{"id":3236,"date":"2014-11-24T05:30:05","date_gmt":"2014-11-24T04:30:05","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3236"},"modified":"2022-11-18T12:22:31","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:31","slug":"predigt-lukas-11-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-11-25\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 1,1 \u2013 25"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Lk-P01-0125.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Die Aufgabe von Johannes dem T\u00e4ufer<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd er wird vom Volk Israel viele zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(16)<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir freuen uns auf das Studium des Lukasevangeliums. Der Verfasser Lukas war ein Arzt und damit ein Wissenschaftler, der wie damals \u00fcblich in verschiedenen Disziplinen ausgebidet war. Wir wissen aus verschiedenen Stellen in seiner \u201eApostelgeschichte\u201c und Briefen von Paulus, dass Lukas kein Jude, sondern ein Heidenchrist war, der Paulus auf einem Teil seiner Reisen begleitete und auch bei seiner Gefangenschaft in Rom bis zum Ende bei ihm war. Lukas schrieb sein Evangelium vorwiegend f\u00fcr Heiden, also f\u00fcr Nichtjuden wie wir. Nach den Versen 1-2 gr\u00fcndete er seinen Bericht auf die Aussagen von Augenzeugen. Dabei wobei er sich besondere M\u00fche, alles von Anfang an zu erforschen und die Ereignisse in Jesu Leben in der richtigen Reihenefolge aufzuschreiben, was ein besonderer Schatz des Lukasevangeliums ist. Lukas schrieb diesen Bericht nicht f\u00fcr ein anonymes Publikum, sondern f\u00fcr seinen wertgesch\u00e4tzten Freund Theophilus, um ihn eine zuverl\u00e4ssige Basis f\u00fcr den Glauben an Jesus zu geben. Auch diese Intention begr\u00fcndet die Sorgfalt und Zuverl\u00e4ssigkeit seines Berichts. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Das Lukasevangelium handelt von Jesus Christus, Gottes Sohn, den Gott in die Welt sandte, um die ganze Welt zu retten. Aber weil Lukas von Anfang an berichten will, beginnt er seinen Bericht nicht mit dem ersten Auftreten Jesu, auch nicht mit seiner Geburt, sondern noch davor, mit der Ank\u00fcndigung der Geburt von Jesu Wegbereiter. Betrachten wir den Vers 5: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eZu der Zeit des Herodes, des K\u00f6nigs von Jud\u00e4a, lebte ein Priester von der Ordnung Abija, mit Namen Zacharias, und seine Frau war aus dem Geschlecht Aaron und hie\u00df Elisabeth.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Es war zu der Zeit von Herodes dem Gro\u00dfen. Israel war von den R\u00f6mern besetzt und als Kolonie Roms Gesetzen und Steuerauflagen unterworfen. Zus\u00e4tzlich zu der r\u00f6mischen Fremdherrschaft litt das Volk unter dem ber\u00fcchtigten K\u00f6nig Herodes, der eigentlich kein Jude war, der die Position als K\u00f6nig aber durch geschickte Diplomatie in Rom ergattert hatte. Er wird zwar Herodes der Gro\u00dfe genannt, aber er war besonders daf\u00fcr ber\u00fcchtigt, dass er das Volk oft mit willk\u00fcrlichen, grausamen Aktionen in Angst und Schrecken versetzte. Es war eine dunkle Zeit in Israel, und zwar nicht nur wegen der politischen Unterdr\u00fcckung. Die religi\u00f6sen Leiter hatten meist keine pers\u00f6nliche Beziehung zu Gott und konnten den Menschen Gottes Liebe und Hoffnung f\u00fcr sein Volk nicht mehr vermitteln. Gott selbst hatte seit etwa 400 Jahren nicht mehr durch einen Propheten zu seinem Volk geredet. Das geistliche Leben der Menschen war erstarrt. Die meisten hatten die Hoffnung auf Gott f\u00fcr ihr Volk und f\u00fcr ihr pers\u00f6nliches Leben verloren und bem\u00fchten sich vor allem darum, in der harten Realit\u00e4t zu \u00fcberleben. Aber der Verfasser lenkt unsere Aufmerksamkeit auf ein Ehepaar, das in dieser Zeit lebte. Zacharias war ein Priester und seine Frau stammte auch aus dem Priestergeschlecht. Wie lebten die beiden in jener Zeit? Vers 6 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSie waren aber alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Zacharias und Elisabeth lebten in der dunklen Zeit vor Gott. Nicht nur Zacharias, der als Priester von Berufs wegen fromm sein sollte. Der Vers betont, dass sie alle beide fromm vor Gott waren und in allen Geboten und Satzungen Gottes untadelig lebten. In der Elberfelder-\u00dcbersetzung steht hier f\u00fcr fromm \u201egerecht\u201c. Obwohl in einer Zeit politischer Unterdr\u00fcckung und wirtschaftlicher Not die Versuchung besonders gro\u00df ist, es mit Gottes Geboten nicht so genau zu nehmen, lebten Zacharias und Elisabeth vor Gott und taten ihr Bestes, ihm zu gefallen. Sie liebten sein Wort und bem\u00fchten sich ernsthaft, es richtig zu verstehen und danach zu leben. Sie m\u00fcssen dazu immer neu Motivation und Kraft durch die Schrift bekommen haben, sodass sie Gottes Liebe und Hoffnung f\u00fcr sich und ihr Volk immer neu erkannten und daran festhielten. So lebten sie alle beide fromm vor Gott, und zwar Jahr f\u00fcr Jahr, f\u00fcr viele Jahrzehnte. Und das, obwohl sie ein gro\u00dfes Problem in ihrem Leben hatten. Vers 7 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd sie hatten kein Kind; denn Elisabeth war unfruchtbar und beide waren hochbetagt.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Sie hatten kein Kind, denn Elisabeth war unfruchtbar. Fruchtbar zu sein und Kinder zu bekommen, ist ein Segen, den Gott den Menschen nach der Sch\u00f6pfung zugesagt hat und den er auch der Mehrheit der Menschen in der Welt schenkt. Aber Zacharias und Elisabeth konnten kein Kind bekommen. Dies war damals ein noch viel gr\u00f6\u00dferes Problem als heute. Wer kein Kind bekam, wurde von den anderen leicht verachtet, es wurde sogar als ein Zeichen daf\u00fcr gesehen, dass man Gott nicht gefiel. Dies muss f\u00fcr Zacharias und Elisabeth besonders schmerzlich gewesen sein. Anfangs mag ihnen dieses Problem nicht ernst vorgekommen sein. Dann m\u00fcssen sie irgendwann angefangen haben, daf\u00fcr zu Gott zu beten. Aber nichts \u00e4nderte sich. Sie m\u00fcssen Gott t\u00e4glich gebeten haben, ihnen einen Nachkommen zu geben, dem sie ihren Glauben und geistliches Verm\u00e4chtnis weitergeben und den sie als Diener Gottes aufstellen konnten. Aber ihr Gebet wurde scheinbar nicht erh\u00f6rt. Sie wurden allm\u00e4hlich immer \u00e4lter, aber nichts \u00e4nderte sich. Viele Menschen fangen in so einer Situation an, an Gottes Liebe und seinem guten Willen zu zweifeln. Manche werden aus Entt\u00e4uschung im geistlichen Leben nachl\u00e4sssig und verlieren ihre Liebe und ihren Eifer f\u00fcr ihn oder werfen den Glauben weg. Aber Zacharias und Elisabeth blieben alle beide fromm vor Gott und lebten weiterhin nach seinen Geboten. Sie glaubten weiter an Gottes Liebe und an seinen guten Willen f\u00fcr sein Volk und auch f\u00fcr sie pers\u00f6nlich. Dass sie weiter fromm waren und in allem nach seinem Wort lebten, zeigt, dass sie Gott nicht nur als ein Mittel f\u00fcr die Erf\u00fcllung ihrer W\u00fcnsche betrachteten, sondern Gott als Gott anerkannten, und ihn unabh\u00e4ngig von seinem Segen liebten. Statt zu zweifeln oder im geistlichen Leben nachzulassen, setzten sie ihre Hoffnung ganz auf Gott und beteten weiter f\u00fcr seinen Segen. Ihr Leben war wie ein kleines helles Licht in einer dunklen Zeit. Gott \u00fcbersah ihr frommes Leben nicht, sondern wollte sie f\u00fcr sein Heilswerk kostbar gebrauchen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was passierte dann? Betrachten wir die Verse 8-10. Es kam dazu, dass Zacharias mit seiner Priesterordnung in Jerusalem im Tempel Dienst zu verrichten hatte. Er wurde nach dazu ausgelost, einen besonders ehrenwerten Dienst im Innern des Tempels zu verrichten, n\u00e4mlich das R\u00e4ucheropfer darzubringen, ein Privileg, das ein Priester h\u00f6chstens einmal im Leben bekam. Beim R\u00e4ucheropfer, das jeden Tag um 9 Uhr und um 15 Uhr dargebracht wurde, sollte der ausgew\u00e4hlte Priester am R\u00e4ucheraltar R\u00e4ucherwerk verbrennen und dabei f\u00fcr das ganze Volk stellvertretend beten. Dabei durfte er auch seine allerheiligsten Gebetsanliegen vor Gott bringen. In dieser Zeit stand das Volk drau\u00dfen im Vorhof des Tempels und betete zu Gott, und die frommen Menschen im ganzen Land wandten sich um diese Zeit in Richtung Jerusalem und beteten.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was passierte, als Zacharias zur vorgesehenen Stunde im Tempel betete? Betrachten wir die Verse 11 und 12: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDa erschien ihm der Engel des Herrn und stand an der rechten Seite des R\u00e4ucheraltars. Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es kam Furcht \u00fcber ihn.\u201c<\/b><\/span> <span style=\"font-size: medium;\">Der Engel des Herrn erschien ihm an der rechten Seite des R\u00e4ucheraltars. Als Zacharias ihn sah, erschrak er und f\u00fcrchtete sich; denn Gottes Engel repr\u00e4sentieren Gottes Heiligkeit, in der sich auch Zacharias trotz seines frommen Lebens seiner S\u00fcndhaftigkeit bewusst geworden sein muss. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was sagte der Engel zu ihm? Betrachten wir Vers 13:<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201eAber der Engel sprach zu ihm: F\u00fcrchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erh\u00f6rt und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn geb\u00e4ren, und du sollst ihm den Namen Johannes geben\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">(13). Zacharias brauchte sich vor dem Engel nicht zu f\u00fcrchten; denn er brachte keine Botschaft des Gerichts, sondern eine frohe Botschaft. Gott hatte sein Gebet erh\u00f6rt, und seine Frau Elisabeth w\u00fcrde ihm tats\u00e4chlich einen Sohn geb\u00e4ren. Der Engel gab sogar an, wie der Junge hei\u00dfen sollte; Johannes bedeutet \u201eGott ist gn\u00e4dig\u201c. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">So viele Jahre, ja jahrzehntelang hatten Zacharias und Elisabeth f\u00fcr ein Kind gebetet. Wie oft muss sie die Frage geplagt haben, ob Gott ihr Gebet jemals erh\u00f6rt. Gefielen er und seine Frau Gott? War ihr Leben vor Gott \u00fcberhaupt richtig? Welchen Sinn hatten ihr frommes Leben nach dem Wort Gottes und ihr Gebet, wenn Gott darauf scheinbar nicht reagierte? So viele Fragen, auf die sie keine ausreichende Antwort hatten. Aber all diese Fragen wurden an dem Tag gel\u00f6st, als Gott ihr Gebet erh\u00f6rte. Ihr frommes Leben wurde von Gott best\u00e4tigt, als der Engel Gottes sagte: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eF\u00fcrchte dich nicht Zacharias, denn dein Gebet ist erh\u00f6rt, und deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn geb\u00e4ren &#8230;\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Gott erh\u00f6rte ihr Gebet! Aber jemand k\u00f6nnte fragen: Warum erh\u00f6rte Gott ihr Gebet erst jetzt? Grundlegend erh\u00f6rt Gott unser Gebet, wann er will, zu seiner besten Zeit. Warum Zacharias und Elisabeth dabei so lange warten sollten, ist nicht leicht zu sagen. Nat\u00fcrlich kann man sagen, dass Johannes der T\u00e4ufer kurz vor Jesus geboren werden und wirken sollte. Sicher spielt dabei eine Rolle, dass Gott sie besonders gebrauchen wollte, dass Johannes ein bedeutender Diener Gottes werden sollte. Das erinnert uns an Abraham, den Gott zur Quelle des Segens f\u00fcr unz\u00e4hlige Menschen machen wollte. Gott trainierte ihn und lie\u00df ihn nach seiner Berufung 25 Jahre lang auf die Geburt Isaaks warten. Gott gebrauchte diese Zeit des Wartens, um Abraham und Sarah im festen Glauben an Gott und einer gott-zentrierten Gesinnung zu erziehen, sodass sie Isaak nicht mehr liebten als Gott und ihn als einen Mann des Glaubens erziehen konnten. So \u00e4hnlich erging es auch Zacharias und Elisabeth. In der langen Zeit des Wartens mussten sie ihren Glauben immer wieder erneuern und st\u00e4rken. Durch ihr immer neues Kommen zu Gott konnte Gott ihre Motivation und ihr Herz reinigen und ihren Charakter nach seinem Bild formen. So gebrauchte Gott diese Zeit des Wartens, um sie f\u00fcr ihre Aufgabe vorzubereiten, Johannes als einen Diener Gottes zu erziehen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was sagte der Engel \u00fcber Johannes? Vers 14 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd du wirst Freude und Wonne haben, und viele werden sich \u00fcber seine Geburt freuen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Johannes\u2018 Geburt war ein gro\u00dfer Trost und Freude f\u00fcr Zacharias und Elisabeth und eine gro\u00dfe Ermutigung, dass Gott ihren Glauben gesegnet und Gebet erh\u00f6rt hat. Aber nicht nur er, sondern auch viele andere w\u00fcrden sich \u00fcber seine Geburt freuen. Warum? Vers 15 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn er wird gro\u00df sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getr\u00e4nk wird er nicht trinken und wird schon von Mutterleib an erf\u00fcllt werden mit dem Heiligen Geist.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Johannes w\u00fcrde kein gew\u00f6hnliches Kind sein und kein gew\u00f6hnliches Leben f\u00fchren. Er w\u00fcrde gro\u00df vor Gott sein. Er sollte wie ein Gott-Geweihter ganz f\u00fcr Gott leben und nie alkoholische Getr\u00e4nke trinken. Schon von Mutterleib an w\u00fcrde er mit dem Heiligen Geist erf\u00fcllt sein, der ihm geistliche Weisheit und Kraft geben w\u00fcrde, um Gottes Aufgabe f\u00fcr ihn zu erf\u00fcllen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Welches Werk sollte er tun? Lesen wir gemeinsam nochmal Vers 16: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd er wird vom Volk Israel viele zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Johannes sollte haupts\u00e4chlich und vor allem viele in seinem Volk zu Gott bekehren. Was bedeutet das? Obwohl die meisten Menschen damals als Juden von Gott sehr wohl wussten, erkannten sie ihn in ihrem Herzen und in ihrem praktischen Leben nicht wirklich als Gott an und lebten trotz ihrer religi\u00f6ser Aktivit\u00e4ten in Wirklichkeit fern von ihm, nach ihrem eigenen Willen und Sachzw\u00e4ngen. Johannes w\u00fcrde viele zu Gott bekehren, indem er ihnen den lebendigen Gott und seinen Willen verk\u00fcndigte, vor dem sie sich als S\u00fcnder erkennen konnten, und indem er sie auf Jesus hinwies, der nach ihm kommen sollte. Er predigte, dass Jesus Gottes Lamm ist, das die S\u00fcnde der Welt tr\u00e4gt. So half er dem Volk, sich selbst vor Gott als S\u00fcnder zu erkennen und ihre verkehrten Ziele und verkehrten Lebensweg zu verlassen und sich zu Gott zu bekehren. Johannes war gerade deshalb gro\u00df vor Gott, weil er viele zu Gott bekehrte. Auf diese Weise ging er vor dem Herrn Jesus her und bereitete f\u00fcr ihn den Weg vor.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie w\u00fcrde Johannes das tun? Der Engel sagte im Vers 17: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, zu bekehren die Herzen der V\u00e4ter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Menschen zu Gott zu bekehren, kann keiner mit seiner eigenen Kraft tun. Johannes w\u00fcrde vor Jesus im Geist und in der Kraft Elias hergehen. Elia war der Prophet Gottes, der in einer anderen dunklen Zeit in Israel eifrig f\u00fcr Gott eingetreten und das Volk mutig zur Umkehr zu Gott herausgefordert hat. Sein Auftreten in der Kraft Elias w\u00fcrde die letzte Prophezeiung des Alten Testaments in Maleachi 3,23.24 erf\u00fcllen. Johannes w\u00fcrde die Herzen der V\u00e4ter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten bekehren. V\u00e4ter wollen gew\u00f6hnlich gegen\u00fcber ihren Kindern Recht haben und ihre Autorit\u00e4t behalten und nicht einfach der Meinung ihrer Kinder folgen, vor allem in der damaligen Gesellschaft. Aber auf die Predigten von Johannes hin w\u00fcrden sich junge und alte Menschen zu Gott bekehren, sodass solche gesellschaftlichen Vorbehalte ihre Bedeutung verlieren. Menschen, die unvern\u00fcnftig an ihrer S\u00fcnde festgehalten haben, w\u00fcrden sich zu Gott bekehren und sich so als wahrhaft klug erweisen. Durch seinen Dienst w\u00fcrde Johannes das Volk f\u00fcr Jesus vorbereiten, sodas es bereit w\u00fcrde, auf ihn zu h\u00f6ren und ihn zu empfangen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was k\u00f6nnen wir davon lernen? Die Rolle von Johannes dem T\u00e4ufer als dem Vorboten des Messias Jesus ist sicherlich einzigartig in der Geschichte und die geistliche Wucht seines Werkes von ganz besonderer Dimension. Trotzdem k\u00f6nnen wir sagen, dass auch die Menschen heute eine geistliche Vorbereitung bzw. Hilfe brauchen, um das Evangelium Jesu annehmen zu k\u00f6nnen, kurz gesagt, dass sie Bekehrung ben\u00f6tigen. Auch heute haben die die Menschen ich-bezogene W\u00fcnsche und verschiedene Ziele in der Welt. Sie streben nach der Sicherung ihrer Existenz und wollen durch Erf\u00fcllung ihrer W\u00fcnsche ein Gl\u00fcck in der Welt bauen. Dabei orientieren sie ihre Lebensweise an eigenen Ma\u00dfst\u00e4ben, die sich von Gottes Ma\u00dfstab immer weiter entfernen. F\u00fcr viele spielt Gott in ihrem Denken und Leben gar keine Rolle mehr; h\u00f6chstens darf er eine ganz bestimmte Rolle spielen, etwa im Hintergrund da sein als jemand, der Ungl\u00fcck abwenden soll und den man in Notf\u00e4lle um Hilfe bitten kann. Sie brauchen Bekehrung von ihren gottlosen Gedanken, von ihren verkehrten Einstellungen und Zielen. Sie m\u00fcssen erfahren, dass Gott lebt und sie mit seinem guten Willen geschaffen hat und dass er seinen Sohn f\u00fcr sie gegeben hat, um sich mit ihnen zu vers\u00f6hnen. Wir sollen f\u00fcr sie beten und ihnen helfen, bis sie mit ihrer S\u00fcnde zu Jesus kommen, der f\u00fcr all ihre und unsere S\u00fcnde gestorben ist und uns gerne Vergebung und Heilung und neues ewiges Leben geben will. So k\u00f6nnen wir die wichtige Aufgabe erf\u00fcllen, Menschen zu Gott zu bekehren.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie reagierte Zacharias auf die Ank\u00fcndigung des Engels? Betrachten wir Vers 18: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin alt und meine Frau ist betagt.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Zacharias hatte Jahrzehnte lang daf\u00fcr gebetet, dass Gott ihm ein Kind geben w\u00fcrde. Aber nun, als er h\u00f6rte, dass es wirklich passieren sollte, konnte er es nicht recht glauben, sondern verlangte vom Engel ein Zeichen zur Best\u00e4tigung. Was war sein Problem? Er sagte: \u201e<\/span><span style=\"font-size: medium;\">Woran soll ich das erkennen? Denn <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>ich bin alt und meine Frau ist betagt<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">.\u201c <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Er sah im entscheidenden Moment nicht auf Gott, sondern auf sich selbst seine sichtbare Realit\u00e4t. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie reagierte der Engel? Betrachten wir die Verse 19 und 20: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201e<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir dies zu verk\u00fcndigen. Und siehe, du wirst stumm werden und nicht reden k\u00f6nnen bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erf\u00fcllt werden sollen zu ihrer Zeit.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Der Engel betonte, dass er selbst vor Gott steht und Johannes daher nichts anderes als Gottes Worte und reine Wahrheit sagte. Er tadelte ihn, weil Johannes ihm nicht geglaubt hat. Unglaube ist kein geringes Problem vor Gott. Was besonders schwerwiegend war, war, dass Zacharias mit seinem Mund seinen Unglauben vor dem Engel direkt ausgedr\u00fcckt hat. Wenn wir Gottes Worte h\u00f6ren, sollen wir nicht auf uns selbst schauen, sondern auf Gott, und sie glaubend annehmen. Wenn wir Zweifel haben, sollten wir Gott um seine Hilfe bitten, aber nie vor ihm auf unsere Gedanken behaupten. Gott gab Johannes, der um ein Zeichen gebeten hat, ein neunmonatiges Training, dass er stumm war und nicht reden konnte. Dies war mehr eine <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Erziehungsma\u00dfnahme als eine blo\u00dfe Strafe. Dadurch gab ihm Gott die Gelegenheit, \u00fcber Gott und seine Worte tief nachzudenken und seinen Glauben zu erneuern und zu festigen. Wir sehen die sch\u00f6ne Frucht dieses Trainings, wenn wir Zacharias Lobgesang am Ende des Kapitels betrachten. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir die Verse 21-22. Als Zacharias aus dem Tempel kam, konnte er nicht reden, und das Volk merkte, dass er im Tempel eine Erscheinung gehabt hatte. Er ging stumm nach Hause. Die Verse 23-25 berichten dar\u00fcber, dass Elisabeth tats\u00e4chlich schwanger wurde und wie sie darauf reagierte. Sie hielt sich f\u00fcnf Monate lang verborgen, vielleicht weil sie ihre Schwangerschaft im hohen Alter nicht so fr\u00fch publik machen wollte. Aber dies war kein Ausdruck von Kleinglauben, sondern sie lobte und dankte Gott und sagte: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSo hat der Herr an mir getan in den Tagen, als er mich angesehen hat, um meine Schmach unter den Menschen von mir zu nehmen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> In diesen Worten kommt das Leid und die Schmerzen zum Ausdruck, die sie wegen ihrer Kinderlosigkeit erlitten hatte. Aber Gott hatte sie in ihrem Glauben gn\u00e4dig angesehen und ihr Gebet erh\u00f6rt und gab ihr nun ein Kind. Und dieses Kind w\u00fcrde kein gew\u00f6hnliches Kind sein, sondern der Vorbote von Jesus Christus. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd er wird vom Volk Israel viele zu dem Herrn ihrem Gott, bekehren.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Heute haben wir erfahren, wie Gott das Werk des Messias vorbereitet hat. Gott sandte Johannes den T\u00e4ufer, um die Herzen der Menschen zu Gott zu bekehren und sie so f\u00fcr Jesus und sein Evangelium vorzubereiten. Wir erfahren auch, was f\u00fcr Menschen Gott f\u00fcr die Erziehung von Johannes dem T\u00e4ufer ausgew\u00e4hlt hat. M\u00f6ge Gott uns helfen, in unserer Zeit ein frommes Leben wie Zacharais und Elisabeth zu f\u00fchren und von Gott zu seiner Zeit f\u00fcr sein Werk kostbar gebraucht zu werden. M\u00f6ge Gott uns wie Johannes gebrauchen, um die Herzen vieler Menschen zu Jesus zu bekehren. Lesen wir nochmals das Leitwort 16: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd er wird vom Volk Israel viele zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Die Aufgabe von Johannes dem T\u00e4ufer \u201eUnd er wird vom Volk Israel viele zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren.\u201c (16) Wir freuen uns auf das Studium des Lukasevangeliums. Der Verfasser Lukas war ein Arzt und damit ein Wissenschaftler, der wie damals \u00fcblich in verschiedenen Disziplinen ausgebidet war. 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