{"id":2557,"date":"2013-06-11T05:53:14","date_gmt":"2013-06-11T03:53:14","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2557"},"modified":"2022-11-18T12:23:16","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:16","slug":"predigt-offenbarung-212-29","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-offenbarung-212-29\/","title":{"rendered":"Predigt: Offenbarung 2,12 \u2013 29"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Offb-P3.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Die Sendschreiben an Pergamon und Thyatira<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<b>Und wer \u00fcberwindet und h\u00e4lt meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben \u00fcber die Heiden.\u201c<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2,26)<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Heute betrachten wir die Sendschreiben Jesu an die Gemeinden in Pergamon und Thyatira. Sicher w\u00fcsste kaum jemand von uns etwas von diesen St\u00e4dten, wenn es dort nicht christliche Gemeinden gegeben h\u00e4tte, an die Jesus durch seine Offenbarung an Johannes Nachrichten sandte. Wie war die Lage dieser beiden Gemeinden? Was waren Jesu Botschaften an sie und welche Bedeutung haben sie f\u00fcr uns heute?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil 1: Jesu Botschaft an die Gemeinde in Pergamon<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b> (12-17)<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Was f\u00fcr eine Stadt war Pergamon? <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Pergamon war eine Stadt im S\u00fcdwesten Kleinasiens, die schon \u00fcber Jahrhunderte Hauptstadt von verschiedenen K\u00f6nigreichen in Kleinasien gewesen war. Schlie\u00dflich wurde sie Sitz der r\u00f6mischen Regierung \u00fcber Kleinasien. In Pergamon wurde auch das ber\u00fchmte Pergament hergestellt. Wie stellt sich Jesus der Gemeinde in dieser Stadt vor? Vers 12 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe, zweischnei\u00addi\u00adge Schwert\u201c.<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Wer Waffenexperte ist oder \u00f6fter Filme geschaut hat, die in der Antike spielen, wei\u00df, dass gew\u00f6hnliche Schwerter damals kurz waren und nur eine Schneide hatten; ein langes zweischneidiges Schwert wurde von K\u00f6nigen, Feldherren oder Richtern getragen. Jesus offenbarte sich also den Christen in Pergamon, der r\u00f6mischen Hauptstadt in Kleinasien, als der Herr und Richter. Nach seiner Offenbarung in Kap. 1 kommt sein Schwert aus seinem Mund und steht somit f\u00fcr das Wort Gottes, von dem es im Hebr\u00e4erbrief hei\u00dft: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn das Wort Gottes ist lebendig und kr\u00e4ftig und sch\u00e4rfer als jedes zweischneidge Schwert, und diringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (Hebr 4,12). Jesus wies die Gl\u00e4ubigen in Pergamon also auf sein kr\u00e4ftiges Wort hin, mit dem sie genau zwischen richtig und falsch unterscheiden und alle Dinge beurteilen konnten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Was sagte Jesus \u00fcber die Gemeinde in dieser Stadt und warum erkannte er sie an? Betrachten wir Vers 13: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch wei\u00df, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist; und du h\u00e4ltst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht ver\u00adleug\u00adnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch get\u00f6tet wurde, da, wo der Satan wohnt.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> W\u00e4hrend Jesus bei anderen Gemeinden am Anfang ihre guten Eigenschaften und ihre Werke gelobt hat, sagt Jesus hier quasi stattdessen anerkennend, dass er wusste, wo sie wohnten, n\u00e4mlich da, wo der Thron des Satans ist. Wie ist das zu verstehen? In Pergamon gab es Tempel f\u00fcr Zeus, Athena, Dionysius und auch f\u00fcr Aesculap, den Gott der Heilung, der damals eine besondere Attraktion war. Au\u00dferdem wurde in Pergamon ein Tempel zu Ehren von Rom und Kaiser Augustus gebaut und kurz nach Johannes\u2018 Zeit noch ein herrlicher Tempel f\u00fcr Trajan, was zeigt, wie ausgepr\u00e4gt der Kaiserkult dort war. Auch wenn wir nicht genau wissen, ob Jesus wegen der Verehrung von Zeus oder Aesculap oder wegen dem Kaiserkult sagte, dass dort der Satan wohnt, k\u00f6nnen wir sagen, dass Pergamon eine Art Hochburg des G\u00f6tzendiensts, sozusagen \u201eultraheidnisch\u201c war. Jesus erkannte an, dass die Gemeinde in dieser schlechten Umgebung an seinem Namen festhielt und den Glauben an ihn trotz des starken Drucks der Verfolgung nicht verleugnete. Sie hielten selbst dann noch an Jesu Namen fest, als ein treuer J\u00fcnger namens Antipas als M\u00e4rtyrer get\u00f6tet wurde. Obwohl es in der Gemeinde in Pergamon offenbar keine besonderen Tugenden oder Werke gab, die Jesus h\u00e4tte loben k\u00f6nnen, wie etwa bei den Christen in Ephesus, erkannte Jesus ihren treuen Glauben an ihn an, weil er ber\u00fccksichtigte, in was f\u00fcr einer schwierigen Lage sie ihr Glaubensleben f\u00fchrten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Aber Jesus konnte die Gemeinde in Pergamon nicht nur loben. Betrachten wir die Verse 14 und 15: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAber einiges habe ich gegen dich: du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, die Israeliten zu verf\u00fchren, vom G\u00f6tzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben. So hast du auch Leute, die sich in gleicher Weise an die Lehre der Nikolaiten halten.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">In der Gemeinde gab es Leute, die sich von falschen Lehrern hatten verf\u00fchren lassen. Mit der Bezeichnung Bileam erinnert Jesus an jenen zwielichtige Propheten, auf dessen Rat hin schlie\u00dflich die Israeliten dazu verf\u00fchrt wurden, bei der G\u00f6tzenparty f\u00fcr \u201eBaal-Peor\u201c mitzumachen, vom G\u00f6tzenopfer zu essen und den G\u00f6tzen anzubeten, was zu einer \u00fcblen Orgie ausuferte. Jesus bezog die Lehre Bileams hier auf die Lehre der Nikolaiten, \u00fcber die nicht viel bekannt ist, vermutlich f\u00fchlten sie sich aber als Christen \u00fcber alles Irdische hoch erhaben und meinten, dass auch Unzucht und die Teilnahme an G\u00f6tzen\u00adopfern ihnen nicht mehr schaden k\u00f6nnte, und lehrten die Menschen dementsprechend. Offenbar hatten sich einige in der Gemeinde dazu verleiten lassen, ihre Lehre anzunehmen und danach zu leben. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Wie war es dazu gekommen? Wahrscheinlich hatten einige durch den st\u00e4ndigen Einfluss der g\u00f6tzendienerischen Umgebung die T\u00fcr ihres Herzens langsam daf\u00fcr ge\u00f6ff\u00adnet und wurden bereit, sich auf G\u00f6tzendienst einzulassen. Das war vermutlich schleichend passiert. Als dann Irrlehrer kamen und behaupteten, es sei doch gar nicht schlimm und auch f\u00fcr Christen erlaubt, gaben sie nach und begannen, auch G\u00f6tzen zu dienen. Jesus war damit absolut nicht einverstanden. Jesus betrachtete es aber nicht einfach als das Problem von einzelnen oder einer kleinen Minderheit in der Gemeinde, sondern als ein Problem, das die ganze Gemeinde anging. Die Gemeinde konnte aber offenbar mit dem Problem nicht fertig werden, sondern sah eher hilflos zu, wie einge von der falschen Lehre verf\u00fchrt in S\u00fcnde lebten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Was sagte Jesus zu dieser Gemeinde<\/span><span style=\"font-size: medium;\">? <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eTue Bu\u00dfe; wenn aber nicht, so werde ich bald \u00fcber dich kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines Mun\u00addes\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (16). Jesus wollte, dass die Gemeinde Bu\u00dfe tut, das hei\u00dft eine ganz klare Haltung gegen\u00fcber ihm und gegen\u00fcber der S\u00fcnde einnimmt und damit auch diese Leute zur Bu\u00dfe f\u00fchrt. Wenn sie nicht Bu\u00dfe t\u00e4ten, wollte Jesus selbst \u00fcber sie kommen und gegen diese Leute mit dem Schwert seines Mundes streiten, d.h. sie mit dem scharfen Wort Gottes zur Bu\u00dfe f\u00fchren. Hier sehen wir Jesu Liebe und seinen Eifer um die Reinheit der Gemeinde. Jesus wollte, dass sie unbedingt das Problem der S\u00fcnde unter ihnen l\u00f6sen und ihr Glaubensleben bis zum Ende f\u00fchren sollten.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Warum? <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Welchen Segen wollte Jesus ihnen unbedingt geben? Lesen wir gemeinsam den Vers 17: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer \u00fcberwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen wei\u00dfen Stein; und auf dem Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empf\u00e4ngt.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus ermutigt sie, die S\u00fcnde unter ihnen zu \u00fcberwinden, weil er ihnen schlie\u00dflich von dem verborgenen Manna geben will, das die Gl\u00e4ubigen beim himmlischen Festmahl erhalten werden. Jesus wollte ihnen auch einen wei\u00dfen Stein geben, auf dem ihr neuer Name steht. Ein wei\u00dfer Stein war damals ein Zeichen f\u00fcr den Freispruch vom Gericht. Somit steht der wei\u00dfe Stein f\u00fcr eine Art Eintrittskarte f\u00fcr das Himmelreich, auf dem der eigene neue Name eingraviert ist, sodass es keine Verwechslung geben kann. Jesus ermutigte und ermahnte sie also so stark, weil er wollte, dass die Gl\u00e4ubigen die S\u00fcnde und alle Hindernisse \u00fcberwinden, damit sie wie von ihm vorgesehen ins Himmelreich einziehen und dort das Festmahl genie\u00dfen k\u00f6nnen. Sein Lob, Ermahnung, Drohung und Verhei\u00dfung kamen aus diesem inst\u00e4ndigen Wunsch, dass sie das Ziel erreichen und seinen Segen empfangen sollten. (Was das f\u00fcr uns bedeuten mag, wollen wir am Ende des zweiten Teils betrachten.)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Teil 2: Jesu Botschaft an die Gemeinde in Thyatira (18-29)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Was f\u00fcr eine Stadt war Thyatira? Thyatira war eine Handelsstadt, die weit weniger bedeutend war als etwa Ephesus oder Pergamon. Vielleicht war auch das ein Grund daf\u00fcr, dass es dort viel weniger Verfolgung als in Pergamon gab. Wie stellte sich Jesus der <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Gemeinde in dieser Stadt vor? Vers 18 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen, und seine F\u00fc\u00dfe sind wie Golderz.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Jesus stellt sich ihnen als der Sohn Gottes vor, was allein an dieser Stelle in der Offenbarung vorkommt. In Pergamon wurde von den Leuten Apollon als Gott verehrt, der als Sohn des Zeus und als Gott der Kunst und Musik und der Liebe galt. Mit seiner Vorstellung betont Jesus, dass er der Sohn des wahren Gottes ist und nicht der G\u00f6tze Apollon. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Was erkannte Jesus in der Gemeinde in Thyatira an? Jesus sagt im Vers 19: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Glauben und deinen Dienst und deine Geduld und wei\u00df, dass du je l\u00e4nger je mehr tust.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Jesus erkannte ihre Werke, ihre Liebe, ihren Glauben, ihren Dienst und Geduld an! Dabei wirkten sie nicht nur konstant, ohne m\u00fcde zu werden, das w\u00e4re schon nicht selbstverst\u00e4ndlich, sondern je l\u00e4nger je mehr, w\u00f6rtlich: ihre letzten Werke waren mehr als die ersten. Wir k\u00f6nnen also sagen, dass die Gemeinde in Thyatira eine lebendige, wachsende Gemeinde war. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Aber Jesus konnte nicht nur lobende Worte an sie richten. Betrachten wir den Vers 20: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAber ich habe gegen dich, dass du Isebel duldest, diese Frau, die sagt, sie sei eine Prophetin, und lehrt und verf\u00fchrt meine Knechte, Hurerei zu treiben und G\u00f6tzenopfer zu essen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> In der Gemeinde in Thyatira gab es ein sehr ernstes Problem. Denn unter ihnen gab es eine Frau, die sich selbst als Prophetin ausgab und andere zur Hurerei und G\u00f6tzendienst verf\u00fchrte. Vielleicht war diese selbsternannte Prophetin die Frau eines Mitarbeiters. Jedenfalls hatte sie gro\u00dfen Einfluss in der Gemeinde und hatte schon etliche von Jesu Knechten zu Hurerei und G\u00f6tzendienst verf\u00fchrt. Jesus nannte sie \u201eIsebel\u201c, wie die Frau von K\u00f6nig Ahab, die die Israeliten zur Zeit des Alten Testa\u00adments im gro\u00dfen Stil zum G\u00f6tzendienst verf\u00fchrt hatte. Vermutlich war ihre Lehre \u00e4hnlich wie die der Nikolaiten, da sie die Gl\u00e4ubigen zur Hurerei und zum Essen von G\u00f6tzenopfern verf\u00fchrte. Offenbar hatte Jesus diese Frau schon einmal angesprochen, denn er bemerkte, dass sie sich weigerte, Bu\u00dfe zu tun. Ihr verderblicher Einfluss in der Gemeinde war wie eine eitrige offene Wunde, und die Gemeinde, wo sie schon viele Anh\u00e4nger hatte, war nicht in der Lage, dieses Problem zu l\u00f6sen. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Wie ging Jesus damit um? \u00c4hnlich wie bei der S\u00fcnde in Pergamon betrachtet Jesus auch hier die S\u00fcnde nicht blo\u00df als das Problem einzelner oder einer kleinen Gruppe, sondern als ein Problem der Gemeinde, denn er sagt <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAber ich habe gegen dich, dass du Isebel duldest &#8230;\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Sie sollten nicht sich aus der Verantwortung stehlen. Aber Jesus k\u00fcndigt an, dass er selbst gegen die falsche Prophetin vorgehen w\u00fcrde und auch gegen die, die sie verf\u00fchrt hatte, wenn sie nicht Bu\u00dfe t\u00e4ten, und gegen ihre Kinder. <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSiehe, ich werfe sie aufs Bett, und die mit ihr die Ehe gebrochen haben in gro\u00dfe Tr\u00fcbsal, wenn sie sich nicht bekehren von ihren Werken, und ihre Kinder will ich mit dem Tode schlagen.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Jesus wollte in einem ersten Schritt die Irrlehrerin aufs Krankenbett zwingen, damit sie vielleicht so gedem\u00fctigt doch Bu\u00dfe tun w\u00fcrde. Jesus w\u00fcrde auch die, die sich hatten verf\u00fchren lassen, schlagen, wenn sie nicht Bu\u00dfe t\u00e4ten, und als letzte Ma\u00dfnahme ihre Kinder t\u00f6ten. Dabei dachte Jesus nicht nur an die Heilung der Gemeinde in Thyatira. Jesus sagt im Vers 23b:<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201eUnd alle Gemeinden sollen erkennen, dass ich es bin, der die Nieren und Herzen erforscht, und ich werde geben einem jeden von euch nach euren Werken.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Alle Gemeinden sollten erkennen, dass Jesus Nieren und Herzen erforscht, dass er also die Menschen bis ins Innerste sieht, und einem jeden nach seinen Werken gibt. Jesus betrachtet alle Gemeinden sehr gr\u00fcndlich und will, dass jede von Grund auf gesund und heil wird und bleibt.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Was sagte Jesus zu den andern Gl\u00e4ubigen in Thyatira, die sich nicht auf die falsche Lehre eingelassen hatten? Betrachten wir den Vers 24. Jesus wollte sie von weiteren Lasten verschonen, ermutigt sie aber dazu, zu behalten, was sie hatten: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201edoch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus verlangte keine neuen, zus\u00e4tzlichen Dinge von ihnen; aber sie sollten den Glauben, die Liebe, die Geduld und die Werke, die sie bereits hatten, weiterhin festhalten bzw. tun. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Warum<\/span><span style=\"font-size: medium;\"> ermahnte Jesus sie so eindringlich dazu? Was war sein Ziel f\u00fcr sie? Lesen wir gemeinsam Verse 26-29:<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201eUnd wer \u00fcberwindet und h\u00e4lt meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben \u00fcber die Heiden, und er soll sie weiden mit eisernem Stabe, und wie die Gef\u00e4\u00dfe eines T\u00f6pfers soll er sie zerschmei\u00dfen, wie auch ich Macht empfangen habe von meinem Vater; und ich will ihm geben den Morgenstern. Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus verhie\u00df ihnen, mit ihm mit Macht \u00fcber die Heiden zu herrschen. Jesus wollte sie in seinem Reich willkommen hei\u00dfen und ihnen dort Anteil an seiner ewigen Herrschaft geben. Deswegen ermutigte er sie dazu, die S\u00fcnde in der Gemeinde und alle Hindernisse zu \u00fcberwinden und seine Werke bis zum Ende zu halten. Hinter Jesu Ermahnung und Ermutigung sehen wir seine Liebe zu ihnen und wie sehnlich er sich w\u00fcnschte, dass sie den Weg bis zum Ende gehen und das Ziel erreichen w\u00fcrden, damit er ihnen die kostbaren Gaben im Himmel geben k\u00f6nnte, die er f\u00fcr sie bereit hielt. Deswegen sollten sie sich nicht mit der S\u00fcnde unter ihnen abfinden, sondern auf das Ziel und auf Jesus selbst zu schauen, der im Himmel mit der herrlichen Belohnung auf sie wartet, und alle Hindernisse auf dem Weg dorthin \u00fcberwinden.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet das f\u00fcr uns? Wir sind auch von Jesus dazu berufen, an ihn zu glauben und ihm zu folgen und das Himmelreich zu erlangen, wo er uns segnen will. Wir leiden nicht unter heftiger Verfolgung wie die Christen in Pergamon damals, wir haben auch niemanden unter uns, der mit einer falschen Lehre die Mitarbeiter zur S\u00fcnde verf\u00fchrt. Aber es gibt vielleicht andere Dinge, die f\u00fcr manche Hindernisse auf dem Weg ins Himmelreich darstellen. F\u00fcr jemanden sind es vielleicht ungekl\u00e4rte Fragen oder grundlegende Zweifel an Gottes Wort und seiner Liebe, die es ihm schwer machen, auf dem Weg ins Himmelreich weiterzugehen. F\u00fcr einen anderen ist vielleicht die Vorstellung von einem anderen Weg, bei dem man scheinbar Gottes Willen leichter mit den eigenen W\u00fcnschen vereinbaren kann, eine Art Hindernis, vorw\u00e4rts zu gehen. Bestimmt gibt es noch andere Hindernisse und Versuchungen oder sie werden noch kommen. Aber Jesus will, dass wir alle Hindernisse \u00fcberwinden und bis ans Ende seinen Willen tun, damit wir das Himmelreich erlangen und dort an seiner Herrschaft teilhaben k\u00f6nnen, wie er es vorgesehen hat. Jesus sagt auch uns<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>: \u201eWer \u00fcberwindet und h\u00e4lt meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben \u00fcber die Heiden.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Vielleicht haben wir akut Schwierigkeiten auf dem Weg des Glaubens. Vielleicht werden wir noch weiteren, unerwarteten Schwierigkeiten begegnen, sowohl pers\u00f6nlich als auch in der Gemeinde. Daher kann uns der Weg zu seinem Reich unsicher, herausfordernd oder schwer vorkommen. Aber Jesus sieht uns vom Himmel aus zu und ermutigt uns dazu, alle Probleme zu \u00fcberwinden und bis ans Ende seine Werke zu tun. Er will das, damit wir an dem himmlischen Fest dabei sind und uns an dem verborgenen Manna laben und von ihm Macht erhalten, wie er es geplant hat. Darum lasst uns immer auf Jesus sehen und auf das herrliche Ziel, damit wir uns selbst und die Hindernisse \u00fcberwinden und seine Werke bis ans Ende tun k\u00f6nnen, n\u00e4mlich Gott zu ehren und die andern zu lieben mit der Botschaft des Evangeliums und mit den praktischen Liebeswerken. M\u00f6ge Gott jedem von uns dabei helfen! Lesen wir noch einmal das Leitwort, Vers 26: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd wer \u00fcberwindet und h\u00e4lt meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben \u00fcber die Heiden.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Die Sendschreiben an Pergamon und Thyatira \u201eUnd wer \u00fcberwindet und h\u00e4lt meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben \u00fcber die Heiden.\u201c (2,26) Heute betrachten wir die Sendschreiben Jesu an die Gemeinden in Pergamon und Thyatira. 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