{"id":2893,"date":"2013-12-02T11:16:01","date_gmt":"2013-12-02T10:16:01","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2893"},"modified":"2022-11-18T12:23:00","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:00","slug":"predigt-offenbarung-221-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-offenbarung-221-21\/","title":{"rendered":"Predigt: Offenbarung 22,1 &#8211; 21"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Offb-P23.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 lang=\"de-DE\" style=\"text-align: center;\" align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-large;\">In der Stadt des Lammes<\/span><\/span><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u00a0\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Und es wird nichts Verfluchtes sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/h3>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Offenbarung 22,3.4<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir studieren heute das letzte Kapitel der Bibel. Unser Text heute ist zum einen eine Weiterf\u00fchrung von dem, was wir letzte Woche studiert haben. Letzte Woche hat uns Apostel Johannes alle ganz neidisch gemacht: in einer Vision sah Johannes das neue Jerusalem, die Stadt Gottes, einen neuen Himmel und eine neue Erde. Johannes sah das, was sich in einem Wort abk\u00fcrzen l\u00e4sst: Himmel. Wir haben gesehen, wie diese Stadt herabkommt zu uns. Wir haben einen ganz kleinen Ausschnitt vom Paradies gesehen. Der Himmel ist das, was wir uns tief im Innersten des Herzens w\u00fcnschen. Jeder einzelne von uns. Wir dr\u00fccken es nur vielleicht anders aus. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In dritten Film von \u201eDer Herr der Ringe\u201c gibt es einen der bewegendsten Dialoge der ganzen Filmreihe. Die Stadt Gondor wird gerade von einer riesigen Armee von Orks (Monstern) angegriffen. Fast die gesamte Stadt ist gefallen. Die Orks sind gerade dabei, das letzte Tor zu durchbrechen. Inmitten dieses Schlachtenget\u00fcmmels sagt Pippin, ein Hobbit, zu Gandalf, dem Zauberer: \u201eIch h\u00e4tte nicht gedacht, dass es so enden w\u00fcrde.\u201c Und Gandalf antwortet darauf: \u201eEnden? Nein, die Reise endet nicht hier. Der Tod ist nur ein weiterer Weg, einen, den wir alle nehmen m\u00fcssen. Der graue Regenvorhang dieser Welt wird zur Seite gerollt; und alles wird sich in silbernes Glas verwandeln. Und dann wirst du es sehen.\u201c Pippin fragt: \u201eWas Gandalf? Was werde ich sehen?\u201c Gandalf antwortet: \u201eWei\u00dfe Str\u00e4nde. Und dar\u00fcber ein gr\u00fcnes Land unter einem herrlichen Sonnenaufgang.\u201c Pippin erwidert: \u201eDas scheint nicht so schlimm zu sein.\u201c Gandalf sagt: \u201eNein. Das ist es nicht.\u201c Das ist eine Szene, die fast alle gut finden; auch diejenigen, die nicht an den Himmel glauben. Und jeder w\u00fcnscht sich irgendwie, dass es wahr w\u00e4re. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">C.S. Lewis (der \u00fcbrigens vor ziemlich genau 50 Jahren gestorben ist), schrieb ein Buch \u00fcber die Theodizee-Frage mit dem Titel \u201e\u00dcber den Schmerz\u201c. (Theodizee ist der Versuch, die Leiden und Schmerzen dieser Welt in Einklang zu bringen mit einem allm\u00e4chtigen und guten Gott). Passenderweise schloss C.S. Lewis sein Buch mit einem Kapitel \u00fcber den Himmel ab. Er schrieb folgendes \u00fcber die Sehnsucht des Menschen nach Ewigkeit: \u201eSind nicht die lebenslang anhaltenden Freundschaften in dem Moment geboren, wenn wir einen anderen Menschen treffen, der eine gewisse Ahnung \u2013 im besten Fall eine schwache und ungewisse Ahnung \u2013 von dem Verlangen hat, mit dem du auf die Welt gekommen bist; ein Verlangen &#8230; nach welchem du Tag und Nacht, Jahr f\u00fcr Jahr, von jungen Jahren bis ins Alter gesucht hast, Ausschau gehalten hast, hingeh\u00f6rt hast? Was immer dieses Verlangen war, du hast es niemals hier auf Erden besessen. Alle Dinge, die jemals deine Seele eingenommen hatten, waren nichts anderes als Andeutungen davon \u2013 verlockende, fl\u00fcchtige Eindr\u00fccke; Versprechen, die sich nie ganz erf\u00fcllt haben; Echos, die erstorben sind, sobald sie dein Ohr erreicht haben. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber wenn es wirklich offenbar werden sollte, wenn uns jemals ein Echo erreichen w\u00fcrde, das nicht erstirbt, sondern tats\u00e4chlich zu dem Klang selbst anschwillt \u2013 dann w\u00fcrdest du es wissen. Ohne jeden Zweifel w\u00fcrdest du sagen: \u201eHier ist endlich das, wof\u00fcr ich geschaffen wurde.\u201c Wir k\u00f6nnen anderen kaum davon erz\u00e4hlen. Es ist die geheime Handschrift einer jeden Seele: das nicht mitteilbare, unstillbare Verlangen, die Sache, nach der wir verlangt haben, bevor wir unseren Ehepartnern und unseren Freunden begegnet sind oder bevor wir unsere Arbeit ausgesucht haben; und das, nach welchem wir auch noch an unserem Sterbebett Verlangen haben werden, wenn unser Verstand l\u00e4ngst nicht mehr in der Lage ist, Ehepartner, Freund und Arbeit zu erkennen. Solange wir existieren, gibt es dieses Verlangen. Wenn wir dieses Verlangen verlieren, verlieren wir alles.\u201c Was C.S. Lewis hier sagt, ist, dass es so menschlich ist, dieses Verlangen zu haben, so dass wenn wir dieses Verlangen nicht mehr haben, es gleichbedeutend damit ist, dass unser Menschsein ein Ende hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn also jeder Mensch eine unstillbare Sehnsucht nach Himmel hat, dann stellt sich die Frage ob es ihn gibt oder nicht. Die letzten beiden Kapitel der Bibel antworten darauf mit einem eindeutigen \u201eja\u201c. Aber wie wird dann der Himmel sein? Wie sieht er aus? Wie klingt der Himmel, dessen Echo wir hier uns da mal vernommen haben? Letzte Woche haben wir geh\u00f6rt, dass der Himmel eine Stadt ist. \u00dcber drei Fragen wollen wir aufgrund dieses Textes nachdenken. Erstens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>was sagt uns der Text \u00fcber die Stadt?<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Zweitens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>was sagt uns der Text \u00fcber die Bewohner?<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Drittens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>was bedeutet es f\u00fcr uns?<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Erstens, was erfahren wir \u00fcber die Stadt Gottes? <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich habe vorhin erw\u00e4hnt, dass die ersten f\u00fcnf Verse von Kapitel 22 eine Fortf\u00fchrung von Kapitel 21 sind. Auf die Frage was dieser Text \u00fcber den Himmel sagt, finden wir in Kapitel 22 mindestens f\u00fcnf Antworten. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zum einen, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>die Stadt hat einen Strom lebendigen Wassers<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Vers 1: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd er zeigte mir einen Strom lebendigen Wasser, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Johannes sah einen Wasserstrom. Es war nicht irgendein Strom. Es war ein Strom lebendigen Wassers. Wie sah dieser Strom aus? Die meisten Menschen, die nach Heidelberg kommen, w\u00fcrden den Neckar und die Lage unserer Stadt am Neckar als sch\u00f6n empfinden. Ich wei\u00df das aus Erfahrung, weil ich schon \u00f6fters G\u00e4sten unsere Stadt gezeigt habe. Die Farbe des Neckars ist gr\u00fcnbraun und ziemlich tr\u00fcbe. Wir k\u00f6nnen uns gar nicht vorstellen, wie es w\u00e4re, einen glasklaren, reinen und sauberen Fluss zu haben. \u00dcbrigens ist Wasserverschmutzung kein Problem der Neuzeit. Selbst in der Antike gab es Wasserverschmutzung. Aber hier erfahren wir, dass der Strom lebendigen Wassers klar wie ein Kristall ist. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jeder von uns wei\u00df, dass Wasser eine absolute Notwendigkeit ist. Ohne Wasser gibt es kein Leben. Gleichzeitig ist die Vision, die Johannes sieht, voller biblischer Symbolik. In Hesekiel 47 lesen wir, wie der Prophet einen Wasserstrom sah. Der Strom f\u00e4ngt klein an, aber nimmt immer weiter zu. Schlie\u00dflich wird aus diesem Strom ein richtiger Fluss. Verse 6b und folgende sagen: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd er f\u00fchrte mich zur\u00fcck am Ufer des Flusses entlang. Und als ich zur\u00fcckkam, siehe, da standen sehr viele B\u00e4ume am Ufer auf beiden Seiten. Und er sprach zu mir: Dies Wasser flie\u00dft hinaus in das \u00f6stliche Gebiet und weiter hinab zum Jordantal und m\u00fcndet ins Tote Meer. Und wenn es ins Meer flie\u00dft, soll dessen Wasser gesund werden, und alles, was darin lebt und webt, wohin der Strom kommt, das soll leben.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Diese Stelle aus Hesekiel bezieht sich wiederum auf eine andere alttestamentliche Stelle. In 1. Mose 2,10 hei\u00dft es: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bew\u00e4ssern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn wir uns diese drei Stellen noch einmal im Vergleich anschauen, ist es interessant zu sehen, von wo der Strom ausgeht. In 1. Mose ging der Strom vom Garten Eden also vom Paradies, aus. In Hesekiel ging der Strom vom Tempel aus. Hier in Offenbarung 22,1 hat der Strom seinen Ursprung vom Thron Gottes und des Lammes. Mit anderen Worten, Gott selbst ist der Ursprung des lebendigen Wassers. Dennis Johnson kommentierte: \u201eAls Johannes zum ersten Mal den Thron sah, sah er den Abschnitt vor dem Thron, das aussah wie ein gl\u00e4sernes Meer. Und jetzt flie\u00dft die Stille dieses gl\u00e4sernen Meeres, das Gottes souver\u00e4ne Ruhe symbolisiert, in einen kristallklaren Fluss, der Gottes \u00fcberflie\u00dfende G\u00fcte symbolisiert, welches allen Leben schenkt, die in ihrem Durst der Einladung gefolgt sind, aus dem \u00fcberreichen Leben zu trinken, das nur Er geben kann.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Als zweites, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>die Stadt hat B\u00e4ume des Lebens<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Was sah Johannes entlang des Flusses? Vers 2: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201emitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes B\u00e4ume des Lebens, die tragen zw\u00f6lfmal Fr\u00fcchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Bl\u00e4tter der B\u00e4ume dienen zur Heilung der V\u00f6lker.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> W\u00e4hrend das reine Wasser jeden Durst stillt, stillt die Frucht der B\u00e4ume des Lebens jeden Hunger. Wir lesen, dass diese B\u00e4ume in jedem Monat Fr\u00fcchte tragen. Nicht nur das, an jedem Monat tragen die B\u00e4ume unterschiedliche Fr\u00fcchte. Die Bl\u00e4tter wirken besser als die beste Kr\u00e4utermedizin. Sie heilen die V\u00f6lker. Es ist kein Hinweis darauf, dass es im Himmel Verletzungen geben wird. Es ist ein Hinweis darauf, dass im Himmel keine Krankheit jemals irgendeinen Menschen in irgendeiner Form beeintr\u00e4chtigen kann. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wieder finden wir in Hesekiel 47 und Genesis 2 alttestamentliche Hintergr\u00fcnde. Hesekiel 47,12 sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd an den Strom werden an seinem Ufer auf beiden Seiten allerlei fruchtbare B\u00e4ume wachsen; und ihre Bl\u00e4tter werden nicht verwelken und mit ihren Fr\u00fcchten hat es kein Ende. Sie werden alle Monate neue Fr\u00fcchte bringen; denn ihr Wasser flie\u00dft aus dem Heiligtum. Ihre Fr\u00fcchte werden zur Speise dienen und ihre Bl\u00e4tter zur Arznei.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> In 1. Mose lesen wir vom einem Baum des Lebens. Nachdem Adam und Eva in S\u00fcnde gefallen sind, wird ihnen der Weg zu diesem Baum versperrt. Als Begr\u00fcndung wird gesagt, dass von diesem Baum zu essen, bedeutet, ewig zu leben. Im Zustand der S\u00fcnde ewig zu leben ist gleichbedeutend mit H\u00f6lle. In Heiligkeit bei Gott ewig zu leben ist der Himmel. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Als drittes, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>die Stadt ist der Regierungssitz Gottes und des Lammes<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Zweimal wird in diesen wenigen Versen der Thron Gottes und des Lammes erw\u00e4hnt. In Vers 1 ist der Thron Gottes und des Lammes der Ursprung der lebendigen Wassers. Der Thron wird noch einmal in Vers 3 erw\u00e4hnt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Wie vorhin erw\u00e4hnt, sah Johannes den Thron Gottes zum ersten Mal in Offenbarung 4. Vom Thron gingen Blitze und Donner aus, und Heerscharen von majest\u00e4tischen Engeln umgaben Gott und lobten ihn: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eHeilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allm\u00e4chtige, der da war und der da ist und der da kommt.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Die Bedeutung von Gottes Thron in Offenbarung 4 war die absolute Heiligkeit und Unnahbarkeit Gottes. Aber hier in Offenbarung 22 hat der Thron Gottes und des Lammes eine etwas andere Bedeutung. Der Thron steht hier f\u00fcr die Pr\u00e4senz Gottes in seiner heiligen Stadt. Der Thron steht hier f\u00fcr die ununterbrochene, st\u00e4ndige Gemeinschaft Gottes mit den Bewohnern der Stadt. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Frage ist dann, wie intim die Gemeinschaft mit Gott sein wird. Verse 3b und 4 sagen, dass die Knechte Gott dienen und sein Angesicht sehen und seinen Namen auf ihrer Stirn tragen. Gottes Angesicht sehen! Diese drei Worte sind vielleicht die krasseste Aussage in einem Buch mit vielen, vielen krassen Aussagen! Mose, der mit Gott reden konnte, wie ein Mann mit seinem Freund redet, konnte das Angesicht Gottes nicht sehen. Als Mose Gott darum bat, bekam er als Antwort zu h\u00f6ren: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eMein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Beim Sehen von Gottes Angesicht geht es nicht einfach darum, das Spektakul\u00e4rste und Herrlichste zu sehen. Dem absoluten Ma\u00dfstab von Heiligkeit ins Angesicht zu sehen, bedeutet, dass wir von Gott v\u00f6llig angenommen und akzeptiert sind. Es bedeutet, dass unsere Beziehung zu Gott so geheiligt und so vollkommen sein wird, dass wir ein Privileg haben, das noch nicht einmal die Seraphim haben. Wir werden den sehen, der uns noch vor Erschaffung der Welt geliebt hat, der uns liebt und in alle Ewigkeit unendlich lieben wird. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Als viertes, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>die Stadt ist erleuchtet von Gottes Herrlichkeit<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Vers 5: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd es wird keine Nacht mehr sein, und sie bed\u00fcrfen keiner Leuchte und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Vers 5 ist eine Wiederholung von Fakten, die vorher erw\u00e4hnt wurden. Das himmlische Jerusalem kennt keine Nacht. Und an alle diejenigen, die sich als \u201eFreunde der Nacht\u201c ansehen: es bedeutet nicht, dass der Himmel langweilig und eint\u00f6nig wird. Nacht ist hier wie fast alles andere symbolisch zu verstehen. Nacht ist symbolisch f\u00fcr Finsternis. In Johannesevangelium wird die Nacht im Kontext von gewollter Ignoranz (im Fall von Nikodemus) und niedertr\u00e4chtigster Bosheit (im Fall von Judas) gebraucht. Kapitel 21,25 sagt daher, dass die Tore vom neuen Jerusalem nicht verschlossen werden. Es gibt keine Verbrecher, keine Mafiosi, keine drogen-dealenden Gangs oder Einbrecher, die nachts ihr Unwesen treiben k\u00f6nnten. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Und wir erfahren, dass keine weitere Leuchte notwendig ist, weil Gottes Herrlichkeit alles erleuchtet. Kapitel 21,23 sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Als f\u00fcnftes, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>die Stadt ist die Wiederherstellung und die Erf\u00fcllung von Eden<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. D.A. Carson erw\u00e4hnte in einem Vortrag, dass Studenten, die bei ihm einen Kurs in biblischer Theologie belegen, immer wieder mal folgende Hausaufgabe bekommen: durch Offenbarung 21 und 22 zu lesen und zu versuchen, alle Querverweise ins AT ausfindig zu machen. Wir haben vorhin schon die Parallelen zu Hesekiel gesehen. Aber die urspr\u00fcngliche Parallele ist der Garten Eden in Genesis. Der Baum des Lebens wird namentlich nur in Genesis und Offenbarung explizit erw\u00e4hnt. Wir sehen den lebengebenden Wasserstrom im Garten Eden und den Strom im neuen Jerusalem. Und vor allem sehen wir die uneingeschr\u00e4nkte Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen. Die NIV betitelt die Verse 1-5 von Kapitel 22 mit den Worten: \u201edas wiederhergestellte Eden\u201c. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber tats\u00e4chlich geschieht in den Kapiteln 21 und 22 noch mehr. Es ist nicht einfach nur die Wiederherstellung vom Paradies. Eden war ein Garten. Aber das himmlische Jerusalem ist eine Stadt. Gott stellt nicht einfach nur den Status quo von vor dem S\u00fcndenfall her. Die Stadt Gottes ist vielmehr eine Weiterf\u00fchrung und Weiterentwicklung von Eden. Alles, was im Garten Eden verhei\u00dfen und versprochen wird, das ganze Potential von diesem Garten erf\u00fcllt sich im himmlischen Jerusalem. Der Garten steht f\u00fcr die Sch\u00f6nheit der Natur. Die Stadt steht f\u00fcr das H\u00f6chste, was die menschliche Zivilisation im Stande ist zu vollbringen. N.T. Wright schrieb, dass wir in unseren Knochen wissen, dass wir eine Sehnsucht nach beidem haben: einer Stadt und einem Garten. Wir w\u00fcnschen uns beides: die idyllische Natur des Gartens und die Kultur der Stadt. Wir wollen die Ruhe des Gartens aber auch das pulsierende Leben der Stadt. Das himmlische Jerusalem ist beides. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zweitens, was sagt uns der Text \u00fcber die Bewohner? <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In Vers 3a hei\u00dft es, dass nichts Verfluchtes in der Stadt sein wird. Hier ist ein weiterer Punkt, den wir uns eigentlich \u00fcberhaupt nicht vorstellen k\u00f6nnen. In einer gewissen Art und Weise, sind wir es bereits gewohnt, unter dem Fluch zu leben. Wer von uns hatte diese Woche einen Streit? Wir haben Wohnungst\u00fcren, die sich abschlie\u00dfen lassen, um ungebetene G\u00e4ste fernzuhalten. Wenn wir ein Fahrrad kaufen, dann m\u00fcssen wir noch einmal einen guten zweistelligen Betrag investieren, um das Rad mit einem Schloss zu sichern, damit es niemand klaut. Deutschland gibt j\u00e4hrlich 46,8 Milliarden Euro f\u00fcr seinen Milit\u00e4retat aus. K\u00f6nnen wir uns eine Welt ohne jegliche S\u00fcnde, ohne Diebstahl, ohne Einbruch, ohne Selbstsucht vorstellen? Eine Welt, in welcher es keinen Verteidigungsetat gibt und der Billionen von Euro nicht f\u00fcr Waffen und Soldaten ausgegeben werden, sondern f\u00fcr Bek\u00e4mpfung von Leid und Armut? Wir k\u00f6nnen uns \u00fcberhaupt nicht ausmalen, wie eine Welt aussieht, in der alle Menschen zu jederzeit Gott von ganzem Herzen lieben und ihren N\u00e4chsten lieben wie sich selbst. Eine solche Welt scheint uns viel zu unwirklich, viel zu utopisch. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wer sind aber dann die Bewohner des neuen Jerusalems? Die Bewohner der Stadt sind diejenigen, die Gott dienen, Gottes Knechte. Vers 4 sagt, dass sie Gottes Namen auf ihren Stirnen tragen. Es erinnerst uns an Offenbarung 3,12, wo Jesus der Gemeinde in Philadelphia verspricht: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und Namen des neuen Jerusalems, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den Neuen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> In Offenbarung 7 haben wir die 144.000 gesehen, die versiegelt wurden. Was ist das Siegel? In Kapitel 14,1 steht: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144.000, die hatten seinen Namen und den Namen des Vaters geschrieben auf ihrer Stirn.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Es dr\u00fcckt aus, dass diese Menschen Gottes Eigentum sind, die unter seinem Schutz stehen und die ihm geweiht sind. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In Vers 15 sehen wir schlie\u00dflich auch, wer nicht in der Stadt sein wird: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eDrau\u00dfen sind die Hunde und die Zauberer und die Unz\u00fcchtigen und die M\u00f6rder und die G\u00f6tzendiner und alle, die die L\u00fcge lieben und tun.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Und diese Liste \u00fcberschneidet sich fast g\u00e4nzlich mit Kapitel 21,8: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eDie Feigen aber und Ungl\u00e4ubigen und Frevler und M\u00f6rder und Unz\u00fcchtigen und Zauberer und G\u00f6tzendiener und alle L\u00fcgner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Wie verstehen wir das also? Wir k\u00f6nnen das moralisch verstehen: \u201eWenn die Feigen nicht in den Himmel kommen, dann sollten wir besser mutig sein. Wenn die Ungl\u00e4ubigen es nicht schaffen, dann sollten wir besser Glauben aufbringen. Wenn die Unz\u00fcchtigen nicht in die Stadt kommen, dann sollten wir besser keusch und diszipliniert sein. Wenn die L\u00fcgner und M\u00f6rder ausgesperrt werden, dann sollten wir zu 100% ehrlich und frei von allen m\u00f6rderischen Gedanken und jeglichem Hass sein. Und wenn die Unmoralischen drau\u00dfen sind, dann sollten wir besser moralisch sein.\u201c Ist das die Bedeutung? <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wer nach dieser Logik vorgeht, ist auf dem besten Weg, ein gesetzestreuer und gesetzlicher Pharis\u00e4er zu werden. Was sagt unser Text? Siebenmal wird in den Kapiteln 21 und 22 Jesus als Lamm bezeichnet. Und warum Lamm? Weil das Lamm ein Opfertier ist. Und in Vers 14 hei\u00dft es: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eSelig sind, die ihre Kleider waschen, dass sie teilhaben an dem Baum des Lebens und zu den Toren hineingehen in die Stadt.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Vers 17 sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd wen d\u00fcrstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Wisst ihr, wer die Bewohner wirklich sind? Es sind nicht die Moralischen, die Besseren, die Disziplinierteren, die Mutigen. Die Bewohner der Stadt sind die Begnadigten. Es sind die Hungrigen. Es sind die Durstigen. Es sind die Kranken. Es sind die Bed\u00fcrftigen. Es sind die, die nichts haben, au\u00dfer ihrer Misere und die mit ihrem Bed\u00fcrfnis zu Jesus kommen. Es sind diejenigen, die ihre Kleider im Blut des Lammes gewaschen haben; die der Einladung zur Hochzeit des Lammes gefolgt sind; die ohne zu Bezahlen vom Wasser des Lebens trinken d\u00fcrfen und vom Baum des Lebens essen d\u00fcrfen, weil das Lamm durch seinen Opfertod, f\u00fcr alles bezahlt hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Drittens, was bedeutet dieser Text f\u00fcr uns? <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Erstens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>jeder Christ sollte eine tiefe Sehnsucht nach der R\u00fcckkehr Jesu Christi haben<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Die letzten Verse der Bibel, Offenbarung 22,6-21 enthalten verschiedene Worte an die Gemeinde. Aber es gibt ein Wort, das sich wie ein Echo durch diese Verse hindurchzieht. Vers 7: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eSiehe ich <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i><b>komme<\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> bald\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Vers 12: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eSiehe, ich <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i><b>komme<\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Vers 17: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd der Geist und die Braut sprechen: <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i><b>Komm<\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>! Und wer es h\u00f6rt, der spreche: <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i><b>Komm<\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Vers 20: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eEs spricht, der dies bezeugt: Ja, ich <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i><b>komme<\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> bald. \u2013 Amen, ja, <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i><b>komm<\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>, Herr Jesus!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Auch wenn die anderen Verse nicht das Wort \u201ekommen\u201c verwenden, wird deutlich, dass Jesu Wiederkunft bald erwartet wird. Vers 6: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201ezu zeigen seinen Knechten, was bald geschehen muss.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Vers 10: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eVersiegle nicht die Worte der Weissagung in diesem Buch; denn die Zeit ist nahe!\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Geist und Braut sprechen: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eKomm Herr Jesus!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Und wir k\u00f6nnen nicht unterscheiden ob es die Gemeinde ist, oder der Heilige Geist, oder der Heilige Geist der durch die Gemeinde spricht. Das Gebet der fr\u00fchen Gemeinde war es, dass Jesus bald kommen m\u00f6ge. Kann ich euch etwas fragen? Wie viele von uns haben sich in der letzten Woche wirklich gew\u00fcnscht und daf\u00fcr gebetet, dass Jesus bald kommen m\u00f6ge? Wenn Jesus die Liebe unseres Lebens ist, sollten wir uns dann nicht jeden Tag unseres Lebens w\u00fcnschen, dass unser gemeinsames Leben mit ihm m\u00f6glichst bald anf\u00e4ngt? Die Tatsache, dass wir uns die Wiederkunft Christi viel zu wenig w\u00fcnschen, ist ein Indiz daf\u00fcr, wie oberfl\u00e4chlich unser christliches Leben wirklich ist. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zweitens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>es ist diese Hoffnung vom Himmel, die das Leben erst lebenswert macht<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Diese Vision vom Himmel ist uns gegeben, damit wir in unserem Leben abw\u00e4gen sollen, wof\u00fcr wir leben wollen. Apostel Paulus schrieb in R\u00f6mer 8: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eDenn ich bin \u00fcberzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegen\u00fcber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> C.S. Lewis f\u00fchrte diesen Gedanken weiter aus: \u201eDu kannst in deinem jetzigen Zustand Ewigkeit nicht verstehen. Das ist es, was Sterbliche missverstehen. Bez\u00fcglich verg\u00e4nglicher Leiden sagen sie: \u201eKeine zuk\u00fcnftige Gl\u00fcckseligkeit kann das ausgleichen\u201c, ohne zu wissen, dass der Himmel, wenn man ihn einmal hat, r\u00fcckwirkend alle Leiden in Herrlichkeit verwandelt. Und bez\u00fcglich s\u00fcndiger Vergn\u00fcgen sagen sie: \u201eDas m\u00f6chte ich haben, und ich bin bereit die Konsequenzen daf\u00fcr zu tragen\u201c: sie wagen noch nicht einmal davon zu tr\u00e4umen, wie die Verdammnis immer weiter zur\u00fcckwirkt in ihre Vergangenheit und die Vergn\u00fcgen der S\u00fcnde verdirbt. Beides f\u00e4ngt bereits vor dem Tod an. Die Vergangenheit des guten Menschen f\u00e4ngt ver\u00e4ndert sich, so dass die vergebenen S\u00fcnden und die Schmerzen, der man sich erinnert, die Eigenschaften des Himmels annehmen; die Vergangenheit des b\u00f6sen Menschen passt sich seiner Bosheit an und erf\u00fcllt alles mit Trostlosigkeit. Und das ist der Grund weshalb der Selige sagt: \u201aWir haben niemals wo anders gelebt als im Himmel\u2019, und der Verlorene sagt: \u201aWir haben nirgendwo anders gelebt als in der H\u00f6lle.\u2019 Und beide haben Recht.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Drittens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>wir sollten alle Tr\u00e4umer sein<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Eine der ber\u00fchmtesten Reden, die auf dem amerikanischen Kontinent gehalten wurde, war die Rede von Martin Luther King: \u201eI have a dream\u201c vor 50 Jahren. Das Krasse an dieser Rede war, dass die Rede improvisiert war. King stand am Rednerpult und war etwas nerv\u00f6s. Die S\u00e4ngerin Mahalia Jackson stand hinter ihm und sagte: \u201eMartin, erz\u00e4hl ihnen von dem Traum.\u201c Und dann fing er an von seinem Traum zu erz\u00e4hlen. Aus einer f\u00fcnfmin\u00fctigen Rede wurden 17 Minuten, die die Welt ver\u00e4nderten. Martin Luther King war ein Tr\u00e4umer. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir brauchen mehr von diesen Tr\u00e4umern. Als Greg Boyd sich von seinem Vater verabschiedete, der im Sterben lag, sagte er ihm: \u201ePapa, versuche dir den Himmel vorzustellen. Tr\u00e4ume vom Himmel.\u201c Hier ist eine sehr praktische Anwendung f\u00fcr diesen Text. Wenn ihr in der kommenden Woche \u00fcber Offenbarung 21 und 22 nachdenken solltet, gebraucht eure Vorstellungskraft. Versucht euch das vorzustellen, was Johannes sah. Versucht aufgrund des Textes, euch die Herrlichkeit des Himmels vorzustellen. Tr\u00e4umt vom Himmel! <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viertens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>nur die Tr\u00e4umer haben letztendlich die F\u00e4higkeit in dieser Welt Realisten zu sein<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Einige m\u00f6gen den Einwand bringen: \u201eVom Himmel zu tr\u00e4umen, ist das nicht Flucht vor der Realit\u00e4t? Jeder von uns hat mit sehr realen Problemen hier auf der Welt zu tun. Wenn wir vom Himmel tr\u00e4umen, ist das nicht einfach nur Wunschdenken? Will man nicht einfach vor den Problemen weglaufen?\u201c Ein anderer, \u00e4hnlicher Einwand lautet folgenderma\u00dfen: \u201eChristen legen all ihre Hoffnung auf das Himmelreich und haben deshalb keinen Anreiz mehr, hier in dieser Welt Gutes zu tun.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zwei Antworten m\u00f6chte ich auf diese Einw\u00e4nde geben. Zum einen, das genaue Gegenteil ist der Fall. Wenn Menschen wirklich ehrlich sind, dann m\u00fcssten sie zugeben, dass ohne Hoffnung auf den Himmel jeglicher Anreiz fehlt, Gutes zu tun. Wenn dieses Leben alles ist, wenn es nach dem Tod nichts mehr gibt, als dass unser K\u00f6rper zu D\u00fcngemittel wird, welche Motivation sollten wir dann haben, das Leid dieser Welt zu bek\u00e4mpfen? Alle guten Werke h\u00e4tten nur tempor\u00e4re Bedeutung, weil wir sterben, weil unsere K\u00f6rper von W\u00fcrmern gefressen werden, und weil die W\u00fcrmer sterben, wenn die Sonne sich zu einem roten Riesen aufbl\u00e4ht und alles Leben auf Erden vernichtet. Anders gesagt, es gibt keine wirkliche Hoffnung au\u00dferhalb des Himmels. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zum anderen, nur Tr\u00e4umer haben den Mut, wirkliche Realisten zu sein. Josef der Tr\u00e4umer war in der Lage, mit Gottes Hilfe in der h\u00e4sslichsten Lage seines Lebens, das absolut Beste zu machen, was m\u00f6glich war. Paulus, der Tr\u00e4umer, konnte selbst im Gef\u00e4ngnis noch das Licht sehen. F\u00fcr die ersten Christen war der Himmel kein Fliehen vor der Realit\u00e4t. Erst der Himmel machte es m\u00f6glich, diejenigen zu segnen, die sie verfluchten, ihren Feinden zu vergeben, ihren N\u00e4chsten zu lieben wie sich selbst. Erst das Tr\u00e4umen vom Himmel machte es ihnen m\u00f6glich, dort hinzugehen konnten, wo es weh tut: in das Chaos der Welt, in den Schmutz der Welt, in die Zerbrochenheit. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Warum? Weil sie verstanden, dass der ultimative Traum bereits Realit\u00e4t ist: das Reich Gottes, das himmlische Jerusalem, die Stadt des Lammes, die Erf\u00fcllung der gr\u00f6\u00dften Sehnsucht der Menschheit. <\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download In der Stadt des Lammes \u00a0\u201eUnd es wird nichts Verfluchtes sein. 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