{"id":2955,"date":"2014-03-03T21:53:07","date_gmt":"2014-03-03T20:53:07","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2955"},"modified":"2022-11-18T12:22:51","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:51","slug":"predigt-hosea-91-1015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-hosea-91-1015\/","title":{"rendered":"Predigt: Hosea 9,1 \u2013 10,15"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Hos-P4.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Pfl\u00fcget ein Neues<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eS\u00e4et Gerechtigkeit und erntet nach dem Ma\u00dfe der Liebe! Pfl\u00fcget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit \u00fcber euch regnen l\u00e4sst!\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(10,12)<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir stehen kurz vor dem Fr\u00fchlingsanfang. Die Tage werden l\u00e4nger und die ersten Blumen und B\u00e4ume bl\u00fchen. Bald werden die Bauern die gepfl\u00fcgten Felder bes\u00e4en, wobei sie auf eine gute Ernte hoffen. In unserem Leitwort geht es auch um pfl\u00fcgen, s\u00e4en und ernten. Obwohl die im Text nochmals aufgez\u00e4hlten S\u00fcnden der Israeliten schwer sind und die daf\u00fcr angedrohten Strafen dramatisch, h\u00f6ren wir am Ende Gottes Appell, dass sie ein Neues pfl\u00fcgen sollten, damit er Gerechtigkeit \u00fcber sie regnen lassen k\u00f6nnte, statt sie zu bestrafen. Gott helfe uns heute auch, seine Stimme zu h\u00f6ren und zu begreifen, was f\u00fcr eine immense Bedeutung die Bu\u00dfe hat, zu der Gott die Israeliten trotz ihrer S\u00fcnden inst\u00e4ndig eingeladen hat und zu der auch uns einl\u00e4dt!<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>I. Du darfst dich nicht freuen, Israel (9,1-9)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Betrachten wir Vers 1: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDu darfst dich nicht freuen, Israel, noch r\u00fchmen wie die V\u00f6lker; denn du l\u00e4ufst mit deiner Hurerei deinem Gott weg; gern nimmst du Hurenlohn auf allen Tennen.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Eigentlich klingt dieser Vers erstaunlich; da im Neuen Testament die Gl\u00e4ubigen an vielen Stellen aufgefordert werden, sich zu freuen. Wie ist das zu verstehen? Offenbar freuten sich die Israeliten und r\u00fchmten sich wie die anderen V\u00f6lker; sie freuten sich \u00fcber ihre politische St\u00e4rke und r\u00fchmten sich der guten Entwicklung ihrer Wirtschaft und ihrer guten B\u00fcndnispolitik. Das ist schon ganz anders als die Aufforderung \u201eFreuet euch in dem Herrn allewege.\u201c Das Objekt der Freude war ganz anders. Warum durften sie sich aber nicht freuen? Sie sollten sich nicht freuen oder r\u00fchmen, weil sie tats\u00e4chlich keinen Grund dazu hatten. Denn sie liefen Gott weg und liebten und dienten G\u00f6tzen und trieben so geistliche Hurerei. Damit brachen sie das erste der Zehn Gebote und verachteten die Beziehung zu Gott. Gott musste bitter feststellen: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201egern nimmst du Hurenlohn auf allen Tennen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Wenn Gott sie mit einer guten Ernte segnete, sahen sie das als einen Lohn f\u00fcr ihre Hingabe f\u00fcr den Baal an und als eine Best\u00e4tigung f\u00fcr ihren G\u00f6tzendienst. Deshalb konnte Gott ihren Anbau nicht l\u00e4nger segnen. Vers 2 sagt: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDarum sollen Tenne und Kelter sie nicht n\u00e4hren, und der Wein soll ihnen fehlen.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie gerecht war diese Strafe f\u00fcr ihre S\u00fcnde. Es war ein Teil der Konsequenzen, die Gott in 5. Mose angek\u00fcndigt hatte f\u00fcr den Fall, dass Israel Gott verlassen und anderen G\u00f6ttern dienen w\u00fcrde (5. Mose 28,16ff). Auch die anderen dort angek\u00fcndigten Strafen sollten auf ihre S\u00fcnde folgen.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Vers 3: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSie sollen nicht bleiben im Lande des Herrn; sondern Ephraim muss wieder nach \u00c4gypten und muss in Assyrien Unreines essen.\u201c <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ihre S\u00fcnde w\u00fcrde nicht nur Mangel an Nahrung zur Folge haben, sondern sie w\u00fcrden gar nicht im Land bleiben k\u00f6nnen. Gott sagt hier bewusst \u201eim Land des Herrn\u201c, um zu erinnern, dass er ihnen das Land gegeben hatte, was sie l\u00e4ngst vergessen hatten. Wegen ihrer S\u00fcnde m\u00fcssten sie dieses Land bald verlassen und unter Heiden leben. Dabei hat \u201e\u00c4gypten\u201c hier eine geistliche Bedeutung als das Land der Gefangenschaft; Assyrien bezeichnet das Land, in das sie tats\u00e4chlich gehen m\u00fcssten. Dort w\u00fcrden sie nicht nach Gottes Speisegeboten leben k\u00f6nnen, sondern mussten Unreines essen. Sie hatten sich in Gottes Land unrein gemacht; als Strafe w\u00fcrden sie im unreinen Land leben und Unreines essen m\u00fcssen.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie w\u00fcrde ihr Leben dort sein? Vers 4 sagt weiter: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDort werden sie dem <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Herrn<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> kein Trankopfer vom Wein bringen, und ihre Schlachtopfer werden ihm nicht wohlgef\u00e4llig sein. Ihr Brot soll sein wie das Brot der Trauernden, an dem unrein werden alle, die davon essen; denn ihr Brot m\u00fcssen sie f\u00fcr sich allein essen, doch es soll nicht in des <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Herrn<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> Haus gebracht werden.\u201c <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das Leben in Assyrien w\u00fcrde nicht nur viel menschliches Leid f\u00fcr sie bedeuten. Sie w\u00fcrden dort Gott keine Opfer mehr bringen k\u00f6nnen und ihre noch verbliebene Beziehung zu Gott verlieren. Die Frage <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWas wollt ihr dann in den Festzeiten und an den Feiertagen des <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Herrn<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> tun?\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> sollte sie wachr\u00fctteln. Aber sie ignorierten immer noch diese Realit\u00e4t und lebten in dem Gedanken, dass immer alles so weitergehen w\u00fcrde. Aber ihr Gedanke war nur eine Einbildung. Vers 6 sagt: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSiehe, sie m\u00fcssen fort wegen der Verw\u00fcstung. \u00c4gypten wird sie sammeln und Memfis sie begraben. Nesseln werden wachsen, wo jetzt ihr kostbares Silber ist, und Dornen in ihren H\u00fctten.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Dieses Wort macht klar, dass ihre Vorstellung, dass ihre Untreue gegen\u00fcber Gott doch harmlos w\u00e4re, ein Irrtum war. Ihr Land w\u00fcrde verw\u00fcstet werden, in ihren H\u00e4usern w\u00fcrden Nesseln und Dornen wachsen. Auch hier ist \u00c4gypten wohl symbolisch zu verstehen. Memfis war eine Stadt etwa 25 Kilometer n\u00f6rdlich vom heutigen Kairo. Es war auch damals schon f\u00fcr seine Grabst\u00e4tten bekannt. Die meisten von ihnen w\u00fcrden nie wieder nach Israel zur\u00fcckkehren, sondern im Ausland sterben. <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vers 7a sagt weiter: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDie Zeit der Heimsuchung ist gekommen, die Zeit der Vergeltung; dessen wird Israel innewerden.\u201c <\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie reagierten sie auf Hoseas Ank\u00fcndigungen? Vers 7b sagt<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>: \u201e\u00bbEin Narr ist der Prophet und wahnsinnig der Mann des Geistes!\u00ab\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Sie verh\u00f6hnten den Propheten und verleumdeten ihn als wahnsinnig. Hosea antwortete, dass er wegen ihrer gro\u00dfen Schuld und ihrer gro\u00dfen Anfeindung tats\u00e4chlich wie wahnsinnig war. Er sagt in Vers 8 und 9 weiter: \u201e<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ephraim sp\u00e4hte wohl aus nach meinem Gott; aber nun stellen sie dem Propheten Fallen auf allen seinen Wegen, Anfeindung selbst im Hause seines Gottes. Tief verdorben ist ihr Tun wie in den Tagen von Gibea; darum wird er ihrer Schuld gedenken und ihre S\u00fcnden heimsuchen.\u201c <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ihre Anfeindung des Knechtes Gottes war ein Ausdruck davon, wie verdorben sie waren. Die Tage von Gibea beziehen sich auf die brutale Vergewaltigung einer Frau durch eine Horde von Benjaminitern, bei der die Frau starb. Dazu hei\u00dft es im Buch Richter, dass so etwas noch nie in Israel passiert war (Ri 19,22-30). Aber was damals wie ein schwarzer Fleck in der Geschichte Israels gewesen war, war inzwischen eine Art Normalzustand. Darum konnte Gott auch ihrer Schuld nicht mehr vergeben, sondern wollte ihre S\u00fcnden heimsuchen. Ihre S\u00fcnde verlangte nach der Strafe. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>II. \u201eDarum muss die Herrlichkeit Ephraims wie ein Vogel wegfliegen\u201c (9,10-17)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dieser Abschnitt f\u00e4ngt mit einer Erinnerung Gottes an Israel fr\u00fcher an. <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie sehr hatte Gott sich fr\u00fcher \u00fcber Israel gefreut? Vers 10a sagt: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eIch fand Israel wie Trauben in der W\u00fcste und sah eure V\u00e4ter wie die ersten Feigen am Feigenbaum.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">M\u00f6gt ihr Trauben? Wie sehr freut man sich, wenn man in der hei\u00dfen W\u00fcste eine Oase findet und dort sogar Trauben findet!? Es ist riesige Freude! Jeden Samstag freuen sich die Kinder \u00fcber die Erfrischungen bei der Kinderstunde, als ob sie die ganze Woche keine S\u00fc\u00dfigkeiten bek\u00e4men. Wie viel mehr hat man sich fr\u00fcher \u00fcber die ersten Feigen gefreut, da es damals sonst kaum S\u00fc\u00dfigkeiten gab? Mit diesen Bildern beschreibt Gott, wie sehr er sich gefreut hatte, als er Israel in \u00c4gypten gesehen hatte. Sie waren ein kleines Volk von armen Sklaven, aber Gott fand sie lieblich und war von ihnen begeistert, weil er sie liebte, und er schloss mit ihnen einen Bund, in dem er ihnen seine Treue versprach und sich fest mit ihnen verband. Aber Gottes Freude w\u00e4hrte leider nicht lange, weil sie bald anfingen, den Bund mit Gott zu brechen. 10b sagt: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201e&#8230;<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>aber hernach gingen sie zum Baal-Peor und gelobten sich dem sch\u00e4ndlichen Abgott und wurden so zum Greuel wie ihre Liebhaber.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Sie gingen schon bald zum G\u00f6tzen Baal-Peor und versprachen ihm ihre Treue und dienten ihm. Wie tief muss Gott \u00fcber ihre Untreue entt\u00e4uscht und verletzt gewesen sein! Wie viel schlimmer noch muss es gewesen sein, dass Gott mit ansehen musste, dass sie diese S\u00fcnde \u00fcber Generationen hinweg fortsetzten und sich neben Gott Liebhaber suchten, denen sie sich hingaben und bei denen sie Sicherheit und Gl\u00fcck suchten, und so Gott verachteten. Gott hatte ihre Untreue lange erduldet und seinen Zorn deswegen zur\u00fcckgehalten. Aber sie trieben es immer weiter und provozierten so seine Strafe. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Welche Strafe k\u00fcndigte Gott ihnen an<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">? Betrachten wir Vers 11: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDarum muss die Herrlichkeit Ephraims wie ein Vogel wegfliegen, dass sie weder geb\u00e4ren noch tragen noch schwanger werden sollen.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Ephraim w\u00fcrde die Herrlichkeit verlieren, denn Gott w\u00fcrde sie verlassen. Ihre Frauen w\u00fcrden keine Kinder mehr bekommen k\u00f6nnen. Das war eine weitere Strafe, die Gott durch Mose f\u00fcr den Fall, dass sie den Bund mit ihm brechen w\u00fcrden, angek\u00fcndigt hatte. Die Verse 12 und 13 sagen weiter: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd wenn sie ihre Kinder auch gro\u00dfz\u00f6gen, will ich sie doch kinderlos machen, so dass kein Mensch mehr da ist. Ja, weh ihnen, wenn ich von ihnen gewichen bin! Als ich Ephraim sah, war es herrlich gepflanzt wie Tyrus; aber nun muss es seine Kinder herausgeben dem Totschl\u00e4ger.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Selbst wenn sie Kinder bekommen k\u00f6nnten, w\u00fcrde Gott sie wieder kinderlos machen. Wenn Gott von einem Menschen oder einem Volk gewichen ist, gibt es kein Heil und keine Hilfe mehr f\u00fcr sie. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie betete Hosea in dieser Situation? Vers 14 sagt: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eHerr gibt ihnen \u2013 was willst du ihnen geben? Gib ihnen unfruchtbare Leiber und versiegende Br\u00fcste!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Hosea rang offensichtlich nach dem richtigen Gebetsanliegen. Hoseas Gebet zeigt, dass er Gottes Herz verstand und teilte. Wir k\u00f6nnen sein Gebet nur verstehen, wenn wir uns bewusst machen, wie krass Israel gegen Gott s\u00fcndigte. Er betete wohl auch im Hinblick darauf f\u00fcr ihre Unfruchtbarkeit, dass er aus seiner Erfahrung wusste, dass ihre Kinder nur wie ihre Eltern s\u00fcndigen und sich Gottes Gericht zuziehen w\u00fcrden. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">W<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">ie schlimm war n\u00e4mlich ihr Zustand? Die Verse 15-16 beschreiben ihre Verkehrtheit und welche Folge das haben w\u00fcrde: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eAll ihre Bosheit geschieht zu Gilgal; dort werde ich ihnen feind. So will ich sie um ihres b\u00f6sen Tuns willen aus meinem Hause sto\u00dfen und ihnen keine Liebe mehr erweisen; denn alle ihre Oberen sind abtr\u00fcnnig. Ephraim ist geschlagen, seine Wurzel ist verdorrt, sodass sie keine Frucht mehr bringen k\u00f6nnen. Auch wenn sie geb\u00e4ren w\u00fcrden, will ich doch die ersehnte Frucht ihres Leibes t\u00f6ten.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Gilgal war eine der Hochburgen ihres G\u00f6tzendienstes, wo sie Gott regelm\u00e4\u00dfig betrogen. Dort w\u00fcrde Gott ihnen feind werden und sie aus seinem Haus sto\u00dfen. Nachdem sie Gottes Liebe immer wieder verraten hatten und nicht damit aufh\u00f6ren wollte, w\u00fcrde Gott ihnen keine Liebe mehr erweisen. Der Name Ephraim bedeutet vom Wort her eigentlich \u201edoppelt fruchtbar\u201c. Aber wegen ihrer S\u00fcnde w\u00fcrden sie keine Frucht mehr bringen k\u00f6nnen, sonderen waren von der Wurzel an verdorrt. Abschlie\u00dfend sagt Vers 17: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eMein Gott wird sie verwerfen, weil sie ihn nicht h\u00f6ren wollen, und sie sollen unter den Heiden umherirren.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Hier bringt Hosea Israels Problem auf den Punkt. Es war nicht so, dass ihre Krankheit so schlimm war, dass Gott sie nicht heilen k\u00f6nnte. Ihr Problem war, dass sie nicht h\u00f6ren wollten. Sie weigerten sich, zu Gott zu kommen und gesund zu werden und ein fruchtbares Leben zu f\u00fchren. Wenn sie dabei bleiben w\u00fcrden, w\u00fcrde Gott sie hart schlagen m\u00fcssen, sodass sie unter den Heiden umherirren m\u00fcssten. Gab es keinen Ausweg?<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>III. \u201ePfl\u00fcget ein Neues &#8230;\u201c (10,1-15)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Kap. 10 f\u00e4ngt wie der vorangehende Abschnitt mit <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">der Erinnerung daran an, wie Israel fr\u00fcher war. Vers 1a sagt: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eIsrael ist ein \u00fcppig rankender Weinstock, der seine Frucht tr\u00e4gt.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dieses Bild stellt anschaulich dar, wie das Volk geistlich, politisch und wirtschaftlich unter Gottes Segen lebte. Aber wie gingen sie mit Gottes Segen um? Vers 1b sagt: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eAber je mehr Fr\u00fcchte er hatte, desto mehr Alt\u00e4re machten sie; wo das Land am besten war, da richteten sie die sch\u00f6nsten Steinmale auf.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Anstatt Gott f\u00fcr seinen Segen zu danken und ihn von ganzem Herzen zu lieben, fingen sie an, G\u00f6tzen zu dienen. Je besser es ihnen ging, desto eifriger dienten sie ihren G\u00f6tzen und benutzten die besten Pl\u00e4tze im Land dazu, die sch\u00f6nsten Steinmale aufzustellen. Was war ihr Problem? Vers 2a: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eIhr Herz ist falsch\u201c. <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die King James-Version \u00fcbersetzt hier:<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b> \u201cTheir heart is divided.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Ihr Problem war ihr geteiltes Herz. Obwohl Gott sie in allen Bereichen segnete, liebten sie Gott nicht von ganzem Herzen, sondern lie\u00dfen im Herzen Raum f\u00fcr die Zuneigung zu anderen G\u00f6ttern. Sie beteten am Sabbat zu Gott, liefen aber w\u00e4hrend der Woche den Baalen nach. Als ihr Herz geteilt war, wurden sie sehr verkehrt und konnten Gott nicht gefallen. Vers 2b sagt: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eNun wird sie ihre Schuld treffen. Ihre Alt\u00e4re sollen zerbrochen und ihre Steinmale zerst\u00f6rt werden.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Gott wollte ihren G\u00f6tzendienst bestrafen. Sie mussten schon jetzt zugeben, dass die h\u00e4ufigen Wechsel ihrer Herrscher darin begr\u00fcndet war, dass sie Gott nicht f\u00fcrchteten (3). Sie redeten und schworen falsch und schlossen B\u00fcndnisse mit anderen Staaten, aber weder au\u00dfenpolitisch noch untereinander waren sie ehrlich, sondern ihr Recht gr\u00fcnte wie giftiges Kraut auf allen Furchen im Feld (4). <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die Verse 5-9 beschrieben, wie sehr sie sich auf andere G\u00f6tter verlie\u00dfen, wie nutzlos dies aber war. Verse 5 und 6 sagen: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDie Einwohner von Samaria sorgen sich um das Kalb zu Bet-Awen. Sein Volk trauert darum, und seine G\u00f6tzen\u00adpfaffen zittern um seine Herrlichkeit; denn sie wird von ihnen weggef\u00fchrt. Ja, das Kalb wird nach Assyrien gebracht zum Geschenk f\u00fcr den K\u00f6nig Jareb. So muss Ephraim zuschanden werden und Israel besch\u00e4mt sein trotz seiner Klugheit.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Die beiden goldenen K\u00e4lber, die ihr erster K\u00f6nig nach der Teilung hatte aufstellen lassen, spielten eine wichtige Rolle bei ihrem G\u00f6tzendienst. Wie vergeblich es aber war, dass sie ihr Herz daran h\u00e4ngten, w\u00fcrde bald offenbar werden, wenn sie zusehen m\u00fcssten, wie ihr \u201eGott\u201c auf einem holprigen Wagen nach Assyrien abtransportiert w\u00fcrde, und sie w\u00fcrden besch\u00e4mt dastehen. Aber nicht nur ihr G\u00f6tzenbild w\u00fcrde verschwinden. Die Verse 7 und 8 sagen: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDenn der K\u00f6nig von Samaria ist dahin wie Schaum auf dem Wasser.<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Die H\u00f6hen zu Awen sind verw\u00fcstet, auf denen sich Israel vers\u00fcndigte; Disteln und Dornen wachsen auf ihren Alt\u00e4ren. Und sie werden sagen: Ihr Berge, bedecket uns! und: Ihr H\u00fcgel, fallet \u00fcber uns!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Ihr Land w\u00fcrde erobert und ihr K\u00f6nig abgesetzt und verschleppt werden, sodass sie lieber sterben w\u00fcrden, als dieses Gericht zu erleben. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Betrachten wir Vers 9: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eIsrael, du hast seit den Tagen von Gibea ges\u00fcndigt; dort standen sie gegen mich auf. Sollte darum nicht in Gibea der Krieg \u00fcber sie kommen wegen der b\u00f6sen Leute?\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Noch einmal bezieht Gott sich hier auf die Tage von Gibea. Nach der Schandtat in Gibea hatten die Benjaminiter sich geweigert, die Schuldigen herauszugeben, und k\u00e4mpften stattdessen gegen ihre Br\u00fcder, wodurch ihr Stamm fast ausgerottet wurde. Mit dem gleichen Geist weigerten sich die Israeliten auch jetzt, ihre S\u00fcnde zuzugeben, und steuerten dadurch ihrem Untergang entgegen. Was w\u00fcrde Gott tun? Vers 10 sagt: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eIch werde sie z\u00fcchtigen nach meinem Willen; V\u00f6lker sollen gegen sie versammelt werden, wenn ich sie strafen werde wegen ihrer zwiefachen S\u00fcnde.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Gott tadelte sie wegen ihrer zwiefachen S\u00fcnde. Ihre doppelte S\u00fcnde bestand darin, dass sie Gott nicht liebten und dass sie stattdessen auf G\u00f6tzen und auf andere Menschen vertrauten. Gott wollte sie durch andere V\u00f6lker z\u00fcchtigen, konkret durch die Assyrer.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Betrachten wir auch Vers 11:<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eIsrael war eine junge Kuh, daran gew\u00f6hnt, gern zu dreschen.<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Aber ich habe ihm ein Joch auf seinen sch\u00f6nen Nacken gelegt; ich will Ephraim einspannen; Juda soll pfl\u00fcgen und Jakob eggen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> F\u00fcr eine Kuh war das Ziehen eines Dreschschlitten eine leichte Arbeit, zumal man K\u00fchen dabei das Maul nicht zuband, sodass sie jederzeit fressen konnten. Eine Pflug zu ziehen und damit den trockenen, harten Boden umzupfl\u00fcgen, war dagegen eine harte Arbeit. Der Dienst, den Gott von Israel verlangt hatte, war leicht. Sie dachten, dass sie immer so ein leichtes Leben f\u00fchren k\u00f6nnten, egal wie sie sich Gott gegen\u00fcber verhielten. Daher wollte Gott sie vor einen Pflug spannen und schwer arbeiten lassen, wobei Gott in seine Ank\u00fcndigung diesmal auch Juda mit einschloss. Gott wollte sein Wort durch die Assyrer und Babyloner und durch die Gefangenschaft wahr machen. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was sagte Gott zu ihnen inmitten der Aufz\u00e4hlung ihrer S\u00fcnden und ihrer Folgen? Lesen wir gemeinsam Vers 12:<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b> \u201eS\u00e4et Gerechtigkeit und erntet nach dem Ma\u00dfe der Liebe! Pfl\u00fcget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit \u00fcber euch regnen l\u00e4sst!\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Obwohl ihr Leben geistlich und moralisch verdorben war und sie auf eine katastrophales Ernte zusteuerten, wollte Gott immer noch, dass ihr Leben gut wird und gute Fr\u00fcchte hervorbringt. Deshalb forderte Gott sie dazu auf, Gerechtigkeit zu s\u00e4en. Sie sollten gerecht leben, das hei\u00dft in ihrer Beziehung zu Gott und zu ihren Mitmenschen recht leben. Dann w\u00fcrde Gott ihr rechtes Leben mit vielen Fr\u00fcchte segnen, und zwar nicht nur nach dem Ma\u00dfstab seiner Gerechtigkeit, sondern nach dem Ma\u00df seiner Liebe, d.h. er w\u00fcrde ihnen viel mehr Segen geben, als sie es verdient h\u00e4tten. Aber wie konnten sie gerecht leben, nachdem sie so lange und so viel ges\u00fcndigt hatten? Betrachten wir noch einmal Vers 12b: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201ePfl\u00fcget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit \u00fcber euch regnen l\u00e4sst!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Wenn ein Feld \u00fcber l\u00e4ngere Zeit brach liegt, wird der Boden mit allem m\u00f6glichem Unkraut \u00fcberwuchert und jeder wusste, dass man auf so einen Boden nicht einfach guten Samen s\u00e4en kann; er w\u00fcrde nicht aufgehen und Frucht bringen. Ein harter \u00fcberwucherter Boden muss zuerst gepfl\u00fcgt werden, damit er Getreidesamen aufnehmen und schlie\u00dflich Frucht bringen kann. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Das Herz der Israeliten war wie so ein verwilderter, mit Unkraut \u00fcberwucherter Boden, auf dem guter Same nicht aufgehen konnte. Sie hatten schon lange verkehrt gelebt, sich schon daran gew\u00f6hnt, Gott zu betr\u00fcgen und ihre Mitmenschen zu bel\u00fcgen, zu betr\u00fcgen, zu berauben und zu morden. Aber Gott gab sie nicht auf! Gott forderte sie dazu auf, ein Neues zu pfl\u00fcgen. Sie sollten ihre verkehrte Haltung gr\u00fcndlich \u00e4ndern. Sie sollten vor allem ihre harte Haltung Gott und seinem Wort gegen\u00fcber \u00e4ndern und neu anfangen, nach seinem Willen zu fragen und zu leben, damit in ihrem Leben gute Fr\u00fcchte entstehen k\u00f6nnten. Mehrere Stellen bezeugen, dass sie schon manchmal halbherzig Bu\u00dfe getan hatten. In Kap. 6 haben wir gelesen dass ihre Liebe zu Gott blo\u00df wie ein Wolke am Morgen war oder wie Tau, der bald wieder verdunstet (6,4). Kap. 7,16 sagt: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eSie bekehren sich, aber nicht recht, sondern sind wie ein schlaf\u00adfer Bogen\u201c.<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Sie sollten deshalb ein Neues pfl\u00fcgen, ihre Haltung gegen\u00ad\u00fcber Gott gr\u00fcndlich \u00e4ndern. Sie sollten den harten Boden ihres Herzens aufbrechen, damit Gottes Wort hineinkommen und aufgehen und gute Frucht in ihnen hervorbringen konnte, wie Liebe und Treue gegen\u00fcber Gott und Liebe und G\u00fcte gegen\u00fcber ihren Mitmenschen, statt Selbstsucht, Betrug und Ehebruch. Auch wenn sie ihr Herz schon so lange von ihm abgewandt hatten und es hart geworden war, lud Gott sie zu einem Neuanfang mit ihm ein. Obwohl ihre Herzen schon von so vielen S\u00fcnden \u00fcberwuchert waren, w\u00e4ren sie doch noch in der Lage, Bu\u00dfe zu tun. Und daf\u00fcr war es h\u00f6chste Zeit. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Pfl\u00fcget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit \u00fcber euch regnen l\u00e4sst!\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Ihre S\u00fcnde hatte sich im Laufe der Zeit angeh\u00e4uft, sodass Gottes Gericht schon vor der T\u00fcr stand. Daher war es n\u00f6tig, dass sie jetzt Bu\u00dfe tun und sie nicht mehr verschieben w\u00fcrden. Gottes Wort ermutigte sie, ein Neues zu pfl\u00fcgen, solange es noch Zeit war, den Herrn zu suchen. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was zeigt Gottes inst\u00e4ndige Einladung zur Umkehr \u00fcber ihn?<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Gottes Einladung dr\u00fcckt seine gro\u00dfe unver\u00e4nderliche Liebe zu ihnen aus. Gott hatte kein Gefallen daran, sie zu bestrafen. Bis zum letzten Moment warb Gott um ihre Umkehr, weil Gott sie liebte und ihre Beziehung wieder herstellen wollte und ihnen die Strafe wirklich ersparen wollte. Statt sie zu bestrafen wollte Gott Gerechtigkeit \u00fcber sie regnen lassen. Gott wollte sie, wenn sie Bu\u00dfe t\u00e4ten, seine Gerechtigkeit \u00fcber sie aussch\u00fctten, wie ein reinigender Sommerregen, der den alten vertrockneten Boden befeuchtet und wieder lebendig und fruchtbar macht. Sie konnten sich nicht selbst gerecht machen, sie waren gr\u00fcndlich verdorben. Aber durch Bu\u00dfe w\u00fcrden sie das Schicksal, dass sie f\u00fcr ihre S\u00fcnde die gerechte Strafe bekommen m\u00fcssten, von sich abwenden. Wenn sie ihr Herz erneuern w\u00fcrden, w\u00fcrde Gott seine Gerechtigkeit \u00fcber sie regnen lassen, die sie reinigt, lebendig macht und ihr Leben gute Frucht bringen l\u00e4sst. Alles hing davon ab, ob sie Bu\u00dfe tun oder nicht. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was bedeutet das f\u00fcr uns? Obwohl wir nicht so krass gegen Gottes Willen leben wie die Israeliten damals, kann auch unser Herz immer wieder hart werden; zum Beispiel durch zu starkes Besch\u00e4ftigtsein im Alltag, mangelnde Pflege unserer Beziehung zu Gott, mangelndes Denken an seine Gnade und fehlende Dankbarkeit, mangelndes Denken und Tun nach seinem Willen \u2013 S\u00fcnde. Vor allem stehen auch wir potenziell immer in der Gefahr, bei anderen Dingen oder Menschen unsere Freude zu suchen und darauf zu hoffen, zum Beispiel auf unseren Erfolg im Studium oder Beruf, auf unsere Kinder, auf Wohlstand oder bestimmte Freizeitbesch\u00e4ftigungen. Wenn wir das tun, tun wir im Grunde das gleiche wie die Israeliten, die G\u00f6tzen einen Teil ihrer Zeit, ihres Besitzes und vor allem ihr Herz gegebenen haben. Dann wird unser Herz hart und hat immer weniger Interesse daran, Gott zu finden. Was sollen wir dann tun? Gott l\u00e4dt uns ein: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eS\u00e4et Gerechtigkeit und erntet nach dem Ma\u00dfe der Liebe! Pfl\u00fcget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit \u00fcber euch regnen l\u00e4sst!\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wir sollen die harte Oberfl\u00e4che unseres Herz aufbrechen, es f\u00fcr Gott und seinen Willen \u00f6ffnen und ihn einlassen. Dazu sollen wir uns neu entscheiden, Gott zu suchen, der uns gemacht hat, uns das Leben mit guter Absicht gegeben hat, der uns wirklich liebt und will, dass unser Leben gelingt, dass in unserem Leben gute Frucht entsteht. Es ist falsch, wenn jemand denken w\u00fcrde: Daf\u00fcr ist es bei mir schon zu sp\u00e4t; ich bin schon zu weit weg von Gott. Gottes inst\u00e4ndige Einladung an die Israeliten trotz ihrer S\u00fcnde belegt, dass das nicht stimmt. Es ist auch verkehrt zu denken, Gott h\u00e4tte Freude am Strafen. Gott warb bis zum letzten Moment um die Umkehr der Israeliten, weil er gerne Gerechtigkeit \u00fcber sie regnen lassen wollte. Wenn wir zu ihm umkehren, wird er auch \u00fcber uns Gerechtigkeit regnen lassen, die er durch den Tod seines Sohnes am Kreuz f\u00fcr uns erwirkt und zug\u00e4nglich gemacht hat. Niemand kann sich selbst gerecht machen. Gott l\u00e4sst seine Gerechtigkeit regnen \u00fcber diejenigen, die ihr hartes Herz Gott gegen\u00fcber \u00f6ffnen und den einlassen, der voller Gnade und Wahrheit ist, Jesus Christus. Dann macht er uns selbst heil und wird unser Leben gelingen lassen und fruchtbar machen wie ein Feld voller Weizen. Alles h\u00e4ngt davon ab, ob wir unser Herz Gott gegen\u00fcber \u00f6ffnen oder es weiter verh\u00e4rten. Wir sollten Gottes Einladung zur Umkehr nicht verachten, sondern sie wahrnehmen. Wir sollen die Entscheidung, Gott ernsthaft zu suchen, nicht verschieben, weil die Zeit daf\u00fcr f\u00fcr jeden begrenzt ist. Lasst uns unser Herz f\u00fcr Gott neu \u00f6ffnen und ihn einlassen! Lasst uns nicht dort stehen bleiben, wo unsere Bu\u00dfe bisher geendet hat, sondern ein Neues pfl\u00fcgen und ihm ganz vertrauen und in allem gehorchen, damit er kommt und Gerechtigkeit \u00fcber uns regnen l\u00e4sst!<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir den restlichen Text. Nach Gottes inst\u00e4ndigem Appell an die Israeliten, Bu\u00dfe zu tun, spricht der Text noch einmal \u00fcber ihren momentanen Zustand. Vers 13a sagt: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIhr aber pfl\u00fcgt B\u00f6ses und erntet \u00dcbeltat und esset L\u00fcgenfr\u00fcchte.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Sie pfl\u00fcgten nicht ein Neues und s\u00e4ten gute Saat in ihrem Leben, sondern sie pfl\u00fcgten B\u00f6ses; als Folge davon mussten sie auch \u00fcble Fr\u00fcchte der S\u00fcnde ernten und essen. Dass Gott ihnen hier einen Spiegel vorhielt, bedeutet nicht, dass sie keine Chance h\u00e4tten, Bu\u00dfe zu tun. Es war eine umso st\u00e4rkere Herausforderung zur Bu\u00dfe. Wenn sie sich aber weiterhin weigern w\u00fcrden, Bu\u00dfe zu tun, w\u00fcrde es best\u00e4tigen, dass Gott Recht hatte, sie zu richten. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die Verse <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">13b-15 lauten: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>&#8222;Weil du dich nun verl\u00e4sst auf deinen Weg und auf die Menge deiner Helden, darum soll sich ein Get\u00fcmmel erheben in deinem Volk, dass alle deine Festungen zerst\u00f6rt werden, gleichwie Schalman zerst\u00f6rte Bet-Arbeel damals im Krieg, als die Mutter zerschmettert wurde samt den Kindern. So soll&#8217;s euch zu Bethel auch ergehen um eurer gro\u00dfen Bosheit willen; schon fr\u00fch am Morgen wird der K\u00f6nig von Israel untergehen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Zum Schluss dieses Textes fasst Gott nochmals ihre Schuld und die drohende Strafe daf\u00fcr zusammen. Sie verlie\u00dfen sich auf sich selbst, auf andere Menschen, vor allem Soldaten und ihre Festungen, aber nicht auf den lebendigen Gott. Wenn sie daf\u00fcr keine Bu\u00dfe t\u00e4ten, w\u00fcrden alle ihre Festungen zerst\u00f6rt werden und ihr K\u00f6nig untergehen. Was allein dieses drohende Schicksal abwenden k\u00f6nnte, w\u00e4re ihre Bu\u00dfe. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eS\u00e4et Gerechtigkeit und erntet nach dem Ma\u00dfe der Liebe! Pfl\u00fcget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit \u00fcber euch regnen l\u00e4sst!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> (10,12) Heute haben wir gelernt, wie Gott sein Volk inst\u00e4ndig dazu einl\u00e4dt, gr\u00fcndlich Bu\u00dfe zu tun. Durch Bu\u00dfe kann jeder Mensch das Schicksal von S\u00fcnde und gerechter Strafe von sich abwenden und stattdessen Gottes Gerechtigkeit und seinen Segen empfangen. M\u00f6ge Gott uns helfen, ein Neues zu pfl\u00fcgen und unsere Herz f\u00fcr Gott, seine Gnade und seinen Willen weit aufzumachen, damit er zu uns kommen und Gerechtigkeit \u00fcber uns regnen lassen kann!<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Pfl\u00fcget ein Neues \u201eS\u00e4et Gerechtigkeit und erntet nach dem Ma\u00dfe der Liebe! Pfl\u00fcget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit \u00fcber euch regnen l\u00e4sst!\u201c (10,12) Wir stehen kurz vor dem Fr\u00fchlingsanfang. Die Tage werden l\u00e4nger und die ersten Blumen und B\u00e4ume bl\u00fchen. 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