{"id":2597,"date":"2013-06-30T18:13:15","date_gmt":"2013-06-30T16:13:15","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2597"},"modified":"2022-11-18T12:23:14","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:14","slug":"predigt-offenbarung-41-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-offenbarung-41-11\/","title":{"rendered":"Predigt: Offenbarung 4,1 \u2013 11"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Offb-P6.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Vor dem Thron Gottes<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eAlsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron sa\u00df einer. Und der da sa\u00df, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Offenbarung 4,2.3<\/p>\n<p>Wir haben an den vergangenen vier Sonntagen die Sendschreiben Jesu an die sieben Gemeinden betrachtet, die Jesus ihnen durch Johannes \u00fcbermittelt hat. Jesus hat sie darin gelobt, aber auch getadelt und ermahnt, weil sie in ihrem Glaubensleben teilweise Kompromisse eingegangen oder sogar ganz lau ihm gegen\u00fcber geworden waren. Es war sehr wichtig, dass sie Jesu Worte beherzigten, wie es auch f\u00fcr uns wichtig ist, dass wir seine Worte beherzigen, soweit sie auf uns zutreffen. Aber das war nicht alles, was Jesus in seiner Herrlichkeit dem Johannes offenbarte. Das Kap. 4 beginnt mit dem Wort \u201eDanach\u201c, was den zweiten Teil des Buchs Offenbarung einleitet. Was offenbarte Jesus ihm danach? Heute erfahren wir, wie Jesus Johannes durch den Geist in den Himmel f\u00fchrte und ihn den Thron Gottes und Gott selbst auf seinem Thron schauen lie\u00df. W\u00e4hrend es in den letzten beiden Kapitel um Menschen ging, die ihr Leben in dieser Welt mehr oder weniger recht im Glauben gef\u00fchrt haben, versetzt uns unser heutiger Text in den Himmel, wo wir dem wahren Gott begegnen und seine Herrlichkeit und Heiligkeit bestaunen k\u00f6nnen. M\u00f6ge Gott uns helfen, unsere geistlichen Augen zu \u00f6ffnen und die gro\u00dfartige geistliche Realit\u00e4t, n\u00e4mlich Gott in seiner Heiligkeit und Herrlichkeit, wahrzunehmen und ein Bild davon tief in unser Herz einzupr\u00e4gen!<\/p>\n<p>Betrachten wir den Vers 1: \u201eDanach sah ich, und siehe, eine T\u00fcr war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden h\u00f6ren wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.\u201c Nachdem Johannes die sieben Schreiben an die sieben Gemeinden empfangen hatte, sah er etwas, was die meisten nur in ihren k\u00fchnsten Tr\u00e4umen sich zu w\u00fcnschen wagen. Er sah, dass eine T\u00fcr im Himmel ge\u00f6ffnet war. Mit Himmel ist hier nicht die hellblaue oder in diesem Jahr oft grau aussehende H\u00fclle um die Erde gemeint, sondern die geistliche Realit\u00e4t, das Reich Gottes, das f\u00fcr die Augen von uns Menschen normalerweise nicht sichtbar ist. Und als Johannes die offene T\u00fcr im Himmel sah, h\u00f6rte er auch die Stimme Jesu, die schon vorher zu ihm geredet hatte, und die ihn nun einlud: \u201eSteig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.\u201c Jesus wollte ihm einen Einblick in die geistliche Welt und die Ereignisse schenken, die eigentlich erst dann realisiert und sichtbar werden sollen, wenn die Gl\u00e4ubigen in den Gemeinden ihren Lauf bis zum Ende gelaufen sind und alle Hindernisse \u00fcberwunden haben.<\/p>\n<p>Was passierte daraufhin? Johannes sagt im Vers 2: \u201eAlsbald wurde ich vom Geist ergriffen, und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron sa\u00df einer.\u201c Nachdem er die Einladung Jesu geh\u00f6rt hatte, wurde er vom Geist Gottes ergriffen und in den Himmel gef\u00fchrt. Wie bedeutungsvoll war das und wie herrlich muss es gewesen sein! Bis dahin hatte Johannes viele Jahrzehnte lang im Glauben an Gott und sein Reich gelebt und hatte vielen die Botschaft vom Reich Gottes verk\u00fcndigt. Dabei war er auf das Wort Jesu angewiesen und auf seine eigenen Vorstellungen von Gott und seinem Reich, die er sich aufgrund dessen machte. Aber nun konnte er im Himmel die Realit\u00e4t schauen!<\/p>\n<p>Was sah Johannes? Betrachten wir noch einmal Vers 2. Er sah im Himmel einen Thron, auf dem \u201esa\u00df einer\u201c. Aus den folgenden Versen wird klar, dass es Gott selbst war, der auf dem Thron sa\u00df. Aber Johannes wagt es nicht, ihn direkt mit \u201eGott\u201c zu bezeichnen. Warum? Wenn wir weiter die Erscheinung Gottes betrachten, bekommen wir den Eindruck, dass es nicht daran lag, dass Johannes nicht wusste, wer der auf dem Thron war, als vielmehr daran, dass seine Erscheinung so \u00fcberw\u00e4ltigend und so v\u00f6llig anders als alles war, was er je in der Welt gesehen hatte, dass er Gott zun\u00e4chst so allgemein wie m\u00f6glich benannte, als ob ihm eine konkrete Benennung wie eine inakzeptable Einschr\u00e4nkung dessen, was er sah, vorkam.<\/p>\n<p>Was sagt er \u00fcber Gottes Aussehen? Lesen wir gemeinsam Vers 3: \u201eUnd der da sa\u00df, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.\u201c Johannes vergleicht den Anblick Gottes mit dem Stein Jaspis und Sarder, zwei wundersch\u00f6nen Edelsteinen. Ein Sarder ist ein sch\u00f6ner r\u00f6tlich-br\u00e4unlicher Stein; ein Jaspis ein Edelstein, der in vielen verschiedenen Farbt\u00f6nen vorkommt und dabei oft eine sch\u00f6ne Linienzeichnung hat. Manche Forscher sagen, dass damals mit einem \u201eJaspis\u201c ein wei\u00dflich leuchtender Edelstein gemeint war, in dem sich das Licht brach, obwohl man noch nicht keine geeignete Schleiftechnik hatte. Johannes\u2018 Beschreibung zeigt, dass es eigentlich nicht m\u00f6glich war, Gott auf dem Thron zu beschreiben. Johannes sagt nichts \u00fcber Gottes Gestalt oder seine Gr\u00f6\u00dfe oder sein n\u00e4heres Aussehen. Er sagt hier auch nicht, dass Gott aus Edelsteinen besteht oder damit bekleidet ist. Als er Gott sah, war er von der Herrlichkeit, Gottes Sch\u00f6nheit so begeistert, dass er sagte, dass Gott anzusehen ist wie ein Jaspis oder Sarder, wohl die sch\u00f6nsten Edelsteine, die die Menschen damals kannten. Damit bringt er Gottes wunderbare Anmut und faszinierende Sch\u00f6nheit zum Ausdruck. Gottes Sch\u00f6nheit wird dadurch verst\u00e4rkt, dass auch seine Umgebung von unbeschreiblicher Sch\u00f6nheit und Herrlichkeit ist. Gottes Thron war von einem Regenbogen umgeben, der wie ein Smaragd aussah. Ein Regenbogen auf der Welt sieht schon faszinierend aus, aber wie wir wissen, ist er nur ein Luftspiegelung, die nach sehr kurzer Zeit wieder verschwindet. Doch der Regenbogen, der den Thron Gottes umgab, sah aus wie ein Smaragd, ein wundersch\u00f6n tiefgr\u00fcn leuchtender Edelstein. Gottes Herrlichkeit war \u00fcberw\u00e4ltigend sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Was sah Johannes noch im Himmel? Betrachten wir Vers 4: \u201eUnd um den Thron waren vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen sa\u00dfen vierundzwanzig \u00c4lteste, mit wei\u00dfen Kleidern angetan, und hatten auf ihren H\u00e4uptern goldene Kronen.\u201c Gott war in seinem Thronsaal im Himmel von vierundzwanzig \u00c4ltesten umgeben, die auch auf Thronen sa\u00dfen und die mit wei\u00dfen Gew\u00e4ndern bekleidet waren und goldene Kronen auf dem Haupt trugen. Viele vermuten, dass es sich dabei um Engel von sehr hohem Rang handelt. Die mehrfache Erw\u00e4hnung der Krone, die Jesus den Gl\u00e4ubigen, die \u00fcberwinden, geben will und die sie sich von niemand nehmen lassen sollen (2,10; 3,11), l\u00e4sst uns aber annehmen, dass mit den vierundzwanzig \u00c4ltesten Christen gemeint sind, die hier auf der Erde alle Hindernnisse \u00fcberwunden haben und im Himmel von Gott dieses unfassbar gro\u00dfe Privileg erhalten. Manche nehmen an, dass es sich dabei um zw\u00f6lf Vertreter der St\u00e4mme Israels und um die zw\u00f6lf Apostel handelt. Sicher ist, dass Gott nicht allein im Himmel ist, sondern andere an seiner Herrlichkeit teilhaben l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Was sah Johannes noch? Betrachten wir Vers 5: \u201eUnd von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.\u201c Von Gottes Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus. Dies erinnert uns an das Donnern und Blitzen auf dem Berg Sinai, das passiert ist, als Gott auf dem Berg erschien, um mit Israel einen Bund zu schlie\u00dfen. Diese eher unheimlichen Erscheinungen bringt Gottes Heiligkeit zum Ausdruck und dass sich ihm niemand einfach nahen kann. Ein Pr\u00e4sident Obama oder ein K\u00f6nig wird von einigen Bodyguards und Polizisten oder von seiner Leibwache besch\u00fctzt. Aber vom Thron Gottes gingen Blitze, Stimmen und Donner aus, sodass es ganz unm\u00f6glich ist, ihm einfach zu nahen. Die sieben Fackeln, die vor dem Thron mit Feuer brannten, stellen den Heiligen Geist dar, der st\u00e4ndig einsatzbereit ist.<\/p>\n<p>Betrachten wir auch Vers 6. Der Boden vor dem Thron Gottes war nicht einfach aus Marmor oder aus Holz oder Stein und mit einem Teppich bedeckt, sondern war ein gl\u00e4sernes Meer, das wie ein Kristall aussah. Das gl\u00e4serne Meer muss unheimlich sch\u00f6n und edel ausgesehen haben und dem himmlischen Thronsaal trotz der gewaltigen Erscheinung Leichtigkeit verliehen haben. Gleichzeitig erlaubte es, dass Gott und seine Engel jederzeit ungehindert auf die Erde schauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unmittelbar am Thron und um ihn herum waren vier Gestalten, die vorn und hinten voller Augen waren. Die Verse 7 und 8 sagen weiter dar\u00fcber: \u201eUnd die erste Gestalt war gleich einem L\u00f6wen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler. Und eine jede der vier Gestalten hatte sechs Fl\u00fcgel, und sie waren au\u00dfen und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allm\u00e4chtige, der da war und der da ist und der da kommt.\u201c Die vier Gestalten sind Engel von h\u00f6chstem Rang, die sowohl die Eigenschaften der Cherubim, die Jesaja bei der Erscheinung Gottes im Tempel sah, als auch der Seraphim, die Hesekiel sah,vereinen. Sie hatten jeder 6 Fl\u00fcgel voller Augen, zeigt ihre F\u00e4higkeit, dass sie sehr gut sehen k\u00f6nnen, und betont, dass Gott alles sieht. Jede Gestalt hat ein unterschiedliches Aussehen, das eine Eigenschaft Jesu zum Ausdruck bringt. Die erste ist wie ein L\u00f6we, was seine k\u00f6nigliche Majest\u00e4t zum Ausdruck bringt. Die zweite wie ein Stier, der die St\u00e4rke und gleichzeitig die Demut zum Ausdruck bringt, mit der er die Last getragen hat. Die dritte, die aussieht wie ein Mensch, weist auf Jesus als den Menschensohn hin, und der Adler auf die \u00fcberragende g\u00f6ttliche Eigenschaft. Sie rufen Tag und Nacht immer wieder einander \u201eHeilig, heilig, heilig!\u201c zu. Bemerkenswert ist, dass sie nicht dazu angewiesen wurden, Gott immer wieder zu loben, sondern dass sie das von sich aus spontan immer wieder tun, weil sie von seiner Heiligkeit und Herrlichkeit so beeindruckt sind. Dass sie jeweils dreimal \u201eheilig\u201c rufen, ist ein Hinweis auf die Dreifaltigkeit Gottes als Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.<\/p>\n<p>Was passierte, als sie so Gott lobten? Vers 9 berichtet: \u201eUnd wenn die Gestalten Preis und Ehre und Dank gaben dem, der auf dem Thron sa\u00df, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, fielen die vierundzwanzig \u00c4ltesten nieder vor dem, der auf dem Thron sa\u00df, und beteten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und legten ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprachen: Herr, unser Gott, du bist w\u00fcrdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.\u201c Wenn die Gestalten Gottes Heiligkeit lobten, fielen die vierundzwanzig \u00c4ltesten jedes Mal freiwillig vor Gott nieder, legten ihre Kronen ab und lobten Gott. Gott ist heilig. Er ist ganz anders als alle seine Gesch\u00f6pfe bzw. als alles, was sonst existiert. Wir haben kaum eine Ahnung von Gottes Heiligkeit. Wir kennen nur weltliche Herrlichkeit. Wenn ein Pr\u00e4sident oder ein K\u00f6nig auftritt oder zum Staatsbesuch in anderes Land kommt, organisieren Staatsbeamte dessen Begr\u00fc\u00dfung, lassen ein Blasorchester spielen oder Menschen mit F\u00e4hnchen winken oder ein Kind einen Blumenstrau\u00df \u00fcberreichen. Diese oberfl\u00e4chliche Begr\u00fc\u00dfung geschieht durch Menschen, die daf\u00fcr bezahlt oder aufgefordert werden. Aber wie heilig und herrlich ist dagegen Gott! Gott wird von Herzen angebetet, gelobt und gepriesen, weil er alles geschaffen hat und selbst ewig und heilig ist und ganz anders als alle seine Gesch\u00f6pfe. Gott allein ist w\u00fcrdig, Preis und Ehre und Kraft zu nehmen. Die vier Gestalten, die Gottes Herrlichkeit st\u00e4ndig sehen durften, preisen Gott spontan Tag und Nacht immer wieder wegen seiner Herrlichkeit, weil seine Person und sein Wesen und sein Aussehen so herrlich und begeistert sind.<\/p>\n<p>Was muss diese Offenbarung Gottes f\u00fcr die Christen damals bedeutet haben? Die meisten der Christen damals wurden wegen ihres Glaubens an Jesus entweder akut verfolgt oder lebten st\u00e4ndig in der latenten Gefahr, wegen ihres Glaubens verfolgt zu werden. Sie galten nicht nur als komische Sekte und als unerw\u00fcnschte Randgruppe der Gesellschaft, sondern sie mussten damit rechnen, wegen ihres Gottesdienstbesuchs und ihres Bekenntnisses zu Jesus ihrer G\u00fcter beraubt oder ins Gef\u00e4ngnis geworfen oder sogar get\u00f6tet zu werden. Ihnen konnte leicht der R\u00f6mische Kaiser, der in Rom auf dem Thron sa\u00df und \u00fcberall im Reich verehrt wurde, allgegenw\u00e4rtig und \u00fcberm\u00e4chtig vorkommen. Aber der Blick in den Thronsaal Gottes zeigt die Realit\u00e4t, die ganz anders ist und nur noch vielen verborgen ist: Gott sitzt auf dem Thron und regiert \u00fcber alles und er ist voll unfassbarer Herrlichkeit. Diese Botschaft muss sie sehr ermutigt haben. Der Blick auf Gottes Thron im Himmel muss ihren Glauben gest\u00e4rkt und ihnen neue Kraft gegeben haben, den Glauben an Jesus festzuhalten und ihr Leben trotz aller Probleme und Verfolgung im Glauben an Gott und seine Belohnung bis zum Ende treu zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Was bedeutet es f\u00fcr uns? Auch f\u00fcr uns ist es wichtig, dass wir auf Gottes Herrlichkeit im Himmel sehen und ein Bild seiner Herrlichkeit in unserem Herzen tragen, so dass es unser Leben leitet. Worauf sehen wir? Gott ist im Himmel mit unfassbarer Sch\u00f6nheit und Herrlichkeit und seiner Heiligkeit auf seinem Thron. Wenn wir jeden Tag auf ihn sehen, bleibt uns bewusst, um wen es im Leben geht, wem wir vertrauen und auf welches Ziel wir unser Leben ausrichten sollen. Wenn wir nicht Gottes Herrlichkeit im Himmel vor Augen haben, werden wir unwillk\u00fcrlich von den Dinge dieser Welt zu sehr beeindruckt und von Gott selbst und dem Ziel unseres Lebens abgelenkt, und zwar von den Problemen in unserem Alltag und den Problemen um uns herum und in der Welt; aber auch von den Dingen, die uns mit ihrem oberfl\u00e4chlichen Glanz locken. Aber alles in der Welt ist blo\u00df vor\u00fcbergehend wie ein Schatten und ohne bleibende Bedeutung, selbst die h\u00f6chste Position im Beruf oder Gesellschaft, der gr\u00f6\u00dfte Reichtum oder der sch\u00f6nste und liebste Mensch. Allein Gott, der im Himmel thront, ist herrlich und best\u00e4ndig; er allein ist w\u00fcrdig, von uns angebetet zu werden, weil er alles geschaffen hat, was existiert, sowohl diese Welt als auch die Zuk\u00fcnftige, und weil er heilig und herrlich ist. Er allein ist allm\u00e4chtig und ewig und unserer Bewunderung, Verehrung und Anbetung w\u00fcrdig. Wenn wir ihn sehen, k\u00f6nnen wir nicht anders als seine Herrlichkeit und Sch\u00f6nheit zu loben und zu preisen und uns daran zu erfreuen. Wir Menschen haben in uns ein tiefes Verlangen nach Sch\u00f6nheit und Herrlichkeit. Deshalb achten sie schon von Kind an darauf, was sie anziehen, wie sie ihre Haare stylen usw. Wegen dem Verlangen nach Sch\u00f6nheit und Herrlichkeit sind viele junge und nicht mehr junge Leute Fans von bestimmten Filmstars, Musikstars, Fu\u00dfballstars, von Royals oder von anderen Menschen, die durch ihre Sch\u00f6nheit, ihre besonderen F\u00e4higkeiten und ihren Erfolg oder Reichtum einen besonderen Glanz haben. Aber ihr Glanz vergeht, sp\u00e4te\u00adstens wenn sie wegen ihres Alters nicht mehr sch\u00f6n singen oder gut Fu\u00dfball spielen k\u00f6nnen oder trotz teurer Facelifts ihre vielen Falten nicht mehr verbergen. Sowieso ist ihr sch\u00f6nster Glanz nur wie ein dunkles Abbild und ein Schatten dessen, der alles geschaffen hat, wie eine Handvoll Staub gegen\u00fcber der Sch\u00f6nheit und Herrlichkeit. Seine Sch\u00f6nheit ist so einzigartig und begeisternd wie der Anblick der sch\u00f6nsten Edelsteine gleichzeitig. Seine Sch\u00f6nheit und Herrlichkeit ist nicht k\u00fcnstlich hervorgerufen oder vor\u00fcbergehend, sondern ist mit seinem ewigen g\u00f6ttlichen Wesen, mit der Herrlichkeit seiner Person verbunden und strahlt unver\u00e4nderlich in Ewigkeit. Wenn wir ihn schauen und ihn anbeten, wird unser Bed\u00fcrfnis nach Wahrheit und nach Sch\u00f6nheit tief gestillt. Ihn zu preisen, bedeutet die Erf\u00fcllung unserer Daseinsbedeutung und gleichzeitig unser gr\u00f6\u00dftes Gl\u00fcck. M\u00f6ge Gott uns helfen, auf Gottes Thron im Himmel zu schauen, so lange und so viel, dass wir ein Bild von seiner Herrlichkeit im Herzen tragen und unser ganzes Leben zu seiner Ehre f\u00fchren k\u00f6nnen! Lesen wir noch einmal das Leitwort: \u201eAlsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron sa\u00df einer. Und der da sa\u00df, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzuse\u00ad\u00adhen wie ein Smaragd.\u201c (4,2.3)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Vor dem Thron Gottes \u201eAlsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron sa\u00df einer. 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