{"id":3175,"date":"2014-09-28T23:24:56","date_gmt":"2014-09-28T21:24:56","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3175"},"modified":"2022-11-18T12:22:35","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:35","slug":"predigt-2-korinther-101-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-korinther-101-18\/","title":{"rendered":"Predigt: 2. Korinther 10,1 \u2013 18"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P12-2K1001-1018.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Die Waffen unseres Kampfes<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDenn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern m\u00e4chtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerst\u00f6ren.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(10,4)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Ich wei\u00df nicht, wie es euch ergangen ist, als ihr Kapitel 10 gelesen habt, aber ich will euch sagen, wie es mir ergangen ist. Kennt ihr es, wenn ihr einen Text geschrieben und ausgedruckt habt, allerdings ohne die Seiten zu nummerieren und euch geschieht ein Missgeschick und die Seiten fallen runter und verbreiten sich auf den Boden und ihr schert sie zusammen und die Seiten sind durcheinander? Dieses Gef\u00fchl hatte ich, als ich Kapitel 10 gelesen habe. Ich will euch erz\u00e4hlen, warum.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Vor der Aufforderung zur Geldsammlung f\u00fcr die armen Glaubensgeschwister in Jerusalem hatte sich Paulus so sehr dar\u00fcber gefreut, dass die Korinther Bu\u00dfe getan hatten und auch Titus hatte sich unheimlich gefreut \u00fcber die positive Ver\u00e4nderung der Korinther und Paulus schloss Kapitel 7 mit den Worten ab: <b>\u201eIch freue mich, dass ich mich in allem auf euch verlassen kann.\u201c<\/b> (7,16) Aber in Kapitel 10 beginnt Paulus mit Ermahnung und der Ton nimmt Strenge an. Und das ist erst der Anfang, das Ganze steigert sich bis Kap. 13! Und ich dachte: Sind da irgendwie die Seiten durcheinander geraten (was aber nicht der Fall gewesen ist)? Nun, es gibt verschiedene Theorien, zu diesem Tonwechsel. Die beste Erkl\u00e4rung, die ich gefunden habe besagt, dass Paulus die Kapitel 10-13 zwar an die ganze Gemeinde schrieben hat aber im Hinblick auf die Minderheit unter den Korinthern, die einen sch\u00e4dlichen Einfluss auf die Gemeinde aus\u00fcbte. Und wir wissen, dass ein kleiner Rest gen\u00fcgt, um die ganze Gemeinde schlecht zu beeinflussen. In seinem ersten Brief hatte Paulus sie bereits davor gewarnt: <b>\u201eWisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchs\u00e4uert?\u201c<\/b> (1.Kor. 5,6)<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">So beginnt Paulus den heutigen Text mit einer Ermahnung.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Erstens \u2013 Die Waffen unseres Kampfes (1-11)<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wieso musste Paulus die Korinther ermahnen? Lesen wir Verse 1 und 2: <b>\u201eIch selbst aber, Paulus, ermahne euch bei der Sanftmut und G\u00fcte Christi, der ich in eurer Gegenwart unterw\u00fcrfig sein soll aber mutig, wenn ich fern von euch bin. Ich bitte aber, dass ihr mich nicht zwingt, wenn ich bei euch bin, mutig zu sein und die K\u00fchnheit zu gebrauchen, mit der ich gegen einige vorzugehen gedenke, die unsern Wandel f\u00fcr fleischlich halten.\u201c<\/b> <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Ihr erinnert euch sicher an die Schotten, die vor einigen Tagen daf\u00fcr stimmen konnten, unabh\u00e4ngig zu werden oder weiterhin zu Gro\u00dfbritannien zu geh\u00f6ren. Wir wissen, wie die Wahl ausgegangen ist. Die Mehrheit war risikoavers und hat sich f\u00fcr das letztere entschieden. Nun, die Engl\u00e4nder und die Schotten, das war immer so eine Sache. Das wissen die meisten durch den Film Braveheart. In diesem Film gibt es eine sehr sch\u00f6ne Szene, in der sich William Wallace das erste Mal vor die schottische Armee stellt und vor dem Kampf eine Rede h\u00e4lt. Die meisten Schotten kannten ihn nur vom H\u00f6rensagen aber nicht vom Sehen. Reitend auf einem Pferd rief er laut: <i>\u201eIch bin William Wallace!\u201c<\/i> Die anderen schauen ihn ungl\u00e4ubig an und einer sagt: <i>\u201eWilliam Wallace misst sieben Fu\u00df.\u201c<\/i> <i>\u201eJa\u201c<\/i> antwortet Wallace sarkastisch, <i>\u201edas hab ich geh\u00f6rt. Er t\u00f6tet Hunderte im Handumdrehen. W\u00e4re er hier, seine Augen w\u00fcrden die Engl\u00e4nder mit Feuerb\u00e4llen verzehren.\u201c<\/i> Diese Szene ist am\u00fcsant. Die Menschen hatten aus der Ferne siegreiche Geschichten ihres Helden geh\u00f6rt. Aber der tats\u00e4chlich vor ihnen stehende Wallace passte nicht zu dem Bild, das sie von ihm hatten, als er noch der Ferne war, obwohl es sich um ein und dieselbe Person handelte.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was in diesem Film am\u00fcsant wirkt, war in Paulus Fall sehr ernst. In Korinth warf man ihm vor, in der Ferne anders zu sein, als von Angesicht zu Angesicht. Er ist mutig, in der Ferne, sagte man \u00fcber ihn, aber wann immer er uns besucht, ist er unterw\u00fcrfig. Betrachten wir Vers 10: <b>\u201eDenn seine Briefe, sagen sie, wiegen schwer und sind stark; aber wenn er selbst anwesend ist, ist er schwach und seine Rede kl\u00e4glich.\u201c<\/b> Warum sagten Paulus Gegner diese b\u00f6sen Sachen \u00fcber ihn? Sie hinterfragten seine Authentizit\u00e4t und untergruben somit seine Apostelschaft. Ist das nicht gerissen? Sie sagten: Er ist kein richtiger Apostel. Ihm fehlt geistliche Autorit\u00e4t, ihm fehlt Charisma, seine Redekunst ist schwach und kl\u00e4glich und seine Predigten sind langweilig. Ja, sagten sie, er kann zwar heftige Briefe schreiben und viel Staub aufwirbeln, wenn er weitgenug entfernt ist, wie zuletzt durch den \u201eTr\u00e4nenbrief\u201c aber macht euch dar\u00fcber keine Sorgen. Wenn er kommt, ist er harmlos. Seine Briefe sind leere Drohungen. Ihr m\u00fcsst ihn nicht ernst nehmen! Sie hinterfragten seine Authentizit\u00e4t und zweifelten an seiner Apostelschaft.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wer waren diese ihm so b\u00f6se gesinnten Menschen? Es waren wohl keine j\u00fcdischen Fanatiker, die der Gemeinde eine mosaische Zwangsjacke anlegen wollten, sonst h\u00e4tten sie das Gesetz gefordert oder die Beschneidung. Unter solchen Leuten hatten andere Gemeinden zu leiden. Diese Menschen hier hielten viel von ihrem Gedankengut, von ihrer Erkenntnis, von ihrer Rhetorik usw. und erhoben sich \u00fcber Apostel Paulus und spielten die eigentlichen Gemeindeleiter. In Kapitel 11 bezeichnet Paulus sie als \u201e\u00dcberapostel\u201c. Dieses Bild vermittelten sie von sich selbst, obwohl sie mit dem Apostelamt Christi rein gar nichts zu tun hatten! Au\u00dferdem warfen sie Paulus vor, fleischlich zu leben.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie ging Paulus auf ihre Kritik ein? Es ist erstaunlich, wie Paulus reagierte. Er sagt: <b>\u201eIch selbst aber, Paulus, ermahne euch bei der Sanftmut und G\u00fcte Christi\u201c. <\/b>Er sagt: Mag sein, dass ich bei meinen Besuchen nicht dominant aufgetreten bin, weder mutig noch k\u00fchn gewesen bin. Aber ist das wirklich schlimm? Schaut auf den Herrn Jesus Christus. Was seht ihr? Ihr seht seine Sanftmut und G\u00fcte! Daran ist nichts verkehrt! Aber Paulus konnte auch ganz anders, wenn es erforderlich sein w\u00fcrde. Er konnte gegen\u00fcber der Gemeinde auch mutig und k\u00fchn auftreten, falls notwendig. Mit den falschen Aposteln gedachte er streng umzugehen, doch die Gemeinde sollte ihm keinen Anlass dazu geben. Vers 11: <b>\u201eWer so redet, der bedenke: wie wir aus der Ferne in den Worten unsrer Briefe sind, so werden wir wenn wir anwesend sind, auch mit der Tat sein.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Nun, man konnte Paulus alle seine Schw\u00e4chen vorwerfen und er konnte mit dieser Kritik sehr gut umgehen. Doch der Vorwurf, sein Wandel sei fleischlich, war wirklich eine ernsthafte Beschuldigung, mit gro\u00dfem Gefahrenpotenzial, f\u00fcr die Ehre Gottes und f\u00fcr das Werk Gottes. Und das konnte Paulus nicht stehen lassen, weil er Gott liebte und weil er die Gemeinde Gottes liebte. So f\u00fchrte dieser Anlass zu einer Botschaft, mit geistlicher Explosionskraft. Lesen wir Verse 3-6: <b>\u201eDenn obwohl wir im Fleisch leben, k\u00e4mpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise. Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern m\u00e4chtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerst\u00f6ren. Wir zerst\u00f6ren damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus. So sind wir bereit, zu strafen allen Ungehorsam, sobald euer Gehorsam vollkommen geworden ist.\u201c<\/b> Ein fleischliches Dasein ist der Verg\u00e4nglichkeit ausgeliefert. Es wird sterben und verwesen. Die \u00dcberapostel warfen Paulus vor, fleischlich zu leben. Und w\u00e4hrend sie das taten, hatten sie keine Ahnung, wie genau sie sich selbst damit beschrieben! Sie waren es, die Wert legten auf sch\u00f6ne Worte und Polemik. Sie waren es, die gerne philosophierten und ihre eigene Ehre suchten. Mit ihrem ganzen Wandel erwiesen sie sich nicht etwa als Nachfolger Christi. Paulus bezeichnete sie in Kap 11,15 als Diener des Teufels! Ihnen fehlte der Geist Gottes, der lebendig macht, ihnen fehlte der Geist des Evangeliums, der uns zu S\u00f6hnen und T\u00f6chtern Gottes macht, sie waren lebendig tot.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Apostel Paulus war auch ein Mensch, in fleischlicher H\u00fclle, das ja. Aber sein Wandel und sein Glaubenskampf waren alles andere als fleischlich. Paulus war wiedergeboren, erf\u00fcllt mit dem heiligen Geist, Christus war sein Leben und er predigte das Evangelium. Er k\u00e4mpfte ganz und gar nicht fleischlich, denn mit Fleisch kann man 1) nichts Nachhaltiges bewirken (vor allem im Anbetracht der Ewigkeit! \u2013 Fleisch vergeht) und 2) Fleisch kann Gott nicht gefallen! Paulus k\u00e4mpfte mit anderen Waffen, die nicht fleischlich waren! Was waren das f\u00fcr Waffen? Auf die einzelnen Bestandteile der geistlichen Waffenr\u00fcstung geht Paulus an anderen Stellen der Bibel ein. Wir kennen z.B. die geistliche Waffenr\u00fcstung aus dem Epheserbrief. Dort z\u00e4hlt er die einzelnen Bestandteile auf: Gurt, Panzer, Stiefeln, Schild, Helm und vor allem das Schwert des Geistes! Das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes! W\u00e4hrend Paulus im Epheserbrief auf die Bestandteile der geistlichen Waffenr\u00fcstung eingeht, konzentriert er sich in unserem Text auf die Wirkung dieser Waffen. <b>\u201eDie Waffen unseres Kampfes sind\u2026 m\u00e4chtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerst\u00f6ren. Wir zerst\u00f6ren damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.\u201c<\/b> Wann immer Paulus durch Kleinasien und Europa reiste, um das Evangelium Christi zu verk\u00fcnden, bekam er heftigen Gegenwind. Er lebte in einer polytheistischen Umgebung. Die Menschen glaubten an die griechischen G\u00f6tter, an die r\u00f6mischen G\u00f6tter, sogar an die r\u00f6mischen Kaiser, die als G\u00f6tter verehrt wurden. Etliche litten unter okkulten Glaubensvorstellungen. Aber Paulus glaubte an die Schlagkraft seiner Waffen. Er glaubte an den Sieg des Evangeliums. Und so konnte er diese oppositionellen Festungen herausfordern und mit seinen geistlichen Waffen zerst\u00f6ren!<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(Die Korinther konnten mit dem Bild einer Festung sehr gut etwas anfangen. Sie hatten eine gewaltige Festung namens Akrokorinth. Und die Tatsache, dass Teile dieser Festung bis heute erhalten sind, zeigt, wie schwer es ist, eine Festung zu zerst\u00f6ren! Aber genau dazu ist das Evangelium imstande! Auch wir haben eine Hilfe, um uns das Ganze besser vorzustellen. (Hat jemand eine Idee?) Wir haben das Heidelberger Schloss, zumindest die Ruinen davon. Der franz\u00f6sische Dichter Victor Hugo besuchte Heidelberg im Jahre 1838 und ging gerne am Schloss spazieren und schrieb folgendes in einem Brief: \u201eLassen Sie mich nun von seinem Schloss sprechen. (Das ist absolut unerl\u00e4sslich und eigentlich h\u00e4tte ich damit beginnen sollen). Was hat es nicht alles durchgemacht! F\u00fcnfhundert Jahre lang hat es die R\u00fcckwirkungen von allem hinnehmen m\u00fcssen, was Europa ersch\u00fcttert hat und am Ende ist es darunter zusammengebrochen&#8230;Man k\u00f6nnte sagen, dass sich der Himmel eingemischt hat&#8230;Am 23. Juni 1764&#8230;an diesem Vortag&#8230;traf das Feuer des Himmels den achteckigen Turm, setzte das Dach in Brand und zerst\u00f6rte in wenigen Stunden dieses f\u00fcnfhundert Jahre alte Schloss.\u201c 500 Jahre hielt das Schloss allen Angriffen stand, bis es zweimal hintereinander vom Blitz getroffen wurde und niederbrannte. (Wir wissen auch, dass die Franzosen den Pulverturm gesprengt haben). Eine Festung ist widerstandsf\u00e4hig und robust. Aber ihre Zerst\u00f6rung kann sehr schnell gehen! Und diese Wirkung hat das Evangelium.)<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Jedes Mal wenn Paulus das Evangelium predigte, wiedersprachen ihm die Menschen. Es gab j\u00fcdische Fanatiker, die das Evangelium durch das Gesetz bek\u00e4mpfen wollten, es gab griechische Gelehrte und Philosophen, die klug argumentierten und Wert auf ihre \u00fcberlegene Erkenntnis legten. Die R\u00f6mer hielten wiederum ihr Weltbild f\u00fcr \u00fcberlegen, weil sie die halbe bekannte Welt erobert hatten. Paulus war auch ein Gelehrter, er lie\u00df sich aber nicht auf einen fleischen Schlagabtausch ein. Er wusste: Das Evangelium Christi ist wahr! Die Wahrheit kommt von Gott, Jesus selbst ist die Wahrheit! Und die Wahrheit ist exklusiv! Und er erlebte unz\u00e4hlige Male, an allen m\u00f6glichen Standorten und in allen m\u00f6glichen Menschen, wie die Wahrheit, Kraft und Herrlichkeit des Evangeliums verkehrtes Gedankengut in sich zusammenfallen lie\u00df, wie ein Kartenhaus, genauso, wie sein eigenes Weltbild in einem Augenblick in sich zusammenst\u00fcrzte, als er auf dem Weg nach Damaskus, die Herrlichkeit des auferstandenen Christus erblickte.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Damit es keine Missverst\u00e4ndnisse gibt: Im Umgang mit unseren geistlichen Waffen geht es nicht um Aggressivit\u00e4t oder Militanz. Paulus Waffen zerst\u00f6rten auch nicht die Menschen, die sich hinter ihren Weltanschauungen versteckten, sondern sie zerst\u00f6rten ihre Festungen, befreiten sie also von ihrem falschen Gedankenger\u00fcst, damit der Gehorsam Christi in ihnen aufbl\u00fchen konnte. Wie wirkte dabei das Evangelium? Wenn ihre Festungen pl\u00f6tzlich einst\u00fcrzten, standen die Menschen nackt da und konnte sich nicht mehr rechtfertigen. Das Evangelium zeigte ihnen, wie nackt, hilflos und verloren sie waren und f\u00fchrte sie zur Bu\u00dfe und Umkehr. Das war der Beginn eines gesegneten Lebens.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><a name=\"_GoBack\"><\/a> <span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Das waren die Festungen der damaligen Zeit. Wie ist es heute? Welche Festungen finden wir heute vor, welche Gedanken und welche Erkenntnisse erheben sich \u00fcber die Erkenntnis Gottes? Im Westen, in Europa, insbesondere bei uns in Deutschland existieren Festungen, die uneinnehmbar wirken. Sie hei\u00dfen Atheismus, Relativismus, Anthropozentrismus usw. Sie stehen in krassem Wiederspruch zur biblischen Botschaft. Und wenn wir diese Festungen im Alltag begegnen, f\u00fchlen wir uns manchmal hilflos, der Gegenwind scheint zu stark zu sein. Am liebsten w\u00fcrden wir das Feld r\u00e4umen und uns irgendwo verkriechen. Aber die Waffen unseres Kampfes sind m\u00e4chtig, diese Festungen zu zerst\u00f6ren. Warum? Eine Gegenfrage soll uns dabei helfen: Wer ist ein besserer Denker als Gott? Wer ist ein weiserer Philosoph, als er? Wer ist ein besserer Wissenschaftler, ein kl\u00fcgerer Theoretiker und ein wirksamerer Praktiker, als Gott, der das Universum hervorragend konzipiert und geschaffen hat? Wer kann es ihm gleichtun? Aus dem Nichts heraus? Wessen Gedanken sind h\u00f6her als die Gottes, der das gr\u00f6\u00dfte Problem der Menschheit kennt und eine L\u00f6sung herbeigef\u00fchrt hat, durch den Tod und die Auferstehung Christi, um uns mit sich selbst zu vers\u00f6hnen!? Die Antwort liegt auf der Hand: Niemand! Also ist niemand in der Lage sich \u00fcber Gott zu erheben und es gibt keine Erkenntnis, die h\u00f6her ist als die Erkenntnis Gottes! Denn niemand im gesamten Universum ist vollkommen, als Gott allein. Er ist die einzige absolute Gr\u00f6\u00dfe, in der sichtbaren und der unsichtbaren Welt. Also ist er Eigent\u00fcmer der absoluten Erkenntnis und der absoluten Wahrheit! Und diese tut er uns kund, durch Jesus Christus und durch sein Wort und beide sind identisch, denn Jesus ist das inkarnierte Gotteswort. Und in der Tat \u00fcberragt das Evangelium Christi alle anthropologischen Erkl\u00e4rungsversuche, in der Psychologie, der Sozialwissenschaft, der Philosophie, der Verhaltensforschung usw. Schau was Jesus zum Wesen des Menschen sagt, was er \u00fcber das Herz des Menschen sagt und du siehst, es \u00fcberragt alle menschlichen Erkenntnisse und du siehst eine unmittelbare N\u00e4he zur Realit\u00e4t. (Auch hier bitte nicht missverstehen: Forschung und Wissenschaft sind gut und nicht schlecht. Aber ich bin \u00fcberzeugt, dass ein vom Evangelium gepr\u00e4gtes Weltbild unsere Forschung verbessert und kein Hindernis f\u00fcr die Wissenschaft ist.)<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Lasst uns keine Angst haben, sondern lernen, uns auf unsere Waffen zu besinnen und neuen Mut zu sch\u00f6pfen, den siegreichen Kampf aufzunehmen. Ein Beispiel hierzu. In unserer Zeit h\u00f6ren wir oft folgende Aussage: Ich bin ein guter Mensch, ich brauche Gott nicht. (Schon geh\u00f6rt?) Wie gehen wir damit um? Ich bin ein guter Mensch. Ok, im Vergleich zu wem oder was? Im Vergleich zu einem Schwerverbrecher mag das durchaus stimmen. Aber ist das eine absolute Aussage, die immer G\u00fcltigkeit besitzt? Auch vor Gott? Niemand w\u00fcrde es wagen, vor Gott stehend zu sagen: Ich bin ein guter Mensch! Heulen und Z\u00e4hneklappern wird das einzig h\u00f6rbare sein. Und wer sagt ich brauche Gott nicht, wei\u00df erstens \u00fcberhaupt nicht, was es wirklich hei\u00dft, in einer Welt ohne Gott zu leben. Die H\u00f6lle wird die alle erste Erfahrung sein. Und es sind dieselben Menschen, die Gott nicht brauchen, wenn es ihnen gut geht, aber zu Gott jammern, wenn sie in der Not sind oder auf dem Sterbebett.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Unsere Waffen sind dem Fleisch \u00fcberlegen. Je besser wir das Evangelium verstehen und je besser es Anwendung in uns findet, umso siegreicher werden wir im geistlichen Kampf sein, um Gott zu verherrlichen und Menschen f\u00fcr Christus zu gewinnen, in der Demut, Liebe und Frieden Christi!<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Zweitens \u2013 Das Ma\u00df von Gott zugemessen (12-18)<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Im zweiten Teil des Textes m\u00f6chte Apostel Paulus den Korinthern helfen, den klaren Unterschied zwischen ihm, einen echten Apostel und den falschen \u00dcberaposteln zu erkennen. Welche Unterschiede f\u00fchrt er auf? Lesen wir Vers 12: <b>\u201eDenn wir wagen nicht, uns unter die zu rechnen oder mit denen zu vergleichen, die sich selbst empfehlen; aber weil sie sich nur an sich selbst messen und mit sich selbst vergleichen, verstehen sie nichts.\u201c<\/b> <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Habt ihr schon einmal die Geschichte geh\u00f6rt, von einem Mann, der in einer Fabrik arbeitete und jeden Tag am Schaufenster eines Uhrmachers Halt machte, um seine eigene Uhr mit der gro\u00dfen, sch\u00f6nen Uhr im Schaufenster des Uhrmachers zu synchronisieren? Nach vielen Tagen sprach ihn der Uhrmacher darauf an: Entschuldigen Sie, mein Herr, ich m\u00f6chte Sie etwas fragen. Ich sehe, wie sie jeden Tag ihre Uhr nach meiner Uhr stellen. Welchen Beruf \u00fcben Sie aus? Der Mann sagte: Es macht mich verlegen, es zu sagen aber ich stoppe die Zeit in der Fabrik neben an und meine Aufgabe ist es, jeden Tag um 16 Uhr die Glocke zu l\u00e4uten, damit die Leute ihre Schicht beenden und nachhause gehen k\u00f6nnen. Aber meine Uhr funktioniert nicht gut, also synchronisiere ich sie mit Ihrer Uhr. Der Uhrmacher sagte: Ich habe eine schlechte Nachricht f\u00fcr Sie. Meine Uhr funktioniert leider auch nicht besonders gut, also stelle ich sie nach der Glocke, die ich jeden Tag um 16 Uhr h\u00f6re. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Nun, was passiert, wenn sich 2 schlecht funktionierende Uhren gegenseitig korrigieren? Sie weichen immer mehr von der realen Uhrzeit ab! Wie l\u00f6st man dieses Problem? Man ben\u00f6tigt eine andere Uhr, die richtig l\u00e4uft und danach m\u00fcssen alle Uhren gestellt werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Zur\u00fcck zum Text. Die falschen Apostel empfahlen sich selbst; <b>\u201eaber weil sie sich nur an sich selbst messen und mit sich selbst vergleichen, verstehen sie nichts.\u201c<\/b> Diese Menschen hatten eine super Meinung von sich selbst, aber sie ticken falsch, weil sie sich an sich selbst ma\u00dfen und verglichen. Das f\u00fchrte dazu, dass sie nichts verstanden! Ist der Mensch das Ma\u00df aller Dinge? Nat\u00fcrlich nicht! Dennoch streben Menschen, gerade in unserer Zeit, nach Autonomie. Man verleiht seinem Leben selbstst\u00e4ndig Daseinsbedeutung, man bewertet sein Leben nach eigenen Ma\u00dfst\u00e4ben. Das f\u00fchrt dazu, dass man ein verzerrtes Bild von sich selbst bekommt und ein widerspr\u00fcchliches Leben f\u00fchrt, wie die falschen Aposteln. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie lebte hingegen Paulus? Lesen wir Verse 13-15: <b>\u201eWir aber wollen uns nicht \u00fcber alles Ma\u00df hinaus r\u00fchmen, sondern nur nach dem Ma\u00df, das uns Gott zugemessen hat, n\u00e4mlich dass wir auch bis zu euch gelangen sollten. Denn es ist nicht so, dass wir uns zu viel anma\u00dfen, als w\u00e4ren wir nicht bis zu euch gelangt; denn wir sind ja mit dem Evangelium Christi bis zu euch gekommen und r\u00fchmen uns nicht \u00fcber alles Ma\u00df hinaus mit dem, was andere gearbeitet haben. Wir haben aber die Hoffnung, dass wir, wenn euer Glaube in euch w\u00e4chst, nach dem Ma\u00df, das uns zugemessen ist, \u00fcberschw\u00e4nglich zu Ehren kommen.\u201c<\/b> <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Paulus lebte nicht nach menschlichen Richtlinien oder Ma\u00dfst\u00e4ben, diese setzt er sich auch nicht selbst! Er hielt sich exakt an dem Ma\u00df, das Gott ihm zugemessen hatte. Dieses ihm zugemessene Ma\u00df war sein Apostelamt f\u00fcr die Heidenmission. Dazu hatte Christus ihn berufen und bevollm\u00e4chtigt. Dazu hatte ihn der Heilige Geist aufgefordert und ausgesandt, seine Missionsreisen zu t\u00e4tigen. Und aus diesem Grund war er auch nach Korinth gekommen und hatte zur Gemeindegr\u00fcndung beigetragen, alles nach jenem Ma\u00df und dessen durften er und seine Mitarbeiter sich r\u00fchmen, aber nicht die falschen Aposteln! Sie hatten nichts damit zu tun und r\u00fchmten sich zu Unrecht! Sie r\u00fchmten sich mit der Arbeit von Paulus und seinen Mitarbeitern.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Au\u00dferdem hatten sie unterschiedliche Ziele. Paulus wollte das Beste f\u00fcr die Gemeinde, er betete f\u00fcr ihr Glaubenswachstum, er schrieb Briefe an sie, um sie zu erbauen, er t\u00e4tigte lange Missionsreisen, um sie zu besuchen und zu ermutigen. Er konnte zu Recht hoffen, von Gott \u00fcberschw\u00e4nglich gesegnet zu werden, f\u00fcr das gute Werk an den Korinthern. Doch die \u00dcberapostel nutzten die Gemeinde aus, anstatt ihr zu dienen. Vielmehr diente die Gemeinde dazu, sich mit fremden Federn zu schm\u00fccken und Ehre zu erhalten, die ihnen nicht zustand. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Welchen Unterschied gab es noch zwischen Ihnen und Apostel Paulus? Lesen wir Vers 16: <b>\u201eDenn wir wollen das Evangelium auch denen predigen, die jenseits von euch wohnen und r\u00fchmen uns nicht mit dem, was andere nach ihrem Ma\u00df vollbracht haben.\u201c<\/b> Paulus nahm seine Berufung nach dem Ma\u00df, das Gott ihm zugemessen hatte, sehr ernst. Er war ein Pionier und scheute sich nicht davor, Pionierarbeit zu leisten. \u00dcber Korinth hinaus war er bereit, auch den Nationen jenseits von Korinth mit dem Evangelium Christi zu besuchen. Wir wissen aus seinen Briefen, wie sehr er daf\u00fcr betete, das Evangelium auch nach Rom zu bringen und das Evangelium bis nach Spanien zu tragen, dem Ende der damaligen Welt! Dazu war er bereit! Die falschen Apostel nat\u00fcrlich nicht! Sie wollten vielmehr Fr\u00fcchte fremder Arbeit genie\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Paulus aber lehrt im Vers 17: <b>\u201eWer sich aber r\u00fchmt, der r\u00fchme sich des Herrn.\u201c<\/b> Paulus lebte und wirkte f\u00fcr die Ehre Gottes, w\u00e4hrend die falschen Apostel sich selbst r\u00fchmten. Paulus stellt im letzten Vers klar: <b>\u201eDenn nicht der ist t\u00fcchtig, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt.\u201c<\/b> Die Beweislage war eindeutig und die Korinther sollten selbst ein Urteil bilden, zwischen Paulus, der von Jesus Christus auserw\u00e4hlt, bevollm\u00e4chtigt und best\u00e4tigt worden war und den falschen Aposteln, die sich selbst erw\u00e4hlt, empfohlen und ger\u00fchmt hatten.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der Herr bewahre uns davor, uns selbst als Ma\u00dfstab zu nehmen oder uns selbst Ma\u00dfst\u00e4be zu setzen. M\u00f6ge Gottes Willen, Gottes Wort, das Evangelium Christi, Ma\u00dfstab unseres Lebens sein, um zu erkennen, wer wir wirklich sind und uns ver\u00e4ndern zu lassen. Ein vom Evangelium gepr\u00e4gtes Leben ist ein wahrhaft gesegnetes Leben. Wir r\u00fchmen uns nicht selbst, sondern wir r\u00fchmen uns des Herrn! Welche Freude wird unter uns sein, wenn Gott in unserer Mitte ger\u00fchmt und gepriesen wird!<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Die Waffen unseres Kampfes \u201eDenn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern m\u00e4chtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerst\u00f6ren.\u201c (10,4) Ich wei\u00df nicht, wie es euch ergangen ist, als ihr Kapitel 10 gelesen habt, aber ich will euch sagen, wie es mir ergangen ist. 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