{"id":2683,"date":"2013-09-01T20:44:00","date_gmt":"2013-09-01T18:44:00","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2683"},"modified":"2022-11-18T12:23:10","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:10","slug":"predigt-offenbarung-91-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-offenbarung-91-21\/","title":{"rendered":"Predigt: Offenbarung 9,1 &#8211; 21"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Offb-P11.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: xx-large;\">Amoklauf der D\u00e4monen aus der H\u00f6lle<\/span><\/span><\/h2>\n<h3 align=\"CENTER\">\u201e<span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Das erste Wehe ist vor\u00fcber; siehe, es kommen noch zwei Wehe danach.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/h3>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Offenbarung 9,12 <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was ist der furchteinfl\u00f6\u00dfendste Film, den ihr jemals gesehen habt? Wenn man alt genug ist, dann lautet die Antwort auf diese Frage sehr oft \u201eDer Exorzist\u201c. (Der Film ist mittlerweile fast 40 Jahre alt). \u201eDer Exorzist\u201c wird in vielen Listen der schlimmsten Horrorfilme ganz weit oben angef\u00fchrt. (Was f\u00fcr eine erbauliche Art und Weise, die Predigt zu beginnen, ich wei\u00df). In einer Onlineversion des Boston Globe war mal eine kurze Abhandlung \u00fcber die 50 gruseligsten Filme aller Zeiten. Der Exorzist war auf Platz 3 und h\u00e4tte es eigentlich sehr gut auf Platz 1 geschafft. In einem kurzen Kommentar hie\u00df es dazu: \u201eFalls du diesen Film lange nicht gesehen hast, tue dir selbst einen Gefallen und schau dir den Film im Director\u2019s Cut an. Und danach versuche mal einzuschlafen. Viel Gl\u00fcck damit!\u201c Nicht wenige bezeichnen diesen Film als Ma\u00dfstab f\u00fcr Horrorfilme. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Vorlage zum Film war ein gleichnamiger Roman von Wiliam Peter Blatty. In einem Interview vor kurzem wurde er gefragt: warum glaubst du, dass die Geschichte vom Exorzisten in seinen vielen Formen so viele Menschen so angesprochen hat? Und der Autor antwortete darauf: \u201eZum einen muss ein Roman nat\u00fcrlich so fesselnd sein, dass man das Buch nicht weglegen kann. Zweitens, jeder liebt es, einen Schrecken eingejagt zu bekommen, so lange wir wissen, dass wir nicht wirklich in Gefahr sind. Und drittens, und das ist der wichtigste Punkt, glaube ich, dass dieser Roman eine Best\u00e4tigung daf\u00fcr ist, dass es in diesem Universum ultimative Gerechtigkeit gibt; dass es eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr gibt, \u2013 lass uns nicht l\u00e4nger um den hei\u00dfen Brei herumreden \u2013 dass es eine Intelligenz gibt, einen Sch\u00f6pfer, den C.S. Lewis bekannterma\u00dfen als \u201adie Liebe, welche die Welten erschuf\u2019 bezeichnete.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ist das nicht interessant? William Peter Blatty spricht davon, dass seine Leser und Zuschauer, daran erinnert werden, dass sie eigentlich doch intuitiv daran glauben, dass es absolute Gerechtigkeit und einen Gott gibt. Und wenn dem so ist, dann gibt es auch so etwas wie geistliche Realit\u00e4t. In einem Punkt hat sich der Autor allerdings gewaltig geirrt. Oder besser gesagt, er hat nicht konsequent zu Ende gedacht. Der Film Exorzist ist nicht einfach furchterregend, weil er uns einen Schrecken vor etwas einjagt, wovon wir sonst in Sicherheit w\u00e4ren. Das, was den Film wirklich furchteinfl\u00f6\u00dfend macht, ist die Tatsache, dass D\u00e4monen und b\u00f6se Geister wirklich existieren. (Und falls ihr es nicht gemerkt habt, wir befinden uns bereits inmitten von Offenbarung 9). <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viele haben ihre Probleme damit, an die Existenz von gefallenen Engeln, D\u00e4monen und b\u00f6sen Geistern zu glauben. Der Einwand lautet vielleicht folgenderma\u00dfen: \u201eSind wir damit nicht im Reich der Fantasie- und Fabelwesen angelangt? Wo ist dann der Unterschied zu Harry Potter, Vampirgeschichten und Herr der Ringe? Warum sollten vern\u00fcnftige, intelligente Menschen, die zur Schule gegangen sind und studiert haben, glauben, dass es solche Wesen gibt?\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Meine Antwort auf diesen Einwand lautet etwas plump: warum nicht? Warum sollten wir nicht glauben, dass es solche Wesen gibt? Greg Boyd schrieb an seinen ungl\u00e4ubigen Vater: \u201eDu solltest zumindest anerkennen, dass dies eine Anschauung war, die von fast jeder Kultur bis hin zu der unseren, geteilt wurde. Vielleicht ist es unsere \u201eaufgekl\u00e4rte\u201c, wissenschaftliche Mentalit\u00e4t, die uns davon abh\u00e4lt etwas zu verstehen, was andere V\u00f6lker schon immer verstanden haben? &#8230; Was ist an der Vorstellung eines geistlichen Wesens so unplausibel? Warum sollte die Vorstellung eines nicht-physikalischen, pers\u00f6nlichen Wesens schwieriger sein als die Vorstellung eines physischen, pers\u00f6nlichen Wesens? Wenn Wesen mit einem Bewusstsein existieren wie wir selbst, eine Tatsache, die ja an sich schon beeindruckend ist \u2013 warum sollten wir dann die M\u00f6glichkeit ausschlie\u00dfen, dass auch andere Formen von pers\u00f6nlichen Wesen existieren? Ich denke, dass das, was uns das Gef\u00fchl vermittelt, dass wir es mit Science-Fiction zu tun haben, mit den bl\u00f6den Bildern von Engeln und D\u00e4monen zu tun hat, die wir gesehen haben. Aber das, wovon ich rede, hat nichts mit solchen Comics zu tun.\u201c Selbst Greg Boyd\u2019s skeptischer Vater musste zugeben, dass diese Welt einem kosmischen Kriegsplatz gleicht. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was haben diese finsteren Wesen dann mit uns zu tun? Der Kontext f\u00fcr Offenbarung 9 ist Gottes Gericht. Wir haben in Offenbarung 7 gesehen, dass Gottes Volk hier auf Erden versiegelt ist. Wir tragen das Siegel Gottes. Es bedeutet, dass wir von ihm erw\u00e4hlt wurden und dass wir sein Eigentum sind. In Kapitel 8 haben wir gesehen, wie die Gebete der Heiligen dargebracht werden. Das Gebet der Heiligen ist der Schrei nach Gerechtigkeit. Wir beten (bzw. wir singen) Woche f\u00fcr Woche: \u201eDein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf Erden.\u201c Als Antwort auf die Gebete gab es Donner, Blitze, Stimmen und Erdbeben. Und danach bereiteten sich sieben Engel darauf vor, ihre Posaunen zu blasen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Letzte Woche haben wir die ersten vier Posaunen gesehen. Jede dieser Posaunen war verbunden mit einer verheerenden Plage von globalen Ausma\u00dfen. Die ersten vier Plagen betrafen das Land, das Meer, das Trinkwasser und das Licht. Aber diese Plagen, so schlimm sie auch waren, waren nur die Einleitung zu dem, was folgt. Am Ende der vier Plagen tritt ein Adler auf, der vor den drei kommenden Plagen warnt. (Das griechische Wort f\u00fcr Adler kann auch gut mit Geier \u00fcbersetzt werden; und schon klingt der Vers noch unheilvoller). Wir haben heute im Text nur zwei Plagen. Aber f\u00fcr diese beiden Posaunen verwendet Johannes mehr als dreimal so viel Platz auf wie f\u00fcr die ersten vier Posaunen. Obwohl die ersten vier Plagen f\u00fcr die Menschen ein riesiges Desaster sind, treffen die Plagen den Menschen nur indirekt. Die beiden folgenden Plagen treffen den Menschen ganz direkt. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Eine letzte Bemerkung, bevor wir konkreter auf den Text eingehen. Tim Keller wurde immer wieder gefragt, ob er die H\u00f6lle sprichw\u00f6rtlich versteht, das mit dem Feuer und Schwefel usw. Keller antwortete darauf: \u201eIch pers\u00f6nlich glaube, dass Feuer und Schwefel lediglich symbolisch zu verstehen sind und dass es in der H\u00f6lle nicht brennt.\u201c Man sieht der fragenden Person ihre Erleichterung an. Und danach w\u00fcrde Keller sagen: \u201eIch glaube, dass Feuer und Schwefel symbolisch sind f\u00fcr Qualen, die eine Millionenmal unertr\u00e4glicher und schlimmer sind als Feuer und Schwefel.\u201c Und das trifft auf unseren Text ebenfalls zu. Der Text ist symbolisch zu verstehen. Aber das soll uns nicht im allermindesten den Eindruck erwecken, dass es weniger schlimm ist. Das Gegenteil ist der Fall. Je mehr man versucht, das, was der Text sagt, wortw\u00f6rtlich zu deuten, desto mehr verliert er an Kraft. Es ist das \u00dcbernat\u00fcrliche, das Unerkl\u00e4rliche, was diesen Text so entsetzlich macht. Was uns Johannes hier sagen will ist Folgendes: \u201eWas ist dein schlimmster Alptraum? (Was ist das Schrecklichste, was du je in Filmen gesehen hast?) Das, was sich in Kapitel 9 abspielt, ist vielfach schlimmer, als was du dir gerade ausgemalt hast.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u00dcber drei Fragen wollen wir hier nachdenken. Erstens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>welche Prinzipien k\u00f6nnen wir hier \u00fcber das Gericht Gottes lernen?<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Zweitens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>f\u00fcr welche S\u00fcnden richtet Gott die Menschen?<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Drittens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>was bedeutet dieser Text f\u00fcr uns?<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Erstens, was k\u00f6nnen wir \u00fcber Gottes Gericht lernen?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich denke, wir k\u00f6nnen mindestens f\u00fcnf Punkte hier ausfindig machen. Zum einen, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>wir sehen, dass D\u00e4monen die ausf\u00fchrenden Wesen von Gottes Gericht sind<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Nachdem der f\u00fcnfte Engel seine Posaune geblasen hat, sehen wir, wie ein Engel den Brunnen des Abgrunds \u00f6ffnet. Der Ausdruck Brunnen des Abgrunds ist eine \u00dcbersetzung des griechischen Wortes <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>abyssos<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, was bodenloses Loch bedeutet. Als Jesus den besessenen Gerasener heilte, baten die D\u00e4monen Jesus, dass sie ihn nicht in den Abgrund schicken w\u00fcrde. Dasselbe griechische Wort wird hier verwendet. Traditionell wird dieser Abgrund als der Ort angesehen, an dem die b\u00f6sen Geister gefangen gehalten werden. Und nun wird dieses Gef\u00e4ngnis ge\u00f6ffnet, und alle Insassen kommen frei. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich wei\u00df nicht, wer von euch den letzten Batman-Film gesehen hat. Im Film gibt es einen Oberschurken namens Bane, der in der Unterwelt operiert, anschlie\u00dfend an die Oberfl\u00e4che kommt, die Stadt von der Au\u00dfenwelt isoliert und die Gef\u00e4ngnisse \u00f6ffnet und alle Kriminellen rausl\u00e4sst. Als Resultat bricht in der Stadt v\u00f6lliges Chaos aus. So \u00e4hnlich k\u00f6nnen wir uns das hier vielleicht auch vorstellen, nur viel, viel destruktiver und viel schlimmer. Was f\u00fcr \u00fcble Gestalten steigen aus dem Abgrund auf? <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Sowohl bei der f\u00fcnften als auch bei der sechsten Plage ist die Beschreibung der Lebewesen grotesk. Verse 7-10: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd die Heuschrecken sahen aus wie Rosse, die zum Krieg ger\u00fcstet sind, und auf ihren K\u00f6pfen war etwas wie goldene Kronen, und ihr Antlitz glich der Menschen Antlitz; und sie hatten Haar wie Frauenhaar und Z\u00e4hne wie L\u00f6wenz\u00e4hne und hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Rasseln ihrer Fl\u00fcgel war wie das Rasseln der Wagen vieler Rosse, die in den Krieg laufen, und hatten Schw\u00e4nze wie Skorpione und hatten Stacheln, und in ihren Schw\u00e4nzen war ihre Kraft, Schaden zu tun den Menschen f\u00fcnf Monate lang;\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Ich habe zu Beginn erw\u00e4hnt, dass diese Heuschrecken nicht w\u00f6rtlich zu verstehen sind. Wir haben es nicht sprichw\u00f6rtlich mit Heuschreckenskorpionen mit L\u00f6wenz\u00e4hnen, Frauenhaar und Eisenpanzern zu tun. Heuschrecken werden hier deshalb als Bild gebraucht, weil sie als eine \u00fcberw\u00e4ltigende Schar auftreten k\u00f6nnen und innerhalb von wenigen Stunden alles abfressen k\u00f6nnen, was gr\u00fcn aussieht. Hier in diesem Fall handelt es sich um groteske, gefallene Geister, die in \u00fcberw\u00e4ltigender, unz\u00e4hlbarer Anzahl auftreten. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Beschreibung der zweiten D\u00e4monenarmee ist nicht weniger grotesk. Verse 16 und folgende: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd die Zahl des reitenden Heeres war vieltausendmal tausend; ich h\u00f6rte ihre Zahl. Und ich sah in dieser Erscheinung die Rosse, und die darauf sa\u00dfen: Sie hatten feuerrote und blaue und schwefelgelbe Panzer, und die H\u00e4upter der Rosse waren wie die H\u00e4upter der L\u00f6wen, und aus ihren M\u00e4ulern kam Feuer und Rauch und Schwefel. Von diesen drei Plagen wurde get\u00f6tet der dritte Teil der Menschen, von dem Feuer und Rauch und Schwefel, der aus ihren M\u00e4ulern kam. Denn die Kraft der Rosse war in ihrem Maul und in ihren Schw\u00e4nzen; denn ihre Schw\u00e4nze waren den Schlangen gleich und hatten H\u00e4upter und mit denen taten sie Schaden.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zweitens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>wir sehen, dass das die D\u00e4monen ihren freien Willen haben<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Was hier sehr bezeichnend ist, ist die Tatsache, dass bei beiden Plagen davon die Rede ist, dass die D\u00e4monen freigelassen werden. Wie wir gerade gesehen haben wird das Gef\u00e4ngnis aufgeschlossen und die Insassen auf die Menschheit losgelassen. In Vers 14 und 15 lesen wir: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201e<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(eine Stimme) <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Lass los die vier Engel, die gebunden sind an dem gro\u00dfen Strom Euphrat. Und es wurden losgelassen die vier Engel, die bereit waren f\u00fcr die Stunde und den Tag und den Monat und das Jahr, zu t\u00f6ten den dritten Teil der Menschen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Die Befreiung der D\u00e4monen hat zur Folge, dass sie ihr zerst\u00f6rerisches Werk tun. Was wir hier verstehen m\u00fcssen, ist, dass die D\u00e4monen das tun, was sie ohnehin tun wollen. Sie haben ihren freien Willen. Jetzt k\u00f6nnen sie ihren freien Willen freien Lauf lassen. Das Resultat dessen ist Gottes Gericht \u00fcber die Menschen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Noch einen weiteren Punkt sehen wir, der furchteinfl\u00f6\u00dfend ist. Jeder der D\u00e4monen hat seinen freien Willen. Sie richten ein riesiges Chaos an. Aber das bedeutet nicht, dass sie eine Chaostruppe sind. In Spr\u00fcche 30,27 hei\u00dft es, dass Heuschrecken keinen K\u00f6nig haben. Aber die Heuschrecken hier haben sehr wohl einen K\u00f6nig. Vers 11: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201esie hatten \u00fcber sich einen K\u00f6nig, den Engel des Abgrunds; sein Name hei\u00dft auf Hebr\u00e4isch Abaddon und auf Griechisch hat der den Namen Apollyon.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> (Das bedeutet \u00fcbrigens \u201eZerst\u00f6rer\u201c, was ein sehr passender Name ist). Wenn diese Wesen einen K\u00f6nig haben, dann ist das ein sehr klarer Hinweis darauf, dass sie eine Befehlsstruktur haben. Es deutet darauf hin, dass sie organisiert sind. Bei der zweiten Plage von Kapitel 9 wird das noch offensichtlicher. Hier ist direkt von einer Armee die Rede. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Drittens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>wir sehen, dass Gott in seinem Gericht souver\u00e4n ist<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Obwohl die D\u00e4monen hier den aktiven Part zu spielen scheinen, ist Gott in jeder Situation absolut souver\u00e4n. Die Hinweise daf\u00fcr sind \u00fcber das ganze Kapitel verteilt. Erst nachdem die Engel die Posaune geblasen haben, erst auf Gottes Signal hin werden die D\u00e4monen freigelassen. In Vers 3 und Vers 5 lesen wir, dass den Heuschrecken Macht gegeben wird. Die Frage, die sich dann nat\u00fcrlich stellt, ist, Macht von wem? <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In Vers 4 sehen wir au\u00dferdem, dass den Heuschrecken mitgeteilt wird, wo ihre Grenzen sind. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd es wurde ihnen gesagt, sie sollten nicht Schaden tun dem Gras auf Erden noch allem Gr\u00fcnen noch irgendeinem Baum, sondern allein den Menschen, die nicht das Siegel Gottes haben an ihren Stirnen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Das Gericht Gottes ist sehr spezifisch. Nur die Menschen, die Gott nicht angeh\u00f6ren, die nicht Jesus nachfolgen, und deshalb nicht sein Siegel haben, werden von der Plage betroffen. Und das alles zeigt uns, dass Gott in seinem Gericht souver\u00e4n ist. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Osborne kommentiert: \u201eViele vertreten die falsche Meinung, dass Satan Autonomie von Gott h\u00e4tte und tun k\u00f6nnte, was er will. Nichts k\u00f6nnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Satan ist machtlos und hat bereits am Kreuz verloren. Alles, was er und seine Nachfolger in diesem Buch tun, k\u00f6nnen sie nur tun, nachdem ihnen Gott die Erlaubnis dazu gegeben hat. Mehr noch, alles Handeln der b\u00f6sen M\u00e4chte sind Teil seines g\u00f6ttlichen Willens und daher Teil des g\u00f6ttlichen Plans. &#8230; Aber Gott befiehlt den D\u00e4monen nicht zu handeln. Er l\u00e4sst es einfach nur zu, dass das B\u00f6se sich entfalten kann.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viertens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>das Gericht bedeutet unertr\u00e4gliche Qualen und Tod<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Die symbolische Sprache von Offenbarung 9 ist \u00fcberw\u00e4ltigend. Es ist absolut ausgeschlossen, dass die Menschen den Hauch einer Chance gegen diese Geisteswesen haben. Die Menschen sind ihnen schutzlos ausgeliefert. Was bedeutet es dann f\u00fcr die Menschen? Vers 5 sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd ihnen wurde Macht gegeben, nicht dass sie sie t\u00f6teten, sondern sie qu\u00e4lten f\u00fcnf Monate lang; und ihre Qual war wie eine Qual von einem Skorpion, wenn er einen Menschen sticht. Und in jeden Tagen werden Menschen den Tod suchen und nicht finden, sie werden begehren zu sterben und der Tod wird von ihnen fliehen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Wahrscheinlich hat niemand von uns die Erfahrung gemacht, von einem Skorpion gestochen zu werden. Nach allem was ich gelesen habe, ist es ein heftiger, brennender Schmerz, der stundenlang andauern kann. Und das wiederum ist nur ein symbolischer Ausdruck f\u00fcr Schmerzen, die so schlimm sind, dass Menschen es bevorzugen zu sterben, wenn sie nur k\u00f6nnten. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die erste Plage dient dazu, die Menschen zu qu\u00e4len, ohne sie zu t\u00f6ten. In der zweiten Plage sehen wir eine \u00fcberw\u00e4ltigende Armee, die vieltausendmal tausend gro\u00df ist. Andere \u00dcbersetzungen schreiben zweimal zehntausendmal zehntausend. Das w\u00e4ren 200 Millionen Einheiten. Aber der Punkt ist hier nicht, dass es genau 200 Millionen waren, (genauso wenig wie wir auf 7&#215;70 z\u00e4hlen sollen, um jemanden genau 490mal und ja kein weiteres Mal zu vergeben). Johannes ging es darum, dass eine Armee mit einer absurd hohen Anzahl an Einheiten die Menschheit \u00fcberw\u00e4ltigt. Nichts und niemand kann ihnen Einhalt gebieten, w\u00e4hrend sie ein Drittel der Menschheit zu Grunde richten.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">F\u00fcnftens, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>das Gericht ist noch nicht endg\u00fcltig<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. So verheerend und so schlimm die Plagen auch sind, sie sind noch nicht das endg\u00fcltige Gericht. Vers 5 sagt, dass die Heuschreckenplage f\u00fcnf Monate dauert. Der Grund weshalb Johannes hier f\u00fcnf Monate erw\u00e4hnt, ist vermutlich der, dass das in etwa dem normalen Lebenszyklus von Heuschrecken entspricht. Genauso wenig wie wir wissen, wie genau die d\u00e4monische Heuschreckenplage aussehen wird, wissen wir auch nicht, wie die f\u00fcnf Monate zu verstehen sind. Aber was wir sehen ist, dass die Plage zeitlich begrenzt ist. Auch das Gericht in der n\u00e4chsten Plage ist nicht endg\u00fcltig. Ein Drittel der Menschheit ist ein unermessliches Desaster. Aber die Menschheit ist noch nicht vollst\u00e4ndig vernichtet. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Warum? Noch einmal wird den Menschen die Chance zur R\u00fcckkehr gegeben. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zweitens, f\u00fcr welche S\u00fcnden richtet Gott die Menschen?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn wir uns all das Leid, das den Menschen bislang geschehen ist, vor Augen f\u00fchren, dann sind die letzten zwei Verse von Kapitel 9 einfach nur krass. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd die \u00fcbrigen Leute, die nicht get\u00f6tet wurden von diesen Plagen, bekehrten sich doch nicht von den Werken ihrer H\u00e4nde, dass sie nicht mehr anbeteten die b\u00f6sen Geister und die goldenen, silbernen, ehernen, steinernen und h\u00f6lzernen G\u00f6tzen, die weder sehen noch h\u00f6ren noch gehen k\u00f6nnen, und sie bekehrten sich auch nicht von ihren Morden, ihrer Zauberei, ihrer Unzucht und ihrer Dieberei.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Nachdem das Schlimmste vorbei ist, wenn sich der Staub gelegt hat, sehen wir, dass die Menschen sich keinen Hauch verbessert haben. Den Menschen geht es hundsmiserabel. Aber sie sind immer noch nicht bereit umzukehren, um damit noch Schlimmeres abzuwenden. Die Frage ist dann, was genau die S\u00fcnde ist, wof\u00fcr die Menschen gerichtet werden. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jeder Mensch hat einen Ma\u00dfstab, wie er S\u00fcnde definiert. Die meisten Menschen glauben, dass S\u00fcnde etwas damit zu tun hat, Regeln zu brechen. Wir alle k\u00f6nnen etwas damit anfangen, Mord und Diebstahl als S\u00fcnde anzusehen, weil wir damit Regeln gebrochen haben. Aber das ist nicht, was Offenbarung als das ultimative B\u00f6se bezeichnet. S\u00fcnde hier ist die Anbetung, das Verehren, das Wertsch\u00e4tzen von und das Trachten nach allem, was nicht Gott ist. Hier ist der Punkt: jede weitere S\u00fcnde die wir begehen, ob L\u00fcge oder Ehebruch oder Faulheit, jede weitere S\u00fcnde ist eine Folge dessen, dass wir G\u00f6tzen verehren. Bosheit ist in seiner Essenz ein Werteproblem: die Tatsache, dass wir Gott nicht den absoluten und unendlichen Wert zugestehen, der ihm geb\u00fchrt; und die Tatsache, dass wir irgendetwas anderem, was nicht Gott ist, diesem ultimativen Wert geben. Und die Frage ist nun, warum das so destruktiv ist und warum Gott nicht anzubeten ein solch krasses Gericht mit sich zieht? <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein Pastor erz\u00e4hlte einmal folgende Geschichte. Es kannte eine Frau, die Single war und sich nichts sehnlicher w\u00fcnschte, als Kinder zu haben. Sie heiratete schlie\u00dflich und war entgegen der Erwartung ihrer \u00c4rzte in der Lage zwei gesunde Kinder zu haben, trotz ihres hohen Alters. Aber ihre Tr\u00e4ume hatten sich nicht erf\u00fcllt. Ihr \u00fcberw\u00e4ltigendes Streben danach, ihren Kindern ein perfektes Leben zu geben, machte es ihr unm\u00f6glich, sich an ihren Kindern zu erfreuen. Ihr \u00fcbertriebenes Besch\u00fctzerverhalten, ihre Furcht und \u00c4ngste, ihr Bed\u00fcrfnis, jedes Detail ihrer Kinder kontrollieren zu m\u00fcssen, st\u00fcrzte die Familie ins Elend. Ihre \u00e4lteste Tochter war schlecht in der Schule und hatte Anzeichen schwerwiegender emotionaler Probleme. Ihr j\u00fcngeres Kind war voller J\u00e4hzorn. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ihr Streben danach, ihren Kindern ein wundervolles Leben zu geben genau das war, was ihre Kinder zugrunde gerichtet hatte. Die Tatsache, dass sie genau das bekommen hatte, was sie sich am meisten gew\u00fcnscht hatte, mag in der Tat das Schlimmste gewesen sein, was ihr h\u00e4tte passieren k\u00f6nnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das Problem dieser Frau war nicht, dass sie ihre Kinder zu sehr liebte. Das Problem war, dass sie Gott zu wenig liebte. Wir k\u00f6nnen an der Stelle von Kindern alles m\u00f6gliche einsetzen: der perfekte Partner f\u00fcrs Leben, der Traumjob, der richtige Freundeskreis, ja sogar Gemeinde und Mission! Was wir an diesem Beispiel sehen, ist, dass die G\u00f6tzen, denen wir anh\u00e4ngen eine Eigendynamik entwickeln. Und letztendlich zerst\u00f6ren die G\u00f6tzen, denen wir anh\u00e4ngen alles in unsrem Leben. N.T. Wright kommentierte: \u201eDie letzten Verse von Kapitel 9 zeigen hervorragend Johannes\u2019 Verst\u00e4ndnis des grundlegenden Problems der menschlichen Misere. Wie alle Juden seiner Zeit glaubte er daran, dass das menschliche B\u00f6se aus G\u00f6tzendienst hervorgeht. Du wirst, was du anbetest: wenn du also das anbetest, was nicht Gott ist, dann wirst du etwas anderes werden, als der Bild-Gottes-tragende Mensch, der du eigentlich sein solltest. Verse 20 und 21 stehen daher parallel. Bete G\u00f6tzen an \u2013 blinde, taube, leblose Dinge \u2013 und du wirst selbst blind, taub und leblos. Mord, Zauberei, Unzucht und Diebstahl sind alles Formen von Blindheit, Taubheit und Leblosigkeit, der Griff nach der schnellen L\u00f6sung f\u00fcr Profit, Macht und Vergn\u00fcgen, w\u00e4hrend man ein St\u00fcckweit mehr seiner Menschlichkeit aufgibt.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">N.T. Wright hat damit absolut Recht. Jeder Mensch sucht nach Gl\u00fcck und Vergn\u00fcgen. Wir haben die Wahl. Entweder wir finden Gl\u00fcck und Vergn\u00fcgen bei Gott in F\u00fclle und in Ewigkeit. Oder wir finden vermeintliches Gl\u00fcck und Vergn\u00fcgen anderswo und bezahlen den Preis mit Blindheit, Taubheit und unserem Leben. Offenbarung sagt, dass es nur zwei M\u00f6glichkeiten gibt. Entweder wir sind Teil der Schar, die ihr Leben daf\u00fcr hingeben, Jesus zu loben und zu preisen und zu verherrlichen; oder aber wir tun das bewusst oder unbewusst mit D\u00e4monen. Entweder wir f\u00fcllen das geistliche Vakuum mit Gott oder wir f\u00fcllen es mit dem Teufel. Aber dann sollten wir wissen, dass das, was wir anbeten dar\u00fcber entscheidet, welche Menschen wir am Ende werden. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was lernen wir dann hier \u00fcber Gottes Gericht? Die Geister denen die Menschen dienen, sind dieselben D\u00e4monen, welche die Menschen ins Elend st\u00fcrzen und am Ende zerst\u00f6ren. Gottes Gericht ist auch hier das Gerechteste und Fairste, was er den Menschen antun kann. Den Menschen, die ihn und seinen guten Willen ablehnen, sagt Gott: \u201eDein Wille geschehe.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Drittens, was bedeutet dieser Text f\u00fcr uns?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In seinem gro\u00dfartigen und absolut lesenswerten Buch Screwptape Letters, bringt C.S. Lewis den geistlichen Kampf zwischen Gott und den D\u00e4monen zum Ausdruck. Das Buch handelt von einem Oberd\u00e4mon der Anweisungen an einen Unterteufel gibt, wie er einen Christen verf\u00fchren soll. In einem dieser Briefe erkl\u00e4rt der Oberteufel: \u201eF\u00fcr uns sind die Menschen vor allen Dingen Futter; unser Ziel ist die Vereinnahmung seines Willens in den unseren, die Erweiterung des Gebiets unserer Selbstsucht auf seine Kosten. Aber der Gehorsam, den der Feind (Gott) vom Menschen verlangt ist eine ganz andere Sache. Man muss der Tatsache ins Auge sehen, dass das ganze Gerede bez\u00fcglich seiner Liebe f\u00fcr die Menschen, dass der Dienst f\u00fcr Ihn vollkommene Freiheit ist, nicht \u2013 wie man es gerne glauben w\u00fcrde \u2013 einfach nur Propaganda ist, sondern eine f\u00fcrchterliche Wahrheit. Er m\u00f6chte das Universum tats\u00e4chlich mit widerlichen, kleinen Replikaten seiner Selbst erf\u00fcllen \u2013 Kreaturen, deren Leben auf einer Miniaturskala qualitativ dem Seinen entsprechen, nicht weil Er sie geschluckt hat, sondern weil ihr Willen freiwillig seinem Willen gleich wurden. Wir wollen Vieh, das schlie\u00dflich unser Fressen wird; Er will Knechte, die schlie\u00dflich seine Kinder werden. Wir wollen aussaugen, Er will austeilen. Wir sind leer und m\u00fcssen gef\u00fcllt werden; Er ist die F\u00fclle und flie\u00dft \u00fcber: unser Feind will eine Welt voller Wesen, die mit ihm vereint sind und doch individuell.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das klingt vielleicht alles ganz wundervoll: Gott liebt uns, er will nicht einfach unseren Willen vereinnahmen, sondern er will, dass wir uns seinem guten Willen freiwillig unterordnen, damit er uns ein Leben in F\u00fclle schenken kann, ganz vereint mit ihm und doch mit unserem individuellen Selbst. Aber woher k\u00f6nnen wir wissen, dass wir daf\u00fcr bereit sein k\u00f6nnen alles aufzugeben? Woher k\u00f6nnen wir wissen, dass wir unsere gr\u00f6\u00dften Tr\u00e4ume daf\u00fcr aufgeben k\u00f6nnen, um f\u00fcr Gottes Vision zu leben? Woher kann ich wissen, dass ich meine Vorstellungen von Gl\u00fcck und Vergn\u00fcgen aufgeben darf, um Gottes Sichtweisen bez\u00fcglich dessen zu adaptieren? Woher wei\u00df ich, dass ich Gott in erster Linie vertrauen kann, anstatt einfach nur aus Furcht vor Gericht getrieben zu sein? <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn in Offenbarung 9 vom Stachel der Skorpione die Rede ist, dann steht im Urtext das griechische Wort <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>kentra<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Paulus gebrauchte dieses Wort in 1. Korinther 15, wenn er vom Stachel des Todes spricht. Das Wort bezieht sich ebenfalls auf die Gei\u00dfel, ein r\u00f6misches Folterinstrument. Als Jesus gegei\u00dfelt wurde und als die Soldaten ihm die Dornenkrone aufsetzten, erfuhr er sprichw\u00f6rtlich was es bedeutet, von unz\u00e4hligen Skorpionen gestochen zu werden. Am Kreuz f\u00fchlte Jesus den Stachel des Todes. Er wurde von der Schlange besiegt. Seine Ferse wurde sprichw\u00f6rtlich durchstochen. Im apostolischen Glaubenbekenntnis bekennen wir, dass Jesus hinabgestiegen ist in das Reich des Todes. Andere \u00dcbersetzungen sagen, dass Jesus in die H\u00f6lle hinabstieg. Jesus erfuhr das ganze Gericht. Er erfuhr, was es bedeutet, von der Macht der Finsternis zerst\u00f6rt zu werden. Und warum? <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus tat dies, weil es der einzige Weg und die einzige M\u00f6glichkeit war, Menschen vor dem Gericht zu retten. Er gab sein Leben, damit wir leben k\u00f6nnen. Am Kreuz sehen wir, dass Gott alles getan und alles vollbracht hat: nicht nur unsere vollkommene Errettung sondern der unwiderlegbare Beweis, dass er absolut vertrauensw\u00fcrdig ist. Am Kreuz verlieren alle G\u00f6tzen dieser Welt ihren Reiz und alle D\u00e4monen der Finsternis ihre Kraft. Proportional zu dem Ma\u00df, in dem wir verstanden haben, was Jesus f\u00fcr uns getan hat, k\u00f6nnen wir frei werden von der Illusion eines gl\u00fccklichen Lebens ohne Gott. In dem Ma\u00dfe k\u00f6nnen wir unsere Waffen niederlegen vor Jesus, dem Lamm Gottes, der w\u00fcrdig ist zu nehmen, Kraft und Reichtum und Weisheit und St\u00e4rke und Ehre und Preis und Lob.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Amoklauf der D\u00e4monen aus der H\u00f6lle \u201eDas erste Wehe ist vor\u00fcber; siehe, es kommen noch zwei Wehe danach.\u201c Offenbarung 9,12 Was ist der furchteinfl\u00f6\u00dfendste Film, den ihr jemals gesehen habt? Wenn man alt genug ist, dann lautet die Antwort auf diese Frage sehr oft \u201eDer Exorzist\u201c. (Der Film ist mittlerweile fast 40 Jahre alt). [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-2683","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2683"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2683\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2937,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2683\/revisions\/2937"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2683"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2683"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}