{"id":2584,"date":"2013-06-28T22:12:49","date_gmt":"2013-06-28T20:12:49","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2584"},"modified":"2022-11-18T12:23:14","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:14","slug":"predigt-offenbarung-314-22-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-offenbarung-314-22-2\/","title":{"rendered":"Predigt: Offenbarung 3,14 &#8211; 22"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Offb-P5.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">An die Wohlstandsgemeinde<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eIch rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer gel\u00e4utert ist, damit du reich werdest, und wei\u00dfe Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Bl\u00f6\u00dfe nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen m\u00f6gest.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">\nOffenbarung 3:18<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen waren die Medien voll mit Berichten \u00fcber das Rekordhochwasser in Deutschland. Und jetzt, wo das Hochwasser vorbei ist, geht es langsam ans m\u00fchsame Aufr\u00e4umen. Und eine ganz entscheidende Frage ist, wer f\u00fcr die Sch\u00e4den aufkommen soll. Der Spiegel berichtete letzte Woche, dass beim Hochwasser von 2002 Bund und L\u00e4nder ein Hilfspaket von 6,5 Milliarden Euro zur Verf\u00fcgung stellten. Bei dem diesj\u00e4hrigen Hochwasser wird es vermutlich Hilfen in H\u00f6he von 8 Milliarden Euro geben. Es war die Rede davon, dass die deutsche Regierung sogar neue Kredite aufnehmen wollte, um beim Aufbau zu helfen.<br \/>\nDass sich eine Regierung so stark in der Katastrophenhilfe engagiert, ist nichts Neues. So etwas gab es auch schon in der Antike. Letzte Woche haben wir die Gemeinde in Philadelphia betrachtet. Nachdem Philadelphia durch ein Erdbeben dem Erdboden gleich gemacht wurde, gab es Erdbebenhilfe aus Rom. Der Kaiser erlaubte der Stadt, f\u00fcnf Jahre lang keine Steuern zu zahlen. Au\u00dferdem gab es ein gro\u00dfz\u00fcgiges Hilfspaket in Millionenh\u00f6he. Solche Hilfen waren nat\u00fcrlich damals schon sehr willkommen. Aber eine gro\u00dfe Ausnahme bildete Laodizea.<br \/>\nLaodizea war eine Stadt, die um 60 nach Christus von einem Erdbeben heimgesucht wurde. Der r\u00f6mische Geschichtsschreiber Tacitus berichtete: \u201eIm selben Jahr wurde Laodizea, eine ber\u00fchmte unter den asiatischen St\u00e4dten durch ein Erdbeben in Schutt und Asche gelegt; aber sie erholten sich durch ihre eigenen Ressourcen ohne jegliche Hilfe von uns.\u201c Als ihnen aus Rom Hilfe beim Wiederaufbau angeboten wurde, war ihre Antwort: \u201eNein, danke! Brauchen wir wirklich nicht! Wir kriegen das auch ohne euch hin!\u201c Die Laodizear lehnten Millionenhilfen ab, wie andere Menschen ein Kaugummi ablehnen. Noch erstaunlicher war die Tatsache, dass sie es tats\u00e4chlich alleine schafften. Die neuerbaute Stadt wurde noch sch\u00f6ner und noch prunkvoller. An etlichen dieser Neubauten befanden sich Inschriften, mit den Namen der B\u00fcrger, die daf\u00fcr das Geld gestiftet hatten. Die Laodizear waren nicht nur stinkreich. Sie waren auch sehr stolz darauf.<br \/>\nWoher kam der Reichtum? Zum einen befand sich Laodizea in der Mitte von Handelsrouten, die durch Phrygien f\u00fchrten und profitierte von den reisenden H\u00e4ndlern. Laodizea war auch das Bankenzentrum in Kleinasien, die Wallstreet der damaligen Zeit, wenn man so will. Laodizea war auch bekannt f\u00fcr eine schwarze Wolle, die sehr begehrt war. Die Stadt war auch bekannt f\u00fcr ihr medizinische Schule. Manche kamen von weither, um in dieser Stadt Medizin zu studieren. Die Schule war vor allem bekannt f\u00fcr ihre Augenheilkunde und eine besondere Augensalbe.<br \/>\nIn dieser Stadt gab es eine Gemeinde. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde die Gemeinde w\u00e4hrend Paulus\u2019 Wirksamkeit in Ephesus gegr\u00fcndet. Wir wissen nicht, ob Paulus die Gemeinde jemals besuchte. Aber Laodizea wird im Kolosserbrief mehrfach erw\u00e4hnt. (Die Stadt Koloss\u00e4 war eine Nachbarstadt von Laodizea). In Kolosser 4,13 und 15 schreibt Paulus: \u201eDenn ich gebe ihm (Epaphras) das Zeugnis, das er gro\u00dfen Eifer hat um euch und um die in Laodizea und in Hierapolis. &#8230; Gr\u00fc\u00dft die Br\u00fcder in Laodizea und den Nymphas und die Gemeinde in seinem Haus.\u201c Seit Paulus diese Worte geschrieben hatte, waren einige Jahrzehnte vergangen.<br \/>\nWir haben in den letzten drei Wochen Jesu Worte an die Gemeinden in Kleinasien betrachtet. Von den insgesamt sieben Gemeinden gab es zwei Gemeinden, bei denen Jesus nichts zu tadeln hatte, und zwar Smyrna und Philadelphia. Aber es gab auch eine Gemeinde, bei welcher Jesus nichts zu loben hatte, und das war die Gemeinde in Laodizea. Die Worte, die Jesus gebraucht, sind ziemlich hart. Jesus sagt nicht: \u201enaja, ich w\u00fcrde mir schon w\u00fcnschen, dass ihr euch ein bisschen mehr M\u00fche gebt.\u201c Jesus sagte etwas viel Krasseres. Er sagte, dass er dabei ist, sie aus seinem Munde auszuspucken. Mit anderen Worten, Jesus wurde schlecht, wenn er an die dachte. Sie waren in seinen Augen widerw\u00e4rtig und ekelerregend; wahrscheinlich nicht in jeder, aber in vielerlei Hinsicht. Das ist mit Sicherheit ein Wort, das niemand von Jesus h\u00f6ren m\u00f6chte.<br \/>\nDrei Fragen wollen wir dann zum heutigen Text beantworten. Zum einen, warum Jesus diese Gemeinde verabscheute; als zweites, welchen Rat Jesus dieser Gemeinde gab; drittens, auf welcher Grundlage die Gemeinde Jesus gehorchen konnte.<\/p>\n<p>Erstens, warum verabscheute Jesus diese Gemeinde?<br \/>\nVers 14: \u201eUnd dem Engel der Gemeinde in Laodiza schreibe: Das sagt, der Amen hei\u00dft, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Sch\u00f6pfung Gottes.\u201c Wie wir bei den vorigen Gemeinden gesehen haben, stellte sich Jesus jeder Gemeinde etwas anders vor. Die Summe dieser Selbstbeschreibungen ergibt das vollst\u00e4ndige Portr\u00e4t aus Kapitel 1. Hier sagt Jesus, dass er \u201eAmen\u201c hei\u00dft. \u201eAmen\u201c ist das Wort, mit dem wir alle unsere Gebete abschlie\u00dfen. Es bedeutet so viel wie, \u201eso sei es\u201c, \u201eso soll es geschehen\u201c. Wenn wir am Ende des Vater Unser sagen: \u201edenn Dein ist das Reich, und die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen\u201c, dann dr\u00fccken wir mit dem \u201eAmen\u201c aus: \u201edas ist genau so, wie wir es uns w\u00fcnschen.\u201c Hier ist Jesus das kosmische \u201eAmen\u201c, der wahre \u201eso sei es\u201c und \u201eso soll es geschehen\u201c. Mit ihm und durch ihn wird sich jedes einzelne Detail von Gottes Willen erf\u00fcllen, wie im Himmel so auf Erden. Als n\u00e4chstes beschreibt Jesus sich als der treue und wahrhaftige Zeuge. Und das war ein gro\u00dfer Kontrast zur Gemeinde in Laodizea, weil sie untreue Zeugen Jesu waren.<br \/>\nAls letztes sagt Jesus, dass er der Anfang der Sch\u00f6pfung Gottes ist. Und das ist eine dieser Verse, die von den Zeugen Jehovas gerne zitiert wird. Sie sehen das als Beleg daf\u00fcr, dass Jesus ein Teil der Sch\u00f6pfung Gottes ist, anstatt selbst der allm\u00e4chtige, ewige Sch\u00f6pfergott zu sein. Vers 14 baut auf Kapitel 1,5 auf, wo wir lesen: \u201eJesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem F\u00fcrsten \u00fcber die K\u00f6nige der Erde.\u201c Mit anderen Worten, die Sch\u00f6pfung in Vers 14 bezieht sich wahrscheinlich nicht auf Genesis. Hier ist vielmehr die zweite Sch\u00f6pfung gemeint, die mit Jesu Auferstehung ihren Anfang nimmt.<br \/>\nUnd dann folgen die ber\u00fchmten Verse 15 und 16: \u201eIch kenne deine Werke, dass du weder kalt noch hei\u00df bist. Ach, dass du kalt oder warm w\u00e4rest! Weil du aber lau bist und weder hei\u00df noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.\u201c Traditionell wurden diese Verse folgenderma\u00dfen verstanden: Hei\u00df zu sein bedeutet, Jesus ganz hingegeben zu sein und f\u00fcr ihn zu brennen. Kalt bedeutet, dass man mit Jesus \u00fcberhaupt nichts zu tun haben will. Die Gemeinde in Laodizea war aber eine Mischung aus hei\u00df und kalt. Sie waren ein fauler Kompromiss zwischen diesen beiden. Deshalb konnte Jesus mit ihnen nichts anfangen.<br \/>\nViele Prediger und Bibellehrer vertreten diese Interpretation, unter ihnen sehr viele Bibellehrer, die ich sehr respektiere und von denen ich sehr viel gelernt habe. Als John Piper in Boston zu Besuch war, predigte er, dass Gott uns einen Verstand und ein Herz gegeben hatte. In seiner Predigt sagte er, dass der Verstand dazu dient, die objektive Wahrheit des Evangeliums zu erkennen, damit diese Wahrheit ins Herz dringt und das Herz anf\u00e4ngt, Jesus wei\u00dfgl\u00fchend zu lieben. Und er gebrauchte diesen Ausdruck \u201ewei\u00dfgl\u00fchende Liebe f\u00fcr Gott\u201c immer und immer wieder. Am n\u00e4chsten Tag antwortete er auf die Frage: \u201ewarum sagst du immer zu wei\u00dfgl\u00fchende Liebe zu Gott?\u201c Seine Antwort lautete: \u201eweil ich mir nichts vorstellen kann, was weiter weg von lauwarm entfern ist als Wei\u00dfglut und weil ich nicht will, dass ihr lauwarm seid und von Jesus ausgespuckt werdet.\u201c Ich w\u00fcrde sagen, dass das eine valide Interpretation ist.<br \/>\nAber diese Interpretation hat auch einen Haken. Jesus kritisiert die Laodizear, weil sie weder warm noch kalt waren. Und er sagt: \u201eAch, dass du kalt oder hei\u00df w\u00e4rest!\u201c Mit anderen Worten, diese Interpretation impliziert, dass nichts mit Jesus zu tun haben zu wollen und Jesus einfach die kalte Schulter zu zeigen, besser ist, als ein halbherziger Christ zu sein. Das ist ein Standpunkt, den man erst einmal biblisch rechtfertigen muss. Nicht nur das, wenn Jesus sagt, \u201eich w\u00fcnschte mir, du w\u00e4rest kalt oder hei\u00df\u201c, dann scheint er kalt und hei\u00df auf ein und dieselbe Stufe zu stellen. Aus diesem Grund bevorzuge ich eine andere Interpretation.<br \/>\nDie Stadt Laodizea hatte ein gro\u00dfes Problem. Sie hatten keine gute Anbindung zu frischem Wasser. Die Stadt bekamen ihr Wasser entweder aus Hierapolis oder aus Koloss\u00e4. In Hierapolis befanden sich hei\u00dfe Quellen, die damals zu therapeutischen Zwecken benutzt wurden. In Koloss\u00e4 hingegen gab es frisches, kaltes Wasser von fast alpiner Qualit\u00e4t. Aber wenn das Wasser aus Hierapolis in Loadizea ankam, war das hei\u00dfe Wasser abgek\u00fchlt und nur noch eine warme Br\u00fche angereichert mit Chemikalien. Das kalte erfrischende Wasser aus Koloss\u00e4 hingegen wurde bei t\u00fcrkischen Temperaturen warm. Beide Male kam lauwarmes Wasser an. Der r\u00f6mische Autor Cicero schrieb, dass die Laodizear das schlimmste Wasser im ganzen r\u00f6mischen Reich hatten. Wenn Jesus die Worte \u201eausspeien\u201c im Zusammenhang mit lauwarmen Wasser gebrauchte, m\u00fcssen die Laodizear auf jeden Fall gewusst haben, dass er \u00fcber ihr Wasser spricht.<br \/>\nWas bedeutet dieser Text dann? Sowohl hei\u00dfes Wasser als auch kaltes Wasser sind gut. Beide sind n\u00fctzlich, sei es zur Heilung oder zur Erfrischung. Beides ist brauchbar. Christen sollten entweder zur Heilung dienen oder zur Erfrischung. Aber wenn man lauwarm ist, dann ist man weder f\u00fcr das eine noch f\u00fcr das andere zu gebrauchen. Man ist dann ungef\u00e4hr so attraktiv und appetitlich wie ein Glas lauwarme und abgestandene Cola. Aber dann ist die Frage immer noch, was es geistlich bedeutet, lauwarm zu sein. Der n\u00e4chste Vers gibt uns vielleicht einige Hinweise.<br \/>\nVers 17: \u201eDu sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts! Und wei\u00dft nicht, dass du elend und j\u00e4mmerlich bist, arm, blind und blo\u00df.\u201c Wir wollen hier drei Punkte kurz diskutieren.<br \/>\nZum einen, ihre Lage war wirklich elend. Ich habe zu Beginn erw\u00e4hnt, dass die Stadt Laodizea ein Finanzzentrum war und reich war. Und dieser Reichtum war anscheinend auch in der Gemeinde pr\u00e4sent. Jesus nahm Bezug darauf und sagte, dass sie elend, j\u00e4mmerlich und arm waren. Die Laodizear waren stolz auf ihre medizinische Schule, die sich auf Augenheilkunde spezialisiert hatte. Jesus sagte ihnen, dass sie blind waren. Und die Laodizear waren bekannt war f\u00fcr ihre schwarze Wolle, mit der sie ein Verm\u00f6gen verdient hatten. Nat\u00fcrlich trugen sie alle Anz\u00fcge von Hugo Boss und Giorgio Armani. Jesus sagte ihnen aber: \u201eihr seid nackt.\u201c In ihrer geistlichen Lage waren sie verloren, bankrott, kaputt und schwach. Es gab nichts, was sie Jesus vorweisen konnten. Sie waren ganz auf Hilfe angewiesen.<br \/>\nAls n\u00e4chstes, die Lage der Gemeinde in Laodizea war nicht nur elend; sie waren sich \u00fcberhaupt keiner Probleme bewusst. Sehen wir uns noch einmal den Anfang von Vers 17 an: \u201eDu sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauchte nichts!\u201c Jeder Mensch ist mit einem Hunger nach Gott geboren. Jeder Mensch sehnt sich nach Unendlichkeit und Herrlichkeit. Aber die Laodizear waren in ihrem Wohlstand, Reichtum und anderen Vergn\u00fcgen so tief versunken, dass sie nicht nur aufgeh\u00f6rt hatten, f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Herrlichkeit zu leben. Sie hatten sogar aufgeh\u00f6rt, den Hunger danach zu sp\u00fcren. Immer wieder h\u00f6rt man Schlagzeilen von jungen Menschen, die so tief in einem Computerspiel drin sind, dass sie aufh\u00f6ren zu essen und zu schlafen. Einige von ihnen sind dabei gestorben, an Kreislaufversagen, Herzinfarkt usw. In gewisser Hinsicht \u00e4hnelt das der Situation von Laodizea. Sie waren so gefangen in den Dingen, die per Definition nicht zufrieden machen k\u00f6nnen, dass sie anfingen in der Illusion zu leben, bereits alles zu haben. Diese Illusion war verbunden mit Arroganz und Hochmut.<br \/>\nAls drittes, ihr Stolz f\u00fchrte dazu, dass sie die einzige Person, die ihnen helfen konnten, vor der T\u00fcr stehen lie\u00dfen. In Vers 20 sagte Jesus: \u201eSiehe, ich stehe vor der T\u00fcr und klopfe an.\u201c Dieser Vers wurde bestimmt auf unz\u00e4hligen Evangelisationen gepredigt als Einladung, Jesus die Herzenst\u00fcr aufzutun. Aber hier in diesem Kontext bezieht sich das Wort auf die Gemeinde. Die Laodizear feierten zwar Gottesdienst, aber sie taten es ohne Jesus. Sie hatten die einzige, fundamental wichtige Person ausgesperrt. Mehr noch, was Jesus durch sein Klopfen zum Ausdruck bringt, ist: \u201eDas ist mein Haus! Ich bin der Eigent\u00fcmer! Und ihr habt mich drau\u00dfen stehen gelassen!\u201c<br \/>\nDie Frage war, warum Jesus die Gemeinde verabscheute. Die Antwort darauf lautet, weil sie eine Gemeinde waren, die von der Selbstt\u00e4uschung gepr\u00e4gt waren, alles zu haben, wenn sie in Wirklichkeit gar nichts hatten und dass gerade diese Arroganz dazu f\u00fchrte, die eine Person, die ihnen wirklich helfen konnte, den R\u00fccken zu kehren.<\/p>\n<p>Zweitens, welchen Rat gab Jesus dieser Gemeinde?<br \/>\nVers 18: \u201eIch rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer gel\u00e4utert ist, damit du reich werdest, und wei\u00dfe Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Bl\u00f6\u00dfe nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen m\u00f6gest.\u201c Jesus gab ihnen hier drei Ratschl\u00e4ge; alle Ratschl\u00e4ge stehen im direkten Zusammenhang mit ihren Schw\u00e4chen.<br \/>\nZum einen gab Jesus ihnen den Rat, gel\u00e4utertes Gold von ihm zu kaufen. Die Laodizear waren stolz auf ihren Reichtum, den sie sich hart erarbeitet hatten. Aber sie waren bettelarm. Die Antwort auf dieses Problem war es, Jesu Gold zu kaufen. Gel\u00e4utert bedeutet, dass dieses Gold absolut rein ist von Unreinheiten und Schmutz. An anderer Stelle spricht Jesus von einem Schatz in Himmel, den weder Rost, Motten oder Diebe etwas anhaben k\u00f6nnen. Das Gold, das Jesus zur Verf\u00fcgung stellt ist kostenlos. Was ist dieses Gold? Im Epheserbrief spricht Paulus von dem unerforschlichem Reichtum, der in Jesus ist. Jesus selbst ist der ultimative Wert des Universums. Wer diesen Jesus hat, der hat mehr als alles, was er braucht. Wer diesen Jesus nicht hat, ist arm und erb\u00e4rmlich. Jesu Gold zu kaufen bedeutet, diesen Jesus wert zu sch\u00e4tzen und anzuerkennen, dass uns nichts gl\u00fccklicher und zufriedener machen kann, als Jesus selbst.<br \/>\nAls n\u00e4chstes gab Jesus den Rat, dass sie wei\u00dfe Kleider anziehen sollten. Im AT war Nacktheit immer mit Schande und Scham verbunden. Und das l\u00e4sst sich bis zum ersten S\u00fcndenfall verfolgen, als Adam und Eva sich bewusst wurden, dass sie nackt waren. Als die Assyrer das Nordreich Israel besiegten, wurden die Bewohner nackt und barfu\u00df nach Assyrien gef\u00fchrt. Nackt zu sein, bedeutet, dass unsere gr\u00f6\u00dften Schw\u00e4chen und S\u00fcnden sichtbar f\u00fcr alle offenliegen. Nackt zu sein bedeutet, dass, obwohl wir eigentlich vieles zu verbergen h\u00e4tten, wir nichts verbergen k\u00f6nnen. Diesen Zustand wollte Jesus bedecken: nicht durch Feigenbl\u00e4tter sondern durch wei\u00dfe Kleidung. Durch das ganze Buch Offenbarung hindurch sind wei\u00dfe Kleider ein Symbol f\u00fcr Gerechtigkeit, Heiligkeit und Triumph. Jesus lud sie ein, ihre Bl\u00f6\u00dfe durch seine Gerechtigkeit zu bedecken.<br \/>\nAls drittes, Jesus wollte, dass ihre geistlichen Augen behandelt w\u00fcrden, damit sie in der Lage waren, zu sehen. Es war Blindheit, die sie erst in diese Lage gef\u00fchrt hatte. Sie sahen nicht, dass sie elend waren und dass sie auf Hilfe angewiesen waren. Sie brauchten jemand, der ihnen die Augen \u00f6ffnete, damit sie das sehen konnten, was offensichtlich ist.<\/p>\n<p>Drittens, auf welcher Grundlage konnten die Laodizear Jesu Rat befolgen?<br \/>\nVers 19: \u201eWelche ich lieb habe, die weise ich zurecht und z\u00fcchtige ich. So sei nun eifrig und tue Bu\u00dfe.\u201c Eine andere \u00dcbersetzung schreibt folgendes: \u201eWen ich zu meinen Freunden z\u00e4hle, dann weise ich sie zurecht und z\u00fcchtige sie&#8230;\u201c Das Wort \u201elieben\u201c kann hier frei mit \u201eFreund\u201c \u00fcbersetzt werden, weil im Griechischen philo steht. Theresa von Avila soll sich einmal im Gebet dar\u00fcber beschwert haben, dass sie so viel leiden musste. Gott antwortete ihr: \u201eSo behandele ich meine Freunde.\u201c Ihre Antwort darauf war: \u201eDann solltest du dich nichts dar\u00fcber wundern, wenn du so wenige Freunde hast.\u201c<br \/>\nJesus sagte der Gemeinde, dass die harte Zurechtweisung ein Ausdruck seiner Liebe zu ihnen war. Aufgrund seiner Liebe zu ihnen, sollten sie Bu\u00dfe tun. Sie sollten umkehren zu Jesus. Sie sollten sich zu der Person wenden, die ihnen gerade gesagt hatte: \u201eihr seid elend, j\u00e4mmerlich, arm, blind und blo\u00df.\u201c Aber die Frage ist dann: woher konnten die Laodizear wissen, dass Jesus es wirklich gut mit ihnen meinte? Wie konnten sich die Laodizear sicher sein, dass Jesus sie wirklich liebte? Wie k\u00f6nnen wir uns sicher sein, dass Jesus uns wirklich liebt?<br \/>\nWir m\u00fcssen zum einen verstehen, dass wenn die Bibel \u00fcber Gottes Liebe spricht, sie meistens etwas anderes meint, als wenn Menschen zueinander sagen, dass sie sich lieben. D. A. Carson gebrauchte folgendes Beispiel. Stellen wir uns ein verliebtes Paar bei einem Spaziergang vor. Und in einem romantischen Moment sagt der Mann zur Frau: \u201eIch liebe dich.\u201c Was meint er damit? Unter der Annahme, dass er wirklich aufrichtig ist, bedeutet \u201eich liebe dich\u201c in den meisten F\u00e4llen: \u201eich finde dich lieblich. Du bist wundervoll in meinen Augen. Ich liebe den Geruch deiner Haare. Wenn du l\u00e4chelst, dann erstrahlt der ganze Raum. Ich kann mir nichts Sch\u00f6neres vorstellen, als mit dir zu sein.\u201c Was er h\u00f6chstwahrscheinlich nicht meint, ist folgendes: \u201eGanz ehrlich, deine Haare sind so fettig, dass man damit einen Laster \u00f6len k\u00f6nnte. Dein schlechter Atem k\u00f6nnte eine Herde von Elefanten aufschrecken. Deine Knie erinnern mich an die eines Kamels. Dein Charakter erinnert mich ein Dschingis Khan. Aber ich liebe dich!\u201c Aber wie verh\u00e4lt es sich, wenn Gott uns sagt, dass er uns liebt? In seinen Augen sind wir die potentiellen Dschingis Khans dieser Generation; wir haben schlechten Atem, die Knie eines Kamels, die fettigen Haare; wir sind ekelerregend, arm, elend und j\u00e4mmerlich und wissen das noch nicht einmal und sind in unserer Ignoranz auch noch stolz darauf. Und trotzdem steht Jesus zu seiner Aussage: \u201eIch liebe euch. Ich weise euch zurecht und z\u00fcchtige euch, weil ich euch liebe. Deshalb, tut Bu\u00dfe.\u201c<br \/>\nAls n\u00e4chstes, wir m\u00fcssen verstehen, was Jesus bereits f\u00fcr uns getan hat. Jesus hatte der Gemeinde in Laodizea den Rat gegeben, Gold von ihm zu kaufen, das im Feuer gel\u00e4utert ist und wei\u00dfe Kleider anzuziehen und ihre Blindheit mit Augensalbe zu behandeln. Nichts von diesen Dingen ist kostenlos. Sie alle kamen zum h\u00f6chsten Preis, den man daf\u00fcr bezahlen konnte. Der Grund, weshalb Jesus ihnen sein gel\u00e4utertes Gold kostenlos anbieten konnte, war, weil er selbst daf\u00fcr bezahlt hatte. In 2. Korinther 8,9 schrieb Paulus: \u201eDenn ihr kennt ja die Gnade unsere Herrn Jesus Christus, dass er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich w\u00fcrdet.\u201c Jesus ist der Eigent\u00fcmer aller Herrlichkeit und allen Reichtums. Aber er war bereit, der \u00c4rmste der Armen zu werden, um uns alles zu schenken.<br \/>\nUnd Jesus ist derjenige, der unsere Nacktheit durch seine Gerechtigkeit bedeckt. Die wei\u00dfen Gew\u00e4nder, die wir tragen d\u00fcrfen, die Gerechtigkeit, die unsere Schande und unsere Scham bedeckt sind Jesu wei\u00dfe Gew\u00e4nder und seine Gerechtigkeit. Jesus bezahlte. Jesus bezahlte am Kreuz. Wenn wir auf das Kreuz schauen, dann sehen wir, dass er enteignet wurde, damit wir beschenkt werden k\u00f6nnen. Wir erkennen, dass Jesus entbl\u00f6\u00dft wurde, damit wir nie wieder nackt sein m\u00fcssen; dass er entkleidet wurde, damit wir f\u00fcr immer bekleidet sein k\u00f6nnen; dass er alle Schande und Scham auf sich trug, damit wir in alle Ewigkeit seine Herrlichkeit und seine Sch\u00f6nheit an uns tragen k\u00f6nnen.<br \/>\nDas ist das Ausma\u00df der Liebe Jesu. Nur dann, wenn wir uns dieser Liebe bewusst sind, wissen wir, dass wir das Risiko eingehen k\u00f6nnen, Bu\u00dfe zu tun. Nur dann, wenn wir uns dieser Liebe bewusst sind, k\u00f6nnen wir uns bereitwillig in die H\u00e4nde dessen begeben, der uns gerade tadelt. Und nur dann haben wir die emotionale Kapazit\u00e4t, wirklich ehrlich mit unseren Schw\u00e4chen zu sein.<\/p>\n<p>Was bedeutet dieser Text dann f\u00fcr uns? Ein christlicher Autor namens Michael Horten hatte ein Buch herausgegeben mit dem Titel: Christentum ohne Christus. In diesem Buch kritisiert er die evangelikalen Christen in den USA, ein Christentum zu leben, in dem es keinen Platz mehr f\u00fcr Jesus gibt. Eines dieser Ph\u00e4nomene ist das sogenannte Wohlstandsevangelium. Diese Lehre sagt, dass wenn wir an Gott glauben, wir in diesem Leben materiell gesegnet werden durch Gesundheit, Erfolg, Beziehungen usw.<br \/>\nJohn Piper kommentierte das Wohlstandsevangelium folgenderma\u00dfen: \u201eIch wei\u00df nicht, was ihr \u00fcber das Wohlstandsevangelium denkt, das Gesundheits-, Erfolgs-, und Wohlstandsevangelium, aber ich werde euch sagen, was ich daf\u00fcr empfinde: Hass. Es ist kein Evangelium. Es wird von Amerika nach Afrika und Asien exportiert, an die \u00c4rmsten der Armen: Wenn ihr dieser Botschaft glaubt, dann werden eure Schweine am Leben bleiben und eure Frauen werden keine Fehlgeburten erleiden; ihr werdet Ringe an euren Fingern haben und M\u00e4ntel an euren Leibern. &#8230; Leute die ihr Geld und ihre Zeit und ihr Leben hingeben sollten, verkaufen stattdessen einen Haufen M\u00fcll, das sie Evangelium nennen.<br \/>\nUnd hier ist der Grund, weshalb das so f\u00fcrchterlich ist. Wann war das letzte Mal, dass ihr jemanden sagen geh\u00f6rt habt, dass Jesus wahrhaftig erf\u00fcllend ist, weil wir einen BMW fahren? Niemals! Sie w\u00fcrden vielmehr sagen: \u201eJesus hat dir das gegeben? Dann will ich ebenfalls Jesus haben.\u201c Das ist G\u00f6tzendienst, das ist nicht das Evangelium! Es ist gleichbedeutend damit, die Gaben \u00fcber den Geber zu stellen.<br \/>\nWollt ihr wissen, was Jesus herrlich aussehen l\u00e4sst? Wenn bei einem Autounfall euer kleines M\u00e4dchen durch die Windschutzscheibe fliegt und sie tot auf der Stra\u00dfe landet und wenn ihr dann inmitten von unendlichem Schmerz sagen k\u00f6nnt: \u201eGott ist genug. Gott ist genug und er ist gut. Er wird sich um uns sorgen, er wird uns die F\u00fclle sein, er wird uns durch diese Situation hindurch tragen. Er ist unser Reichtum. Wen habe ich im Himmel au\u00dfer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden! &#8230;\u201c Genau das verherrlicht Gott als Gott, nicht als Geber von Autos oder Sicherheit oder Gesundheit. Wie sehr w\u00fcnschte ich mir, dass Amerika von dem Gesundheits-, Erfolgs-, und Wohlstandsevangelium gereinigt werden w\u00fcrde! Und dass die christliche Gemeinde gekennzeichnet ist durch Leiden f\u00fcr Christus. Gott wird am meisten durch uns verherrlicht, wenn wir unsere ganze F\u00fclle in ihm finden, inmitten von Verlusten, nicht im Wohlstand.\u201c<br \/>\nEs ist einfach mit dem Finger auf anderen zu zeigen. Es ist einfach zu sagen, dass dieses Wohlstandsevangelium relevant ist f\u00fcr die Gemeinde in Laodizea oder die Christen in Amerika, \u201eaber wir sind davon unber\u00fchrt\u201c. Tatsache ist, dass wir ebenfalls in einem der reichsten L\u00e4nder auf der Welt leben. Tatsache ist ebenfalls, dass wir Zeiten des Segens gleichsetzen mit Gottes Liebe zu uns; und wenn immer uns etwas Unangenehmes passiert, wenn immer wir eine Niederlage erleiden, wir denken: \u201eWarum bestraft mich Gott? Was habe ich getan? Womit habe ich das verdient\u201c Und immer wenn uns solche Gedanken durch den Kopf gehen, haben wir die Gaben \u00fcber den Geber gestellt.<br \/>\nWas ist die Antwort darauf? Will Jesus, dass wir mehr Bereitschaft aufbringen, unser Geld und unsere Zeit zu opfern? Dass wir uns im geistlichen Leben mehr M\u00fche geben? Dass wir versuchen, etwas disziplinierter zu sein, um nicht so zu werden wie die schlimmen Laodizear? Was Jesus will, ist viel dramatischer und sehr viel radikaler. Jesus will, dass sich in unserem Leben ein radikaler Wechsel vollzieht: er will einen Herrschaftswechsel in unserer Gemeinde und in unserem Leben: eine Entthronung von allem, was uns ohnehin nicht gl\u00fccklich macht, damit Er, K\u00f6nig Jesus, sein Haus regieren kann; er will, dass ein radikaler Austausch des Wertesystems stattfindet, dass diese Gemeinde und jeder einzelne von uns so von der Herrlichkeit und vom Reichtum in Christus gefesselt ist, dass wir nicht anders k\u00f6nnen, als dieser Welt zu sterben.<br \/>\nIn dem Ausma\u00df wie wir seine Liebe zu uns verstanden haben, wird sich dieser Wechsel in uns vollziehen. In dem Ausma\u00df, wie wir das Evangelium sch\u00e4tzen, wertachten und beherzigen, wird sich dieser Wechsel vollziehen. Es ist daher mein Wunsch, dass diese Kanzel, solange unsere Gemeinde existiert, Woche f\u00fcr Woche dazu gebraucht wird, die frohe Nachricht von Jesus Christus und von seinem vollendeten Werk am Kreuz zu verk\u00fcndigen. Es ist mein Wunsch, dass diese Gemeinde Woche f\u00fcr Woche mit dem Reichtum des Evangeliums erf\u00fcllt wird, so dass es \u00fcberflie\u00dft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download An die Wohlstandsgemeinde \u201eIch rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer gel\u00e4utert ist, damit du reich werdest, und wei\u00dfe Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Bl\u00f6\u00dfe nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen m\u00f6gest.\u201c Offenbarung 3:18 In den vergangenen Wochen waren die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-2584","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2584","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2584"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2584\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10939,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2584\/revisions\/10939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2584"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2584"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2584"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}