{"id":2913,"date":"2014-01-26T23:45:55","date_gmt":"2014-01-26T22:45:55","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2913"},"modified":"2022-11-18T12:22:54","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:54","slug":"predigt-hosea-24-35","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-hosea-24-35\/","title":{"rendered":"Predigt: Hosea 2,4 &#8211; 3,5"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Hos-P1B.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; }\n--><\/style>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Eine dramatische Liebesgeschichte<\/h2>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Teil 2<\/h2>\n<h3 align=\"CENTER\">\u201eAlsdann, spricht der Herr, wirst du mich nennen \u00bbMein Mann\u00ab und nicht mehr \u00bbMein Baal\u00ab<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">2,18<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der heutige Text ist eine Fortsetzung der dramatischen Liebesgeschichte, die sich zwischen Gott und Israel abspielte und als Parabel auch zwischen Hosea und seiner ehebrecherischen Frau. Gott hatte jedes Recht, sich auf ewig von seinem Volk zu trennen. Doch nach unmittelbarer Strafe w\u00fcrde er sein eigentliches Ziel verfolgen: 1) Die Ver\u00e4nderung seiner schamlosen Braut zu einer treuen Braut und 2) Die Wiederherstellung der gebrochenen Ehe zu einer intakten und liebevollen Ehebeziehung.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und Gottes Herz, sein Schmerz, seine Sehnsucht, seine Liebe und seine Hoffnungen kommen wohl in keinem anderen Vers direkter zum Ausdruck, als im heutigen Leitwort. Betrachten wir heute die Tiefe der Liebe Gottes zu uns S\u00fcndern.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Erstens \u2013 Scheidungsverfahren mit \u00fcberraschendem Ausgang (2,4-17)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Warum tr\u00e4gt der Abschnitt diesen Titel? Betrachten wir Vers 4: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eFordert von eurer Mutter \u2013 sie ist ja nicht meine Frau und ich bin nicht ihr Mann! -, dass sie die Zeichen ihrer Hurerei von ihrem Angesichte wegtue und die Zeichen ihrer Ehebrecherei zwischen ihren Br\u00fcsten\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">. \u201eFordert von eurer Mutter\u201c kann auch \u00fcbersetzt werden, mit: \u201eKlagt eure Mutter an\u201c. Die Kinder Israels sollen ihre Nation anklagen und Ver\u00e4nderung von ihr fordern. Vers 6 macht zugleich deutlich, dass es keinen Unterschied gibt, zwischen Mutter und Kinder. Die Kinder waren genauso schuldig.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Somit wird klar, dass die Verse 4-17 (laut Douglas Stuart eine sprachliche Einheit) ein Gerichtsverfahren zwischen einem betrogenen Ehemann und seiner untreuen Frau beschreiben. Heute w\u00fcrden wir Familiengericht sagen. Und diese Textpassage hat Scheidungscharakter, allerdings mit \u00fcberraschendem Ausgang. (Das besondere an diesem Verfahren ist, dass Gott fast alle Rollen selbst aus\u00fcbt, bis auf die T\u00e4terrolle nat\u00fcrlich, das ist seine Frau, die ihn betrogen hat, bzw. das g\u00f6tzendienerische Volk Israel. Gott ist sowohl Opfer\/Kl\u00e4ger, als der betrogene Ehemann, er ist aber auch Strafverfolger\/Staatsanwalt aber auch Richter! [Nat\u00fcrlich ist Gott noch viel mehr, er ist auch der Gesetzgeber und die Exekutive und nach angels\u00e4chsischem Rechtsverst\u00e4ndnis auch noch die Jury]). Im Laufe des Verfahrens wird deutlich, dass Gott nicht das Ziel hat, sich von seiner untreuen Frau zu scheiden, obwohl er das Recht dazu hatte.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Doch das Groteske ist, dass Israels sich seiner Schuld keineswegs bewusst war! <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><i>Wir f\u00fchren doch ein religi\u00f6ses Leben! Was ist schon dabei, zus\u00e4tzlich andere G\u00f6tter anzubeten?<\/i><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Die Mischreligion war f\u00fcr sie v\u00f6llig in Ordnung, doch aus Gottes Sicht v\u00f6llig inakzeptabel! Das macht das Verfahren deutlich! Kann eine Ehe bestehen, wenn ein Partner viele Liebhaber hat? So sieht auch Gottes traurige Zwischenbilanz aus: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201esie ist ja nicht meine Frau und ich bin nicht ihr Mann!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Aus Gottes Sicht war die Ehe nichtexistent!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir haben Gottes Ziel bereits definiert: Die Ver\u00e4nderung seiner Braut und die Wiederherstellung der Beziehung. Im Vers 4 finden wir den ersten Schritt in diese Richtung. Sie sollten die \u00e4u\u00dferen Zeichen ihrer Hurerei und ihrer Ehebrecherei wegtun. Sie sollten de facto ihre G\u00f6tzenbilder vernichten, um nicht mehr in Versuchung zu geraten, sie aufsuchen und anzubeten. Es ist leicht zu sagen: Ich tue erst Bu\u00dfe, wenn sich mein Herz zu 100% ver\u00e4ndert hat. In Wirklichkeit ist das eine Ausrede, keine Bu\u00dfe zu tun. Aber es war Gottes Hilfe, ihnen aufzutragen, erst einmal die \u00e4u\u00dferen Zeichen ihrer Versuchung wegzutun, um den Fokus auf Gott zu setzen und Schritt f\u00fcr Schritt innere Ver\u00e4nderung zu erfahren.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Wenn nicht, w\u00fcrde Gottes Strafe sie treffen, wie im Vers 5 angedroht: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201edamit ich sie nicht nackt ausziehe und hinstelle, wie sie war, als sie geboren wurde, und ich sie nicht mache wie eine W\u00fcste und wie ein d\u00fcrres Land und sie nicht vor Durst sterben lasse!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Nach dem Gesetz des Mose war es die Pflicht eines jeden Ehemanns seine Frau mit Nahrung und Kleidung zu versorgen (Vgl. 2.Mose 21,10). Bei Nichteinhaltung seines Wortes w\u00fcrde Gott Israel dieses eheliche Recht absprechen, so dass sie ohne Nahrung und Kleidung zugrunde gehen w\u00fcrde.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Laut Vers 7 war Israel alles andere als einsichtig und bu\u00dfwillig. Gott gibt ihren Gedanken wieder: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eIch will meinen Liebhabern nachlaufen, die mir mein Brot und Wasser geben, Wolle und Flachs, \u00d6l und Trank.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Sie suchte den Lohn ihrer Prostitution bei ihren Liebhabern, die ihr in Wirklichkeit nichts geben konnten. Und Gott, der sie wirklich mit Brot, Wasser, \u00d6l und Trank versorgte, wurde schamlos betrogen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Welches erste Urteil (von 3) empfing Israel als Folge ihrer S\u00fcnde? Betrachten wir Verse 8 und 9: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eDarum siehe<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> (immer zum Auftakt eines Urteils)<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>, ich will ihr den Weg mit Dornen versperren und eine Mauer ziehen, dass sie ihren Pfad nicht finden soll. Und wenn sie ihren Liebhabern nachl\u00e4uft und sie nicht einholen kann und wenn sie nach ihnen sucht und sie nicht finden kann, so wird sie sagen: Ich will wieder zu meinem fr\u00fcheren Mann gehen; denn damals ging es mir besser als jetzt.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Gott bezeichnet sein Volk allegorisch als Vieh. Rinder, Schafe, Esel die widerspenstig waren, die nicht auf den Hirten h\u00f6rten und davonrannten, sperrte man ein, zog Stacheldraht drum herum oder sogar eine Mauer. So auch bei Israel, die st\u00e4ndig G\u00f6tzen nachlief. Als Strafe w\u00fcrde Gott sie einsperren, damit sie endlich aufh\u00f6ren w\u00fcrde G\u00f6tzen nachzulaufen. In der Isolation w\u00fcrde sie sich sogar danach sehnen, zu Gott zur\u00fcckkehren.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und diese Beschreibung ist ein Hinweis auf die Eroberung, Zerst\u00f6rung und Verschleppung Israels durch die Assyrer. Gottes Strafe traf sie hart, so dass sie fast komplett untergingen. F\u00fcr Juda erf\u00fcllte sich diese Prophezeiung durch Babylon. Dort wurde Israel wirklich gel\u00e4utert vom G\u00f6tzendienst. Sie taten Bu\u00dfe, weinten an den Fl\u00fcssen Babels und sehnten sich nach Gott und ihrer Heimat. Gerade das babylonische Exil und das Ende des Exils zeigen Gottes Willen, seine Braut zu ver\u00e4ndern und die Beziehung mit ihr wiederherzustellen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Weswegen w\u00fcrde Israel sich eine zweite Strafe zuziehen? Vers 10: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eAber sie will nicht erkennen, dass ich es bin, der ihr Korn, Wein und \u00d6l gegeben hat und viel Silber und Gold, das sie dem Baal zu ehren gebraucht haben.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Israel betete Baal an, um landwirtschaftlich gesegnet zu werden. Erfolgreiche Landwirtschaft sicherte das \u00dcberleben in der kargen Gegend. Aber sie waren einfach nicht in der Lage zu erkennen, dass nicht Baal, sondern Gott Korn, Wein und \u00d6l gab. Selbst das Silber und Gold, das sie Baal zu ehren gebrauchten, kamen von Gott!!!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\uf0e0<span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Da lief so einiges schief! Nicht nur ein bisschen, das ganze Konzept war v\u00f6llig verkehrt! Gott sagt im \u00fcbertragenen Sinne: Wie bl\u00f6d seid ihr eigentlich?<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es ist leicht, den Finger auf Israel zu zeigen. Aber sie ist unser eigenes Spiegelbild. Auf diesen niedrigen Intelligenzlevel begeben auch wir uns, wenn wir unser Gl\u00fcck und unsere Sicherheit bei den G\u00f6tzen dieser Welt suchen und nicht bei Gott, wenn wir uns auf uns selbst verlassen oder anderen Menschen nachlaufen. Es gibt nichts d\u00fcmmeres, als Gott zu verlassen und G\u00f6tzen nachzulaufen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">G\u00f6tzen? K\u00f6nnte jemand fragen. Haben wir G\u00f6tzen? Wir haben neuerdings ein Predigerworkshop und auf dem ersten Workshop haben wir uns mit einer Predigt von Tim Keller besch\u00e4ftigt, der die Geschichte einer jungen und bildh\u00fcbschen Frau erz\u00e4hlte. Aufgrund ihrer Sch\u00f6nheit fiel es ihr leicht Bekanntschaften mit M\u00e4nnern zu machen und sie fiel in eine gewisse Abh\u00e4ngigkeit zu M\u00e4nnern und f\u00fchlte sich nur gl\u00fccklich, wenn M\u00e4nner sie liebten und sich um sie k\u00fcmmerten (wir w\u00fcrden samaritische Frau dazu sagen). So kam es, wie es kommen musste, sie kam mit zwielichtigen Milieus in Kontakt und wurde zur klassischen \u201eGangsterbraut\u201c und der Abstieg nahm seinen Lauf. Sie nahm Drogen und landete im Gef\u00e4ngnis. Als sie rauskam, fing sie an eine Kirche zu besuchen und sie fing an, an das Evangelium zu glauben. Parallel nahm sie professionelle Beratung in Anspruch (in den USA weitverbreitet), um aus ihrer Lebenskrise heraus zu kommen. Und dieser Berater erkannte ihr Lebensproblem, er erkannte den G\u00f6tzen in ihrem Leben: M\u00e4nner! Und er beschrieb ihr Problem folgenderma\u00dfen: Immer wenn Sie einen attraktiven Mann sehen, sagen Sie: Ich brauche einen Mann, der mich liebt, ansonsten bin ich nichts und habe nichts. Das ist ihr Problem! Und er sagte ihr: Das ist nicht gut. Du musst deine Abh\u00e4ngigkeit von M\u00e4nnern aufgeben. Dein Selbstwertgef\u00fchl darf nicht von anderen M\u00e4nnern abh\u00e4ngen. Sie sagte: Was soll ich tun? Er sagte: Du musst dich ausbilden und einen Job finden und finanziell unabh\u00e4ngig sein und stolz sein auf deine Karriere, die du gemacht hast. Und sie dachte dar\u00fcber nach und entgegnete ihm dann folgendes: Sie wollen also, dass ich den G\u00f6tzen der Frauen aufgebe und stattdessen den G\u00f6tzen von M\u00e4nnern annehme? Sie wollen, dass ich meine Zerbrechlichkeit dadurch l\u00f6se, dass ich mein Heil nicht mehr bei M\u00e4nnern suche, die jederzeit verschwinden k\u00f6nnen, sondern in einer Karriere, die ebenfalls jederzeit wegbrechen kann? Sie wollen also, dass ich so oder so zerbreche? Schlie\u00dflich fand sie durch das Evangelium eine L\u00f6sung f\u00fcr ihr Lebensproblem. Immer wenn sie einen Mann sah und die versuchenden Gef\u00fchle aufkamen, sagte sie sich: Vielleicht bist du ein toller Mann, vielleicht w\u00e4rst du sogar ein toller Ehemann, wer wei\u00df, aber du bist nicht mein Leben. Christus ist mein Leben! Somit fand sie durch das Evangelium die L\u00f6sung f\u00fcr ihr G\u00f6tzenproblem. Wir sehen, G\u00f6tzen sind wirklich \u00fcberall und sie finden Raum in unseren Herzen! Ob es das andere Geschlecht ist, ob Geld oder sonstige Statussymbole. G\u00f6tzenanbetung ist wirklich ein Verlustgesch\u00e4ft. Eines Tages erkennen wir, dass es in der ganzen Geschichte nur einen gibt, der A und O ist, Anfang und Ende. Er ist es, der anf\u00e4ngt unsere Bed\u00fcrfnisse zu stillen und in ihm finden unsere Sehns\u00fcchte ein sattes Ende. Ihn gilt es zu erkennen und anzubeten.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Wie w\u00fcrde das zweite Urteil ausschauen? Betrachten wir Verse 11-15: Gott w\u00fcrde sie nicht mehr landwirtschaftlich segnen, ihnen auch Textilien vorenthalten, so dass sie Hunger und Bl\u00f6\u00dfe leiden w\u00fcrden. Im nahen Osten wurden ehebrecherische Frauen mittellos ausgesetzt und versto\u00dfen. So w\u00fcrde Gott auch sein Volk von sich absto\u00dfen. Der Ausdruck: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>und niemand soll sie aus meiner Hand erretten.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> zeigt, dass nur Gott der Herr ist. Kein einziger G\u00f6tze konnte auch nur reden oder handeln. Wie denn auch, sie hatten kein Leben in sich. Haben die Baale Israel vor den Assyrern und Juda vor Babylon retten k\u00f6nnen? Nein! Tolle Liebhaber waren das! Umsonst war Israel ihnen nachgelaufen. Umsonst hatte sie viel Zeit, Geld und Hingabe geopfert. Nun w\u00fcrde sie Gottes Strafe ernten.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gott w\u00fcrde weder ihre Gottesdienste noch religi\u00f6se Feste akzeptieren, die sie nach wie vor feierten, denn Mischanbetung ist keine Anbetung. Gott enthielt ihnen nicht nur den Segen vor, er lie\u00df auch noch die wilden Tiere auf sie los.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Schlie\u00dflich belastet Gott sie mit einer weiteren schweren S\u00fcnde. V 15b: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>ihren Liebhabern nachl\u00e4uft, mich aber vergisst, spricht der HERR.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Eines wird im heutigen Text deutlich (eigentlich im ganzen Buch). Das Schlimmste was wir tun k\u00f6nnen ist zu vergessen, wer Gott ist. Dieser gravierende Fehler zerst\u00f6rte beinahe Gottes Volk. Denn wenn wir vergessen, wer Gott ist, dann vergessen wir, wer wir selbst sind und fangen an unsere Rolle neu zu definieren, was die T\u00fcr f\u00fcr alle m\u00f6glichen Verwirrungen und Verirrungen \u00f6ffnet.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">An diesem Punkt angelangt, h\u00e4tte jedes Gericht die Scheidung bewilligt. Jeder Familienrichter h\u00e4tte sich dar\u00fcber hinaus \u00fcber die Geduld Gottes zu seiner schamlosen Frau gewundert.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Welche \u00fcberraschende Wende nahm das Gericht? Wir kommen zum dritten Urteil. Verse 16 und 17: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eDarum siehe<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> (daran sehen wir, dass es sich um das 3. Urteil handelt)<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>, ich will sie locken und will sie in die W\u00fcste f\u00fchren <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">(nicht um ihr einen \u00fcberzubraten&#8230;) <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>und freundlich mit ihr reden. Dann will ich ihr von dorther ihre Weinberge geben und das Tal Achor zum Tor der Hoffnung machen. Und dorthin wird sie willig folgen wie zur Zeit ihrer Jugend, als sie aus \u00c4gyptenland zog.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gottes Formulierungen sind tiefsinnig. Er wollte sie locken, anders \u00fcbersetzt: verf\u00fchren bzw. ausf\u00fchren, so wie z.B. ein Br\u00e4utigam seine Braut zum romantischen Dinner ausf\u00fchrt. (Bei meiner Frau und mir war das etwas anders. Nach unserer Verlobung hat sie mich in ein romantisches Restaurant ausgef\u00fchrt, mit dem geheimnisvollen Namen Secret Garden. Aber ich habe nat\u00fcrlich bezahlt). Warum wollte Gott Israel in die W\u00fcste f\u00fchren? Das klingt wenig romantisch. Doch in der W\u00fcste hatte sich Gott seine Braut zu Eigen gemacht. Dort war er den Bund der Ehe mit ihr eingegangen. An diesem Ort hatte ihm seine Braut Bundestreue geschworen, ein Ort von historischer Bedeutung. Daran erinnerte sich Gott gerne und dort wollte er sie wieder ausf\u00fchren und freundlich mit ihr reden, wie am ersten Tag.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was hatte es mit dem Tal Achor auf sich? Tal Achor bedeutet Problem-Tal (Trouble Valey) und befindet sich in der N\u00e4he von Jericho, also quasi eine T\u00fcr ins verhei\u00dfene Land. Dort wurde Achan gesteinigt, weil er vom Verbannten genommen hatte (Jos 7,24). Das Tal Achor war also ein tragischer Stolperstein auf dem Weg ins verhei\u00dfene Land. Nun w\u00fcrde Gott seine Braut erneut in die W\u00fcste f\u00fchren und mit ihr ins verhei\u00dfene Land ziehen. Das ist ein Hinweis auf das Ende des babylonischen Exils. Doch dieses Mal w\u00fcrde Gott Achor zum Tor der Hoffnung machen und Israel w\u00fcrde ihm willig folgen, so wie eine Braut dem Br\u00e4utigam zum Altar folgt.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Zweitens \u2013 L\u00e4uterung der Braut und Wiederherstellung der Beziehung (2,18-25)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u201e<span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>Alsdann, spricht der Herr\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> lesen wir im Vers 18, <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201ewirst du mich nennen \u00bbMein Mann\u00ab und nicht mehr \u00bbMein Baal\u00ab<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">.\u201c Sind diese Worte Gottes nicht zu tiefst ber\u00fchrend? Zeigen sie nicht Gottes ehrliche Gef\u00fchle, Hoffnungen und Sehns\u00fcchte f\u00fcr seine geliebte Frau? Wartet Gott nicht Tag und Nacht, Jahr um Jahr darauf, von seiner Frau endlich <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">\u201eMein Mann\u201c<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> genannt zu werden? Zerbrach sein Herz nicht aufs Neue, zigtausend male, als seine Braut immer wieder \u201eMein Baal\u201c sagte?<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Gottes Liebe zahlte sich schlie\u00dflich aus. Sein Wort: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eDenn ich will die Namen der Baale von ihrem Mund wegtun, dass man ihrer Namen nicht mehr gedenken soll.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> ging in Erf\u00fcllung. Der Baal-Kult gilt als ausgestorben. Im Exil tat seine Braut tr\u00e4nenreich Bu\u00dfe und nannte Gott endlich \u201eMein Mann\u201c und sagte der Mischreligion ab.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Gott will wirklich als Gott anerkannt werden. Sein Eifer, seine Sehnsucht und seine Eifersucht (Kombination dieser 2 Begriffe) gelten auch uns. Wie sehr w\u00fcnscht er sich, dass wir ihm sagen: Du bist \u201emein Gott\u201c! Du allein bist das H\u00f6chste in meinem Leben, nicht Menschen, nicht Geld, nicht Erfolg, <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">du<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> bist meine h\u00f6chste Freude, dich liebe ich von ganzem Herzen und von ganzer Seele.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und jetzt eine wichtige Frage f\u00fcr jeden von uns. Wann und wo hast du dich f\u00fcr Gott entschieden? Wann hast du das erste Mal \u201eJa\u201c gesagt? Lasst uns in Gedanken, beim Beten und Meditieren, zur\u00fcckversetzen an den Ort, wo wir als Braut Gottes zum ersten Mal \u201eJa\u201c gesagt haben. Lasst uns diese erste Liebe wiederfinden und Gott erneut die erste Stelle unseres Herzens geben. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welchen Segen versprach Gott seiner Braut? Siehe Vers 20. Sie w\u00fcrde Frieden genie\u00dfen, sowohl mit den Tieren (also in Sicherheit leben vor wilden Tieren und sch\u00e4dlichem Ungeziefer) als auch politischen Frieden genie\u00dfen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Wie bekr\u00e4ftigt Gott seine Verhei\u00dfungen? Er spricht: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eIch will mich mit dir verloben f\u00fcr <\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><b>alle Ewigkeit<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>, ich will mich mit dir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Barmherzigkeit. Ja, in Treue will ich mich mit dir verloben und du wirst den Herrn erkennen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Gott ist wirklich erstaunlich. Sein Volk hatte sich prostituiert aber Gott wollte sie wie eine Jungfrau behandeln. Er hatte so viele schlechte Erfahrungen mit ihr gemacht, doch er war bereit sie erneut zu umarmen und sein Leben mit ihr zu verbinden.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Gottes Verhei\u00dfung erf\u00fcllt sich etappenweise in der Geschichte. F\u00fcr Israel nach dem Exil, als sie wieder zum Volk Gottes wurden, aus dem der Messias gekommen ist. Und f\u00fcr die ganze Welt erf\u00fcllte sich diese Verhei\u00dfung durch das Kreuz Christi. Wir haben den Frieden Christi, vollbracht durch sein Blut am Kreuz. Sein Blut schenkt uns <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Gerechtigkeit<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> vor Gott, das <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Recht<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Gottes Kinder zu hei\u00dfen, die <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Gnade<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> der Vergebung und <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Barmherzigkeit<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">. Schlie\u00dflich wird sich Gottes Wort am Ende der Zeit vollkommen erf\u00fcllen, n\u00e4mlich wenn das Lamm seine Braut ein letztes Mal zu sich rufen wird. Dann wird in alle Ewigkeit Gerechtigkeit, Recht, Gnade, Barmherzigkeit und Treue herrschen, in der Liebesbeziehung zwischen Gott und uns Menschen, wie wir es in der Offenbarung gelesen haben.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welchen Segen wiederholte Gott, den wir bereits aus Kapitel 1 kennen? Verse 23 und 24. Gott w\u00fcrde seine Braut mit landwirtschaftlichem \u00dcberfluss segnen. Dann w\u00fcrde Jesreel, das einst f\u00fcr Blutschuld und Massaker stand, seine eigentliche Bedeutung zur\u00fcckgewinnen, n\u00e4mlich: Gott hat ges\u00e4t \/ gepflanzt. Dieser landwirtschaftliche Segen ist quasi Gottes Brautpreis.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Auch Lo-Ruhama, d.h. keine Barmherzigkeit w\u00fcrde Erbarmen finden und zu Lo-Ammi, d.h. nicht mein Volk, w\u00fcrde Gott sagen: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eDu bist mein Volk\u201c und er wird sagen: \u201eDu bist mein Gott.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">\u201c Die Ver\u00e4nderung der 3 Namen beruht auf der einseitigen Gnade Gottes. Niemand hat die G\u00fcte Gottes verdient. Es ist Gott, der initiativ handelt. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Durch Gottes einseitige Gnade und Barmherzigkeit haben auch wir Anteil an Gottes Werk der Ver\u00e4nderung und Wiederherstellung. Lasst uns niemals vergessen, welchen Brautpreis wir von Gott empfangen haben, kein Brot, Wein oder \u00d6l. Sondern Christi Blut im neuen Bund! Lasst uns niemals vergessen, wer wir waren, n\u00e4mlich das \u201eNicht-Volk\u201c, das nicht in Gnaden war, nun aber in Gnaden ist und Gottes Volk ist (Vgl. 1.Petr 2,10).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Drittens \u2013 Befehl, Erl\u00e4uterung und Gehorsam (Kap. 3)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Die Kombination aus Befehl, Erl\u00e4uterung und Gehorsam, finden wir auch im 3. Kapitel. Befehl: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eUnd der HERR sprach zu mir: Geh noch einmal hin und wirb um eine buhlerische und ehebrecherische Frau\u201c.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Erl\u00e4uterung:<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b> \u201ewie denn der HERR um die Israeliten wirbt, obgleich sie sich zu fremden G\u00f6ttern kehren und Traubenkuchen lieben.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"> Gehorsam: <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><b>\u201eUnd ich kaufte sie mir f\u00fcr f\u00fcnfzehn Silberst\u00fccke und f\u00fcnfzehn Scheffel Gerste und sprach zu ihr: Lange Zeit sollst du bleiben, ohne zu huren und ohne einem Mann anzugeh\u00f6ren, und auch ich will nicht zu dir eingehen. Denn lange Zeit werden die Israeliten ohne K\u00f6nig und ohne Obere bleiben, ohne Opfer, ohne Steinmal, ohne Efod und ohne Hausgott.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Hosea hatte die Prostituierte Gomer heiraten m\u00fcssen, um Gottes unfassbare Liebe f\u00fcr sein ehebrecheriches Volk zum Ausdruck zu bringen. Nun sollte er erneut hingehen und um eine buhlerische und ehebrecherische Frau werben. Der Befehl: Geh hin und wirb um sie kann auch anders \u00fcbersetzt werden: Geh hin und zeige Liebe! (laut Douglas Stuart) Das ist nicht leicht! Nach dem mosaischen Gesetz konnten Ehebrecher zu Tode gesteinigt werden (vgl. 3.Mose 20,10; Joh 8,5). Aber so schwer es Hosea auf gefallen ist, sollte er hingehen und nicht nur symbolisch um sie werben, sondern ihr Liebe zeigen. Sie war nicht nur ehebrecherisch, sondern auch buhlerisch, d.h. sie hat st\u00e4ndig nach anderen M\u00e4nnern Ausschau gehalten. Jeder w\u00fcrde Hosea fragen, wie um alles in der Welt er so eine b\u00f6se und ehebrecherische Frau lieben konnte. Und jedes Mal w\u00fcrde Hosea antworten: Genauso unfassbar ist Gottes unver\u00e4nderliche Liebe f\u00fcr uns, denn in Wirklichkeit sind wir buhlerisch und ehebrecherisch und trotzdem zeigt uns Gott seine Liebe!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dieses Mal wollte Hosea eine enthaltsame Beziehung f\u00fchren, weil Gott sein Volk zur geistlichen Enthaltsamkeit z\u00fcchtigen wollte.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit wem k\u00f6nnen wir uns in diesem Kapitel identifizieren? Wir sind wie Hoseas Frau, ob wir wollen oder nicht. Wir vers\u00fcndigen uns immer und immer wieder und laufen vor Gott weg. Wir vergessen Gott, verlassen ihn und sind undankbar. Betrachte den Text: Menschen lieben das S\u00fcndige, lieben G\u00f6tzen und Traubenkuchen. Ist das nicht eine exakte Beschreibung deines Herzens und meines Herzens? Wie kann Gott mich \u00fcberhaupt lieben, wenn ich erneut ges\u00fcndigt habe? Und doch sagt der heutige Text: Gottes Liebe h\u00f6rt niemals auf! Paulus schreibt im R\u00f6merbrief explizit, dass Gott die S\u00fcnder liebt (vgl. R\u00f6m. 5,8 [das ist \u00fcbrigens die Botschaft des Evangeliums!]) Nat\u00fcrlich haben wir Gottes Liebe nicht verdient. Deshalb Gnade! Gott liebt uns nicht, wenn wir uns ver\u00e4ndern. Es ist seine Liebe, die uns ver\u00e4ndert!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Noch ein kurzer Hinweis zu Vers 5. Dort wird K\u00f6nig David erw\u00e4hnt. Israel w\u00fcrde ihn suchen und in der letzten Zeit zum Herrn kommen. Israel wartete auf den einen Nachkommen Davids, der sie in der letzten Zeit zu Gott f\u00fchren w\u00fcrde. Dieses Wort erf\u00fcllt sich durch Jesus. Seine Liebe ver\u00e4ndert uns (von S\u00fcnde zur Gerechtigkeit) und stellt unsere Liebesbeziehung wieder her.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ist es nicht unsere Aufgabe zu sagen: Danke, dass du mich nie aufgibst? Danke f\u00fcr dein Wort, das mir versichert, dass du mich ver\u00e4nderst und unsere Liebesbeziehung wiederherstellst, jetzt bis in Ewigkeit?<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Eine dramatische Liebesgeschichte Teil 2 \u201eAlsdann, spricht der Herr, wirst du mich nennen \u00bbMein Mann\u00ab und nicht mehr \u00bbMein Baal\u00ab 2,18 Der heutige Text ist eine Fortsetzung der dramatischen Liebesgeschichte, die sich zwischen Gott und Israel abspielte und als Parabel auch zwischen Hosea und seiner ehebrecherischen Frau. 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