{"id":3205,"date":"2014-10-20T23:57:51","date_gmt":"2014-10-20T21:57:51","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3205"},"modified":"2022-11-18T12:22:33","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:33","slug":"predigt-2-korinther-1116-33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-korinther-1116-33\/","title":{"rendered":"Predigt: 2. Korinther 11,16 \u2013 33"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/P14-2K1116-1133.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Paulus r\u00fchmte sich seiner Schwachheit<\/b><\/span><\/span><\/h2>\n<h3 class=\"western\" align=\"center\">\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Wenn ich mich denn r\u00fchmen soll, will ich mich meiner Schwachheit r\u00fchmen.\u201c<\/b><i><b> <\/b><\/i><\/span><\/h3>\n<p class=\"western\" align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(30)<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Im heutigen Text tut Apostel Paulus etwas h\u00f6chst Ungew\u00f6hnliches, etwas, das ihm selbst eigentlich zuwider ist und das er selbst mehrfach als \u201et\u00f6richt\u201c bezeichnet: er r\u00fchmt sich selbst. Das klingt umso erstaunlicher, wenn wir daran denken, dass er am Ende von Kap. 11 geschrieben hatte: <b>\u201eWer sich r\u00fchmt, der r\u00fchme sich des Herrn\u201c<\/b> (11,17). Aber Paulus sieht sich nun dazu gen\u00f6tigt, sich selbst zu r\u00fchmen, weil die falschen Apostel durch ihr vieles R\u00fchmen die Korinther geblendet und in ihren Bann gezogen hatten. Und noch erstaunlicher als die Tatsache, dass Paulus sich r\u00fchmte, ist, wessen er sich r\u00fchmte; denn Paulus z\u00e4hlt nicht etwa seine gro\u00dfartigen geistlichen Erfolge auf, sondern fasst kurz zusammen, wie er Gott unter verschiedenen Leiden in Schwachheit gedient hat. Am Ende des Textes sagt er: <b>\u201eWenn ich mich denn r\u00fchmen soll, will ich mich meiner Schwachheit r\u00fchmen\u201c<\/b><i><b> <\/b><\/i>(30). Was bedeutet das? Lasst uns dieses R\u00fchmen von Paulus gut verstehen und erkennen, wieso er dadurch doch Gott ehren und den Korinthern helfen konnte!<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie leitet Paulus diesen besonderen Abschnitt ein? Betrachten wir den Text. Vers 16 sagt: <b>\u201eIch sage abermals: Niemand halte mich f\u00fcr t\u00f6richt; wenn aber doch, so nehmt mich an als einen T\u00f6richten, damit auch ich mich ein wenig r\u00fchme.\u201c<\/b> Paulus bat die Korinther um Verst\u00e4ndnis, wenn er ihnen t\u00f6richt verk\u00e4me, wenn er sich nun ein wenig r\u00fchmen w\u00fcrde. Er war sich bewusst, dass er dabei nicht dem Herrn gem\u00e4\u00df, sondern wie in Torheit redete. Denn er wusste, dass nur Gott zu r\u00fchmen ist, und dass alles, was uns an uns lobenswert erscheint, wir nur durch Gottes Gnade von ihm bekommen haben.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Warum wollte Paulus sich dann doch selbst r\u00fchmen? Vers 18 sagt: <b>\u201eDa viele sich r\u00fchmen nach dem Fleisch, will ich mich auch r\u00fchmen.\u201c<\/b> Paulus wollte sich wegen den vielen r\u00fchmen, die in der Korinther Gemeinde sich selbst nach dem Fleisch r\u00fchmten. Dabei spielt er auf die neuen Lehrer an, die nach seinem Weggang in die Gemeinde gekommen waren, die er in Vers 13 \u201efalsche Apostel\u201c und \u201ebetr\u00fcgerische Arbeiter\u201c genannt hat. Sie r\u00fchmten sich viel ihrer menschlichen Herkunft, ihrer F\u00e4higkeiten und ihrer Qualifikation. Wollte Paulus sich nun r\u00fchmen, um sein eigenes Ansehen in der Gemeinde aufzubessern? Ging es ihm am Ende doch um sich selbst? Betrachten wir die Verse 19-21: <b>\u201eDenn ihr ertragt gerne die Narren, ihr die ihr klug seid! Ihr ertrag es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand ausn\u00fctzt, wenn euch jemand gefangen nimmt, wenn euch jemand erniedrigt, wenn euch jemand ins Gesicht schl\u00e4gt. Zu meiner Schande muss ich sagen, dazu waren wir zu schwach!\u201c<\/b> Paulus wusste, dass die falschen Lehrer auf die Korinther einen schlechten Einfluss aus\u00fcbten. Sie dienten nicht den Menschen in der Gemeinde, sondern nahmen sie gefangen und lie\u00dfen sich von ihnen dienen, nutzten sie f\u00fcr ihre eigene Ziele aus und erniedrigten sie, anstatt als sie als Gottes Kinder mit Respekt und Liebe zu behandeln. Und wenn sie sich nach ihrem Ma\u00dfstab nicht richtig verhielten, schlugen sie ihnen sogar ins Gesicht. So etwas h\u00e4tte Paulus nie zu tun gewagt. Warum lie\u00dfen die Korinther Gl\u00e4ubigen das mit sich machen? Die falschen Lehrer hatten sie dadurch, dass sie sich oft ihrer eigenen Qualit\u00e4ten r\u00fchmten, allzu sehr von sich beeindruckt. Die Korinther lie\u00dfen sich blenden von ihren menschlichen Eigenschaften, ihrer j\u00fcdischen Abstammung, ihrem rhetorischen Geschick und ihren Empfehlungsschreiben, sodass sie gar nicht merkten, dass sie von ihnen erniedringt und ausgenutzt wurden. Paulus muss es im Herzen wehgetan haben, wenn er daran dachte, dass seine geliebten Kinder in Korinth von den falschen Lehrern so ausgenutzt und misshandelt wurden. Nun wird uns klar, warum er sich gen\u00f6tigt sah, sich selbst auch zu r\u00fchmen, obwohl das eigentlich ungeistlich ist. Durch den Vergleich mit Paulus\u2018 Beispiel sollten sie in die Lage kommen, die falschen Lehrer in einem andern Licht zu sehen, Paulus wollte sie sozusagen \u201eentzaubern\u201c und dadurch den Korinthern helfen, aus ihrer fatalen Abh\u00e4ngigkeit von ihnen herauszukommen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie begann Paulus damit? Er sagt in den Versen 21b und 22: <b>\u201eWo einer k\u00fchn ist \u2013 ich rede in Torheit -, da bin ich auch k\u00fchn. Sie sind Hebr\u00e4er \u2013 ich auch! Sie sind Israeliten \u2013 ich auch! Sie sind Abrahams Kinder \u2013 ich auch!\u201c<\/b> Paulus fasste Mut und ging zuerst auf das Thema der Abstammung ein. Die falschen Apostel betonten offenbar bei den Korinthern, die zum gr\u00f6\u00dften Teil Heiden gewesen waren, dass sie Hebr\u00e4er waren, Israeliten, die von Abraham abstammten und somit zu Gottes Volk des Alten Testaments geh\u00f6rten. Daraus leiteten sie eine besondere Autorit\u00e4t ab. Paulus\u2018 Antwort auf ihre Prahlerei war: <b>\u201eIch auch!\u201c<\/b> <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Nun geht Paulus auf ihr noch st\u00e4rkeres Argument ein als ihre Abstammung. Im Vers 23a zitiert er ihre Behauptung, dass sie <b>\u201eDiener Christi\u201c <\/b>seien. In den Versen 13-15 hatte Paulus schon klar gemacht, dass sie in Wirklichkeit falsche Apostel und betr\u00fcgerische Arbeiter waren und sich nur als Apostel Christi verstellten. Aber weil die Korinther so in ihren Bann geraten waren, geht Paulus auf ihre Behauptung, Diener Christi zu sein, ein \u2013 und stellt f\u00fcr sie zum Vergleich sein eigenes Leben daneben und sagt: \u201e&#8230; <b>ich rede t\u00f6richt: ich bin\u2019s weit mehr!\u201c<\/b> <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie sah Paulus\u2018 Leben als Diener Christi aus? Betrachten wir die Verse 23-27 (lesen lassen): <b>\u201e<\/b><b>Sie sind Diener Christi &#8211; ich rede t\u00f6richt: ich bin&#8217;s weit mehr! Ich habe mehr gearbeitet, ich bin \u00f6fter gefangen gewesen, ich habe mehr Schl\u00e4ge erlitten, ich bin oft in Todesn\u00f6ten gewesen. Von den Juden habe ich f\u00fcnfmal erhalten vierzig Gei\u00dfelhiebe weniger einen; ich bin dreimal mit St\u00f6cken geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht trieb ich auf dem tiefen Meer. Ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch Fl\u00fcsse, in Gefahr unter R\u00e4ubern, in Gefahr unter Juden, in Gefahr unter Heiden, in Gefahr in St\u00e4dten, in Gefahr in W\u00fcsten, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter falschen Br\u00fcdern; in M\u00fche und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Bl\u00f6\u00dfe.\u201c <\/b>Hier hat Paulus sein Leben als Diener Christi skizzenhaft beschrieben. Dabei hat er nicht seine F\u00e4higkeiten oder seine gro\u00dfen geistlichen Erfolge aufgez\u00e4hlt, sondern kurz beschrieben, wie er unter vielen M\u00fchen, Entbehrungen und Leiden f\u00fcr Jesus und sein Evangelium gelebt hat. Es ist die einzige Stelle, in der wir so viel \u00fcber Paulus\u2018 Leiden w\u00e4hrend seinem Dienst f\u00fcr Jesus erfahren. Lukas berichtet uns in der Apostelgeschichte etwa nur von einer Gei\u00dfelung von Paulus, aber hier erfahren wir, dass er f\u00fcnfmal von den Juden 39 Gei\u00dfelhiebe erhalten hat. Wie wir wissen, konnte schon ein einziger Gei\u00dfelhieb einen Mann schwerstem Ma\u00df verletzen, solche Gei\u00dfelungen konnten durchaus t\u00f6dlich verlaufen. Aber Paulus hat bei seinem Dienst f\u00fcr Jesus und sein Evangelium f\u00fcnfmal diese unvorstellbare Tortur erlebt. Au\u00dferdem wurde er auch von Heiden mit St\u00f6cken geschlagen, was ihm eigentlich als r\u00f6mischen Staatsb\u00fcrger nicht angetan werden durfte, aber darauf wurde keine R\u00fccksicht genommen. In Lystra wurde Paulus gesteinigt (Apg 14,19); dreimal erlitt Paulus Schiffbruch. Au\u00dfer den harten Verfolgungen geriet Paulus oft aus anderen Gr\u00fcnden in Lebensgefahr, zum Beispiel wenn er Fl\u00fcsse oder W\u00fcsten durchqueren musste oder von R\u00e4ubern bedroht wurde. Dar\u00fcber hinaus litt er oft unter Hunger und Durst, in Frost und Bl\u00f6\u00dfe, obwohl er so oft wie m\u00f6glich arbeitete, um Geld zu verdienen. Er lebte auch mit viel Wachen und Fasten entbehrungsreich. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Welche Leiden ertrug Paulus noch au\u00dfer diesen physischen Leiden? Betrachten wir die Verse 28 und 29: <b>\u201e<\/b><b>und au\u00dfer all dem noch das, was t\u00e4glich auf mich einst\u00fcrmt, und die Sorge f\u00fcr alle Gemeinden. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird zu Fall gebracht, und ich brenne nicht?\u201c<\/b> Au\u00dfer den Bedr\u00e4ngnissen von au\u00dfen st\u00fcrmte auf ihn t\u00e4glich vieles ein, das ihn innerlich bedr\u00e4ngte \u2013 viele Probleme, die beim Dienst f\u00fcr das Evangelium gel\u00f6st und \u00fcberwunden werden mussten, und viele Nachrichten, von denen er h\u00f6rte. Paulus hatte keine Macht und Einfluss in der Welt und keine gro\u00dfe Gemeinde, die ihn st\u00e4ndig unterst\u00fctzte. Paulus hatte selbst viele Gemeinden gegr\u00fcndet und hatte sehr viele Bibelsch\u00fcler, die er in seinem Herzen trug \u2013 bestimmt mehrere hundert in seinen Gemeinden, die er kannte. Er betete t\u00e4glich f\u00fcr sie und ihr geistliches Leben. Wenn sie im Glauben lebten und wuchsen, hatte er bestimmt gro\u00dfe Freude. Aber wenn sie schwach wurden, wurde er auch schwach und innerlich bedr\u00e4ngt. Wenn jemand zu Fall gebracht wurde und vom Weg des Glaubens abkam, war er nicht nur etwas betr\u00fcbt, sondern brannte innerlich. Dieser Ausdruck erinnert an das Brennen, das David beschreibt, als er unter seiner eigenen S\u00fcnde litt, bevor er sie vor Gott bekannte. So intensiv litt Paulus mit, wenn einer seiner Bibelsch\u00fcler vom Glaubensweg abkam und geistlich umherirrte. Darin zeigt sich seine intensive Liebe zu ihnen und seine herzliche Anteilnahme, mit der er dem Evangeliumswerk und damit den Menschen diente. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wenn wir Paulus Bericht lesen, k\u00f6nnen wir uns fragen: Wie konnte er so leben? Was motivierte ihn dazu und woher hatte er die Kraft, so hingebungsvoll sich f\u00fcr Jesus einzusetzen und all die Entbehrungen auf sich zu nehmen? Auf den ersten Blick k\u00f6nnte man denken, dass Paulus eine Art Superman gewesen sein muss, der alles \u00fcberwinden und alles tun kann. Er sieht aus wie ein Super-Heroe, dem nichts zu schwer ist und dem kein Leiden wirklich etwas ausmacht. Aber wenn wir diesen Abschnitt sorgf\u00e4ltig lesen, wird uns klar, dass Paulus die Leiden sehr wohhl viel ausmachten, ihm nachgingen und ihm innerlich zusetzten. Gei\u00dfelung, Steinigung, Todesgefahren und auch die Sorge um die von ihm gegr\u00fcndeten Gemeinden belasteten ihn, machten ihn manchmal schwach und hilflos.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie anders war Paulus\u2018 Leben als das der falschen Lehrer! Die falschen Lehrer haben die Korinther ausgenutzt, haben sie gefangengenommen und geknechtet und wollten sie irgendwie unter Kontrolle bringen, um Macht aus\u00fcben in der Gemeinde. F\u00fcr sie waren die Menschen ein Mittel, um ihr Ansehen und sogar ihren materiellen Gewinn zu f\u00f6rdern. Aber Paulus liebte sie wirklich. Er war wie ein Vater, der brannte, wenn die Kinder in Not geraten, und gab alles, um sie zu retten. Er lebte wirklich f\u00fcr sie, er lebte wirklich ganz f\u00fcr Jesus. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was sagt Paulus selbst dazu? Betrachten wir den Vers 30: <b>\u201eWenn ich mich denn r\u00fchmen soll, will ich mich meiner Schwachheit r\u00fchmen.\u201c <\/b>Hier macht Paulus klar, dass er selbst nicht stark war und sein hingebungsvolles Leben durch seine eigene Kraft und F\u00e4higkeit m\u00f6glich waren. Paulus wollte auf keinen Fall durch die Beschreibung seines hingebungsvollen Lebens f\u00fcr Jesus die Ehre und den Ruhm f\u00fcr sich selbst in Anspruch nehmen, der eigentlich Jesus geb\u00fchrt. Er betont, dass er selbst schwach ist; er r\u00fchmt sich vielmehr seiner Schwachheit. Er ruft sogar Gott, den Vater des Herrn Jesus, als Zeugen daf\u00fcr an, dass es stimmt! Er sagt im Vers 31: <b>\u201eGott, der Vater, des Herrn Jesus, der gelobt sei in Ewigkeit, wei\u00df, dass ich nicht l\u00fcge.\u201c<\/b> Dann f\u00fcgt er als letztes Beispiel seine unr\u00fchmliche Flucht aus Damaskus an. Als er vom Statthalter des K\u00f6nigs verfolgt wurde, wurde er schlie\u00dflich wie ein Gep\u00e4ckst\u00fcck durchs Fenster die Mauer hinabgelassen und floh vor den Verfolgern. Paulus stellte sich nicht als einen Helden dar, sondern r\u00fchmte sich seiner eigenen Schwachheit. Er konnte sich seiner Schwachheit r\u00fchmen, weil er die Gnade Jesu kannte, die ihn annahm, wie er war. Er wollte sich gern seiner Schwachheit r\u00fchmen, weil er die Kraft Jesu erlebte, die stark war, die ihn selbst von einem entschiedenen Gegner Jesu zu einem entschiedenen Diener Christi ver\u00e4ndert hatte und die jeden Umstand und das Herz jedes Menschen ver\u00e4ndern kann. Paulus wollte sich gern seiner Schwachheit r\u00fchmen, weil er wollte, dass Jesus und die Kraft seiner Gnade ger\u00fchmt werden. Dadurch dass Paulus beschreibt, wie er in Leiden und Schwachheit Jesus gedient hat, zeigt er, dass sein Leben gro\u00dfeo \u00c4hnlichkeit mit dem Leben Jesu Christi hat, der in Niedrigkeit und Schwachheit kam und unter gr\u00f6\u00dften Leiden die Erl\u00f6sung von uns Menschen vollbracht hat. So hat Paulus\u2018 Leben Gott geehrt und auf die Kraft seiner Gnade hingewiesen. Daher f\u00fchrte Paulus\u2018 R\u00fchmen seiner Schwachheit zu einem R\u00fchmen und Verherrlichung der Gnade Jesu Christi und seiner Kraft, die ihn zu diesem Leben motivierte und bef\u00e4higte und die jeden Christen zu so einem hingegebenen Leben motivieren und bef\u00e4higen kann. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><a name=\"_GoBack\"><\/a> <span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wir neigen dazu, uns auf uns selbst zu verlassen und aus unserer Kraft zu leben. Wenn wir aus einer ichbestimmten Motivation und aus unserer eigenen Kraft heraus Gott dienen, k\u00f6nnen wir die Grenze unserer eigenen Motivation und Kraft nicht \u00fcberwinden. Wenn wir aber die Gnade Jesu wie Paulus von ganzem Herzen annehmen und uns ganz auf ihn verlassen und uns ganz f\u00fcr ihn hingeben, k\u00f6nnen wir seine Kraft jeden Tag erfahren und hingegeben und m\u00e4chtig f\u00fcr ihn leben. M\u00f6ge Gott uns helfen, angesichts der Gnade Jesu und seiner Kraft uns unsere Schwachheit zuzugeben und ganz im Vertrauen auf die Kraft der Gnade Jesu entschieden und hingebungsvoll f\u00fcr ihn zu leben und seine Gnade und Kraft jeden Tag reichlich zu erleben! Lesen wir nochmals das Leitwort: <b>\u201eWenn ich mich denn r\u00fchmen soll, will ich mich meiner Schwachheit r\u00fchmen.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Paulus r\u00fchmte sich seiner Schwachheit \u201eWenn ich mich denn r\u00fchmen soll, will ich mich meiner Schwachheit r\u00fchmen.\u201c (30) Im heutigen Text tut Apostel Paulus etwas h\u00f6chst Ungew\u00f6hnliches, etwas, das ihm selbst eigentlich zuwider ist und das er selbst mehrfach als \u201et\u00f6richt\u201c bezeichnet: er r\u00fchmt sich selbst. 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