{"id":2948,"date":"2014-02-24T23:35:48","date_gmt":"2014-02-24T22:35:48","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2948"},"modified":"2022-11-18T12:22:51","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:51","slug":"predigt-hosea-64-814","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-hosea-64-814\/","title":{"rendered":"Predigt: Hosea 6,4 \u2013 8,14"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Hos-P3.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; }\n--><\/style>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u00a0\u201eDenn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(6,6)<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Erstens, Liebe und Erkenntnis (6,4-6)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Unsere letzte Lektion endete mit einer unfassbar sch\u00f6nen Beschreibung \u00fcber das Wirken Gottes. Gott wird hervorbrechen <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201ewie die sch\u00f6ne Morgenr\u00f6te und wird zu uns kommen wie ein [\u2026] Sp\u00e4tregen, der das Land feuchtet.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (6,3) Eine wunderbare Vorstellung! Ein Vers weiter (der heutige Text) wird die Liebe Israels ebenfalls mit einem Naturereignis verglichen, allerdings weniger schmeichelhaft. Vers 4b: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen und wie der Tau, der fr\u00fchmorgens vergeht.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Israels Liebe (bzw. Loyalit\u00e4t) war fl\u00fcchtig! Er verschwand und war unbest\u00e4ndig. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWas soll ich dir tun, Ephraim? Was soll ich dir tun, Juda?\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> fragte Gott. (Ephraim ist eine Metonymie und steht repr\u00e4sentativ f\u00fcr Israel) Die 12 St\u00e4mme waren wie Kinder, die nicht auf ihren Vater h\u00f6rten. Ganz egal was Gott unter ihnen tat, Wunder, prophetische Rede oder Strafe, sie blieben unbelehrbar. Deshalb wollte Gott sie mit dem Wort seines Mundes t\u00f6ten und das war alles andere als ungerecht. Vers 5: Seine Gerechtigkeit w\u00fcrde hervorkommen, wie das Licht der aufgehenden Sonne.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dann bringt Gott die Misere des Volkes auf den Punkt. Im Vers 6 spricht er eine Wahrheit aus, die voll ins Schwarze trifft und von so immenser Bedeutung ist, dass Jesus diesen Vers im NT zitierte. Lesen wir Vers 6: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Opfer brachte Israel haufenweise. Sp\u00e4ter erfahren wir von den vielen Alt\u00e4ren, die \u00fcberall in Ephraim verteilt waren. \u00dcberall wurde geopfert. Die vielen Alt\u00e4re waren nicht Israels einziges Problem. Juda opferte ordnungsgem\u00e4\u00df in Jerusalem. Trotzdem erging Gottes vernichtendes Urteil, auch \u00fcber sie! Warum? Weil ihr Opfer den eigentlichen Sinn verfehlte. Es gab 2 Kategorien von Opfern. Die eine um Vergebung f\u00fcr seine S\u00fcnden zu empfangen (S\u00fcnd- \/ Schuldopfer). Die andere, um Gott durch einen lieblichen Wohlgeruch zu gefallen und dazu geh\u00f6rte das Brandopfer. Das war damals der gegebene Rahmen, um auf bestm\u00f6gliche Weise in einer Beziehung mit Gott zu leben.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gott kritisierte nicht das Opfersystem per se (sie kam ja von ihm). Gott kritisierte diejenigen, die das Opfer darbrachten! Gott hat Lust an der Liebe! <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201edu sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (5.Mose 6,5) hei\u00dft es im 5. Mose und dieser Vers wir im NT mehrfach wiederholt. Opfer ersetzt Liebe nicht! Opfer soll vielmehr von Liebe getrieben sein. Israel opferte Gott und lief zugleich den Baalen nach. Ist das Liebe? Kam das Opfer von ganzem Herzen? (Vor kurzem war Valentins Tag. M\u00e4nner konnten ihren Frauen als Ausdruck ihrer Liebe ein Geschenk machen \u2013 oder umgekehrt. Doch das Geschenk ist nur dann Liebesbeweis, wenn kein anderer beschenkt wird!) Gleiches Prinzip auch beim Brandopfer. Dachte das Volk wirklich, Gott gefallen zu k\u00f6nnen, durch ein Brandopfer, das von H\u00e4nden dargebracht wurde, die ebenfalls Gaben f\u00fcr die Baale darbrachten? War Israel noch klar bei Sinnen? Offenbar nicht, denn ihnen fehlte die Erkenntnis Gottes!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Interessanterweise begegnen wir unserem Leitvers auch im NT. Es ist Jesus Christus selbst, der zu den Pharis\u00e4ern, die ihn kritisierten, weil er mit den Z\u00f6llnern a\u00df, sagte: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eGeht aber hin und lernt, was das hei\u00dft\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Mt 9,13) und dann zitiert er Hosea 6,6. Das ist deshalb interessant, weil man den Pharis\u00e4ern nun wirklich keine Mischanbetung vorwerfen kann. Sie f\u00fchrten ein steriles Glaubensleben. Jesus kritisierte sie aber mit demselben Wort, wie der Mischanbetung verfallenen Israeliten. Denn ihr Problem war das gleiche. Ein formal religi\u00f6ses Leben. Und das gef\u00e4llt Gott nicht. Gott hat Lust an Liebe und an Erkenntnis Gottes. Beides geht im heutigen Leitwort Hand in Hand.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vor wenigen Wochen hatten wir unseren zweiten Predigerworkshop und h\u00f6rten bzw. besprachen eine Predigt von John Piper. Er erkl\u00e4rte die Aufgabe von Kopf und Herz (der Kopf ist unser Denkapparat, das denkt, versteht und erkennt, w\u00e4hrend das Herz f\u00fchlt, liebt und anbetet). Es reicht eben nicht, wenn der Kopf \u00fcber Erkenntnisse Gottes verf\u00fcgt aber das Herz unber\u00fchrt bleibt und etwas ganz anderes anbetet! Seine These: Nur das Evangelium hat die Kraft, unseren Verstand und unser Herz zu formen, damit unser Verstand, erf\u00fcllt mit der Erkenntnis Gottes, unser Herz stimuliert, Gott mit aller Kraft zu lieben &#8211; oder technisch ausgedr\u00fcckt \u2013 damit unser Herz mit voller Kapazit\u00e4t in Liebe und Anbetung zu Gott entbrennt. Die Verbindung zwischen Kopf und Herz ist sehr wichtig. Warum durch das Evangelium? Je mehr wir dar\u00fcber nachdenken, umso mehr erkennen wir, dass nicht unser Opfer Gott gef\u00e4llt, sondern ein anderes, vollkommenes Opfer. Gott hat gefallen am Opfer Christi, dem Lamm Gottes. Sein Opfer schafft f\u00fcr uns eine v\u00f6llig neue Basis, in einer Beziehung mit Gott zu leben. Am Kreuz erkennen wir Gott und wir erkennen uns selbst. Am Kreuz begegnen wir grenzenlose Liebe und k\u00f6nnen eine Liebesbeziehung mit Gott eingehen, die einmalig ist. Das Evangelium schenkt uns Liebe zu Gott und Erkenntnis Gottes.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Zweitens, Kritik an Israels s\u00fcndige Leidenschaft (6,7-7,7)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Israel war ein K\u00f6nigreich, indem Religion und Politik verflochten waren. So wurden bereits ab Kapitel 5 die Priester sowie die K\u00f6nige und Oberen als die nationalen Leiter gescholten. So auch hier. Vers 7: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSie haben den Bund \u00fcbertreten bei Adam, dort wurden sie mir untreu.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Dieser Vers kann auch etwas anders \u00fcbersetzt werden. Adam kann f\u00fcr die Stadt Adam stehen oder mit Staub und Asche \u00fcbersetzt werden [Douglas Stuart]. In diesem Zusammenhang klagt Gott dar\u00fcber, dass sein Bund wie Dreck behandelt wurde.) Wir sehen, wie wenig der Bund Gottes wertgesch\u00e4tzt wurde! Vers 8: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eGilead ist eine Stadt voller \u00dcbelt\u00e4ter, befleckt von Blutschuld.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> W\u00f6rtlich \u00fcbersetzt hinterlie\u00dfen die Menschen aus Gilead blutige Fu\u00dfspuren. Das ist wahrscheinlich ein Hinweis auf die 50 Gileaditer, die sich gemeinsam mit Pekach gegen den K\u00f6nig (Pekachja) verschworen und ihn t\u00f6teten, worauf Pekach neuer K\u00f6nig wurde (vgl. 2.K\u00f6n. 15,25). So wurde man damals K\u00f6nig in Israel.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vers 11 mit seiner Aussage: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAuch Juda wird noch eine Ernte vor sich haben.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> macht deutlich, dass Juda sich auf demselben unheilbringenden Pfad befand wie der gro\u00dfe Bruder.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Kap 7,1 macht deutlich, dass das ganze Land durchtr\u00e4nkt war mit S\u00fcnde, Bosheit, Lug, Trug und Diebstahl. Umso unfassbarer die Feststellung im Vers 2: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201e<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Dennoch wollen sie nicht einsehen, dass ich alle ihre Bosheit merke. Ich sehe aber ihr b\u00f6ses Tun wohl, das sie allenthalben treiben.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (W\u00f6rtlich \u00fcbersetzt: Sie waren umgeben von ihrer S\u00fcnde und es geschah direkt vor den Augen Gottes, sie sahen es aber nicht.) Vers 3: Die K\u00f6nige erfreuten sich an der Bosheit des Volkes und die Oberen an ihre L\u00fcgen! Die ganze Gesellschaft war der S\u00fcnde verfallen. Kein Wunder, denn die Liebe und Erkenntnis Gottes waren verloren gegangen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Um das ganze anschaulich darzustellen, folgt in den Versen 4-7 das gro\u00dfe Bild eines gl\u00fchenden Backofens. Vers 4: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSie sind allesamt Ehebrecher, gl\u00fchend wie ein Backofen, den der B\u00e4cker heizt\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, Vers 6: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn ihr Herz ist in hei\u00dfer Glut wie ein Backofen, wenn sie B\u00f6ses ersinnen. Ihr Grimm schl\u00e4ft die ganze Nacht aber am Morgen brennt er lichterloh.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Und der H\u00f6hepunkt des Gleichnisses im Vers 7: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAllesamt sind sie erhitzt wie ein Backofen, sodass sie ihre Richter fressen; ja, alle ihre K\u00f6nige fallen und es ist keiner unter ihnen, der mich anruft.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was hat es mit dem Backofen auf sich? Wahrscheinlich ist ein gewaltiger Backofen gemeint, z.B. am K\u00f6nigshof. Diese waren Zylinderf\u00f6rmig und wenn man sie anz\u00fcndete, kleine Vulkane. Durch das Verschlie\u00dfen der oberen \u00d6ffnung konnte die Hitze stundenlang beibehalten werden, z.B. \u00fcber Nacht, um am n\u00e4chsten Morgen mit frischer Kohle wieder zum Gl\u00fchen gebracht zu werden. Gott gebraucht das Bild eines solchen Backofens, um die s\u00fcndige und leidenschaftliche Lebensweise insbesondere der Oberen zu beschreiben. Hitzk\u00f6pfig strebten sie nach Macht und schreckten vor Mord und Todschlag nicht zur\u00fcck. So Fra\u00df dieser Backofen K\u00f6nig f\u00fcr K\u00f6nig (Richter ist ein poetischer Ausdruck f\u00fcr Herrscher\/K\u00f6nige). In der Tat wurde s<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">eit Jerobeam II. nur ein K\u00f6nig in Israel [Menahem] nicht ermordet! Der Backofen <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">entfaltete seine selbstzerst\u00f6rerische Macht.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir sehen zu Recht, dass Gott die gesellschaftliche und politische Ausrichtung Israels scharf verurteilte. Das Thema wird in Kap. 8,4 wieder aufgegriffen: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSie machen K\u00f6nige, aber ohne mich; sie setzen Obere ein und ich darf es nicht wissen.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dabei war es Gott vorbethalten, K\u00f6nige \u00fcber das Land zu setzen. All das ist Ausdruck dessen, dass Israel sich nicht mehr auf Gott verlie\u00df sondern losgel\u00f6st agierte; ein Katalysator f\u00fcr den nationalen Untergang.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Dritten, Kritik an Israels B\u00fcndnispolitik (7,8 \u2013 16)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Vers 8: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eEphraim mengt sich unter die V\u00f6lker; Ephraim ist wie ein Kuchen, den niemand umwendet.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Dieser Vers ist angelehnt an das Gleichnis mit dem Ofen. An die Lehmw\u00e4nde des Backofens wurden flache Brotteige (Brot statt Kuchen) angebracht und gebacken. In der Regel musste man das Brot nicht umwenden, weil es auch so buk. Der Teig musste nur dann gewendet werden, wenn er zu d\u00fcnn war. Dann f\u00fcgte der B\u00e4cker mehr Teig hinzu, um das Brot zu st\u00e4rken und zu stabilisieren. Dabei wurde das Brot auch gewendet. Wenn aber die Qualit\u00e4t des Teiges\/Brotes zu minderwertig war, also zu d\u00fcnn und zu rissig, lohnte es sich nicht, das kaputte Brot zu \u201ereparieren\u201c, es konnte einfach in die Kohle fallen und verbrennen. Es war f\u00fcr nichts zu gebrauchen. Und nun zu Vers 8. Israel mengte sich unter die V\u00f6lker. D.h. Israel vermischte sich als Teig mit anderen Teigen, um kr\u00e4ftiger und m\u00e4chtiger zu werden. Israel verlie\u00df Gott als Bundespartner und suchte sich andere Bundespartner, um zu \u00fcberleben. Dabei verlor es die von Gott gegebene Qualit\u00e4t und wurde unbrauchbar. Es wurde zum Brot, das niemand umwendet. (Man kann es auch folgenderma\u00dfen verstehen: Die eine Seite des Brotes wurde angebrannt, die andere Seite war noch teigig. Niemand will so ein Brot! Mit der harten, verkrusteten Seite begegneten sie Gott, mit der weichen, formbaren Seite den anderen M\u00e4chten. Somit wurde Israel unbrauchbar.)<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vers 9: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eFremde fressen seine Kraft, doch er will es nicht merken; seine Haare sind schon grau geworden, doch er will es nicht merken.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Im Bem\u00fchen, durch B\u00fcndnisse an Kraft zu gewinnen, erkannte Israel nicht, dass es zunehmend schw\u00e4cher wurde. Hohe Abgaben an die \u00c4gypter und Assyrer schw\u00e4chten Israel bev\u00f6lkerungstechnisch, geographisch und finanziell. Israels Haare waren grau, d.h. Israel war alt und lag in den letzten Z\u00fcgen, verhielt sich aber so, als w\u00e4re alles in bester Ordnung.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vers 10 bringt das Unfassbare zu Tage: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWider Israel zeugt seine Hoffart, dennoch bekehren sie sich nicht zum Herrn, ihrem Gott, fragen auch trotz alledem nicht nach ihm.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Ihre S\u00fcnde schrie zum Himmel, ihr Untergang war besiegelt, doch Israel war hochn\u00e4sig und stolz! Sie hielten viel von sich und kehrten nicht um zu Gott!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gott gebrauchte ein weiteres, wenig schmeichelhaftes Bild, um Israels Situation zu beschreiben. Vers 11: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn Ephraim ist wie eine t\u00f6richte Taube, die sich leicht locken l\u00e4sst. Jetzt rufen sie \u00c4gypten an, dann laufen sie nach Assur.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Gott karikiert Israels Au\u00dfenpolitik als taubenhaft. In der Tat war Israel zun\u00e4chst mit \u00c4gypten, den Philistern und den Aram\u00e4ern verb\u00fcndet. Dann verlie\u00df Israel diese Allianz, um zu den Assyrern \u00fcberzulaufen. Nur um einige Jahre sp\u00e4ter auch diesen Bund zu verlassen und erneut die Hilfe der \u00c4gypter zu suchen. Israel war wie eine Taube auf dem Bismarckplatz. Wenn du Brotkr\u00fcmel hinwirfst, kommen sie sofort angerannt, auch wenn du etwas B\u00f6ses mit ihnen vor hast! So lie\u00df sich Israel leicht von Gott weglocken.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u00dcber die Konsequenzen hei\u00dft es im Vers 12: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAber indem sie hin und her laufen, will ich mein Netz \u00fcber sie werfen und sie herunterholen wie V\u00f6gel unter dem Himmel; ich will sie strafen, wie es ihrer Gemeinde verk\u00fcndet ist.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Israel ging zwar durch Fremdm\u00e4chte unter, doch der Agierende hinter dem ganzen war Gott. Israels wahrer Feind war nicht Assyrien. Sie hatten sich zu Feinde Gottes gemacht. Vers 13: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWeh ihnen, dass sie von mir weichen! Sie sollen vertilgt werden; denn sie sind abtr\u00fcnnig geworden von mir. Ich wollte sie wohl erl\u00f6sen; aber sie reden L\u00fcgen wider mich.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Dabei wollte Gott sie gerne erl\u00f6sen. Immer wieder streckte er seine helfende Hand nach ihnen aus. Gott sucht nicht den Untergang der Menschen. Er will es verhindern. Doch Israel entschied sich dagegen. Siehe Vers 14. Selbst wenn sie auf ihren Betten weinten und wehklagten, riefen sie nicht nach Gott, sondern praktizierten ihre heidnischen Rituale. Vers 15: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch lehre sie Zucht und st\u00e4rke ihren Arm; aber sie sinnen B\u00f6ses gegen mich.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Das Gute vergolten sie mit B\u00f6sem! Siehe Vers 16. So kehrte Israel zwar um, doch nicht zu Gott, sondern zum Joch (\u00dcbersetzung von Stuart), d.h. zur Knechtschaft und wurde zum schlaffen Bogen, eine unbrauchbare Waffe. Und \u00c4gypten, dessen Hilfe sie suchten, w\u00fcrde nur \u00fcber sie lachen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Viertens, Gott kritisiert ihren G\u00f6tzendienst (Kap 8)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche geistliche Vergehen warf Gott ihnen vor? Betrachten wir den Text. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSto\u00dfe laut in die Posaune! Es kommt \u00fcber das Haus des Herrn wie ein Adler, weil sie meinen Bund \u00fcbertreten und sich gegen meine Gebote auflehnen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Sie \u00fcbertraten ganz klar den Bund und die Gebote, behaupteten aber allen Ernstes im Vers 2: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDu bist mein Gott; wir, Israel, kennen dich.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Wie verblendet! Welche tr\u00fcgerische Sicherheit! Gott hatte ihnen attestiert, keine Erkenntnis Gottes zu haben. Und sie sagen: Wir kennen dich. Ist es m\u00f6glich, realit\u00e4tsfremder zu sein? W\u00e4hrend sie die Frechheit besa\u00dfen solche S\u00e4tze rauszuhauen, hei\u00dft es im Vers 3: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDoch Israel verwirft das Gute; darum soll der Feind sie verfolgen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Israel verwarf Gott, den besten Bundespartner, den sie haben konnten! Sie suchten sich heidnische Bundespartner, die aber zu Feinden wurden!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ein Blick auf ihre Anbetung zeigt ihren verfallenen geistlichen Zustand. Vers 4b: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAus ihrem Silber und Gold machen sie G\u00f6tzen, damit sie ja bald ausgerottet werden! Dein Kalb, Samaria, verwerfe ich. Mein Zorn ist gegen sie entbrannt. Wie lange soll das noch andauern? Sie k\u00f6nnen doch nicht ungestraft bleiben, die S\u00f6hne Israel. Ein Goldschmied hat das Kalb gemacht und es kann doch kein Gott sein; darum soll das Kalb Samarias zerpulvert werden.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Israels K\u00f6nig Jerobeam hatte 2 goldene K\u00e4lber aufgestellt, eins in Bethel, das andere in Dan (1.K\u00f6n 12,29) und somit nicht nur die religi\u00f6se Abspaltung von Juda bewirkt, sondern auch noch die T\u00fcr f\u00fcr allen m\u00f6glichen G\u00f6tzendienst ge\u00f6ffnet und den Grundstein f\u00fcr den Untergang seiner Nation gelegt. Und unter diesen Umst\u00e4nden besa\u00dfen sie die Unversch\u00e4mtheit zu Gott zu schreien: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDu bist mein Gott; wir, Israel, kennen dich.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Gott konnte es sich nicht weiter ansehen. Sein Zorn w\u00fcrde entflammen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vers 7: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn sie s\u00e4en Wind und werden Sturm ernten. Ihre Saat soll nicht aufgehen; was dennoch aufw\u00e4chst, bringt kein Mehl; und wenn es etwas bringen w\u00fcrde, sollen Fremde es verschlingen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Israel lief den Baalen nach, um landwirtschaftlich gesegnet zu werden. Stattdessen w\u00fcrde Gottes Fluch sie treffen. Man pflegte bei seichtem Wind zu s\u00e4en, damit die Samen sich gleichm\u00e4\u00dfig verbreiteten konnten. Doch ernten w\u00fcrde Israel einen Sturm! Ihre Saat w\u00fcrde nicht aufgehen und wenn doch, dann w\u00fcrden Israels Feinde es verschlingen. Die Lehre daraus lautet: Es ist immer der gr\u00f6\u00dfte Fehler, wenn wir Gott den R\u00fccken zukehren und andere Ziele\/G\u00f6tzen verfolgen, weil sie gewinnversprechend sind. Keine Person oder Karriere kann Gott ersetzen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Doch verschlungen w\u00fcrden nicht nur Israels Kornkammern. Vers 8: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eVerschlungen wird Israel; die Heiden gehen mit ihnen um wie mit einem Gef\u00e4\u00df, das niemand haben will\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. Israel w\u00fcrde gefressen und dann ausgespuckt werden. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201edenn sie laufen nach Assur, einsam wie ein Wildesel und Ephraim buhlt mit Geschenken.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (9) Wildesel waren (wie z.B. Zebras) Herdentiere ohne Hirten. Sie bewegten sich selbstst\u00e4ndig dorthin, wo es ihnen gefiel. So war Israel wie ein Wildesel, der nicht auf Gott seinen guten Hirten h\u00f6rte, sondern selbst\u00e4ndig entschied, nach Assur zu galoppieren. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Israel war ein hoffnungsloser Fall. Vers 12 macht es auf schmerzliche Weise deutlich: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWenn ich ihm auch noch so viele meiner Gebote aufschreibe, so werden sie doch geachtet wie eine fremde Lehre.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Israel hatte wirklich keine Liebe zu Gott und keine Erkenntnis Gottes. Wie denn auch, sie lasen das geschriebene Wort Gottes nicht! Wenn wir Gottes Wort nicht lesen, verschwinden Liebe und Erkenntnis nach und nach und Willk\u00fcr und geistlicher Verfall nehmen ihren Platz ein.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gottes Strafe stand fest. Vers 13b: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSie sollen wieder zur\u00fcck nach \u00c4gypten!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Wobei hier nicht das Land \u00c4gypten gemeint ist. \u00c4gypten steht an vielen biblischen Stellen, genauso wie das Wort Joch, f\u00fcr Gefangenschaft und Sklaverei. Ihr \u00c4gypten w\u00fcrde Assyrien sein. Das Land \u00c4gypten w\u00fcrde \u00fcber sie spotten, w\u00e4hrend durch die Assyrer geschah, was Gott im Vers 14 beschreibt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIsrael vergisst seinen Sch\u00f6pfer und baut Pal\u00e4ste, und Juda macht viele feste St\u00e4dte; aber ich will Feuer in seine St\u00e4dte senden, das soll seine Pal\u00e4ste verzehren.\u201c <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das ist eine wirklich traurige Geschichte. Wir sehen verkommene Innen- und Au\u00dfenpolitik, s\u00fcndige Leidenschaft der Leiter, hei\u00df wie ein Ofen, schwach und unbrauchbar wie ein Brot, das niemand umwendet, daf\u00fcr aber stolz und selbstgerecht. Sie traten den Bund Gottes mit F\u00fc\u00dfen und beteten heidnische G\u00f6tter an, behaupteten aber Gott zu kennen, dabei fehlte ihnen jegliche Liebe und Erkenntnis. So ernteten sie Fluch und Zerst\u00f6rung.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Alle Fl\u00fcche im Buch Hosea sind exakt dieselben Fl\u00fcche, die Gott im mosaischen Gesetz angedroht hatte. Im Buch Hosea finden wir genau 20 von 26 Fl\u00fcche des Pentateuchs, einige sogar wortw\u00f6rtlich zitiert (obwohl literarische Zitate damals unbekannt waren). Was zeigt das? Es zeigt, dass Gottes Wort wahr ist! Es zeigt, dass Gott vertrauensw\u00fcrdig ist! Dass Gott lebendig ist! Dass sein Wort kein M\u00e4rchen ist! Sein Wort geht im Laufe der Menschheitsgeschichte 1:1 in Erf\u00fcllung. Nichts geht verloren, nichts wird verw\u00e4ssert, nichts muss revidiert werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ist es nicht etwas absolut einzigartiges, dass wir Gott bombenfest vertrauen k\u00f6nnen? Wo gibt es das in unserer Zeit \/ Welt? \u00dcberall werden wir betrogen. Wir schlie\u00dfen einen Stromvertrag ab und freuen uns \u00fcber g\u00fcnstige Konditionen, doch die Grundgeb\u00fchr wird viertelj\u00e4hrlich verdoppelt. Wir schlie\u00dfen einen Handy<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">-V<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">ertrag ab, der uns totale Flexibilit\u00e4t verspricht, was aber nicht ganz stimmt und hinterher haben wir Mehrkosten. Oder der Professor an der Uni oder der Vorgesetzte im B\u00fcro machen Versprechungen, an die sie sich sp\u00e4ter nicht mehr erinnern k\u00f6nnen. Wir haben deshalb gelernt, in dieser Welt kritisch zu sein. Wir m\u00fcssen das Kleingedruckte lesen. Wir wurden etliche Male entt\u00e4uscht und wir werden noch etliche Male entt\u00e4uscht werden!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">So ist es bei Gott aber nicht. Wenn wir eines Tages, vom zeitlichen gesegnet, vor dem himmlischen Thron Gottes stehen und in der Ferne das Heulen und Z\u00e4hneklappern Unz\u00e4hliger sehen oder h\u00f6ren, weil sie auf ihre eigene Gerechtigkeit gesetzt haben, weil sie dachten gut genug zu sein und ohne Gott besser zurechtkommen zu k\u00f6nnen und wenn uns dann durch den Kopf schie\u00dft, was uns von jenen unterscheidet und wenn wir vor dem Thron des Allm\u00e4chtigen stehen, dessen Heiligkeit und Herrlichkeit leuchtet wie keine Sonne im Universum leuchten kann und unsere Beine anfangen zu zittern, weil wir wissen, niemandem etwas vormachen zu k\u00f6nnen, weil ich genauso wenig vorweisen kann wie jene mit einem Unterschied, weil wir alle unsere Hoffnung nicht auf die G\u00f6tzen dieser Welt gesetzt haben, sondern auf den einen, der in der Offenbarung als das Lamm bezeichnet wird, wie geschlachtet und zur rechten Gottes ist, weil wir dem Evangelium auf Gedeih und Verderb geglaubt haben! Was wird das f\u00fcr eine Erfahrung sein, wenn die Erkenntnis Gottes ihre maximale Wirkung in uns entfaltet und unser Herz in Liebe zu Gott entbrennt und ihn anbetete wie niemals zuvor. Welche Macht hat das Wort Gottes! Gott schenke uns Liebe und Erkenntnis, von nun an bis in Ewigkeit.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer \u00a0\u201eDenn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.\u201c (6,6) Erstens, Liebe und Erkenntnis (6,4-6) Unsere letzte Lektion endete mit einer unfassbar sch\u00f6nen Beschreibung \u00fcber das Wirken Gottes. 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