{"id":2615,"date":"2013-07-22T06:43:31","date_gmt":"2013-07-22T04:43:31","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2615"},"modified":"2022-11-18T12:23:13","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:13","slug":"predigt-offenbarung-61-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-offenbarung-61-17\/","title":{"rendered":"Predigt: Offenbarung 6,1 &#8211; 17"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Offb-P8.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Die \u00d6ffnung der ersten sechs Siegel<\/b><\/span><\/h2>\n<h3 align=\"CENTER\">\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich h\u00f6rte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!\u201c<\/b><\/span><\/h3>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(6,1)<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">In den Kapiteln 4 und 5 der Offenbarung konnten wir durch Johannes Bericht einen Blick in den himmlischen Thronsaal Gottes werfen. Wir haben erfahren, wie Gott dort Tag und Nacht f\u00fcr seine Heiligkeit und seine Sch\u00f6pfung gepriesen wurde. Als dann jemand gesucht wurde, der w\u00fcrdig ist, das Buch aus der Hand Gottes zu nehmen und seine Siegel zu \u00f6ffnen, wurde Jesus, das Lamm f\u00fcr w\u00fcrdig befunden. Aber als es das Buch aus der Hand Gottes nahm, konnte er nicht gleich damit beginnen, die Siegel zu \u00f6ffnen. Denn die vier Gestalten und 24 \u00c4ltesten begannen, ihn zu loben und zu preisen, danach stimmte ein Chor von Millionen von Engeln und schlie\u00dflich alle Gesch\u00f6pfen an, ihn zu loben und zu preisen. Sie priesen Jesus vor allem deshalb als w\u00fcrdig, weil er sich schlachten lie\u00df und mit seinem Blut Menschen aus allen V\u00f6lkern f\u00fcr Gott erkauft hat und sie f\u00fcr Gott zu K\u00f6nigen und Priestern gemacht hat. Diese heilige Szene weckt in uns den Wunsch, Jesus auch geb\u00fchrend zu preisen und einst auch an dem wahren Gottesdienst im Himmel teilzunehmen. Im heutigen Text erfahren wir dagegen einen andere Seite der geistlichen Realit\u00e4t. Denn als das Lamm die ersten sechs Siegel des Buches \u00f6ffnete, ereignete sich eine Art Vorschau auf die ersten Phasen von Gottes Gericht \u00fcber die S\u00fcnde der Welt. Welche Phasen wurden dabei gezeigt? Was zeigen diese Ereignisse \u00fcber Gott? Und was bedeutet dies f\u00fcr uns? M\u00f6ge Gott uns sein Wort und dadurch geistliche Einsicht und eine neue Haltung schenken!<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Womit begann diese Offenbarung? Betrachten wir Vers 1: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich h\u00f6rte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es begann damit, dass das Lamm das erste Siegel auftat. Alles, was nun im Folgenden passierte, geschah auf Initiative des Lammes, Jesus, und war unter seiner Kontrolle. Als das Lamm das erste Siegel ge\u00f6ffnet hatte, sagte eine der vier Gestalten am Thron Gottes mit einer gewaltigen Stimme wie Donner: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eKomm!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Erst auf diesen Befehl hin, passierte das erste Zeichen. Das ganze Geschehen ist v\u00f6llig unter Gottes Kontrolle. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was passierte daraufhin? Vers 2 sagt: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Und ich sah, und siehe, ein wei\u00dfes Pferd. Und der darauf sa\u00df, hatte einen Bogen, und ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog aus sieghaft und um zu siegen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Der Reiter auf dem wei\u00dfen Pferd, dem eine Krone gegeben wurde und der viele Siege in der Welt erlangte, sieht auf den ersten Blick wie ein edler K\u00f6nig aus, sodass man sich fragen k\u00f6nnte, ob es sich um den K\u00f6nig Jesus Christus handelt. Aber er kann nicht Jesus sein, der in diesem Ereignis fortlaufend als das Lamm erscheint, das die Siegel auftut. Wenn wir die anderen drei Pferde und ihre Reiter betrachten, die alle ein Unheil \u00fcber die Menschen bringen, wird uns klar, dass es sich auch bei dem ersten Reiter auf dem wei\u00dfen Pferd um jemanden handeln muss, der den Menschen Schaden zuf\u00fcgt. Mit seiner w\u00fcrdevollen k\u00f6niglichen Erscheinung und seinem gro\u00dfen Erfolg ist er also eine Imitation des wahren K\u00f6nigs. Gordon Fee sagt: eine d\u00e4monische Parodie Christi. Er verf\u00fchrt die Menschen und richtet siegreich ein gro\u00dfes Reich auf, das aber mit dem Reich Christi nicht zu vergleichen ist.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was passierte, als das Lamm das zweite Siegel auftat? Die Verse 3 und 4 berichten: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201e<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Und als es das zweite Siegel auftat, h\u00f6rte ich die zweite Gestalt sagen: Komm! Und es kam heraus ein zweites Pferd, das war feuerrot. Und dem, der darauf sa\u00df, wurde Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, dass sie sich untereinander umbr\u00e4chten, und ihm wurde ein gro\u00dfes Schwert gegeben.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Als die zweite Gestalt \u201eKomm!\u201c sagte, kam wieder ein Pferd heraus, aber es war feuerrot, eine unnat\u00fcrliche Farbe, die beunruhigend ausgesehen haben muss. W\u00e4hrend der erste Reiter mit der Krone und einem Bogen wohl mit relativ normalen politischen und milit\u00e4rischen Mitteln siegreich ein Reich aufrichtete, wurde dem zweiten Reiter Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, dass die Menschen sich sich untereinander umbr\u00e4chten \u2013\u00fcberall auf der Erde. Er bewirkt \u00fcberall furchtbare Kriege und B\u00fcrgerkriege. Wie ein Symbol daf\u00fcr wurde ihm ein gro\u00dfes Schwert gegeben. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was passierte nach dem \u00d6ffnen des dritten Siegels? Vers 5 sagt:<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd als es das dritte Siegel auftat, h\u00f6rte ich die dritte Gestalt sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd. Und der darauf sa\u00df, hatte eine Waage in seiner Hand.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Nachdem die dritte Gestalt \u201eKomm!\u201c gesagt hatte, kam ein schwarzes Pferd heraus. Der Reiter darauf hatte eine Waage in der Hand. Dieses Mal sah Johannes nicht nur etwas, sondern h\u00f6rte auch eine Stimme mitten unter den vier Gestalten sagen: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eEin Ma\u00df Weizen f\u00fcr einen Silbergroschen und drei Ma\u00df Gerste f\u00fcr einen Silbergroschen; aber dem \u00d6l und Wein tu keinen Schaden!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Die genannte Preise f\u00fcr Weizen und Gerste waren etwa achtmal so hoch, wie im R\u00f6mischen Reich damals \u00fcblich. Was w\u00fcrde es bewirken, wenn pl\u00f6tzlich in der Welt die Preise f\u00fcr Grundnahrungsmittel auf das achtfache steigen? Es bedeutet eine verheerende Hungersnot. (Selbst in unserem relativ reichen Land m\u00fcssten die meisten anfangen zu hungern, wenn die Preise f\u00fcr Lebensmittel pl\u00f6tzlich achtmal so hoch w\u00e4ren.) Der dritte Reiter, der eine Hungersnot bringt, ist die dritte Vorstufe von Gottes Gericht. Aber selbst in diesem Gericht zeigt Gott noch seine Barm\u00adherzig\u00adkeit gegen\u00fcber den Menschen, indem er dem Reiter verbot, \u00d6l und Wein anzutasten, die bekanntlich viele Kalorien enthalten und auch zu medizinischen Anwendungen benutzt wurden. Selbst in diesem Gericht zeigte Gott noch seine Barmherzigkeit.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was passierte nach dem \u00d6ffnen des vierten Siegels? Es hei\u00dft weiter: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201e<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Und als es das vierte Siegel auftat, h\u00f6rte ich die Stimme der vierten Gestalt sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf sa\u00df, dessen Name war: Der Tod, und die H\u00f6lle folgte ihm nach. Und ihnen wurde Macht gegeben \u00fcber den vierten Teil der Erde, zu t\u00f6ten mit Schwert und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> (7.8). Das vierte Pferd, das auf den Befehl der vierten Gestalt herauskam, war fahl, eine Farbe, wie sie schwer Kranke oder Tote haben. W\u00e4hrend wir bei den ersten drei Reitern nichts Konkretes \u00fcber ihre Identit\u00e4t erfahren, wird bei dem vierten Reiter klar <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">gesagt, um wen es sich handelt: um den Tod, der hier als eine Person auftritt und dem die H\u00f6lle nachfolgte, um seine Opfer aufzunehmen. Auch vom Ausma\u00df des Unheils \u00fcber die Menschen her finden wir hier eine Steigerung. Denn w\u00e4hrend bei den vorigen Siegeln entweder ein gro\u00dfes Reich oder Kriege oder Hungersnot \u00fcber die Menschen kamen, wurde dem Tod nun Macht \u00fcber den vierten Teil der Erde gegeben, mit allen m\u00f6glichen Mitteln zu t\u00f6ten, n\u00e4mlich durch Krieg und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf der Erde. Sp\u00e4testens dieses Gericht hat ein so dramatisches Ausma\u00df, das es unser Vorstellungsverm\u00f6gen \u00fcbersteigt. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Sp\u00e4testens hier stellt sich in uns die Frage: Was ist der Grund f\u00fcr diese Gerichte? Womit haben die Menschen sich diese Gerichte zugezogen? Lasst uns das n\u00e4chste Ereignis betrachten und darin eine Antwort finden. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wen sah Johannes n\u00e4mlich, als das Lamm das f\u00fcnfte Siegel \u00f6ffnete? Vers 9 sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd als es das f\u00fcnfte Siegel auftat, sah ich unten am Altar die Seelen derer, die umgebracht worden waren um des Wortes Gottes und um ihres Zeugnisses willen.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Johannes sah etwas ganz anders als bei den ersten vier Siegeln. Er sah<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">die Seelen der Gl\u00e4ubigen, die wegen ihrem Festhalten an Gottes Wort und ihrem Zeugnis von Jesus umgebracht worden waren. Sie hatten an Jesus und an Gottes Wort so fest geglaubt, dass sie Jesus auch dann noch bezeugt hatten, als man sie deswegen umzubringen drohten. In v\u00f6lligem Vertrauen auf Jesus hatten sie ihn bis in den Tod geliebt. Johannes muss von ihrem Anblick beeindruckt gewesen sein, aber noch mehr von dem, was sie dabei sagten. Vers 10 sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd sie schrien mit lauter Stimme: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und r\u00e4chst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was sie schreiend vor Gott zum Ausdruck brachten, war nicht einfach eine Forderung nach Rache. Die Art wie sie Gott anredeten \u2013 sie sagten: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eHerr, du Heiliger und Wahrhaftiger\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> \u2013 zeigt ihre tiefe Ehrfurcht vor Gott und ihren Glauben, dass Gott heilig und wahrhaftig ist. Ihre Frage an Gott, wie lange er nicht richtet, war eine echte Frage, die aus ihrer tiefen \u00dcberzeugung kam, dass Gott heilig und wahrhaftig ist und deshalb sein Versprechen, Gerechtigkeit aufzurichten, sicher wahrmachen wird. Ihre Frage, wann Gott Gerechtigkeit aufrichtet, ist tats\u00e4chlich eine der gro\u00dfen Fragen im Buch Offenbarung. Mit dieser Frage sprechen sie im weiteren Sinn stellvertretend f\u00fcr alle Menschen, an denen Unrecht begangen wurde, ohne dass die T\u00e4ter daf\u00fcr je richtig zur Verantwortung gezogen wurden. Zur Zeit von Johannes mussten unz\u00e4hlige Menschen unter der oft grausamen Unterdr\u00fcckung durch die R\u00f6mer leiden. Viele Christen wurden damals wegen ihres Glaubens geschlagen, ins Gef\u00e4ngnis geworfen oder get\u00f6tet, zum Teil sogar durch L\u00f6wen in der Arena zur Unterhaltung der Leute. Die Verfolgung der Gl\u00e4ubigen zog sich durch die ganzen letzten 2000 Jahre hindurch und dauert noch heute an; zum Beispiel in Nordkorea, wo Christen, die ihren Glauben bekennen, \u00fcber Nacht in Umerziehungslager verschleppt werden, aus denen sie oft nie mehr herauskommen, oder im Norden Nigerias, wo immer wieder D\u00f6rfer, in denen viele Christen leben, angegriffen und die M\u00e4nner get\u00f6tet werden. Es gibt so viel Ungerechtigkeit und zum Himmel schreiendes Unrecht in der Welt, das zum Teil \u00f6ffentlich bekannt wird, oft aber im Verborgenen geschieht und niemals je in einer Zeitung erw\u00e4hnt wird. In Indien hat diese Woche das h\u00f6chste Gericht verf\u00fcgt, dass die Regierung ein neues Gesetz erlassen muss, das den freien Verkauf von Salzs\u00e4ure einschr\u00e4nkt, weil jedes Jahr Hunderte von M\u00e4nnern Frauen mit Salzs\u00e4ure attackiert und f\u00fcr den Rest ihres Lebens entstellt haben, weil sie nicht mit ihnen zufrieden waren oder weil die Frauen nicht bereit waren, sie zu heiraten. In den USA sterben nach der Statistik jedes Jahr zwischen 16.000 und 17.000 Menschen durch vors\u00e4tzliche T\u00f6tung. Bei den Menschen gibt es keine wirkliche Gerechtigkeit, zu oft k\u00f6nnen die \u00dcbelt\u00e4ter ohne oder mit einer zu leichten Strafe davonkommen, und der Schaden der Opfer kann oft sowieso nicht wieder gut gemacht werden. Aber Gott ist heilig und gerecht und es liegt in seinem Wesen, S\u00fcnde und alle Ungerechtigkeit zu seiner Zeit zu bestrafen und Gerechtigkeit herzustellen. Die M\u00e4rtyrer, die an Gottes Heiligkeit glauben, haben nur eine dringende Frage, die eigentlich alle, die Gott lieben und an seine Heiligkeit und Gerechtigkeit glauben, haben oder haben sollten: Wie lange wartet Gott noch damit? Wann wird Gott Gerechtigkeit aufrichten?<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Welche Antwort bekamen sie? In Vers 11 hei\u00dft es:<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b> \u201e<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Und ihnen wurde gegeben einem jeden ein wei\u00dfes Gewand, und ihnen wurde gesagt, dass sie ruhen m\u00fcssten noch eine kleine Zeit, bis vollz\u00e4hlig dazuk\u00e4men ihre Mitknechte und Br\u00fcder, die auch noch get\u00f6tet werden sollten wie sie.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Sie erhielten jeder ein wei\u00dfes Gewand, das ihren neuen Status als Gerechte und B\u00fcrger des Himmelreichs ausdr\u00fcckt. Sie wurden getr\u00f6stet, dass sie nur noch eine kleine Zeit ruhen m\u00fcssten, bis die Zahl der Gl\u00e4ubigen, die auch noch wie sie M\u00e4rtyrer werden sollten, voll w\u00fcrde. Auch hier zeigt sich wieder, dass inmitten der oft chaotisch und ungerecht aussehenden Ereignissen alles nach Gottes Plan geht und sein Ratschluss erf\u00fcllt werden wird. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was geschah, als das sechste Siegel aufgetan wurde? Lesen wir gemeinsam die Verse 12-14: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201e<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Und ich sah: als es das sechste Siegel auftat, da geschah ein gro\u00dfes Erdbeben, und die Sonne wurde finster wie ein schwarzer Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut, und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von starkem Wind bewegt wird. Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden wegbewegt von ihrem Ort.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Die Ereignisse, die nach dem \u00d6ffnen des sechsten Siegels passieren, \u00fcbersteigen v\u00f6llig unser Vorstellungsverm\u00f6gen. Die Sonne wird nicht nur schwach, sondern finster, der Mond wird wie Blut, und die Sterne, die sich seit der Sch\u00f6pfung ganz geordnet auf ihren Bahnen bewegen, fallen vom Himmel wie ein Feigenbaum, der im Sturm seine Fr\u00fcchte verliert. Die Verfinsterung von Sonne und Mond und das Herabfallen von Sternen hat Jesus bereits in seiner Rede \u00fcber die Endzeit angek\u00fcndigt, wo es hei\u00dft: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eAber zu jener Zeit, nach dieser Bedr\u00e4ngnis, wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kr\u00e4fte der Himmel werden ins Wanken kommen\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> (Mk 13,24.25). Uns ist klar, dass in dieser Phase des Gerichts selbst die grundlegendsten Gesetze und Ordnungen der <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Natur aufgehoben werden. Schlie\u00dflich weicht sogar der ganze Himmel wie eine Schriftrolle oder wie ein alter Teppich, der aufgerollt wird, und alle Berge und Inseln werden von ihrem Ort wegbewegt. Eigentlich ist es eine Besonderheit der Berge, dass sie so schwer und deshalb scheinbar ewig unverr\u00fcckbar sind. Aber in dieser vorerst letzten hier gezeigten Stufe des Gerichts hat nichts mehr Bestand hat und die alte Ordnung verschwindet v\u00f6llig.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie werden die Menschen auf diese gewaltige Katastrophen reagieren? Vers 15 sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd die K\u00f6nige auf Erden und die Gro\u00dfen und die Obersten und die Reichen und die Gewaltigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Kl\u00fcften und Felsen der Berge und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt \u00fcber uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn es ist gekommen der gro\u00dfe Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die Menschen werden, egal wie arm oder reich, wie hoch oder niedrig sie sind, versuchen, sich zu verstecken; sie wollen lieber von den Bergen und Felsen begraben werden, als dem Lamm pers\u00f6nlich zu begegnen. Sie wissen, dass die katastrophalen Ereignisse vom Zorn des Lammes und Gottes kommen. Dabei stellen sie eine Frage, die als andere wichtige Frage im Buch Offenbarung immer wieder auftaucht: Wer kann bestehen \u2013 vor Gottes Zorn?<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der Kontext und auch ihre Frage selbst machen deutlich: Am Tag des Zorns kann niemand vor Gott und vor dem Zorn des Lammes bestehen. Und die Situation, in der sie diese Frage stellen, als sie sich in den wankenden Bergen vor Gott zu verstecken suchen, und die Verzweiflung, mit der sie das fragen, weist auch auf die Antwort hin: vor Gottes Zorngericht kann niemand bestehen, egal wie klug, m\u00e4chtig oder f\u00e4hig er ist.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">In Kap. 5 haben wir gelesen, dass das Lamm geschlachtet wurde und mit seinem Blut Menschen f\u00fcr Gott erkauft hat. Jesus hat durch seinen Tod am Kreuz uns freigekauft von dem Anrecht der S\u00fcnde, des Satan und des Todes, die sie \u00fcber uns sie erlangt haben. Jeder, der diesen Freikauf f\u00fcr sich selbst in Anspruch nimmt, erf\u00e4hrt Gottes Gnade und Barmherzigkeit. Aber diejenigen, die das Lamm ablehnen und sich stur weigern, seine Gnade zu akzeptieren, bleiben unter Gottes Zorn, den sie durch ihre S\u00fcnde permanent auf sich ziehen. Auf diese Weise ziehen sie sich schlie\u00dflich Gottes Zorn und sein gerechtes Gericht \u00fcber ihre S\u00fcnde zu. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">In diesem Sinne k\u00f6nnen wir heute Gottes Wesen besser kennen lernen. Wir sind relativ vertraut mit Gottes Gnade und Liebe zu den S\u00fcndern, die er durch die Hingabe seines Sohnes in die Welt bis zum Kreuz unmissverst\u00e4ndlich klar gemacht hat. Gottes Gnade ist bedingungslos und ausreichend und allumfassend und gilt uneingeschr\u00e4nkt f\u00fcr jeden, der sie annimmt. Der heutige Text macht uns klar, dass Gott trotz dieser \u00fcberw\u00e4ltigenden Gnade gleichzeitig auch heilig und gerecht ist. Gottes Gerechtigkeit bedeutet einerseits, dass jeder, der die stellvertretende Strafe seiner S\u00fcnden an dem Lamm annimmt, v\u00f6llig von Gottes Zorn bewahrt wird. Gottes Gerechtigkeit bedeutet aber auch, dass alle S\u00fcnden, die Menschen begangen haben und nicht Gottes Vergebung von Herzen angenommen haben, Gottes Zorn erfahren m\u00fcssen. Wie wichtig ist es darum, dass wir uns jeder von ganzem Herzen an Gott wenden und seine Gnade annehmen und Jesus folgen! Wie wichtig ist es, dass wir auch f\u00fcr die Studenten und jungen Menschen in Heidelberg beten, dass sie in Jesus das Lamm Gottes erkennen und seine Gnade annehmen! M\u00f6ge Got jedem dabei helfen! <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dar\u00fcber hinaus vermittelt uns der heutige Text, dass auch die Gl\u00e4ubigen eine Zeitlang unter Verfolgung, Hunger oder Krieg mitleiden m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen jetzt schon manchmal Verspottung, Verachtung oder andere kleinere Leiden hinnehmen. Andere dagegen in bestimmten anderen L\u00e4ndern leiden unter handfester Verfolgung bis hin zum Tod. Es ist wichtig, dass wir durch diesen Text unsere Perspektive erweitern und im Blick auf das Ende und die Wiederherstellung der Gerechtigkeit leben. Wir sollen bewusst im Glauben und mit der Perspektive leben, dass Jesus kommen und Gerechtigkeit herstellen wird, indem er die Gl\u00e4ubigen tr\u00f6sten, mit wei\u00dfen Kleidern versehen und ewig belohnen wird und alle, die widerstreben, bestrafen wird. Die \u00d6ffnung der ersten sechs Siegel ist eine Vorschau darauf. M\u00f6ge Gott uns dabei helfen, im festen Glauben an ihn mit dieser Perspektive treu in ihm zu bleiben und zu leben. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Die \u00d6ffnung der ersten sechs Siegel \u201eUnd ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich h\u00f6rte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!\u201c (6,1) In den Kapiteln 4 und 5 der Offenbarung konnten wir durch Johannes Bericht einen Blick in den himmlischen Thronsaal Gottes werfen. 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