{"id":3150,"date":"2014-09-02T23:15:58","date_gmt":"2014-09-02T21:15:58","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3150"},"modified":"2022-11-18T12:22:37","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:37","slug":"predigt-2-korinther-81-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-korinther-81-24\/","title":{"rendered":"Predigt: 2. Korinther 8,1 \u2013 24"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P10-2K0801-0824.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDenn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich w\u00fcrdet.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(9)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In unserem heutigen Text ermutigt Paulus die Korinther dazu, sich an der Geldsammlung f\u00fcr die Armen in der Gemeinde in Jerusalem zu beteiligen. Die Tatsache, dass Paulus daf\u00fcr zwei ganze Kapitel (Kap. 8-9) verwendet hat, zeigt, dass er ihre Gabe oder Opfer nicht f\u00fcr nebens\u00e4chlich hielt, sondern f\u00fcr wichtig. Aber warum war das wichtig? Wenn wir den Text aufmerksam lesen, k\u00f6nnen wir bald feststellen, dass Paulus\u2018 eigentliches Ziel nicht in einer m\u00f6glichst hohen Spendensumme f\u00fcr Jerusalem bestand. Aus welchem Grund bzw. welcher Motivation heraus sollten sie sich trotzdem so viel wie an diesem Opfer beteiligen? M\u00f6ge Gott uns helfen, zu begreifen, welchen Grund und welche Bedeutung Opfer f\u00fcr Gott und f\u00fcr die N\u00e4chsten haben.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie beginnt Paulus dieses Thema? Betrachten wir Vers 1: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eWir tun euch aber kund, liebe Br\u00fcder, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden Mazedoniens gegeben ist.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Paulus beginnt damit, dass er von der Gnade Gottes in den Gemeinden Mazedoniens erz\u00e4hlt. Wie hatte Gottes Gnade dort gewirkt? Vers 2a sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eDenn ihre Freude war \u00fcberschwenglich, als sie durch viel Bedr\u00e4ngnis bew\u00e4hrt wurden &#8230;\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Christen in Mazedonien hatten viel Bedr\u00e4ngnis erfahren. Als sie aber auch unter dem Druck der Verfolgung am Glauben an Jesus festhielten, wurde ihr Glaube bew\u00e4hrt und sie bekamen gro\u00dfe, ja \u00fcberschw\u00e4ngliche Freude. Ihre Freude \u00fcber Gottes Gnade im Evangelium war so gro\u00df, dass sie sie nicht nur mit Worten in ihren Dankgebeten und Liedern ausdr\u00fccken wollten, sondern auch praktisch. Die Verse 2b-4 lauten: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201e&#8230; und obwohl sie sehr arm sind, haben sie doch reichlich gegeben in aller Einfalt. Denn nach Kr\u00e4ften, das bezeuge ich, und sogar \u00fcber ihre Kr\u00e4fte haben sie willig gegeben und haben uns mit vielem Zureden gebeten, dass sie mithelfen d\u00fcrften an der Wohltat und der Gemeinschaft des Dienstes f\u00fcr die Heiligen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Ihre Freude \u00fcber Jesu Gnade war so gro\u00df, dass sie sich gern f\u00fcr Gott und andere Menschen hingeben wollten. Deshalb baten sie Paulus mit vielen Worten, dass sie bei der Sammlung f\u00fcr die Armen in Jerusalem mitmachen d\u00fcrften. Paulus bezeugt, dass sie dabei nicht nur etwas gaben, sondern so viel sie konnten, ja sogar \u00fcber ihre Kr\u00e4fte, also mehr, als es ihr Kontostand eigentlich erlaubte. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Vers 5 sagt noch mehr, denn dort hei\u00dft es: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>und das nicht nur, wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst, zuerst dem Herrn und danach uns, nach dem Willen Gottes.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Wegen Gottes Gnade im Evangelium haben sie nicht nur einen Teil ihres Besitzes gespendet, sondern haben sich selbst Gott hingegeben und auch Paulus und seinen Mitarbeitern, nach Gottes Willen. Eigentlich hat jeder den starken Drang, seine Zeit, Kraft und Geld f\u00fcr sich selbst zu behalten und zu gebrauchen. Wenn man wenig hat, will man eigentlich gar nichts abgeben. Aber sie gaben willig nicht nur mehr Geld, als sie sich eigentlich leisten konnten, sondern sie gaben sich selbst Gott hin. Wieso machten sie das? Der Grund daf\u00fcr war Gottes Gnade. Gottes Gnade in ihrem Herzen bef\u00e4higte sie dazu, anzuerkennen, dass sie ganz Gott geh\u00f6ren, mit allem, was sie hatten. Weil sie Gott geh\u00f6rten, stellten sie sich ihm ganz zur Verf\u00fcgung und wollten sich gerne f\u00fcr ihn und f\u00fcr seine Leute hingeben. Ihre Hingabe war eine sch\u00f6ne und richtige Reaktion auf die Gnade Gottes. \u201eGnade\u201c hei\u00dft auch hier im Urtext \u201echaris\u201c, was \u201eunverdiente Gabe\u201c oder \u201eGeschenk\u201c bedeutet. Gottes gro\u00dfes Geschenk, das sie f\u00fcr sich pers\u00f6nlich erkannt und angenommen hatten, also die Vergebung ihrer S\u00fcnden, die Kindschaft Gottes und die Hoffnung auf das Himmelreich, trieb sie dazu, dass sie sich selbst und ihren Besitz gerne f\u00fcr Gott zur Verf\u00fcgung stellten. Ihre Gabe spiegelte Gottes Gnade und sein Herz wider, der gegen\u00fcber allen Menschen barmherzig und bereit ist, sich f\u00fcr ihre Rettung hinzugeben.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Warum erz\u00e4hlte Paulus den Korinther Christen von der Gnade Gottes der Gemeinden in Mazedonien? Vers 6 sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eSo haben wir Titus zugeredet, dass er, wie er zuvor angefangen hatte, nun auch diese Wohltat unter euch vollends ausrichte.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Paulus w\u00fcnschte sich, dass sie auch wie die Christen in Mazedonien auf Gottes Gnade reagieren und sich an der Sammlung herzlich beteiligen sollten. Deshalb hatte er Titus beautftragt, dass er sie ermutigen sollte, die Sammlung zu vollenden. Denn Paulus hatte sie schon in seinem ersten Brief gebeten, jede Woche Geld f\u00fcr die Armen in Jerusalem zur\u00fcckzulegen. Nun sollten sie die angefangene Sammlung vollenden, damit sie wirklich eine Wohltat w\u00fcrde. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie ermutigt er sie dazu? Er schreibt weiter: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eWie ihr aber in allen St\u00fccken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Paulus erinnerte sie daran, dass sie in allen St\u00fccken reich waren \u2013 im Glauben, im Wort, in der Erkenntnis, in allem Eifer und in der Liebe. Sie hatten eine geistliche F\u00fclle. So wie sie geistlich reich waren, sollten sie sich nun auch reichlich bei der Wohltat f\u00fcr die Armen beteiligen. In diesem Vers wird deutlich, dass es eine direkte Beziehung zwischen dem geistlichen Reichtum und dem Geben f\u00fcr andere gibt. F\u00fcr Paulus war es selbstverst\u00e4ndlich, dass sie, die geistlich reich waren, anderen auch materiell reichlich gaben. Das Geben ist ein Ausdruck des Glaubens und geistlichen Reichtums in unserem Herzen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betrachten wir auch Vers 8: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eNicht sage ich das als Befehl; sondern weil <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>andere so eifrig sind, pr\u00fcfe ich auch eure Liebe, ob sie rechter Art sei.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Hier wird deutlich, dass die Gabe ein Pr\u00fcfstein der Liebe ist. Paulus wollte ihnen nicht befehlen, sich reichlich an der Spende zu beteiligen, obwohl er es mit seiner apostolischen Autorit\u00e4t h\u00e4tte tun k\u00f6nnen. Er sagte vielmehr, dass er an ihrem Opfer ihrer Liebe pr\u00fcfen wollte, ob sie rechter Art war. Liebe, die sich nur in Worten und sch\u00f6nen Bekundungen ausdr\u00fcckt, ist nicht Liebe rechter Art. Rechte Liebe zeigt sich in der Hingabe f\u00fcr Gott und f\u00fcr unsre N\u00e4chsten. Ob wir Gott und unsre N\u00e4chsten in rechter Weise lieben, k\u00f6nnen wir an unserm Opfer f\u00fcr sie pr\u00fcfen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Im Vers 8 weist Paulus sie wiederholt auf das Beispiel der anderen Gemeinden hin. Dadurch wollte er nicht eine Art Konkurrenzkampf entfachen oder sie moralisch unter Druck setzen. Vielmehr wollte er sie durch das gute Beispiel anderer geistlich ermutigen, ihren guten Willen, den sie eigentlich selbst hatten, auch umzusetzen und zu vollenden. Sie hatten vor einem Jahr damit angefangen, f\u00fcr die Armen in Jerusalem zu sammeln. Aber sie sollten nicht unterwegs stehen bleiben und mit dem Sammeln aufh\u00f6ren. Vielleicht hatten manche aufgeh\u00f6rt, daf\u00fcr Geld beiseite zu legen, weil ihre Lage sich ge\u00e4ndert hatte, weil sie weniger Einkommen oder h\u00f6here Ausgaben hatten. Vielleicht war bei manchen die Dankbarkeit und der geistliche Wunsch, sich f\u00fcr Jesus und die Br\u00fcder hinzugeben, schwach geworden. Vielleicht dachten sie, ob es denn wirklich n\u00f6tig sei, trotz ihrer Armut etwas zu opfern, ob es nicht genug w\u00e4re, wenn sie f\u00fcr die Br\u00fcder in Jerusalem einfach beten. Es ist richtig, dass wir als Christen f\u00fcr die Glaubensgeschwister in aller Welt beten sollen, vor allem f\u00fcr diejenigen in Not. Aber wir k\u00f6nnen nicht von ganzem Herzen f\u00fcr andere beten, wenn wir dabei nicht bereit sind, das, was wir f\u00fcr die Linderung ihrer Not tun k\u00f6nnen, praktisch zu tun.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Deshalb wollte Paulus die Korinther Christen dazu ermutigen, sich an der Opfergabe f\u00fcr die Armen in der Gemeinde in Jerusalem zu beteiligen. Aber Paulus sagte nicht einfach: Seht, wie die anderen sich an der Spende beteiligen, verhaltet euch genauso, das ist Gottes Wille! Er verzichtete auch darauf, anschaulich zu beschreiben, wie gro\u00df die Armut vieler Br\u00fcder in Jerusalem war, um ihr Mitleid zu erregen. Was sagte er stattdessen? Was war der eigentliche Grund, aus dem die Korinther eine Opfergabe geben sollten? Er sagt im Vers 9: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eDenn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich w\u00fcrdet.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Hier erfahren wir den eigentlichen Grund, aus dem Paulus sie zum Geben der Gabe aufforderte \u2013 es ist die Gnade unseres Herrn Jesus Christus. Jesus ist als Gottes Sohn im Himmel unermesslich reich. Aber er gab all seinen Reichtum an Macht, Ehre und Herrlichkeit auf und wurde arm. Was f\u00fcr eine tiefe Erniedrigung, was f\u00fcr eine Ent\u00e4u\u00dferung war es, als Jesus freiwillig all seine Privilegien, alle seinen Reichtum an himmlischer Herrlichkeit und Ehre und Macht aufgab und ein Mensch wurde, der wie unz\u00e4hlige andere Menschen auf der Erde lebte. Und auch als Mensch verzichtete Jesus auf alle Privilegien, die er hier h\u00e4tte haben k\u00f6nnen. Er verzichtete als Mensch auf jeglichen Besitz, auf Titel und Ansehen. Jesu Armut nahm ihren H\u00f6hepunkt, als er schlie\u00dflich freiwillig auch das aufgab, was selbst der \u00e4rmste Mensch auf der Erde hat, n\u00e4mlich sein Leben. Als Jesus sich gefangen nehmen und am Kreuz t\u00f6ten lie\u00df, gab er alles, was er hatte. Warum wurde er so arm? Paulus sagt nicht: \u201ef\u00fcr die Errettung der Menschen\u201c, oder \u201eum der S\u00fcnder willen\u201c, sondern er sagt: \u201eum euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich werdet\u201c. Jesus wurde extremst arm und starb, nicht um ein bestimmtes g\u00f6ttliches Ideal zu erf\u00fcllen oder um pauschal der ganzen Menschheit zu helfen, sondern um ihretwillen bzw. um unseretwillen, damit wir durch seine Armut reich w\u00fcrden. Durch Jesu extreme Armut und Ent\u00e4u\u00dferung werden wir, die wir eigentlich vor Gott sehr arm sind, unfassbar reich: wir erhalten die Vergebung unsrer S\u00fcnden, das Privileg, Gottes Kinder zu werden und als solche mit ihm zu leben, die Berufung und Aufgabe Gottes und das ewige Leben im Himmelreich. All das konnten und k\u00f6nnen wir von uns aus nie erlangen, egal wie sehr wir uns darum bem\u00fchen; aber wir bekommen es alles, und zwar als Geschenk \u2013 das ist die Gnade unseres Herrn Jesus Christus. Er wurde f\u00fcr uns so arm und gab sogar sein Leben hin, damit wir durch seine Armut so reich w\u00fcrden! In Jesus sind wir unvorstellbar reich; in ihm haben wir alles, was wir brauchen, hier und in der Ewigkeit. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Und wenn uns das bewusst wird, haben wir den Wunsch, alles, was wir hier haben an Zeit und Kraft, an F\u00e4higkeiten und auch an Geld und G\u00fctern ihm zur Verf\u00fcgung zu stellen, wollen ihm alles geben und auch uns selbst (wie die Christen in Mazedonien). Wenn wir seine gro\u00dfe Gnade verstehen, durch die wir das Leben haben, wollen wir nicht mehr f\u00fcr uns selbst leben, sondern wollen gerne alles, was wir haben, f\u00fcr ihn und unsere N\u00e4chsten nach seinem Willen einsetzen. Wenn uns seine Gnade bewusst ist, k\u00f6nnen wir von Herzen anerkennen, dass wir selbst ihm geh\u00f6ren und dass unsere Opfergaben nur eine kleine Antwort auf die gro\u00dfe Gabe ist, die er uns gegeben hat. Gott helfe uns, die Gnade unseres Herrn Jesus Christus neu, tiefer zu erkennen und seinem Beispiel zu folgen und uns selbst und was wir haben ihm zu geben, damit viele arme Menschen durch seine Gnade reich werden!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betrachten wir den Vers 10: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd darin sage ich meine Meinung; denn das ist euch n\u00fctzlich, die ihr seit vorigem Jahr angefangen habt nicht allein mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Hier schreibt Paulus, dass seine Ermutigung f\u00fcr sie n\u00fctzlich war. Sie hatten schon im vorigen Jahr mit der Sammlung angefangen. Es war n\u00fctzlich, wenn sie diese Gnadentat nun auch vollenden w\u00fcrden, weil sie dadurch geistlich wachsen w\u00fcrde und ihr Glaube bew\u00e4hrt w\u00fcrde. In den Versen 10 und 11 wiederholen sich die Begriffe \u201ewollen\u201c und \u201etun\u201c bzw. \u201evollbringen\u201c. Wenn wir die Gnade Gottes erkannt haben, bekommen wir einen neuen Willen, von nun an ganz f\u00fcr Gott und f\u00fcr unsere Mitmenschen zu leben nach seinem Willen. Es ist wichtig, dass wir diese geistlichen W\u00fcnsche st\u00e4ndig behalten und entwickeln. Genauso wichtig ist es aber, dass wir unsere guten Vorhaben auch in die Tat umsetzen und sie vollbringen. Erst dann kann unser Leben dem Willen Gottes entsprechen und seine Gnade widerspiegeln. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In den Versen 11b und 12 macht Paulus klar, dass es beim Opfer nicht darum geht, dass jeder gleich gro\u00dfen Betrag opfert, sondern jeder nach dem gibt, was er hat. Vers 12 sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eDenn wenn der gute Wille da ist, so ist er willkommen nach dem, was einer hat, nicht nach dem, was er nicht hat.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Sie brauchten nicht Dinge opfern, die sie gar nicht hatten, und sich so \u00fcberfordern. Ihr Opfer war willkommen, wenn jeder gibt nach dem, was er hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In den Versen 13-15 sagte Paulus weiter: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eNicht, dass die andern gute Tage haben sollen und ihr Not leidet, sondern dass es zu einem Ausgleich komme. Jetzte helfe euer \u00dcberfluss ihrem Mangel ab, damit danach auch ihr \u00dcberfluss eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe, wie geschrieben steht: Wer viel sammelte, hatte keinen \u00dcberfluss, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Hier erfahren wir eine weitere Bedeutung der Opfergaben, n\u00e4mlich dass dadurch ein Ausgleich zwischen den wohlhabenderen Gl\u00e4ubigen und denen mit Mangel geschieht. Es ging nicht darum, dass die Korinther so viel geben sollten, dass sie selbst Mangel h\u00e4tten und die Br\u00fcder in Jerusalem ihr Leben genie\u00dfen. Vielmehr sollte ihr \u00dcberfluss, also das, was sie mehr hatten als n\u00f6tig, dem Mangel der Br\u00fcder abhelfen. Dadurch sollte kein Bruder mehr im Mangel leben m\u00fcssen. Das ist viel besser als jede Sozialversicherung, durch die in der Realit\u00e4t kein richtiger Ausgleich geschaffen und oft die materielle Not auch nicht beseitigt werden kann. Denn die Grundlage sind nicht Gesetze und pauschale Verordnungen mit fixen Prozents\u00e4tzen, sondern die Liebe zu Jesus und zu den Br\u00fcdern, die auf der Gnade Jesu Christi beruht. Wenn alle Christen so leben, wird es keinen Bruder mehr geben, der wirklich in materieller Not leidet. Solche praktizierte Liebe bewirkt noch mehr als die Beseitigung von Not. Solche gelebte Liebe schafft Beziehungen des Vertrauens und der Liebe und l\u00e4sst \u00fcber die Grenzen von Kirchen, Kulturen und L\u00e4ndern hinweg den Leib Jesu entstehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was sagte Paulus dar\u00fcber, wie das Opfer praktisch gesammelt und \u00fcberbracht werden sollte? Betrachten wir die Verse 16-19: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eGott aber sei Dank, der dem Titus solchen Eifer f\u00fcr euch ins Herz gegeben hat. <\/b><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>17<\/b><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> Denn er lie\u00df sich gerne zureden; ja, weil er so sehr eifrig war, ist er von selber zu euch gereist. <\/b><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>18<\/b><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> Wir haben aber den Bruder mit ihm gesandt, dessen Lob wegen seines Dienstes am Evangelium durch alle Gemeinden geht. <\/b><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>19<\/b><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> Nicht allein aber das, sondern er ist auch von den Gemeinden dazu eingesetzt, uns zu begleiten, wenn wir diese Gabe \u00fcberbringen dem Herrn zur Ehre und zum Erweis unsres guten Willens.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> In diesem Abschnitt erfahren wir, dass Paulus die Sammlung und die \u00dcberbringung der Opfer sehr sorgf\u00e4ltig vorbereitete. Er w\u00e4hlte f\u00fcr diese Aufgabe Menschen aus, die sich im Glauben bew\u00e4hrt und Eifer f\u00fcr Gott und sein Werk hatten. Im Vers 20 und 21 begr\u00fcndet Paulus sein Vorgehen wie folgt: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>So verh\u00fcten wir, dass uns jemand \u00fcbel nachredet wegen dieser reichen Gabe, die durch uns \u00fcberbracht wird. <\/b><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>21<\/b><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> Denn wir sehen darauf, dass es redlich zugehe nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Geld stellt f\u00fcr viele Menschen eine Versuchung dar. Bei der Verwaltung und Verwendung von Geld kann es leicht Misstrauen und sogar \u00fcble Nachrede geben. Paulus w\u00e4hlte mehrere vertrauensw\u00fcrdige Mitarbeiter aus und sorgte so daf\u00fcr, dass diese Gefahr m\u00f6glichst klein wurde. Dadurch stellte er sicher, dass es vor Gott und vor den Menschen redlich zugeht. Auch wir sollen mit Opfergeld sehr verantwortungsvoll und auch transparent umgehen. Deshalb sollen nicht unbedingt die, die im Finanzbereich Exerten sind, f\u00fcr Verwaltung von Geld zust\u00e4ndig sein, sondern die, die Glauben haben, die Eifer f\u00fcr Gott haben und vor Gott bew\u00e4hrt sind.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zusammenfassend sagt Paulus im Vers 24:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> \u201eErbringt den Beweis eurer Liebe und zeigt, dass wir euch zu Recht vor ihnen ger\u00fchmt haben \u00f6ffentlich vor den Gemeinden.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Sie sollten \u201eden Beweis ihrer Liebe\u201c bringen und bei der Sammlung f\u00fcr die armen Br\u00fcder in Jerusalem reichlich geben. Dadurch sollten sie auf Gottes Gnade angemessen antworten und sie durch ihr praktisches Leben widerspiegeln. Lesen wir zum Schluss das Leitwort: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eDenn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich w\u00fcrdet\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(9). M\u00f6ge Gott uns helfen, uns an die Gnade Jesu t\u00e4glich neu zu erinnern und sie im Herzen zu behalten und unsere Zeit und Kraft und was wir haben willig f\u00fcr ihn und f\u00fcr unsre N\u00e4chsten zu geben, sodass unser Leben seine Gnade widerspiegeln kann.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus \u201eDenn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich w\u00fcrdet.\u201c (9) &nbsp; In unserem heutigen Text ermutigt Paulus die Korinther dazu, sich an der Geldsammlung f\u00fcr die Armen in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[10,4],"tags":[],"class_list":["post-3150","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-2-korinther","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3150","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3150"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3150\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3154,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3150\/revisions\/3154"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3150"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3150"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3150"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}