{"id":3277,"date":"2015-01-11T23:20:29","date_gmt":"2015-01-11T22:20:29","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3277"},"modified":"2022-11-18T12:22:22","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:22","slug":"predigt-lukas-221-52","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-221-52\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 2,21 \u2013 52"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Lk-P02-2152.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Die Kindheit Jesu<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Lk 2,49)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Historiker interessieren sich f\u00fcr die Kindheit und Jugend gro\u00dfer Frauen und M\u00e4nner in der Geschichte, um herauszufinden, wann und wie sie zu dem Menschen wurden und was der Anlass daf\u00fcr gewesen ist. Das ist nicht der Grund, aus dem Lukas die Kindheit Jesu \u00fcberliefert. Jesus wurde nicht im Laufe seines Lebens zum Sohn Gottes. Er wurde nach der Ank\u00fcndigung des Engels als Sohn Gottes geboren. Ich bin froh dar\u00fcber, dass zumindest Lukas uns Einblick in die Kindheit Jesu gew\u00e4hrt. Dadurch werden Fragen und Spekulationen \u00fcber Jesus \u00fcberfl\u00fcssig, z.B. ob Jesus als Kind wusste, wer er war; dass er von Gott kam und ob er auch in seiner Kindheit und Jugend ein s\u00fcndenfreies Leben nach dem Willen seines Vaters f\u00fchrte. Heute sehen wir, dass die herrliche Beschreibung Jesu mit seiner herrlichen Lebensweise \u00fcbereinstimmte. Wir sehen einen Jesus in vollkommener Reinheit, in vollkommener Verbundenheit mit seinem himmlischen Vater, voller Gnade und Wahrheit. Jesus h\u00e4lt, was er verspricht. Jesus h\u00e4lt, was das Evangelium verspricht. Simeon und Hanna wurden nicht entt\u00e4uscht, als sie Jesus begegneten. Sie lobten Gott. Und selbst seine Mutter die alles Geschehene im Herzen bewahrte w\u00fcrde hernach verstehen. Lasst uns unsere Herzen vorbereiten auf Jesus. Schaffen wir Raum f\u00fcr ihn.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir wollen den Text in kleine Bl\u00f6cke betrachten.<\/span><\/span><\/p>\n<ol>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus und das Gesetz (21-24)<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verse 21-24: <b>\u201eUnd als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden musste, gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.\u201c<\/b> Der Name Jesus leitet sich ab von \u201eYahwe rettet\u201c, bedeutet also \u201eGott rettet\u201c und Gott rettet durch Jesus! <b>\u201eUnd als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen, wie geschrieben steht im Gesetz des Herrn (<\/b>(2.Mose 13,2; 13,15): <b>Alles M\u00e4nnliche, das zuerst den Mutterscho\u00df durchbricht, soll dem Herrn geheiligt hei\u00dfen, und um das Opfer darzubringen, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben <\/b>(3.Mose 12,6-8)<b>.<\/b><b>\u201c<\/b> Jesu Eltern achteten penibel genau auf das Einhalten des Gesetzes. Das spricht f\u00fcr ihr Glaubensleben und f\u00fcr ihre Treue zu Gott. Es war aber nicht nur f\u00fcr ihr pers\u00f6nliches Glaubensleben wichtig, sondern auch f\u00fcr Jesus und f\u00fcr Gottes Werk; und dadurch auch f\u00fcr uns. Warum? Im Gal.-Brief lesen wir: <b>\u201eAls aber die Zeit erf\u00fcllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan damit er die, die unter dem Gesetz waren, erl\u00f6ste, damit wir die Kindschaft empfingen.\u201c<\/b> (Gal. 4,4.5) Jesus ist der Einzige, der imstande war das Gesetz Gottes zu halten und zu erf\u00fcllen! Grunds\u00e4tzlich sollte jeder Jude nach dem Gesetz Gottes leben. Doch au\u00dfer Jesus ist kein Mensch in der Lage alle Bedingungen des Gesetzes zu erf\u00fcllen! Das bedeutet, dass kein Mensch Gott vollkommen gefallen kann. Das Gesetz offenbart uns als gefallene S\u00fcnder. Nur Jesus ist Gottes wohlgef\u00e4lliger Sohn, nur er ist das makellose Lamm. Weil er das Gesetz vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt hat, m\u00fcssen wir es nicht mehr tun! Weil er das Gesetz an unserer Stelle erf\u00fcllt hat, sind wir erl\u00f6st vom Gesetz! Unsere S\u00fcnde \u00fcbertr\u00e4gt sich auf ihn und seine Makellosigkeit \u00fcbertr\u00e4gt sich auf uns. Er trug unsere Strafe, damit wir sein Privileg tragen: Die Kindschaft.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das war der erste Punkt, Jesus und das Gesetz.<\/span><\/span><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die hinreichende Gnade Jesu (25-33)<\/span><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verse 25 und 26: <b>\u201eUnd siehe, ein Mann war in Jerusalem, mit Namen Simeon; und dieser Mann war fromm und gottesf\u00fcrchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war mit ihm. Und ihm war ein Wort zuteil geworden von dem Heiligen Geist, er solle den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen.\u201c<\/b> Lukas berichtet von einem Mann, fromm und gottesf\u00fcrchtig, ohne zu erw\u00e4hnen wer Simeon war, wie alt, welchen Beruf er aus\u00fcbte etc. Denn darauf kommt es nicht an! Das Entscheidende ist, dass er auf den Trost Israels wartete, was seine Fr\u00f6mmigkeit und Gottesfurcht auf eine ganz andere Ebene hebt! Der Trost Israels war der Messias! Viele warteten auf den Messias aber nicht viele setzten ihre gesamte Hoffnung und ihre komplette Sehnsucht in ihm! Viele hofften auf den Messias und tr\u00e4umten von Freiheit und Wohlstand. Freiheit und Wohlstand war ihr gro\u00dfes Ziel, der Messias nur das dazugeh\u00f6rige Mittel. Simeon, der den Heiligen Geist hatte, wurde ein Wort zuteil, vom Heiligen Geist, <b>\u201eer solle den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen.\u201c<\/b> Simeon war so Christus-Zentriert, dass es dem Heiligen Geist gefiel, ihm die wundersch\u00f6ne Verhei\u00dfung zu geben, den Christus des Herrn zu sehen und seinen sehnlichsten Wunsch zu erf\u00fcllen! Und mehr wollte Simeon auch nicht, denn Christus allein ist hinreichend. Christus allein erf\u00fcllt unser Leben.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Und er kam auf Anregen des Geistes in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach: \u201eHerr, nun l\u00e4sst du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen V\u00f6lkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.\u201c <\/b>Simeon wollte nur Jesus und er bekam Jesus zu sehen. Das war\u2019s! Er hatte seinen Trost! Er hatte seinen Frieden! Nun konnte er in Ruhe sterben! (Erinnert ihr euch noch an die Gleichung: Jesus + Nichts = Alles)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das Baby, das er in seinen Armen hielt war der Heiland, d.h. der Erretter. In seinen Armen hielt er den, der uns von unseren S\u00fcnden erl\u00f6st und mit Gott vers\u00f6hnt. Er blickte in Jesu Angesicht und durch den Heiligen Geist sah das Licht der Welt, das Licht f\u00fcr alle V\u00f6lker! M\u00f6ge der Heilige Geist auch unsere Augen \u00f6ffnen. M\u00f6ge er uns die Herrlichkeit Jesu sehen lassen! Sein Licht erleuchtet hell und vertreibt alle Finsternis in unseren Herzen und in unseren Seelen. Er ist die gr\u00f6\u00dfte Ehre und Herrlichkeit f\u00fcr Israel. Zacharias lobte Gott, als er den Heiland empfing.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dabei hatte sich Simeon den Trost Israels vielleicht ganz anders vorgestellt. Vielleicht als einen jungen starken Mann. Zu Gesicht bekam er bekam ein neugeborenes Baby! ABER: Jesus entt\u00e4uschte nicht! Wir sehen hier alles andere als einen entt\u00e4uschten Simeon! Wir sehen einen zutiefst ger\u00fchrten und einen Gott lobenden Simeon! Christus zu empfangen bewirkt Lobpreis Gottes! Unser Herz ist am aller fr\u00f6hlichsten, wenn wir Jesus annehmen. Und er entt\u00e4uscht uns nicht. Seine Gnade ist hinreichend! Jesus selbst ist hinreichend! Er stillt unsere tiefste Sehnsucht. Jeder Mensch sehnt sich danach geliebt zu werden. Wo wird gr\u00f6\u00dfere Liebe offenbart als bei Gott, der seinen Sohn f\u00fcr uns dahingab und bei Jesus, der sich f\u00fcr uns, seine Freunde, hingegeben hat? Jeder Mensch sehnt sich nach Anerkennung. Wo finden wir gr\u00f6\u00dfere Anerkennung als bei Gott, der uns als seine Kinder anerkennt, weil wir seinen Sohn haben! Jeder Mensch sehnt sich nach Bedeutung und Sinn. Wo sonst finden wir unsere wahre Lebensbedeutung, als in Jesus, der in uns das gefalle Bild Gottes wieder aufrichtet? Jeder Mensch sehnt sich nach Freiheit. Nur Jesus macht uns frei von unseren S\u00fcnden. Jeder Mensch hat Sehnsucht nach Leben. Niemand will sterben. Wer nimmt uns nicht nur die Angst vor dem Tod, sondern auch den Stachel des Todes? Es ist unser Herr Jesus, der den Tod besiegt hat! Es ist Jesus, der uns das wahre Leben schenkt. Jeder Mensch sehnt sich nach der Ewigkeit. Wir wollen nicht immer \u00e4lter werden, wir w\u00fcnschen uns manchmal, dass unsere Kinder immer klein und s\u00fc\u00df bleiben. Wir wollen, dass die Dinge, f\u00fcr die wir viel Geld ausgeben, nie kaputt gehen, sondern immer wie neu sind. Das sind Ausdr\u00fccke unserer Sehnsucht nach der Ewigkeit. Wer schenkt uns die Verhei\u00dfung der Ewigkeit, die Verhei\u00dfung des ewigen Lebens, nicht irgendwo, sondern im Haus des Vaters? Es ist unser Herr Jesus. Es ist wahr. In Jesus finden wir die F\u00fclle. In ihm werden unser Hunger und unser Durst gestillt. Er ist derjenige, der unser Herz, unsere Seele und unser ganzes Wesen komplett ausf\u00fcllt.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus ist voller Gnade. Aber er ist auch voller Wahrheit.<\/span><\/span><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wahrheit (34-35)<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was tat Simeon nach seinem Lobpreis? Vers 34: <b>\u201eUnd Simeon segnete sie\u201c<\/b>. Erstaunlicherweise blieb es nicht bei diesem Segen. Bevor er sich verabschiedete richtete Simeon bemerkenswerte Worte an Maria: <b>\u201eSiehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen f\u00fcr viele in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird \u2013 und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen -, damit vieler Herzen Gedanken offenbar werden.\u201c<\/b> Durch den Heiligen Geist sah Simeon Jesu messianischen Weg. Er sah und offenbarte Dinge, mit denen niemand gerechnet hatte! Der allgemeine Konsens \u00fcber den Messias sah ungef\u00e4hr so aus: Ein m\u00e4chtiger K\u00f6nig, nach dem Bsp. von K\u00f6nig David vereint die Nation, befreit sie von ihren Feinden und f\u00fchrt sie zum neuen Glanz und Gloria. Niemand h\u00e4tte gedacht, dass viele in Israel durch ihren eigenen Messias zum Fall gebracht w\u00fcrden. Nie h\u00e4tten sie gedacht, dass ihm die breite Masse des Volkes widersprechen w\u00fcrde! Simeons Prophezeiung entspricht jedoch dem was wir im Joh-Evg. lesen: <b>\u201eEr kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.\u201c<\/b> (Joh 1,11) Und es entspricht dem, was wir im Laufe des Lukasevangeliums erfahren werden. Durch Jesus werden vieler Herzen Gedanken offenbar. Die Juden hielten sich f\u00fcr automatisch errettet, weil sie von Abraham abstammten. Die Pharis\u00e4er wogen sich in falsche Sicherheit. Gerade ihnen offenbarte Jesus die Verkehrtheit ihrer innersten Gedanken und die Korruptheit ihrer Herzen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Doch viele w\u00fcrden durch Jesus auch aufstehen. Allerdings stellen auch sie eine \u00dcberraschung dar. Denn ihre Mehrheit waren einfache Menschen, Arme, Schwache, S\u00fcnder, Z\u00f6llner, mit denen niemand rechnete.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Warum richtete Simeon diese schmerzhaften Fakten an Maria? Warum verabschiedete er sich nicht mit gn\u00e4digen Worten und dem Segen? Maria sollte keine falschen Vorstellungen \u00fcber den Werdegang ihres Sohnes haben. Er w\u00fcrde keine breite Zustimmung im Volk finden, er w\u00fcrde nicht alle Herzen im Sturm erobern und den k\u00f6niglichen Thron im Palast besteigen. Maria sollte sich davor h\u00fcten, mit falschen Erwartungen zu leben.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Zudem hatte Simeon noch eine ganz ganz pers\u00f6nliche und schmerzhafte Nachricht f\u00fcr sie: <b>\u201eund auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen\u201c<\/b>. Wir sehen gleich, welche Schmerzen Maria hatte, als sie ihren 12 j\u00e4hrigen Sohn 3 Tage aus den Augen verlor. In ca. 33 Jahren w\u00fcrde Maria auf viel schmerzhaftere Weise erleben, wie sie ihren Sohn durch die Qualen des Kreuzes 3 Tage an den Tod verlieren w\u00fcrde. Diese Schmerzen w\u00fcrden einem langen scharfen Schwert gleichen, das durch ihr Herz dringen w\u00fcrde.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">So konnte Simeon durch den Heiligen Geist bis hin zum Kreuz Christi schauen. Und er erkannte, dass das Heil durch Jesus, \u00fcber das Kreuz f\u00fchrt. So ist seine Botschaft \u00fcber Jesus voller Gnade und voller Wahrheit.<\/span><\/span><\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das zweite Zeugnis durch Hanna (36-40)<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nach j\u00fcdischem Recht ben\u00f6tigt jedes glaubw\u00fcrdige Zeugnis mind. zwei Zeugen. Nach Simeons Zeugnis \u00fcberliefert Lukas ein zweites Zeugnis durch Hanna. Betrachten wir Verse 36-38: <b>\u201eUnd es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter <\/b><b>Phanu\u00ebls, aus dem Stamm Asser; die war hochbetagt. Sie hatte sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt, nachdem sie geheiratet hatte und war nun eine Witwe an die vierundachtzig Jahre; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erl\u00f6sung Jerusalems warteten.\u201c<\/b> Die zweite Zeugin in unserer Textpassage war eine bemerkenswerte Pers\u00f6nlichkeit! Hanna war eine uralte Witwe, eine Prophetin, in einer ansonsten geistlich finsteren Zeit. Sie war jemand, der sich Gott v\u00f6llig hingab! Und das obwohl sie als Witwe einen schweren Verlust hatte hinnehmen m\u00fcssen. Sie wich nicht vom Tempel. Laut Robert Stein war sie nicht 24 Std. im Tempel, weil Frauen dort nicht \u00fcbernachten durften; aber heute w\u00fcrde man sagen: Sie war st\u00e4ndig im Tempel oder sie war die ganze Zeit dort. Diese Tatsache und die Tatsache, dass sie Tag und Nacht fastete und betete zeigen, dass Gottesdienst ihr Leben war, denn Gott war ihr Leben! Auch ihr gew\u00e4hrte Gott das unfassbare Privileg, noch vor dem (wahrscheinlich) baldigen Tod den neugeborenen Messias zu sehen und auch sie war nicht entt\u00e4uscht. Wir lesen \u00fcber ihre Reaktion: <b>\u201eund pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erl\u00f6sung Jerusalems warteten.\u201c<\/b> Auch in ihr bewirkte Christus Lobpreis Gottes und Verk\u00fcndigung! Sie konnte die gute Nachricht nicht stillschweigend im Herzen behalten. Sie wurde zur Zeugin Christi f\u00fcr viele. Mein Anliegen f\u00fcr mich und f\u00fcr euch ist, durch Jesus Gott zu preisen und ein anbetendes Leben zu f\u00fchren und durch eine freudige Begeisterung ein Segen f\u00fcr andere zu sein. M\u00f6ge Gott dadurch Jesu Licht in unsere Stadt bringen. <\/span><\/span><\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der 12 j\u00e4hrige Jesus im Tempel (41-52; 39.40)<\/span><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Verse 41 und 42: <b>\u201eUnd seine Eltern gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passafest. Und als er zw\u00f6lf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes.\u201c<\/b> Lukas hat uns bereits das treue Glaubensleben von Maria und Josef vermittelt. Auch nach 12 Jahren hatte sich daran nichts ge\u00e4ndert. Sie richteten ihr Leben nach dem Willen Gottes aus und besuchten regelm\u00e4\u00dfig das Passafest in Jerusalem, das insgesamt 7 Tage dauerte und zu dem eigentlich nur die M\u00e4nner verpflichtet waren (vgl. 5.Mose 16,16). <b>\u201eUnd als die Tage vor\u00fcber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem und seine Eltern wussten\u2019s nicht. Sie meinten aber, er w\u00e4re unter den Gef\u00e4hrten und kamen eine Tagesreise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten ihn.\u201c<\/b> In diesen Versen wird der Alptraum aller Eltern beschrieben. Du verlierst dein Kind in einer vollgepackten Stadt und bemerkst es erst nach einer Tagesreise. Diese Verse zeigen uns so einiges \u00fcber die damalige Zeit und \u00fcber die Familie Jesu. Eine Tagesreise dauerte bis zum Abend und betrug 30-40 km (Robert Stein). Es war \u00fcblich dass die Kinder aus der Verwandtschaft, Freundschaft und Nachbarschaft gemeinsam wanderten, sich abends aber wieder in den eigenen Familien zur\u00fcckfanden. So fiel das Verschwinden Jesu erst abends auf. Au\u00dferdem muss Jesus ein gehorsames und braves Kind gewesen sein, so dass sie sich im Vorfeld keine Sorgen \u00fcber ihn machten. Es sind eher die Problemkinder, die man im Auge beh\u00e4lt.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir lesen: \u201e<b>Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten ihn. Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen\u201c<\/b>. (Man nimmt an, der erste Tag bezieht sich auf den Nachhauseweg und da es wohl schon Abend war, konnten sie erst am zweiten Tag zur\u00fcckkehren. Und weil sie wiederum abends in Jerusalem ankamen, konnten sie ihn erst am dritten Tag suchen.) Ohne zu wissen wo sich Jesus befand, muss die Suche nach Jesus der Suche nach der Nadel im Heuhaufen geglichen haben. Sie m\u00fcssen alle Orte abgeklappert haben, an denen sie Jesus vermuteten. Schlie\u00dflich kam sie in den Tempel und fanden ein unerwartetes Bild. Sie fanden keinen verst\u00f6rten Jesus, der weinte. Sie fanden keinen ver\u00e4ngstigten Jesus, der ihnen Vorw\u00fcrfe machte. <b>\u201eSie sahen ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuh\u00f6rte und sie fragte.\u201c<\/b> Laut Meno Kalisher (einem messianischen Pastor) versammelten sich w\u00e4hrend des Passafestes alle Gro\u00dfrabbiner Israels im Tempel und lehrten das Volk, das aus allen Richtungen zusammengekommen war. Das war die Gelegenheit, von den gr\u00f6\u00dften j\u00fcdischen Gelehrten das Wort Gottes zu empfangen, denn die Menschen besa\u00dfen keine Bibeln, wie wir es heute tun. Das Fest war vorbei, die Menschen reisten allm\u00e4hlich wieder ab, aber im Tempel herrschte Ausnahmezustand und niemand dachte daran, nachhause zu gehen. Alle Lehrer, die im Tempel gruppenweise gelehrt hatten, kamen zusammen und in ihrer Mitte sa\u00df der 12 j\u00e4hrige Jesus! (Man muss dazu sagen, dass Kinder dort \u00fcberhaupt nichts verloren hatten. Sie galten als St\u00f6renfriede, weil sie sich eher f\u00fcr Spiele oder Streiche interessierten, aber weniger f\u00fcr theologische Debatten). Es also absolut au\u00dfergew\u00f6hnlich, dass Jesus in ihrer Mitte sa\u00df! Jesus h\u00f6rte ihnen aufmerksam zu und stellte Fragen. Wie kann man sich das vorstellen? Wollte Jesus etwas lernen? Konnten sie ihm etwas beibringen? Wahrscheinlich h\u00f6rte Jesus zu, wie die unterschiedlichen Rabbis die heilige Schrift interpretierten und ihre eigenen Schriften miteinander verglichen und rechtfertigten etc. Und durch gezielte Fragen, wie z.B.: S<i>tehen eure Thesen nicht im Widerspruch zum Wort Gottes aus diesem oder jenem Vers?<\/i> Oder: <i>Wodurch werden das Gesetz und die Propheten erf\u00fcllt?<\/i>, offenbarte Jesus ihren Mangel an Erkenntnis und Weisheit bzgl. Gott und der Schrift, obwohl sie stolze Lehrer waren.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus stellte nicht nur Fragen. Vers 47: <b>\u201eUnd alle, die ihm zuh\u00f6rten, verwunderten sich \u00fcber seinen Verstand und seine Antworten.\u201c<\/b> Niemand verstand das Wort Gottes so gut wie derjenige, der das inkarnierte Wort Gottes ist! Johannes bezeugt \u00fcber ihn: \u201e<b>Und<\/b>\u00a0<b>das Wort ward Fleisch<\/b>\u00a0<b>und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.\u201c <\/b>(Joh 1,14) Noch nie hatte die Welt einen Menschen gesehen, der Gottes Wort lehren konnte, wie der 12 j\u00e4hrige Jesus, der das Herz zum brennen bringt. Lukas bringt am Ende seines Evangeliums das Bsp. der Emmaus-J\u00fcnger. Auch ihnen stelle Jesus eine Frage: \u201e<b>Musste nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?<\/b>\u201c (Lk 24,26) Jesus stellte nicht nur Fragen. Weiter hei\u00dft es: <b>\u201eUnd er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war.\u201c <\/b>(27) Hinterher sprachen sie: <b>\u201eBrannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift \u00f6ffnete?\u201c<\/b> (32) <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was muss das f\u00fcr eine geistliche Atmosph\u00e4re gewesen sein, als der 12 j\u00e4hrige Jesus im Tempel Gottes Wort offenbarte! Wie nahmen seine Eltern diese Szene wahr? Vers 48: <b>\u201eUnd als sie ihn sahen, entsetzen sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.\u201c<\/b> Hier spricht das verletzte und schmerzende Herz einer Mutter, die ihr Kind 3 Tage lang verloren hat. In ihrem Scherz richtet sie einen Vorwurf an Jesus. \u201eWarum hast du uns das getan?\u201c Wie ging Jesus damit um? Lesen wir Verse 49 und 50: <b>\u201eUnd er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte.\u201c<\/b> Jedem anderen Kind w\u00e4ren bei dieser Antwort die Ohren lang gezogen worden. Nur bei Jesus entfaltet sich dabei die Herrlichkeit Gottes. <b>\u201eWarum habt ihr mich gesucht?\u201c<\/b> ist im Sinne von: <i>Warum seid ihr nicht gleich in den Tempel gekommen?<\/i> zu verstehen, <i>Ihr h\u00e4ttet euch einen Tag Suche ersparen k\u00f6nnen.<\/i> Die Erkl\u00e4rung folgt im n\u00e4chsten Satz: <b>\u201eWisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?\u201c<\/b> Was bedeutet diese Frage, was k\u00f6nnen wir herausholen? <b>\u201eDass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist\u201c<\/b> k\u00f6nnen wir in zweierlei Hinsicht verstehen, zum einen r\u00e4umlich, zum andern geistlich \u2013 wobei beides miteinander einhergeht. R\u00e4umlich gesehen war der Tempel das Haus Gottes. Nirgendwo sonst auf der Erde konnte man Gott n\u00e4her sein als im Tempel. Und Jesus ging in den Tempel, wo sein Vater wohnte. Somit bekennt sich Jesus mit den allerersten Worten, die von ihm \u00fcberliefert sind, als Sohn Gottes. Die seelenruhige Reaktion Jesu auf seine aufgew\u00fchlten Eltern bezeugt, dass Jesu Bindung zu seinem himmlischen Vater viel nat\u00fcrlicher, viel selbstverst\u00e4ndlicher und viel st\u00e4rker war, als seine Bindung zu seinen irdischen Eltern.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist\u201c<\/b>, kann auch verstanden werden als: Ich muss in den Angelegenheiten meines Vaters involviert sein. Es war Gottes Wille, zu seinem Volk zu sprechen und insbesondere sein Volk auf den Messias vorzubereiten, der bereits mitten unter ihnen war. So kn\u00fcpfte sich Jesus die Lehrer vor, die Vermittler des Wortes Gottes waren! Sie waren das offizielle Sprachrohr f\u00fcr das Volk. In diesem wichtigen Werk Gottes brachte sich Jesus ein und wie der Text bezeugt, nicht ohne Wirkung.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Vers 51a: <b>\u201eUnd er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan.\u201c<\/b> Mit diesem Satz m\u00f6chte Lukas vermeiden, dass wir ein rebellisches Bild von Jesus bekommen, der st\u00e4ndig ausb\u00fcchste oder seinen Eltern ungehorsam war, denn nach dem Willen Gottes sollen Kinder ihren Eltern gehorsam sein.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Laut Vers 50 verstanden seine Eltern die Antwort Jesu nicht. Immerhin lesen wir im Vers 51: <b>\u201eUnd seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.\u201c<\/b> Das war offenbar eine gute Angewohnheit Marias. Immer wenn sie die g\u00f6ttlichen Worte oder Taten nicht verstand, behielt die diese dennoch in ihrem Herzen, um eines Tages zu verstehen!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir lesen zum Schluss im Vers 52: <b>\u201eUnd Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.\u201c<\/b> Bereits im Vers 40 hatten wir erfahren: <b>\u201eDas Kind aber wuchs und wurde stark, voller Weisheit und Gottes Gnade war bei ihm.\u201c<\/b> Diese Verse bezeugen die Einzigartigkeit Jesu, auch als Kind.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Engel hatte Recht, als er Jesus als Gottes Sohn verk\u00fcndete. Die Zeugen Simeon und Hanna erkannten in Jesus den verhei\u00dfenen Messias und lobten Gott. Der 12 j\u00e4hrige Jesus im Tempel best\u00e4tigt die Wahrheit \u00fcber die Verhei\u00dfungen. Er ist der einzige, makellose, Sohn Gottes, der gekommen ist, uns von unseren S\u00fcnden zu erl\u00f6sen. M\u00f6ge er Zentrum unseres Lebens sein. M\u00f6gen wir in ihm finden, was uns sonst niemand geben kann. M\u00f6ge er Lob Gottes in uns bewirken und ein Zeugnis f\u00fcr die verlorene Welt.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Die Kindheit Jesu \u201eUnd er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? 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