{"id":3295,"date":"2015-02-01T20:56:44","date_gmt":"2015-02-01T19:56:44","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3295"},"modified":"2022-11-18T12:22:19","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:19","slug":"predigt-lukas-414-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-414-30\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 4,14 \u2013 30"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Lk-P04-1430.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Heute ist dieses Wort der Schrift erf\u00fcllt<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erf\u00fcllt vor euren Ohren.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(21)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Abschnitt vor der heutigen Textpassage befasst sich mit der Versuchung Jesu durch den Teufel. Vers 1 zeigt, in welchem Zustand Jesus in die W\u00fcste gef\u00fchrt wurde, um vom Teufel versucht zu werden: <b>\u201eJesus\u2026voll Heiligen Geistes\u201c <\/b>lesen wir dort. Vers 14 zeigt uns, in welchem Zustand Jesus aus der 40-t\u00e4gigen Versuchung herausgekommen ist: <b>\u201eUnd Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galil\u00e4a und die Kunde von ihm erscholl durch alle umliegenden Orte.\u201c<\/b> Jesus \u00fcberstand die Versuchung, voll vom heiligen Geist und begann sein offizielles und \u00f6ffentliches Werk als Messias, in der Provinz Galil\u00e4a. Und Jesu Wirksamkeit blieb nicht ohne Resonanz. Die Kunde von ihm erscholl durch alle umliegenden Orte Galil\u00e4as. <b>\u201eUnd er lehre in ihren Synagogen und wurde von jedermann gepriesen.\u201c<\/b> (15) <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Diese zwei Verse (14.15) fassen Jesu Wirken in Galil\u00e4a zusammen. Sie sind ein Hinweis auf eine neue Zeit, die durch Jesus, den Messias, angebrochen ist. Laut den \u00fcbrigen synoptischen Evangelien (Markus und Matth\u00e4us) geht Jesus auf diese neue Zeit ein: \u201e<b>Die Zeit ist erf\u00fcllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Bu\u00dfe und glaubt an das Evangelium!\u201c<\/b> (Mk 1,15; vgl. Mt 4,17) Durch Jesus geschah nicht nur etwas Aufregendes in dieser Welt, durch Jesus kam das Reich Gottes zu uns herab! (Es ist hier, mitten unter uns!) Und Menschen die Jesus in den Synagogen Galil\u00e4as h\u00f6rten, priesen ihn! Sie waren von seiner Predigt begeistert! Das ist eine angemessene Reaktion auf das Reich Gottes. Vielleicht fragt ihr euch, wie muss es gewesen sein, Jesus als Prediger zu h\u00f6ren? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Erfreulicherweise bekommen wir von Lukas eine Kostprobe einer ganz besonderen Predigt Jesu, die er in einer Synagoge in seiner Heimatstadt Nazareth gehalten hat. Wir lesen in den Versen 16 und 17: <b>\u201eUnd er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen. Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht.\u201c<\/b> Am Sabbat feierte man Gottesdienst, \u00e4hnlich wie wir, mit einem festen Ablauf. Zun\u00e4chst wurde ein Psalm gesungen, danach wurden diverse Textpassagen auf Hebr\u00e4isch gelesen, wie z.B. die Segnungen aus dem 5.Mose, Passagen aus dem Gesetz und den Propheten (die Hebr\u00e4ischen Texte wurden auf Aram\u00e4isch \u00fcbersetzt, weil die meisten kein Hebr\u00e4isch verstanden). Darauf folgte eine Predigt zu der gelesenen Passage aus der Schrift (Die Texte wurden im Stehen gelesen, die Predigt im Sitzen vorgetragen), gefolgt durch abschlie\u00dfende Segnungen durch den Synagogenvorsteher. Lukas l\u00e4sst alles drum herum unerw\u00e4hnt und steigt bei der Textlesung Jesu ein, Jesu 61: <b>\u201eUnd als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verk\u00fcndigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen und den Blinden, dass sie sehen sollen und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, zu verk\u00fcndigen das Gnadenjahr des Herrn.\u201c<\/b> (17-19) Dieses Wort aus Jesaja ist eine messianische Prophezeiung. In ihr ist die Rede von dem einen, auf dem Gottes Geist ist, weil Gott selbst ihn salben w\u00fcrde. Deshalb ist er \u201eder Gesalbte\u201c, der Messias! Zeit des Jesajas stand Assyrien vor der T\u00fcr. Jesaja sah aber auch die anderen Feinde, wie Babylon. Die Sehnsucht nach dem Messias war gro\u00df, der f\u00fcr alle da sein w\u00fcrde, auch und gerade f\u00fcr die Armen und einfachen Menschen. F\u00fcr sie hatte er gute Nachricht! Au\u00dferdem schrie die S\u00fcnde des Volkes zum Himmel, sie waren geistlich blind, w\u00fcrden von ihren Feinden zerschlagen und gefangen gesetzt werden. Man sehnte sich in besonderem Ma\u00dfe nach Erl\u00f6sung, von der eigenen Schuld und von den Feinden, von der Gefangenschaft, Blindheit und Zerschlagenheit. Die Menschen sehnten sich nach einem Gnadenjahr, an dem alle Schulden vergeben und alle Schuldsklaven befreit w\u00fcrden. Und Gott verhie\u00df ihnen seinen Gesalbten!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was geschah nach der Textlesung Jesu? Betrachten wir Vers 20: <b>\u201eUnd als er das Buch zutat, gab er\u2019s dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn.\u201c<\/b> Der Hinweis <b>\u201eUnd aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn.\u201c<\/b> beschreibt den schweren Eindruck, den Jesus auf die Gottesdienstteilnehmer hinterlie\u00df, obwohl er nur den Bibeltext vorgelesen hat! Diese Wirkung ist nat\u00fcrlich der Traum jeder Gemeinde; aber wie kam sie zustande? Als Jesus die Schriftrolle des Propheten Jesaja \u00fcberreicht bekam und aufrollte, las er Worte, die mehr als 700 Jahre alt waren. Mehr als 700 Jahre wurde Jesajas Prophezeiung \u00fcberall in der j\u00fcdischen Welt vorgelesen, z.B. bei den Gottesdiensten. Doch noch nie hatte jemand diese Prophezeiung so vorgetragen wie Jesus. Denn es hatte niemanden gegeben, der so auf diese Prophezeiung passte, wie Jesus! Jesaja formulierte seine messianische Prophezeiung in Ich-Form: <b>\u201eDer Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat&#8230;er hat mich gesandt, zu predigen&#8230;\u201c<\/b> Wenn ich diese in Ich-Form formulierten Verse vorlese, wei\u00df jeder, dass nicht ich damit gemeint bin, sondern ein anderer. Als Jesus diese Verse vorlas, dachten die Menschen: Hoppla, was passiert hier gerade? Jesus wirkte absolut authentisch, als er die messianische Prophezeiung vorlas, denn sein Leben passt exakt zum g\u00f6ttlichen Wort aus Jesaja 61.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Alle Augen waren auf Jesus gerichtet, alle waren fixiert auf Jesus und gespannt auf seine Predigt. Betrachten wir die Predigt, Vers 21: <b>\u201eUnd er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erf\u00fcllt vor euren Ohren.\u201c<\/b> Das war die Predigt Jesu, die uns von Lukas \u00fcberliefert ist! Ein einziger Satz! Mehr nicht! Aber erf\u00fcllt mit dem Heiligen Geist brachte es Jesus mit diesem einen Satz auf den Punkt! Und sie ist eine Predigt, die nur Jesus halten kann, denn er ist die Erf\u00fcllung des Wortes, die Erf\u00fcllung der Prophezeiung aus der Schrift. Er ist der verhei\u00dfene Messias, der vollbringen kann, was niemand sonst vollbringen kann!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie wurde das prophetische Wort durch Jesus erf\u00fcllt? Betrachten wir Vers 18a: <b>\u201eDer Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat\u201c<\/b>. Im Kapitel 3 berichtete Lukas, wie sich der Himmel auftat und der Heilige Geist auf Jesus herniederfuhr, in leiblicher Gestalt. So erf\u00fcllte sich an Jesus, was von ihm in der Schrift vorausgesagt war: <b>\u201eder Geist des Herrn ist auf mir\u201c<\/b>. In der Apg. zitiert Lukas den Apostel Petrus, der dieses Ereignis wie folgt kommentiert: <b>\u201ewie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und Kraft\u201c<\/b>. (Apg 10,38a) Johannes taufte Jesus mit Wasser, doch Gott salbte Jesus mit dem Heiligen Geist. Jesus ist \u201eder Gesalbte\u201c Gottes. (Jesus wurde auch leiblich gesalbt. Als Zeichen bekam er von den Weisen aus dem Morgenland u. a. Myrrhe geschenkt, ein Bestandteil des Salb\u00f6ls und er wurde gesalbt, nachdem er vom Kreuz abgenommen wurde.)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Schon allein die Tatsache, dass Jesus der Messias ist, offenbart zu bekommen, ist gro\u00dfartig. Gro\u00dfartig ist auch das Werk des Messias, das durch Jesus erf\u00fcllt wird. Betrachten wir nochmals die Verse 18 und 19. Wie erf\u00fcllte Jesus die restliche Prophezeiung? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>zu verk\u00fcndigen das Evangelium den Armen\u201c<\/b>. Jesus predigte das Evangelium den Armen. Die meisten Zuh\u00f6rer Jesu waren arme Menschen, einfache Menschen. Doch Jesus erf\u00fcllte die Prophezeiung weit \u00fcber ihre w\u00f6rtliche Deutung hinaus \u2013 und das gilt f\u00fcr die ganze Prophezeiung. Seine gro\u00dfe Bergpredigt begann Jesus mit den Worten: <b>\u201eSelig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich\u201c<\/b>. (Mt 5,3) Das ist ein Beispiel f\u00fcr die Erf\u00fcllung der messianischen Prophezeiung. Jesus predigte das Evangelium, die frohe Botschaft \u2013 das Himmelreich \u2013 f\u00fcr die geistlich Armen, nicht f\u00fcr die geistlich Reichen. Das Evangelium Christi ist deshalb so gro\u00dfartig, weil es gerade auch frohe Botschaft f\u00fcr diejenigen ist, die geistlich nichts vorweisen k\u00f6nnen, die geistlich gesehen ein leeres Konto haben, die mit leeren H\u00e4nden dastehen, die keinen Grund haben, aufgrund geistlicher Errungenschaften stolz zu sein. Es ist also ok, mit leeren H\u00e4nden zu Jesus zu kommen. Lasst uns hungrig, durstig und empfangsbereit zu Jesus kommen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen\u201c<\/b>. Das f\u00fcr \u201efrei\u201c verwendete griechische Wort \u201eaphesin\u201c wird von Lukas an 8 anderen Stellen im Evg. und der Apg verwendet und bezieht sich stets auf die Vergebung von den S\u00fcnden. Christus erf\u00fcllte diese Prophezeiung, indem er die geistlich Gefangenen befreite, d.h. denen vergab, die in ihren S\u00fcnden gefangen waren. Dieses Werk kann wirklich nur der Messias tun und er hat es am Kreuz vollbracht.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber die Frage ist: F\u00fchlen wir uns wirklich frei? Ist es nicht so, dass wir in vielen Dingen noch unfrei sind? In der Hinsicht was andere \u00fcber mich denken, was andere \u00fcber mich reden? Sind wir nicht gefangen in der zwanghaften Gewohnheit, uns mit anderen zu vergleichen? Macht uns das nicht niedergeschlagen, weil wir immer einen finden, den es besser geht als mir, der eine gr\u00f6\u00dfere Wohnung hat, kl\u00fcger ist und angesehener? Oder sind wir nicht gefangen in unserer Gesetzlichkeit gegen\u00fcber anderen, die wir richten, weil wir uns f\u00fcr gerechter halten als sie? In vielerlei Hinsicht sind wir noch gefangen. Die andere Frage ist: Wollen wir \u00fcberhaupt frei sein? Glauben wir, dass Jesus und befreien kann? Jesus predigt den Gefangenen, dass sie frei sein sollen! Nimmst du seine Predigt an?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>und den Blinden, dass sie sehen sollen und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen\u201c<\/b>. Jesus \u00f6ffnete nicht nur die Augen von einigen Blindgeborenen, indem er sie heilte, sondern vielen, vielen mehr. Jesus \u00f6ffnet die geistlichen Augen von Menschen, die in der Finsternis dieser Welt blind sind. Jesus nimmt sich der Zerbrochenen und der Zerschlagenen an und richtete sie wieder auf. \u201e<b>Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht ausl\u00f6schen.\u201c<\/b> (Jes 42,3) Vielmehr ruft er uns zu: \u201e<b>Kommt her zu mir, alle, die ihr m\u00fchselig und beladen seid; ich will euch erquicken.\u201c<\/b> (Mt 11,28)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Schlie\u00dflich hei\u00dft es: <b>\u201ezu verk\u00fcndigen das Gnadenjahr des Herrn\u201c<\/b>. Das Gnadenjahr war nach dem Gesetz des Mose ein Erlassjahr und wurde alle 50 Jahre gefeiert (nach 49 Jahren = 7 Sabbatjahren). Und zwar wurden allen Schuldnern ihre Schulden erlassen und die Schuldsklaverei aufgehoben. Von reichen Gl\u00e4ubigern abgesehen, muss dieses Gnadenjahr des Herrn beim einfachen Volk unheimlich beliebt gewesen sein. Weil es alle 50 Jahre stattfand, erlebten die meisten das Gnadenjahr des Herrn nur einmal im Leben. Wenn die Menschen damals Kalender gehabt h\u00e4tten, w\u00e4re das Gnadenjahr des Herrn ganz gro\u00df rot angekreuzt. F\u00fcr die Schuldner bedeutete es, auf einen Schlag schuldenfrei! F\u00fcr die Schuldsklaven bedeutete es: auf einen Schlag Freiheit! Jesus erf\u00fcllte das Gnadenjahr des Herrn! Er ist derjenige, auf den das Gnadenjahr Jahrhunderte hingewiesen hat, der eine, der auf einen Schlag unsere gr\u00f6\u00dfte Schuld vergibt, unsere S\u00fcndenschuld, die uns von Gott trennt und t\u00f6tet! Und der uns auf einmal die Freiheit schenkt, von unserer geistlichen Sklaverei! Jesus sagte: \u201e<b>Heute ist dieses Wort der Schrift erf\u00fcllt vor euren Ohren.\u201c<\/b> Jesus l\u00e4utete das \u201eHeute\u201c ein und sein Gnadenjahr ist unser Heute (bzw. heute ist noch immer sein Gnadenjahr). M\u00f6ge Jesus unsere Augen \u00f6ffnen, f\u00fcr sein Gnadenjahr, das heute gilt. M\u00f6ge Jesu Predigt uns helfen, unser Leben bewusst im Gnadenjahr zu f\u00fchren.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Bevor wir im Text fortfahren: Was bedeutet der Text f\u00fcr uns? Zun\u00e4chst einige Beobachtungen:<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Beobachtung 1. Die Verse 14 und 15 deuteten eine neue Zeit an. Die Kunde Jesu verbreitete sich in ganz Galil\u00e4a und jedermann pries Jesus. Wie ist es mit uns? Wie reagieren wir auf Jesus und auf seine Botschaft? Sind wir nicht viel zu tr\u00e4ge geworden? Sind wir nicht unheimlich schwer zu begeistern? Sollten wir Jesus nicht viel mehr preisen als wir es tun; und auf eine nat\u00fcrliche und lebendige Weise? Ja! Aber woran liegt es?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Beobachtung 2. F\u00fcr die Gottesdienstteilnehmer war es ein unheimlich gro\u00dfes Privileg, Jesu Predigt in der Synagoge zu h\u00f6ren. Wann erlebt man schon live, im Gottesdienst, ein so bedeutendes, historisches Ereignis, wie die Erf\u00fcllung der Schrift? Und dann noch die Erf\u00fcllung der messianischen Prophezeiung &#8211; durch Jesus! Welche Erwartungen haben wir vom Gottesdienst? Kommen wir mit der Hoffnung, Jesus zu treffen? Kommen wir mit der Erwartung, eine gro\u00dfe geistliche Offenbarung zu erleben, einen geistlichen Durchbruch? Freuen wir uns auf Jesu Wort, auf das Evangelium? Freuen wir uns \u00fcberhaupt auf irgendetwas? Oder sind wir einfach nur da? Warum ist der Gottesdienst f\u00fcr uns zur routinem\u00e4\u00dfigen Pflicht geworden? Warum sind die 10 Minuten vor dem Gottesdienst so gespenstig?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Beobachtung 3. Du hast den heutigen Text gelesen und geh\u00f6rt. Wie f\u00fchlst du dich? Bist du gl\u00fccklich? Wirken die Geschwister, die neben dir sitzen gl\u00fccklich? Was fehlt uns zum vollst\u00e4ndigen Gl\u00fcck? Viele Probleme fallen uns ein. Probleme zuhause, Probleme in der Ehe, Probleme bei der Arbeit, Probleme in der Gemeinde. Sind diese Probleme Ursache f\u00fcr unseren Mangel an vollkommene Freude und Gl\u00fcck oder Symptome eines anderen Problems?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Anwendung 1. In Jesu Worten, die er vorgelesen hat, finden wir uns wieder. Wir sind die Armen, die absolut nichts vorweisen k\u00f6nnen. Wir sind die Gefangenen, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu befreien. Wir sind die Blinden, die nicht sehen, die Zerschlagenen, die am Boden liegen. Passt diese Beschreibung nicht haargenau auf unser innerstes Wesen? Sind das nicht die wahren Probleme, an denen wir leiden? Schreit unser kaputtes Inneres nicht nach dem einen, der alles erneuern kann? Wie vollbringt Jesus, der die Schrift erf\u00fcllt hat, sein Erl\u00f6sungswerk in uns? Er tauschte seine Position mit der unsrigen! Um uns Armen das Evangelium zu verk\u00fcnden, wurde er arm f\u00fcr uns, wie es hei\u00dft: <b>\u201eDenn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich w\u00fcrdet.\u201c<\/b> (2.Kor 8,9) Was hei\u00dft das f\u00fcr uns? Das hei\u00dft f\u00fcr dich armseliger, dass du jetzt reich bist, weil Jesus f\u00fcr dich arm wurde. Erfreue dich am gewonnenen Reichtum in Christus und preise Jesus, alles andere ist eine Verachtung seiner Gnade! | Wie befreite Jesus uns von unserer Gefangenheit der S\u00fcnde? Indem er seine Freiheit von der S\u00fcnde mit unserer Gefangenschaft der S\u00fcnde eintauschte. Wir wurden frei, indem er sich von Juden und R\u00f6mern gefangen nehmen lie\u00df, mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen am Kreuz gefangen war und wegen unserer S\u00fcnde 3 Tage vom Tod festgehaltn wurde. Wir haben Freiheit erlangt, die nur Jesus geb\u00fchrt! Hast du Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr diese Freiheit? Wie gehst du damit um? | Wie wurden wir sehend? Wie empfingen wir das Licht? Dadurch, dass Jesus selbst in die Finsternis kommen musste. | Wie wurden wir von unserer Zerschlagenheit befreit? Indem er sich von Geiselhieben, Dornenkrone und den N\u00e4geln des Kreuzes zerschlagen lie\u00df. Das Gnadenjahr unseres Herrn ist wirklich teuer erkauft. Sollten wir so tun, als w\u00e4re sie nichts wert?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zur\u00fcck zur Anwendung: Beherzige Jesu Gnade, sie l\u00f6st unser wahres Problem. Wenn du in K\u00fcrze wieder Problemen begegnest, zuhause, mit dem Partner, im Job, in der Gemeinde etc. besinne dich auf Christi unverdientes Werk an dir, der einen schrecklichen S\u00fcnder in Liebe und Vergebung angenommen hat und folge seinem Beispiel. Lebe das Gnadenjahr Christi aus! Symptome, wie Streit, Missverst\u00e4ndnisse, Verletzung usw. klingen allm\u00e4hlich ab, sobald die Krankheit besiegt ist. Beten wir daf\u00fcr, Christi heilsame Gnade in unseren Familien und in unserer Gemeinde zu erleben.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie kam Jesu Predigt bei den Menschen in Nazareth an? Vers 22: <b>\u201eUnd sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten ich, dass solche Worte der Gnade aus seinem Munde kamen und sprachen: Ist das nicht Josefs Sohn?\u201c<\/b> Ihre Reaktion klingt nicht widerspruchsfrei. Auf der einen Seite gaben sie Zeugnis von Jesus, was ihre positive Empfindung \u00fcber Jesus zum Ausdruck bringt und sie wunderten sich, dass solche Worte der Gnade aus seinem Munde kamen. Es waren in der Tat Worte der Gnade, die aus Jesu Mund kamen! Mit den Worten Jesu schienen sie also weniger ein Problem zu haben. Vielleicht liegt die Betonung auf \u201eaus seinem Munde\u201c. \u201eIst das nicht Josefs Sohn?\u201c wanden sie ein. Offenbar konnten sie die gn\u00e4digen Worte nicht in Einklang bringen mit der Person Jesu, den sie von Kindheit und Jugend an kannten. Klar wollten sie den Messias, aber Jesus sollte der Messias sein?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus aber kannte die Gedanken ihrer Herzen. <b>\u201eUnd er sprach zu ihnen: Ihr werdet mir freilich dies Sprichwort sagen: Arzt, hilf dir selber! Denn wie gro\u00dfe Dinge haben wir geh\u00f6rt, die in Kapernaum geschehen sind! Tu so auch hier in deiner Vaterstadt! Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet gilt etwas in seinem Vaterland.\u201c<\/b> \u201eArzt, hilf dir selber\u201c dr\u00fcckt den Spott aus, den die Menschen in Nazareth Jesus entgegen brachten; nach dem Motto: Du willst uns helfen? Hilf dir selbst, wenn du etwas Besonderes bist. Auf \u00e4hnliche Weise wurde Jesus am Kreuz verspottet, als man ihm zurief: <b>\u201ehilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist und steig herab vom Kreuz!\u201c<\/b> (Mt 27,40) Au\u00dferdem wollten sie von Jesus Wunder sehen. Jesus sollte erst einmal liefern, bevor er gro\u00dfe T\u00f6ne von sich gab.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir sehen, dass die Stimmung nach anf\u00e4nglicher Begeisterung kippte. Doch Jesus war gefasst! Er wusste, dass kein Prophet in seinem Vaterland etwas gilt. Er brachte sogar 2 Beispiele aus dem AT. Elia, der als der gr\u00f6\u00dfte unter den Propheten galt, ging nicht zu den vielen Witwen in Israel, sondern wurde <b>\u201eallein zu einer Witwe &#8230; im Gebiet von Sidon\u201c<\/b> gesandt. Selbst ihr gro\u00dfer Prophet Elia fand im eigenen Land kaum Beachtung, so dass Gott ihn zu einer heidnischen Witwe sandte. Sein geistlicher Nachfolger war der Prophet Elisa. Jesus sagte: <b>\u201eUnd viele Auss\u00e4tzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa und keine von ihnen wurde rein als allein Naaman aus Syrien.\u201c<\/b> Auch Elisa galt kaum etwas in Israel, so dass wiederum ein Heide die Gnade Gottes empfing und rein wurde, obwohl es viele Bed\u00fcrftige in Israel gab. Jesu Ablehnung in seiner Heimatstadt war also kein Scheitern Jesu als Messias. Sie war vielmehr eine Best\u00e4tigung daf\u00fcr, dass Jesus von Gott kam und Gottes Werk tat.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie kam Jesu Lehre bei den Menschen an? Vers 28ff: <b>\u201eUnd alle, die in der Synagoge waren, wurden von Zorn erf\u00fcllt, als sie das h\u00f6rten. Und sie standen auf und stie\u00dfen ihn zur Stadt hinaus und f\u00fchrten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzust\u00fcrzen. Aber er ging mitten durch sie hinweg.\u201c<\/b> Was brachte die Menschen derart auf, dass sie Jesus umbringen wollten? Nun ihnen schmeckte wohl nicht, dass Jesus sich mit den gro\u00dfen Propheten Elia und Elisa verglich, obwohl Jesus viel mehr ist als ein Prophet! Au\u00dferdem stufte er die Zuh\u00f6rer als Prophetenablehner ein. On top erw\u00e4hnte Jesus die Heiden, die Gottes Gnade empfingen, die eigentlich Israel zustand, weil Israel sie ablehnte. Jesus hatte in allen Punkte recht. 1) Er war mehr als ein Prophet, 2) sie lehnten nicht nur einen Propheten Gottes ab, sondern den Messias selbst und 3) die fl\u00e4chendeckende Ablehnung der Juden f\u00fchrte zur gro\u00dfen Gnade unter den Heiden. Dennoch wollten sie ihn t\u00f6ten und erwiesen sich somit als geistlich blind und gefangen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Anwendung 2: Die Menschen in Nazareth lehnten Jesus ab, weil sie voreingenommen waren. Sie hatten ein anders Bild vom Messias. Jesus, den sie von klein auf kannten, passte nicht zu ihrer Vorstellung. Auch die meisten Menschen in unserem Land sind Jesus gegen\u00fcber voreingenommen. Sie meinen, Jesus h\u00e4tte nichts mit ihnen zutun, Jesus h\u00e4tte keine Relevanz f\u00fcr ihr pers\u00f6nliches Leben, auch keine f\u00fcr das gesellschaftliche Leben. Gegen Voreingenommenheit sind auch wir nicht resistent. Auch wir meinen Jesus zu kennen und das Lukasevangelium zu kennen. Wir haben uns ein Bild von Jesus gemacht und rechnen nicht mit etwas Neuem, etwas, das uns \u00fcberrascht und ver\u00e4ndert. Voreingenommenheit ist ein gro\u00dfes Problem, beim Bibellesen, beim Bibelstudium, beim Gottesdienst. Wir sollten unsere Haltung erneuern und unsere Voreingenommenheit ablehnen. Dann kann Christi Evangelium unsere Herzen bewegen und ver\u00e4ndern.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Anwendung 3: Wir f\u00fcrchten uns manchmal davor, Christi Evangelium zu verk\u00fcndigen, weil wir Angst davor haben abgelehnt zu werden. Wir verkraften es nur schwer, wenn wir abgelehnt werden und Christi Evangelium abgelehnt wird und Jesus selbst abgelehnt wird. Doch Jesus lehrt, dass das Evangelium nicht umsonst gepredigt wird. Gottes Gnade kann nicht verloren gehen! Durch Elia und Elisa empfingen die Heiden die Gnade, die von den Juden abgelehnt wurde. Jesus selbst wurde in seinem Vaterland abgelehnt, dadurch wurden Heiden auf der ganzen Welt Empf\u00e4nger der Gnade Jesu, so auch wir. Lasst uns nicht aufh\u00f6ren, als Evangeliumsarbeiter zu wirken. M\u00f6ge die Freude, die wir an Christus haben und die Ver\u00e4nderung, die das Evangelium in unseren Herzen, Familien und der Gemeinde bewirkt, ein Zeugnis Christi in dieser Stadt sein.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gebet: Herr danke f\u00fcr Jesus, den Messias Gottes, der in uns vollbringen kann, was sonst keiner zutun imstande ist. Danke f\u00fcr Christus, der den Gefangenen die Freiheit predigt. Befreie uns von unserer Blindheit und lass uns das Gnadenjahr erkennen und darin leben. Befreie uns von allen Fesseln, die uns gefangen halten, und schenke jedem einzelnen und der ganzen Gemeinde deine heilsame Gnade.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Heute ist dieses Wort der Schrift erf\u00fcllt \u201eUnd er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erf\u00fcllt vor euren Ohren.\u201c (21) Der Abschnitt vor der heutigen Textpassage befasst sich mit der Versuchung Jesu durch den Teufel. 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