{"id":3242,"date":"2014-11-30T23:14:22","date_gmt":"2014-11-30T22:14:22","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3242"},"modified":"2022-11-18T12:22:30","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:30","slug":"predigt-lukas-126-56","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-126-56\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 1,26 \u2013 56"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Lk-P01-2656.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jesus, der Sohn des H\u00f6chsten<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Der wird gro\u00df sein und Sohn des H\u00f6chsten genannt werden; und Gottder Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(32.33)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Wir haben letzte Woche die Ank\u00fcndigung der Geburt von Johannes dem T\u00e4ufer betrachtet. Dabei konnten wir erfahren, dass Johannes ein besonderes Kind war. Er war schon im Mutterleib vom Heiligen Geist erf\u00fcllt. Er wirkte im Geist und Kraft von Elia und f\u00fchrte viele Menschen zur Bu\u00dfe. In dem heutigen Text aus Lk 1.26-56 wird die Geburt eines Sohnes angek\u00fcndigt, der noch unendlich viel gr\u00f6\u00dfer war als Johannes. Johannes selbst sagte \u00fcber ihn: <b>ich bin nicht wert, dass ich ihm die Riemen seiner Schuhe l\u00f6se. <\/b>Wie wir wissen ist dieser Sohn Jesus Christus. Als der Engel Gabriel Maria die Geburt Jesu ank\u00fcndigte, verriet er ihr sehr viel \u00fcber dessen Person. Wir wollen uns daher heute vor allem mit der Person Jesu Christi besch\u00e4ftigen. Wer ist Jesus Christus, welche Bedeutung hat Er f\u00fcr uns und mit welcher Haltung sollen wir ihm begegnen; das sind die Fragen auf die wir heute eine Antwort finden wollen. M\u00f6ge Gott die Predigt dazu gebrauchen, einem jeden von uns die herrliche Gr\u00f6\u00dfe Seines Sohnes zu offenbaren und uns dazu helfen, sich Jesus ganz auszuliefern.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><b>Teil I: Der Engel Gabriel k\u00fcndigt Maria die Geburt Jesu an (V. 26 \u2013 33)<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Sechs Monate nach der Ank\u00fcndigung von Johannes Geburt sandte Gott seinen Engel Gabriel erneut. Wie uns die Verse 26 und 27 berichten, sandte Gott Gabriel nach Nazareth in Galil\u00e4a zu einer Jungfrau namens Maria, die mit Josef aus dem Stamm David verlobt war. Als eine junge Frau, die in Nazareth lebte, war Maria in der j\u00fcdischen Gesellschaft in doppelter Hinsicht geringgeachtet. Denn zum einen hatten Frauen, und erst recht junge unverheiratete Frauen, in der j\u00fcdischen Gesellschaft nichts zu melden. Wie weit die Geringsch\u00e4tzung der Frau gehen konnte, zeigt ein j\u00fcdisches Gebetswort, wo es hei\u00dft: \u201eIch danke Dir, Gott, dass du mich nicht geschaffen hast als Heiden, als Auss\u00e4tzige oder als eine Frau\u201c(<span style=\"font-size: medium;\">R<\/span><span style=\"font-size: small;\">IENECKER <\/span><span style=\"font-size: medium;\">1959: 19f)<\/span><sup>1<\/sup><span style=\"font-size: medium;\">. <\/span>Zudem kam hinzu, dass Maria in einem von Juden verachteten Ort wohnte, n\u00e4mlich Nazareth. Nazareth war deswegen von den Juden so sehr verachtet, weil es im Gebiet von Galil\u00e4a lag, wo viele Heiden wohnten. Galil\u00e4a wurde von den Juden ver\u00e4chtlich \u201eKreis der Heiden\u201c genannt. Das war auch der Grund, warum Nathanael sagte \u201eWas kann aus Nazareth Gutes kommen.\u201c Nazareth war also nicht besonders beliebt. Einfach gesagt, hatte Maria als eine unverheiratete Frau aus Nazareth keine soziale Anerkennung. Aber ausgerechnet zu dieser Frau sandte Gott seinen Engel. Gott, der H\u00f6chste, sandte seinen Engel zu dieser Frau in Niedrigkeit. Was sagte der Engel zu Maria? &#8211; Betrachten wir die Verse 28-30: <b>Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegr\u00fc\u00dft, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! Sie aber erschrak \u00fcber die Rede und dachte: Welch ein Gru\u00df ist das? Und der Engel sprach zu ihr: F\u00fcrchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden<\/b>. Der Engel bezeichnete Maria als Begnadigte, mit der der Herr ist. Und als sie dies nicht verstand, versicherte der Engel nochmal, dass sie bei Gott Gnade gefunden habe. Worin bestand diese Gnade?<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Lesen wir gemeinsam Vers 31: <b>Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn geb\u00e4ren, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. <\/b>Maria sollte schwanger werden. Es sollte ein Sohn werden. Im Gegensatz zu heute war man Gott sehr dankbar, wenn man ein Kind bekam, vor allem wenn es ein Junge war. Keinen Sohn zu haben war eine Schande. Man betrachtete es daher als Gnade, einen Sohn zu bekommen. Doch die eigentliche Gnade war eine andere. Der Sohn, den Maria bekommen sollte, sollte ein ganz besonderer Sohn sein. Inwiefern war dieser Sohn ganz besonders? Betrachten wir Vers 31b: <b>und du sollst ihm den Namen Jesus geben. <\/b> Der Sohn von Maria sollte Jesus hei\u00dfen. Der Name Jesus bringt das Wesen, die Person des Sohnes zum Ausdruck. Jesus bedeutet Gott rettet. Dieser Sohn ist also Gott selbst. In Ihm begegnet man Gott selbst. Doch nicht Gott als den Richter, sondern Gott als den Retter. Jesus sagt \u00fcber sich selbst: <b>denn ich bin nicht in die Welt gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette.<\/b> Das, was sich mit der Person des Sohnes in erster Linie verbinden l\u00e4sst, ist g\u00f6ttliche Rettung. Wer Rettung, Rettung von S\u00fcnden haben will, muss zum Sohn kommen. Beim Sohn gibt es Rettung von S\u00fcnden. Daf\u00fcr haftet der Sohn mit Seinem Namen. Was erfahren wir noch \u00fcber den Sohn? Betrachten wir die Verse 32 \u2013 33: <b>Der wird gro\u00df sein und Sohn des H\u00f6chsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben<\/b>. Der Sohn wird gro\u00df sein. Es hat viele Menschen gegeben, die man gro\u00df nannte, aber keiner von ihnen war es in dem vollen Sinne des Wortes wie Jesus. Er war gro\u00df in seinen Wundern, gro\u00df in seiner Lehre, gro\u00df in Seinem Wandel, gro\u00df in seinem geistlichen Einfluss im Volk, gro\u00df und wahrhaftig in Seiner Menschheit und gro\u00df und wahrhaftig in Seiner Gottheit, sodass er als der Sohn des H\u00f6chsten erkannt und genannt wurde.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Jesus war nicht nur Sohn von Maria, sondern war und ist zugleich der Sohn Gottes. Was bedeutet das? Erstens Jesus nimmt eine Sonderstellung gegen\u00fcber der gesamten Sch\u00f6pfung ein. Er ist der einzige der nicht von Gott erschaffen worden ist, sondern aus Gott kommt. Jesus ist der Abglanz der Herrlichkeit Gottes und das Ebenbild Seines Wesens. Er ist Gott selbst und damit aller Anbetung w\u00fcrdig. Ihm geb\u00fchrt alle Ehre, Preis und Lob. Zweitens weil Jesus der Sohn Gottes ist, ist in Ihm das Leben. <b>Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber<\/b>, hei\u00dft es in Johannes 5.26. Und in 1. Joh. 5.12 hei\u00dft es:<b> Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. <\/b>Was offenbarte der Engel Maria noch \u00fcber ihren Sohn? Betrachten wir Vers 32b &#8211; 33: <b>und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. <\/b>Der Engel offenbarte Maria, dass Jesus die Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfung Gottes an David ist. Die Verhei\u00dfung bestand darin, aus Davids Linie einen Nachkommen zu erwecken, der auf ewig K\u00f6nig \u00fcber Israel sein wird. Jesus ist der K\u00f6nig, auf den die Israeliten des AT mit tiefer Sehnsucht warteten. Es hat viele K\u00f6nige auf dem Stuhle Davis gegeben, aber kein K\u00f6nig der ewiglich ist. Jesus ist der besondere K\u00f6nig, dessen Reich kein Ende haben wird. Weder zeitlich noch r\u00e4umlich wird Jesu Herrschaft begrenzt sein. Im Gegensatz zu allen anderen Herrschern bleibt Jesus f\u00fcr immer K\u00f6nig. Im Gegensatz zu allen anderen Herrschern wird Jesu Herrschaft nicht nur auf ein bestimmtes Gebiet oder Volk begrenzt sein, sondern sich \u00fcber die ganze Welt erstrecken. Jesus sagte \u00fcber sich selbst: <b>Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. <\/b><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Vor diesem Hintergrund wird klar, dass Jesu Person von au\u00dferordentlicher Gr\u00f6\u00dfe und Einzigartigkeit ist. Aber noch etwas muss zur Einzigartigkeit Jesu gesagt werden. Dies ist die Tatsache, dass Er trotz seiner Gr\u00f6\u00dfe Sohn einer Jungfrau aus Nazareth wurde. Jesus, dessen Gr\u00f6\u00dfe Nichts im gesamten Universum gleicht, war in dem Bauch eines jungen M\u00e4dchens. Jesus, dem alle Ehre und Anbetung geb\u00fchrt, lie\u00df sich von einer \u00e4u\u00dferst geringgeachteten Frau auf die Welt bringen. Jesus, der in Raum und Zeit der unbegrenzte K\u00f6nig ist, wurde der Sohn einer Frau, die auf dieser Welt \u00fcberhaupt nichts zu sagen hat. Jesus, der die Erf\u00fcllung aller Verhei\u00dfungen Gottes ist und in dem das ewige Leben ist, wurde von einer Frau geboren, die wegen ihrer sozialen Niedrigkeit niemandem wirklich Hoffnung geben konnte.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Dieser Jesus, der zum einen so unvergleichlich gro\u00df ist, sich aber zum anderen so unermesslich klein gemacht hat, dieser Jesus m\u00f6chte dein Retter, dein K\u00f6nig und der Gegenstand deiner Anbetung sein. Was ist schon anbetungsw\u00fcrdiger als eine K\u00f6nig, der unermesslich gro\u00df ist, sich aber zugleich unermesslich klein gemacht hat?<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Wie kann Jesus dein Retter, K\u00f6nig und der Gegenstand der Anbetung sein? Lasst uns hierzu das Beispiel von Maria betrachten.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><b>Teil II: Maria glaubt der Gnadenbotschaft des Engels (V. 34 \u2013 56)<\/b><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Nachdem der Engel Maria die gro\u00dfe Botschaft verk\u00fcndigt hatte, fragte Maria:<b> Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann wei\u00df? <\/b>Josef war f\u00fcr Maria zwar ein toller Mann, aber dass er den Sohn des H\u00f6chsten zeugen sollte, war f\u00fcr sie vermutlich unvorstellbar, zurecht unvorstellbar. Zudem waren sie ja nur verlobt und noch nicht verheiratet. Andererseits dachte Maria nicht im Geringsten daran, dass ihr Sohn vom Heiligen Geist kommen w\u00fcrde. Dass Maria nicht im Geringsten an eine solche Zeugung gedacht hat, ist verst\u00e4ndlich. Noch nie hatte es so etwas in der Menschheitsgeschichte gegeben. Was der Engel Zacharias angek\u00fcndigt hatte, daf\u00fcr gab es das Beispiel von Abraham. Aber was der Engel Maria angek\u00fcndigt hatte, daf\u00fcr gab es kein einziges Beispiel, weder in der Bibel noch in der gesamten Menschheitsgeschichte. Noch nie hatte es so etwas gegeben, dass eine Frau ohne einen Mann schwanger werden w\u00fcrde, und wird es auch nie wieder geben. Daher wohl ihre berechtigte Frage: <b>Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann wei\u00df? <\/b><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Der Engel hatte zwar Maria bereits gesagt, dass ihr Sohn Sohn des H\u00f6chsten genannt werden wird. Dies war eigentlich schon ein Hinweis gewesen, dass ihr Sohn nicht von einem Mann gezeugt werden kann. Aber Maria hatte diesen Hinweis nicht verstanden. Deswegen spricht der Engel Gabriel nun Klartext mit ihr. Betrachten wir Vers 35: <b>Der Engel antwortete und sprach zu ihr:<\/b> <b>Der Heilige Geist wird \u00fcber dich kommen, und die Kraft des H\u00f6chsten wird dich \u00fcberschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. <\/b>Der Engel erkl\u00e4rte Maria, dass sie nicht durch einen Mann, sondern durch den Heiligen Geist schwanger werden w\u00fcrde. Gerade aus diesem Grund w\u00fcrde ja Jesus Sohn Gottes genannt werden. Das, was hier der Engel Maria angek\u00fcndigt hatte, war einfach unfassbar. Die Jungfrauengeburt ist so erstaunlich, dass Gott es f\u00fcr wert hielt, sie bereits 700 Jahre zuvor durch seinen Propheten Jesaja anzuk\u00fcndigen: <b>Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn geb\u00e4ren. <\/b>Die Jungfrauengeburt ist bis in die heutige Zeit etwas Unfassbares geblieben. Viele Menschen k\u00f6nnen und wollen der Jungfrauengeburt nicht glauben. Wer die Jungfrauengeburt \u00f6ffentlich bekennt, wird verlacht. Wie half aber der Engel Maria, dieses unfassbare Ereignis zu glauben? Betrachten wir Vers 36f: <b>Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unm\u00f6glich. <\/b><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">So wie es biologisch unm\u00f6glich ist, dass Maria ohne einen Mann schwanger werden w\u00fcrde, so war es auch biologisch nicht m\u00f6glich, dass Elisabeth im hohen Alter noch einen Sohn bekommen w\u00fcrde. Doch zu dem Zeitpunkt, als der Engel mit Maria sprach, war Elisabeth bereits im sechsten Monat. Ihr Bauch war nun sichtbar gewachsen und damit ein sichtbarer Beweis daf\u00fcr, dass Gott Unm\u00f6gliches tun kann. Der Engel lie\u00df Maria auf den allm\u00e4chtigen Gott schauen, bei dem kein Ding unm\u00f6glich ist.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Jetzt war der entscheidende Augenblick f\u00fcr Maria gekommen. Glaubte sie der Botschaft des Engels oder nicht. Nahm sie die Gnade an oder nicht? Obgleich die Gnade unvergleichlich gro\u00df war, war es nicht selbstverst\u00e4ndlich, dass Maria sie ohne Weiteres annahm. Die Stimme der Erfahrungen sprach eine andere Sprache als die Worte des Engels. Die Worte des Engels lie\u00dfen Maria sehen, was f\u00fcr eine gro\u00dfe Gnade es ist, den Sohn Gottes zu bekommen. Die Worte des Engels lie\u00dfen sie sehen, dass Gott kein Ding unm\u00f6glich ist. Aber ihre Erfahrungen sagten ihr, dass es unm\u00f6glich ist, ohne Mann ein Kind zu zeugen. Ihre Erfahrungen sagten ihr auch, dass sie unheimlich viele Probleme bekommen werde. Was w\u00fcrde Josef von ihr denken? Was w\u00fcrden die Menschen von ihr denken? Jeder w\u00fcrde sie auslachen, wenn sie erkl\u00e4ren w\u00fcrde, dass sie durch den Heiligen Geist schwanger geworden war. Sie musste mit dem Stigma einer Ehebrecherin, mit Schmach, Schande und ggf. Steinigung rechnen. Auf wessen Stimme sollte sie h\u00f6ren, auf die Stimme ihrer Erfahrungen oder auf die Stimme des Engels? Dies war eine Frage des Glaubens. Glaubte sie dem Engel oder nicht? Betrachten wir Vers 38: <b>Maria aber sprach: Siehe ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. <\/b>Maria sprach klare Worte des Glaubens. Sie war bereit, sich als Mutter von Gottes Sohn gebrauchen zu lassen. Sie stellte ihren K\u00f6rper, sich selbst Gott ganz zur Verf\u00fcgung. Sie ordnete ihr Leben ganz dem Willen Gottes unter. Gott sollte an ihr das tun, was er vor hat, nicht was sie sich f\u00fcr ihr Leben vorgenommen hatte. Einfach gesagt, lieferte sich Maria Gott komplett aus. Dies konnte sie tun, indem sie den Worten des Engels Glauben schenkte. Als Maria dem Engel mit einem klaren Glauben antwortete, sah der Engel seinen Auftrag erf\u00fcllt und schied von ihr.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Wie wurde der Glaube von Maria best\u00e4tigt und bekr\u00e4ftigt? Betrachten wir die Verse 39-41a: <b>Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda und kam in das Haus des Zacharias und begr\u00fc\u00dfte Elisabeth. <\/b>Maria folgte dem Wink des Engels, indem sie Elisabeth ziemlich bald nach der Erscheinung besuchte. Sobald Maria Elisabeth begr\u00fc\u00dft hatte, h\u00fcpfte das Kind in ihrem K\u00f6rper. Johannes, der schon von Mutter Leibe an erf\u00fcllt war mit dem Heiligen Geist, freute sich \u00fcber Marias Besuch. Nicht unbedingt wegen Maria an sich, sondern wegen Jesus in ihrem Bauch. Welches sonderliche Ereignis geschah noch? Betrachten wir die Verse 41b \u2013 44: <b>Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erf\u00fcllt und rief laut und sprach: Gepriesen bist du unter den Frauen, und gepriesen ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir das, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als ich die Stimme deines Gru\u00dfes h\u00f6rte, h\u00fcpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe.<\/b> Elisabeth wurde von dem Heiligen Geist erf\u00fcllt und fing an zu weissagen. Durch den Heiligen Geist sah Elisabeth in Maria eine Privilegierte unter den Frauen, weil ihr das Vorrecht gegeben war, den Messias zur Welt zu bringen. Weil sie die Gr\u00f6\u00dfe des Sohnes in Maria erkannte, pries sie ihn. Sie w\u00fcrdigte Maria als \u201eMutter ihres Herrn\u201c, obwohl Elisabeth wegen ihres Alters und als Frau eines Priesters gesellschaftlich h\u00f6her stand als Maria. Sie erz\u00e4hlte Maria auch von der Freude des Johannes \u00fcber ihren Besuch bzw. \u00fcber ihren Sohn. Elisabeth schlie\u00dft ihre Weissagung mit den Worten ab: <b>Und selig bist du, die du geglaubt hast! Denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn.<\/b> Elisabeth sch\u00e4tzte Maria wegen der Gnade, die ihr zuteil wurde, f\u00fcr gl\u00fcckselig. Sie lobte ihren Glauben und versicherte ihr, dass Gott seine Verhei\u00dfung an ihr sicher erf\u00fcllen w\u00fcrde. W\u00e4re Maria nicht zu Elisabeth gegangen, h\u00e4tten sich in ihr lauter Zweifel und \u00c4ngste anh\u00e4ufen k\u00f6nnen. Aber die freudige Reaktion von Johannes und die weissagenden Worte von Elisabeth halfen Maria noch einmal zu sehen, was f\u00fcr eine gro\u00dfe Gnade ihr zuteil geworden war. Vers 56 berichtet uns, dass Maria etwa drei Monate bei Elisabeth blieb. Was muss das f\u00fcr eine gesegnete und erbauliche Zeit f\u00fcr Maria gewesen sein. Sie wurde in ihr Glaubensentscheidung best\u00e4tigt und bekr\u00e4ftigt.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Wie wurde Maria nach ihrer Glaubensentscheidung gesegnet?<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Nachdem Maria durch Elisabeth in ihrer Glaubensentscheidung best\u00e4tigt und bekr\u00e4ftigt worden war, wollte sie Gott einfach nur noch preisen. Aufgrund der erfahrenen Gnade war Maria erf\u00fcllt von Anbetung Gottes und Freude an Gott. Dies dr\u00fcckt sie mit den Worten aus: <b>Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes meines Heilandes. <\/b> In den Versen 48-50 dankt sie Gott daher daf\u00fcr, dass Er auf ihre Niedrigkeit geschaut und Gro\u00dfes in ihr Leben getan hat. Sie preist Gott f\u00fcr seine Gnade und Barmherzigkeit in ihr Leben. Indem Maria ihre eigene Niedrigkeit und Nichtsw\u00fcrdigkeit erkennt, erkennt sie umso mehr Gottes Gnade in ihrem Leben. In den Versen 51-53 preist sie Gottes Handeln in der Geschichte, der Hohes erniedrigt und Niedriges erh\u00f6ht. Sie erkennt Gott als den, dem es daran liegt, \u201edass der Mensch nicht sich selbst zum Gott mache, sondern dass der Mensch Gott als Gott anerkenne und ehre\u201c(<span style=\"font-size: medium;\">R<\/span><span style=\"font-size: small;\">IENECKER <\/span><span style=\"font-size: medium;\">1959: 31)<\/span><sup><i>1<\/i><\/sup>. <i>Gott zerbricht daher, was hoch hinaus will, bringt aber zurecht und erhebt, was niedrig ist (vgl. <\/i><span style=\"font-size: medium;\"><i>R<\/i><\/span><span style=\"font-size: small;\"><i>IENECKER <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>1959: 32)<\/i><\/span><sup><i>1<\/i><\/sup>. Maria schlie\u00dft ihren Lobgesang damit ab, dass sie in den Versen 54-55 den Herrn <i>wegen Seiner Treue zu Israel lobt, die sich darin zeigt, dass er die Verhei\u00dfungen erf\u00fcllt hat, die er Abraham und seinen Nachkommen gegeben hat (vgl. <\/i><span style=\"font-size: medium;\"><i>M<\/i><\/span><span style=\"font-size: small;\"><i>ACDONALD<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>, <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>W.: <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>1994)<\/i><\/span><sup><i>2<\/i><\/sup>. Immer klarer gestaltet sich f\u00fcr Maria das Bild \u00fcber ihr Sohn. als den verhei\u00dfenen Messias. Der Lobgesang zeigt, dass Maria nach ihrer Glaubensentscheidung gro\u00dfe Freude sowie tiefere Erkenntnis \u00fcber Gott und sein Handeln bekommen hat.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Was k\u00f6nnen wir aus dem zweiten Teil lernen? Damit Jesus unser Retter, K\u00f6nig und Gegenstand der Anbetung sein kann, ist es erforderlich, dass wir uns ihm ausliefern. Ein BK beschreibt diese Auslieferung mit den Worten: \u201eDu Gotteskind, rede du Ihm gar nichts drein, schreibe Ihm gar nichts mehr vor, lass es aber deine ganze Sehnsucht sein, deine Freude, deine Ehre, deine Seligkeit ganz allein sein, wenn Seine Befehle, Seine Verhei\u00dfungen an dir, in dir und durch dich in Erf\u00fcllung gehen und du sterbend mit dem letzten Atemzug noch sagen kannst: \u201eSiehe hier bin ich, Dein Knecht, Deine Magd. Tue mit mir, wie Du willst und was du willst!\u201c Bei solchen, die so im Innersten ihres Herzens denken, wird Jesus Christus zunehmen in dem Ma\u00dfe, wie alles Eigene immer mehr abnehmen wird (<span style=\"font-size: medium;\">R<\/span><span style=\"font-size: small;\">IENECKER <\/span><span style=\"font-size: medium;\">1959: 24)<\/span><sup>1<\/sup>.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Wie k\u00f6nnen wir uns Jesus komplett ausliefern? Dies k\u00f6nnen wir tun, indem wir wie Maria dem Wort Gottes, das von der herrlichen Gr\u00f6\u00dfe Jesu zeugt, Glauben schenken, anstelle auf die Stimme unserer Erfahrungen oder Gef\u00fchle zu h\u00f6ren, die dagegen sprechen.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Lesen wir zum Schluss noch einmal das Leitwort, das von der herrlichen Gr\u00f6\u00dfe Jesu zeugt: <b>Der wird gro\u00df sein und Sohn des H\u00f6chsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. <\/b><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">__________<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\">Quellen:<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><sup>1 <\/sup><span style=\"font-size: medium;\">R<\/span><span style=\"font-size: small;\">IENECKER<\/span><span style=\"font-size: medium;\">, F. (1959): Das Evangelium des Lukas. In: Wuppertaler Studienbibel, <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">S. 17-33. R. Brockhaus Verlag Wuppertal. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><sup>2<\/sup><span style=\"font-size: medium;\"> M<\/span><span style=\"font-size: small;\">ACDONALD<\/span><span style=\"font-size: medium;\">, <\/span><span style=\"font-size: medium;\">W. <\/span><span style=\"font-size: medium;\">(1994): Kommentar zum Neuen Testament, S. 229. CLV. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus, der Sohn des H\u00f6chsten Der wird gro\u00df sein und Sohn des H\u00f6chsten genannt werden; und Gottder Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. 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