{"id":3008,"date":"2014-04-06T23:25:38","date_gmt":"2014-04-06T21:25:38","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3008"},"modified":"2022-11-18T12:22:48","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:48","slug":"predigt-hebraeer-1019-39-sonderlektion-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-hebraeer-1019-39-sonderlektion-i\/","title":{"rendered":"Predigt: Hebr\u00e4er 10,19 \u2013 39 (Sonderlektion I)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P-Hebr10-1939.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Aus Glauben leben<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eMein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zur\u00fcckweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(10,38)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; }\n--><\/style>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">I<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">n einem Lied, das wir letzten Sonntag gesungen haben, hei\u00dft es: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Zwischen Himmel und Erde sind wir noch. Und das, was wir nicht wollen, tun wir doch. In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit. <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir leben in einer Zwischenzeit! Wir leben zwar noch auf dieser Welt, sind aber f\u00fcr eine andere, unvergleichlich sch\u00f6nere Welt bestimmt. Unsere Heimat ist ja nicht auf dieser Welt, sondern in der Ewigkeit. Allerdings liegen bei den meisten von uns zwischen diesem Erdenleben und dem Leben in der ewigen Herrlichkeit mehrere Jahrzehnte. Da wirft sich nat\u00fcrlich die Frage auf, wie wir in dieser Zeit leben sollen. Die Antwort finden wir in dem heutigen Leitvers: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eMein Gerechter aber wird aus Glauben leben. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet es aber aus Glauben zu leben? Und was ist die Gefahr, wenn wir nicht aus Glauben leben? Wir bekommen Antworten auf diese Fragen in Hebr\u00e4er 10. M\u00f6ge Gott durch die Betrachtung dieses Textes in jedem von uns den tiefen Wunsch erwecken, konsequent aus Glauben zu leben.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil I: Aus Glauben leben (V. 19-25) B<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">evor der Apostel auf unseren Kerntext eingeht, stellt er in den Versen 1-18 die Gr\u00f6\u00dfe des Opfers Jesu Christi dar. Er macht deutlich, dass das <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Opfer Jesu etwas vermag, wozu kein einziges Opfer des AT in der Lage war. N\u00e4mlich die Wegnahme, die Beseitigung von S\u00fcnde. Das Opfer Jesu macht die totale Vergebung von S\u00fcnde m\u00f6glich. Aber nicht allein das! Bei der Betrachtung der Verse 19-21 bekommen wir einen erweitertes Verst\u00e4ndnis von der Gr\u00f6\u00dfe des Opfers Jesu. Etwas was im AT nur schattenhaft angedeutet wurde, wurde durch das Opfer Jesu zur vollen Wirklichkeit. Wir haben einen unmittelbaren Zugang zu Gott. Der unmittelbare Zugang zum gro\u00dfen, heiligen Gott ist alles andere als selbstverst\u00e4ndlich. Im AT war es absolut verboten, dass jemand au\u00dfer der Hohepriester ins Allerheiligste geht. Erst als Jesus am Kreuz starb, zerriss der Vorhang, eine klare Veranschaulichung dessen, dass nun der Weg zu Gott frei geworden ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Zugang zum Heiligtum und Hohepriester geh\u00f6ren im biblischen Denken zusammen (vgl. LAUBACH: 206). Beides, freier Zugang zum Heiligtum und Hohepriester, ist uns durch das Opfer Jesu geschenkt. Dabei ist uns ein ganz besonderer Hohepriester geschenkt. Im Gegensatz zu den Hohepriester des AT wirkt Jesus nicht in einem irdischen Tempel, sondern im \u201eHaus Gottes\u201c, gemeint ist der himmlische Tempel. Und was tut er dort? Unmittelbar vor Gott leistet er f\u00fcr uns F\u00fcrbitte, z.B. wenn wir ges\u00fcndigt haben. Ich stelle mir es so vor, dass Gott auf die durchbohrten H\u00e4nde Jesu schaut. Dann wird sein heiliger Zorn zufriedengestellt und mir wird Vergebung zuteil.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was sollen wir nun aus dieser wunderbaren Gr\u00f6\u00dfe des Opfers Jesu schlussfolgern? <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Verse 22-25 leiten jeweils mit den Worten \u201eLasst uns\u201c ein. Sie enthalten drei wichtige Schlussfolgerungen aus dem Opfer Jesu. Betrachten wir zun\u00e4chst Vers 22. Lesen wir ihn gemeinsam: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem b\u00f6sen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Weil<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Jesu Opfer uns den freien Zugang zum Vater gibt, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>weil<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> in Jesu Opfer uns ein wunderbarer Hohepriester gegeben ist, ist die nat\u00fcrliche und vern\u00fcnftige Schlussfolgerung, dass wir mit voller Zuversicht zu Jesus hinzutreten. In den Worten \u201eso lasst uns hinzutreten\u201c<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">klingt die Lust zu Jesus zu kommen an. Ja, wenn wir die umfassende Gr\u00f6\u00dfe des Opfers Jesu begreifen, dann wird es uns regelrecht zu Jesus treiben. Es wird uns nach seiner N\u00e4he verlangen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Weiter spricht der Apostel davon, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>wie<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> wir aufgrund des Opfers zu Jesus kommen k\u00f6nnen und sollen. Er sagt mit einem wahrhaftigen Herzen. Weil wir in Jesus einen wunderbaren Hohepriester haben, k\u00f6nnen wir den Mut haben, zu Jesus mit einem aufrichtigen Herzen zu kommen. Wir k\u00f6nnen ihm z.B. freim\u00fctig unsere Schuld und Schw\u00e4chen bekennen. Weil Jesus der Zugang zum Vater ist, hilft uns dies auch, Jesus mit einem aufrichtigen, ungeteilten<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Herz nachzufolgen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Weiter hei\u00dft es: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">in vollkommenem Glauben<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201c<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. Weil Jesu Opfer so voller Gnade ist, hat es die Macht, unseren Zweifeln ein Ende zu bereiten. Ein Blick auf die umfassende Gr\u00f6\u00dfe des Opfers Jesu vertreibt jeglichen Zweifel. Stattdessen erf\u00fcllt es uns mit aller Zuversicht. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dann hei\u00dft es \u201ebesprengt in unsern Herzen<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201c. <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was hei\u00dft das? Im AT wurden die Israeliten durch die Priester mit Blut und Wasser besprengt. Auf diese Weise wurde die Reinigung von den S\u00fcnden zu einer \u201ek\u00f6rperlich sp\u00fcrbaren Wirklichkeit\u201c (LAUBACH: 207). Was aber im AT nur \u00e4u\u00dferlich geschah, vollzieht sich jetzt im Zentrum unserer menschlichen Existenz (vgl. ebd.). Die Reinigung durch das Blut Jesu Christi ist viel tiefgehender, viel gr\u00fcndlicher, ja sie vollzieht sich \u201ein der Mitte unseres pers\u00f6nlichen Seins\u201c (vgl. ebd.). Das Blut Jesu schafft in uns ein neues Herz. Ein Herz, das zu Gottes Willen Ja sagt. Deswegen ist es so wichtig, Jesu Blut immer und immer wieder zu trinken. Dies k\u00f6nnen wir einzig und allein durch das Vertrauen auf das Opfer Jesu. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Weiterhin spricht der Apostel davon, das wir frei von schlechtem Gewissen zu Jesus kommen k\u00f6nnen. Weil Jesu Opfer die totale Vergebung bringt, brauchen wir unser Glaubensleben nicht mit einem schlechten Gewissen zu f\u00fchren. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer S\u00fcnde nimmermehr gedenken <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(Jeremia 31, 34), sagt Gott. Wenn Gott an unsere S\u00fcnden nicht mehr gedenkt, wie verkehrt ist es dann, wenn wir an bereits vergebene S\u00fcnden st\u00e4ndig denken? Weil S\u00fcnde so schrecklich ist, k\u00f6nnen wir nicht so einfach glauben, dass Gott uns vergibt. Aber das Opfer Jesu hat die Botschaft: \u201eJa, deine S\u00fcnden sind unglaublich schrecklich, aber der Herr Jesus wurde daf\u00fcr auch schrecklich bestraft.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie sch\u00f6n ist es, frei von einem schlechten Gewissen zu leben! Aber es ist nicht nur sch\u00f6n, sondern absolut notwendig. Hebr\u00e4er 9.14 spricht davon, dass das Blut Jesu unser Gewissen von den toten Werken reinigt. Das schlechte Gewissen bringt nur tote Werke hervor. Wenn ich z.B. jemandem helfe, um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, ist das nicht ein totes Werk? Wenn ich aber der Vergebung total glaube, sehe ich gar nicht mehr die Notwendigkeit, mein Gewissen durch eine Tat zu beruhigen. Oder wenn ich jemandem helfe, damit Gott mit mir zufrieden ist, ist das nicht ein totes Werk? Wenn ich aber daran glaube, dass ich durch das Opfer Jesu bereits vollkommen gerecht gemacht worden bin, dann habe ich gar nicht mehr das Bed\u00fcrfnis, Gott zufrieden zu stellen. Das schlechte Gewissen ist nichts anderes als eine b\u00f6se Frucht des Unglaubens oder Zweifels gegen\u00fcber dem Opfer Jesu. Das Blut Jesu hingegen reinigt unser b\u00f6ses Gewissen und stellt die Liebesbeziehung zum Vater wieder her. Dann ist nicht mehr das schlechte Gewissen, sondern Liebe unser Motiv.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">D<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>urch die erste Schlussfolgerung aus dem Opfer Jesu bekommen wir die erste Antwort darauf, was es hei\u00dft, aus Glauben zu leben. Aus Glauben leben hei\u00dft hier, dass wir im Vertrauen auf die reiche Gnade, die im Opfer Jesu ist, leben. Dies kommt konkret dadurch zum Ausdruck, dass wir gerne zu Jesus kommen und wir ein Glaubensleben mit voller Zuversicht, mit einem willigen Herzen und guten Gewissen f\u00fchren.<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was ist die zweite gro\u00dfe Schlussfolgerung? -Lesen wir gemeinsam Vers 23: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verhei\u00dfen hat. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Unser Blick auf die herrliche Zukunft wird leicht getr\u00fcbt, etwa durch Stress oder Probleme des Alltags oder durch Konflikte oder Entt\u00e4uschungen oder durch Zweifel oder S\u00fcnde. Deswegen sagt der Apostel: \u201elasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken\u201c. \u201eDenn Gott ist absolut treu. Gottes Treue ist unwandelbar; er wird alle seine Zusagen im Blick auf die Zukunft buchst\u00e4blich erf\u00fcllen; wir d\u00fcrfen daran unbeirrbar festhalten\u201c (LAUBACH: 209). So wie Gott unbeweglich zu seinen Verhei\u00dfungen steht, so sollen auch wir ohne Wanken am Bekenntnis zu unserem wiederkommenden Herrn festhalten (vgl. ebd.). <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Ein Leben aus Glauben bedeutet also, dass wir in Hoffnung leben.<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Was ist die dritte Schlussfolgerung aus dem Opfer Jesu Christ? Lesen wir gemeinsam die Verse 24-25: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>und lasst uns aufeinander achthaben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die dritte Schlussfolgerung ist die br\u00fcderliche Liebe. Die br\u00fcderliche Liebe sollen wir dadurch praktizieren, indem wir aufeinander achthaben. Dies bedeutet, dass wir gegenseitig Verantwortung \u00fcbernehmen. Es bedeutet, dass wir uns nicht einander egal sind. Wenn z.B. jemand in der Gemeinde Anfechtungen erleidet, dann d\u00fcrfen andere f\u00fcr ihn beten, ihn ermutigen, ihn ermahnen und immer wieder danach fragen, wie es um ihn steht, praktisch mit ihm wie mit einem Seelsorger umgehen. \u201eDie nat\u00fcrliche Lebenshaltung des unerl\u00f6sten Menschen ist, sich der Verantwortung seines N\u00e4chsten zu entziehen\u201c (LAUBACH: 209). Schon Kain sagte: \u201eSoll ich meines Bruders H\u00fcter sein?<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201c <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Aber kraft des Opfers Jesu wird unsere \u201everlorene Gottesebenbildlichkeit\u201c (ebd.) wiederhergestellt. Die Liebe Gottes, die uns durch das Opfer Jesu zuteil wird, macht uns frei von uns selbst und l\u00e4sst uns an andere denken. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die br\u00fcderliche Liebe sollen wir auch dadurch aus\u00fcben, indem wir uns \u201ezur Liebe und zu guten Werken\u201c anspornen. \u201eGute Werke\u201c sind das Gegenteil von \u201etoten Werken\u201c, von denen schon die Rede war. \u201eHat Christus unser Gewissen von den toten Werken gereinigt, so bef\u00e4higt uns jetzt die Liebe zu guten Werken, zu Taten der Barmherzigkeit\u201c (ebd.). <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die br\u00fcderliche Liebe l\u00e4sst sich aber nur im \u201egemeinsamen geistlichen Leben verwirklichen\u201c (LAUBACH: 210). Deswegen sagt der Verfasser: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u201eDer christliche Einzelg\u00e4nger ist nicht in der Lage, Jesu Liebesgebot zu erf\u00fcllen. Denn Liebe dr\u00e4ngt uns in die Verantwortung f\u00fcr den Bruder, fordert Verzicht auf Freiheit und pers\u00f6nlichen Einsatz f\u00fcr den andern\u201c (ebd.). <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen wir der Gefahr des geistlichen Abfalls am wirksamsten begegnen, wenn wir an der Gemeinschaft mit den Gl\u00e4ubigen festhalten (vgl. ebd.). F\u00fcr mich ist es schwer vorstellbar, wie man auf dieser Welt geistlich \u00fcberleben kann, wenn man keine Gemeinschaft mit den Gl\u00e4ubigen hat. Ich w\u00fcsste nicht, wo ich heute geistlich st\u00fcnde, wenn ich nicht eure Gemeinschaft h\u00e4tte.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Anfechtung und Gefahr f\u00fcr die Gemeinde wird gr\u00f6\u00dfer, je n\u00e4her sie dem Ziel der Wanderschaft zugeht (vgl. ebd). Deswegen sagt der Apostel: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> \u201eJe n\u00e4her der Tag des Herrn r\u00fcckt, umso entschiedener soll auch die Glaubenshaltung der Gemeinde sein\u201c (ebd.). Aus Glauben leben bedeutet also, dass wir br\u00fcderliche Liebe praktizieren und in br\u00fcderlicher Gemeinschaft leben.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Um diese Zwischenzeit zu \u00fcberbr\u00fccken, m\u00fcssen wir aus Glauben leben. Weil dies so wichtig ist, haben wir durch die Verse 22 bis 25 eine konkrete und facettenreiche Antwort auf die Frage bekommen, was es hei\u00dft, aus Glauben zu leben. Was ich pers\u00f6nlich in diesen Versen sehe, ist die Sch\u00f6nheit des geistlichen Lebens. Es ist ein Leben, dass ohne jegliche Vorbehalte die Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus genie\u00dfen darf. Ein Leben, wo mich Jesus gar nicht verurteilt, sondern immer und immer wieder einl\u00e4dt, zu Ihm zu kommen. Es ist ein Leben der herzlichen Gemeinschaft mit den Gl\u00e4ubigen, in der ich lieben und geliebt werden darf. Es ist ein Leben der Vorfreude auf die ewige Herrlichkeit. Ein Leben, welches mit froher Zuversicht dem Tage der Wiederkunft Jesu entgegeneilt. Mir wurde klar, dass die Realit\u00e4t meines Glaubenslebens deutlich von Gottes Vorstellung von einem Christenleben abweicht. Der Grund ist darin zu sehen, dass ich mir zu wenig dessen bewusst war, was mir Gott f\u00fcr ein sch\u00f6nes Glaubensleben durch das Opfer Jesu erm\u00f6glicht, und ich folglich zu wenig vom Opfer Jesu Gebrauch gemacht habe.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es ist wichtig, dass wir allezeit die Sch\u00f6nheit des Glaubenslebens, das uns das Opfer Jesu erm\u00f6glicht, sehen, sodass wir von dem Opfer Jesu Gebrauch machen. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir die Anfechtungen und Leiden erdulden und die Versuchungen dieser Welt \u00fcberwinden. Was ist aber die Gefahr, wenn wir die Wertsch\u00e4tzung des geistlichen Lebens und des Opfers Jesu verlieren?<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil II: Die Gefahr des geistlichen Abfalls (V. 26-39)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Beim Schreiben des Briefes war der Apostel von einer tiefen Sorge bewegt. Welche war das? Betrachten wir Vers 26: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Denn wenn wir mutwillig s\u00fcndigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr f\u00fcr die S\u00fcnden, sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Den Apostel bewegte die Sorge, dass die Hebr\u00e4erchristen vom Glauben abfallen k\u00f6nnten. Von dieser Sorge bewegt<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> sprich der Apostel nun vom \u201emutwilligen S\u00fcndigen.\u201c Gemeint ist ein Leben in S\u00fcnde. Ein Leben in S\u00fcnde ist das Gegenteil von einem Leben aus Glauben. Wer nicht aus Glauben lebt, lebt in S\u00fcnde. Der Tiefpunkt eines Lebens in S\u00fcnde ist, dass man dem Glauben an Jesus Christus absagt. Dieses Absagen von Jesus beschreibt der Apostel im Vers 29 mit den Ausdr\u00fccken \u201eden Sohn Gottes mit F\u00fc\u00dfen tritt\u201c, \u201edas Blut des Opfers f\u00fcr unrein h\u00e4lt\u201c und den \u201eGeist der Gnade schm\u00e4ht\u201c.<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Apostel sieht also die furchtbare M\u00f6glichkeit, dass ein Mensch, der sein Leben Jesus Christus ausgeliefert hat, sich wieder vom Herrn abwendet und in eine hasserf\u00fcllte Gegnerschaft gegen Jesus Christus eintreten k\u00f6nnte (vgl. LAUBACH: 212). Nat\u00fcrlich hat solch einer dann <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>hinfort kein andres Opfer mehr f\u00fcr die S\u00fcnden<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, sondern \u2013 wie Vers 27 sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> \u201eMit diesen Worten setzt der Apostel nicht der Gr\u00f6\u00dfe des Opfers Jesu eine Grenze, sondern er macht nur deutlich, dass wir niemals, wenn wir uns einmal zum Herrn hingewandt haben, diese Entscheidung wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen k\u00f6nnen; wir k\u00f6nnen nie zur\u00fcck in einen Zustand \u201evor der Bekehrung\u201c. Wer sich von Jesus Christus endg\u00fcltig lossagt, schlie\u00dft sich nicht nur selbst von der Vergebung aus, sondern stellt sich gegen sie\u201c (ebd.: 212f). Er wird zum Feind Gottes. Deswegen spricht Vers 27 von \u201eWidersacher\u201c. Alle Widersacher Gottes werden dem Gericht verfallen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie das Opfer Jesu dem altst. Opfer bei Weitem \u00fcberragt, \u201eso stellt in gleichem Ma\u00dfe auch die Vergeltung des Neuen Bundes die Vergeltung des Alten Bundes in den Schatten\u201c (ebd.). Hiervon sprechen die Verse 28-31: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wenn jemand das Gesetz des Mose bricht, muss er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. Eine wie viel h\u00e4rtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit F\u00fc\u00dfen tritt und das Blut des Bundes f\u00fcr unrein h\u00e4lt, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schm\u00e4ht? Denn wir kennen den, der gesagt hat (5. Mose 32, 35-36): \u201eDie Rache ist mein, ich will vergelten\u201c, und wiederum: \u201eDer Herr wird sein Volk richten.\u201c Schrecklich ist\u00b4s, in die H\u00e4nde des lebendigen Gottes zu fallen. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u201eJe gr\u00f6\u00dfer die Gabe ist, um so gr\u00f6\u00dfer auch die Verantwortung und umso schwerer ist das Gericht\u201c (LAUBACH: 211). <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Die Verse 26-31 ermahnen uns also mit aller Ernsthaftigkeit, konsequent aus Glauben zu leben. Im Grunde genommen haben wir nur zwei M\u00f6glichkeiten. Entweder wir leben aus Glauben oder wir leben in S\u00fcnde. Die Macht der S\u00fcnde bekommen wir schon dann zu sp\u00fcren, wenn wir halbherzig aus Glauben leben. In dem Opfer Jesu hat uns Gott alles gegeben, was wir f\u00fcr ein Leben aus Glauben brauchen. Nun gilt es, daraus mit aller Macht zu sch\u00f6pfen. Ein halbherzige Anwendung des Opfers Jesu ist zwar nicht gleichbedeutend, aber doch der Anfang von dem, was der Apostel mit den Ausdr\u00fccken \u201eden Sohn Gottes mit F\u00fc\u00dfen tritt\u201c, \u201edas Blut des Opfers f\u00fcr unrein h\u00e4lt\u201c und den \u201eGeist der Gnade schm\u00e4ht\u201c beschreibt. M\u00f6ge Gott uns helfen, konsequent aus Glauben zu leben. <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was hilft uns hierzu? Betrachten wir die Verse 32-34: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Gedenkt aber der fr\u00fcheren Tage, an denen ihr, nachdem ihr erleuchtet wart, erduldet habt einen gro\u00dfen Kampf des Leidens, indem ihr zum Teil selbst durch Schm\u00e4hungen und Bedr\u00e4ngnisse zum Schauspiel geworden seid, zum Teil Gemeinschaft hattet mit denen, welchen es so erging. Denn ihr habt mit den Gefangenen gelitten und den Raub eurer G\u00fcter mit Freuden erduldet, weil ihr wisst, dass ihr eine bessere und bleibende Habe besitzt. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Hebr\u00e4erchristen sollten sich an die ersten Tage ihres Glaubenslebens erinnern. Sie wurden um ihres Christennamens willen \u00f6ffentlich gebrandmarkt, beraubt und ins Gef\u00e4ngnis geworfen. Doch all das hatten sie erduldet, und zwar nicht nur irgendwie, sondern mit Freuden. Wie konnten sie so eine unermessliche Leidensbereitschaft aufbringen? Vers 34 schlie\u00dft ab mit den Worten: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>weil ihr wisst, dass ihr eine bessere und bleibende Habe besitzt. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Sie konnten so viel erdulden, weil sie die Hoffnung auf das Himmelreich hatten. Wenn sie bis aufs letzte Hemd beraubt wurden, so hatten sie doch die Gewissheit, dass sie einen besseren und unverlierbaren Besitz im Himmel haben, den ihnen niemand stehlen kann. Dieses selige Wissen um den bleibenden Besitz dr\u00fcckt Luther in einem Lied so aus: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr\u00b4, Kind und Weib: lass fahren dahin, sie haben\u00b4s kein Gewinn, das Reich muss uns doch bleiben!<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u201c Die Hebr\u00e4erchristen sollten sich also daran erinnern, wie sehr sie fr\u00fcher aus der Kraft der Hoffnung gelebt haben. Dies sollte f\u00fcr sie eine Ermutigung sein, weiterhin in lebendiger Hoffnung zu leben. Diese Ermahnung des Apostels gilt auch uns. Wir alle haben zu Beginn unseres Glaubenslebens sicherlich sehr eifrig f\u00fcr Gott gelebt, weil uns die Hoffnung dazu getrieben hat. Doch im Laufe der Zeit kann es dazu gekommen sein, dass unser Blick auf die herrliche Belohnung getr\u00fcbt worden ist. Vielleicht durch Entt\u00e4uschungen, vielleicht durch Versagen, vielleicht durch Konflikte oder vielleicht einfach durch den Stress und Probleme des Alltags. Was auch immer, wir sollen uns daran erinnern, wie sehr wir fr\u00fcher aus der Kraft der Hoffnung gelebt haben. Solche Erinnerungen an das fr\u00fchere Glaubensleben zerbrechen mir pers\u00f6nlich das Herz. Sie schenken mir Bu\u00dfe, sodass ich neu die Entscheidung treffen kann, in lebendiger Hoffnung zu leben. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Vers 35: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine gro\u00dfe Belohnung hat.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Unser Glaubensleben soll davon bestimmt sein, dass wir felsenfest darauf vertrauen, dass Gott uns wunderbar belohnen wird. Da sich unsere Hoffnung nicht sogleich erf\u00fcllt, brauchen wir eine wichtige Eigenschaft. Betrachten wir Vers 36: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Geduld aber habt ihr n\u00f6tig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verhei\u00dfene empfangt. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Geduld ist n\u00f6tig. Durch die Geduld k\u00f6nnen wir diese Zwischenzeit mit einem gehorsamen Glaubensleben verbringen bis wir schlie\u00dflich die Verhei\u00dfung des Ewigen Lebens empfangen. Wie k\u00f6nnen wir wiederum geduldig sein? Betrachten wir Vers 37: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Denn <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u201c In einer anderen \u00dcbersetzung hei\u00dft es: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Denn noch eine ganz, ganz kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll, und nicht ausbleiben.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u201c Durch die Gewissheit, dass Jesus ganz sicher und bald wiederkommen wird, k\u00f6nnen wir geduldig sein. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Apostel hat uns in diesem Abschnitt verschiedene Anweisungen gegeben. Wie sollen uns an unser fr\u00fcheres Glaubensleben erinnern, geduldig sein, fest darauf vertrauen, dass Gott uns belohnen wird usw. Was ist aber das Fazit aus all dem? Lesen wir gemeinsam Vers 38: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zur\u00fcckweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir sollen aus Glauben leben. Durch den Glauben sind wir gerettet und gerecht worden. Und durch den Glauben sollen wir unser geistliches Leben hier auf Erden fortsetzen. Durch den Glauben schauen wir das Unsichtbare, nehmen Gottes Verhei\u00dfungen an und halten bis ans Ende durch. Das Zur\u00fcckweichen steht im Gegensatz zum Glauben an Gott. Ohne Glauben ist es aber unm\u00f6glich, Gott zu gefallen. In diesem Vers sowie im Laufe des gesamten Abschnitts dringt immer und immer wieder die Sorge des Apostels um den geistlichen Abfall seiner Leser durch. Nichtsdestotrotz schlie\u00dft er mit einem zuversichtlichen Bekenntnis \u00fcber ihren Glauben ab: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wir aber sind nicht von denen, die zur\u00fcckweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit dieser Zuversicht d\u00fcrfen und sollen wir auch leben.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit dem Wort: \u201eMein Gerechter aber wird aus Glauben leben\u201c gibt uns Gott Weisung, wie wir die Zwischenzeit auf dieser Welt \u00fcberbr\u00fccken k\u00f6nnen. Dabei ist diese Weisung nicht eine Option, sondern vielmehr eine Anweisung, die wir konsequent befolgen sollen. Denn die einzige Alternative dazu w\u00e4re ein Leben in S\u00fcnde. Diese Alternative stellt sich uns aber gar nicht, solange wir sehen, was f\u00fcr ein erf\u00fclltes Leben uns Gott aus der F\u00fclle des Opfers Jesu gibt. M\u00f6ge Gott uns helfen, gro\u00dfen Gebrauch aus der Gnade des Opfers Jesu zu machen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Lesen wir zum Schluss noch einmal das Leitwort: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zur\u00fcckweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm.<\/b><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Aus Glauben leben \u201eMein Gerechter aber wird aus Glauben leben. 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