{"id":3159,"date":"2014-09-14T22:04:02","date_gmt":"2014-09-14T20:04:02","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3159"},"modified":"2022-11-18T12:22:36","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:36","slug":"predigt-apostolisches-glaubensbekenntnis-09-johannes-176-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-apostolisches-glaubensbekenntnis-09-johannes-176-26\/","title":{"rendered":"Predigt: Apostolisches Glaubensbekenntnis 09 (Johannes 17,6-26)"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2014-09-14-Apostles-Creed-09-Message.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jesus, Gemeinde und die Welt<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Johannes 17,22.23<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wir studieren heute die 9. Lektion aus dem apostolischen Bekenntnis und n\u00e4hern uns langsam der Zielgerade. Die vorigen 8 Lektionen habe von Gott, von Jesus und dem Heiligen Geist gehandelt, die Trinit\u00e4t. Die verbleibenden drei Lektionen machen einen signifikanten Einschnitt. Der Abschnitt aus dem Bekenntnis, um den es heute geht, lautet: \u201e(ich glaube an) .. die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen&#8230;.\u201c Das n\u00e4chste Mal reden wir \u00fcber Vergebung der S\u00fcnden und dann \u00fcber die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Nachdem wir uns mit dem dreieinigen Gott und mit dem, was dieser herrliche Gott getan hat, besch\u00e4ftigt haben, richtet sich der Blick auf diejenigen, die an ihn glauben. Der Fokus liegt auf den Christen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Und damit fangen nat\u00fcrlich die ganzen Probleme an. Viele sind der Meinung, dass das Christentum als Weltanschauung gar nicht so schlimm w\u00e4re, wenn nur diese ganzen Christen nicht w\u00e4ren. Wir Christen haben in unserer Gesellschaft einfach keinen guten Ruf. Christen sind bekannt daf\u00fcr Moralapostel zu sein, die mit dem Finger auf andere zeigen. Aber gleichzeitig sind sie auch daf\u00fcr bekannt Heuchler zu sein; sie sind bekannt daf\u00fcr, Andersgl\u00e4ubige zu diskriminieren; sie sind bekannt daf\u00fcr selbstgerecht, verurteilend, schwulenfeindlich, anti-intellektuell und ignorant zu sein. Das sind einige der Begriffe, die automatisch von Google vervollst\u00e4ndigt wurden, wenn man auf Englisch die Worte eingegeben hat: \u201eWarum sind Christen so&#8230;\u201c<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Noch schlimmer wird es, wenn wir uns die Kirche als Institution anschauen. Vor ein paar Jahren habe ich einmal einen Stra\u00dfenk\u00fcnstler in Heidelberg gesehen, der sich aus einer Zwangsjacke befreit hat. Und etwas sp\u00e4ter war ich am anderen Ende der Welt, in Sydney und habe einen anderen Stra\u00dfenk\u00fcnstler gesehen, der fantastisch jonglieren konnte. Interessanterweise haben beide den gleichen Witz gemacht. Als es darum ging, von den Zuschauern Spenden einzusammeln, sagten beide: ich geh\u00f6re keiner kriminellen Organisation an, wie z.B. die Kirche. Und als sie das gesagt hatten, gab es viel Gel\u00e4chter. Greg Boyd hatte einen Vater, der Skeptiker war. Und Greg \u00fcberredete seinen Vater dazu, \u00fcber alle Einw\u00e4nde gegen das Christentum zu reden. Gleich der allererste Einwand gegen das Christentum war der beste Einwand: wenn es einen Gott gibt, wie kann es sein, dass die Menschen, die diesen Gott kennen und diesen Gott repr\u00e4sentieren sollten, das auf solch armselige Weise tun? Mehr noch, wie kann Gott es zulassen, dass seine Kirche solche Verbrechen begeht, wie es im Lauf der Geschichte immer wieder passiert ist? Wir k\u00f6nnen es nicht verleugnen: Jesu Braut hat ein gewaltiges Image-Problem. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wie antworten wir darauf? Mehrere Erkl\u00e4rungen sind m\u00f6glich. Zum einen ist offensichtlich, dass nicht alle, die behaupten Christen zu sein, wirklich Jesus angeh\u00f6ren. Alle Verbrechen der Kirche sind nicht basierend auf Jesu Lehren geschehen. Sie sind im krassen Widerspruch zu Jesu Lehre geschehen. Jesus selbst sagte, dass man uns an den Fr\u00fcchten erkennen soll. Wir kommen noch darauf zu sprechen, was damit gemeint ist. Zum anderen m\u00fcssen wir uns an die eigene Nase fassen. Die Gemeinde Jesu ist nicht so, wie sie sein sollte. Sie entspricht noch nicht dem, was Gott im Sinn hat. Sie ist noch unterwegs. Und sie wird immer unterwegs sein, so lange sie hier auf Erden ist. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wie sollte die Gemeinde dann sein? \u00dcber drei Punkte wollen wir heute nachdenken: erstens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die Grundlage der Gemeinde<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">; zweitens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die Mission der Gemeinde<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">; drittens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die Vision der Gemeinde<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Erstens, die Grundlage der Gemeinde<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Vor etlichen Monaten berichtete der Spiegel \u00fcber atheistische Kirchen. Viele von diesen atheistischen Kirchen treffen sich ebenfalls am Sonntag. Es gibt Lieder. Anschlie\u00dfend gibt es sogar eine Ansprache. Die Ansprache hat auch Inhalt, es geht darum, den anderen Gutes zu tun, nett zu sein. Der Spiegel sprach von Humanismus light. Eine Kirche genau wie wir, nur eben ohne Gott. Kann das funktionieren? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zwei Dinge erfahren wir hier \u00fcber die Grundlage der Gemeinde. Zum einen <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>ist es die Verk\u00fcndigung von Gottes Wort<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. In Vers 6 sagt Jesus \u00fcber die J\u00fcnger: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201esie haben dein Wort bewahrt.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 8: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDenn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen&#8230;\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 14: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eIch habe ihnen dein Wort gegeben&#8230;\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 17: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eHeilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 20: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eIch bitte aber nicht allein f\u00fcr sie, sondern auch f\u00fcr die, die durch ihr Wort an mich glauben werden.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Wieder und wieder spricht Jesus hier \u00fcber das Wort. Gott, der Vater, hatte Jesus seinem Sohn seine Worte gegeben. Diese Worte hatte Jesus die J\u00fcnger gelehrt. Die wahren J\u00fcnger sind diejenigen, die das Wort geh\u00f6rt und angenommen hatten. Der Reformator John Calvin schrieb: \u201eWenn immer wir Gottes Wort in Reinheit gepredigt und geh\u00f6rt sehen und die Sakramente nach Christi Institution ausgef\u00fchrt werden, dann kann es keinen Zweifel geben, dass eine Gemeinde Gottes existiert. Sein Versprechen \u201e&#8230;wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen\u201c (Matth\u00e4us 18,20), kann nicht gebrochen werden: &#8230; Wenn eine Versammlung das Wort hat und es in Ehren h\u00e4lt, wenn es die Gabe der Sakramente hat, dann verdient sie es ohne Zweifel als eine Gemeinde angesehen zu werden.\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Martin Luther wiederum ging sogar noch einen kleinen Schritt weiter. Er sagte, dass wenn nur das Wort da ist, es keine anderen Anzeichen bedarf f\u00fcr die Existenz von heiligen Christen. Er sagte: \u201e&#8230;denn Gottes Wort kann es nicht geben ohne Gottes Volk, und Gottes Volk kann es nicht geben ohne Gottes Wort. Denn wer w\u00fcrde das Wort predigen und es gepredigt h\u00f6ren wenn nicht Gottes Volk? Und was w\u00fcrde Gottes Volk glauben wenn nicht das Wort Gottes?\u201c Die Wahrheit Gottes offenbart in seinem Wort ist der Grundstein f\u00fcr die Gemeinde. Es ist daher eine der h\u00f6chsten Pflichten der Gemeinde, Gottes Wort zu predigen, in Ehren zu halten, das Wort zu h\u00f6ren, es anzunehmen und es zu bewahren. Das andere baut darauf auf. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Das zweite ist, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Gottes \u00fcbernat\u00fcrliche Offenbarung durch sein Wort<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Schauen wir uns noch einmal den Text an. Vers 6: \u201e<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 8: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDenn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie glauben, dass du mich gesandt hast.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Gottes Wort, das durch Jesus gepredigt wurde, bewirkte etwas in den J\u00fcngern. Es f\u00fchrte zu einer Offenbarung von Gottes Namen. In dem damaligen Verst\u00e4ndnis war der Name einer Person untrennbar mit dem Wesen der Person verbunden ist. Die Tatsache, dass Gottes Namen offenbart wurde bedeutete, dass Gott sich selbst in seiner Pers\u00f6nlichkeit offenbart hatte. Jesu Wort hatte in den J\u00fcngern zu einer Erkenntnis gef\u00fchrt, die vorher nicht da war, n\u00e4mlich die Tatsache, dass Jesus wahrhaftig von Gott ist oder anders gesagt, dass Jesus die absolut relevante und \u00fcberragende Offenbarung Gottes ist. Alles das hatte dazu gef\u00fchrt, dass die J\u00fcnger Glauben hatten. Wir wissen, dass Glauben im biblischen Sinne nicht einfach nur bedeutet, etwas f\u00fcr wahr zu halten oder von etwas \u00fcberzeugt zu sein. Der Glaube, von dem Jesus hier spricht ist eine pers\u00f6nliche Beziehung mit Gott, ein Vertrauen auf Gott, ein Leben in der Gegenwart des lebendigen Gottes, das sich in jedem Bereich unseres Lebens auswirkt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Die Predigt und das H\u00f6ren von Gottes Wort sind daher nicht einfach Informationsaustausch. Gottes Wort ist seine Methode der Wahl, um sich selbst zu offenbaren. Er begegnet uns in seinem Wort. Die meisten von uns kennen die Geschichte wie Jesus dem Saulus auf dem Weg nach Damaskus auf solche Weise begegnete, dass er vom Pferd fiel. Und wir kennen die Geschichte, wie Gott Jesaja begegnete. Jesaja sah Gott in seiner Herrlichkeit im Tempel. Es war eine Begegnung, die ihn zutiefst ersch\u00fctterte und \u00fcberw\u00e4ltigte. Tim Keller kommentierte die Geschichte folgenderma\u00dfen: \u201eAls Jesaja zum Gottesdienst ging, war vermutlich das Letzte, was er erwartet hatte, Gott zu begegnen.\u201c Und vielleicht geht es hier manchen von euch \u00e4hnlich: \u201eDas letzte womit ihr heute im Gottesdienst rechnet, ist es Gott \u00fcber dem Weg zu laufen.\u201c Aber Gott begegnet uns in einem Wort. Er tut es vielleicht nicht ganz so dramatisch wie bei Paulus und Jesaja. Aber es soll nicht weniger profund sein. Ihm heute zu begegnen soll uns nicht weniger in unseren Festen ersch\u00fcttern. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Die Implikationen f\u00fcr unsere Predigten und f\u00fcr unser Bibelstudium sind enorm. Spurgeon sagte, dass so lange man nicht \u00fcber Jesus predigt, es keine Predigt ist. Predigt und Bibelstudium sind kein Selbstzweck. Sie dienen einem h\u00f6heren Ziel. Das Ziel einer jeden Predigt und Bibellehre sollte es sein, Gottes Herrlichkeit zu offenbaren; genauer gesagt, die Herrlichkeit Gottes wie sie uns in der Person Jesus Christus begegnet. Die Qualit\u00e4t der Lehre unserer Gemeinde sollte danach beurteilt werden, wie treu und effektiv wir Jesus Christus und sein Evangelium predigen. Gemeinde ist daher nicht einfach ein Zusammenschluss von Leuten, die von den gleichen Werten \u00fcberzeugt sind. Gemeinde ist ein Zusammenschluss von Leuten, die Gott auf eine \u00fcbernat\u00fcrliche Art und Weise in seinem lebendigen Wort erfahren haben. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zweitens, die Mission der Gemeinde<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zu Beginn der Predigt habe ich gesagt, dass Christen nicht gerade den besten Ruf haben. Und Mission ist ein weiteres Wort, mit dem viele Menschen ihre Probleme haben. Mission setzt ja voraus, dass man davon \u00fcberzeugt ist, dass man selbst die richtige Weltanschauung hat, w\u00e4hrend alle anderen das Falsche glauben. Und das klingt regelrecht intolerant. In Deutschland ist Missionar fast schon ein Unwort. Es herrscht die Meinung: \u201eMissionare sind Extremisten. Missionare sind diejenigen, die die Kultur von anderen V\u00f6lkern kaputtmachen.\u201c Diese Anschauung ist ziemlich weit verbreitet. Diese Anschauung hat aber auch ein ziemlich gro\u00dfes Problem. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Das gr\u00f6\u00dfte Problem ist, dass es eigentlich ein Widerspruch in sich darstellt. Der Vorwurf an christliche Missionare lautet, dass es arrogant und intolerant ist, andere zu seiner Weltanschauung bekehren zu wollen. Aber mit dieser Einstellung hat man genau das getan, was man Missionaren vorenthalten will: im Namen der Toleranz war man intolerant gegen\u00fcber denen, die nicht dasselbe glauben, in diesem Fall christliche Missionare. Andere Illustration: Leute sagen, dass es falsch ist eine Grenze zu ziehen, z.B. zwischen wahrer und falscher Religion. Aber genau in dem man das sagt, hat man bereits eine Grenze gezogen. Was meinen sie damit? Sie sagen damit eigentlich: \u201ees gibt schlechte Menschen wie ihr, die Grenzen ziehen und gute Menschen wie wir, die das nicht tun.\u201c Und schon hat man damit andersdenkende Menschen ausgegrenzt. Jeder Mensch tut das. Jeder versucht andere von etwas zu \u00fcberzeugen. Die Frage ist nicht, ob man andere f\u00fcr eine Sache begeistern will oder nicht. Die Frage ist, ob das, wovon man begeistert ist, etwas mit objektiver Realit\u00e4t zu tun hat. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wenn wir noch einmal Jesu Gebet betrachten, dann f\u00e4llt uns auf, an wie vielen Stellen Jesus \u00fcber die J\u00fcnger und die Welt redet. Vers 6 sagt: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201edie du mir aus der Welt gegeben hast.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 9: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eIch bitte f\u00fcr sie und bitte nicht f\u00fcr die Welt&#8230;\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 11: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eIch bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt&#8230;\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 14: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201edie Welt hat sie gehasst; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 16 ist fast die wortw\u00f6rtliche Wiederholung davon. Vers 18: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eWie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Verse 20 und folgende sprechen nun von den Christen, die durch das Zeugnis der J\u00fcnger zum Glauben kommen. Wir sind darin eingeschlossen. Jesus betete daf\u00fcr, dass die Welt durch uns erkennen soll, dass Jesus von Gott gesandt wurde, dass Gott sie liebt, wie er Jesus liebt. Wir k\u00f6nnen das also folgenderma\u00dfen zusammenfassen: die J\u00fcnger sind aus der Welt aber nicht von der Welt und immer noch in der Welt, weil Jesus uns in die Welt gesandt hat. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Das ist die Situation der Gemeinde. Wenn die Nachfolger Jesu aus der Welt sind aber nicht von der Welt und immer noch in der Welt, dann kann man sich die Frage stellen, weshalb sie Jesus in diese Welt sandte. Ganz offensichtlich sind sie in der Welt immer in Gefahr: die Gefahr zur\u00fcckgezogen zu werden in den Sumpf der Welt und die Gefahr durch die Feindschaft und den Hass der Welt erdr\u00fcckt zu werden. Der Grund weshalb die Gemeinde in der Welt ist, lautet Mission. Solange die Gemeinde in der Welt ist, hat sie eine Aufgabe zu erf\u00fcllen. Wie erf\u00fcllt die Gemeinde dann ihre Aufgabe? Wir sehen das an vier Dingen: die Gemeinde kennt eine Herrlichkeit, eine Freude, eine Liebe und eine Heiligkeit, welche die Welt nicht kennt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zum einen, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die Gemeinde hat eine Herrlichkeit, die die Welt nicht hat<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Eines von Jesu zentralen Hauptanliegen ist die Verherrlichung Gottes und seiner selbst. Jesu wundervolles Gebet beginnt mit den Worten: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eVater, die Stunde ist da: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 4 sagt: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eich habe dich verherrlicht auf Erden.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Vers 5: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> \u00dcber die J\u00fcnger sagte Jesus dann in Vers 10: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Wenn wir im deutschen das Wort \u201eherrlich\u201c verwenden, dann meistens im Bezug auf etwas, was wir besonders sch\u00f6n finden. Wenn wir auf ein schwieriges Problem eine elegante L\u00f6sung finden, dann sagen wir \u201eherrlich\u201c. Zlatan Ibrahimovic machte einen akrobatischen Fallr\u00fcckzieher aus 40 Metern Entfernung. Das war ein herrliches Tor. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">W\u00e4hrend unseres Bibelstudiums aus Offenbarung habe ich einmal die biblische Bedeutung von herrlich erkl\u00e4rt. Noch einmal zur Wiederholung: Herrlich bedeutet urspr\u00fcnglich \u201eschwer\u201c oder \u201emassig\u201c. Das deutsche Wort \u201ewichtig\u201c ist verwandt mit \u201eGewicht\u201c. Eine wichtige Angelegenheit hat Gewicht, oder ist gewichtig. Herrlich bezieht sich auf das, was wirklich Gewicht hat, im Gegensatz zu dem, was verfliegt. Herrlich bezieht sich auf das, was wirklich Substanz und Signifikanz hat im Gegensatz zu den vielen zweit- und drittrangigen Dingen in unserem Leben. Herrlich bezieht sich auf das, was andauert und bleibt im Gegensatz zu dem, was nur fl\u00fcchtig ist. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Diese Herrlichkeit im Vollkommenheit und Absolutheit finden wir nur in Gott. Gott ist absolut herrlich. Das Ziel von allem was existiert, vom Mikrokosmos bis hin zum Makrokosmos, von den subatomaren Teilchen bis hin zu den gr\u00f6\u00dften Galaxien, ist es die Herrlichkeit Gottes zu offenbaren. Das Ziel der Gemeinde ist es, die Herrlichkeit von diesem Gott zu offenbaren. Hier ist ein fundamental wichtiger Punkt: jeder von uns hat eine Sehnsucht nach Herrlichkeit. Wir alle wollen f\u00fcr etwas leben, was bleibt. Wir wollen, dass unser Leben Signifikanz hat. Aber wenn es Gott nicht geben w\u00fcrde, dann ist es egal, ob wir ein gutes Leben f\u00fchren oder nicht, weil es das absolut Gute \u00fcberhaupt nicht gibt. Es w\u00e4re v\u00f6llig egal, ob wir ein Kinderhilfswerk aufbauen, das Ebola-Problem l\u00f6sen, den Ukraine-Syrien-Gaza-Konflikt beenden oder aber den ganzen Tag Computer spielen und Fernsehserien anschauen: ohne Gott macht es keinen Unterschied. Erst in Gott und durch Gott haben wir einen Ma\u00dfstab f\u00fcr Herrlichkeit, weil Gott selbst absolut herrlich ist. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zum anderen, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die J\u00fcnger hatten eine Freude, die die Welt nicht kennt<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Vers 13: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eNun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit meine Freude in ihnen vollkommen sei.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Jesus sprach hier nicht einfach von ein wenig Freude. Er sprach von vollkommener Freude. Ein christlicher Autor hat einmal folgende Aussage gemacht: Jesus hat seinen Nachfolgern drei Dinge versprochen: erstens, dass sie eine Freude haben, die geradezu absurd ist; dass sie frei sind von Furcht; und dass sie immer \u00c4rger am Hals haben. In der Apostelgeschichte gibt es ein Ereignis, in dem wir das alles sehen. Die J\u00fcnger hatten massiven \u00c4rger mit der religi\u00f6sen Obrigkeit. Aber sie waren frei von jeglicher Furcht. Sie wurden f\u00fcr ihr Zeugnis mit St\u00f6cken geschlagen. Aber sie hatten eine geradezu absurde Freude, weil sie um Jesu Namens willen leiden durften. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Freude ist nicht einfach ein Bonus im christlichen Leben. Freude ist auch nicht einfach eine Option, die man haben kann oder auch nicht. Freude ist absolut zentral. Jeder Mensch will gl\u00fccklich sein, genauso wie jeder Mensch ein herrliches Leben haben will. Der Grund, weshalb jeder von uns Freude haben will, ist ganz einfach. Wir wurden dazu geschaffen, um von Gottes Freude erf\u00fcllt zu werden. Gott hat uns dazu gemacht, um seine \u00fcberflie\u00dfende Freude mit uns zu teilen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Als n\u00e4chstes, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die J\u00fcnger hatten eine Liebe, die die Welt nicht kennt<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Wenige Stunden bevor Jesus betete, hatte er seinen J\u00fcngern die F\u00fc\u00dfe gewaschen. Nach der Waschung hatte Jesus folgendes gesagt: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eEin neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebt habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine J\u00fcnger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Die Geschichte zeigte, dass Jesu Gemeinde diesen Befehl immer wieder auf krasse Art und Weise in die Tat umsetzte. In den fr\u00fchen Tagen des Christentums wurde die Stadt Rom von zwei Seuchen heimgesucht. Jeder, der konnte, floh von der Stadt aufs Land, auch die \u00c4rzte. Es gab eine besondere Ausnahme. Ein Geschichtsschreiber hielt fest: \u201eDie meisten Christen erwiesen unverminderte Liebe und Loyalit\u00e4t, indem sie sich nie selbst schonten und immer an andere dachten. Ohne R\u00fccksicht auf Gefahren pflegten sie die Kranken, k\u00fcmmerten sich um alle N\u00f6ten und dienten ihnen in Christus, und starben zusammen mit ihnen, weil sie die gleiche Krankheit bekamen wie ihre Nachbarn und voller Freude ihre Schmerzen annahmen.\u201c Tertullian stellte fest, wie die Nichtgl\u00e4ubigen \u00fcber das Opfer der Christen sagten: \u201eSeht, wie diese Menschen einander lieben.\u201c Und damit hatte sich Jesu Wort buchst\u00e4blich in deren Leben erf\u00fcllt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Das Ziel der Mission ist, Christus zu den Menschen und Menschen zu Christus zu f\u00fchren. Aber die Art und Weise, wie das geschieht ist vor allem anderen durch eine Gemeinschaft der Liebe. Das Evangelium wird immer in einer Gemeinschaft gelebt. Jede Gemeinde hat schwierige Charaktere, die auf den ersten Blick nicht so liebensw\u00fcrdig zu sein scheinen. Wenn eine Gemeinde nur aus zwei Leuten besteht, dann sind es schon zwei schwierige Charaktere. Wenn immer wir Probleme damit haben, eine Person in der Gemeinde zu lieben, dann sollten wir uns Folgendes vor Augen f\u00fchren: schwierige Menschen sind Gottes Geschenk an uns. Sie zu lieben erfordert eine Extraportion von Gottes Gnade in unserem Leben. Gott will uns diese Extraportion an Gnade schenken. Seine Liebe innerhalb der Gemeinde soll immer ein Wunder seiner Gnade sein. Unser Gebet ist, dass mehr neue Leute hier her kommen. Aber dazu sollte es unser Gebet sein, dass wir durch den Heiligen Geist eine Gemeinschaft der Liebe sein k\u00f6nnen, so dass durch unsere Freundschaften die Welt erkennt, dass Jesus wirklich unter uns ist. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Als letzten Punkt, die Gemeinde hat eine Heiligkeit, die die Welt nicht kennt. Vers 17-19: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eHeilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst f\u00fcr sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> In den Versen 17 und 19 spricht Jesus \u00fcber Heiligkeit und in Vers 18 dar\u00fcber, dass er sie in die Welt gesandt hatte. Mit anderen Worten, Heiligkeit und Mission h\u00e4ngen untrennbar miteinander zusammen. Wie ihr wisst, kann \u201eheilig\u201c verschiedene Bedeutungen haben. Im Bezug auf Mission m\u00f6chte ich eine hervorheben. Heilig bedeutet, dass wir abgesondert werden, um in dieser Welt anders zu sein als alle anderen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Die Gemeinde ist Gottes Projekt, um der Welt zu zeigen, dass es auch anders geht. Die Gemeinde ist Gottes Gegenentwurf zur Welt. Die Christen in der Gemeinde haben zu allen wichtigen Aspekten des Lebens eine andere Ansicht als die Welt. Christen sollten ganz anders und viel gro\u00dfz\u00fcgiger mit Geld umgehen, weil Gott sie freimacht von der Liebe zu Geld und weil Geld nicht alles ist. Christen sollten eine viel h\u00f6here, viel ehrf\u00fcrchtigere aber auch viel freiere Sicht auf Sex haben, weil sie wissen, wozu Sex von Gott geschaffen wurde. Christen sollten eine andere Haltung im Bezug auf Arbeit und Karriere haben als anderen: ehrlicher, flei\u00dfiger, gewissenhafter als die anderen, aber gleichzeitig nicht karrieregeil, nicht auf die n\u00e4chste Bef\u00f6rderung und die n\u00e4chsten Boni aus. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Hier ist ein weiteres Beispiel: am 2. September diesen Jahres fand die Polizei die Leiche eines 33-j\u00e4hrigen Mannes, der in den Neckar gesprungen war. Etliche Tageszeitungen haben davon berichtet. Was keine der Zeitungen erw\u00e4hnt hatte, war, dass dieser Mann ein Christ war. Seit dem Tag, an dem er gestorben ist, treffen sich junge Christen aus ganz Heidelberg, die ihn gekannt haben, zum Lobpreis und Gebet. Nat\u00fcrlich ist die Atmosph\u00e4re bedr\u00fcckt und traurig. Aber gleichzeitig wurde im Gebet daf\u00fcr gedankt, dass Jesus ihn gerettet hatte. Heute um 14:30 findet in der Calvary Chapel eine Trauerfeier f\u00fcr ihn statt. Aber es ist keine gew\u00f6hnliche Trauerfeier. Die Organisatoren haben sich ausdr\u00fccklich gew\u00fcnscht, dass jeder willkommen ist auch Leute, die ihn nicht gekannt haben. Es wird getrauert, weil es ein Abschied ist. Aber es wird gefeiert, weil es ein Abschied auf Zeit ist und weil Gott inmitten dieser schwierigen Zeit seine G\u00fcte und Freundlichkeit offenbart. Es ist ein gewaltiges Zeugnis daf\u00fcr, dass Christen mit dem Tod ganz anders umgehen als die Welt dies jemals tun k\u00f6nnte. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Drittens, die Vision der Gemeinde<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Verse 20 und 21: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eIch bitte aber nicht allein f\u00fcr sie, sondern auch f\u00fcr die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Im apostolischen Bekenntnis hei\u00dft es, dass wir an <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> christliche Kirche glauben, d.h. an die <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>eine<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> christliche Kirche. Wir glauben nicht an die Methodisten, Baptisten, Lutheraner, Freikirchler. Wir glauben an den <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>einen<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> universalen Leib Christi. Dieser Leib schlie\u00dft alle Christen aller Zeiten und aller Kulturen ein. Jesu Vision war, dass sie alle eins sind. Unsere Vision sollte daher sein, dass wir ebenfalls alle eins sind. Aber nichts scheint weiter weg von der Realit\u00e4t zu sein als diese Vision. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wie stehen wir zu Christen anderer Gemeinden? Ich habe diesen Satz schon einmal gesagt, und er hat nichts von seiner Relevanz verloren: UBF Heidelberg ist nicht der universale Leib Christi. Selbst die weltweite UBF ist nicht der universale Leib Christi. UBF hat nur dann eine glorreiche Zukunft, wenn sie im rechten Verh\u00e4ltnis zum universalen Leib Christi steht. Sie hat keine gro\u00dfe Zukunft, wenn sie nur unter sich bleibt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">John Armstrong, ein Freund von UBF schrieb Folgendes an uns: \u201eHeilige Nation bedeutet, anderen ein Segen zu sein. Wir d\u00fcrfen keine Sackgasse werden, in welcher wir nur unter uns voneinander lernen und Gemeinschaft haben, ohne den Input von Fremden und von denen die Teil aus Gottes Familie sind aus vielen verschiedenen Ecken seines K\u00f6nigreiches. Wir m\u00fcssen uns weiterhin vor Gott dem\u00fctigen und uns erinnern, dass wir ebenfalls fallen und versagen k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen die m\u00e4chtige Hand und das Herz Gottes suchen, damit er uns seine erneuernde Gnade schenkt, jedes Jahr, Monat, sogar an jedem Tag. Eine Bewegung wie UBF kann in den kommenden Jahrzehnten ein Segen f\u00fcr andere sein. Oder sie orientiert sich nach innen und f\u00f6rdert ihre eigenen Ansichten auf Kosten der guten Nachricht von Gottes Gnade an alle, in dem Glauben, dass sie genau das tut, was Gott von ihr will. &#8230; UBF hat eine begrenzte Zukunft, wenn sie ihre Grenzen zum ganzen Volk Gottes schlie\u00dft, um ihr unterschiedliches Verst\u00e4ndnis im Bezug auf Wahrheit hochzuhalten \u00fcber die Person, die die Wahrheit ist.\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Weil Einheit mit dem universalen Leib unsere Vision sein sollte, sollten wir uns die Frage stellen: wie viele Freunde haben wir unter Christen, die nicht in UBF sind? Wie viele Christen, die nicht in UBF sind, w\u00fcrden uns als ihren engen Freund bezeichnen? Ich w\u00fcrde mir so sehr w\u00fcnschen, dass jeder hier in der Gemeinde es sich zu einem Anliegen machen w\u00fcrde, solche Freundschaften zu schlie\u00dfen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Als letztes, Einheit entsteht nicht dadurch, indem wir versuchen Einheit zu haben. Einheit entsteht dann, wenn es ein Objekt gibt, das so herrlich und so wunderbar ist, dass es Menschen in ihrer Bewunderung eint. Einheit entsteht, wenn wir gemeinsam den gleichen Gott anbeten und begeistert von ihm sind. Wo zeigt sich die Herrlichkeit Gottes am klarsten und deutlichsten? Jesus betete, dass Gott den Sohn verherrlichen m\u00f6ge. Vers 1: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eVater, die Stunde ist da: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Gott antwortete auf dieses Gebet.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><a name=\"_GoBack\"><\/a><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Er f\u00fchrte Jesus nach Golgatha ans Kreuz. Nirgendwo deutlicher und nirgendwo klarer wird die Herrlichkeit Gottes offenbart als am Kreuz. Am Kreuz sehen wir die Herrlichkeit seiner Gnade und seiner Liebe. Am Kreuz sehen wir die Herrlichkeit, dass Gott Jesus so behandelte wie wir es verdient h\u00e4tten. Und aufgrund dessen behandelt Gott uns unendlich viel besser, als wir es jemals verdient h\u00e4tten. Am Kreuz \u00fcberwand Gott die Kluft zwischen seiner Heiligkeit und unserer S\u00fcndhaftigkeit. Weil Gott in Jesus Christus diese Grenze und diese Kluft ein f\u00fcr alle Mal \u00fcberwunden ist, k\u00f6nnen alle zwischenmenschlichen Unterschiede \u00fcberwunden werden. Alle Grenzen unter dem Volk Gottes werden eines Tages beerdigt. Jesus am Kreuz ist die Herrlichkeit, die uns jeden Tag aufs Neue inspirieren sollte. Das ist die Herrlichkeit, die uns begeistern sollte, mit einer Begeisterung, die wir mit allen teilen, die Jesus lieben. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus, Gemeinde und die Welt \u201eUnd ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.\u201c Johannes [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[12,4],"tags":[],"class_list":["post-3159","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-apostolisches-glaubensbekenntnis","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3159"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3161,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3159\/revisions\/3161"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}