{"id":3128,"date":"2014-07-28T00:36:28","date_gmt":"2014-07-27T22:36:28","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3128"},"modified":"2022-11-18T12:22:39","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:39","slug":"predigt-2-korinther-63-71","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-korinther-63-71\/","title":{"rendered":"Predigt: 2. Korinther 6,3 &#8211; 7,1"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/F08-2K0603-07011.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Zieht nicht am fremden Joch<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eZieht nicht am fremden Joch mit den Ungl\u00e4ubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht f\u00fcr Gemeinschaft mit der Finsternis?\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(6,14)<\/p>\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"background: transparent;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im vorangehenden Abschnitt hat Paulus bezeugt, dass er und seine Mitarbeiter und ferner alle Gl\u00e4ubigen Botschafter an Christi statt sind, die allen Menschen die Botschaft von der Vers\u00f6hnung mit Gott verk\u00fcndigen. Daran ankn\u00fcpfend beschreibt Paulus im heutigen Text, wie er sein Leben gef\u00fchrt hat, um diesem Amt gerecht zu werden. Dabei gibt er den Korinthern einen kurzen Einblick in sein Leben, wodurch er ihr Verst\u00e4ndnis und Vertrauen zu ihm und zu seiner Botschaft gewinnen will. Im zweiten Teil warnt Paulus sie aus seiner Liebe zu ihnen deutlich vor einer Verbundenheit mit Ungl\u00e4ubigen und vor G\u00f6tzendienst. M\u00f6ge Gott uns helfen, sowohl Paulus\u2018 Zeugnis als auch seine Ermahnung zu h\u00f6ren und richtig zu verstehen und zu Herzen zu nehmen!<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"background: transparent;\"><b>Teil 1: Wir geben in nichts irgendeinen Ansto\u00df (6,3-10)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"background: transparent;\">Was tat Paulus, um seinem Amt als Botschafter Christi entsprechend zu leben? Er sagt in den Versen 3-4a: <b>\u201eUnd wir geben in nichts irgendeinen Ansto\u00df, damit unser Amt nicht verl\u00e4stert werde; sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes\u201c. <\/b>Paulus und seine Mitarbeiter lebten so, dass sie in nichts irgendeinen Ansto\u00df gaben, damit ihr Amt als Botschafter der Vers\u00f6hnung und damit das Evangelium selbst nicht verl\u00e4stert w\u00fcrden. Sie taten ihr Bestes, um sich in allem als Diener Gottes zu erweisen, sodass ihr Glaubensleben f\u00fcr niemanden ein Stolperstein w\u00fcrde. Das klingt sehr gro\u00dfartig und richtig, wenn wir daran denken, dass ein Botschafter sein Bestes tun sollte, um seinen K\u00f6nig bzw. sein Land zu repr\u00e4sentieren. Aber was erlebte Paulus, als er mit Konsequenz als Botschafter Christi lebte? Wurde er wie der Botschafter eines Staates, der bei feierlichen Empf\u00e4ngen in der ersten Reihe sitzt, unter dem Applaus der Leute diplomatische Worte sagt oder in einer dunklen Limousine mit Sonderkennzeichen \u00fcber die Autobahn rast? Betrachten wir die Verse 4b und 5: <b>\u201e&#8230; in gro\u00dfer Geduld, in Tr\u00fcbsalen, in N\u00f6ten, in \u00c4ngsten, in Schl\u00e4gen, in Gef\u00e4ngnissen, in Verfolgungen, in M\u00fchen, im Wachen, im Fasten\u201c. <\/b>Hier beschreibt Paulus die inneren und \u00e4u\u00dferen Leiden, die er als Botschafter Christi zu tragen hatten Er musste oft gro\u00dfe Geduld aufbringen (z.B. bis die \u00e4u\u00dfere Lage es zulie\u00df, dass er \u00fcberhaupt predigen konnte; oder bis die Menschen, denen er diente, bereit wurden, das Evangelium anzunehmen). Er musste Traurigkeiten, N\u00f6te und \u00c4ngste aushalten. Zum anderen musste er auch \u00e4u\u00dfere, k\u00f6rperliche Leiden ertragen. Denn obwohl er keine Zeit und M\u00fche scheute, um zu den Menschen in anderen L\u00e4ndern zu reisen, damit sie das Evangelium h\u00f6ren und gerettet werden konnten, wurde er von ihnen oft abgelehnt, beschimpft oder sogar verfolgt, geschlagen und ins Gef\u00e4ngnis geworfen. Er nahm viele Entbehrungen auf sich, um im Gebet f\u00fcr die Menschen zu wachen und zu fasten, manchmal freiwillig, manchmal unfreiwillig, weil er einfach kein Essen mehr hatte. Er scheute keine Leiden, sondern tat wirklich sein Bestes daf\u00fcr, dass viele durch ihn gerettet w\u00fcrden.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"background: transparent;\">Wie beschreibt er weiter sein Leben als Botschafter Christi? Betrachten wir die Verse 6-7: <b>\u201eIn Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungef\u00e4rbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken\u201c. <\/b>Obwohl Paulus viel Schweres ertragen musste und \u00f6fter keinen sichtbaren Erfolg sah, machte er keine Kompromisse, sondern f\u00fchrte sein Leben in Lauterkeit, also in Reinheit. Er \u00fcbte sein Amt auch nicht routinem\u00e4\u00dfig aus, sondern in Erkenntnis, lebte also t\u00e4glich neu in der pers\u00f6nlichen Erkenntnis Gottes, seiner Gnade und seines Willens. Obwohl er allzu oft von den Menschen verachtet, abgelehnt oder verfolgt wurde, war er voll von Langmut und Freundlichkeit gegen\u00fcber ihnen. Er konnte alle negativen Erfahrungen und Leiden \u00fcberwinden, weil er im Heiligen Geist lebte und in ungef\u00e4rbter Liebe, das hei\u00dft er empfing immer wieder neu Gottes Liebe zu sich und zu den andern und bekam daher immer neu die Motivation und Kraft, sie zu lieben. Das war m\u00f6glich, weil er jeden Tag in dem Wort der Wahrheit lebte und in der Kraft, die Gott denen gibt, die sein Wort von Herzen glauben. Diese kurze Aufz\u00e4hlung gibt uns einen Eindruck davon, wie Paulus sein Leben wirklich aus Glauben auf geistlich hohem Niveau gef\u00fchrt hat. Paulus war nicht ein Superman, dem so ein Leben einfach zufiel. Vielmehr k\u00e4mpfte er jeden Tag geistlich darum, sein Leben so konsequent f\u00fcr Jesus f\u00fchren zu k\u00f6nnen und alle Hindernisse und Versuchungen, die ihn davon abbringen wollten, zu \u00fcberwinden. Dabei k\u00e4mpfte Paulus nicht mit blo\u00dfen H\u00e4nden, er vertraute nicht einfach nur auf seinen guten Willen, seine Erfahrung und seine eigene Kraft, er wusste, dass er damit bei seinem Gegner schnell verloren h\u00e4tte. Er sagt am Ende von Vers 7: <b>\u201emit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken\u201c.<\/b> Paulus k\u00e4mpfte mit den Waffen der Gerechtigkeit, die er st\u00e4ndig mit sich f\u00fchrte. Das erinnert uns an die Stelle in Epheser Kap. 6, wo Paulus \u00fcber die geistliche Waffenr\u00fcstung schrieb: <b>\u201eVor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr ausl\u00f6schen k\u00f6nnt alle feurigen Pfeile des B\u00f6sen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes\u201c<\/b> (Eph 6,16-17). Wie ein Soldat damals in der rechten Hand ein Schwert oder eine andere Angriffswaffe und in der linken Hand ein Schild trug, hielt Paulus st\u00e4ndig das Schwert des Geistes bzw. des Wortes Gottes und den Schild des Glaubens fest. So k\u00e4mpfte er t\u00e4glich mit geistlichen Waffen, damit er alle Angriffe von innen und von au\u00dfen zur\u00fcckschlagen und durch den Glauben und Gottes Wort Jesus und dem Evangelium t\u00e4glich wirksam dienen konnte. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"background: transparent;\">Wie beschreibt er weiter sein Leben f\u00fcr das Evangelium? Er sagt in den Versen 8-10: <b>\u201eIn Ehre und Schande; in b\u00f6sen Ger\u00fcchten und guten Ger\u00fcchten, als Verf\u00fchrer und doch wahrhaftig; als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden und siehe, wir leben; als die Gez\u00fcchtigten, und doch nicht get\u00f6tet; als die Traurigen, aber allezeit fr\u00f6hlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben, und doch alles haben.\u201c <\/b>In dieser Aufz\u00e4hlung finden wir viele Gegen\u001fs\u00e4tze. Paulus und seine Mitarbeiter wurden von denen, die die Botschaft annahmen, geehrt. Man erz\u00e4hlte \u00fcber sie gute Ger\u00fcchte (Paulus wollte nicht \u201egute Taten\u201c sagen, weil er wirklich dem\u00fctig war); sie wurden von ihnen als wahrhaftig anerkannt. Aber andere verachteten Paulus und seine Mitarbeiter, erz\u00e4hlten b\u00f6se Ger\u00fcchte \u00fcber sie, bezeichneten sie als Verf\u00fchrer und als Schande. Obwohl sie in vorbildlicher Weise hingebungsvoll f\u00fcr Gott und die anderen Menschen lebten, waren sie in der Welt unbekannt, wurden nicht weiter beachtet. Aber sie waren bei Gott bekannt, auch bei denen, die durch sie das Heil in Jesus fanden. Sie lebten so selbstlos und hingebungsvoll f\u00fcr das Evangelium, dass sie wie Sterbende waren; aber durch den Glauben bekamen sie jeden Tag neues Leben. Sie wurden durch die Verfolgung und Leiden oft gez\u00fcchtigt, aber Gott lie\u00df nie zu, dass sie get\u00f6tet wurden. Sie waren \u201edie Traurigen\u201c, sie lebten wirklich nicht oberfl\u00e4chlich f\u00fcr sich selbst und eigenes Vergn\u00fcgen, sondern teilten Gottes Kummer \u00fcber die Vielen, die das Heil ablehnen und in die Irre gehen; aber sie waren doch allezeit fr\u00f6hlich, weil sie daran glaubten, dass Gott sein Rettungswerk flei\u00dfig tut und viele in sein ewiges Reich f\u00fchrt. Sie waren materiell gesehen arm, konnten aber so viele Menschen wirklich reich machen. Sie hatten \u00e4u\u00dferlich gesehen nichts, aber durch ihre Verbundenheit mit Jesus hatten sie in Wirklichkeit alles. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"background: transparent;\">In diesem Abschnitt beschreibt Paulus mit wenigen Worten skizzenhaft, wie er f\u00fcr Jesus gelebt hat. Er beschrieb das nicht, um damit anzugeben, sondern damit die Korinther ihn verstehen und ihm wieder vertrauen k\u00f6nnten und dadurch auch der Lehre, die er ihnen gegeben hatte. Wenn wir sein kurzes Bekenntnis lesen, stellt sich uns vor allem die Frage: wie konnte Paulus so leben? Viele denken, dass Paulus eine Art Superman gewesen w\u00e4re, dem so ein entschiedenes hingebungsvolles Leben einfach leicht gefallen w\u00e4re. Aber solange wir sein Leben auf diese Weise einfach abtun, ignorieren wir einen wichtigen Teil der Lehre, der Herausforderung und der Ermutigung, die Gott uns im Neuen Testament gegeben hat. Jeder Mensch hat die Neigung, f\u00fcr sich selbst zu leben, f\u00fcr sein eigenes Wohl und die eigene Zufriedenheit, wenn auch in unterschiedlicher Form. Paulus war auch so ein Mensch. Aber er lebte ganz anders; sein Trachten und sein ganzes Leben waren darauf ausgerichtet, Jesus zu dienen und seinem Anliegen, m\u00f6glichst viele Menschen zu erretten. Daf\u00fcr nahm Paulus alle verbundenen Leiden in Kauf, \u00fcberwand alle Verachtung, Verleumdung und Verfolgung und tat unbeirrt sein Bestes daf\u00fcr, dass Gott durch ihn viele zur Rettung f\u00fchren konnte. Er achtete in allen Bereichen seines Lebens darauf, so zu leben, dass er nicht irgendeinen Ansto\u00df gab, damit sein Amt und damit das Evangelium selbst nicht verl\u00e4stert w\u00fcrde. Es war also Paulus\u2018 Haltung gegen\u00fcber der Gnade der Rettung und der Aufgabe, die ihn so leben lie\u00df. Paulus\u2018 Leben ist damit ein Beispiel daf\u00fcr, was f\u00fcr ein Leben m\u00f6glich wird, wenn man Gottes Gnade von ganzem Herzen annimmt und festh\u00e4lt und seine Berufung wirklich f\u00fcr am wichtigsten h\u00e4lt und sein ganze Leben danach ausrichtet. Lasst uns uns daran erinnern, was f\u00fcr ein gro\u00dfe Gnade es ist, dass Jesus uns angenommen und uns unsere S\u00fcnden vergeben und uns zu Erben seines Reiches gemacht hat. Lasst uns uns neu bewusst machen, was f\u00fcr ein Privileg es ist, dass Gott uns als Bibellehrer f\u00fcr die Studenten und damit als Botschafter des Evangeliums berufen hat. Gott will unser Leben daf\u00fcr gebrauchen, um Menschen mit Gott zu vers\u00f6hnen \u2013 welche Aufgabe in der Welt k\u00f6nnte wichtiger sein? Lasst uns diese Gnade festhalten und uns bewusst bleiben, dass wir die gro\u00dfartigste Aufgabe haben, und den geistlichen Kampf nicht scheuen, unser ganzes Leben danach auszurichten; dann werden wir auch von Gott gro\u00dfartig gebraucht werden! M\u00f6ge Gott jedem von uns dabei helfen!<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"background: transparent;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil 2: Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungl\u00e4ubigen (6,11-7,1)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"background: transparent;\">Paulus\u2018 Bekenntnis, mit dem er um Verstehen und Vertrauen der Korinther bem\u00fchte, war an einem H\u00f6hepunkt angelangt. Er hatte damit angefangen, ihnen zu erkl\u00e4ren, warum er seine Reisepl\u00e4ne ge\u00e4ndert und sie nicht nochmals besucht hatte. In den Kapiteln 3, 4 und 5 hatte er ihnen praktisch sein Leben erkl\u00e4rt, seine Berufung, seinen Glauben, seine Ziele und seine Lebensweise. Das war nun, als er ihnen seine inneren und \u00e4u\u00dferen Leiden darlegte, zu einem H\u00f6hepunkt gekommen. So sagt er nun in den Versen 11-13: <b>\u201eO ihr Korinther, unser Mund hat sich euch gegen\u00fcber aufgetan, unser Herz ist weit geworden. Eng ist nicht der Raum, den ihr in uns habt; eng aber ist&#8217;s in euren Herzen. Ich rede mit euch als mit meinen Kindern; stellt euch doch zu mir auch so, und macht auch ihr euer Herz weit.\u201c <\/b>Je mehr Paulus an sie dachte und auf sie einging, desto weiter wurde sein Herz ihnen gegen\u00fcber. Er hatte viel Raum f\u00fcr sie im Herzen, sodass er sie trotz ihrer Skepsis ihm gegen\u00fcber liebte und f\u00fcr ihr Heil inst\u00e4ndig betete. Weil er sie als seine Kinder ansah, konnte er sie annehmen und verstehen, wie sie waren, und auf ihre Bedenken eingehen. Paulus wusste aber, dass es in ihrem Herzen eng war, dass sie wenig Raum f\u00fcr ihn und seine Worte hatten. Er warb um ihr Vertrauen und bat sie, dass sie gegen\u00fcber ihm, der sie als ihr geistlicher Vater liebte, auch eine entsprechende Haltung ihm gegen\u00fcber aufbringen sollten: sie sollten ihr Herz weit machen und annehmen, was er aus Liebe zu ihnen sagt. Paulus bat sie darum, weil er sie liebte und ihr Bestes wollte. Denn Paulus war bewegt von dem Wunsch, dass ihr Glaubensleben gelingen und sie das Ziel erreichen sollten. Aus diesem Anliegen brachte er ein dringende Ermahnung vor, die aus seiner Sorge um sie kam. Welche war das? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"background: transparent;\"><span style=\"font-size: medium;\">Lesen wir gemeinsam Vers 14: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eZieht nicht am fremden Joch mit den Ungl\u00e4ubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht f\u00fcr Gemeinschaft mit der Finsternis?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet das? Die Elberfelder \u00dcbersetzung lautet hier: \u201eLasst euch nicht an ein fremdes Joch spannen mit Ungl\u00e4ubigen (w\u00f6rtlich: seid nicht fremd zusammen\u001fgejocht mit Ungl\u00e4ubigen).\u201c Das Joch, das mehrere Tiere zum Ziehen eines Wagens oder eines Pflugs zusammenspannt, wurde gern als ein Bild f\u00fcr das eintr\u00e4chtige Zusammenleben und Zusammenwirken von Menschen gebraucht. Dabei k\u00f6nnen nur Tiere gleicher Art unter ein Joch gespannt werden; Tiere von verschiedener Art k\u00f6nnen und sollen nicht am selben Joch ziehen. Wenn Paulus hier vom \u201efremden\u201c Joch spricht, benutzt er das gleiche Wort, das in der griechischen \u00dcbersetzung des AT verwendet wird, wo Gott verbietet, dass die Israeliten Tiere von zweierlei Art sich paaren lassen. Was nicht zusammengeh\u00f6rt, soll der Mensch nicht k\u00fcnstlich verbinden und unter ein Joch spannen; und er soll sich auch nicht selbst unter ein fremdes Joch spannen lassen. Das passiert \u00fcberall dort, wo Gl\u00e4ubige sich auf Verbundenheiten mit denen einlassen, die Ungl\u00e4ubige sind und den Glauben an Jesus ablehnen. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"background: transparent;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was hei\u00dft das f\u00fcr uns? Wir sollen als Christen keine Jochgemeinschaft mit Ungl\u00e4ubigen Menschen haben, an ihrem fremden Joch nicht mit ziehen, weil sie in eine ganz andere Richtung streben, Dinge in dieser Welt zum Ziel haben (zum Beispiel Erfolg, Ansehen, Geld, bequemes, angenehmes Leben und Freude und Spa\u00df in dieser Welt usw.). Paulus betont, dass eine derartige Gemeinschaft, wo man mit ganzer Person und Kraft nach demselben Ziel strebt, nicht m\u00f6glich ist, weil wir von unserer Grundlage und unserer Lebenseinsetllung und unserem Ziel her grundverschieden sind. Das hei\u00dft nicht, dass wir keine Gemeinschaft mit Ungl\u00e4ubigen haben sollten. Jesus hat seine J\u00fcnger dazu berufen, in alle Welt zu gehen und aller Kreatur das Evangelium zu predigen. Wir sollen uns nicht aus der Welt zur\u00fcckziehen, sondern als Salz der Erde und Licht der Welt leben. Aber das hei\u00dft ja gerade, dass wir jeden Tag das Joch Jesu auf uns nehmen und tragen sollen, Menschen zu helfen, Gottes Liebe zu erkennen und sich ihm zuzuwenden. Wir sollen uns nicht unter ihr Joch einspannen lassen und bewusst oder unbewusst ihre weltliche Gesinnung teilen und ihre weltlichen Ziele verfolgen. Ich soll in der Firma meine Aufgaben von Herzen annehmen und flei\u00dfig daf\u00fcr arbeiten, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Aber ich soll diese Ziele nicht so verfolgen, als ob sie das Wichtigste w\u00e4ren oder meine eigene Karriere mein Ziel w\u00e4re, und nicht wie andere bis in die Nacht daf\u00fcr arbeiten und meine Gesundheit daf\u00fcr opfern. Wenn wir Gemeinschaft mit ungl\u00e4ubigen Freunden, Verwandten oder Bekannten haben, sollen wir im Bewusstsein behalten, dass sie von Gott getrennt sind und dass Jesus das dringende Anliegen hat, sie zu erretten. Wir sollen sie kurz gesagt aus Gottes Sicht sehen. Sonst kann es passieren, dass wir in ihr Joch mit eingespannt werden. Wir sollen auch in der Gemeinde nicht Ungl\u00e4ubige als Mitarbeiter aufnehmen und mit ihnen wie eine Einheit zusammenarbeiten. Das gilt insbesondere f\u00fcr Partnerschaften. Bei einer Freundschaft oder Ehe verbringt man nicht nur m\u00f6glichst viel Zeit zusammen, sondern lernt den anderen pers\u00f6nlich tief kennen und versucht bewusst oder unbewusst, die eigenen Einstellungen, Ziele und Lebensweisen aufeinander abzustimmen und ein gemeinsames Konzept f\u00fcr die Zukunft zu finden. Deshalb hat man schon damals das Bild vom Joch \u00fcber zwei Tieren auch als Bild f\u00fcr eine Ehe verwendet. Es ist ja auch essentiell f\u00fcr eine harmonische, gl\u00fcckliche Beziehung, dass beide sich tief verstehen und in ihren Einstellungen einig sind bzw. mit einander harmonieren. Richtiges Gl\u00fcck ist erst m\u00f6glich, wenn man sich mit seinem Partner so tief verbindet, dass man eins mit ihm wird. Wenn aber der Partner ungl\u00e4ubig ist und wir gl\u00e4ubig, ist das nicht m\u00f6glich. Wenn man diese Verbindung aufrecht erhalten will, wird man sich bewusst unbewusst aneinander anpassen, und zwar in beiden Richtungen. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"background: transparent;\"><span style=\"font-size: medium;\">Warum ist das so schlimm? Mit welcher Begr\u00fcndung warnt Paulus so eindringlich davor?<\/span><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir die Verse 14b-16: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht f\u00fcr Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus \u00fcberein mit Beliar? Oder was f\u00fcr ein Teil hat der Gl\u00e4ubige mit dem Ungl\u00e4ubigen? Was hat der Tempel Gottes gemein mit den G\u00f6tzen?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Hier macht Paulus mit sehr deutlichen Worten klar, warum Gl\u00e4ubige und Ungl\u00e4ubige sich nicht unter einem Joch verbinden sollten. Als Gl\u00e4ubige haben wir, die wir eigentlich S\u00fcnder sind, durch den Glauben an das Blut Jesu Christi von Gott den Status der Gerechtigkeit bekommen. Das ist eine unfassbar gro\u00dfe Gnade. Wie k\u00f6nnten wir uns mit denen verbinden, die noch in der S\u00fcnde leben und damit in der Ungerechtigkeit? Paulus wird noch deutlicher mit der Frage: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWas hat das Licht f\u00fcr Gemeinschaft mit der Finsternis?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Wie wir wissen, sind Licht und Finsternis Gegens\u00e4tze, die sich v\u00f6llig ausschlie\u00dfen; da wo es Licht ist, gibt es keine Finsternis. Da wo Finsternis herrscht, gibt es kein Licht mehr. Wie k\u00f6nnen diejenigen, die Kinder des Lichts geworden sind, doch wieder Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis haben? Und Paulus wird noch deutlicher mit der Frage: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWie stimmt Christus \u00fcberein mit Beliar?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Beliar bedeutet w\u00f6rtlich Schlechtigkeit, aber er wurde eine Bezeichnung f\u00fcr den Teufel. Es ists offensichtlich, dass Christus, der heilige Sohn Gottes, keinerlei \u00dcbereinstimmung mit dem Teufel hat. Ebenso hat der Gl\u00e4ubige, der einen ganz neuen Wesensstand von Gott bekommen hat, kein Teil mit dem Ungl\u00e4ubigen. Gott hat uns zu seinem Tempel gemacht, wo er wohnen und mit seiner Gnade und Wahrheit regieren will, wo wir ihn lieben und anbeten. In diesen Tempel wieder G\u00f6tzen zu bringen, w\u00e4re eine gro\u00dfe Verachtung der Gnade Gottes; das war gerade die S\u00fcnde, an der die Israeliten letztlich gescheitert sind. Hier wird deutlich, warum wir so stark gewarnt werden, uns mit Ungl\u00e4ubigen zu verbinden. Wenn wir mit ihnen eine Jochgemeinschaft eingehen, f\u00fchrt es unweigerlich dazu, dass wir auch an ihrem G\u00f6tzendienst teilhaben, also Menschen oder Dinge f\u00fcr am wichtigsten achten und uns von ihnen Freude und Gl\u00fcck erhoffen, ihnen also einen Stellenwert geben, der allein Gott zusteht. Das ist der G\u00f6tzendienst. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"background: transparent;\">Das war gerade die Sorge von Paulus. Deshalb fordert er im Vers 17-18 auf: <b>\u201eDarum \u00bbgeht aus von ihnen und sondert euch ab\u00ab, spricht der Herr; \u00bbund r\u00fchrt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen und euer Vater sein, und ihr sollt meine S\u00f6hne und T\u00f6chter sein\u00ab, spricht der allm\u00e4chtige Herr.\u201c<\/b> Weil wir vom allm\u00e4chtigen Gott angenommen worden und seine Kinder sind, sollen wir uns von allem, was uns geistlich unrein macht, trennen und von aller Unreinheit reinigen. Paulus fordert uns nicht einfach nur dazu auf, sondern zitiert Gottes gro\u00dfe Verhei\u00dfung, dass er, der allm\u00e4chtige Gott, unser Vater sein will und wir seine S\u00f6hne und T\u00f6chter sein sollen. Diese Verhei\u001f\u00dfung soll sich unserem Leben hier immer zeigen und soll im Himmel vollkommen erf\u00fcllt werden. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p class=\"western\" style=\"margin-right: 0cm; background: transparent;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"background: transparent;\">So hei\u00dft es im 7,1 schlussfolgernd: <b>\u201eWeil wir nun solche Verhei\u00dfungen haben, meine Lieben,<\/b><b>so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.\u201c<\/b> Auch diese Aufforderung leitet Paulus mit dem Hinweis auf die gro\u00dfen Verhei\u00dfungen Gottes ein. Weil wir die gro\u00dfe Verhei\u00dfung haben, dass Gott unser Vater sein wird und wir seine S\u00f6hne und T\u00f6chter, sollen wir uns hier von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes reinigen und in der Furcht Gottes die Heiligung vollenden. Wir wissen, dass Gott sich unsere Heiligung w\u00fcnscht und selbst daf\u00fcr wirken will. Aber wegen wiederholter Erfahrung mit unserer scheinbar unverbesserlicher S\u00fcndhaftigkeit k\u00f6nnen wir meinen, dass die Heiligung sehr schwer sei und dass die Vollendung unserer Heiligung unm\u00f6glich w\u00e4re. Aber dieses Wort ermutigt uns, dass wir uns im gl\u00e4ubigen Blick auf die Verhei\u00dfung von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes reinigen und die Heiligung vollenden k\u00f6nnen. Dabei betont das Wort \u201ealle\u201c, dass wir nicht nach unserem eigenen Ma\u00dfstab nur bestimmte Befleckungen ernst nehmen und andere f\u00fcr harmlos erkl\u00e4ren und ignorieren sollen. Gottes Wunsch ist dass wir heilig werden. Nicht nur Befleckungen unser Fleisches, sondern gerade auch Befleckungen unseres Geistes sind vor Gott ernste Probleme, die unserem neuen Stand als Kinder des allm\u00e4chtigen Gottes nicht entsprechen und unsere Beziehung zu ihm belasten. Hochmut in unserem Geist, Faulheit oder Lieblosigkeit und Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber Br\u00fcdern und Schwestern sind Befleckungen, die auch starke Auswirkungen auf Jesu Leib haben. Darum sollen wir uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes reinigen und die Heiligung vollenden. An dieser Stelle wird nicht gesagt, wie wir uns von aller Befleckung reinigen k\u00f6nnen. Wie wir wissen, k\u00f6nnen wir uns nicht selbst reinigen. Aber wie wir letzte Woche im 1. Johannesbrief gelesen haben, gilt: wenn wir Gott unsere S\u00fcnde bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns unsere S\u00fcnden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Dann k\u00f6nnen wir Gott erfreuen, selbst tiefe Freude in der Gemeinschaft mit ihm erleben. Dann haben wir die Grundlage und die geistliche Kraft, um ungl\u00e4ubige Freunde und Bekannte wirksam zu Jesus einzuladen und zu f\u00fchren. Lesen wir noch einmal das Leitwort: <b>\u201eZieht nicht am fremden Joch mit den Ungl\u00e4ubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht f\u00fcr Gemeinscahft mit der Finsternis?\u201c<\/b> M\u00f6ge Gott uns helfen, dieses Wort zu beherzigen und in der Gemeinschaft mit Gott zu leben und ein Segen f\u00fcr die Br\u00fcder und f\u00fcr viele zu werden, die Gott noch nicht kennen!<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Zieht nicht am fremden Joch \u201eZieht nicht am fremden Joch mit den Ungl\u00e4ubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? 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