{"id":2859,"date":"2013-12-23T23:29:04","date_gmt":"2013-12-23T22:29:04","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2859"},"modified":"2022-11-18T12:22:57","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:57","slug":"predigt-jesaja-421-9-sonderlektion-3-weihnachten-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-jesaja-421-9-sonderlektion-3-weihnachten-2013\/","title":{"rendered":"Predigt: Jesaja 42,1 \u2013 9 (Sonderlektion 3 \u2013 Weihnachten 2013)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/2013P-Jes42.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 align=\"CENTER\"><span style=\"font-size: x-large;\"><b>Siehe, das ist mein Knecht<\/b><\/span><\/h2>\n<h3 align=\"CENTER\">\u201e<b>Siehe, das ist mein Knecht \u2013 ich halte ihn \u2013 und mein Auserw\u00e4hlter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden beringen.\u201c<\/b><\/h3>\n<p align=\"CENTER\">(42,1)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wenn wichtige Pers\u00f6nlichkeiten wie Stars, Politiker aber auch Verb\u00e4nde, Institutionen oder Organisationen etwas Wichtiges verk\u00fcnden wollen, wird oftmals eine Pressekonferenz abgehalten. Bspw. wird der erst gestern freigelassene Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski heute in Berlin zu einer Pressekonferenz einladen und sich zu seinen Zukunftspl\u00e4nen \u00e4u\u00dfern. Ich bin sicher, die Reporter werden diese Veranstaltung st\u00fcrmen, weil seine Geschichte f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit von gro\u00dfem Interesse ist.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Innerhalb von Unternehmen werden wichtige Themen unter anderem durch Pr\u00e4sentationen vermittelt. Vor einigen Wochen wurden wir bspw. zu der allj\u00e4hrlichen Jahesabschlussveranstaltung eingeladen, wo die Gesch\u00e4ftszahlen pr\u00e4sentiert wurden und die Strategien f\u00fcr das kommende Jahr.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Es gibt wichtige und weniger wichtigere Informationsveranstaltungen, ich finde, die meisten sind ziemlich banal und fallen unter die Kategorie \u201enice to have\u201c oder \u201egood to know\u201c, sind aber nichts Weltbewegendes.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Im heutigen Text erfahren wir, dass Gott etwas ganz wichtiges zu verk\u00fcnden hatte. Ich wei\u00df nicht, ob es mehr Richtung Pressemitteilung geht oder eher biographische Z\u00fcge hat oder Pr\u00e4sentationscharakter. Aber Gott wollte seinem Volk etwas absolut relevantes vermitteln und suchte ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Der heutige Text und unser Leitvers und unser Titel fangen alle mit denselben Worten an: <b>\u201eSiehe, das ist mein Knecht\u201c<\/b>. Wer ist dieser Knecht, was erfahren wir \u00fcber seine au\u00dfergew\u00f6hnliche Pers\u00f6nlichkeit und warum ist er f\u00fcr uns so enorm wichtig? Mit diesen und anderen Fragen wollen wir durch die heutige Predigt gehen. Gott segne uns dabei.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Erstens &#8211; Siehe, das ist mein Knecht (1a)<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Betrachten wir Vers 1a: <b>\u201eSiehe, das ist mein Knecht\u201c<\/b>. Es gibt viele messianische Prophezeiungen im AT. Jesaja 42 geh\u00f6rt dazu. Einer der bekanntesten und bedeutendsten messianische Prophezeiung im Buch Jesaja finden wir in den Kapitel 52 und 53 (der Messias, der die Missetaten der anderen auf sich nimmt). Und auch dort bezeichnet Gott ihn auf verbl\u00fcffend \u00e4hnliche Weise: <b>\u201eSiehe, meinem Knecht wird&#8217;s gelingen\u201c<\/b> (52,13) und in der aram\u00e4ischen Bibel ist dort sogar das Wort Meschiah eingef\u00fcgt, also ein eindeutiger Hinweis, dass es sich beim Knecht Gottes um den Messias handelt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wir wissen, dass das AT Jesus nicht nur als Knecht vorstellt, sondern auch als K\u00f6nig (Sach. 9,9: \u201e<b>Siehe,<\/b>\u00a0<b>dein K\u00f6nig kommt zu dir<\/b>\u201c <span style=\"font-family: Wingdings;\">\uf0e0<\/span> darauf geht insbesondere das Matth\u00e4usevangelium ein) und als Mensch (Sach 6,12: <b>\u201eSo spricht der HERR Zebaoth: Siehe, es ist ein Mann, der hei\u00dft \u00bbSpross\u00ab\u201c<\/b> <span style=\"font-family: Wingdings;\">\uf0e0<\/span> darauf geht das Lukasevangelium haupts\u00e4chlich ein) und als Sohn Gottes (Ps 2,7: \u201e\u00bb\u00a0<b>Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.\u201c<\/b>. <span style=\"font-family: Wingdings;\">\uf0e0<\/span> darauf hat das Johannesevangelium seinen Schwerpunkt). Doch auch Jesus, dem Knecht Gottes, ist ein Evangelium gewidmet, das Markusevangelium, indem Jesus selbst spricht: \u201e<b>Denn auch<\/b>\u00a0<b>der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als L\u00f6segeld f\u00fcr viele.\u201c<\/b> (Mk 10,45) Wir sehen zum einen, wie geheimnisvoll unser Herr Jesus Christus ist. James Stewart schreibt \u00fcber das geheimnisvolle Wesen Jesu Christi: \u201eIn der Geschichte gibt es nichts vergleichbares, wie die Einheit der Gegens\u00e4tze, die wir in den Evangelien begegnen. Das Geheimnis Jesu Christi ist das Geheimnis seiner g\u00f6ttlichen Pers\u00f6nlichkeit.\u201c Zum andern sehen wir, wie wichtig es ist, dass wir alle 4 Evangelien haben, die Jesu geheimnisvolle Pers\u00f6nlichkeit komplementieren (also vervollst\u00e4ndigt darstellen).<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Jesus ist Gott, Jesus ist K\u00f6nig, doch er wurde Mensch hat die Haltung eines Knechts. Wer ist h\u00f6her als der k\u00f6nigliche Gott? Und wer ist niedriger als ein Knecht? Im Philipper Kap 2 fasst Paulus den Inhalt des gesamten Evangeliums mit vortrefflich zusammen, indem er schreibt: \u201e<b>Er, der<\/b>\u00a0<b>in g\u00f6ttlicher Gestalt war, hielt es nicht f\u00fcr einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern ent\u00e4u\u00dferte sich selbst und nahm<\/b>\u00a0<b>Knechtsgestalt an,<\/b>\u00a0<b>ward den Menschen gleich<\/b>\u00a0<b>und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er<\/b>\u00a0<b>erniedrigte sich selbst und ward<\/b>\u00a0<b>gehorsam bis zum Tode,<\/b>\u00a0<b>ja zum Tode am Kreuz.\u201c<\/b> (Phil 2,6-8)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wir sehen, wie wichtig es ist, dass Jesus der Knecht Gottes ist! Weil Jesus der Knecht Gottes ist, hat er die Bereitschaft, wie im Jes 52 und 53 beschrieben, die Missetaten anderer auf sich zu nehmen, und wie im Mk.Evg. beschrieben, anderen zu dienen und sich als L\u00f6segeld f\u00fcr viele hinzugeben. W\u00e4re unser Herr nicht so dem\u00fctig und gehorsam und treu wie ein Knecht, dann h\u00e4tten wir kein williges Lamm, das sich f\u00fcr unsere Erl\u00f6sung hingegeben h\u00e4tte. Danken wir unserem Herrn Jesus Christus, f\u00fcr seine Knechtsgestalt. Wir k\u00f6nnen uns wirklich an Jesus erfreuen, weil er der Knecht Gottes ist.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Zweitens &#8211; Gott wohlgef\u00e4llig (1b)<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Lesen wir den ersten Satz zu Ende: <b>\u201eSiehe, das ist mein Knecht \u2013 ich halte ihn \u2013 und mein Auserw\u00e4hlter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat.\u201c<\/b> Nur Jesus, der Knecht und Auserw\u00e4hlte Gottes, gef\u00e4llt Gott mit seiner ganzen Person, mit seinem Denken, mit seinem Handeln, mit seiner Gesinnung, mit seinen Worten, ja mit seinem ganzen Wesen! Diese Prophezeiung erf\u00fcllte sich bei Jesu Taufe im Jordan, als sich der Himmel \u00f6ffnete, der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam und die Stimme vom Himmel erklang: \u201e<b>Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.\u201c<\/b> (Vgl. Mk 1,9-11) Diese Aussage Gottes ist so zentral, dass er 7x im NT vorkommt (4x bei der Taufe Jesu, 1x wird unser Text zitiert, 1x bei der Verkl\u00e4rung Jesu und 1x von Petrus zitiert). Jesus ist der vorherbestimmte, eingesetzte und vollkommen akzeptierte Knecht Gottes.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wer kann das von sich behaupten, dass er Gott vollkommen wohlgef\u00e4llt? Es ist ja eigentlich ein Ding der Unm\u00f6glichkeit, einem anderen Menschen vollkommen zu gefallen, geschweige denn Gott! Oder kennt ihr einen Menschen, der euch vollkommen wohlgef\u00e4llt?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Ich muss da immer wieder an mein Lieblingsbeispiel denken. Als Barak Obama 2008 f\u00fcr die Pr\u00e4sidentschaftswahlen antrat, da gingen messianische Erwartungen durch die ganze Welt! Als er gew\u00e4hlt wurde, jubelten nicht nur die Amerikaner, die ihn gew\u00e4hlt hatten, Afrika jubelte, weil sein Vater aus Kenia kam, in Asien jubelten die Menschen, weil er in Indonesien gelebt hatte und die Japaner jubelten, weil eine Stadt dort genauso hei\u00dft wie er: Obama! Selbst viele Moslems waren begeistert, weil er mit zweitem Vornamen \u201eHussein\u201c hei\u00dft. Sogar die Iraner, der politische Erzfeind der USA, nannten ihn euphorisch \u201eU-ba-ma\u201c (Er mit uns, also fast wie Immanuel). Die Schweden m\u00fcssen auch total euphorisch gewesen sein, denn ihre k\u00f6nigliche Akademie der Wissenschaften \u00fcberreichte ihm im Jahr 2009, also noch in dem Jahr, als er vereidigt wurde, den Friedensnobelpreis&#8230;.. und niemand wusste warum! Die ganze Welt war begeistert, mitunter weil er einen klaren Wahlslogan hatte: \u201eChange!\u201c und \u201eYes, we can!\u201c Der Spiegel sprach auf seiner Titelseite vom \u201eMessias-Faktor\u201c. Hat er die Erwartungen erf\u00fcllt? Wir kennen die Antwort. Zur allgemeinen Entt\u00e4uschung kamen noch diese b\u00f6sen drei Buchstaben hinzu: NSA. Laut dem Spiegel befindet sich Obamas Beliebtheit bei den Amerikanern auf einem Rekordtief. Wer kann Obama anschauen und offen und ehrlich zu ihm sagen: Du bist mein lieber Pr\u00e4sident, an dir habe ich Wohlgefallen&#8230;ohne wenn und aber&#8230;du hast alles perfekt gemacht!\u201c (Ich bezweifle, dass Michele Obama es ohne weiteres sagen kann! Es ist wirklich schwierig menschliche Anforderungen zu erf\u00fcllen, geschweige denn Gottes Anforderungen!)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Als Gott zu Jesus sagte: <b>\u201eDu bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen\u201c<\/b>, dann hat diese absolute Aussage auch ein absolutes Niveau und eine absolute Qualit\u00e4t. Weil Jesus Gott ohne Einschr\u00e4nkungen wohlgef\u00e4llt, konnte er als Messias eingesetzt und best\u00e4tigt werden und sein messianisches Werk vollbringen. Wir haben also Grund zur Freude, weil Jesus Gott wohlgef\u00e4llt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Drittens &#8211; Jesu Wesen und Charakter (2-4)<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Betrachten wir Vers 2: <b>\u201eEr wird nicht schreien noch rufen und seine Stimme wird man nicht h\u00f6ren auf den Gassen.\u201c<\/b> Der Messias w\u00fcrde das etablierte System der Juden revolutionieren. Das ist durch Jesus auch geschehen. Es m\u00fcssen keine Tiere mehr geopfert werden, weil Jesus das Lamm Gottes ist. Niemand muss mehr in den Tempel, weil Jesus der wahre Tempel ist, indem Gottes Geist wohnt. Niemand muss mehr einen Priester aufsuchen, denn Jesus ist der wahre Hohepriester, der die Menschen mit Gott vers\u00f6hnt. Niemand muss sich vor dem Allerheiligsten fernhalten, denn durch Jesu Opfer wurde der Vorhang im Tempel zerrissen, d.h. durch Jesus k\u00f6nnen wir Gemeinschaft haben mit Gott! Die Juden riefen den Namen Gottes nicht einmal an, doch wir k\u00f6nnen sagen: Papa, lieber Vater! Jesu Einfluss war in der Tat revolution\u00e4r. Doch er handelte nicht wie \u00fcbliche Revolution\u00e4re (heute sagt man Revoluzzer), die schreiend und rufend herumzogen, um Anh\u00e4nger zu akquirieren und gegen das Establishment zu k\u00e4mpfen. Jesus predigte und heilte auch \u00f6ffentlich. Doch Jesus betrieb keine Kampagne, im Gegenteil. Wir lesen im Mt.Evg: Er <b>\u201egebot ihnen, dass sie ihn nicht offenbar machten\u201c<\/b> (Mt 15,16), warum nicht? <b>\u201edamit erf\u00fcllt w\u00fcrde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jesaja 42,1-4):\u201c<\/b> (Mt 15,17). Und dann wird genau der heutige Text zitiert, mitunter auch Vers 2: <b>\u201eEr wird nicht streiten noch schreien, und man wird seine Stimme nicht h\u00f6ren auf den Gassen\u201c<\/b> (Mt 15,19). Es war beileibe nicht die Zahl seiner Anh\u00e4nger, die alles ver\u00e4nderte, auch nicht sein dominantes Auftreten oder die Kraft seiner Stimme, sondern die Kraft seines Evangeliums. Dieses Evangelium ver\u00e4ndert unser Leben. Jesus ver\u00e4ndert unser Leben. Danken wir ihm daf\u00fcr.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Betrachten wir Vers 3a: <b>\u201eDas geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht ausl\u00f6schen.\u201c<\/b> Die Evangelien best\u00e4tigen diesen Vers mit zahlreichen Beispielen. Jesus setzt dort an, wo nur ein F\u00fcnkchen Hoffnung besteht. Die samaritische Frau mit ihrem problematischen Familienstatus war so ein geknicktes Rohr. 5 M\u00e4nner hatte sie gehabt und der Aktuelle war nicht einmal ihr eigener Ehemann! Jeder andere h\u00e4tte einen gro\u00dfen Bogen um sie gemacht, doch \u00fcber Jesus hei\u00dft es: <b>\u201eEr musste aber durch Samarien reisen.\u201c<\/b> (Joh 4,4) Warum musste er durch Samarien reisen? Gab es keine alternative Route? Doch, aber er wollte sich dieser Frau offenbaren. Sie war wirklich ein glimmender Doch, der durch Jesus neu entbrannte und zum Licht f\u00fcr ihre Stadt wurde.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wir m\u00fcssen Jesus wirklich danken, weil er ein warmherziges Wesen besitzt und eine tragende Pers\u00f6nlichkeit ist. Sonst h\u00e4tten wir \u00fcberhaupt keine Chance! Wie oft sind wir wie ein geknicktes Schilfrohr und ein glimmender Docht!? Nicht nur als wir zum Glauben gekommen sind. Auch in unserem Glaubensleben sind wir immer wieder geknickt und am ausl\u00f6schen. Doch gerade dann erfahren wir Jesu Barmherzigkeit am st\u00e4rksten. Seine Gnade tr\u00e4gt uns!<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wisst ihr, vor ca. 2 Wochen, als unser Sohn auf die Welt kam, da stand ich im Kreissaal und feuerte meine Frau an: \u201ePush hard, push hard, push push push&#8230;\u201c Dann kam unser Kind auf die Welt und lag da, blutig, nackt und hilflos. Dann sah ich, wie es ein Auge \u00f6ffnete und in seinem Gesicht stand geschrieben: Was passiert hier eigentlich? Das war der Moment, als in mir der v\u00e4terliche Instinkt wach wurde und ich wusste, ich bin bereit, alles Sinnvolle f\u00fcr dieses Baby tun! Ich musste an folgendes danken. Wenn ich als unvollkommener Mensch und Vater solche Empfindungen habe, wie unvergleichlich gr\u00f6\u00dfer ist die Liebe und Barmherzigkeit meines Herrn! Vor ihm sind wir oftmals hilflose Kreaturen, doch mit seiner sanftm\u00fctigen Gnade nimmt er uns auf und tut wirklich alles, damit wir aufgerichtet und immer wieder von neuen zum Gl\u00fchen und Leuchten gebracht werden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Betrachten wir Vers 4a: <b>\u201eEr selbst wird nicht verl\u00f6schen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte; und die Inseln warten auf seine Weisung.\u201c<\/b> Dieser Vers ist ein Hinweis auf das unerm\u00fcdliche Wirken des Messias. Jesus arbeitete nicht nur beharrlich, sondern er vollbrachte auch sein Werk! 1) Durch sein Opfer am Kreuz und 2) in dem er J\u00fcnger aufstellte.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Bereits im Vers 1 haben wir gelesen: <b>\u201eer wird das Recht unter die Heiden bringen.\u201c<\/b> Vers 3: <b>\u201eIn Treue tr\u00e4gt er das Recht hinaus.\u201c<\/b> Und Vers 4: <b>\u201ebis er auf Erden das Recht aufrichte\u201c<\/b>. Der Messias hatte wirklich eine gr\u00f6\u00dfere Aufgabe, als sich nur um Israel zu k\u00fcmmern. Er sollte das Recht zu allen V\u00f6lkern bringen. So breitete sich das Evangelium durch seine J\u00fcnger aus, kam nach Europa <i>(\u201eInseln\u201c ist ein biblischer Begriff f\u00fcr die Inseln des Mittelmeeres und der europ\u00e4ischen K\u00fcste, von der T\u00fcrkei bis nach Spanien (vgl. 1.Mose 10,2-5; Jer 11,11))<\/i> und ging von dort aus in die ganze Welt. Auf diese Weise haben auch wir im 21. Jhd das Evangelium empfangen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Viertens &#8211; Gottes Absicht (5-9)<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Gott hat uns wirklich ein phantastisches Bild vom Messias pr\u00e4sentiert, als er mit den Worten begann: \u201eSiehe, das ist mein Knecht\u201c. Was beabsichtigt Gott damit?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Gott beabsichtigt zun\u00e4chst einmal etwas f\u00fcr uns. Betrachten wir Verse 6 und 7: <b>\u201eIch, der Herr, habe dich gerufen in Gerechtigkeit und halte dich bei der Hand und beh\u00fcte dich und mache dich zum Bund f\u00fcr das Volk, zum Licht der Heiden, dass du die Augen der Blinden \u00f6ffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gef\u00e4ngnis f\u00fchren und die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker.\u201c<\/b> Gott m\u00f6chte, dass wir erl\u00f6st werden! Das ist gut! Gut f\u00fcr uns!<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Was m\u00f6chte Gott noch? Betrachten wir Vers 5: <b>\u201eSo spricht Gott, der Herr, der die Himmel schafft und ausbreitet, der die Erde macht und ihr Gew\u00e4chs, der dem Volk auf ihr den Odem gibt und den Geist denen, die auf ihr gehen\u201c<\/b>. Gott sagt: Schaut her, ich bin der Sch\u00f6pfer! Ich habe alles gemacht! Er m\u00f6chte, dass wir die Sch\u00f6pfungsordnung achten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Lesen wir Verse 8 und 9: <b>\u201eIch, der Herr, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den G\u00f6tzen. Siehe, was ich fr\u00fcher verk\u00fcndigt habe, ist gekommen. So verk\u00fcndige ich auch Neues, ehe denn es aufgeht, lasse ich\u2019s euch h\u00f6ren.\u201c<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wie stark sind die Worte Gottes! Gott will als Gott anerkannt werden! Das ist sein Ziel seit der Sch\u00f6pfung. Und ihre Wiederherstellung ist sein Ziel seit dem S\u00fcndenfall. Doch ist es nicht erstaunlich, dass Gottes Ehre mit unserer Errettung Hand in Hand einhergehen? Wir werden nicht unterdr\u00fcckt, um ihn zu huldigen. Vielmehr werden wir befreit und erl\u00f6st! Au\u00dferdem haben wir bereits durch die letzte Bibelfreizeit erfahren, dass wir selbst gl\u00fccklich werden, wenn wir Gott als Gott anerkennen und anbeten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Und Gott geb\u00fchrt wirklich alle Ehre! <b>\u201eIch, der Herr, das ist mein Name\u201c<\/b>, spricht Gott! Mit anderen Worten: Ich hei\u00dfe Jahwe und das hei\u00dft: \u201e<b>Ich werde sein, der ich sein werde.\u201c<\/b> (2.Mose 3,14) oder \u201eIch bin, der ich bin\u201c (NIV). Gott war, ist und wir sein. Er ist ewig. Die ewige Existenz ist Bestandteil seines Namens! Wer kann da mithalten? Wer will ihm seinen Ruhm streitig machen? Tote G\u00f6tzen, die nur bestehen, weil sie von Menschen gemacht sind? Haben G\u00f6tzen jemals gesprochen, etwas gesagt oder etwas gemacht? Nein! Aber Gott schon: <b>\u201eSiehe, was ich fr\u00fcher verk\u00fcndigt habe, ist gekommen. So verk\u00fcndige ich auch Neues, ehe denn es aufgeht, lasse ich\u2019s euch h\u00f6ren.\u201c<\/b> Gott hatte Abraham Verhei\u00dfungen gegeben und sie in Erf\u00fcllung gebracht. Juda und Israel standen zur Zeit von Jesaja ihrem Untergang bevor, auch das hatte Gott vorausgesagt. Gott ist also vertrauensw\u00fcrdig! Ihn kann man beim Wort nehmen. Und nun verk\u00fcndete Gott dem Volk etwas Neues, n\u00e4mlich Details \u00fcber den zuk\u00fcnftigen Messias. Gott verlangte Vertrauen von seinem Volk, so auch von uns. Wir k\u00f6nnen zudem auf 2000 Jahre Christentum zur\u00fcckblicken und best\u00e4tigen, dass sich die messianischen Prophezeiungen erf\u00fcllt haben. So wissen wir, dass Jesu Evangelium wirklich wahr ist. Und deshalb f\u00e4llt es mir nicht schwer, mich f\u00fcr das Evangelium zu entscheiden und alle meine Hoffnung darin zu setzen. Gelobt sei der Name Gottes, denn er ist Herr, der uns erl\u00f6st.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">M\u00f6ge das Evangelium und Christi Gesinnung immer mehr Gestalt in uns gewinnen, so dass wir ein Zeugnis und Segen f\u00fcr die finstere Welt sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Siehe, das ist mein Knecht \u201eSiehe, das ist mein Knecht \u2013 ich halte ihn \u2013 und mein Auserw\u00e4hlter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. 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