00f6mischen Kaisers Tiberius erinnert daran, dass Israel damals kein freier Staat war, sondern zum R\u00f6mischen Reich geh\u00f6rte. Die brutale, r\u00f6mische Milit\u00e4rgewalt verf\u00fcgte \u00fcber Israel. \u00dcber Israel herrschten vier F\u00fcrsten. Die beiden F\u00fcrsten Herodes Antipas und Herodes Philippus \u201e<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>waren S\u00f6hne des grausamsten aller F\u00fcrsten, des Herodes des Gro\u00dfen. Was sie an Entsetzlichkeiten bei ihrem Vater gesehen hatten, das lag auch auf diesen.\u201c<\/i><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">1<\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Neben der bedrohenden politischen Lage markiert die Erw\u00e4hnung zweier Hohepriester, Hannas und Kaiphas, die geistliche Verwahrlosung Israels. Eigentlich durfte nach dem Gesetz immer nur ein Hohepriester im Amt sein. Aber der Vorg\u00e4nger von Pilatus setzte willk\u00fcrlich Kaiphas als Hohepriester ein, weil dieser ein gef\u00fcgiges Werkzeug war. F\u00fcr das Volk blieb aber Hannas aufgrund des Gesetzes weiterhin der wahre Hohepriester. Und so kam es, dass zwei Hohepriester gleichzeitig im Amt waren. Dieses Vorhandensein von zweier Hohepriester macht die Zerr\u00fcttung des geistlichen Regimentes von Israel deutlich. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Zustand des Volkes war also sowohl politisch als auch geistlich finster, von Trost- und Hoffnungslosigkeit gepr\u00e4gt. Gott wollte seinem Volk helfen. Nach 400 Jahren prophetischer Stille fing Gott wieder an, zu seinem Volk zu sprechen. Was wollte Gott durch Johannes zum Volk sagen?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">&#8211; Betrachten wir Vers 3: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Und er kam in die ganze Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Bu\u00dfe zur Vergebung der S\u00fcnden.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Sobald das Wort an Johannes ergangen war, ging Johannes in die ganze Jordangegend und predigte. Er predigte die Taufe der Bu\u00dfe zur Vergebung der S\u00fcnden. Das Wort, das an Johannes ergangen war, war also die Taufe der Bu\u00dfe zur Vergebung der S\u00fcnden. Was bedeutet das? Das griechische Wort f\u00fcr Taufen meint <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">\u201etauchen\u201c, \u201eeintauchen\u201c, \u201euntertauchen\u201c und \u201ewaschen\u201c. Mit dieser Bedeutung vertieft die Taufe den Reinigungsgedanken des AT. Im AT erfahren wir von s\u00e4mtlichen Vorschriften \u00fcber Waschungen, aber nicht da<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">von, dass Menschen komplett ins Wasser untergetaucht werden mussten.<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Die Taufe des Johannes dr\u00fcckte aus, dass die Reinigung des ganzen Menschen erforderlich ist. Die Aufforderung zur Taufe muss die Juden sehr getroffen haben. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Aufgrund der zahlreichen Reinigungsvorschriften des AT hatten die Juden ein sensibles Bewusstsein f\u00fcr Unreinheit. Wenn nun Johannes sie dazu aufforderte, sich komplett ins Wasser zu begeben, dann sagte er ihnen nichts anderes als: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>Du bist nicht nur ein bisschen unrein. Nein, du bist von oben bis unten, durch und durch unrein. Du bist nicht besser als der Heide<\/i><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">\u201c. Sich von Johannes taufen zu lassen, ging einher mit einer Selbstverurteilung ohne Abstriche.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Diese tiefe Selbsterkenntnis als S\u00fcnder sollte die Juden zur Bu\u00dfe f\u00fchren. Bu\u00dfe \u00fcber ihre Sichtweise \u00fcber sich selbst. Bu\u00dfe \u00fcber ihre Sichtweise \u00fcber ihr bisheriges Leben. Sie sollten dadurch erkennen, wie verdorben ihr Wesen und wie verkehrt ihr bisheriges Leben gewesen ist. In ihnen sollte das Bed\u00fcrfnis nach einem neuen Herrn \u00fcber ihr Leben kommen. In ihnen sollte das Bed\u00fcrfnis nach Vergebung ihrer vielen S\u00fcnden aufkommen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Welche Bedeutung nahm dadurch Johannes in der Heilsgeschichte Gottes ein? Betrachten wir den Vers 4: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>wie geschrieben steht im Buch der Reden des Propheten Jesaja (<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Jesaja 40, 3-5): \u201e<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Es ist eine Stimme eines Predigers in der W\u00fcste: Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben! <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Durch seine Bu\u00dfpredigt bereitete Johannes die Herzen der Juden auf das Kommen des Herrn, also des Messias vor. Durch die Vorbereitung des Volkes durch Johannes sollte Jesus ohne Hindernisse und Vorbehalte als Herrn und Retter aufgenommen werden. Mit welchem Bild beschrieb der Prophet Jesaja diese Art der Vorbereitung durch Johannes? Betrachten wir die Verse 5-6: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Alle T\u00e4ler sollen erh\u00f6ht werden, und alle Berge und H\u00fcgel sollen erniedrigt werden; und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden. Und alle Menschen werden den Heiland Gottes sehen.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Der Prophet Jesaja wendet hier das Bild einer K\u00f6nigsreise an. <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>Wenn ein Monarch durch die W\u00fcste reiste, zog ihm eine Arbeitstruppe voraus, die daf\u00fcr sorgte, dass der Weg frei war von Buckeln und Schlagl\u00f6chern, die die Reise erschwert h\u00e4tten. Im geistlichen Sinn rief Johannes das Volk Israel auf, ihre Herzen f\u00fcr die Ankunft ihres Messias zu bereiten.<\/i><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">2<\/span><\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Jesus sollte ohne Hindernisse und Vorbehalte in ihre Herzen als K\u00f6nig einmaschieren. Solche Hindernisse k\u00f6nnten z.B. \u201edie hohen Berge\u201c des Stolzes und Selbstgerechtigkeit sein oder \u201edie tiefen T\u00e4ler\u201c von Minderwertigkeitsgef\u00fchlen oder \u201edie krumme Wege\u201c der Unehrlichkeit und das Festhalten an Ungerechtigkeit stehen. All diese Dinge sind Hindernisse, die Jesus das Einmaschieren ins Herz erschweren k\u00f6nnten.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Sehr viele Menschen reagierten auf die Predigt von Johannes. Sie machten sich extra auf den Weg zur W\u00fcste, um sich von Johannes taufen zu lassen. War das aber schon ein ausreichendes Zeichen daf\u00fcr, dass die Menschen bereit waren Bu\u00dfe zu tun? Was sagte Johannes zu ihnen? Lesen wir gemeinsam Vers 7b: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Ihr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiss gemacht, dass ihr dem k\u00fcnftigen Zorn entrinnen werdet? Seht zu, bringt rechtschaffene Fr\u00fcchte der Bu\u00dfe; und nehmt euch nicht vor zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken.<\/b><\/span> <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Johannes bezeichnete sie als Schlangenbrut. Noch einmal half ihnen Johannes zur klaren Selbsterkenntnis. Viele Juden zu seiner Zeit waren stolz auf ihre Abstammung von Abraham. Aber Johannes machte ihnen klar: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>Nein, nein, nicht Abrahams Kinder, sondern Kinder der Schlange seid ihr<\/i><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">.\u201c Das Bild der Schlange verstanden die Juden allzu gut. Schon in 1. Mose wird die Schlange als der Feind des Menschen deklariert. Sie ist ein Bild des B\u00f6sen, des Teufels. Sie waren Kinder des Teufels. Warum bezeichnete sie Johannes so harsch? Wir sollten nicht meinen, dass die Leute, die zu Johannes kamen, alle grobe Heuchler waren. Lukas berichtet explizit: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>sie kamen,<\/i><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i><b> um sich von ihm taufen zu lassen. <\/b><\/i><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Sie machten sich extra auf den Weg in die W\u00fcste, um sich von Johannes taufen zu lassen. Zudem berichtet Matth\u00e4us, dass die Stadt Jerusalem, ganz Jud\u00e4a, alle L\u00e4nder am Jordan<\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">zu Johannes in die W\u00fcste kamen. Dies h\u00f6rt sich nach einer Erweckung an. Anders l\u00e4sst sich nicht erkl\u00e4ren, warum so viele Menschen in die W\u00fcste gehen, um sich von einem Mann Gottes taufen zu lassen. Die Menschen, die zu Johannes kamen, waren also vom Geist Gottes bewegt. Daher umso brennender die Frage, warum Johannes sie als Schlangenbrut bzw. als Teufelskinder bezeichnete. Der Teufel ist ein Vater der L\u00fcge. Viele Juden lebten in einer L\u00fcge. Was war diese L\u00fcge? Betrachten wir den Vers 8: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Seht zu, bringt rechtschaffene Fr\u00fcchte der Bu\u00dfe; und nehmt euch nicht vor zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Viele Juden <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">wogen sich in falscher Sicherheit. Sie meinten, sie k\u00f6nnten so oder so dem Gericht Gottes entkommen, weil sie von Abraham abstammten. Ein Bk erkl\u00e4rt hierzu: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>Ein weitverbreiteter Gedanke bei diesen F\u00fchrern der Juden war, die Gerechtigkeit und das Verdienst der V\u00e4ter, besonders Abrahams, bilde einen Schatz, aus welchem die Frommen der israelitischen Nation die Erg\u00e4nzung ihrer vielleicht noch nicht ausreichenden Gerechtigkeit und die S\u00fchne ihrer S\u00fcnden empfingen. <\/i><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">(&#8230;) <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>Sie bildeten sich ein, Gott k\u00e4me ohne sie nicht aus. Gott w\u00e4re ihnen gegen\u00fcber verpflichtet, sie selig zu machen, weil Er es dem Abraham und seinen Nachkommen unter Eid versprochen habe.<\/i><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>3<\/i><\/span><\/sup><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Deswegen sagte Johannes: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kindern erwecken<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">. Die Juden sollten verstehen, dass Gott trotz seiner Verhei\u00dfungen an Abraham an sie gebunden ist. Er kann sie auch in einer anderen Weise erf\u00fcllen. Tats\u00e4chlich hat Gott das auch gemacht. Gott erweckte aus den Heiden, die ein versteinertes Herz hatten, Kinder Abrahams, wie es auch Paulus in R\u00f6mer 9 bezeugt. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Diese falsche Sicherheit der Juden hinderte sie daran, echte Bu\u00dfe zu tun. Daher forderte Johannes sie klar auf: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Seht zu, bringt rechtschaffene Fr\u00fcchte der Bu\u00dfe.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Sicherlich hatten die meisten, die zu Johannes kamen, den Wunsch, ein neues leben zu f\u00fchren und von ihren S\u00fcnden abzulassen. Aber ihre Bu\u00dfe war so wie es Gott in Hosea beschreibt:<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b> wenn\u00b4s ihnen \u00fcbel ergeht, so werden sie mich suchen: \u201eKommt, wir wollen wieder zum HERRN; denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen, er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Und dann, nach zwei Versen hei\u00dft es: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Was soll ich dir tun, Ephraim? Was soll ich dir tun, Juda? Denn eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen und wie der Tau, der fr\u00fchmorgens vergeht <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">(5.15b-6.1; 6.4).<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Ihre Bu\u00dfe war unbest\u00e4ndig wie das Wetter. Deswegen sagte Johannes zu ihnen: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Seht zu, bringt rechtschaffene Fr\u00fcchte der Bu\u00dfe.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Sie sollten echte Bu\u00dfe tun. Echte Bu\u00dfe bringt entsprechende Fr\u00fcchte hervor. Was bedeutet das? Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die Bu\u00dfe des Z\u00f6llners Zach\u00e4us. Er betrog viele Menschen. Aber nach der Begegnung mit Jesus sagte er: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Siehe, Herr, die H\u00e4lfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zur\u00fcck. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">In dem Beispiel von Zach\u00e4us sind die Fr\u00fcchte der Bu\u00dfe das Aufh\u00f6ren des Betr\u00fcgens, die Barmherzigkeit an die Armen und die vierfache Erstattung. Echte Bu\u00dfe bleibt nicht nur bei der Absicht oder Sehnsucht danach stehen, dies oder jenes zu \u00e4ndern, sondern kommt u.a. durch gewisse Taten und Unterlassungen von bestimmten S\u00fcnden zum Ausdruck. Im Gegensatz zu Lukas berichtet Matth\u00e4us nicht von Fr\u00fcchten, sondern von \u201eFrucht der Bu\u00dfe\u201c (Mt. 3.8). Die eigentliche Frucht der Bu\u00dfe ist der Abbruch mit dem alten Leben bzw. ein ver\u00e4ndertes Leben mit einer neuen Gesinnung. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Ob man Abraham zum Vater hat oder nicht, echte Bu\u00dfe ist f\u00fcr Gott unerl\u00e4sslich. Wie ermahnte Johannes daher die Juden? Betrachten wir Vers 9: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Es ist schon die Axt den B\u00e4umen an die Wurzel gelegt; jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Mit einem erbarmungslosen Ernst k\u00fcndigte Johannes den Juden, die nicht echte Bu\u00dfe taten, das Gericht an, indem er das Bild des Baumes verwendete. Ein Baum, der keine Frucht bringt, wird wegen seiner Nutzlosigkeit abgehauen und ins Feuer geworfen, wo es allenfalls als Brennholz dienen kann. Ebenso w\u00fcrde auch jedermann in die H\u00f6lle geworfen werden, wenn er keine echte Bu\u00dfe tut. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Wie reagierten die Menschen auf die scharfe Bu\u00dfpredigt von Johannes dem T\u00e4ufer? Betrachten wir den Vers 10: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Und die Menge fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Dies ist dieselbe Frage, die die Juden auch Petrus nach seiner Pfingstpredigt stellten. Ihnen gingen die Worte des Petrus durchs Herz. Ebenso gingen auch diesen Menschen, die zu Johannes kamen, seine Worte durchs Herz. Mit den Worten \u201eWas sollen wir denn tun?\u201c &#8211; kapitulierten sie vor Gott. Sie gaben Gottes Urteil \u00fcber sie Recht. Sie rechtfertigten ihr s\u00fcndhaftes Leben nicht. Sie nahmen auch nicht Ansto\u00df an Johannes Worte. Sie sahen, vielmehr ein, dass er Recht hat. Wie antwortete Johannes auf ihre Frage? Betrachten wir Vers 11: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer zu essen hat, tue ebenso. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Anstelle f\u00fcr sich selbst zu leben, sollten sie ein Leben in Barmherzigkeit und N\u00e4chstenliebe leben. Ein Leben in Barmherzigkeit und N\u00e4chstenliebe ist die rechtschaffene Frucht der Bu\u00dfe. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Auf wen hatte die Predigt von Johannes noch eine Wirkung? Betrachten wir die Verse 12-14: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Es kamen auch die Z\u00f6llner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! Da fragten ihn auch die Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch gen\u00fcgen an eurem Sold!<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Selbst Z\u00f6llner und Soldaten stellten Johannes die bu\u00dffertige Frage: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eWas sollen denn wir tun?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Z\u00f6llner und Soldaten waren grobe S\u00fcnder, die anderen ohne Skrupel betrogen und Gewalt antaten. Dass solche Menschen so auf die Predigt reagierten, zeigt die gro\u00dfe, ja \u00fcbernat\u00fcrliche Wirkung der Predigt des T\u00e4ufers. Auch ich ihnen half Johannes dadurch, indem er ihnen zeigte, wie sie konkret und individuell rechtschaffene Fr\u00fcchte der Bu\u00dfe tun k\u00f6nnen. Weder zu den Z\u00f6llnern noch zu den Soldaten sprach Johannes \u201eVersuche mal&#8230;\u201c, sondern vielmehr forderte er sie zu konkreten Taten oder Unterlassungen von bisherigen S\u00fcnden auf. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Die Predigt von Johannes war scharf und hart. Mit seiner Predigt hatte er ihr falsches Selbstbild und ihre falsche Sicherheit zerst\u00f6rt. Ebenso hatte er auch ihre Fr\u00f6mmigkeit als kraftlos entlarvt, weil sie keine rechtschaffene Fr\u00fcchte der Bu\u00dfe hervorgebracht hatte. Alles, woran sie bisher festhielten, hatte Johannes ihnen regelrecht aus der Hand geschlagen. Sie standen nun als solche da, die Gott nichts mehr vorzuweisen haben, um Seinem Gericht zu entkommen. In diesem Zustand bl\u00fchte etwas in ihrem Herzen auf. Was war das? Betrachten wir Vers 15: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Als aber das Volk voll Erwartung war und alle dachten in ihren Herzen von Johannes, ob er vielleicht der Christus w\u00e4re <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">In dem Volk bl\u00fchte die Sehnsucht nach dem Messias auf. Dass sie erwogen, dass es Johannes sein k\u00f6nnte, zeigt, dass sie nicht mehr die Vorstellung von einem politischen, pragmatischen Messias hatten. Obwohl sie unter der Herrschaft der R\u00f6mer gelitten hatten, litten sie nun mehr unter die Last ihrer S\u00fcnden. Sie hatten das Verlangen nach einem geistlichen Messias, der das Problem ihrer S\u00fcnden l\u00f6sen und sie von dem schrecklichen Gericht Gottes erretten k\u00f6nne. Die Bu\u00dfpredigt des T\u00e4ufers hatte in ihnen einen Durst nach dem wahren Messias bewirkt, einen Schrei nach Gnade ausgel\u00f6st. Und eben damit hatte der T\u00e4ufer das eigentliche Ziel seiner Predigt erreicht. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was bedeutet die Predigt des Johannes f\u00fcr uns? Zwar stellt das Auftreten des Johannes historisch ein einmaliges Ereignis dar und der Messias ist bereits gekommen, nichtsdestotrotz hat seine Predigt auch f\u00fcr uns eine Relevanz. Gem\u00e4\u00df unseres Jahresleitwortes haben wir das Anliegen, die Herrlichkeit des Herrn zu sehen. Dies ist aber nicht ohne Bu\u00dfe m\u00f6glich. Auch wir bed\u00fcrfen eine gewisse Vorbereitung, um dem Herrn neu zu begegnen. Deswegen m\u00fcssen wir auch uns dem Lichte dieses Wortes aus der Bu\u00dfpredigt des Johannes stellen. Lasst uns dies mit drei Fragen tun: Erstens, wie ist es mit unserer Bu\u00dfe bestellt? Tun wir echte Bu\u00dfe? Bringt sie Fr\u00fcchte hervor oder geht sie \u00fcber die Sehns\u00fcchte und Absichten, die wir in unseren Stellungnahmen treffen, nicht hinaus. Zweitens, glaubst du, dass vor Gott eine Fr\u00f6mmigkeit einen Wert hat, die nicht die Kraft hat, rechtschaffene Fr\u00fcchte der Bu\u00dfe hervorzubringen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Drittens, worauf gr\u00fcndet unsere Sicherheit, dem k\u00fcnftigen Zorn zu entrinnen? Vielleicht sagst du, darauf, dass ich an Jesus glaube. Ja richtig, aber an welchen Jesus glaubst du? Der wahre Jesus, der Jesus der Bibel, bezieht klare Position zum Vater. Wir haben letzte Woche gesehen, dass Jesus schon als Kind eine klare Position zum Vater bezogen hat. Die Eltern suchten Jesus mit viel Kummer und Sorgen, aber Jesus sagte ihnen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist? <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">(Lk.2,49b) Dieser Jesus wird sich nicht zwischen dir oder mir und dem Vater stellen und sagen : \u201eJa, vergib ihnen, dass sie dich nicht von ganzem Herzen geliebt haben\u201c. Das passt einfach nicht zu Jesus. Wer an einem solchen Jesus glaubt, wiegt sich in falscher Sicherheit. F\u00fcr den wahren Jesus ist es kein Kavaliersdelikt, Gott nicht von ganzem Herzen zu lieben (bzw. etwas mehr zu lieben als Gott), sondern eine gro\u00dfe S\u00fcnde.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Wenn wir uns aufrichtig diesen drei Fragen stellen, m\u00fcssen wir zugeben, dass wir nun nackt vor Gott stehen und nichts vorzuweisen haben. Die Bu\u00dfpredigt von Johannes dem T\u00e4ufer l\u00e4sst uns nach Gnade schreien.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Teil 2: Johannes lenkt den Blick auf Christus (V. 16\u201322) <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Nachdem die Sehnsucht des Volkes nach einem Messias da war, konnte der T\u00e4ufer den n\u00e4chsten Schritt tun, um das Volk auf Jesu Kommen vorzubereiten. Was war der zweite Schritt? Betrachten wir Vers 16: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>antwortete Johannes und sprach zu allen: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der ist st\u00e4rker als ich, und ich bin nicht wert, dass ich ihm die Riemen seiner Schuhe l\u00f6se; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Der zweite Schritt war, dass Johannes nun klar auf Christus hinweist. Wie Johannes der T\u00e4ufer dies tut, ist wirklich sehr bemerkenswert. Er stellt seine Person und sein Werk in den Schatten zu der Person und dem Werk des Herrn. Johannes erkl\u00e4rte dem Volk, das ihn als den Messias erwog, das der wahre Messias unvergleichlich gr\u00f6\u00dfer und w\u00fcrdevoller als er sein w\u00fcrde. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>Mit einem Bild aus dem j\u00fcdischen Schulwesen veranschaulichte Er ihnen dies. Ein j\u00fcdischer Sch\u00fcler war seinem Rabbi zu allerlei praktischen Diensten verpflichtet, ausgenommen das L\u00f6sen des Schuhwerks, wenn der Rabbi das Haus betrat. Dazu durfte nicht einmal ein j\u00fcdischer Sklave aufgefordert werden. Johannes sagt, dass er nicht einmal zu solch einem Dienst an dem Herrn w\u00fcrdig gewesen sei.<\/i><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>4<\/i><\/span><\/sup><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Weil die Person des Messias unvergleichlich gr\u00f6\u00dfer als die des T\u00e4ufers ist, ist auch das Werk des Herrn unvergleichlich gr\u00f6\u00dfer als das Werk des T\u00e4ufers. Johannes taufte nur mit Wasser, w\u00e4hrend Jesus mit dem Heiligen Geist tauft. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>Das Wasser ber\u00fchrt nur die Oberfl\u00e4che, aber das Feuer dringt in den Bestand der Dinge ein<\/i><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">5<\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">. Johannes war nicht in der Lage, die Menschen zu ver\u00e4ndern. Die Taufe des Johannes half den Menschen zwar, sich als S\u00fcnder zu erkennen, nach Vergebung zu verlangen und die Entscheidung zu treffen, ihr Leben zu \u00e4ndern. Aber sie konnte sie weder frei von der S\u00fcnde machen noch ihnen die Kraft f\u00fcr ein neues Leben geben. Wie aufrichtig und ernsthaft die Bu\u00dfe auch war, sie konnte den Menschen kein ver\u00e4ndertes Leben geben. Im Vergleich zum Herrn Jesus war er wirklich schwach. Jesus hingegen ist der Starke, der die Kraft hat, Menschen aus dem Bann der S\u00fcnde zu befreien und die Vollmacht hat, ihnen den Heiligen Geist zu geben. Der Heilige Geist wird in einem Atemzug mit Feuer verglichen. Denn es ist das Feuer, dass die Menschen l\u00e4utern bzw. mehr und mehr heiligen und ver\u00e4ndern kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Bedeutete Jesu Kommen aber nur Gnade? Betrachten wir Vers 17: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>In seiner Hand ist die Worfschaufel, und er wird seine Tenne fegen und wird den Weizen in seine Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unausl\u00f6schlichem Feuer verbrennen. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>Mit dem Bild der Scheidung des Weizens von der Spreu veranschaulicht Johannes die Gerichtst\u00e4tigkeit des Herrn <\/i><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">(vgl. ebd.)<\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">4<\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">. Jesus hat bei seinem Ersten Kommen niemanden gerichtet, wird es wohl aber bei seinem Zweiten Kommen tun. Wenn der T\u00e4ufer sagt, dass der Christus die Worfschaufel schon in Seiner Hand hat, <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">dann bedeutet<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> dies, dass die Scheidung zwischen dem Spreu und Weizen schon bei Seinem Ersten Kommen in Erscheinung treten w\u00fcrde. Denn daran, wie man zu seiner Person eingestellt war, entschied sich Gericht oder Gnade. Jesus selbst sagte \u00fcber sich: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am J\u00fcngsten Tage <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">(vgl. Joh. 12.47b-48).<\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Der Weizen gleicht denen, die Jesus annahmen. Sie kommen bei Jesu Zweitem Kommen in die himmlische Scheune. Diejenigen, die Jesus ablehnten, glichen dem Spreu. Sie werden ins unausl\u00f6schliche, ewige und unaufh\u00f6rliche Feuer, also in die H\u00f6lle geworfen. An der Annahme oder Ablehnung Jesu entschied sich Gericht oder Gnade. Die Menschen, die zu Johannes kamen, sollten begreifen, dass die Taufe des Heiligen Geistes bzw. Jesus selbst keine Option oder Alternative zu der Taufe des Johannes ist. Denn jeder braucht Jesus. Jeder ist auf ihn \u00e4u\u00dferst angewiesen. An Jesus wird sich das ewige Schicksal eines jeden entscheiden.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Mit dem Hinweis auf Jesus Christus hatte sich Johannes bereits in den Hintergrund gestellt. Mit dem Gleichnis des Riemenl\u00f6sens hatte er sich praktisch selbst durchgestrichen und den Fokus der bu\u00dffertigen Menschen auf Jesus, den Starken, gerichtet. Seine eigentliche Aufgabe war erf\u00fcllt. Jesus konnte nun kommen. F\u00fcr Johannes war es an der Zeit zu gehen. Wie endete seine Wirksamkeit? Betrachten wir die Verse 19 und 20: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Der Landesf\u00fcrst Herodes aber, der von Johannes zurechtgewiesen wurde wegen der Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen alles B\u00f6se, das er getan hatte, f\u00fcgte zu dem allen noch dies hinzu: er warf Johannes ins Gef\u00e4ngnis.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Weil Johannes der T\u00e4ufer wusste, dass jeder den Christus braucht, scheute er sich nicht einmal davor, den K\u00f6nig Herodes Antipas zu r\u00fcgen wegen seines Ehebruchs mit der Schw\u00e4gerin und anderer Missetaten. Aber nicht einmal durch Johannes lie\u00df sich Herodes zur Bu\u00dfe leiten. Stattdessen warf er ihn ins Gef\u00e4ngnis und lie\u00df ihn schlie\u00dflich enthaupten.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Mit welchem Ereignis begann Jesu \u00f6ffentliches Auftreten? Lesen wir gemeinsam die Verse 21-22: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Und es begab sich, als alles Volk sich taufen lie\u00df und Jesus auch getauft worden war und betete, da tat sich der Himmel auf, und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Jesu \u00f6ffentliches Auftreten begann damit, dass Jesus sich von Johannes taufen lie\u00df. Im Matth\u00e4us-Evangelium erfahren wir, dass Johannes das nicht verstehen konnte. Johannes wehrte sogar Jesus und sprach zu ihm: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Hatte Johannes nicht Recht? Es sprachen mehrere Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass Jesus sich nicht taufen lassen m\u00fcsse. Erstens war die Taufe des Johannes eine Taufe der Bu\u00dfe. Jesus hatte aber keine S\u00fcnde und somit keinen Anlass Bu\u00dfe zu tun. Zweitens hatte doch Johannes soeben dem Volk gesagt, dass er es nicht wert sei, Jesus die Schuhriemen zu l\u00f6sen. Doch nun wollte Jesus, dass Johannes Ihn ins Wasser taucht. Es m\u00fcsste doch eigentlich umgekehrt sein. Wieso lie\u00df sich Jesus also taufen? Als Johannes Jesus wehrte, sagte Jesus zu ihm: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Lass es jetzt geschehen! Denn so geb\u00fchrt es uns, alle Gerechtigkeit zu erf\u00fcllen. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Jesus lie\u00df sich taufen, um alle Gerechtigkeit zu erf\u00fcllen. Die Taufe war Jesu \u201eerste \u00f6ffentliche Identifikation mit denen, deren S\u00fcnden er sp\u00e4ter trug\u201c<\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">6<\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">. Jesus lie\u00df sich nicht wegen seiner S\u00fcnden taufen, sondern wegen der S\u00fcnden der Menschen. Sp\u00e4ter wollte Er ihre S\u00fcnden tragen und Seine vollkommene Gerechtigkeit denen, die an Ihn glauben, anrechnen lassen. <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>Und so stieg Jesus in das gleiche Wasser mit den S\u00fcndern herab. Er stellte sich ihnen gleich<\/i><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>7<\/i><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>.<\/i><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Er wollte das Gericht f\u00fcr sie tragen. Indem sich Jesus taufen lie\u00df, nahm er seine Aufgabe, als das Lamm Gottes f\u00fcr die Menschheit zu sterben, \u00f6ffentlich an. Die Taufe war wie eine Einsetzungszeremonie Jesu als das Lamm Gottes, das der Welt S\u00fcnde tragen sollte. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Mit welchen \u00fcbernat\u00fcrlichen Ph\u00e4nomenen wurde die Taufe Jesu begleitet? Betrachten wir Vers 21b: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>da tat sich der Himmel auf <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Als Jesus sich taufen lie\u00df, gab es von oben eine bedeutungsvolle Reaktion. Auf die Taufe Jesu hin \u00f6ffnete sich der Himmel. Jesu Taufe fand bei Gott gro\u00dfe Zustimmung. Was geschah dann? Betrachten wir Vers 22: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Warum kam der Heilige Geist auf Jesus nieder? Hatte er nicht schon den Heiligen Geist? In Johannes 1.33 sagt der T\u00e4ufer: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich sandte zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf wen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist\u00b4s, der mit dem Heiligen Geist tauft. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Der Heilige Geist kam, um Jesus als den Messias zu bezeugen und zu beglaubigen. Zugleich war der Heilige Geist wie eine Salbung, durch die Jesus vom Vater zum Messias gesalbt wurde. Der Heilige Geist r\u00fcstete Jesus f\u00fcr seine \u00f6ffentliche Wirksamkeit aus. So fing Jesus nach der Taufe an m\u00e4chtig zu predigen und gro\u00dfe Wundertaten sowie Krankenheilungen zu tun. Dass der Heilige Geist auf Jesus in leiblicher Gestalt wie eine Taube kam, ist ein Bild f\u00fcr die Sanftmut des Wesens vom Heiligen Geist. Gleichzeitig charakterisierte es das Wesen Jesu und Sein Werk. Jesus w\u00fcrde nicht mit Gewalt, die Menschen unter seiner Herrschaft bringen. Sondern vielmehr die Menschen mit seiner Liebe \u00fcberwinden und bezwingen. So konnte er zu den Menschen sagen: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftm\u00fctig und von Herzen dem\u00fctig<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Was war das dritte Ereignis? Betrachten wir das Ende von Vers 22: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Gott selbst gibt ein gro\u00dfes Bekenntnis \u00fcber seinen Sohn. Mit den Worten: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">dr\u00fcckt Gott seine Freude, Liebe, Wertsch\u00e4tzung und v\u00f6llige Zufriedenheit \u00fcber Jesus aus. Als Jesus die Taufe auf sich nahm, zeigte Er, dass Er den Vater \u00fcber alles liebt. Er erwies sich gerade dadurch als der Sohn. Dies bewegte Gott zu dem Bekenntnis: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">\u201eLieber Sohn\u201c meint eigentlich \u201eeinzig geliebter Sohn\u201c<\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">8<\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">. Jesus ist der Sohn, den Gott in einzigartiger und unvergleichlicher Weise liebt. Jesus ist auch der Einzige, an dem Gott Sei volles Wohlgefallen hat. Er ist der Einzige, der der Heiligkeit Gottes gerecht wird. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Die Taufe Jesu war so ein bedeutungsvolles Ereignis, dass es vom Himmel her in dreifacher Weise bezeugt wurde. Gleichzeitig bekunden diese drei Ereignisse, welche gro\u00dfe Gnade die Taufe Jesu <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>f\u00fcr uns<\/i><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> hat. Der offene Himmel, die Gabe des Heiligen Geistes und Gottes Bekenntnis zu seinem Sohn gelten auch uns, wenn wir uns mit Jesus identifizieren. Gottes Freude , Liebe und v\u00f6llige Zufriedenheit ruht \u00fcber die, die in Christus Jesus sind. Denn anstelle sie zu richten, behandelt Gott sie wie Sein Sohn. Von uns aus gesehen sind wir nicht besser als die Menschen, die Johannes als Schlangenbrut bezeichnete. Doch in Jesus Christus sind wir der liebe Sohn, an dem Gott Wohlgefallen hat. In Jesus Christus \u00f6ffnete sich auch \u00fcber uns der Himmel, d.h. der Weg zum Vaterherz wird frei. Von uns aus sind wir nicht in der Lage ein frommes Leben zu f\u00fchren sind. Aber in Jesus Christus kann sich die Kraft des Heiligen Geistes in uns entfalten, sodass wir ein heiliges Leben f\u00fchren und rechtschaffene Fr\u00fcchte der Bu\u00dfe tun k\u00f6nnen. In uns haben wir Nichts, aber in Jesus haben wir Alles: Jesu Gerechtigkeit, einen offenen Himmel, die feurige Kraft des Heiligen Geistes und das Wohlgefallen Gottes. Deswegen ist es wichtig, dass wir damit aufh\u00f6ren, uns mit unserer vermeintlichen Fr\u00f6mmigkeit zu identifizieren, sondern allein mit Jesus, mit dem was Er f\u00fcr uns ist. N\u00e4mlich der liebe Sohn, an dem Gott Wohlgefallen hat. Wenn wir uns mit Jesus Christus identifizieren, ist Gott froh \u00fcber uns, liebt uns \u00fcber alles und ist v\u00f6llig zufrieden mit uns, gerade so wie Er es mit seinem Sohn ist. Vor diesem Hintergrund f\u00e4llt ein neues Licht auf das Wort Jesu: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Bleibt in mir und ich in euch <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">(vgl. Joh. 15,4a).<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Was ist eine weitere Anwendung des Textes? Der Text zeigt uns auch, wie wir ungl\u00e4ubigen Menschen mit dem Wort Gottes helfen k\u00f6nnen. Wie Johannes dem Menschen zun\u00e4chst einmal half , sich als S\u00fcnder zu erkennen, so m\u00fcssen wir auch den Menschen zuerst einmal helfen, sich als S\u00fcnder zu erkennen (und zwar durch das Wort und mit Liebe!). Dies ist gerade in der heutigen Zeit von gro\u00dfer Aktualit\u00e4t. Denn meinen Erfahrungen nach sind viele Menschen in diesem Land sehr moralisch eingestellt. Deswegen m\u00fcssen gerade sie sich als S\u00fcnder erkennen. Denn wer sich nicht als S\u00fcnder erkennt, versteht auch nicht, wozu er Jesus braucht. Der Name Jesus bedeutet: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Jahwe rettet. Wozu soll ein Mensch <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">denn diesen Namen anrufen, wenn ihm nicht bewusst ist, wovon er errettet werden muss? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Wenn wir einen Bibelsch\u00fcler haben, dem es schlecht geht und der viele Probleme hat, dann k\u00f6nnen wir leicht dazu neigen, ihm viel von dem Trost und Frieden in Jesus zu erz\u00e4hlen. Aber den Menschen zur Zeit von Johannes ging es auch nicht gut. Sie litten sehr unter der Herrschaft der R\u00f6mer und des Herodes. Nichtsdestotrotz sprach Johannes mit einem sehr gro\u00dfem Ernst zu ihnen. Ebenso sprach er von der gro\u00dfen Gnade in Jesus: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt<\/b><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>S\u00fcnde tr\u00e4gt! <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">(vgl. 1.29b) <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Wenn wir eine Erweckung in dieser Stadt haben wollen, m\u00fcssen wir so zu dem Wort Gottes stehen, wie es Johannes der T\u00e4ufer tat. Wir m\u00fcssen sowohl Gnade als auch Gericht (mit Liebe!) verk\u00fcndigen, damit sich die Menschen als verlorene S\u00fcnder, die unter dem Gericht Gottes stehen, erkennen und dadurch die Gnade in der Botschaft des Evangeliums \u00fcberhaupt verstehen, wertsch\u00e4tzen und annehmen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Lesen wir zum Schluss noch einmal das Leitwort: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eUnd es begab sich, als alles Volk sich taufen lie\u00df und Jesus auch getauft worden war und betete, da tat sich der Himmel auf, und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen\u201c<\/b><\/span><i><b> <\/b><\/i><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><b>Quellenverweise<\/b><\/span><\/span><\/span><br \/>\n1 RIENECKER, F. (1959): Das Evangelium des Lukas. Erkl\u00e4rt von Fritz Rienecker. In: Wuppertaler Studienbibel (k.A.), S. 82. SCM R. Brockhaus.<br \/>\n2 MACARTHUR, J. (k.A.): Das Evangelium nach Lukas. In: John MacArthur Studienbibel (2003), S. 1429. CLV-Verlag.<br \/>\n3 RIENECKER, F. (1959): Das Evangelium des Lukas. Erkl\u00e4rt von Fritz Rienecker. In: Wuppertaler Studienbibel (k.A.), S. 90. SCM R. Brockhaus.<br \/>\n4 vgl. POHL, A.(1986): Das Evangelium des Markus. Erkl\u00e4rt von Adolf Pohl. In: Wuppertaler Studienbibel (2011), S. 54. SCM R. Brockhaus.<br \/>\n5 RIENECKER, F. (1959): Das Evangelium des Lukas. Erkl\u00e4rt von Fritz Rienecker. In: Wuppertaler Studienbibel (k.A.), S. 94. SCM R. Brockhaus.<br \/>\n6 MACARTHUR, J. (k.A.): Das Evangelium nach Lukas. In: John MacArthur Studienbibel (2003), S. 1310. CLV-Verlag.<br \/>\n7 vgl. RIENECKER, F. (k.A.): Das Evangelium des Matth\u00e4us. Erkl\u00e4rt von Fritz Rienecker. In: Wupper taler Studienbibel (2011), S.62. SCM R. Brockhaus.<br \/>\n8 vgl. POHL, A. (1986): Das Evangelium des Markus. Erkl\u00e4rt von Adolf Pohl. In: Wupper taler Studienbibel (2011), S.60. SCM. R. Brockhaus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus wurde f\u00fcr uns getauft \u201eUnd es begab sich, als alles Volk sich taufen lie\u00df und Jesus auch getauft worden war und betete, da tat sich der Himmel auf, und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[13,4],"tags":[],"class_list":["post-3319","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lukas","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3319"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3319\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3322,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3319\/revisions\/3322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}