{"id":3292,"date":"2015-01-25T21:09:25","date_gmt":"2015-01-25T20:09:25","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3292"},"modified":"2022-11-18T12:22:20","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:20","slug":"predigt-lukas-41-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-41-13\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 4,1 \u2013 13"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Lk-P04-0113.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jesus \u00fcberwindet die Versuchungen des Teufels f\u00fcr uns<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eJesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Lukas 4,8<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Der Titel von der aktuellen Spiegelausgabe lautet: Die letzten Zeugen. Manfred Ertel, einer der Redakteure, schrieb ein kurzes Editorial: \u201eAuschwitz und die deutsche Geschichte lassen uns nicht los. &#8230; Am 27. Januar j\u00e4hrt sich also die Befreiung des gr\u00f6\u00dften Vernichtungslagers in Auschwitz-Birkenau, sie j\u00e4hrt sich zum 70. Mal. Meine Kollegen und Kolleginnen vom Spiegel haben sich zu diesem Anlass von 19 ehemaligen KZ-H\u00e4ftlingen, die meisten an die 90 Jahre alt oder \u00e4lter, ihre Geschichte, ihr Leiden erz\u00e4hlen lassen. &#8230; Sie geh\u00f6ren zu den letzten Zeugen, die aus eigenem Erleben vom \u00dcberleben in dieser Vernichtungsmaschinerie berichten k\u00f6nnen, und es werden immer weniger.\u201c Das ist aktuelles Beispiel f\u00fcr die unersetzliche Wichtigkeit von Augenzeugen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Am Anfang von Lukas, sagt der Verfasser, dass er sein Evangelium nach sorgf\u00e4ltiger Recherche geschrieben hatte. Das bedeutet, dass er sich mit schriftlichen Quellen besch\u00e4ftigt hatte, die es damals schon gab. Aber Lukas musste zus\u00e4tzlich mit einer ganzen Reihe von Zeitzeugen geredet habe: Menschen, die Jesus noch mit eigenen Augen gesehen hatte. Was das angeht, ist unser Text heute ein etwas spezieller Fall. Im heutigen Text gibt es vor allem zwei Personen, Jesus und der Teufel. Jesus war der einzige Mensch, der dabei war. D.h., diese Episode musste Jesus seinen J\u00fcngern erz\u00e4hlt haben. (Der Teufel scheidet als verl\u00e4sslicher, wahrheitsliebender Augenzeuge ganz klar aus). Das zeigt uns, dass Jesus dieses Ereignis wichtig war. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Unser Text heute handelt von der Versuchung Jesu. Etliche Kommentatoren haben angemerkt, dass dieser Text nicht einfach ist. Dieser Text ist schwer verdaulich f\u00fcr diejenigen, die nicht an die Bibel glauben. Viele Menschen in der heutigen Zeit glauben nicht an den Teufel. Allein der Gedanke, dass es ihn geben w\u00fcrde, ist l\u00e4cherlich. Das hat vielleicht auch etwas damit zu tun, wie der Teufel karikiert wird: H\u00f6rner, Dreizack, Hufen und Ochsenschwanz. Das kann man ja nicht ernst nehmen. Den Ursprung des B\u00f6sen auf so eine Person zu reduzieren, scheint geradezu naiv. Das Ironische ist jetzt nat\u00fcrlich, dass es aus christlicher Sicht gesehen, geradezu naiv ist, nicht daran zu glauben, dass es einen Teufel gibt. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber selbst f\u00fcr diejenigen, die an die Bibel glauben, ist das kein einfacher Text. Hier sind zwei Probleme, mit denen ich zu k\u00e4mpfen hatte. Der Teufel versucht Jesus dazu zu bringen, aus Steinen Brote zu machen, um seinen Hunger zu stillen. Ich hatte Probleme zu verstehen, warum das S\u00fcnde sein sollte. Bei den anderen zwei Versuchungen sollte Jesus einmal den Teufel anbeten und das andere Mal sich vom Tempel st\u00fcrzen lassen. Beides kann als S\u00fcnde durchgehen. Aber beide Versuchungen scheinen auch unglaublich plump zu sein. Warum sollte sich Jesus auf so etwas D\u00e4mliches einlassen? Ist diese Versuchung nicht viel zu einfach? Bei n\u00e4herer Besch\u00e4ftigung stellt man fest, dass diese Versuchungen alles andere als plump waren. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">\u00dcber drei Fragen m\u00f6chten wir heute nachdenken. (Diese Fragen sind ebenfalls nicht ganz so plump, wie sie klingen). Erstens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>wer wurde versucht?<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Zweitens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>worum ging es in den Versuchungen?<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Drittens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>was ist das Resultat f\u00fcr uns?<\/i><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Erstens, wer wurde versucht? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Nat\u00fcrlich lautet die Antwort auf diese Frage \u201eJesus\u201c. Aber der Kontext ist wirklich unentbehrlich wichtig hier. Der Text der letzten Woche endete mit einem Stammbaum. Der Stammbaum von Lukas unterscheidet sich ganz stark, von dem von Matth\u00e4us. Matth\u00e4us listet die k\u00f6nigliche Linie von David; Lukas die priesterliche, bzw. die nicht k\u00f6nigliche Linie. Matth\u00e4us geht zur\u00fcck bis zu Abraham; Lukas geht noch viel weiter zur\u00fcck und zwar bis hin zu Adam, dem allerersten Menschen. Bei Matth\u00e4us ist die Kernaussage von seinem Stammbaum, dass Jesus der rechtm\u00e4\u00dfige K\u00f6nig der Juden ist. Bei Lukas ist die Hauptaussage, dass Jesus ein Nachfahre Adams ist. Jesus ist der zweite Adam. Hier ist noch ein finaler Unterschied: Matth\u00e4us bringt seinen Stammbaum ganz zu Beginn des Evangeliums; Lukas zwischen Jesu Taufe und seiner Versuchung. Direkt nachdem wir erfahren haben, dass Jesus der zweite Adam ist, geht es los: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eJesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zur\u00fcck vom Jordan und wurde vom Geist in die W\u00fcste gef\u00fchrt und vierzig Tage lang von dem Teufel versucht.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Was mag die Absicht von Lukas gewesen sein? Ich denke, dass Lukas bewusst die beiden Adams miteinander vergleichen und kontrastieren wollte. Welche Kontraste sehen wir dann? Die Umgebungen der Versuchungen unterschieden sich. Als der erste Mensch versucht wurde, befand er sich im Paradies. Als Jesus versucht wurde, befand er sich an einem der unangenehmsten und lebensfeindlichsten Orte, die man sich vorstellen kann, in der W\u00fcste. Die Voraussetzungen unterschieden sich. Der erste Mensch hatte alles, was er sich h\u00e4tte w\u00fcnschen k\u00f6nnen. Es gab nichts, was ihm fehlte. Er lebte in F\u00fclle. Als Jesus versucht wurde, hatte er eine 40-t\u00e4gige Fastentortur hinter sich. Vers 2 sagt lapidar: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd er a\u00df nichts in diesen Tagen, und als sie ein Ende hatten, hungerte ihn.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Das Wort Hunger in Vers 2 hatte eine v\u00f6llig andere Bedeutung als alles, was wir mit Hunger assoziieren. K\u00f6rperlich war Jesus am Verhungern. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Die Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t der Versuchungen unterschieden sich. Der erste Mensch wurde mit einer einzigen Versuchung konfrontiert. Adam sollte vom Baum der Erkenntnis des Guten und B\u00f6se nicht essen. Das war die einzige Sache, die er nicht tun sollte allein aufgrund der Tatsache, dass Adam nicht Gott ist. Und gleich bei der ersten Versuchung knickte er ein. Er versagte auf der ganzen Linie. Jesu Versuchungen befanden sich auf einer ganz anderen Ebene. Vers 2: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eund vierzig Tage lang von dem Teufel versucht.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> 40 Tage lang war Jesus unter Beschuss des Teufels. 40 Tage lang musste er sich seine L\u00fcgen anh\u00f6ren, seine Angriffe parieren, den perfiden Strategien des Teufels nicht auf den Leim gehen und alles das zu einer Zeit, als er allein und verletzlich war. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wir sehen noch einen krassen Unterschied, zwischen Adams Versuchung und Jesu Versuchung. Wir Menschen sind allesamt schwach. Wir sind anf\u00e4llig. Wir geben nach, wo wir nicht nachgeben sollten, wir knicken ein, wo wir h\u00e4tten standhaft sein m\u00fcssen. Jesus lehrte uns im Vater Unser, dass wir allezeit beten sollen: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eund f\u00fchre uns nicht in Versuchung sondern erl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen&#8230;\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Wir tun so gut daran, jeden Tag daf\u00fcr zu beten. Wir werden ungewollt und ungefragt versucht (obwohl wir oft selbst schuld dran sind, dass wir versucht werden). Der erste Mensch wurde unvorbereitet und unverhofft getroffen. Aber Jesus tat genau das Gegenteil. Der Geist f\u00fchrte ihn in die W\u00fcste, um versucht zu werden. Der Kampf gegen den Teufel war ein gewollter Kampf. Es war eine v\u00f6llig beabsichtigte Auseinandersetzung. Der letzte und entscheidende Unterschied: der Ausgang der Schlacht war ein ganz anderer. Der erste Adam verlor den Kampf. Jesus, der zweite Adam, \u00fcberwand siegreich. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wir sind sehr leicht versucht zu denken, dass Jesus eine Art Superman war und dass es f\u00fcr ihn einfacher gewesen sein muss, die Versuchungen zu \u00fcberwinden. Immerhin war Jesus doch ohne S\u00fcnde. C.S. Lewis antwortete folgenderma\u00dfen auf diesen Einwand: \u201eEs gibt den albernen Gedanken, dass gute Menschen nicht wissen, was Versuchung bedeutet. Das ist eine ganz offensichtliche L\u00fcge. Nur diejenigen, die der Versuchung widerstehen, wissen, wie stark sie ist. Zum Beispiel findet man heraus wie stark die Armee der Deutschen ist, in dem man gegen sie k\u00e4mpft, nicht in dem man sich ihr ergibt. Ein Mensch, der nach f\u00fcnf Minuten einer Versuchung nachgibt, wei\u00df ganz einfach nicht, wie sich die Versuchung eine Stunde sp\u00e4ter anf\u00fchlt. Das ist der Grund, weshalb b\u00f6se Menschen, zumindest in gewisser Hinsicht, ziemlich wenig \u00fcber das B\u00f6se wissen: sie haben sich davor \u201ebewahrt\u201c, indem sie ihm immer nachgegeben haben. Wir werden niemals herausfinden, wie stark der b\u00f6se Impuls in uns ist, es sei denn wir k\u00e4mpfen dagegen an: und weil Christus der einzige Mensch ist, der niemals einer Versuchung nachgegeben hat, ist er der einzige Mensch, der wirklich wei\u00df, was Versuchung bedeutet \u2013 er ist der einzige, wahre Realist.\u201c Hebr\u00e4er 4,15 sagt daher: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDenn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht k\u00f6nnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne S\u00fcnde.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Jesus, der zweite Adam, wurde als Mensch versucht, wie wir. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zur Frage \u201ewer wurde versucht\u201c gibt es eigentlich noch ziemlich viel zu sagen. Mehrere Ausleger haben erw\u00e4hnt, dass Jesus das wahre Israel repr\u00e4sentiert. Es gibt klare Hinweise daf\u00fcr im Text. Ich m\u00f6chte hier nur einen weiteren Aspekt nennen. Jesus wurde als Sohn Gottes versucht. Als Jesus getauft wurde, lesen wir, wie sich der Himmel auftat. Der Heilige Geist kam sichtbar auf Jesus herab. Gott, der Vater, sprach: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDu bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Wir haben hier bei der Taufe die ganze Trinit\u00e4t versammelt: Gott, der Vater, Gott, der Sohn, und Gott, der Heilige Geist. Die ganze Gottheit war vereint, um gemeinsam den Beginn von Jesu \u00f6ffentlichem Dienst zu feiern. Der Vater best\u00e4tigte sichtbar und h\u00f6rbar, dass Jesus sein Sohn war. Als Jesus versucht wurde, war Jesus zu 100% Mensch, der zweite Adam. Gleichzeitig ist er auch zu 100% der Sohn Gottes. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir kommen damit zum zweiten Teil. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zweitens, worum ging es in der Versuchung Jesu?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Man kann hier mindestens zwei Punkte anf\u00fchren. Beide Punkte haben mit dem zu tun, was man geradezu als Essenz der S\u00fcnde bezeichnen k\u00f6nnte. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zum einen, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>in allen drei Versuchungen ging es darum, Gott mit etwas zu substituieren, was nicht Gott ist<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Wir lesen in Vers 2, dass Jesus hungrig war. Vers 3: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDer Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Ganz offensichtlich war Jesus v\u00f6llig ausgehungert. Jeder Mensch in seiner Situation h\u00e4tte vermutlich das gleiche getan: anstatt aus einem Stein ein Brot zu machen, h\u00e4tten wir aus der ganzen W\u00fcste eine B\u00e4ckerei gemacht. In der zweiten Versuchung zeigte der Teufel ihm alle Reiche der Welt. Vers 5: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd der Teufel f\u00fchrte ihn hoch hinauf und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Das muss ein gigantischer <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>special effect<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> gewesen sein. Auf einem Schlag zeigte er ihm die ganze Hochkultur, die es damals gab. Das ist, wie wenn wir den ganzen Reichtum, die ganze Macht, Kultur, Glanz, Glamour und Gloria von New York, Paris, London, Shanghai, Tokyo auf einen Schlag sehen w\u00fcrden. Es w\u00e4re auf jeden Fall atemberaubend. Der Teufel bot Jesus an, ihm das alles zu schenken. Es ging hier um Herrlichkeit. Bei der dritten Versuchung f\u00fchrte der Teufel Jesus nach Jerusalem auf den Tempel. Und dann sagte er: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eBist du Gottes Sohn, so wirf ich von hier herunter; denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen, dass sie dich bewahren.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Der Teufel wollte hier, dass Jesus Gott testen w\u00fcrde. Und das, was Jesus testen sollte, war, ob Gott ihn bewahrt, wenn er sich vom Tempel herunterschmei\u00dft. Das Stichwort hier ist Bewahrung. Es ging hier um Sicherheit, die Garantie, dass alles gut gehen w\u00fcrde. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wenn wir uns alle diese Punkte vor Augen f\u00fchren, m\u00fcssen wir eines unbedingt verstehen: Brot, Herrlichkeit und Bewahrung sind keine in sich schlechten Dinge. \u00dcberhaupt nicht. Jeder Mensch hat eine Sehnsucht danach. Diese Sehnsucht ist etwas von Gott gegebenes. Denken wir noch einmal \u00fcber das Brot nach. Brot ist nicht einfach nur eine Sehnsucht. Brot ist ein Grundbed\u00fcrfnis des Menschen. Ohne Essen gehen wir ein und sterben; das ist offensichtlich. Aber in allen diesen Punkten, einschlie\u00dflich Essen, ging es um die Frage, ob es ein Bed\u00fcrfnis des Menschen gibt, dass noch essentieller, noch grundlegender, noch wichtiger ist, als unser T\u00e4gliches Brot. Und die Antwort lautet: \u201eAbsolut ja.\u201c Jesus konterte die Versuchung des Teufels mit den Worten: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDer Mensch lebt nicht allein vom Brot.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Gott ist wichtiger. Die Bibel sagt, dass unser Hunger nach Gott, unser Bed\u00fcrfnis nach Gott, noch grundlegender ist, als unser Hunger nach Essen. Gott zu haben ist wichtiger als Essen, wichtiger als Trinken, wichtiger als Schlafen, wichtiger als Atmen. So gut und so wichtig alle diese Dinge sind, nichts ist so lebensnotwendig wie Gott. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir kommen noch einmal auf die Frage zur\u00fcck: warum w\u00e4re es S\u00fcnde gewesen, wenn Jesus einen Stein zu Brot verwandelt h\u00e4tte und sich ein leckeres Sandwich gemacht h\u00e4tte? Es ging nicht darum, dass es f\u00fcr Jesus S\u00fcnde gewesen w\u00e4re, zu essen. Es ging darum, dass er seine Macht dazu gebraucht h\u00e4tte, um unabh\u00e4ngig von zu Gott zu sein. Darrell Bock kommentierte: \u201eJesus verstand, dass diese Forderung keine Herausforderung war, stark zu sein, sondern unabh\u00e4ngig zu sein. Solch eine Unabh\u00e4ngigkeit w\u00e4re Schwachheit und Versagen gewesen.\u201c Jesus h\u00e4tte eigenm\u00e4chtig ohne den Vater gehandelt. Und gerade damit h\u00e4tte Jesus zu verstehen gegeben, dass sein Bed\u00fcrfnis nach Essen gr\u00f6\u00dfer und wichtiger ist als Gott. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das hat unmittelbare Konsequenzen f\u00fcr uns. Als Menschen sind wir allesamt bed\u00fcrftige Wesen. Wir m\u00fcssen essen, trinken, uns bewegen, ausruhen, schlafen. Wenn wir das nicht tun, werden wir krank. Es hat auch seelische Auswirkungen. Wir merken das daran, dass unsere F\u00e4higkeit geduldig zu sein, sich mit jeder Stunde, die wir zu wenig geschlafen haben, halbiert. Unser Bed\u00fcrfnis nach Herrlichkeit und Bewahrung ist zwar nicht k\u00f6rperlich aber nicht weniger real. Nichts von dem ist intrinsisch schlecht. Aber wenn irgendeines von diesen Dingen sich an die Stelle Gottes schiebt, dann wird das zu unserem G\u00f6tzen. Ein G\u00f6tze ist alles das, dem wir uns zuwenden, um das zu bekommen, was nur Gott uns schenken kann. Wenn es Dinge in unserem Leben gibt, von denen wir sagen \u201ewenn ich das nicht habe, dann macht mein Leben keinen Sinn; wenn ich das habe, dann ist mein Leben endlich erf\u00fcllt; wenn ich das erreicht habe, dann bin ich endlich jemand\u201c, und wenn das, wonach wir streben nicht Gott ist, dann tun wir genau das: wir haben einen G\u00f6tzen. Gott ist dann nicht l\u00e4nger das Ziel, sondern lediglich unser Mittel zum Ziel. Wir versuchen unabh\u00e4ngig von Gott aus Steinen Brot zu machen. Wir versuchen etwas Gutes auf illegitime Art und Weise zu erreichen. Bei allen drei Versuchungen wollte der Teufel Jesus dazu verf\u00fchren, Gott mit etwas anderem zu substituieren. Das ist der eine Punkt, um den es in den Versuchungen Jesu ging. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Der andere Punkt ist, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>dass der Teufel durch seine Versuchungen die Sohnschaft von Jesus in Frage stellte<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Zweimal leitete der Teufel seine Versuchung mit den Worten ein: \u201ebist du Gottes Sohn.\u201c Vers 3: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eBist du Gottes Sohn, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 9: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eBist du Gottes Sohn, so wirf dich von hier hinunter.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Wir haben vorhin gesehen, dass Jesus bei der Taufe das Wort des Vaters \u00fcber ihn h\u00f6rte: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDu bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Als Gott sagte: \u201ean dir habe ich Wohlgefallen\u201c, war das sein Ausdruck von Wertsch\u00e4tzung, sein Ausdruck von ewiger Liebe, die Tatsache, dass er unendliche Freude an seinem Sohn hatte. Genau das stellte der Teufel in Frage. Zwei Dinge sagte der Teufel. Zum einen: \u201eWenn du wirklich Gottes Sohn bist, warum befindest du dich in solch einer erb\u00e4rmlichen Situation, v\u00f6llig ausgehungert? Wenn du Gottes Sohn bist, dann mach dir doch etwas zu Essen.\u201c Und das andere, war folgendes: \u201eWenn du wirklich Gottes Sohn bist, dann zeig das doch. Demonstriere wie m\u00e4chtig du bist. Zeig doch, wie gro\u00df dein Glaube ist, wie sehr Gott der Vater hinter dir steht. Wer sollte dir sonst glauben wollen, dass du Gottes Sohn bist?\u201c Der Teufel stellte damit die Identit\u00e4t Jesu in Frage. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was ist unsere Identit\u00e4t? Johannes 1 sagt, dass alle, die Jesus aufnehmen und die an seinen Namen glauben, Gottes Kinder werden. Weil Gott Jesus am Kreuz so behandelte, wie wir es verdient h\u00e4tten, betrachtet und behandelt Gott uns so, wie nur Jesus es verdient h\u00e4tte. Mit anderen Worten, wenn wir an Jesus glauben, dann spricht Gott zu jedem einzelnen von uns: \u201eDu bist mein lieber Sohn. Du bist meine liebe Tochter. An dir habe ich Wohlgefallen!\u201c Wir alle haben eine Identit\u00e4t. Viele von uns sind Ehem\u00e4nner, Ehefrauen, V\u00e4ter und M\u00fctter. Viele von uns haben eine Identit\u00e4t als Missionare. Aber es gibt eine Identit\u00e4t, die grundlegender ist als alle anderen. Egal was wir sonst sind, zu allererst sollten wir Kinder Gottes sein. Der Teufel tut alles, um diese Identit\u00e4t zu untergraben. J.D. Greear schrieb: \u201eSatans prim\u00e4re Verf\u00fchrungsstrategie besteht darin, zu versuchen, uns vergessen zu lassen, was Gott \u00fcber uns gesagt hat, damit wir unseren Stand vor Gott durch anderen Kriterien bewerten. &#8230; Er attackiert unsere Identit\u00e4t im Evangelium.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das ist es, was der Teufel in unser Ohr fl\u00fcstert: \u201eBist du wirklich Gottes Kind? Warum steckst du dann in dieser Misere? Wenn du Gottes Kind bist, warum bist du dann so ein Versager?\u201c Und das hat desastr\u00f6se Folgen f\u00fcr unser Leben und unsere Beziehungen. Hier sind ein paar Beispiele. Wenn wir verstanden haben, dass wir allein durch Christus Kinder Gottes sind, warum werden wir so leicht stolz und \u00fcberheblich? Warum schauen wir so leicht auf andere Menschen herab, weil sie nicht so viele Bibelverse auswendig k\u00f6nnen wie wir, weil sie vielleicht Schw\u00e4chen haben, die wir nicht haben? Oder, wenn wir verstanden haben, dass wir als Kinder Gottes von ihm angenommen und geliebt sind, warum leiden wir immer noch an einer nagenden Unsicherheit? Warum sind wir so abh\u00e4ngig davon, wie andere uns betrachten? Warum f\u00e4llt es uns so schwer, mit Kritik umzugehen, so dass wir nicht einfach nur beleidigt sind, sondern dass es uns regelrecht zerbricht, wenn Leute etwas Negatives \u00fcber uns sagen? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Sowohl Stolz, als auch Minderwertigkeitsgef\u00fchle sind beides eine Form von Ichbezogenheit. In beiden F\u00e4llen geht es darum, dass unsere Identit\u00e4t nicht in Gott gegr\u00fcndet ist, sondern in etwas anderem. Wenn wir stolz sind, haben wir die Tendenz unabh\u00e4ngig von Gott sein zu wollen. Wenn wir uns minderwertig f\u00fchlen, haben wir die Tendenz Gott versuchen zu wollen. In beiden F\u00e4llen geht es darum, dass wir versuchen Gott zu kontrollieren, anstatt ihm zu vertrauen. Das ist die Strategie Satans. Er griff Jesu Identit\u00e4t an. Und er greift unsere Identit\u00e4t an, die wir durch Jesus in Gott haben. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Drittens, was bedeutet Jesu Sieg f\u00fcr uns? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Vers 13: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd als der Teufel alle Versuchungen vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeit lang.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Wir lesen hier, dass der Teufel Jesus zumindest eine Zeit lang in Ruhe lie\u00df. Aber er kam wieder. Jesus wurde w\u00e4hrend seiner ganzen messianischen Wirksamkeit immer wieder versucht. Die gr\u00f6\u00dfte Versuchung kam, als f\u00fcr Jesus die Zeit gekommen war, zu sterben. Wir haben vorhin gesehen, dass der Teufel Jesu Identit\u00e4t als Sohn Gottes angriff. Earle Ellis schrieb Folgendes: \u201eDie Versuchungen waren so ausgelegt, dass Jesus seine Identit\u00e4t als Messias \u201abeweisen\u2019 sollte und auf diese Weise fehlleiten sollte. Der Teufel stellt die Rolle des Messias als eine M\u00f6glichkeit, sich selbst zu verherrlichen und sich selbst zu ehren.\u201c Jesus demonstrierte hier, dass der wahre Messias gekommen war, um genau das Gegenteil zu tun. Jesus bekam das Angebot, die Herrschaft \u00fcber die Welt anzutreten, ohne sterben zu m\u00fcssen, wenn er den Teufel anbeten w\u00fcrde. Der wahre Messias herrscht, gerade weil er gestorben ist. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Diese Worte \u201ebist du der Sohn Gottes\u201c, waren die Worte, die wir in etwas abge\u00e4nderter Form vor dem Kreuz zu h\u00f6ren bekommen. Die religi\u00f6sen Leiter verspotteten Jesus: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eEr hat anderen geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserw\u00e4hlte Gottes.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Die r\u00f6mischen Soldaten verspotteten Jesus mit den Worten: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eBist du der Juden K\u00f6nig, so hilf dir selber.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Und selbst der Verbrecher am Kreuz verspottete Jesus: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eBist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Genau dieselbe Versuchung. Jesus sollte seine Macht des Messias dadurch zur Schau stellen, indem er vom Kreuz herabkommen sollte. Was wir in Lukas 4 bei der Versuchung Jesu sehen ist nichts anderes als ein Schatten des Kreuzes. Die Art und Weise wie Jesus den Teufel in letzter Instanz \u00fcberwand, war durch seinen Tod am Kreuz. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich m\u00f6chte mit drei Anwendungen abschlie\u00dfen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Anwendung 1: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Jesu \u00dcberwinden der Versuchung ist frohe Botschaft f\u00fcr uns<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Wir haben vorhin gesehen, dass Jesus als zweiter Adam versucht w\u00fcrde. Der erste Adam knickte ein. Er hat die ganze Welt in Chaos und Verzweiflung gest\u00fcrzt. Aber genauso wie das Versagen vom ersten Menschen f\u00fcr uns Konsequenzen hat, hat Jesu Sieg Konsequenzen f\u00fcr uns. Letzte Woche hatte Toni einen wundervollen Titel f\u00fcr seine Predigt. Jesus wurde <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>f\u00fcr uns<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> getauft. Und die gute Nachricht heute ist: Jesus wurde versucht, f\u00fcr uns. Jesus \u00fcberwand alle Anschl\u00e4ge des Teufels, f\u00fcr uns. Jesus starb am Kreuz f\u00fcr uns. Und Jesus stand von den Toten auf, f\u00fcr uns. Es ist alles f\u00fcr uns. Es kommt alles uns zu Gute. Wir sind diejenigen, die nach Jesu Arbeit die Fr\u00fcchte genie\u00dfen d\u00fcrfen; die nach Jesu Sieg die Feinde pl\u00fcndern d\u00fcrfen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Luther wurde gefragt, wie er die Versuchungen des Teufels \u00fcberwindet. Luther gebrauchte dann folgende Illustration: In unserem Leben gibt es Momente, an denen Teufel an unsere Herzenst\u00fcr anklopft. Der Teufel fr\u00e4gt nach, ob wir da sind. Luther sagte dann: \u201ader Herr Jesus geht an die T\u00fcr und antwortet: Martin Luther hat hier einmal gewohnt. Aber er ist ausgezogen. Jetzt lebe ich hier.\u2019 Der Teufel sieht die durchbohrten H\u00e4nde Jesu und seine durchstochene Seite und ergreift sofort die Flucht.\u201c Das ist ein wunderbares Beispiel daf\u00fcr, wie Jesu Sieg zu unserem Sieg wird.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Anwendung 2: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Durch Jesu \u00dcberwinden der Versuchung ist er uns alles<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Wir haben gesehen, dass es bei den Versuchungen darum ging, Gott mit etwas zu substituieren, was nicht Gott ist. \u201eSei unabh\u00e4ngig von Gott f\u00fcr dein T\u00e4gliches Brot. Bete den Teufel an und bekomme daf\u00fcr alle Herrlichkeit der Welt. Versuche Gott und bekomme Sicherheit und Bewahrung.\u201c In allen drei Versuchungen ging es darum, was wir von Gott bekommen k\u00f6nnen und nicht um Gott selbst. Aber ich habe auch betont, dass weder unser Hunger nach dem T\u00e4glichen Brot, noch unsere Sehnsucht nach Herrlichkeit noch unsere Hoffnung auf Sicherheit schlecht sind. Nichts von den Dingen ist in sich schlecht. Und die Tatsache, dass wir uns das w\u00fcnschen, ist auch nicht schlecht. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Am Kreuz sehen wir aber, wie Jesus das alles aufgab. Jesus gab sein Leben auf. Jesus legte seine ganze Herrlichkeit ab. Und Jesus gab alle seine Bewahrung auf. Der Grund weshalb Jesus das alles aufgab, ist nicht nur der, dass er uns Brot, Herrlichkeit und Sicherheit schenken will. Es ist noch viel krasser: Jesus will uns alles das sein. Jesus ist unser Brot des Lebens, so dass alle die sein Fleisch essen und sein Blut trinken, ewiges Leben haben. Jesus selbst ist unsere Herrlichkeit, unsere Krone und unsere Gerechtigkeit. Jesus selbst ist unsere Bewahrung und unsere Sicherheit. Der Hunger unserer Seele ist ein Hunger f\u00fcr Jesus. Die Sehnsucht, die wir haben, ist in Wirklichkeit eine Sehnsucht nach Jesus. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Anwendung 3: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Die Art und Weise, wie Jesus die Versuchung \u00fcberwand, war durch das Wort Gottes<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. In allen drei F\u00e4llen parierte Jesus die Anschl\u00e4ge des Teufels durch Gottes Wort. Alle Textstellen, die Jesus zitierte waren aus 5. Mose. Jesus war immer zu allezeit geradezu mit Gottes Wort durchtr\u00e4nkt. Tim Keller sagte: \u201eWenn man Jesus geschnitten hat, dann blutete er Schrift.\u201c Die Anwendung f\u00fcr uns k\u00f6nnte und sollte sein, dass wir ebenfalls von Gottes Wort durchtr\u00e4nkt sein sollten. Jemand brachte einmal den Spruch: \u201eEntweder die Bibel h\u00e4lt dich ab von der S\u00fcnde. Oder S\u00fcnde h\u00e4lt dich ab von der Bibel.\u201c Und das ist sicherlich sehr richtig. Die meisten von uns haben es sich zu einer Gewohnheit gemacht, t\u00e4glich in der Bibel zu lesen. Das ist etwas, was ich auf jeden Fall ermutigen m\u00f6chte. Es gibt kaum etwas Wichtigeres und Notwendigeres f\u00fcr uns als t\u00e4gliche Bibellese und tiefe Gemeinschaft mit Gott im Gebet. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Es ist nur eine Sache, die uns stutzig machen sollte. Der Teufel zitierte ebenfalls das Wort Gottes. Der Teufel kennt ebenfalls die Bibel. Es gibt eine Sache, der wir uns sicher sein k\u00f6nnen: der Teufel kennt die Bibel weit besser als wir sie jemals kennen werden. Der Teufel ist mit Sicherheit ein weit besserer Theologe als die besten und gr\u00f6\u00dften Theologen der Welt. Die Tatsache, dass sowohl der Jesus als auch der Teufel Gottes Wort zitierten, zeigt uns, dass es eine Art gibt, die Bibel zu lesen, die gut und richtig ist, und eine andere Art die Bibel zu lesen, die falsch ist. Die Frage ist dann: wie sollen wir die Bibel lesen? Wie sollen wir die Bibel studieren? Oder anders gefragt: was sollte das finale Ziel unseres Bibelstudiums sein? Wozu sollte es f\u00fchren? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Antwort ist Anbetung. Jesus und die Apostel lasen das AT absolut Christus- und Evangeliums-zentriert. Wenn wir in der Schrift immer wieder aufs Neue erfahren, wer Jesus ist und was er f\u00fcr uns getan hat, sein Tod am Kreuz und seine Auferstehung; wenn wir erfahren, wie Gott uns in seine Familie adoptiert hat, dass wir seine Kinder sein d\u00fcrfen, dass wir mit allem geistlichen Segen gesegnet sind; wenn wir lernen, dass Jesus uns alles ist, Brot des Lebens, unsere Herrlichkeit und unsere Sicherheit in Ewigkeit, was geschieht dann? Unser Herz f\u00e4ngt an zu singen. Wir loben und wir preisen diesen wunderbaren und wundervollen Gott. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Und Gottes Licht scheint in unsere Finsternis. <\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus \u00fcberwindet die Versuchungen des Teufels f\u00fcr uns \u201eJesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.\u201c Lukas 4,8 Der Titel von der aktuellen Spiegelausgabe lautet: Die letzten Zeugen. 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