{"id":291,"date":"2009-09-15T08:04:19","date_gmt":"2009-09-15T07:04:19","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=291"},"modified":"2023-01-29T20:22:19","modified_gmt":"2023-01-29T19:22:19","slug":"predigt-joh-1227-50","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-joh-1227-50\/","title":{"rendered":"Predigt: Joh 12,27-50"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/L31-Predigt-Joh-1227-50.doc\">Download<\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><span style=\"font-size: 22.0pt; font-family: Arial;\">Herrlichkeit<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">\u201eVater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.\u201c <\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Johannes 12,28<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Heute studieren wir den letzten Abschnitt aus dem ersten Teil des Johannesevangeliums. Wir wollen noch einmal kurz auf die Vorgeschichte eingehen. Bislang haben wir im Evangelium sieben Zeichen kennen gelernt. In Wirklichkeit hatte Jesus noch viel mehr Wunder vollbracht. Alle Zeichen legten einm\u00fctig Zeugnis davon ab, dass Jesus mehr war als der gr\u00f6\u00dfte Prophet aller Zeiten. Sie waren in ihrer Gesamtheit der einleuchtende Beweis daf\u00fcr, dass Jesus der Christus war, der eingeborene Sohn Gottes vom Vater, der Herr allen Lebens und der Herr der Herrlichkeit. Die Zeit von Jesu messianischer Wirksamkeit war fast zu Ende. Jesus hatte seine letzte Pilgerreise zum Passafest nach Jerusalem angetreten. Unterwegs hatte Jesus in Betanien den vier Tage verstorbenen Lazarus auferweckt. Letzte Woche haben wir geh\u00f6rt, wie Jesus triumphal in Jerusalem einzog. Die Menschenmenge jubelte und rief <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eHosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der K\u00f6nig von Israel!\u201c<\/strong> Aber Jesus musste gewusst haben, dass viele von diesen Menschen nur wenige Tage sp\u00e4ter schreien w\u00fcrden: \u201eKreuzige ihn!\u201c Letzte Woche haben wir auch geh\u00f6rt, wie einige Griechen kamen, um auf dem Fest anzubeten. Sie hatten den Wunsch, Jesus kennen zu lernen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Und Jesus begann seine Lehre mit einer profunden Aussage: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eDie Zeit ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde.\u201c<\/strong> Jesus k\u00fcndigte seine Verherrlichung an. Und dann lehrte er das Prinzip vom sterbenden Weizenkorn. Wir wissen daher alle, dass Jesu Verherrlichung sich auf seinen Tod bezieht. Die Verherrlichung Gottes und die Herrlichkeit des Sohnes sind das Thema dieser Predigt. \u00dcber zwei Punkte wollen wir anhand des heutigen Textes nachdenken. Erstens, was bedeutet es, dass Jesus f\u00fcr die Verherrlichung von Gottes Namen betete und zweitens, wie Jesus in seinen letzten \u00f6ffentlichen Ansprachen das Volk dazu einlud. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Teil 1 Jesus betete f\u00fcr die Verherrlichung von Gottes Namen (27-33) <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Lesen wir gemeinsam den Vers 27. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eJetzt ist meine Seele betr\u00fcbt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen.\u201c<\/strong> Jesus sagte hier, dass seine Seele betr\u00fcbt war. Und das griechische Wort hier ist <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">tarasso<\/em>. Es wurde verwendet, um zu beschreiben, wenn das Wasser, wie zum Beispiel die See, aufgew\u00fchlt war. Elberfelder-\u00dcbersetzung schreibt, dass Jesu Seele best\u00fcrzt war. Schlachter-\u00dcbersetzung sagt, dass Jesus ersch\u00fcttert war. Es ist also ein sehr starker Ausdruck. Jemand mag hier fragen: \u201eMoment einmal. Ist Jesus nicht Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater und Friedef\u00fcrst? Was konnte diesen Gott-Held so aus der Fassung bringen? Was konnte den Gott-Held in solch tiefe Verzweiflung und Entsetzen bringen?\u201c Warum also war Jesus so betr\u00fcbt, aufgew\u00fchlt und ersch\u00fcttert? <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Die Antwort ist, wegen seiner Verherrlichung. Es war sein herannahender Tod. Jesus wusste, was auf ihn zukommen w\u00fcrde: das Verh\u00f6r, die Verleugnung, die Folter, die Gei\u00dfelung, die Misshandlung, die Verachtung, die Verspottung, die Dornenkrone, die Kreuzigung, die Schande und die Qualen. Er w\u00fcrde erfahren, wie es ist, wenn alle Kr\u00e4fte vertrocknen, wie es ist, in des Todes Staub gelegt zu werden, wie es sich anf\u00fchlt, wenn H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe durchgraben sind und wenn man alle seine Knochen z\u00e4hlen kann. Alles das w\u00fcrde Jesus erleiden m\u00fcssen. Aber alles das war noch nichts im Vergleich damit, die S\u00fcnde der Menschheit zu tragen. Jesus w\u00fcrde Ablehnung von Gott erfahren. Er w\u00fcrde die Strafe f\u00fcr alle unsere Schuld auf sich nehmen. Wie kein Mensch zuvor und kein Mensch danach w\u00fcrde Jesus erfahren, was es bedeutet, von Gott verlassen zu sein. Keine Worte k\u00f6nnen diese Agonie und diese Schmerzen auch nur ann\u00e4hernd beschreiben. Wir sehen hier also seine tiefe Tr\u00fcbsal. Und nur wenig sp\u00e4ter im Garten Gethsemane w\u00fcrde Jesu Tr\u00fcbsal in seinem Gebetskampf seinen H\u00f6hepunkt finden. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Und wir finden hier bereits eine Anwendung. Wenn wir betr\u00fcbt sind, wenn es uns schlecht geht und wenn wir durch das eine oder andere finstere Tal gehen m\u00fcssen, denken wir oftmals: \u201eNiemand versteht mich! Niemand hat die Erfahrungen gemacht, die ich gemacht habe. Niemand kann mir helfen!\u201c Aber wenn wir auf Jesus schauen, dann sehen wir, dass das absolut nicht wahr ist. Jeden k\u00f6rperlichen und seelischen Schmerz, den es gibt, hatte Jesus selbst erfahren. Und Jesus stand nicht absolut souver\u00e4n \u00fcber allen Leiden. Er war ersch\u00fcttert, er war betr\u00fcbt, er war best\u00fcrzt, und er war entsetzt. Das ist der Grund, weshalb wir in Hebr\u00e4er 4,15 lesen: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eDenn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht k\u00f6nnte leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne S\u00fcnde.\u201c<\/strong> Und Hebr\u00e4er 2,18: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eDenn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden.\u201c<\/strong> Jesus versteht uns. In der Tat versteht niemand uns besser als er. Er wei\u00df, wie es sich anf\u00fchlt, abgelehnt zu werden. Er wei\u00df wie es sich anf\u00fchlt, Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache zu haben. Er wei\u00df, wie es ist, durch Klausuren und Pr\u00fcfungen durchzufallen oder Misserfolge zu haben und zu versagen. Wir haben in Jesus nicht nur einen herrlichen Herrn und Heiland, sondern auch einen einzigartigen, wunderbaren Freund: in der Tat, der beste und verst\u00e4ndnisvollste Freund, den es gibt. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Jesus war wegen seines Todes betr\u00fcbt. Und was tat er in dieser Situation? Jesus fing an zu beten. Das ist es, was wir ebenfalls tun sollten, wenn wir Not und Elend haben. Wir sollen beten. Aber wie sollen wir beten? Wie betete Jesus? Sehen wir uns noch einmal Verse 27 und 28 an. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eUnd was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen!\u201c<\/strong> Wenn wir beten, dann beten wir in den allermeisten F\u00e4llen daf\u00fcr, dass Gott an den Umst\u00e4nden etwas \u00e4ndern m\u00f6ge. Wir beten daf\u00fcr, dass Gott die Not wegnimmt. Wir beten daf\u00fcr, dass Gott die Ursache unserer Leiden beseitigen m\u00f6ge. Es ist nicht unbedingt falsch, so zu beten. Manchmal ist es angebracht, so zu beten. Aber wir sehen hier, dass Jesus anders betete. Jesus betete nicht, dass Gott ihm aus dieser Situation heraushelfen m\u00f6ge. Warum nicht? Weil Jesus wusste, dass er gerade aus diesem Grund in die Welt gekommen war. Jesus wusste, dass der schreckliche Tod am Kreuz seine Bestimmung und seine Mission war. Er wusste, dass es dem souver\u00e4nen Willen und dem Plan Gottes entsprach. Im Buch \u201eHeavenly Man\u201c von Bruder Yun, forderte er den Leser dazu auf, f\u00fcr die verfolgten Christen in China zu beten. Aber er sagte, dass wir nicht daf\u00fcr beten sollen, dass die Verfolgung ein Ende nimmt. Stattdessen sollten wir daf\u00fcr beten, dass Gott den R\u00fccken der chinesischen Christen st\u00e4rken m\u00f6ge. Ein sehr Christus-\u00e4hnliches Gebetsanliegen, nicht wahr? <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Lesen wir noch einmal den Vers 28a. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eVater, verherrliche deinen Namen.\u201c<\/strong> Jesus betete f\u00fcr die Verherrlichung von Gottes Namen. Das war das Herzensanliegen Jesu. <span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span>F\u00fcr diese Anliegen lebte er. F\u00fcr diese Anliegen starb er. Hier war seine treibende Motivation. Herrlichkeit ist eines der ganz zentralen Themen dieses Evangeliums ist. Bereits Johannes 1,14 sagte: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eUnd das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.\u201c<\/strong> Allein in diesem Vers kommt das Wort Herrlichkeit zweimal vor. Nach Jesu erstem Wunder in Kana lesen wir: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eDas ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galil\u00e4a, und er offenbarte seine Herrlichkeit.\u201c<\/strong> Herrlichkeit also \u00fcberall, wo Jesus auftritt. Aber was bedeutet eigentlich Herrlichkeit? Was ist Herrlichkeit? Wir assoziieren Herrlichkeit manchmal mit der Sonne: die Herrlichkeit der Sonne. Ab und zu gebrauchen wir das Wort \u201eherrlich\u201c im Zusammenhang mit Fu\u00dfball: \u201eeine herrliche Flanke, ein herrlich heraus gespielter Pass, ein herrliches Tor!\u201c Wie wird aber das Wort Herrlichkeit in der Bibel gebraucht? <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">F\u00fcr Herrlichkeit lesen wir im griechischen Urtext das Wort <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">doxa<\/em>. Wir lesen in Vers 41, dass Jesaja die Herrlichkeit Jesu sah. Das hebr\u00e4ische Wort f\u00fcr Herrlichkeit <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">kabod kabod<\/em> wird ebenfalls mit <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">doxa<\/em> \u00fcbersetzt. * Der biblische Begriff Herrlichkeit hat mit Masse und Gewicht zu tun. Wenn wir zum Beispiel vor dem atlantischen Ozean stehen, wenn sich unsere Augen in der Weite des Meeres am fernen Horizont verlieren, dann sind wir mit der Herrlichkeit des Meeres konfrontiert. Wenn wir vor einem Bergmassiv der Alpen stehen, dann sind wir mit der Herrlichkeit der Alpen konfrontiert. Allein die schiere Masse an Gestein und die kolossale Gr\u00f6\u00dfe des Berges \u00fcberw\u00e4ltigen uns. Masse und Gewicht implizieren Bedeutung. Das Wort \u201ewichtig\u201c h\u00e4ngt eng mit dem Wort Gewicht zusammen. Eine bedeutende, wichtige Sache nennen wir daher auch eine gewichtige Sache. Das ist die Bedeutung von Herrlichkeit. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Wir alle haben eine Sehnsucht nach Herrlichkeit! Jeder von uns will ein Leben f\u00fchren, von dem es hei\u00dft, dass es Bedeutung hatte. Jeder von uns w\u00fcnscht sich Geltung, Ruhm und Ehre. Jeder von uns sehnt sich nach einem Leben mit Gewichtigkeit und nach einem Leben mit Bedeutung f\u00fcr die Ewigkeit. Und wir haben nicht nur Sehnsucht nach Herrlichkeit. Die Bibel sagt uns, dass wir ein Problem mit Herrlichkeit haben. Kennt ihr die Geschichte von Belsazar? Der babylonische K\u00f6nig, der sich trotz der Kenntnis von Gott, nicht vor Gott dem\u00fctigte. Bei einer ausgelassenen Party trank er aus den geheiligten Gef\u00e4\u00dfen, die die Babylonier aus dem Tempel erbeutet hatten. Und eine Hand tauchte aus dem Nichts auf und schrieb auf die Wand: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201emene, mene, tekel u-parsin.\u201c<\/strong> Gott hatte den K\u00f6nig gewogen. Und der Monarch war f\u00fcr zu leicht befunden worden. Dieser ausschweifend lebende K\u00f6nig hatte vor Gott kein Gewicht, keine Bedeutung, keine Herrlichkeit, nichts, was er Gott vorweisen konnte. R\u00f6mer 3,23 sagt: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201esie sind allesamt S\u00fcnder und ermangeln des Ruhmes<\/strong> (w\u00f6rtlich Herrlichkeit, <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">doxa<\/em>!), <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">den sie bei Gott haben sollten.\u201c<\/strong> Haben ihr das Wort Herrlichkeit verstanden? Haben wir verstanden, dass wir alle ein Problem mit Herrlichkeit haben? <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Hier betete nun Jesus: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eVater, verherrliche deinen Namen.\u201c<\/strong> Und Gott antwortete auf das Gebet vom Himmel her: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eIch habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.\u201c<\/strong> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Es war eines von drei spezifischen Ereignissen, bei welchem Gott mit einer h\u00f6rbaren Stimme vom Himmel sprach. Wir lernen hier, dass wir Herrlichkeit allein bei Gott finden und zum anderen, dass wir f\u00fcr die Verherrlichung seines Namens leben sollen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Zum einen, <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">nur bei Gott allein ist wahre Herrlichkeit<\/em>. Gott sagte: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eIch habe ihn verherrlicht.\u201c<\/strong> Gott hatte seinen herrlichen Namen bereits offenbart. Wir sehen seine Herrlichkeit in der Sch\u00f6pfung, wir sehen seine Herrlichkeit in der Geschichte des Volkes Israel, und vor allen Dingen sehen wir Gottes Herrlichkeit in der irdischen, messianischen Wirksamkeit unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Und was erkennen wir \u00fcber die Herrlichkeit Gottes? Stellen wir uns eine Waage vor. Auf die eine Seite der Waage legen wir ein 1-Centst\u00fcck. Auf die andere Wagschale legen wir einen LKW. Was w\u00fcrde passieren? Die Wagschale mit dem 1-Centst\u00fcck w\u00fcrde an die Decke schie\u00dfen. Und es w\u00fcrde einfach keinen Unterschied machen, ob die eine M\u00fcnze auf der Wagschale liegen w\u00fcrde oder nicht. Wie viel weniger kann ein Vergleich mit Gott standhalten! Wir erkennen, dass im Vergleich mit ihm, alles an Gewicht und Bedeutung verliert. Im Vergleich mit seiner Allmacht sind die Superm\u00e4chte auf Erden wie ein Strohhalm, im Vergleich mit seiner Weisheit ist alle Weisheit der kl\u00fcgsten und intelligentesten K\u00f6pfe wie Torheit, im Vergleich mit seiner Sch\u00f6nheit ist alle irdische Anmut wie Asche, im Vergleich mit seinem Reichtum ist alles Verm\u00f6gen der Welt wie Kehricht, im Vergleich mit seiner Reinheit und Heiligkeit sind alle guten Taten der nobelsten und edelsten Menschen wie Blasphemie. Bei Gott allein ist wahre Herrlichkeit, wahre, unver\u00e4nderliche Bedeutung in Ewigkeit. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Zum anderen, <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">wir sollen f\u00fcr die Verherrlichung seines Namens leben<\/em>. In Vers 28 sagte Gott, dass er seinen Namen verherrlicht hatte und ihn abermals verherrlichen wollte. Der Name Gottes wurde verherrlicht durch den Gehorsam seines Sohnes. Und Gott soll auch durch unser Leben verherrlicht werden. Wenn wir verstanden haben, wer Gott ist, dann gibt es kein Leben, das mehr Sinn ergibt, ein Leben f\u00fcr Gottes Verherrlichung zu f\u00fchren. Es gibt kein anderes Leben, das vern\u00fcnftiger ist. Wir verherrlichen Gott, indem wir ihm vertrauen und indem wir ihm gehorchen so wie Jesus es tat. Wir verherrlichen ihn, indem wir jedes unsere Gebete mit den Anliegen des Vater Unsers gestalten so wie Jesus uns lehrte: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eUnser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.\u201c<\/strong> Vor allen Dingen verherrlichen wir Gott, wenn wir ihn anbeten. Wir verherrlichen ihn, indem wir ihn mit unserem ganzen Sein ehren und preisen f\u00fcr die Person, die er ist. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Betrachten wir weiter den Text. Gott hatte vom Himmel her gesprochen. Jesus sagte, dass diese Stimme nicht um seinetwillen sondern um des Volkes willen geschehen war. Die Stimme Gottes war ein \u00fcbernat\u00fcrlicher Eingriff Gottes. Wie reagierte aber das Volk auf diese Stimme? Im Volk gab es auf der einen Seite die ungl\u00e4ubigen Evolutionsbiologen, die versuchten alles mit Naturph\u00e4nomenen zu erkl\u00e4ren. Sie sagten: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201ees hat gedonnert.\u201c<\/strong> Auf der anderen Seite gab es die abergl\u00e4ubischen Spiritualisten. Sie sagten: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eEin Engel hat mit ihm geredet.\u201c<\/strong> Was sehen wir hier? Ungl\u00e4ubige Menschen beklagen sich immer wieder dar\u00fcber, dass Gott nicht spricht. Aber die Wahrheit ist, dass Gott spricht. Menschen stellen sich nur gerne bewusst taub oder schalten auf Durchzug. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Lesen wir gemeinsam die Verse 31-33. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eJetzt ergeht das Gericht \u00fcber diese Welt; nun wird der F\u00fcrst dieser Welt ausgesto\u00dfen werden. Und ich, wenn ich erh\u00f6ht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Das sagte er aber, um anzuzeigen, welchen Todes er sterben w\u00fcrde.\u201c<\/strong> Jesus lehrte hier \u00fcber seinen Tod. Das Wort im Urtext, das mit \u201eGericht\u201c \u00fcbersetzt wurde, ist eigentlich <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">krisis<\/em>. <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Krisis<\/em> kann mit Gericht \u00fcbersetzt werden. Es kann aber auch Wende- oder Scheidepunkt hei\u00dfen. Jesu Tod war gerade ein solcher Moment. Es ist der Wendepunkt der ganzen Menschheitsgeschichte. Durch seinen Tod wurde eine ganz neue \u00c4ra des Evangeliums eingel\u00e4utet. Sehen wir uns noch einmal die Verse 31-33 an. Wie ist die neue \u00c4ra nach Jesu Tod charakterisiert? Wir finden hier drei tief greifende Ver\u00e4nderungen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Erstens, <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">der F\u00fcrst dieser Welt wird ausgesto\u00dfen<\/em>. Der F\u00fcrst der Welt bezieht sich auf den Teufel. Die Welt ist sein System und sein Herrschaftsbereich. Und wenn die Welt gerichtet ist, wenn die Welt am Scheidepunkt steht, ist auch der Satan gerichtet. Er verliert den Grund und Boden, auf dem er steht. Sein Schicksal ist bereits besiegelt. Sein Untergang steht bereits fest. Er ist ein Raubtier in Fesseln, ein Monster, dem die Z\u00e4hne gezogen wurden, ein Tyrann, dessen Tage gez\u00e4hlt sind. Ist das nicht eine wundervolle Nachricht? Wir k\u00f6nnten denken, dass Jesu Schmach am Kreuz seine gr\u00f6\u00dfte Niederlage war. Aber in der Tat war gerade das Jesu Sieg \u00fcber den F\u00fcrst dieser Welt. Es war die Erf\u00fcllung der Prophetie, dass Satan Jesus in die Ferse stach, aber Jesus dem Teufel den Kopf zertrat. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Zweitens, <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">es ist die ultimative Verherrlichung Jesu<\/em>. Der Tod am Kreuz war ein Tod wie er barbarischer und entw\u00fcrdigender nicht sein k\u00f6nnte. Es war eine absolute Schande und Erniedrigung. Jesus w\u00fcrde zwischen Himmel und Erde h\u00e4ngen, als ob er &#8211; in den Worten Matthew Henry &#8211; von beiden versto\u00dfen w\u00e4re. Aber Jesus sagte, dass sein Tod eine Erh\u00f6hung war. Auf triumphierende Weise lehrte Jesus, dass sein Tod am Kreuz seine ultimative Verherrlichung war. Und der Grund daf\u00fcr ist, dass es in der gesamten Menschheitsgeschichte kein Ereignis gibt, in welchem Gott seine Herrlichkeit mehr offenbart wird als in Jesu Tod am Kreuz. In keiner anderen Begebenheit sehen wir so deutlich Gottes Gericht und seine rettende Liebe. Kein anderes Ereignis der Weltgeschichte reflektiert so sehr Gottes Heiligkeit und seine triumphierende Barmherzigkeit. An keinem anderen Ort als auf Golgatha offenbaren sich Gottes Gerechtigkeit und seine nicht zu ermessende Gnade. Jesu Erh\u00f6hung am Kreuz wurde in der Tat seine gr\u00f6\u00dfte Verherrlichung. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Drittens, <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Jesus zieht alle zu sich<\/em>. Schauen wir uns noch einmal Vers 32 an. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eUnd ich, wenn ich erh\u00f6ht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.\u201c<\/strong> Aber als Jesus verhaftet wurde, lesen wir, dass alle seine J\u00fcnger die Flucht ergriffen. Simon Petrus verleugnete ihn sogar. Jesu Tod war die unmissverst\u00e4ndliche Ablehnung der Welt. Und doch lehrte Jesus hier, dass sein Tod alle Arten von Menschen anziehen w\u00fcrde. Und heute, 2000 Jahre sp\u00e4ter sehen wir, wie sich dieses Wort buchst\u00e4blich erf\u00fcllt hat. Sind wir nicht alle angezogen von seinem Opfer am Kreuz? Als wir Jesu schrecklichen Wunden sahen, haben wir nicht auch gesp\u00fcrt, wie Jesus uns sanft aber mit Nachdruck zu sich zog? Als wir seine Dornenkrone sahen, haben wir nicht sofort den Wunsch bekommen, zu singen: \u201eKr\u00f6nt, kr\u00f6nt ihn, unsern Herrn, das Lamm auf Gottes Thron! Gebt euer ganzes Leben hin f\u00fcr Ihn, den Gottessohn\u201c? Als wir seinen Siegesruf <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eEs ist vollbracht\u201c<\/strong> h\u00f6rten, haben wir nicht das Verlangen gesp\u00fcrt mit David Livingstone zu sagen: \u201eMein Jesus, mein K\u00f6nig, mein Leben, mein Alles! Wieder widme ich dir mein ganzes Sein!\u201c Hat Jesus uns nicht alle ein f\u00fcr allemal gewonnen, als er f\u00fcr uns starb? Er hat uns alle zu sich gezogen, genau so, wie er es prophezeit hatte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Was f\u00fcr einen Triumph und was f\u00fcr eine Herrlichkeit sehen wir in Jesu Kreuz. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Betrachten kurz im zweiten Teil, wie Jesus die Menschen dazu einlud. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Teil 2 Jesus lud die Menschen zu dieser Herrlichkeit ein (34-50) <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Wir sehen wiederum in Vers 34, dass das Volk Jesus missverstand. Sie sagten: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eWir haben aus dem Gesetz geh\u00f6rt, dass der Christus in Ewigkeit bleibt; wieso sagst du dann: Der Menschensohn muss erh\u00f6ht werden? Wer ist dieser Menschensohn?\u201c<\/strong> Sie hatten richtig verstanden, dass Jesus in Ewigkeit bleibt. Zum Beispiel lesen wir in Daniel 7,13.14: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201e\u2026 und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht. Der gab ihm Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle V\u00f6lker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.\u201c<\/strong> Viele andere Stellen im Alten Testament bezeugten Jesu Ewigkeit. Sie verstanden nicht, weshalb Jesus dann sterben musste. Wir sehen auch, dass ihre Frage auch sehr wenig Sinn ergab. Jesus hatte gesagt: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eUnd ich, wenn ich erh\u00f6ht werde.\u201c<\/strong> Aber das Volk fragte: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201ewieso sagst du dann: der Menschensohn muss erh\u00f6ht werden? Wer ist dieser Menschensohn?\u201c<\/strong> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Wie antwortete Jesus ihnen? Lesen wir gemeinsam die Verse 35 und 36. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eDa sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, damit euch die Finsternis nicht \u00fcberfalle. Wer in der Finsternis wandelt, der wei\u00df nicht, wo er hingeht. Glaubt an das Licht, solange ihr\u2019s habt, damit ihr Kinder des Lichtes werdet. Das redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen.\u201c<\/strong> Jesus ging \u00fcberhaupt nicht auf ihre Fragen ein. Stattdessen ermahnte Jesus sie. Jesus, das Licht der Welt, w\u00fcrde nur noch eine kleine Zeit bei ihnen weilen. In wenigen Tagen w\u00fcrde er sterben, dann auferstehen und dann in seine Herrlichkeit zur\u00fcckkehren. Sie sollten die wenige Zeit, die das Licht unter ihnen war, nutzen, damit nicht Finsternis sie \u00fcberfallen w\u00fcrde. Finsternis ist charakterisiert durch Sinnlosigkeit und Orientierungslosigkeit. Wer aber an Jesus, das Licht, glaubt, der wird ein Kind des Lichts. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Nachdem Jesus diese Worte vollendet hatte, ging er weg und verbarg sich vor ihnen. Und es bedeutet nichts weniger, als dass die Zeit seiner \u00f6ffentlichen Wirksamkeit zu Ende war. Was war das Resultat von Jesu Wirken? Betrachten wir die Verse 37 und folgende. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eUnd obwohl er solche Zeichen vor ihren Augen tat, glaubten sie doch nicht an ihn.\u201c<\/strong> Jesu eigenes Volk lehnte ihn als Messias ab. Auf der einen Seite war das eine gro\u00dfe geistliche Trag\u00f6die. Aber auf der anderen Seite erf\u00fcllte sich dadurch Gottes souver\u00e4ner Plan. Gott hatte in seiner Allwissenheit bereits die Verstocktheit des Volkes Israel vorausgesehen und eingeplant. <span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span>Mehr noch, weil das Volk sich gegen Jesus entschied, verblendete Gott ihre Augen und verstockte ihre Herzen. Bedeutet das, dass Gott schuldig ist an ihrer Ablehnung? Das Gegenteil ist der Fall. Wir haben im ganzen Evangelium gesehen, dass die Juden immer wieder aufs Neue willentlich Jesus ablehnten. Es lag ganz in ihrer Verantwortung Bu\u00dfe zu tun. Aber sie hatten alle M\u00f6glichkeit ungenutzt vor\u00fcbergehen lassen. Wir sehen des weiteren Jesus, der ihnen bis zum Schluss nachging. Das ist ein weiteres Indiz daf\u00fcr, dass Glaube an Christus in ihrer Entscheidungskraft war. Und wir sehen, dass einzelne von ihnen doch glaubten, wie etwa Josef von Arimath\u00e4a oder Nikodemus. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Was war aber das Problem von diesen heimlichen J\u00fcngern? Vers 43 sagt, dass sie lieber Ehre bei den Menschen hatten als Ehre bei Gott. Das Wort f\u00fcr Ehre ist wieder <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">doxa<\/em>. Was war ihr Problem? Ihr Problem war, dass sie falsch abw\u00e4gten. Sie gingen mit unwichtigen Dingen um, als sie wichtig waren und mit wichtigen Dingen als ob sie unwichtig w\u00e4ren. Ihr Problem war, dass sie die Wichtigkeit der Herrlichkeit Jesu nicht begriffen hatten. Sie hatten die Gr\u00f6\u00dfe und Kraft der Herrlichkeit Jesu nicht wirklich erkannt. Und so w\u00e4hlten sie es lieber, Herrlichkeit bei den Menschen zu suchen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Jesus gab die Menschen aber nicht auf. Bis zum Schluss predigte er ihnen. Bis zum Schluss redete Jesus ihnen mit seiner Wahrheit ins Gewissen. Bis zum Schluss brachte Jesus Argumente vor. Betrachten wir Jesu letzten Appell an das Volk. Lesen wir gemeinsam den Vers 44: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eJesus aber rief: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an den, der mich gesandt hat.\u201c<\/strong> Wir finden hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Argumente, weshalb wir an Jesus glauben sollten. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Argument 1, <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">wer an Jesus glaubt, der glaubt automatisch an den Vater<\/em>. Jesus sagte auch: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eUnd wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.\u201c<\/strong> Jesus ist die direkte Verbindung zu Gott. Sp\u00e4ter sagte er seinen J\u00fcngern: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eNiemand kommt zum Vater, denn durch mich.\u201c<\/strong> Wer Jesus ablehnt, der jagt die einzige Br\u00fccke in die Luft, die \u00fcber die Kluft f\u00fchrt. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Argument 2, <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">wer an Jesus glaubt, der hat das wahre Licht und ist nicht mehr l\u00e4nger in der Finsternis<\/em>. Vers 46: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eIch bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.\u201c<\/strong> Jesus selbst proklamierte, dass er das Licht der Welt ist. Nur in seiner Person finden wir wahre Orientierung f\u00fcr unser Leben und wahren Sinn des Lebens. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Argument 3, <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">nur Jesus rettet vom Gericht<\/em>. Jesus kam nicht in die Welt, um zu richten, sondern um zu retten. Aber wer seine Worte nicht h\u00f6rt und nicht bewahrt, hat einen Richter in den Worten Jesu. Jesus sagte, dass die Worte, die er geredet hatte, die Menschen am j\u00fcngsten Tag richten w\u00fcrden. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Argument 4, <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">alle Worte, die Jesus redete waren im Einklang mit Gottes Worten<\/em>. Verse 49 und 50: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eDenn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll. Und ich wei\u00df: sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.\u201c<\/strong> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Wir haben heute die letzten Worte Jesu geh\u00f6rt, die er in der \u00d6ffentlichkeit sprach. Und seine Predigt handelte von Herrlichkeit. Wie definieren wir also einen Christen, wenn wir uns dieses Wort zu Herzen nehmen? Der Unterschied zwischen einem Christ und einem Nichtchristen, der Unterschied zwischen einem wahren Gl\u00e4ubigen und einer religi\u00f6sen Person ist gerade das: ein Christ hat die Herrlichkeit Gottes durch die Person Jesus Christus pers\u00f6nlich erfahren. Ein Christ ist ein Mensch, \u00fcber welchem die Sonne Jesus Christus aufgegangen ist. F\u00fcr einen Christen ist das Wort aus 2. Korinther 4,6 Realit\u00e4t, wo es hei\u00dft: <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">\u201eDenn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, dass durch uns entst\u00fcnde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.\u201c<\/strong> Und von diesem Moment an haben Christen ein neues Wertesystem. Sie w\u00e4gen ab zwischen der Herrlichkeit der Welt und der Herrlichkeit Jesu Christi. Und sie stellen jedes Mal aufs Neue fest, dass Jesu Herrlichkeit alles, alles \u00fcberwiegt. Und sie leben daher zur alleinigen Verherrlichung Gottes genauso wie Jesus es tat. In dieser Herrlichkeit zu leben, hat nicht nur Relevanz f\u00fcr das Christsein. Es ist nicht nur Eck- und Grundstein des christlichen Glaubens und Lebens. Es hat auch etwas damit zu tun, Mensch zu sein. Der Westminster Katechismus sagt: \u201edas wichtigste und h\u00f6chste Ziel des Menschen ist es, Gott zu verherrlichen und sich in alle Ewigkeiten an ihm zu erfreuen.\u201c <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">Praktisch tun wir das durch Anbetung. Wir sollen Anbeter werden: M\u00e4nner und Frauen und Jugendliche und Kinder, die allezeit Gott Ehre und Herrlichkeit geben. Frage: Wann war das letzte Mal, dass ihr f\u00fcr die Verherrlichung von Gottes Namen gebetet habt? Wann habt ihr zum letzten Mal eure H\u00e4nde aufgehoben im Gebet, um die Gr\u00f6\u00dfe und Barmherzigkeit Gottes zu preisen? Wann war das letzte Mal, dass wir wirklich angebetet haben? Ich muss ehrlich gestehen, dass hier ein theologischer Bereich ist, von dem ich erschreckend wenig Ahnung habe. Wollen wir uns nicht als Individuen und als Gemeinde dazu verpflichten, ganz f\u00fcr die Verherrlichung von Gottes Namen zu leben? Wollen wir uns nicht neu ganz der Anbetung und dem Lobpreis seiner herrlichen Person widmen, gerade weil wir solch ein herrliches Evangelium haben? <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: Arial;\">William Temple sagte \u00fcber Anbetung: \u201eAnbetung ist die Unterwerfung unseres ganzen Wesens vor Gott. Es ist das Beleben unseres Gewissens durch seine Heiligkeit, Ern\u00e4hrung unseres Gem\u00fcts durch seine Wahrheit, Reinigung unserer Vorstellungskraft durch seine Sch\u00f6nheit, \u00d6ffnen unseres Herzens f\u00fcr seine Liebe und das Untertanmachen unseres Willens f\u00fcr seine Absichten. Alles das zusammen in ehrf\u00fcrchtiger Verehrung ist der gr\u00f6\u00dfte menschliche Ausdruck, zu welchem wir f\u00e4hig sind.\u201c Seid ihr bereit daf\u00fcr?<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Herrlichkeit \u201eVater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.\u201c Johannes 12,28 Heute studieren wir den letzten Abschnitt aus dem ersten Teil des Johannesevangeliums. Wir wollen noch einmal kurz auf die Vorgeschichte eingehen. Bislang haben wir im Evangelium sieben Zeichen kennen gelernt. 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