{"id":3227,"date":"2014-11-17T22:30:03","date_gmt":"2014-11-17T21:30:03","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3227"},"modified":"2022-11-18T12:22:32","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:32","slug":"predigt-2-korinther-1211-1313","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-korinther-1211-1313\/","title":{"rendered":"Predigt: 2. Korinther 12,11 \u2013 13,13"},"content":{"rendered":"<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/P13-2K1101-1115.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Erforscht euch selbst<\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eErforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; pr\u00fcft euch selbst! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann w\u00e4rt ihr ja unt\u00fcchtig.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(13,5)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir sind am Ende unseres Bibelstudiums angekommen und schlie\u00dfen den 2. Korintherbrief ab. Ich wei\u00df nicht, wie es euch geht aber bei mir l\u00f6st dieser Brief gemischte Gef\u00fchle aus. Er ist der vielleicht pers\u00f6nlichste Brief, der uns von Paulus \u00fcberliefert ist. Und er ist so voller Schmerzen und Erniedrigungen. Aber zugleich strahlt er das herrliche Evangelium Jesu Christi aus.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Heute haben wir abschlie\u00dfend die Gelegenheit, zu erfahren, wie Paulus der Gemeinde in Korinth geholfen hat, sich selbst zu erkennen, um Bu\u00dfe zu tun und aus Glauben zu leben.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Erstens \u2013 Verteidigung (V11-13.16-19)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In den Versen 11 und 12 muss sich Paulus als Apostel verteidigen. Er war nicht weniger als die \u00dcberapostel. Er war ein richtiger, ein echter Apostel, keine Kopie, sondern ein Original! Und diese Tatsache war offensichtlich, er schreibt: <b>\u201eDenn es sind ja die Zeichen eines Apostels unter euch geschehen in aller Geduld, mit Zeichen und mit Wundern und mit Taten.\u201c<\/b> Sie hatten es vor Ort, mit eigenen Augen gesehen! Trotzdem musste sich Paulus verteidigen und dabei zum Narren machen, um das Offensichtliche zu bezeugen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Weswegen musste sich Paulus zus\u00e4tzlich verteidigen? Betrachten wir Vers 13 und die Verse 16-19, so sehen wir, dass Paulus sich verteidigen musste, weil er bei seinem zweiten Besuch niemandem zur Last gefallen war! Es ist so absurd, wie es klingt! &gt;Eine hinterh\u00e4ltige Taktik&lt; warfen ihm seine Kontrahenten vor. Er verschont euch, um euch hinterlistig zu gewinnen, m\u00f6gen die falschen Apostel der Gemeinde eingeredet haben. Paulus entschuldigte sich sarkastisch f\u00fcr das \u201eUnrecht\u201c, ihnen nicht zur Last gefallen zu sein.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Schlie\u00dflich musste er sich wegen Titus und den anderen Bruder verteidigen, die er vorausgeschickt hatte. Doch auch hinter dieser Aktion steckte nichts B\u00f6swilliges!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Immer und immer wieder musste Paulus sich und seine Mitarbeiter verteidigen, wie ein Strafverteidiger vor Gericht. Paulus war sich dessen bewusst! Vers 19: <b>\u201eSchon lange werdet ihr denken, dass wir uns vor euch verteidigen.\u201c<\/b> War das ok oder nicht ok?<b> \u201eWir reden jedoch in Christus vor Gott!\u201c<\/b> Es war ok so! Er und seine Mitarbeiter sagten die Wahrheit! Taten es aber nicht mit dem Ziel, besser dazustehen, sondern:<b> \u201eAber das alles geschieht, meine Lieben, zu eurer Erbauung.\u201c<\/b> Paulus verteidigte sich, um sie zu erbauen. Wie passt das zusammen? Nun, er war ein echter Apostel Christi, das gab es beim besten Willen nicht \u00fcberall! Von ihm konnten sie das Evangelium Christi erfahren und durch dieses Evangelium erbaut werden, erfreut werden, lebendig werden! Das war keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit! Wir w\u00fcrden uns heute darum rei\u00dfen, das Evangelium durch einen waschechten Apostel Christi verk\u00fcndigt zu bekommen. Was w\u00e4re das f\u00fcr ein Segen! Durch Paulus\u2018 Unterst\u00fctzung konnte Christus in ihrer Mittel lebendig sein. Sie sollten endlich erkennen, dass Paulus an ihrem geistlichen Wohl interessiert war.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Paulus wollte die Gemeinde nicht nur erbauen, indem er sich verteidigte; das w\u00e4re zu wenig. Was tat er noch? Wir kommen zum n\u00e4chsten Teil.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zweitens \u2013 Der dritte Besuch (14.15.20-21; 13,1-2a)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Vers 14: <b>\u201eSiehe, ich bin jetzt bereit, zum dritten Mal zu euch zu kommen und will euch nicht zur Last fallen; denn ich suche nicht das Eure, sondern <\/b><span style=\"text-decoration: underline;\"><b>euch<\/b><\/span><b>. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern Sch\u00e4tze sammeln, sondern die Eltern den Kindern.\u201c <\/b>Paulus, der sich selbst als ihr Vater identifizierte und sie als seine geliebten Kinder, wollte ein Segen sein f\u00fcr die Gemeinde. Dazu war ihm kein Aufwand zu gro\u00df! Er war bereit, sie ein drittes Mal zu besuchen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Eine mehrw\u00f6chige Reise ist in unserer modernen und technologisch fortgeschrittenen Zeit anstrengend genug. Bahnhof, Flughafen, Flug, Flughafen, Taxi, Hotel. Und das ist erst die Hinreise. Die anstrengende Arbeit wartet und die R\u00fcckreise. Danach ist man platt! (Ein Kollege von mir hat eine Dienstreise nach Hong Kong unternommen und war danach eine Woche krank!) Wie anstrengend muss es erst recht f\u00fcr Paulus gewesen sein, nach Korinth zu reisen und dort seine Mission zu verrichten! Und Paulus wusste ganz genau, dass es keine angenehme Reise sein w\u00fcrde! Verse 20 und 21: <b>\u201eDenn ich f\u00fcrchte, wenn ich komme, finde ich euch nicht, wie ich will und ihr findet mich auch nicht, wie ihr wollt, sondern es gibt Hader, Neid, Zorn, Zank, \u00fcble Nachrede, Verleumdung, Aufgeblasenheit, Unordnung. Ich f\u00fcrchte, wenn ich abermals komme, wird mein Gott mich dem\u00fctigen bei euch und ich muss Leid tragen \u00fcber viele, die zuvor ges\u00fcndigt und nicht Bu\u00dfe getan haben f\u00fcr die Unreinheit und Unzucht und Ausschweifung, die sie getrieben haben.\u201c<\/b> Paulus w\u00fcrde auf Lieblosigkeit treffen, auf streits\u00fcchtige Korinther, auf geistliche Unordnung in der Gemeinde, auf heftigen Ehebruch. Sein dritter Besuch w\u00fcrde ein Knochenjob sein! Viele h\u00e4tten einen gro\u00dfen Bogen um diese Gemeinde gemacht. Aber Paulus nennt die S\u00fcnde der Gemeinde beim Namen! Und er war bereit, trotz der auf ihn wartenden Dem\u00fctigung, dorthin zu reisen, um aufzur\u00e4umen und ein Segen zu sein. Er war bereit, bis ans \u00c4u\u00dferste zu gehen. Lesen wir Vers 15: \u201e<b>Ich aber will gern hingeben und hingegeben werden f\u00fcr eure Seelen. Wenn ich euch mehr liebe, soll ich darum weniger geliebt werden?\u201c<\/b> Paulus war gerne bereit hinzugeben und hingegeben zu werden, f\u00fcr ihre Seelen! Welchem gro\u00dfen Vorbild mag er wohl nachgeeifert haben, als unseren Herrn Jesus Christus, der von Gott hingegeben wurde und sich auch bereitwillig hingegeben hat, bis ans Kreuz. Wof\u00fcr? F\u00fcr unsere Seelen! Und dass es Paulus wirklich ernst meinte und bereit war, sein Leben hinzugeben und sogar mehr als das, bezeugen Textstellen wie R\u00f6m 9,1-5. Liebte man Paulus daf\u00fcr? Nein. Dankte man ihm? Genauso wenig wie unserem Herrn, zur Zeit seiner Passion.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir gehen \u00fcber zu Kapitel 13. Paulus hatte wirklich vor, ein drittes Mal zu ihnen kommen, auch wenn es laut Kapitel 1 angezweifelt wurde. Wie w\u00fcrde Paulus bei seinem dritten Besuch auftreten? Und wie sollten sich die Korinther vorbereiten? Wir kommen zum n\u00e4chsten Teil.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Drittens \u2013 Pr\u00fcft euch selbst (13,2a-10)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Paulus bezeugt in Vers 2b: <b>\u201edenen, die zuvor ges\u00fcndigt haben und den andern allen: Wenn ich noch einmal komme, dann will ich nicht schonen.\u201c<\/b> Das ist eine ordentliche Drohung! Vers 3: <b>\u201eIhr verlangt ja einen Beweis daf\u00fcr, dass Christus in mir redet, der euch gegen\u00fcber nicht schwach ist, sondern ist m\u00e4chtig unter euch.\u201c<\/b> Sie verlangten einen Beweis f\u00fcr die Kraft Christi in Paulus; schon bald w\u00fcrden sie ihn bekommen und erleben, wie m\u00e4chtig Christus in Paulus reden konnte. Wer klug war tat schnell Bu\u00dfe. Sie hatten n\u00e4mlich gedacht, Paulus w\u00e4re stark von Ferne aber schwach vor Ort. Wieso w\u00fcrde Paulus auch vor Ort stark sein? Lesen wir Vers 4: <b>\u201eDenn wenn er auch gekreuzigt worden ist in Schwachheit, so lebt er doch in der Kraft Gottes. Und wenn wir auch schwach sind in ihm, so werden wir uns doch mit ihm lebendig erweisen an euch in der Kraft Gottes.\u201c<\/b> <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Christus starb in Schwachheit. Am Kreuz, verlassen von Menschen und verlassen von Gott, durchlebte er maximale Schwachheit. Doch am dritten Tag erfuhr er die lebendige Kraft Gottes. Paulus hatte das Wesen Jesu Christi verstanden. Jesus allein vereinbart in seiner Person die unvereinbaren Gegens\u00e4tze: Schwachheit und Kraft, Lamm und L\u00f6we, Tod und Auferstehung.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Paulus war schwach. Aber dieser Christus w\u00fcrde sich in Paulus als lebendig erweisen, in der Kraft Gottes. Mit dieser lebendigen Kraft Gottes w\u00fcrde Paulus m\u00e4chtig unter den Korinthern wirken und niemanden schonen, der ges\u00fcndigt hatte.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u00dcbrigens ist in diesem Vers die gute Nachricht enthalten. Wir sind schwach in ihm, d.h. von Christus angenommen und nicht versto\u00dfen, doch er erf\u00fcllt uns mit der lebendigen Kraft Gottes, so dass wir nicht aus eigener Kraft leben m\u00fcssen, sondern aus Gottes Kraft, die eine lebendige Kraft ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Paulus bereitete die Korinther vor, umzukehren und Bu\u00dfe zu tun, indem er ihre S\u00fcnden aufz\u00e4hlte und mit seinem dritten Besuch drohte. Welche gro\u00dfe Hilfe gab er ihnen vorab noch? Lesen wir den relevanten Appell, der nicht nur f\u00fcr die Korinther von Bedeutung ist, sondern f\u00fcr jeden Christen. Vers 5a: <b>\u201eErforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; pr\u00fcft euch selbst!.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In einer Kochshow hatte einer der ber\u00fchmtesten K\u00f6che der Welt einen Gastauftritt (Thomas B\u00fchner, ein 3 Sternekoch) und gab einem Durchschnittskoch eine Stunde lang hilfreiche Tipps und begleitete ihn beim Vorbereiten eines gehobenen Gerichtes. Was glaubt ihr, war sein wichtigster Tipp? Er sagte, das wichtigste beim Kochen ist das Probieren! Und zwar das st\u00e4ndige Probieren! Denn oft sieht das angerichtete Essen gut aus, schmeckt allerdings furchtbar, weil nicht abgeschmeckt wurde und das macht alles zunichte.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Korinther sollten nicht unt\u00e4tig warten, bis Paulus erscheinen w\u00fcrde. Sie sollten sich selbst erforschen und pr\u00fcfen, um herauszufinden, ob ihr Leben immer noch auf dem Glauben gegr\u00fcndet war. Sie sollten erkennen, dass sie vom Kurs abgekommen waren. Sie waren J\u00fcnger Jesu, f\u00fchrten aber ein von S\u00fcnde gepr\u00e4gtes Leben, hatten aber kein Problembewusstsein. Anstatt den Balken in ihrem Auge such behandelt, suchten sie den Splitter im Auge von Apostel Paulus.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir sehen, wie notwendig es ist, dass auch wir uns regelm\u00e4\u00dfig selbst pr\u00fcfen. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir uns am besten durch das Wort Gottes pr\u00fcfen. Es gen\u00fcgt aber nicht, sich viel Wissen \u00fcber das Evangelium anzueignen. Wir sollen das Wort Gottes zielstrebig und intensiv studieren und tiefe Erkenntnisse gewinnen. Doch w\u00e4hrend wir das tun, m\u00fcssen wir das Erkannte immer wieder auf uns selbst anwenden. Sonst w\u00e4chst unser Kopf (nicht w\u00f6rtlich) aber unser Herz bleibt unber\u00fchrt. Und gerade im Herzen entscheiden wir, wen oder was wir anbeten! Mir geht es z.B. oft so, dass ich unheimlich viel Zeit und Leidenschaft in das Bibelforschen stecken kann. Ich vergleiche Bibel\u00fcbersetzungen und lese Kommentare etc. Ich tue es meistens mit Begeisterung. Wenn ich mich aber am Ende des Tages frage, was ich dadurch f\u00fcr mein pers\u00f6nliches Leben gelernt und umgesetzt habe, merke ich, dass es 2 unterschiedliche Paar Schuhe sind! Was ich mir im Kopf aneigne, steht auf einem Blatt Papier, was in meinem Herzen ankommt, steht auf einem ganz anderen Blatt. So lerne ich durch Paulus Worte im Vers 5, dass ich mich immer wieder selbst pr\u00fcfen und erforschen muss, um herauszufinden, ob ich auch nach den gro\u00dfartigen Erkenntnissen lebe, die ich durch das Bibelstudium erkannt habe. Sonst ist die Gefahr zu gro\u00df, dass S\u00fcnde in mir regiert und nicht K\u00f6nig Jesus. So sind auch wir angehalten, Paulus Worte sehr ernst zu nehmen und uns regelm\u00e4\u00dfig zu pr\u00fcfen. Stehe ich im Glauben? Ist mein Leben immer noch gegr\u00fcndet auf den Glauben an Christus und sein Evangelium oder bin ich im Laufe der Zeit schleichend davon abgedriftet? F\u00fchre ich ein Leben, das Gott gef\u00e4llt oder ein Leben, das mir gef\u00e4llt?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was denkt ihr, werden wir herausfinden, wenn wir uns selbst pr\u00fcfen? Sto\u00dfen wir auf Erfreuliches oder auf Unerfreuliches? Auf einem Musikkonzert ging der K\u00fcnstler offen auf seine langj\u00e4hrige Drogensucht ein. Er sagte, dass er sich jahrelang nicht im Spiegel betrachten konnte, aus Scham vor sich selbst! Dann stelle er seinem Publikum die Frage: Wie geht es euch, wenn ihr euch im Spiegel betrachtet? Scherzhaft nahm er die Antwort vorweg: Ihr denkt bestimmt, &gt;Wow, was f\u00fcr ein Anblick!&lt;<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was finden wir, wenn wir uns mit biblischem Ma\u00dfstab pr\u00fcfen und erforschen? Wenn wir ehrlich sind, sehen wir wenig Erfreuliches. Wir sehen Mangel an Glauben. Wir sehen selbstverherrlichende Neigungen, Lieblosigkeit. Wir sehen S\u00fcnde, S\u00fcnde, S\u00fcnde. Was w\u00fcrde Paulus zu uns sagen? Paulus w\u00fcrde dasselbe zu uns sagen, wie zu den Korinthern. Und es \u00fcberrascht, was er sagt. Vers 5b: \u201e<b>Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann w\u00e4rt ihr ja unt\u00fcchtig.\u201c<\/b> Das \u00dcberraschende ist, liebe Geschwister, dass Christus trotzdem in uns ist. Sonst w\u00e4ren wir verloren! F\u00e4llt es Christus leicht, in uns zu bleiben? F\u00fchlt er sich in uns wohl? F\u00fchren wir ein angemessenes Glaubensleben, an dem er sich erfreut, sind wir so gesinnt, wie es seiner Gemeinschaft entspricht? Wie oft trifft ein Nein zu? Zu oft! Trotzdem sind wir nicht verlassen. Das ist Gnade. Christus hat den Preis unserer S\u00fcnde bezahlt. Diese Gnade Christi verk\u00fcndigt uns das Evangelium. Und diese Gnade, die uns die frohe Botschaft verk\u00fcndigt, sollte unsere Herzen bewegen, Christus mehr zu lieben und Christus mehr zu verherrlichen, der sich \u00fcber uns erbarmt; sie sollte uns dazu bewegen, Christus anzubeten, statt uns selbst anzubeten. Das ist Umkehr! Das ist der Weg der Bu\u00dfe. Lassen wir zu, dass Christus in uns lebendig ist und lebendig wirkt. M\u00f6ge er in uns Selbsterkenntnis und Umkehr bewirken.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In den Versen 5-8 kommen mehrfach die Worte t\u00fcchtig\/unt\u00fcchtig und Variationen davon vor. Andere Bibel\u00fcbersetzungen verwenden bew\u00e4hrt\/nicht bew\u00e4hrt.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was Paulus klar machen m\u00f6chte ist, dass Christus in all denen ist, die bew\u00e4hrt sind. Und Paulus hofft nat\u00fcrlich, dass die Korinther endlich erkennen, dass Paulus und seine Mitarbeiter nicht unbew\u00e4hrt waren! Allerdings war es ihm laut Vers 7 viel wichtiger, dass die Korinther sich als Bew\u00e4hrte erwiesen. Er selbst war bereit, als Unbew\u00e4hrt zu gelten, Hauptsache sie mieden das B\u00f6se und entscheiden sich f\u00fcr das Gute. Vers 9: <b>\u201eWir freuen uns ja, wenn wir schwach sind und ihr m\u00e4chtig seid. Um dies beten wir auch, um eure Vollkommenheit.\u201c<\/b> <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn die Korinther sich effektiv pr\u00fcfen und Konsequenzen daraus ziehen k\u00f6nnten. Wenn sie das B\u00f6se meiden und das Gute suchen w\u00fcrden! Dann w\u00fcrde der dritte Besuch von Paulus auch viel angenehmer werden. Vers 10: <b>\u201eDeshalb schreibe ich auch dies aus der Ferne, damit ich nicht, wenn ich anwesend bin, Strenge gebrauchen muss nach der Vollmacht, die mir der Herr gegeben hat, zu erbauen, nicht zu zerst\u00f6ren.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das Wohl der Korinther lag Paulus am Herzen. Seine Liebe zu ihnen kommt auch durch seinen Abschiedsgru\u00df zum Ausdruck. Verse 11-13: <b>\u201eZuletzt, liebe Br\u00fcder, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Gr\u00fc\u00dft euch untereinander mit dem heiligen Kuss. Es gr\u00fc\u00dfen euch alle Heiligen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Erforscht euch selbst \u201eErforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; pr\u00fcft euch selbst! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann w\u00e4rt ihr ja unt\u00fcchtig.\u201c (13,5) Wir sind am Ende unseres Bibelstudiums angekommen und schlie\u00dfen den 2. Korintherbrief ab. 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