{"id":3002,"date":"2014-04-13T13:52:50","date_gmt":"2014-04-13T11:52:50","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3002"},"modified":"2022-11-18T12:22:47","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:47","slug":"predigt-hebraeer-1032-117-sonderlektion-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-hebraeer-1032-117-sonderlektion-ii\/","title":{"rendered":"Predigt: Hebr\u00e4er 10,32 \u2013 11,7 (Sonderlektion II)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/P-Hebr11-0107.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Der Glaube, der Gott gef\u00e4llt<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u00a0\u201eAber ohne Glauben ist\u2019s unm\u00f6glich Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(11,6)<\/p>\n<p><span>Letzten Sonntag haben wir durch die Predigt \u00fcber Kap. 10 geh\u00f6rt, wie der Verfasser die Empf\u00e4nger zum Glauben ermutigt hat. Er erinnerte sie an das einzigartige und einmalige Opfer Jesu Christi, das unvergleichlich besser war als die Opfer im Alten Bund, und dass wir durch das Blut Jesu einen neuen lebendigen Weg zu Gott haben und nun mit Zuversicht vor Gott treten k\u00f6nnen. Er ermutigte sie dazu, ihr Vertrauen auf Gott und die bleibende Habe im Himmel nicht wegzuwerfen, sondern aus Glauben zu leben \u2013 wir werden nachher gleich nochmals darauf eingehen. Aber haupts\u00e4chlich wollen wir die ersten sieben Verse von Kap. 11 betrachten. Denn um sie weiter zum Glauben zu ermutigen, behandelt der Verfasser dort wichtige, grundlegende Fragen: Was ist Glaube \u00fcberhaupt ist? Welche M\u00f6glichkeiten schenkt der Glaube uns Menschen und warum ist er f\u00fcr ihn so wichtig? Welche Bedeutung hat der Glaube eines Menschen vor Gott? Was bewirkt der Glaube, welches \u201eResultat\u201c hat er? Die Antworten auf diese wichtigen Fragen gibt der Verfasser nicht blo\u00df theoretisch, sondern durch Beispiele von Menschen, die durch ihr Leben gezeigt haben, was Glaube ist und welche gro\u00dfartige Bedeutung er f\u00fcr Gott und f\u00fcr die Menschen hat. M\u00f6ge Gott jeden ansprechen und uns helfen, die Bedeutung des Glaubens und Gott selbst mehr zu erkennen, und uns zum Glauben ermutigen!<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Erinnern wir uns zu Anfang nochmals anhand des letzten Abschnitts von Kap. 10 (32-39) daran, in welcher Situation sich die Empf\u00e4nger befanden. Sie hatten fr\u00fcher w\u00e4hrend der Verfolgungen guten Glauben gehabt. Wegen ihres Glaubens an Jesus hatte man ihren Besitz geraubt, ihnen also ihre \u00c4cker weggenommen oder ihre H\u00e4user gepl\u00fcndert, und hatte einige von ihnen ins Gef\u00e4ngnis geworfen. Aber sie hatten das mit Freude erduldet, weil sie glaubten, dass sie eine bessere und bleibende Habe im Himmel besa\u00dfen (34). Doch obwohl die Welle der Verfolgung anscheinend nun abgeebbt war, waren sie im Lauf der Zeit im Glauben m\u00fcde geworden. Angesichts ihrer sichtbaren Realit\u00e4t m\u00f6gen ihnen viele Fragen gekommen sein, wie etwa: Warum habe ich wegen meines Glaubenslebens so viele Nachteile und Probleme? Wo sind die Vorteile? Was soll ich machen, wenn die Verfolgung nochmal losgeht und sie uns diesmal mich ins Gef\u00e4ngnis werfen oder uns alle aus der Stadt jagen? Die akuten N\u00f6te und die Sorge vor noch gr\u00f6\u00dferen Schwierigkeiten lie\u00dfen sie auf ihre derzeitige Situation und Probleme sehen und lenkte ihren Blick ab von Gott und dem, was er ihnen geben wollte. \u2013 Das ist auch ein Problem, das wir selbst gut kennen, nicht wahr? \u2013 Darum erinnerte sie der Verfasser an ihren fr\u00fcheren Glauben und ermahnte sie inst\u00e4ndig: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDarum werft eurer Vertrauen nicht weg, welches eine gro\u00dfe Belohnung hat.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Sie sollten ihren Blick wieder auf Gott und auf die gro\u00dfe Belohnung richten, die er ihnen geben w\u00fcrde. Gottes gro\u00dfe Belohnung, die sie \u00fcber die Besch\u00e4ftigung mit ihren Problemen aus den Augen verloren hatten, ist sein herrliches Reich, das ewig ist und das Ziel ihres Lebens ist. Daher sollten sie wieder auf Gott und seine gro\u00dfe Belohnung sehen und inmitten der Schwierig\u00adkeiten aus Glauben leben. Das war nicht nur ein guter Rat des Verfassers, sondern war Gottes Wille und von entscheidender Bedeutung f\u00fcr ihr Leben. Darum zitierte er Gottes Wort aus dem Propheten Habakuk: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eMein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zur\u00fcckweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (38). Aus Glauben zu leben, ist der einzige Weg, um vor Gott gerecht zu werden und das Ziel seines Lebens zu erreichen. Deshalb belie\u00df der Verfasser es nicht bei seiner klaren Lehre, sondern f\u00fcgte eine starke Ermutigung hinzu: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWir aber sind nicht von denen, die zur\u00fcckweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (39). Das war eine starke Ermutigung zum Glauben. Sie sollten trotz der Probleme und Leiden unbedingt weiter aus Glauben leben und dadurch ihre Seele erretten. Weil dies im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig ist, schrieb der Verfasser ein weiteres langes Kapitel, um sie zum Glauben und zum Leben aus Glauben zu ermutigen. Im ber\u00fchmten Kap. 11 erkl\u00e4rt er grundlegend, was Glaube ist, welche Bedeutung Glaube f\u00fcr Gott hat, warum er f\u00fcr uns Menschen so wichtig ist, und was es praktisch hei\u00dft, aus Glauben zu leben. Dazu f\u00fchrt er viele Beispiele von Menschen an, die aus Glauben gelebt haben, von denen wir die ersten drei heute betrachten wollen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Vers 1: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eEs ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Dieser Vers ist eine Art Definition des Glaubens. Glaube ist mehr als eine starke Vermutung oder Annahme, wie das Wort heute vielfach verwendet wird (ich glaube, heute wird\u2018s regnen, deshalb nehme ich eine Regenjacke mit). Wahrer Glaube bezieht sich auf etwas, was man hofft, was man noch nicht hat, was man nicht sieht. Mit dem so beschriebenen \u201eObjekt\u201c des Glaubens ist Gott und die geistliche Welt gemeint, die man noch nicht sieht. Nur Gott, der ewig ist und schon im Anfang war und der alles in der Hand hat, kann der Gegenstand unserer wahren Hoffnung sein, und ihn k\u00f6nnen wir nicht sehen, ebensowenig wie das, was er uns verhei\u00dfen hat. Wie k\u00f6nnen wir schwachen sterblichen Menschen diesen ewigen allm\u00e4chtigen Gott erkennen? Mit unseren physischen Augen sicher nicht, mit denen wir nicht einmal erkennen k\u00f6nnen, was am anderen Ende der Landhausstra\u00dfe passiert. Wie k\u00f6nnen wir die unfassbar gro\u00dfe Kluft zwischen unserer niedrigen, verg\u00e4nglichen Realit\u00e4t zu seiner heiligen, ewigen und herrlichen Realit\u00e4lt \u00fcberbr\u00fccken? Betrachten wir noch einmal Vers 1: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eEs ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Es ist m\u00f6glich durch den Glauben. Durch Glauben k\u00f6nnen wir die Realit\u00e4t Gottes erkennen und sein Wirken erfahren. William MacDonald schrieb in seinem Kommentar zu Vers 1, dass der Glaube das Unsichtbare f\u00fcr uns sichtbar macht; Glaube holt das Zuk\u00fcnftige in unsere Gegenwart und macht uns \u00fcber Dinge gewiss, die wir nicht sehen k\u00f6nnen. Das griechische Wort, das Luther mit \u201efeste Zuversicht\u201c \u00fcbersetzt hat, hei\u00dft \u201ehypostasis\u201c, was w\u00f6rtlich \u201edarunter stehen\u201c bedeutet. Das besagt, dass es beim Glauben um eine Wirklichkeit geht, unter die man sich stellt und gem\u00e4\u00df dieser Wirklichkeit denkt und lebt. Deshalb hei\u00dft es in der Elberfelder \u00dcbersetzung an dieser Stelle, dass der Glaube \u201eeine Wirklichkeit\u201c dessen ist, was man hofft, und \u201eein \u00dcberf\u00fchrtsein von Dingen, die man nicht sieht\u201c. Beim Glauben geht es nicht um eigene Gef\u00fchle oder Gedanken, sondern um die gr\u00f6\u00dfte und absolute Realit\u00e4t, n\u00e4mlich den lebendigen ewigen Gott. Es geht um Gottes Reden und Handeln in der Geschichte und damit um reale Tatsachen, die man an-erkennt und aufgrund derer man anf\u00e4ngt zu leben. Glaube ist die Br\u00fccke von uns begrenzten, verg\u00e4nglichen Menschen zu dem einzig ewigen und wahrhaft lebendigen Gott. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Was wollte der Verfasser damit den Empf\u00e4ngern \u00fcber den Glauben sagen? Sie besch\u00e4ftigten sich viel mit ihren aktuellen Problemen. Sie fragten sich, wie lange sie so noch so leben sollten und was sie davon hatten, und dies erschien ihnen dringend und wichtig. Aber der Verfasser verk\u00fcndigt ihnen die wichtigste gr\u00f6\u00dfte Realit\u00e4t, die eine absolute Bedeutung hat, n\u00e4mlich den lebendigen Gott, der ewig ist und alles bestimmt. Sie sollten statt sich wegen ihrer momentanen Probleme Sorgen zu machen und zu zweifeln, auf Gott schauen und durch den Glauben an ihn feste Zuversicht auf ihn haben. Wenn sie wieder auf Gott und seine gro\u00dfe Belohnung schauen und darauf feste Zuversicht erneuern w\u00fcrden, w\u00fcrden vor dieser Realit\u00e4t ihre momentanen Probleme klein werden, und sie k\u00f6nnten wieder erkennen, dass das Ziel ihres Lebens nicht in dieser Welt liegt, sondern in Gott und seinem herrlichen Lohn, den er ihnen und uns allen, die an ihn glauben, geben will. M\u00f6ge Gott uns helfen, nicht auf unsere eigene Lage, sondern auf Gott und auf seine gro\u00dfe Belohnung zu sehen und mit fester Zuversicht auf seine Liebe und seine Belohnung zu leben!<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie ermutigt der Verfasser sie weiter zu diesem Glauben? Betrachten wir Vers 2: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDurch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Dieser Vers sagt ihnen und uns, dass der Glaube, der in Vers 1 beschrieben wurde, nicht blo\u00df eine Theorie ist, sondern dass viele geistliche Vorfahren durch diesen Glauben gelebt und Gottes Zeugnis erlangt haben. Im restlichen Kapitel stelle er viele dieser Vorfahren vor. Aber hier im Vers 2 sagt er vorab einen gemeinsamen Punkt und damit etwas sehr Wichtiges \u00fcber den Glauben, n\u00e4mlich dass sie durch diesen Glauben Gottes Zeugnis empfangen haben. Was bedeutet das? Gottes Zeugnis zu empfangen bedeutet so viel wie Gottes Anerkennung oder seine Best\u00e4tigung f\u00fcr unser Leben zu bekommen. Gottes Zeugnis zu bekommen, ist absolut lebenswichtig und kann, anders als alle Zeugnisse in der Welt, durch nichts ersetzt werden. Denn mit Gottes Zeugnis ist seine Anerkennung und all sein Segen im Leben hier und in der Ewigkeit verbunden. Wer dagegen vers\u00e4umt, Gottes Zeugnis im Leben zu empfangen, hat sein Leben verwirkt und muss als Konsequenz eine gigantische Katastrophe erfahren. Die wichtige Frage ist daher, wie wir Gottes Zeugnis empfangen k\u00f6nnen. Fast alle Religionen drehen sich um diesen Punkt. Man versucht, durch das Halten bestimmter Gesetze oder das Praktizieren bestimmter Regeln oder Rituale oder allgemein durch \u201egute Werke\u201c Gottes Anerkennung zu erlangen. Aber dadurch kann niemand Gottes Anerkennung erlangen. Aber sehen wir uns nochmals Vers 2 an. Die Vorfahren haben Gottes Zeugnis durch diesen Glauben empfangen \u2013 durch den Glauben, der eine feste Zuversicht auf Gott ist und ein Nichtzweifeln an seinem Willen und seinen Verhei\u00dfungen. Das l\u00e4sst uns die unfassbar gro\u00dfe Bedeutung des Glaubens erkennen. Viele denken, dass sie auch ohne Glauben leben k\u00f6nnten, ihnen kann der Glaube unn\u00f6tig oder sogar \u00fcberfl\u00fcssig vorkommen. Aber der Glaube an Gott hat eine absolute Bedeutung, weil wir allein durch den Glauben Gottes Anerkennung erlangen und ihm gefallen k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Erkenntnis kann man durch den Glauben erlangen? Betrachten wir Vers 3: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDurch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Dieser Vers spricht \u00fcber den grundlegenden Glauben. Richtiger Glaube an Gott f\u00e4ngt damit an, dass man glaubt, dass Gott die Welt geschaffen hat. Aber wie kann man erkennen, dass die Welt wirklich von Gott geschaffen wurde? Im Lauf der letzten Jahrhunderte haben sich die Naturwissenschaften der Frage nach der Entstehung der Welt und aller Dinge angenommen und versucht, darauf eine Antwort zu geben. Aber selbst die zurzeit g\u00e4ngige Lehre vom Urknall ist eine Theorie, die auf verschiedenen Annahmen beruht, und die entscheidende Fragen offen l\u00e4sst: Selbst wenn alle Materie auf einen winzig kleinen Punkt konzentriert gewesen w\u00e4re, der dann explodiert ist, woher kam diese Materie? Und woher kam die unfassbare Energie, die die Masse so extrem verdicht hat und warum hat sie das? Die Frage nach dem Ursprung aller Dinge, der prima causa, ist keine Frage, die man mit naturwissenschaftlichen Untersuchungen der jetzt existierenden Welt herausfinden kann; sie \u00fcbersteigt ihre M\u00f6glichkeiten, was auch namhafte Wissenschaftsphilosophen best\u00e4tigen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie k\u00f6nnen wir aber erkennen, dass die Welt wirklich von Gott geschaffen ist? Betrachten wir noch einmal Vers 3: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDurch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Diese gewaltige Erkenntnis ist m\u00f6glich durch den Glauben. Wenn wir durch Glauben das Zeugnis der Bibel annehmen, erkennen wir, dass Gott real lebt, dass er ewig und der lebendige Gott ist und dass die Welt und alles, was existiert, durch ihn geschaffen ist. So konfrontierte der Verfasser die Empf\u00e4nger mit dem allm\u00e4chtigen und ewigen Gott, der alles geschaffen und alles unter seiner Kontrolle hat. Gott ist die Grundlage allen Seins und die letzte Realit\u00e4t. Dieser Glaube w\u00fcrde ihre Sichtweise ver\u00e4ndern. Diese Erkenntnis ver\u00e4ndert auch unsere Sichtweise und schenkt uns eine ganz neue Lebenseinstellung. Dann k\u00f6nnen wir den Sinn und das Ziel unseres Lebens finden. Sch\u00f6pfungsglaube ist der Anfang und der grundlegende Glaube. Durch diesen Glauben k\u00f6nnen wir anfangen, Gott kennen zu lernen und ihn zu erfahren.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie ist es dann m\u00f6glich, aus dem Glauben an Gott zu leben? Betrachten wir nun die ersten Beispiele, die der Verfasser dazu auff\u00fchrt. Betrachten wir Vers 4: \u201e<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Durch den Glauben hat <\/b><\/span><em><span style=\"font-size: medium;\"><b>Abel<\/b><\/span><\/em><span style=\"font-size: medium;\"><b> Gott ein besseres Opfer dargebracht als Kain; deshalb wurde ihm bezeugt, dass er gerecht sei, da Gott selbst es \u00fcber seinen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch, obwohl er gestorben ist.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Der erste Glaubensvorfahr, der erw\u00e4hnt wird, ist Abel, der zweite Sohn von Adam und Eva. In 1. Mose 4 hei\u00dft es \u00fcber Abel und seinen Bruder Kain, dass Kain ein Ackerbauer war und Abel ein Schafhirte war. 1. Mose 4,3-5 berichtet: \u201e<\/span><span style=\"font-size: medium;\">Es begab sich aber nach etlicher Zeit, dass Kain dem HERRN Opfer brachte von den Fr\u00fcchten des Feldes. Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>der HERR sah gn\u00e4dig an Abel und sein Opfer, <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">aber Kain und sein Opfer sah er nicht gn\u00e4dig an. Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick.\u201c <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Kain und Abel brachten Gott Opfer. <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Wir erfahren hier nichts N\u00e4heres \u00fcber ihre Motivation; vermutlich hatten sie von ihren Eltern gelernt, dass man Gott Opfer bringen sollte, um ihn als Gott anzuerkennen und um die Vergebung der eigenen S\u00fcnden zu bitten. Nun hei\u00dft es, dass Gott Abel und sein Opfer g\u00e4ndig ansah, aber Kain und sein Opfer nicht gn\u00e4dig ansah. W\u00e4hrend in der Genesis etwas offen bleibt, aus welchem Grund Gott so reagierte, wird in unserem Vers 7 klar, was der Unterschied war. Abel brachte Gott <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>durch den Glauben<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> ein besseres Opfer als sein Bruder Kain. Abel brachte die Erstlinge seiner Herde und von ihrem Fett. Er brachte Gott das Beste, was er hatte, das Beste vom Besten. Darin zeigt sich, dass er wirklich glaubte, dass Gott lebt, und ihn suchte. Au\u00dferdem brachte er Gott Tieropfer und vergoss daf\u00fcr ihr Blut, was n\u00f6tig ist, um S\u00fchne f\u00fcr die S\u00fcnde zu erlangen. Wir wissen nicht, wie Abel das erkannt hatte. Manche Bibellehrer sagen, dass Gott selbst diesen Weg offenbart hatte, als er selbst Tiere schlachtete, um Adam und Eva R\u00f6cke von Fellen zu machen, m\u00f6glicherweise hatten sie das ihre S\u00f6hne gelehrt (1. Mose 3,21). Auch wenn wir das nur annehmen k\u00f6nnen, ist hier sehr klar, dass Abel sehr ernsthaft danach gesucht, wie er Gott gefallen und seine Anerkennung erlangen kann. Dieser Glaube, der Gott absolut ernst nahm und danach suchte, Gott zu gefallen, dr\u00fcckt sich in seinem \u201ebesseren Opfer\u201c aus. Und Gott sah Abels Opfer gn\u00e4dig an, was eine gro\u00dfe Bedeutung hat. <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Obwohl Abel wegen der Eifersucht und Gottlosigkeit seines Bruders zu einem M\u00e4rtyrer wurde, strahlt Abels Glaube wie ein helles Licht bis in unsere Zeit und bezeugt uns, wie man Gott ernsthaft suchen soll. <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Durch diesen Glauben redet Abel auch heute noch, obwohl er l\u00e4ngst gestorben ist, und ermutigt uns dazu, Gott wirklich ernst zu nehmen und ihn zu suchen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Vers 5:<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201e<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Durch den Glauben wurde <\/b><\/span><em><span style=\"font-size: medium;\"><b>Henoch<\/b><\/span><\/em><span style=\"font-size: medium;\"><b> entr\u00fcckt, damit er den Tod nicht sehe, und wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entr\u00fcckt hatte; denn vor seiner Entr\u00fcckung ist ihm bezeugt worden, dass er Gott gefallen habe.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Das zweite Beispiel f\u00fcr ein Leben aus Glaube ist das von Henoch. Henoch war einer der Nachkommen von Adams drittem Sohn Set, drei Generationen vor Noah. Eigentlich wissen wir nicht viel \u00fcber Henoch. 1.Mose 5,21-24 sagt uns, dass Henoch mit Gott wandelte und dass Gott ihn, weil er mit Gott wandelte, hinwegnahm und er nicht mehr gesehen wurde. <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Das Kennzeichen von Henochs Glauben war seine <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Gemeinschaft mit Gott. Durch den Glauben nahm er Gottes Existenz so ernsthaft an, dass er sein ganzes Leben in Gemeinschaft mit Gott f\u00fchrte. Er nahm Gott so ernst, dass er Gott in allen Bereichen seines Lebens als Herrn annahm und danach strebte, mit Gott und im Einklang mit seinem Willen zu leben. Henochs Leben in Gemeinschaft mit Gott gefiel Gott so gut, dass er ihm den Tod ersparte und ihn f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse fr\u00fch aus dieser Welt zu sich holte. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Das Leben von Abel und Henoch waren sehr verschieden. Abel starb fr\u00fch als M\u00e4rtyrer, w\u00e4hrend Henoch wegen seines Glaubens niemals starb, sondern von Gott entr\u00fcckt wurde. Aber gemeinsam ist, dass sie beide Gottes Zeugnis empfingen. Das Leben von Abel und Henoch bezeugen uns somit, dass es beim Glauben nicht darum geht, ob wir durch unseren Glauben in dieser Welt etwas bekommen oder nicht, zum Beispiel ein \u00e4u\u00dferlich sichtbar gesegnetes Leben, Erfolg im Dienst f\u00fcr Gott oder in der Welt. Es geht vor allem darum, dass wir durch den Glauben Gott gefallen und sein Zeugnis erlangen, mit dem vor allem sein wahrer Segen verbunden ist, n\u00e4mlich ewiges Leben in seinem Reich.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir auch den Vers 6: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAber ohne Glaube ist es unm\u00f6glich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist, und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Hier fasst der Verfasser zusammen, welche absolute Bedeutung der Glaube f\u00fcr uns Menschen hat. Der Glaube hat so eine gro\u00dfe Bedeutung, weil wir dem lebendigen Gott gerade durch unseren Glauben gefallen k\u00f6nnen und nur dadurch. Jeder Mensch denkt von sich ausgehend, wie er denken und leben will und welcher Weg richtig ist. Aber Vers 6 verk\u00fcndigt uns Gott, der die einzige ewige und absolut g\u00fcltige Realtit\u00e4t ist und den wir suchen und dem wir gefallen m\u00fcssen. Denn Gott ist, er allein existiert im wahren Sinn, wohingegen alles und alle anderen von ihm kommen und nur abh\u00e4ngig von ihm f\u00fcr eine begrenzte Zeit da sind. Darum stellte sich Gott dem Mose, als der ihn nach seinem Namen fragte, so vor: \u201eIch werde sein, der ich sein werde.\u201c Gott ist der Einzige, der wirklich ist und immer sein wird. Im Vergleich zu ihm ist unser Dasein nur wie ein Schatten oder wie das Leben einer Eintagsfliege. Doch wir k\u00f6nnen zu diesem heiligen Gott kommen und seinen Lohn bekommen, wenn wir und indem wir an ihn glauben. Es gibt keinen anderen Weg. Jeder, der zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist, und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt. Gott durch Glauben anzuerkennen, ist der grundlegende Schritt von der geistlichen Ignoranz zur Erkenntnis. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Dabei redet Vers 6 von den Menschen, die Gott suchen. Das griechische Wort f\u00fcr suchen (ekzeteo) bedeutet w\u00f6rtlich erforschen, flei\u00dfig suchen, nach etwas verlangen, daher hei\u00dft es auch in einer englischen \u00dcbersetzung \u201ethose who diligently seek him\u201c. Wenn wir \u00fcber Gott nur diskutieren wollen, ohne ernsten Wunsch, ihn zu erkennen, k\u00f6nnen wir schwer erwarten, dass Gott uns belohnt. Aber wenn wir Gott ernsthaft suchen, wirklich danach trachten, ihn zu erkennen und ihm zu gefallen, wird er uns seinen Lohn geben. Was ist Gottes Lohn? Gottes Lohn ist umfassend und kann vieles bedeuten. Durch den Glauben Gott zu erkennen und in Gemeinschaft mit ihm zu leben, ist an sich ein sehr gro\u00dfer Lohn und der gr\u00f6\u00dfte Segen, den ein Mensch hier auf der Erde erfahren kann. Der gr\u00f6\u00dfte und ultimative Lohn Gottes ist aber, dass Gott uns das ewige Leben in seinem Reich gibt. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Vers 7a: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDurch den Glauben hat <\/b><\/span><em><span style=\"font-size: medium;\"><b>Noah<\/b><\/span><\/em><span style=\"font-size: medium;\"><b> Gott geehrt und die Arche gebaut zur Rettung seines Hauses, als er ein g\u00f6ttliches Wort empfing \u00fcber das, was man noch nicht sah; &#8230;\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Der dritte Glaubensheld ist Noah. Noah lebte in <\/span><span style=\"font-size: medium;\">einer gottlosen Zeit, in der die Menschen sehr gegen Gott s\u00fcndigten. Jesus beschreibt diese Zeit in Lk 17,26.27 als eine Zeit, in der die Menschen sich nur mit essen, trinken und heiraten besch\u00e4ftigten, und dabei ihr ganzes Leben ohne Gott f\u00fchrten. Die Welt war voller Frevel und reif f\u00fcr das Gericht. 1. Mose 6 berichtet uns dagegen, dass Noah fromm war und zu seinen Zeiten untadelig lebte; er wandelte mit Gott. Noah war auch ein Nachkomme Adams und konnte nicht alles nach Gottes Willen tun. Aber er lebte aus Glauben an Gott nach seinem Willen. Unser Vers 7 betont, dass Noah Gott dadurch geehrt hat, dass die riesige Arche gebaut hat, obwohl weit und breit kein Wasser war, als Gott ihn durch sein Wort dazu aufforderte. Sein Glaube dr\u00fcckte sich in seinem Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Wort aus. Er baute die Arche durch den Glauben, dass Gottes Wort wahr ist, anstatt auf das zu vertrauen, was seine Augen sahen, und zu berechnen. Dieser Glaube Noahs ehrte Gott. Das Bauen des riesigen Schiffs muss jahrelang, vielleicht jahrzehntelang all seine Zeit und Kraft und Geld erfordert haben, vielleicht alles, was er hatte. Aber gerade darin zeigt sich sein Glaube, und den hat Gott reichlich belohnt. Denn dadurch erlangte Noah die Rettung vor der t\u00f6dlichen Sintflut f\u00fcr ihn und seine ganze Familie. Dass Noah durch seinen praktischen Glauben bzw. seinen Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Wort gerettet wurde und auch zum Segen f\u00fcr andere wurde, ist ein Hinweis auf das rettende Wort, das Gott nun schon seit etwa 2000 Jahren durch seinen Sohn geredet hat und das alle selig macht, die daran glauben.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Vers 7b: \u201e<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>&#8230;<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b> durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Sein Gehorsam aus Glauben an Gott, dass er die Arche baute, war eine Predigt an die Menschen seiner Zeit. Es muss sich im Laufe der Jahre \u00fcberall herumgesprochen haben, dass da einer mitten auf dem Land ein riesiges Schiff baute, weil Gottes eine gro\u00dfe Flut angek\u00fcndigt hatte. Durch sein gehorsames Leben aus Glauben hatten die Menschen einen klaren Hinweis auf Gott und sein gerechtes Gericht und die Chance, diesen Gott zu suchen und sich zu ihm zu bekehren. Das gilt auch f\u00fcr uns. Wenn wir wie Noah durch den Glauben Gott und seinem Evangelium gehorchen, wird unser Leben die Menschen auf Gottes Gericht und auf die Rettung durch seinen Sohn Jesus hinweisen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort. <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAber ohne Glauben ist\u2019s unm\u00f6glich Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Heute haben wir erfahren was der Glaube ist und warum er so wichtig ist. Gott helfe uns, durch den Glauben die wichtigste Realit\u00e4t, Gott selbst zu erkennen und sein ewiges Reich als Lebensziel zu verfolgen, indem wir durch diesen Glauben leben.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der Glaube, der Gott gef\u00e4llt \u00a0\u201eAber ohne Glauben ist\u2019s unm\u00f6glich Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.\u201c (11,6) Letzten Sonntag haben wir durch die Predigt \u00fcber Kap. 10 geh\u00f6rt, wie der Verfasser die Empf\u00e4nger zum Glauben [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-3002","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3002","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3002"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3002\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3006,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3002\/revisions\/3006"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3002"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3002"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3002"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}