{"id":3043,"date":"2014-05-19T22:31:26","date_gmt":"2014-05-19T20:31:26","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3043"},"modified":"2022-11-18T12:22:44","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:44","slug":"predigt-2-korinther-212-33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-korinther-212-33\/","title":{"rendered":"Predigt: 2. Korinther 2,12 \u2013 3,3"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/P03-2K0212-0303.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Ein Wohlgeruch Christi<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDenn wir sind f\u00fcr Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, undunter denen, die verloren werden\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"JUSTIFY\">(2,15)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vor zwei Wochen haben wir betrachtet, dass Apostel Paulus die Korinther Christen als seinen Ruhm und seine Freude betrachtete und ihnen geduldig erkl\u00e4rte, warum er sie nicht besucht hatte. Der heutige Text besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil gibt Paulus den Korinthern weiter Einblick, wie er sein Leben vor Gott gef\u00fchrt hat, und bezeugt dabei seine Identit\u00e4t als \u201eein Wohlgeruch Christi\u201c. Im zweiten Teil erfahren wir, wie Paulus die Korinther ungeachtet der Probleme aus Gottes Perspektive betrachtete und sie ihre Identit\u00e4t als ein Brief Christi lehrte. M\u00f6ge Gott uns durch sein Wort helfen, unsere Identit\u00e4t als Christen und damit unsere Bedeutung vor Gott und Aufgabe gegen\u00fcber den Menschen klarer zu begreifen!<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil 1: Wir sind f\u00fcr Gott ein Wohlgeruch Christi (2,12-17)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir die Verse 12 und 13: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAls ich aber nach Troas kam, zu predigen das Evangelium Christi, und mir eine T\u00fcr aufgetan war in dem Herrn, da hatte ich keine Ruhe in meinem Geist, weil ich Titus, meinen Bruder, nicht fand; sondern ich nahm Abschied von ihnen und fuhr nach Mazedonien.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Paulus setzte hier seine Erz\u00e4hlung dar\u00fcber fort, was in der Zeit, als er sie urspr\u00fcnglich hatte besuchen wollen, passiert war. Paulus war von Ephesus aus nach Troas gereist, einer Stadt am nordwestlichen Rand Kleinasiens. Paulus reiste dorthin, um das Evangelium Christi zu predigen: Und tats\u00e4chlich war ihm dort eine T\u00fcr aufgetan in dem Herrn, d.h er fand dort offene Ohren und Herzen vor, Menschen, die bereit waren, das Evangelium vom Heil in Christus zu h\u00f6ren und anzunehmen. Paulus spricht auch offen \u00fcber das Problem, das ihn in dieser Zeit in Troas sehr belastete. Paulus hatte davor Titus von Ephesus aus nach Korinth geschickt, der ihnen Paulus\u2018 Botschaft \u00fcberbringen sollte, vermutlich den sogenannten \u201eTr\u00e4nenbrief\u201c. Danach sollte Titus nach Troas reisen und Paulus dort treffen. Aber Titus kam nicht. Paulus gibt offen zu, dass er deswegen keine Ruhe in seinem Geist fand. Er war unruhig bei dem Gedanken, dass Titus m\u00f6glicherweise unterwegs etwas passiert war, zum Beispiel ein \u00dcberfall von R\u00e4ubern. Zum andern hatte er auf gute Nachrichten \u00fcber die Reaktion der Korinther auf seine Worte gehofft, aber er erfuhr davon nichts. Paulus verabschiedete sich von den Frischbekehrten in Troas und fuhr mit dem Schiff nach Mazedonien, um Titus entgegenzugehen. Paulus unterbricht seinen Bericht an dieser Stelle zugunsten eines langen Exkurses, und setzt seine Erz\u00e4hlung erst in Kap. 7 fort. In Kap. 7,5-7 berichtet er, wie er in Mazedonien von innen und von au\u00dfen bedr\u00e4ngt war, wie sehr er sich dann aber freute, als er Titus traf, der ihm gute Nachrichten aus Korinth mitbrachte. Hier sehen wir Paulus nicht als gro\u00dfen Helden, sondern als Hirten in Unruhe und Bedr\u00e4ngnis. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Paulus wusste, dass manche der Kritiker in Korinth von ihm behaupteten, dass er schwach w\u00e4re. Daher h\u00e4tte Paulus die Erw\u00e4hnung seiner Unruhe weglassen k\u00f6nnen. Aber Paulus ging es nicht darum, selbst als stark dazustehen. Es ging ihm nicht um sich, sondern um Christus. Er schreibt im Vers 14 weiter: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eGott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Paulus dankte Gott daf\u00fcr, dass er ihnen in Christus allezeit Sieg gibt. Das griechische Wort, das Luther mit \u201eSieg\u201c \u00fcbersetzt hat, wurde f\u00fcr Triumphz\u00fcge verwendet, die K\u00f6nige oder Kaiser nach ihrem Sieg veranstalteten. Bei so einem Siegeszug f\u00fchrten sie auch Kriegsgefangene und Sklaven mit sich. Daher lautet hier die Elberfelder \u00dcbersetzung, dass Paulus Gott dankte, dass er sie allezeit einherf\u00fchrt in dem Triumphzug des Christus. Paulus dankte Gott also daf\u00fcr, dass er an dem gro\u00dfen Siegeszug Christi teilnehmen durfte. Paulus pries Jesus Christus, dessen Sklave er geworden war, und er war dankbar, dass er ihn auf seinem Siegeszug mitnahm. Fr\u00fcher, als Paulus sein eigener Herr sein wollte, hatte er ungewollt gegen Gott rebelliert und war gegen seinen Christus sturmgelaufen. Nachdem Jesus ihm erschienen war, war Paulus sein Sklave geworden und folgte ihm treu und \u00fcberall hin. Er war dankbar, dass Christus ihn auf seinem Triumphzug durch die Welt mitnahm und ihn so auch an seinem gro\u00dfen Sieg teilhaben lie\u00df. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Bedeutung sah er dabei f\u00fcr sich selbst in diesem Siegeszug Christi? Betrachten wir nochmals Vers 14. Paulus sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201e&#8230; und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkentnis durch uns an allen Orten!\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Bei den Triumphz\u00fcgen der Kaiser wurde \u00fcberall auf allen Alt\u00e4ren der Stra\u00dfe entlang Weihrauch verbrannt, der einen ganz besonderen Wohlgeruch verbreitete. Paulus sagte wohl im Hinblick auf diese Tradition, dass Gott durch ihn den Wohlgeruch der Erkenntnis Christi verbreitete. Paulus sah sich nicht als gro\u00dfen Akteur in Gottes Werk, sondern als einen Sklaven, einen Diener, den Christus auf seinem gro\u00dfen Siegeszug mit einherf\u00fchrt, und als ein Feuer, das einen ganz spezifischen Wohlgeruch verbreitet, der die Menschen auf Christus hinweist. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir den Vers 15: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn wir sind f\u00fcr Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Paulus und seine Mitarbeiter waren ein Wohlgeruch Christi unter den Gl\u00e4ubigen und den Ungl\u00e4ubigen. Er war ein Wohlgeruch Christi, d.h. von ihm ging ein ganz bestimmter \u201eGeruch\u201c aus, der auf Christus hinweist, durch seine Person und Leben wurde offenbar, wer Christus ist: seine Liebe zu den S\u00fcndern, sein heiliger Wille, seine Ver\u00e4nderungsmacht, die Freude in Christus, die Hoffnung auf Gott und sein ewiges Reich und vieles mehr. Das geschah nicht nur durch Paulus aktives Zeugnis von Christus, sein Lehren und Predigen von Jesus, sondern durch seine Person und sein Leben, selbst wenn er nicht von Jesus redete. Auch wenn Paulus durch die Sorge um einen anderen Menschen beunruhigt war, wie es in Troas der Fall war, oder wenn er wie in Mazedonien von allen Seiten bedr\u00e4ngt war, hatte er trotzdem den Wohlgeruch der Erkenntnis Christi, ja Gott offenbarte durch ihn den Wohlgeruch der Erkenntnis Christi an allen Orten. Wie war das m\u00f6glich? Es war m\u00f6glich, weil Paulus immer in Christus war. Paulus hatte Christus erkannt und seine Gnade der Vergebung tief angenommen. Von da an lebte Paulus als ein Diener Christi und lebte aus dem Glauben an ihn, verbunden mit ihm.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Dieser Wohlgeruch wird von den Menschen sehr unterschiedlich wahrgenommen. Vers 16a sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201ediesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"> Menschen, deren Leben auf Christus hinweist, ist f\u00fcr die Menschen, die das Evangelium nicht annehmen wollen, ein Geruch des Todes zum Tode. Er ist f\u00fcr sie unangenehm, weil er sie auf Gottes Heiligkeit hinweist und darauf, dass es nach dem Tod das ewige Leben oder das Gericht gibt. Er weist darauf hin, dass sie den Weg zum Tod und Zerst\u00f6rung gehen, wenn sie nicht Bu\u00dfe tun. Den anderen, die an Gottes Evangelium glauben oder daf\u00fcr offen sind, ist der Wohlgeruch Christi ein Geruch des Lebens zum Leben. Wenn sie das Aroma Christi wahrnehmen, werden sie dadurch ermutigt, weiter an Jesu Liebe und Barmherzigkeit zu gauben und weiter auf dem Weg zum Leben zu gehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet das f\u00fcr uns? Gilt das, was Paulus hier \u00fcber den Wohlgeruch Christi sagt, nur f\u00fcr ihn? Offensichtlich nicht! Denn er sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn wir sind f\u00fcr Gott ein Wohlgeruch Christi &#8230;\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Er schlie\u00dft ausdr\u00fccklich seine Mitarbeiter mit ein. Wenn wir dar\u00fcber weiter nachdenken, k\u00f6nnen wir erkennen, dass dieses Wort grunds\u00e4tzlich f\u00fcr alle Christen gilt. Gott will, dass jeder Gl\u00e4ubige ein Wohlgeruch Christi ist. Jeder, der Christus erkannt hat und in ihm lebt, hat eigentlichen einen ganz besonderen, einzigartigen \u201eGeruch\u201c, er hat etwas, was aus seiner Verbindung mit Christus kommt: etwas von Jesu Heiligkeit, von seiner Liebe und Barmherzigkeit mit den Menschen, seine Demut, seinen Eifer und Mut, von Gottes Reich zu erz\u00e4hlen, seinen Frieden und seine Hoffnung auf Gottes Reich. Dadurch weist er die Menschen auf Jesus Christus hin, mit und ohne Worte.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Warum wird aber nicht von allen Christen der Wohlgeruch Christi in gleichem Ma\u00dfe verbreitet? Nicht alle Christen sind ein Wohlgeruch Christi wie Paulus, nicht wahr? Wenn wir ehrlich fragen: Was f\u00fcr ein geistlicher \u201eGeruch\u201c geht von uns aus? Wie sehr verbreiten wir in unserer Umgebung Jesu Gnade und Liebe? Sehen die Menschen in unserer Umgebung Jesu Heiligkeit, seine reine Freude und Hoffnung auf das Himmelreich? Oder gehen von uns viel mehr andere Dinge aus? Wenn in uns lauter menschliche Gedanken sind, irdische W\u00fcnsche und Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber anderen, \u00fcberlagern diese Dinge den Wohlgeruch Christi. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wie viel geistlicher Wohlgeruch von uns ausgeht, h\u00e4ngt davon ab, wie tief wir Christus und seine Gnade erkannt haben und wie konsequent wir in ihm bleiben.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Von Paulus ging allezeit der Wohlgeruch Christi aus, weil Paulus in allen Situationen in Christus blieb. Sowohl wenn alles gut ging, als auch in Schwierigkeiten blieb Paulus in Christus, er hielt seine Gnade und die Dankbarkeit daf\u00fcr fest, lebte bewusst aus dem Glauben und der Hoffnung auf das ewige Leben. Dadurch blieb er in der Dankbarkeit, der Freude und der Liebe zu anderen Menschen. Daher wurden durch ihn allezeit die Menschen auf Christus hingewiesen, sein Leben hat allezeit Christus offenbart. Wir sind ein Wohlgeruch Christi \u2013 das ist Gottes Wille. Wir sollen uns dessen in unserem allt\u00e4glichen Leben bewusst sein. Vor allem sollen wir daf\u00fcr beten, dass wir wie Paulus Christus immer tiefer erkennen und in allen Situationen ihm bleiben, damit von uns allezeit ein geistlicher Duft ausgeht, der die andern Menschen auf Christus hinweist und sie zum Glauben ermutigt. Gott helfe uns dabei.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Betrachten wir Vers 16b. In den Worten <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201eWer aber ist dazu t\u00fcchtig?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"> klingt an, wie sehr sich Paulus der hohen Verantwortung als Diener Gottes bewusst war und dass es f\u00fcr ihn keineswegs selbstverst\u00e4ndlich war, dass Christen immer guten geistlichen Einfluss aus\u00fcben. Paulus antwortet auf diese Frage erst im Kap. 3,5ff, was wir erst n\u00e4chstes Mal betrachten werden. Aber an dieser Stelle hier geht er auf einige Leute ein, die sich in der Korinther Gemeinde gro\u00df machten und viele Probleme verursachten. Er sagt im Vers 17a: <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201eWir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Gesch\u00e4fte machen\u201c. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Paulus wusste, dass es viele gab, die das Wort Gottes aus unlauteren Motiven verk\u00fcndigten, auch in der Korinther Gemeinde. Das griechische Wort f\u00fcr \u201eGesch\u00e4fte machen\u201c kommt im Neuen Testament nur an dieser Stelle vor und wurde damals etwa f\u00fcr Gastwirte verwendet, die den Menschen minderwertiges Essen und gepanschten Wein gaben, um dadurch mehr Gewinn zu erlangen. Paulus tadelte hier indirekt klar diejenigen, die das Wort nicht f\u00fcr Gottes Ehre und das Wohl der Gl\u00e4ubigen lehrten, sondern f\u00fcr materiellen Gewinn, durch Bezahlung oder viele Geschenke. Wer mit so einer Haltung wirkt, von dem kann kein Wohlgeruch Christi ausgehen. Wer so handelt, missbraucht das Evangelium und betr\u00fcgt Gott und die Menschen, die doch durch ihn zum Leben kommen sollen. Paulus distanzierte sich klar von ihnen, indem er sagte: <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201esondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott reden muss, so reden wir vor Gott in Christus.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"> Paulus stellte klar, dass man aus Lauterkeit, also aus reinen Motiven, und aus Gott reden muss. Er betont, dass er und seine Mitarbeiter so vor Gott in Christus redeten. Dies ist unerl\u00e4sslich; aber es gibt auch f\u00fcr uns latent immer die Gefahr, dass wir das, was wir sagen, den W\u00fcnschen der Menschen anpassen. M\u00f6ge Gott uns helfen, immer mit reinen Motiven aus Gott f\u00fcr das Wohl der Menschen von ihm zu reden.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil 2: Ein Brief Christi (3,1-3)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Paulus beginnt den n\u00e4chsten Abschnitt mit 2 Fragen: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201e<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Fangen wir denn abermals an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen wir, wie gewisse Leute, Empfehlungsbriefe an euch oder von euch?\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Paulus hatte sich gerade deutlich von den Leuten abgegrenzt, die das Wort Gott f\u00fcr ihren eigenen Profit predigten, und dass er so etwas nicht tat. Paulus wusste, dass diese Leute das wiederum gebrauchen w\u00fcrden, um zu behaupten, dass Paulus es n\u00f6tig h\u00e4tte, sich selbst zu empfehlen, weil ihn sonst niemand lobte. Sie r\u00fchmten sich der Empfehlungsbriefe, die sie von anderen Gemeinden mitgebracht hatten. Wie wir wissen, war es damals \u00fcblich, dass man Menschen, die andere besuchten, Briefe mitgab, die sie als vertrauensw\u00fcrdig auswiesen \u2013 auch unter den Christen. Wir wissen nicht, wie diese Leute, die nach Korinth gekommen waren und aus so niedrigen Motiven das Wort Gottes lehrten, solche Empfehlungsbriefe von anderen Gemeinden erhalten hatten (es ist auch nicht sicher, ob diese Briefe \u00fcberhaupt echt waren). Aber klar ist, dass sie sich dieser Briefe r\u00fchmten und Paulus schlecht redeten, der solche Briefe nicht hatte. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Aber Paulus brauchte von niemandem einen Empfehlungsbrief, um sich bei den Korinthern als Diener Jesu Christi auszuweisen. Er schreibt im Vers 2: <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201eIhr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen von allen Menschen!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"> Hier bezeichnet Paulus die Christen in Korinth als seinen Brief. Heutzutage schreibt man kaum noch Briefe, sondern E-mails, SMS oder Chats. Aber ein Brief, wie Paulus ihn hier z.B. geschrieben hat, dr\u00fcckt normalerweise aus, was der Verfasser des Briefs im Sinn und im Herzen hat &#8211; seine Einstellung, seinen Willen, seine Sorgen usw. Die Korinther Christen waren \u00fcberwiegend durch Paulus und seine Mitarbeiter zum Glauben an Jesus gekommen. Sie waren unter seiner Obhut geistlich gewachsen, w\u00e4hrend er anderthalb Jahre ihnen in Korinth gedient hatte. Ihr Leben im Glauben an das Evangelium war ein Ausdruck seines Glaubens, seiner Liebe zu Gott und seiner Hoffnung auf das Reich. Daher brauchte Paulus keinen Empfehlungsbrief, da sie selbst sein bester Brief. Paulus sagt, dass dieser Brief in sein Herz geschrieben war. Paulus hatte ihnen nicht formal oder pflichtm\u00e4\u00dfig gedient, sondern er trug sie mit all ihren Bed\u00fcrfnissen und N\u00f6ten in seinem Herzen und diente ihnen entsprechend vor Gott. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Lesen wir gemeinsam Vers 3: <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201eIst doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, n\u00e4mlich eure Herzen.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Paulus sah sie keineswegs ichbezogen, sondern aus der Sicht Gottes. Sie waren ein Brief Christi, denn sie bezeugten Gott und seine Liebe in Jesus, dass er lebt und Menschen ver\u00e4ndert, seine Gnade und seine Wahrheit \u2013 alles das war an ihnen zu sehen! Dieser Brief war durch den Dienst von Paulus zubereitet worden, durch seine Lehre und sein Gebet, und zwar durch den Heiligen Geist auf die Tafeln ihrer Herzen geschrieben. Paulus ermutigte sie damit, dass sie sich dieser Identit\u00e4t und Bedeutung bewusst sein und bewusst als Brief Christi leben sollten, sodass jeder Christus durch sie erkennen konnten.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet das f\u00fcr uns? Wir sind auch ein Brief Christi. Wir sollen uns dessen bewusst und sollen mit diesem Bewusstsein leben. Jesus hat sein Werk an uns getan und hat dadurch seine einseitige Liebe und Gnade, seine Ver\u00e4nderungsmacht ausgedr\u00fcckt. Er will sich auch weiter und noch mehr durch uns ausdr\u00fccken. Er soll von den anderen Menschen an uns erkannt und \u201egelesen\u201c werden. Wir sollen uns dessen bewusst sein. Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, erkennen wir, dass dieser Brief noch nicht fertig geschrieben ist. Es gibt wohl noch bei den meisten einige Kapitel, die Gott erst anfangen konnte. Er will sein Werk an uns vollenden, den Brief fertig schreiben. Wir sollen unser geistliches Leben so f\u00fchren, auf ihn h\u00f6ren und glauben und im Gehorsam leben, dass er sein Werk vollenden kann. M\u00f6ge Gott uns dabei helfen. Lesen wir das Leitwort: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn wir sind f\u00fcr Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>unter denen, die verloren werden\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(2,15).<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Ein Wohlgeruch Christi \u201eDenn wir sind f\u00fcr Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, undunter denen, die verloren werden\u201c (2,15) Vor zwei Wochen haben wir betrachtet, dass Apostel Paulus die Korinther Christen als seinen Ruhm und seine Freude betrachtete und ihnen geduldig erkl\u00e4rte, warum er sie nicht besucht hatte. 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