{"id":3115,"date":"2014-07-07T05:57:51","date_gmt":"2014-07-07T03:57:51","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3115"},"modified":"2022-11-18T12:22:41","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:41","slug":"predigt-apostolisches-glaubensbekenntnis-07-offenbarung-146-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-apostolisches-glaubensbekenntnis-07-offenbarung-146-20\/","title":{"rendered":"Predigt: Apostolisches Glaubensbekenntnis 07 (Offenbarung 14,6 &#8211; 20)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/2014-07-06-Apostles-Creed-07-Message.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Der Richter der Lebenden und Toten<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd ich sah, und siehe, eine wei\u00dfe Wolke. Und auf der Wolke sa\u00df einer, der gleich war einem Menschensohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Offenbarung 14,14<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Es ist eine Weile her, dass wir uns mit dem apostolischen Bekenntnis besch\u00e4ftigt haben. Noch einmal zur Erinnerung: wir studieren dieses Bekenntnis, weil es eines der fr\u00fchen Dokumente der Christenheit ist. Fast alle Christen aller Zeiten, k\u00f6nnen sich mit dem Bekenntnis identifizieren. Obwohl es nicht Gottes Wort ist, fasst es die essentiellen Lehren der Bibel gut zusammen. Es fasst gut zusammen, woran wir als Christen glauben sollten. Mein Herzenswunsch ist es, dass wir in diesen grundlegenden Lehren Einheit haben k\u00f6nnen. Im Bezug auf den christlichen Glauben k\u00f6nnen wir in vielen Dingen anderer Meinung sein. Und das sind wir auch. Aber in den Lehren, die in dem Bekenntnis dargelegt sind, brauchen wir Einheit. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Der Abschnitt, mit dem wir uns heute befassen, lautet: \u201eaufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allm\u00e4chtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.\u201c Im Englischen gibt es f\u00fcr Himmel zwei verschiedene W\u00f6rter: \u201esky\u201c und \u201eheaven\u201c. \u201eSky\u201c ist die Gasschicht \u00fcber der Erdoberfl\u00e4che, die durch das Sonnenlicht blau aussieht. \u201eHeaven\u201c hat auf der anderen Seite eine rein geistliche Bedeutung. Himmel ist der \u201eOrt\u201c, den dem Gott regiert. Ich finde diese Unterscheidung hilfreich. Wir glauben an einen Jesus, der nach seinem Tod und nach seiner Auferstehung zu Gott zur\u00fcckkehrte. Aber die Himmelfahrt ist nat\u00fcrlich nicht das Ende. Von dort wird Jesus wieder kommen, um die Lebenden und die Toten zu richten. Genau das wird in Offenbarung 14,14 ausgedr\u00fcckt: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd ich sah, und siehe, eine wei\u00dfe Wolke. Und auf der Wolke sa\u00df einer, der gleich war einem Menschensohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Und das ist so ne Doktrin, die unter den christlichen Lehren nicht ganz so popul\u00e4r ist. Ein Jesus, der uns lehrt, dass wir unseren N\u00e4chsten lieben sollen wir uns selbst, ist wunderbar. Aber ein Jesus, der Menschen richtet und in die H\u00f6lle wirft, ist nicht akzeptabel. Es klingt geradezu l\u00e4cherlich! Die meisten unserer Zeitgenossen haben schon ein Problem damit, wenn man eine absolute Position vertritt. Zum Beispiel, wenn wir sagen, dass Jesus die absolute Wahrheit ist, dann sagen wir ja damit nichts anderes, als dass alle anderen Religionen und Weltanschauungen nicht die absolute Wahrheit sind. Zwei sich widersprechende Aussagen k\u00f6nnen nicht zur gleichen Zeit und auf die gleiche Art und Weise wahr sein. Eine absolute Position zu vertreten, ist sicherlich schon schlimm genug. Aber wir glauben nicht nur daran, dass Jesus die absolute Wahrheit ist. Wir glauben auch daran, dass er der Richter der Lebenden und Toten ist. Wir glauben daran, dass dieser Jesus eines Tages von allen Menschen Rechenschaft fordern wird mit ewigen Konsequenzen. Und das ist nat\u00fcrlich noch viel schlimmer. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Vor ungef\u00e4hr einem Jahr war ich in T\u00fcbingen auf einer kleinen Feier. Der Chef einer Biotechfirma hielt eine kurze Rede. In seiner Rede sagte er, dass viele Leute versucht haben, Gott zu beweisen, aber dass alle Gottesbeweise gescheitert sind. Er meinte, dass wir beruhigt davon ausgehen k\u00f6nnen, dass es keinen Gott gibt. Und dann kam der eigentliche Punkt, den er sagen wollte: wir k\u00f6nnen die Feierlichkeiten genie\u00dfen ohne Angst vor einem Gericht zu haben. Wenige Jahre davor gab es eine sehr \u00e4hnliche Botschaft in London und verschiedenen anderen St\u00e4dten auf der Welt. Es fuhren Busse mit der Aufschrift rum: \u201eEs gibt mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Also h\u00f6re auf, dir Sorgen zu machen und genie\u00dfe dein Leben.\u201c Ich finde das hochinteressant. Die Aufschriften sagten nicht: \u201eEs gibt keinen Gott. Also h\u00f6re auf, Wunder in deinem Leben zu erwarten.\u201c Die Aufschriften sagten auch nicht: \u201eEs gibt keinen Gott. Also gibt es keine objektive Realit\u00e4t und keinen wirklichen Sinn im Leben.\u201c Was die Aufkleber verneinten, war Gott als Richter; und dass wir Menschen einer ultimativen Autorit\u00e4t unterstellt sind. Und wenn wir noch ein paar J\u00e4hrchen in die Vergangenheit gehen, dann sehen wir einen Garten. In diesem Garten sagte eine Schlange zur Frau: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eIhr werdet keinesfalls des Todes sterben.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Die Verleugnung dessen, dass Gott richtet, hat also eine lange Tradition. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Aber die Frage bleibt nat\u00fcrlich. Wir sind aufgekl\u00e4rte, postmoderne Menschen des 21. Jahrhunderts. Warum macht es auch heute noch Sinn, an einen allm\u00e4chtigen Richter zu glauben? \u00dcber drei Punkte m\u00f6chten wir heute nachdenken. Erstens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die Notwendigkeit des Richters<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">; zweitens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>der Zorn des Richters<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">; drittens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>unsere Hoffnung<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\">\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Erstens, die Notwendigkeit des Richters<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">In unserem heutigen Text beschreibt Johannes zwei Visionen, die er im Bezug auf das Gericht hatte. Die erste Vision handelt \u00fcber das Gericht \u00fcber Babylon. Vers 8: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd ein zweiter Engel folgte, der sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die gro\u00dfe Stadt; denn sie hat mit dem Zorneswein ihrer Hurerei getr\u00e4nkt alle V\u00f6lker.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Die andere Vision finden wir in Vers 14 und folgende. Wir lesen in Vers 14: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd ich sah, und siehe, eine wei\u00dfe Wolke. Und auf der Wolke sa\u00df einer, der gleich war einem Menschensohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Hier wird das letzte Gericht als zwei Ernten beschrieben. Die erste Ernte ist eine Art Getreideernte wie zum Beispiel Weizen (daher die Sichel). Die andere Ernte handelt von Trauben. Viele Ausleger gehen davon aus, dass die erste Ernte davon handelt, dass Jesus seine Kinder versammelt. Bei der anderen Ernte geht es eindeutig um Gericht. Wenn die Bosheit der Menschen reif ist, werden die Trauben geerntet. Sie kommen in die Kelter des Zornes Gottes und werden drau\u00dfen vor der Stadt getreten. Der Text erw\u00e4hnt das groteske Detail, dass das Blut kilometerweit spritzt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wir haben diesen Text letztes Jahr schon studiert. Aber nur kurz zur Erinnerung, wir m\u00fcssen verstehen, dass Johannes\u2019 Zuh\u00f6rerschaft die Christen im r\u00f6mischen Reich am Ende des 1. Jahrhunderts waren. Viele von diesen fr\u00fchen Christen wurden bereits verfolgt. Bei etlichen von ihnen stand eine Verfolgung unmittelbar bevor. Die Stadt Babylon hier war ein Symbol f\u00fcr die Stadt Rom. Aber Babylon war nicht einfach reduziert auf die Stadt Rom oder das r\u00f6mische Reich. Es steht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Autorit\u00e4ten und Instanzen, welche die Christen verfolgt haben. Von r\u00f6mischen Geschichtsschreibern wissen wir, dass diese Verfolgungen sehr brutal und grausam sein konnten. Niemand von uns hat nur ann\u00e4hernd das mitgemacht, was sie erlebt hatten. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">W\u00e4hrend diese Christen gehasst, in Gef\u00e4ngnisse gesteckt, gepl\u00fcndert, ausgeraubt, verbrannt und L\u00f6wen zum Fra\u00df vorgeworfen wurden, sollten sie so leben, wie Jesus es ihnen vorgemacht hatte. Inmitten dieser Anfeindungen hatten die Christen die Aufgabe, so zu leben, wie Jesus es getan h\u00e4tte, wenn er ihr Leben gef\u00fchrt h\u00e4tte. Sie sollten ihre Feinde lieben und f\u00fcr ihre Verfolger beten. Sie sollten diejenigen segnen, die sie verfluchten und f\u00fcr die Vergebung derer beten, die sie gerade umbrachten. Und wir sehen schon, diese ersten Christen hatten mit Sicherheit keine Probleme damit, an einen ultimativen Richter zu glauben. Mit jeder Faser ihres Seins m\u00fcssen sie sich die R\u00fcckkehr Jesu herbeigew\u00fcnscht haben. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Es gibt mindestens zwei Gr\u00fcnde weshalb wir Gott als Richter brauchen. Der erste Grund ist folgender: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>ohne den absoluten Richter haben wir keine objektive Grundlage zwischen gut und b\u00f6se zu unterscheiden<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Nietzsche ist ber\u00fchmt, f\u00fcr seine Aussage: \u201eGott ist tot.\u201c Als Atheist war er ehrlich genug, um die Konsequenzen dessen zu Ende zu denken. Er schrieb: \u201eWohin ist Gott? &#8230; ich will es euch sagen! Wir haben ihn get\u00f6tet \u2013 ihr und ich! Wir sind seine M\u00f6rder! Aber wie haben wir das gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? St\u00fcrzen wir nicht fortw\u00e4hrend? Und r\u00fcckw\u00e4rts, seitw\u00e4rts, vorw\u00e4rts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht k\u00e4lter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? M\u00fcssen nicht Laternen am Vormittag angez\u00fcndet werden?\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Nietzsche stellt die faszinierende Frage: \u201eGibt es noch ein Oben und ein Unten?\u201c Ohne Gott ist jeder moralische Ma\u00dfstab nur relativ. Vielleicht denken sich einige: \u201eNa und? Dann ist Moral halt relativ.\u201c Aber die Folgen dessen sind gravierend. Wenn Moral relativ ist und wenn ich auf offener Stra\u00dfe eine Oma \u00fcberfalle und ihr die Handtasche klauen w\u00fcrde, wer sagt dann, dass das unmoralisch ist? Ohne einen absoluten Bezugspunkt w\u00e4re Moral einfach nur eine Meinungssache: \u201eDie Oma findet, dass es Unrecht war. Ich finde es war kein Unrecht.\u201c Vielleicht w\u00fcrdet ihr dann antworten: \u201eaber die meisten Menschen sind sich darin einig, dass es unmoralisch ist, einen Schw\u00e4cheren auszurauben.\u201c Aber wer sagt dann, dass die Mehrheit der Menschen Recht haben muss? Die meisten Menschen in Westeuropa finden es nicht so gut, dass Putin die Krim einverleibt hat. Aber die meisten Menschen in Russland haben damit kein Problem. Die meisten Menschen in Tibet finden, dass Chinas Einmarsch in ihr Land v\u00f6lkerrechtswidrig war. Die meisten der mehr als 1,3 Milliarden Chinesen haben keine moralischen Gewissensbisse. Wer entscheidet, was hier Unrecht ist und was nicht? Wer definiert gut und b\u00f6se? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Die allermeisten von uns sind im 20. Jahrhundert auf die Welt gekommen. Zur Erinnerung, es war das Jahrhundert, in dem Stalin Millionen umbrachte, in welchem zwei Weltkriege mehr als 60 Millionen Menschenopfer forderten, die mehr als 13 Millionen Opfer der Nazis durch den Holocaust nicht eingerechnet, in welchem bei dem Genozid in Ruanda innerhalb von 100 Tagen 800,000 Menschenleben ausgel\u00f6scht wurden, in welchem Pol Pot in Kambodscha mehr als 1,5 Millionen Menschen folterte und umbrachte. Das waren nur die krasseren Beispiele. Nie zuvor wurde in der Geschichte der Menschheit soviel Blut vergossen wie in dem Jahrhundert, in dem die meisten von uns geboren sind. Wenn wir vor den Massengr\u00e4bern dieser Verbrechen stehen, wenn wir die Berichte von Zeitzeugen lesen, die Familie und Freunde verloren haben, wenn wir hier in Deutschland die KZs bei Dachau oder Buchenwald besuchen, dann wissen wir alle, dass Moral nicht relativ ist. Jeder von uns wei\u00df, dass Ausschwitz nicht relativ b\u00f6se war. Wir wissen, dass das absolutes Unrecht war; und dass das Blut zum Himmel schreit. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Und in solchen Momenten wird uns deutlich: es muss einen absoluten Bezugspunkt geben. Es muss einen Richter des Universums geben, der absolut gerecht ist und nach dessen Ma\u00dfstab wir gerichtet werden. Ohne diesen Richter gibt es kein oben und kein unten, es gibt kein gut und kein b\u00f6se, und jede moralische Vorstellung w\u00e4re nichts anderes als eine Illusion. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Der zweite Grund <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>weshalb wir Jesus, den Richter brauchen, ist emotionaler Natur<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Ein Vorwurf der Christen immer wieder gemacht wird, lautet folgenderma\u00dfen: \u201ewenn ihr daran glaubt, dass manche Menschen von Gott gerichtet sind und andere nicht, f\u00fchrt das dann nicht zu mehr Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung?\u201c Die Antwort darauf lautet: nicht unbedingt. Eigentlich ist oftmals genau das Gegenteil der Fall. Miroslav Volf ist ein kroatischer Theologieprofessor an der Yale Universit\u00e4t. Volf wurde durch seine Erfahrungen im Kroatienkrieg gepr\u00e4gt. Volf schrieb Folgendes: \u201e&#8230; Gewalt entfaltet sich heimlich gen\u00e4hrt durch den Glauben an einen Gott, der sich weigert, das Schwert in die Hand zu nehmen. Meine Behauptung, dass die Umsetzung von Gewaltlosigkeit den Glauben an g\u00f6ttliche Rache beinhaltet, mag f\u00fcr viele Christen (f\u00fcr Nichtchristen sowieso) unbeliebt sein, vor allem f\u00fcr die Theologen im Westen.\u201c Aber stellt euch vor, dass ihr Leute in einem Kriegsgebiet belehren wollt, die erlebt haben, wie ihre D\u00f6rfer gepl\u00fcndert und verbrannt wurden; die T\u00f6chter und Schwestern haben, die vergewaltigt wurden; deren V\u00e4tern und Br\u00fcdern die Kehlen aufgeschlitzt wurden. Und dann wollt ihr sie belehren, dass sie keine Rache aus\u00fcben sollten, weil Gott einfach nur Liebe ist und allen Menschen vergibt. Volf sagte dann: \u201eIhr werdet feststellen, dass es die Ruhe eines friedlichen Vorortes erfordert, um mit der Behauptung aufzukommen, dass menschliche Gewaltlosigkeit der Weigerung Gottes entspricht zu richten. Auf verbrannter Erde, die getr\u00e4nkt ist mit dem Blut von Unschuldigen wird eine solche Behauptung unweigerlich aussterben.\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Angenommen, wir haben wirkliches Unrecht erfahren. Das Letzte, womit wir etwas anfangen k\u00f6nnen, sind Leute, die sagen: \u201eKannst du nicht einfach vergeben?\u201c oder \u201eGewalt ist keine L\u00f6sung.\u201c Im Angesichts des Unrechts gibt es eigentlich nur zwei M\u00f6glichkeiten. Entweder wir tun alles, um Vergeltung in unsere eigenen H\u00e4nde zu nehmen und geraten dabei in eine Spirale der Gewalt. Oder aber wir \u00fcberlassen die Vergeltung einem anderen. Aber letzteres k\u00f6nnen wir nur dann tun, wenn wir daran glauben, dass Gott sein Schwert in die Hand nehmen wird. Wir k\u00f6nnen nur dann gewaltlos bleiben, wenn wir daran glauben, dass die letzte Abrechnung noch folgen wird. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wenn wir der Meinung sind, dass die Idee von einem absoluten Richter, l\u00e4cherlich ist, dann zeigt das einfach nur, dass wir selbst noch nicht das Opfer von echtem Unrecht geworden sind. Es zeigt, dass wir oberfl\u00e4chlich sind, in der Betrachtung der Welt. Und es zeigt, dass wir naiv sind im Bezug auf die Realit\u00e4t der menschlichen Bosheit in dieser Welt. Ob wir es bewusst tun oder nicht, wir alle leben, als ob es den Richter gibt, auch dann, wenn wir nicht wirklich an ihn glauben oder nicht an ihn glauben wollen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\">\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zweitens, der Zorn des Richters<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wenn es also diesen Richter gibt, dann stellt sich die n\u00e4chste Frage: wie richtet er? Was richtet er? Wir finden die Antwort im Text. Verse 9b und 10: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eWenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand, der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und er wird gequ\u00e4lt werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Und in Vers 19: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd der Engel setzte sein Winzermesse an die Erde und schnitt die Trauben am Weinstock der Erde und warf sie in die gro\u00dfe Kelter des Zornes Gottes.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Ein Wort, das hier dreimal erw\u00e4hnt wird, ist Gottes Zorn. In der Antike war der Giftbecher eine \u00fcbliche Methode der Hinrichtung. Und dieser Kelch oder Becher wurde geradezu zu einem Sinnbild f\u00fcr Gottes Zorn. In Psalm 75,8.9 lesen wir z.B.: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eGott ist Richter, der diesen erniedrigt und jenen erh\u00f6ht. Denn der HERR hat einen Becher in der Hand, mit starkem Wein voll eingeschenkt. Er schenkt daraus ein, und die Gottlosen auf Erden m\u00fcssen alle trinken und sogar die Hefe schl\u00fcrfen.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Gott ist zornig. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wie ist der Zorn Gottes zu verstehen? Gottes Zorn ist nicht einfach ein unkontrollierter Gef\u00fchlsausbruch. Gottes Zorn ist kein willk\u00fcrlicher, cholerischer Zorn. Sein Zorn ist absolut heilig und absolut berechtigt. Aber vor allen Dingen ist sein Zorn im Kontext seiner Liebe zu verstehen. In 1. Johannes 4,8 schrieb der Apostel: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eWer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Das, was Gott in seiner Essenz ausmacht, die prim\u00e4re Motivation von all seinem Handeln, ist Liebe. Es ist eine sich selbst ent\u00e4u\u00dfernde, sich selbst aufgebende und v\u00f6llig hingebende Liebe. Wenn Gott uns mit solch einer Liebe liebt, dann muss er zornig werden. Nat\u00fcrlich ist Gott zornig. Er ist zornig auf alles, was seine Sch\u00f6pfung und sein Eigentum kaputtmacht, entehrt und degradiert. Er ist zornig auf Menschen, die andere Menschen zerst\u00f6ren einschlie\u00dflich der Menschen, die ihr eigenes Leben kaputt machen. Gott richtet im Zorn. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Die n\u00e4chste Frage ist, was genau richtet Gott? In Offenbarung 14 sind zwei Gruppen von Menschen gegen\u00fcber gestellt. Die eine Gruppe von Menschen folgt dem Tier (aus Kapitel 13), die andere Gruppe folgt dem Lamm. Das Tier aus Kapitel 13 ist der sogenannte Antichrist. Der Antichrist ist nicht einfach ein Mensch, sondern vermutlich eine ganze Reihe an Herrschern und Regimes, die Christen verfolgt haben und noch immer verfolgen. Das Tier symbolisiert alles, was der Herrschaft Christi entgegengesetzt ist. Wir sehen hier aber, dass es nur zwei Gruppen gibt. Es gibt keine Zwischengruppe. Entweder man geh\u00f6rt dem Lamm an oder man geh\u00f6rt dem Tier an. Und das scheint ja alle Klischees zu best\u00e4tigen: \u201eDie Guten kommen in den Himmel, die B\u00f6sen kommen in die H\u00f6lle. Wenn man genug gute Werke tut, erwirbt man die Zugeh\u00f6rigkeit zum Lamm; wenn man nicht genug gute Werke tut, geh\u00f6rt man zum Tier.\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Aber wie geh\u00f6rt man der einen oder anderen Gruppe an? Vers 9: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eWenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand&#8230;\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Und diese Worte werden noch einmal in Vers 11 wiederholt: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201e&#8230; sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild und wer das Zeichen seines Namens annimmt.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Das ist die eine Gruppe. Auf der anderen Seite sagt uns Vers 12: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eHier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus!\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Aber wenn wir uns das noch einmal genauer unter die Lupe nehmen: Anbetung, Zeichen annehmen, Geduld, Glauben, was ist das alles? Es sind nicht einfach Werke und Taten und \u00e4u\u00dferes Verhalten. Es sind vor allem Dinge, die sich in unserem Herzen abspielen. Anbetung und Glauben stehen f\u00fcr die Dinge, die wir f\u00fcr am Wichtigsten in unserem Leben erachten. Was wir anbeten und woran wir glauben ist letztendlich das, wovon wir uns bestimmen lassen. Es geht darum wie unser Herz geschaltet ist, welche Priorit\u00e4ten wir haben, welche Maximen wir verfolgen, was uns im tiefsten Inneres bewegt und motiviert. Mit einem Wort, Gott richtet uns danach, wer auf dem Thron unseres Herzens sitzt; ob Gott uns regiert oder irgendetwas anderes. Was ist dann mit dem Halten von Gottes Geboten? Jesus hatte seine J\u00fcnger gelehrt, dass wir an den Fr\u00fcchten erkennen, ob ein Baum gut oder schlecht ist. Die Fr\u00fcchte machen den Baum nicht gut oder schlecht. Es ist umgekehrt. Ein guter Baum bringt gute Fr\u00fcchte hervor, ein schlechter Baum nicht. Das Halten von Gottes Geboten ist nichts anderes als ein Auswuchs von dem, was sich in unserem Herzen befindet. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Aber wenn wir nach dem gerichtet werden, was in unserem Herzen ist, dann bedeutet es nichts anderes als dass niemand vor Gott bestehen kann. Niemand von uns hat ein reines Herz. Niemand von uns hat Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Gem\u00fct und allen Kr\u00e4ften geliebt und den N\u00e4chsten wie sich selbst. Wenn die 10 schlimmsten Gedanken, die uns nur an einem einzigen Tag kommen, f\u00fcr jedermann \u00f6ffentlich gemacht werden w\u00fcrden, w\u00fcrden wir ein Loch buddeln und uns selbst begraben. Kein Mensch ist hier besser als der andere. Die Bibel sagt, dass alle Menschen S\u00fcnder sind ohne Ausnahme. Wir alle verdienen den Kelch des Zorns. Wir alle geh\u00f6ren unter Gottes Winzermesser. Wir alle verdienen es in seiner Kelter zertreten zu werden. Wer kann vor ihm bestehen? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\">\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Drittens, unsere Hoffnung<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Im ersten Teil habe ich argumentiert, dass die ganze Menschheit ohne den Richter keine Gerechtigkeit und keinen Grund zur Hoffnung hat. Im zweiten Teil haben wir gesehen, dass wenn dieser Richter existiert, kein Mensch vor ihm bestehen kann, weil er uns nach dem richtet, was in unserem Herzen ist und weil jeder von uns ein S\u00fcnder ist. Und das ist eine Zwickm\u00fchle: ohne Richter gibt es keine Gerechtigkeit; mit Richter wird seine Gerechtigkeit uns umbringen. Ohne Richter gibt es keine Hoffnung f\u00fcr die Welt; mit Richter keine Hoffnung f\u00fcr mich. Was ist die L\u00f6sung?<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Die L\u00f6sung ist das Evangelium, die frohe Botschaft. Was wirklich erstaunt ist, wie viele Hinweise es daf\u00fcr in unserem Text gibt. Vers 6: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verk\u00fcndigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und St\u00e4mmen und Sprachen und V\u00f6lkern. Und er sprach mit gro\u00dfer Stimme: F\u00fcrchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Die frohe Botschaft ist, dass jeder Mensch umkehren kann. Und hier ist noch viel mehr. Unser Text erw\u00e4hnt den Kelch des Zorns, die Wolke der Herrlichkeit und die Kelter drau\u00dfen vor der Stadt. Es sind alles Elemente, die wir bereits aus den Evangelien kennen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wir sehen den Kelch des Zorns als Jesus im Garten Gethsemane mit Gott rang. Markus 14,35 und 36: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd er ging ein wenig weiter, warf sich auf die Erde und betete, dass, wenn es m\u00f6glich w\u00e4re, die Stunde an ihm vor\u00fcberginge, und sprach: Abba, mein Vater, alles ist dir m\u00f6glich; nimmt diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Jesus war mit dem Kelch konfrontiert. Jesus sah dem Zorn Gottes ins Angesicht. Die Antwort auf Jesu Gebet war: es gab keinen anderen Weg. Jesus musste den Kelch trinken bis zum letzten Schluck. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wenig sp\u00e4ter wurde Jesus verhaftet und vor das h\u00f6chste Gericht gestellt. Der Hohepriester fragte Jesus: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eBist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten?\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Jesus antwortete darauf: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eIch bin\u2019s; und ihr werdet sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen mit den Wolken des Himmels.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Was bedeutet diese Antwort? Bei Wolken denken wir an das kondensierte Wasser weiter oben in der Luft. Wir denken an die Wolken der Erde. Aber wenn die Juden das Wort \u201eWolken des Himmels\u201c h\u00f6rten, hatten sie eine ganz andere Vorstellung. Die Wolken des Himmels repr\u00e4sentierten die Herrlichkeit Gottes. Jesus sagte folgendes: \u201eIch bin der wahre Gott, der auf den Wolken der Herrlichkeit kommen wird, um die Welt zu richten.\u201c Sobald Jesus diese Antwort gegeben hatte, zerriss der Hohepriester seine Kleider. F\u00fcr alle Anwesenden war klar: Jesus hatte Gott gel\u00e4stert. Darauf stand die Todesstrafe. Jesus wurde sofort zum Tod verurteilt. Was wir hier sehen ist eine vollkommen verkehrte Welt! Jesus ist derjenige der die Menschen h\u00e4tte richten sollen. Stattdessen richteten die Menschen Jesus. Die Menschen h\u00e4tten auf der Anklagebank sitzen m\u00fcssen. Aber stattdessen sa\u00df Jesus auf der Anklagebank. Mit anderen Worten, Jesus wurde zum Richter, der gerichtet wurde. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Noch etwas sp\u00e4ter sehen wir die Kelter drau\u00dfen vor der Stadt. Jesus wurde au\u00dferhalb von Jerusalem gekreuzigt. Er wurde getreten wie Weintrauben in der Kelter. Sein Blut wurde vergossen. Als Jesus am Kreuz starb, erfuhr er den ganzen Zorn Gottes. Was ist die frohe Botschaft? Die frohe Botschaft ist, dass Jesus am Kreuz so von Gott behandelt wurde, wie wir es verdient h\u00e4tten, damit wir von Gott so behandelt werden k\u00f6nnen wir nur Jesus es verdient hat. Die frohe Botschaft ist, dass alle, die an diesen Jesus glauben, ihren Gerichtstag bereits hinter sich haben. Unser Gerichtstag geschah ungef\u00e4hr im Jahr 30 nach Christus, als drau\u00dfen vor der Stadt Jerusalem der Richter an unserer Stelle gerichtet wurde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet werden. Wenn wir das verstanden haben, dann kann das unser ganzes Leben radikal auf den Kopf stellen. Ich m\u00f6chte hier nur zwei Anwendungen diskutieren. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Erstens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die R\u00fcckkehr des K\u00f6nigs sollte unsere Hoffnung und gr\u00f6\u00dfte Freude sein<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. F\u00fcr die meisten Menschen unserer Zeit ist die R\u00fcckkehr Jesu einfach l\u00e4cherlich. F\u00fcr die meisten Menschen in unserer Gemeinde ist die R\u00fcckkehr eine m\u00e4\u00dfig wichtige Nachricht, die man zur Kenntnis genommen hat. Aber f\u00fcr die ersten Christen war diese Nachricht Trost und Hoffnung. Sie konnten sich bei lebendigem Leibe verbrennen und auffressen lassen, weil sie daran glaubten. Wie stehen wir zur R\u00fcckkehr Jesu? Wenn wir einen Test haben m\u00f6chten, wie sehr wir das Evangelium wirklich verstanden und wirklich angenommen haben, dann k\u00f6nnen wir uns folgende Fragen stellen: wie sehr freuen wir uns auf Jesu R\u00fcckkehr? Wie h\u00e4ngen unsere gr\u00f6\u00dften Lebenshoffnungen mit K\u00f6nig Jesus zusammen? Je mehr wir das Evangelium verstanden und angenommen haben, je tiefer diese radikale Botschaft in unser Herz gedrungen ist, desto gr\u00f6\u00dfer werden unser Trost und unsere Freude im Bezug auf Jesu R\u00fcckkehr sein. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><a name=\"_GoBack\"><\/a> <span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zweitens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>wir sollen unser Leben nicht verschwenden<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Hebr\u00e4er 9,27 sagt: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201ewie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach das Gericht.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Jeder von uns wird einmal sterben. Diejenigen, die an Jesus glauben, die hatten bereits den Tag des Gerichts in Jesus. Aber die Tatsache, dass er an unserer Stelle gerichtet wurde, bedeutet nichts anders, als dass unser Leben ihm geh\u00f6rt. Er hat uns gerettet, dass wir von nun an f\u00fcr ihn leben und nicht l\u00e4nger f\u00fcr uns selbst. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Unter den zeitgen\u00f6ssischen Predigern hat es vielleicht kaum jemand besser auf den Punkt gebracht als John Piper. Er sagt: \u201eEs ist m\u00f6glich, dass du dein Leben verschwendest. Wenige Dinge lassen mich so sehr zittern wie die M\u00f6glichkeit, dass ich dieses einmalige Geschenk des Lebens nehme und vergeude. Jeden Morgen wenn ich als kleiner Junge in die K\u00fcche kam, habe ich eine Aufschrift gesehen, auf der stand: \u201eNur ein Leben, es ist bald gewesen; nur das, was f\u00fcr Christus geschah, wird \u00fcberleben.\u201c (Im Englischen reimt sich das etwas sch\u00f6ner). Und nun bin ich fast 58 Jahre alt und der Fluss des Lebens schwappt \u00fcber w\u00e4hrend es das Gef\u00e4lle meines Lebens mit rasanter Geschwindigkeit herunterl\u00e4uft. Mehr und mehr rieche ich Ewigkeit. Und wie ich mir w\u00fcnsche, dass ich mein Leben richtig nutze. Es ist so kurz und so zerbrechlich und so endg\u00fcltig. Du hast eine Chance dein Leben zu leben. Danach das Gericht. &#8230;<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Was sieht ein Leben aus, das nicht vergeudet ist? Was ist die Essenz eines nicht verschwendeten Lebens? &#8230; Ein Leben, das den unendlichen Wert Christi so zur Schau stellt, dass die ganze Welt es sehen kann. Die Leidenschaft eines nicht verschwendeten Lebens ist es voller Freude die \u00fcberragende Exzellenz Christi durch die Art wie wir leben, offen zu legen.\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wie tun wir das? Indem wir Jesus, den Richter der Lebenden und der Toten, zur gr\u00f6\u00dften und bleibenden Freude unseres Lebens machen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der Richter der Lebenden und Toten \u201eUnd ich sah, und siehe, eine wei\u00dfe Wolke. 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