{"id":254,"date":"2009-08-23T15:07:55","date_gmt":"2009-08-23T14:07:55","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=254"},"modified":"2025-05-25T17:43:10","modified_gmt":"2025-05-25T15:43:10","slug":"predigt-joh-1117-57","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-joh-1117-57\/","title":{"rendered":"Predigt: Joh 11,17-57"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\">Jesus ist die Auferstehung und das Leben<\/h2>\n<p align=\"center\">(wie Jesus eine Begr\u00e4bnisfeier ruinierte)<\/p>\n<address style=\"text-align: center;\">\u201eIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.\u201c<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">Johannes 11,25b.26a<\/address>\n<p>Wir fahren fort mit unserem Bibelstudium aus Johannesevangelium. Raymond Brown, ein Spezialist f\u00fcr Johannesevangelium hat dieses Buch in zwei gro\u00dfe Abschnitte unterteilt, und zwar Kapitel 1-12 zum einen und zum anderen die Kapitel 13-21. Den ersten Abschnitt nannte er Buch der Zeichen. Und den zweiten Abschnitt nannte er Buch der Herrlichkeit. Pers\u00f6nlich finde ich, dass diese Zweiteilung sehr viel Sinn macht. Der erste Teil des Evangeliums berichtet \u00fcber sieben grandiose Zeichen. Der zweite Teil des Evangeliums handelt von Jesu ultimativer Verherrlichung in seinem Tod und in seiner Auferstehung. Wir n\u00e4hern uns also langsam dem Ende des ersten Abschnitts. Sechs Zeichen haben wir bereits studiert. Und wir studieren heute das letzte der sieben Zeichen. Es ist die Auferweckung des vier Tage verstorbenen Lazarus. Dieses Zeichen bildet einen einsamen H\u00f6hepunkt unter allen Zeichen, die Johannes von Jesus \u00fcberlieferte.<\/p>\n<p>Die Auferweckung des Lazarus wird h\u00e4ufig an Ostertagen studiert. Sehr oft wird dieser Text bei Beerdigungen gepredigt. Und vielleicht ist es wirklich so, dass sie uns ein Teil der Wahrheit des Textes erst dann erschlie\u00df, wenn wir jemanden verloren haben, der uns sehr nahe stand. Aber ich stehe heute hier in der \u00dcberzeugung, dass unser heutiger Text nicht nur Relevanz f\u00fcr Ostern und f\u00fcr Begr\u00e4bnisse hat. Er hat sehr praktische und unmittelbare Anwendungen f\u00fcr jeden von uns, heute, hier und jetzt. Wir wollen heute Jesus als die Auferstehung und das Leben kennen lernen. In drei Abschnitten betrachten wir den heutigen Text: erstens, Jesu Proklamation, dass er die Auferstehung und das Leben ist, zweitens, Jesu Beweis, dass er die Auferstehung und das Leben ist, drittens, in aller K\u00fcrze nur, Reaktionen auf Jesus, die Auferstehung und das Leben.<\/p>\n<p>Teil 1 Jesu Proklamation, dass er die Auferstehung und das Leben ist (17-27)<\/p>\n<p>Vor zwei Wochen haben wir studiert, wie Lazarus, der Freund von Jesus, todkrank war. Jesus hatte die ganze Familie sehr lieb. Und weil er sie lieb hatte, wollte er ihnen etwas weit Besseres und Gr\u00f6\u00dferes schenken, als eine \u00fcbernat\u00fcrliche Heilung. Wir haben gesehen, wie Jesus zwei Tage wartete, bevor er sich \u00fcberhaupt auf den Weg gemacht hatte. Nach Jerusalem zu gehen war alles andere als eine Urlaubsreise f\u00fcr Jesus und seine J\u00fcnger. Die Juden hatten wiederholt versucht, Jesus umzubringen. Jerusalem war die Hochburg von Jesu Todfeinden. An jeder Ecke lauerte Gefahr und Bedrohung auf sie. Es war wie ein Hornissennest. Allein die Tatsache, dass Jesus sich mit den J\u00fcngern wieder auf nach Jud\u00e4a machte, war ein Beweis f\u00fcr seine Liebe zu Lazarus und seiner Familie.<\/p>\n<p>Was fanden sie aber in Betanien vor, als sie dort ankamen? Die Verse 17-19 illustrieren die Situation dort. Lazarus war bereits gestorben. Nicht erst vor kurzem, sondern bereits vor vier Tagen. Wir hatten in der letzten Woche einige der hei\u00dfesten Tage in diesem Jahr. Solche Temperaturen waren aber im Mittleren Osten an der Tagesordnung. Mit anderen Worten, der Leichnam war l\u00e4ngst am verwesen. Der Verwesungsprozess war vermutlich so weit fortgeschritten, dass der tote Leichnam kaum mehr an Lazarus erinnerte. Und deshalb war es auch gut so, dass die sterblichen \u00dcberreste von Lazarus seit vier Tagen im Grab lagen. Vers 18 sagt, dass viele Juden gekommen waren, um Marta und Maria zu tr\u00f6sten. Wir wissen nicht, was f\u00fcr eine Familie Lazarus war. Aber anscheinend waren sie doch bedeutend. Jerusalem war von Betanien 15 Stadien entfernt, was in etwa 3km entspricht. Viele Menschen waren aus Jerusalem gekommen, um die Familie zu tr\u00f6sten. Und es fand eine ausgiebige Trauerfeier statt. Wie wurden Begr\u00e4bnisse damals gefeiert? Hochzeiten dauerten im Orient eine Woche. Das Gleiche galt auch f\u00fcr Beerdigungen. Eine Woche lang wurde geweint und getrauert. K\u00f6nnt ihr euch die Atmosph\u00e4re vorstellen? Es war eine zutiefst bedr\u00fcckende Stimmung. Es war eine Atmosph\u00e4re voll von Leid und Schmerz. Zu jeder Tages- und Nachtzeit h\u00f6rte man lautes Wehklagen und Weinen, dass es einem das Herz zerbrach. Vor allen Dingen war es eine Atmosph\u00e4re, in welcher der Tod herrschte, in seiner ganzen d\u00e4monischen Finsternis.<\/p>\n<p>Wie sehen die Menschen heutzutage den Tod? Generell scheint es zwei M\u00f6glichkeiten zu geben, wie Menschen mit dem Tod umgeben. Die eine M\u00f6glichkeit ist Verdr\u00e4ngung. So viele Menschen verdr\u00e4ngen den Tod. Sie leben, als ob es den Tod gar nicht geben w\u00fcrde. Sie ignorieren diese Option radikal. Sie studieren, sie gehen auf Partys, sie gehen Beziehungen ein, sie heiraten, sie lassen sich scheiden, alles, als ob der Tod nicht existieren w\u00fcrde. Und der Grund, warum sie den Tod ignorieren, ist einfach. Weil sie anderenfalls nicht in der Lage w\u00e4ren, morgens aufzustehen und zu leben. Weil der Tod alles sinnlos macht. Und weil man im Angesicht des Todes die Sinnlosigkeit des Lebens nicht ertragen w\u00fcrde. Die andere M\u00f6glichkeit ist es, den Tod sch\u00f6n zu reden. Sie sagen: \u201ees ist doch okay zu sterben. Das ist doch das normalste auf der Welt. Und durch den Tod wird neues biologisches Leben erst m\u00f6glich.\u201c Aber wie unnat\u00fcrlich und unsinnig ist es, den Tod sch\u00f6n zu reden. Jemand verglich das damit, wie wenn man Lippenstift auf einen Skelett auftr\u00e4gt. Man kann den Tod nicht sch\u00f6n reden. Gibt es nicht einen sinnvolleren Umgang mit dem so schwerwiegenden Thema Tod?<\/p>\n<p>Die biblische Sicht auf den Tod ist die, die es am besten trifft. Aus der Sicht der Bibel ist der Tod ein h\u00e4ssliches Monster. Tod macht uns zu hilflosen Sklaven. Der Tod ist ein m\u00e4chtiges Ungeheuer, das \u00fcberall seine schmutzigen F\u00e4nge zeigt. Und es ist doch nur ehrlich und aufrichtig, das zuzugeben. Pastor John Piper sagte: \u201eWir wurden geschaffen, um zu leben! Wir wurden nicht geschaffen, um zu sterben. Ich will f\u00fcr immer leben. Ich hasse den Tod. Der Tod ist mein Feind. \u2026 Wollt ihr nicht auch leben?\u201c Es gibt nichts Schlimmeres, als in eine Umgebung zu kommen, in welcher der Tod alles unter Kontrolle hat. Aber gerade das war der Fall, als Jesus nach Betanien kam.<\/p>\n<p>Marta h\u00f6rte, dass Jesus kam. Sie kam ihm sofort entgegen. Betrachten wir das Gespr\u00e4ch zwischen Marta und Jesus. Vers 21: <strong>\u201eHerr, w\u00e4rst du hier gewesen, mein Bruder w\u00e4re nicht gestorben.\u201c<\/strong> Ihre Worte klingen vorwurfsvoll. Warum war Jesus erst jetzt gekommen? Warum zu einem Zeitpunkt, an welchem alles l\u00e4ngst zu sp\u00e4t schien? Und weiter sagte sie: <strong>\u201eAber auch jetzt wei\u00df ich: Was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben.\u201c<\/strong> Wie antwortete Jesus darauf? Lesen wir gemeinsam Vers 23: <strong>\u201eJesus spricht zu ihr: \u201eDein Bruder wird auferstehen.\u201c<\/strong> Hier offenbarte Jesus Marta seine Absicht und seinen Plan, dass er Lazarus auferwecken w\u00fcrde. Aber wie reagierte Marta darauf? <strong>\u201eIch wei\u00df wohl, dass er auferstehen wird \u2013 bei der Auferstehung am J\u00fcngsten Tage.\u201c<\/strong> Sie glaubte nicht an eine sofortige Auferstehung. Jesus verk\u00fcndigte dann: <strong>\u201eIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?\u201c<\/strong> Was f\u00fcr ein Wort, was f\u00fcr eine Selbstoffenbarung, was f\u00fcr eine Verhei\u00dfung finden wir hier! Gehen wir kurz darauf ein.<\/p>\n<p><em>Zun\u00e4chst die Selbstoffenbarung.<\/em> Inmitten aller Trauer und Traurigkeiten offenbarte sich Jesus als die Auferstehung und das Leben. Jesus ist die Auferstehung und das Leben! Aber was bedeutet das? Jesus konnte dies sagen, weil er selbst der Sch\u00f6pfer und Urheber allen Lebens ist. Er konnte das sagen, weil in ihm alle Machtf\u00fclle innewohnte, Leben zu schaffen und zu neuem Leben zu erwecken. Johannes schrieb dar\u00fcber im Prolog seines Evangeliums: <strong>\u201eIn ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen!\u201c<\/strong> Und weil dem so ist, hatte der Tod keine Macht \u00fcber Jesus. Jesus w\u00fcrde in wenigen Tagen gekreuzigt werden. Aber er w\u00fcrde wieder auferstehen. In der Pfingstpredigt sagte Apostel Petrus: <strong>\u201ewie es denn unm\u00f6glich war, dass er vom Tode festgehalten werden konnte.\u201c<\/strong> Jesus selbst als g\u00f6ttliche Person ist die Auferstehung und das Leben. Wir sehen als n\u00e4chstes zwei grandiose Verhei\u00dfungen, die der Sohn Gottes machte.<\/p>\n<p>Zum einen<em> sagte Jesus, dass wer an ihn glaubt, leben wird, auch wenn er stirbt<\/em>. Was bedeutet das? Im Urtext steht das Wort \u201eauch wenn er stirbt\u201c in der Vergangenheit. Wir lesen daher in der Elberfelder-\u00dcbersetzung: <strong>\u201eWer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;\u201c<\/strong> Dieses Wort bezieht sich auf unsere leibliche Auferstehung. Der Tod ist f\u00fcr jeden von uns bittere Realit\u00e4t. Aber wenn wir an Christus glauben, werden wir leben, auch nachdem wir gestorben sind. Und es wird der triumphale Tag kommen, an welchem Jesus uns von den Gr\u00e4bern rufen wird. Und er wird uns neue K\u00f6rper geben, Leiber, die geschaffen sind f\u00fcr die Ewigkeit, Leiber, die nicht krank werden, nicht grau und runzelig werden und vor allem nicht dick werden.<\/p>\n<p><em>Jesus lehrte als n\u00e4chstes, dass wer lebt und an ihn glaubt, niemals sterben wird<\/em>. Und dieses Wort bezieht sich auf unsere geistliche Auferstehung. Was Jesus hier lehrt ist, dass wir uns jetzt f\u00fcr das geistliche Leben entscheiden k\u00f6nnen und sollen. Das ewige Leben beginnt jetzt: wenn der heilige Geist uns unserer S\u00fcnde \u00fcberf\u00fchrt, wenn er uns zu neuem Leben erweckt, wenn Christus in uns zur Realit\u00e4t wird. Und dieses geistliche Leben ist das wahre Leben, in welchem wir nimmermehr sterben. Der Tod ist nichts anderes als unser Eintritt zur ewigen Herrlichkeit, nichts anderes als Schlaf, um es mit Jesu Worten zu sagen; ein Monster, dem der Stachel gezogen wurde, um es mit Paulus zu sagen.<\/p>\n<p>Und die einzige Verbindung zu dieser g\u00f6ttlichen Realit\u00e4t ist Glaube. Also fragte Jesus Marta: <strong>\u201eGlaubst du das?\u201c<\/strong> Marta schloss das Gespr\u00e4ch ab, indem sie sagte: <strong>\u201eJa, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist.\u201c<\/strong> Hatte Marta Jesus wirklich geglaubt? War damit f\u00fcr Marta alles erledigt? Konnte sie befreit aufatmen und voller Freude anfangen, Loblieder zu singen? Wir sehen im weiteren Verlauf, dass dies nicht der Fall war. Was war ihr Problem? Wir sollten versuchen, etwas mehr dar\u00fcber nachzudenken. Denn Martas Problem ist in Wirklichkeit auch unser Problem. Wenn wir uns Martas Worte anschauen, dann k\u00f6nnen wir sehen, dass sie eine hervorragende Theologin war. Sie hatte Ahnung von den letzten Ereignissen in der Welt- und Menschheitsgeschichte. Sie kannte die Beziehung zwischen Jesus und Gott. Sie war wirklich eine hervorragende Theologin. Und wisst ihr was? Das war nicht alles. Sie schrieb auch perfekte Stellungnahmen. Sie schrieb die besten Stellungnahmen auf der Welt: <strong>\u201eJa, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist.\u201c<\/strong> Ein Wort: Jesus ist mein Christus. Fantastische Stellungnahme! Aber leider fehlte ihr der praktische Bezug. Sie machte Jesu Verhei\u00dfungen kleiner und schmaler, als sie eigentlich waren. Sie war eine Person, die Jesu Verhei\u00dfung so weit in die Zukunft schob, dass man die Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfungen mit dem blo\u00dfen Auge nicht mehr sehen konnte, und dass Jesu Worte dadurch an Bedeutung verloren. Aber vor allen Dingen brauchte ihr Christusbild eine radikale Erg\u00e4nzung und Vervollst\u00e4ndigung. Marta glaubte an einen Christus, der alles von Gott erbeten konnte. Aber Jesus offenbarte sich als der souver\u00e4ne Gott, der mit dem Vater eins ist und der Gottes unbegrenzte Allmacht in sich tr\u00e4gt. Marta glaubte an eine Auferstehung am Ende der Geschichte. Aber Jesus offenbarte sich selbst als die Auferstehung und das Leben, nicht in ferner Zukunft, sondern im Hier und Jetzt. Marta glaubte an die Auferstehung als ein abstraktes Ereignis. Aber Jesus offenbarte sich ihr als die Auferstehung und das Leben in Person, kein abstraktes Ereignis, sondern der inkarnierte Sohn Gottes als vollkommener Mensch zum Anfassen nahe.<\/p>\n<p>Bevor wir aber Marta zu vorschnell verurteilen, sollten wir uns nicht auch an unsere eigene Nase fassen? Wie ist es mit uns? Begrenzen wir nicht ebenfalls Jesus in seiner Macht, so wie Marta es tat? Zum Beispiel: wir glauben daran, dass Jesus allm\u00e4chtig ist. Nur nicht allm\u00e4chtig genug, um diesen einen unbu\u00dffertigen Bibelsch\u00fcler zu ver\u00e4ndern. Wir glauben daran, dass Jesus das Leben ist. Nur eben nicht Leben genug, um die gottlose Stadt zu erwecken. Wir glauben daran, dass Jesus zw\u00f6lf J\u00fcnger unter uns aufstellen kann. Nur eben nicht zu unseren Lebzeiten. Wir glauben an einen gro\u00dfen Jesus. Nur eben nicht gro\u00df genug f\u00fcr unsere Probleme. Genau wie Marta brauchen wir ebenfalls einen praktischen Bezug zu ihm, mehr als nur theologisches Wissen \u00fcber Jesus und mehr als gute aber theoretische Stellungnahmen.<\/p>\n<p>Lesen wir noch einmal die Verse 25 und 26: <strong>\u201eJesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?\u201c<\/strong> Haben wir Jesu Worte wirklich verstanden? Jesus ist die Auferstehung. Weil er als Auferstehung und Leben unseren gr\u00f6\u00dften Feind niederrang, ist ihm nichts unm\u00f6glich! M\u00f6ge Jesus uns helfen, in dieser Realit\u00e4t zu leben und zu wirken! Wir sehen im zweiten Teil, wie Jesus anschaulich bewies, dass er tats\u00e4chlich die Auferstehung und das Leben ist.<\/p>\n<p><strong>Teil 2 Jesu Beweis, dass er die Auferstehung und das Leben ist (28-44)<\/strong><\/p>\n<p>Jesus war noch nicht einmal in das Dort hineingekommen. Aber nun machte er sich auf dem Weg zum Grab. Maria hatte von Marta geh\u00f6rt, dass Jesus gekommen war. Sie kam sofort, um ihn zu empfangen. Und sie sagte: <strong>\u201eHerr, w\u00e4rst du hier gewesen, mein Bruder w\u00e4re nicht gestorben.\u201c<\/strong> Es sind haargenau die gleichen Worte, wie die von Marta. Aber wie antwortete Jesus auf Marias Worte?<\/p>\n<p>Lesen wir gemeinsam den Vers 33. <strong>\u201eAls Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, ergrimmte er im Geist und wurde sehr betr\u00fcbt.\u201c<\/strong> Jesus gab Maria eine komplett andere Antwort als Marta! Bei Marta lie\u00df Jesus sich in einen tiefsinnigen Dialog ein. In seiner Wahrheit offenbarte er sich als Auferstehung und Leben. Aber bei Maria sagte Jesus fast gar nichts. Er fragte nur: <strong>\u201eWo habt ihr ihn hingelegt?\u201c<\/strong> Bei Marta sehen wir Jesus als den souver\u00e4nen Sohn Gottes, der \u00fcber alles und jeden erhaben ist und der alles in seiner Kontrolle hat. Aber bei Maria sehen wir ihn als Schwachen unter den Schwachen. Und der Text sagt, dass er w\u00fctend wurde und zugleich zutiefst betr\u00fcbt. Warum all die heftigen Gem\u00fctsregungen bei Jesus? Es ist so wichtig zu verstehen, dass Jesus nicht zornig war, weil die Menschen weinten. Er war nicht zornig, weil sie trauerten. Jesus war zornig \u00fcber die Macht des Todes. Und unser Text geht weiter. Als sie Jesus schlie\u00dflich das Grab von Lazarus zeigen, lesen wir in Vers 35: <strong>\u201eUnd Jesus gingen die Augen \u00fcber.\u201c<\/strong> Man kann das auch k\u00fcrzer formulieren. Im Griechischen sind das nur zwei W\u00f6rter. Andere \u00dcbersetzungen sagen daher einfach: \u201eJesus weinte.\u201c Vermutlich ist das der k\u00fcrzeste Vers in der Bibel. Und doch ist dieser Vers voll von tiefgehender Lehre. Jesus weinte. Er war ganz in Schmerzen aufgel\u00f6st! Ist das nicht zutiefst ersch\u00fctternd und auch irritierend?<\/p>\n<p>Warum weinte Jesus? Jesus h\u00e4tte in dieser Situation doch einfach lachen k\u00f6nnen: \u201eHa, ha, ha\u2026 jetzt schaut mal, was ich gleich mit Lazarus mache.\u201c Aber Jesus tat genau das Gegenteil davon. Weinte Jesus wegen des Unglaubens der Menschen? Weinte Jesus wegen ihrer S\u00fcnde? Clarke kommentierte an dieser Stelle: \u201eZu sagen, dass Jesus hier wegen der S\u00fcnde und ihrer Konsequenzen weinte, w\u00fcrde einer der sch\u00f6nsten Eigenschaften im menschlichen Charakter unseres Herrn beseitigen. Nein, Jesus hatte Menschlichkeit in seiner Vollkommenheit, und unverf\u00e4lschte Menschlichkeit ist gro\u00dfz\u00fcgig und sympathisch. Ein besonderer Freund Jesu war verstorben; und als sein Freud war die liebevolle Seele Christi aufgew\u00fchlt und er vermischte seine heiligen Tr\u00e4nen mit denen der heimgesuchten Verwandten. Seht einen Mann, in seinem tiefen, im Herzen gef\u00fchlten Schmerz und seine flie\u00dfenden Tr\u00e4nen! Und als er sagte, \u201eLazarus komm heraus\u201c, seht Gott selbst und dieser Gott ist voll unendlicher Milde, Liebe und Macht. Kann ein solcher Jesus es ablehnen, die Bek\u00fcmmerten zu tr\u00f6sten oder die Verlorenen zu retten? Kann er seine Gnaden der bu\u00dffertigen Seele vorwehren? \u2026 Kann einer solchen Gesinnung die F\u00fcrsorge seiner Gesch\u00f6pfe egal sein? Hier ist Gott offenbart in Fleisch, der in menschlicher Beschaffenheit lebte, f\u00fcr die Bek\u00fcmmerten f\u00fchlte und f\u00fcr die Verlorenen litt. Leser! (oder Zuh\u00f6rer!) Frag deine Seele, frag dein Herz, \u2026 k\u00f6nnte dieser Jesus ohne Vorbehalte eine (gerettete) Seele auf Ewigkeit verwerfen? Du antwortest \u201eniemals\u201c! Gott wiederholt \u201eniemals\u201c! Das ganze Universum erschallt das \u201eniemals\u201c im Echo. Und die Tr\u00e4nen und das Blut Jesu sagen auf alle Ewigkeit \u201eniemals\u201c!\u201c<\/p>\n<p>Unser heutiger Text illustriert wie nur wenige andere Stellen im neuen Testament, dass Jesus beides ist: vollkommener Mensch und vollkommener Gott. Wir sehen seine Gottheit in seiner Selbstoffenbarung als Auferstehung und Leben. Und wir sehen seine unverf\u00e4lschte Menschlichkeit in seiner aufrichtigen Anteilnahme an Martas und Marias Trauer. Wir hatten das so oft, und man kann es nicht zu oft sagen: Jesus vereint in sich Gnade und Wahrheit. Seine Wahrheit, als er Marta dazu aufforderte an ihn zu glauben und seine Gnade, als er ohne Worte anfing zu weinen. Und ist das nicht zutiefst wundervoll? Es gab eine Frau, die in ihrem Leben viel Leid erfahren hatte. Und sie erfuhr Trost, als sie auf den leidenden Sohn Gottes am Kreuz sah. Sie sagte: \u201eWas ich zum ersten Mal verstand, war, dass Jesus nicht nur f\u00fcr mich litt. Das war etwas, was ich schon lange wusste und schon lange verstand. Aber was mir zum ersten bewusst wurde, war, dass Jesus nicht nur f\u00fcr mich litt, sondern dass dieser Jesus <em>mit<\/em> mir zusammen litt.\u201c Jesus weinte hier nicht \u00fcber uns oder wegen uns. Jesus weinte hier zusammen mit uns. Der Allm\u00e4chtige trauerte mit uns. Der lebendige Sch\u00f6pfergott teilt alle unsere N\u00f6te und Schmerzen. Gibt es irgendetwas, was uns mehr und besser tr\u00f6sten k\u00f6nnte als das?<\/p>\n<p>Betrachten wir weiter den Text. Die Juden sahen seine Tr\u00e4nen. Und sie sagten. <strong>\u201eSiehe, wie hat er ihn lieb gehabt!\u201c<\/strong> Andere sagten: <strong>\u201eEr hat dem Blinden die Augen aufgetan; konnte er nicht auch machen, dass dieser nicht sterben musste?\u201c<\/strong> Sie missverstanden Jesu Weinen. Sie hielten das f\u00fcr Unverm\u00f6gen und Schw\u00e4che. Wieder ergrimmte Jesus im Geist. Und wir kommen jetzt zum eigentlichen Wunder. Drei Punkte wollen wir von diesem Wunder in aller K\u00fcrze lernen.<\/p>\n<p>Erstens, <em>durch den Glauben sehen wir Jesu Herrlichkeit<\/em>. Betrachten wir Vers 39. Jesus gab den Befehl, den Stein weg zu heben. Wie antwortete Marta darauf? Sie sagte: <strong>\u201eHerr, er stinkt schon; denn er liegt seit vier Tagen.\u201c<\/strong> Sie hatte vorher ein solch wundervolles Zeugnis abgegeben. Sie hatte Jesus als Christus bekannt. Und trotzdem hatte sie Zweifel an Jesus. Wie antwortete Jesus? Lesen wir Vers 40. <strong>\u201eJesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?\u201c<\/strong> Jesus tadelte sie hier sanft, weil sie keinen Glauben hatte. Wir lernen hier, dass auch wir ohne Glauben die Herrlichkeit Jesu nicht sehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zweitens, <em>Jesus offenbart seine Allmacht durch die Auferweckung von Lazarus<\/em>. Der Stein war weg. Und Jesus betete: <strong>\u201eVater, ich danke dir, dass du mich erh\u00f6rt hast. Ich wei\u00df, dass du mich allezeit h\u00f6rst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich\u2019s, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.\u201c<\/strong> Ist das nicht wundersch\u00f6n? Genauso wie wir Gott vor dem Essen danken, konnte Jesus Gott danken f\u00fcr das \u00fcbernat\u00fcrliche Wunder, das gleich unter ihnen geschehen w\u00fcrde. Und dieses Gebet zeigt die Einm\u00fctigkeit zwischen dem Vater und dem Sohn. Alles, was Jesus, der Sohn tat, war absolut im Einklang mit Gott. Und dann rief Jesus mit vollm\u00e4chtiger Stimme: <strong>\u201eLazarus, komm heraus!\u201c<\/strong> Wenn man sonntags bei den H. zum Fr\u00fchst\u00fcck kommt, kann man mit Regelm\u00e4\u00dfigkeit einem traditionellen Familienschauspiel zuschauen. M. K. ruft mit lauter Stimme aus der K\u00fcche ins Jungenzimmer: \u201eE., komm heraus!\u201c Meistens passiert da gar nichts. Zu tief ist der Schlaf von meinem Bruder. Niemand in der Familie ist in der Lage, ihn aufzuwecken. (Wenn man sich dem Bett von E. zu sehr n\u00e4hert und Pech hat, dann kriegt man von ihm noch eine stinkende Socke an den Kopf geknallt). Aber was geschah aber, als Jesus Lazarus herausrief? Lazarus ganzer K\u00f6rper war sofort wiederhergestellt, der ganze Verwesungsprozess war wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht, sein Kreislauf arbeitete wieder, seine Organe funktionierten wieder, sein Herz schlug. Und Lazarus musste der unwiderstehlichen Stimme gehorchen. Er kam aus dem Grab heraus. Die Auferweckung des Lazarus war ein einzigartiges Zeichen f\u00fcr die g\u00f6ttliche Allmacht und unendliche Sch\u00f6pferkraft Jesu. Jesus besiegt den Tod.<\/p>\n<p>Der dritte Punkt, den wir beachten wollen, lautet: <em>Jesus gebraucht Menschen f\u00fcr sein Wunder<\/em>. Die Auferweckung des Lazarus war ein gro\u00dfartiges Wunder, dass nur Gott vollbringen konnte. Aber auf dem Weg zum Wunder und danach sehen wir, wie Jesus Menschen gebrauchte. Mit einem Fingerschnipsen h\u00e4tte Jesus den Stein selbst weg heben k\u00f6nnen. Er h\u00e4tte ihn auch einfach in die Luft jagen k\u00f6nnen. Aber er tat das nicht. Es waren Menschen, die Stein vor dem Grab weg hoben. Nach der Auferweckung gab Jesus den Befehl: <strong>\u201eL\u00f6st die Binden und lasst ihn gehen!\u201c<\/strong> Jesus h\u00e4tte daf\u00fcr sorgen k\u00f6nnen, dass Lazarus mit ganz normalem Outfit aus dem Grab herauskommt. Aber auch das tat Jesus nicht. Jesus gebrauchte Menschen vor dem Wunder wie auch nach dem Wunder. Auf die heutige Zeit bezogen: ist das nicht auch, was unsere Gemeinden tun sollen? Es ist Jesu Aufgabe die Toten aufzuerwecken. Das k\u00f6nnen wir nicht tun. Aber unsere Gemeinde kann Steine weg heben. Und unsere Gemeinde kann die Binden der Auferweckten l\u00f6sen und ihnen zum Gehen verhelfen. Wir sehen hier einmal mehr, dass Jesus keine Zuschauer sucht, sondern Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Betrachten wir im dritten Teil die Konsequenzen von diesem Wunder.<\/p>\n<p><strong>Teil 3 Reaktionen auf Jesus, die Auferstehung und das Leben (45-57)<\/strong><\/p>\n<p>Wie m\u00fcssen die Augenzeugen auf dieses Wunder reagiert haben? Die Menschen m\u00fcssen entsetzt gewesen sein. Vielleicht fielen einige von den Trauerg\u00e4sten in Ohnmacht. K\u00f6nnen wir uns das Freudengeschrei von Marta und Maria vorstellen, als sie Lazarus sahen? Jesus hatte alles Weinen in Jubelschrei verwandelt. Bei seinem ersten Zeichen hatte er Wasser in Wein verwandelt. Jesus hatte auf diese Weise eine Hochzeit vor dem Ruin gerettet. Bei seinem letzten Zeichen erweckte er den Verstorbenen bei dessen Beerdigung. Und Jesus ruinierte auf diese Weise diese die Begr\u00e4bnisfeier.<\/p>\n<p>Sehen wir uns Vers 45 an. <strong>\u201eViele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn.\u201c<\/strong> Viele glaubten an Jesus. Was taten aber einige andere von den Augenzeugen? Sie gingen zu den Pharis\u00e4ern und berichteten, was Jesus getan hatte. In Vers 47 sehen wir, wie der Sanhedrin eine Notstandsversammlung ausrief. Offensichtlich sahen sie gro\u00dfen Bedarf zum Handeln. Was war ihre Sorge? Verse 47b und 48 sagen: <strong>\u201eWas tun wir? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Lassen wir ihn so, dann werden sie alle an ihn glauben, und dann kommen die R\u00f6mer und nehmen uns Land und Leute.\u201c<\/strong> Ihre Sorge war, dass Jesu Einfluss immer mehr zunahm. Ihre Bef\u00fcrchtung war, dass bald alle an Jesus glauben w\u00fcrden und dass es unter Jesus zu einem politischen Aufruhr kommen w\u00fcrde. Die R\u00f6mer w\u00fcrden diesen Aufruhr zum Anlass nehmen, das Volk vernichtend zu schlagen und sie zu zerstreuen. Mit einem Wort, die religi\u00f6sen Leiter f\u00fcrchteten sich davor, ihre politische Stellung und ihre Macht zu verlieren. Schlie\u00dflich ergriff der Hohepriester Kaiphas das Wort: <strong>\u201eIhr wisst nichts.<\/strong> (d.h. \u201eihr Ignoranten\u201c, oder \u201eihr seid ja so doof\u201c) <strong>ihr bedenkt auch nicht: Es ist besser f\u00fcr euch, ein Mensch sterbe f\u00fcr das Volk, als dass das ganze Volk verderbe.\u201c<\/strong> Der Tod Jesu war hiermit beschlossene Sache. Wie es dazu kommen sollte und die genauen Umst\u00e4nde waren nur noch Detailfragen. Es war nur eine Frage der Zeit.<\/p>\n<p>Was sehen wir hier also? Uns fehlt die Zeit, tiefer darauf einzugehen. F\u00fcr unser Verst\u00e4ndnis finden wir einen wichtigen Hinweis in Vers 51. Kaiphas sprach die Worte nicht einfach nur so, <strong>\u201esondern weil er in dem Jahr Hoherpriester war.\u201c<\/strong> <em>Die Worte von Kaiphas waren eine Weissagung<\/em>, eine Prophetie. Sie waren somit nicht seine Worte, sondern Gottes Worte. Und doch kamen sie aus einem s\u00fcndigen Herzen, gesprochen in einer s\u00fcndigen Umgebung, erdacht aus hasserf\u00fcllten, s\u00fcndigen Motiven. Hinter all dem b\u00f6sen Plan sehen wir, wie Gott aber dennoch seine Geschichte erf\u00fcllte. Denn Jesus musste sterben, um die Verlorenen zu retten. Jesus war das stellvertretende Opfer zur Rettung des Volkes Israel, aber nicht nur Israel, sondern der Text sagt f\u00fcr alle verstreuten Kinder Gottes.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, die Rechnung der religi\u00f6sen Leiter ging nicht auf. Sie konnten zwar Jesus umbringen. Aber Kaiphas wurde trotzdem sp\u00e4ter von den R\u00f6mern abgesetzt. Und es kam zum Krieg zwischen Juden und R\u00f6mern. Und letztendlich wurde Jerusalem mitsamt den Tempel von den R\u00f6mern zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Eine weitere Sache, die wir hier sehen: <em>die Versammlung war ein Akt des Unglaubens vor dem Hintergrund eines gro\u00dfartigen Wunders, das unter ihnen geschehen war<\/em>. Dieses Zeichen war von solcher Vollmacht, dass die religi\u00f6sen Leiter nur zwei M\u00f6glichkeiten hatten: entweder an Jesus zu glauben und vor ihm auf die Knie zu fallen, oder aber ihn zu beseitigen. Wir sehen also, dass Unglauben mit rationalem Denken, mit Vernunft und mit objektiver Betrachtung der Tatsachen rein gar nichts zu tun hat.<\/p>\n<p>Der letzte Punkt, der hier angemerkt werden sollte: Jesus zeigte, dass er die Auferstehung und das Leben ist, indem er Lazarus auferweckte. <em>Und Jesus musste gewusst haben, was es f\u00fcr Konsequenzen hat<\/em>. Jesus kannte die bereits bestehende und schwelende Feindschaft mit den Pharis\u00e4ern und Schriftgelehrten. Jesus wusste, was es bedeuten w\u00fcrde, zur\u00fcck nach Jud\u00e4a zu gehen. Und Jesus wusste, dass die Auferweckung seines Freundes letztendlich auf Kosten seines eigenen Lebens gehen w\u00fcrde. Jesus wusste, dass Lazarus aus dem Grab zu rufen, bedeutete, dass er mit Lazarus bald die Pl\u00e4tze tauschen w\u00fcrde. Und welch eine unglaubliche Liebe und Freundschaft erwies Jesus also Lazarus und der Familie, als er dieses Wunder tat. K\u00f6nnen wir uns einen besseren und selbstloseren Freund vorstellen als Jesus?<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schluss das Leitwort, die Verse 25 und 26. <strong>\u201eIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.\u201c<\/strong> Wir haben heute die Auferweckung von Lazarus studiert. Manch einer mag sich fragen, was wohl aus Lazarus sp\u00e4ter noch geworden ist. Die Legende berichtet, dass Lazarus ein Bischof wurde, und zwar auf der Insel Zypern in Kition (heute Larnaca). Dort hat man um 900 nach Christus sein Grab ausgegraben. Ravi Zacharias war dort und hat den Sarkophag von Lazarus gesehen. Auf dem Sarkophag befinden sich die Worte: \u201eLazarus, der vier Tage Verstorbene, Freund von Jesus.\u201c Wundervoll. Die Auferweckung des Lazarus war keine Sage, keine Fabel, keine Legende, keine Mythologie, sondern ein historisches Event. Und Jesus die Auferstehung und das Leben ist Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Wollen wir uns zum Schluss noch Gedanken dar\u00fcber machen, welche praktischen Anwendungen der Text f\u00fcr uns hat? Wir haben heute Jesus als die Auferstehung und das Leben kennen gelernt. Wir haben gelernt, dass Glauben die Br\u00fccke ist. Glaube verbindet unsere Finsternis mit Jesu Licht. Glaube verbindet unsere Leblosigkeit mit seinem pulsierenden Leben. Glaube verbindet unsere Begrenztheit mit seiner unbegrenzten Allmacht. Glaube schl\u00e4gt die Br\u00fccke von unserem Hier und Jetzt zur Ewigkeit. Die Frage ist hier nicht nur, ob du glaubst. Die Frage ist, wie du glaubst. Die Frage ist, wie der Glaube auf unser Leben abf\u00e4rbt. Die Frage ist, ob Jesus, die Auferstehung und das Leben, solche drastischen Folgen und Konsequenzen auf unser Leben hat, dass niemand das \u00fcbersehen kann.<\/p>\n<p>Glauben wir als Gemeinde daran, dass weil Jesus die Auferstehung ist, eine Generation von jungen Menschen auferstehen kann, die diese Stadt ver\u00e4ndern? Glauben wir als Gemeinde daran, dass weil Jesus das Leben ist, er in diese Stadt und dieses Land neues Leben einhauchen kann? Glauben wir daran, dass weil Jesus Lazarus auferweckte, Erweckung in unserem Land m\u00f6glich ist, angefangen mit jedem pers\u00f6nlich hier in der Gemeinde?<\/p>\n<p>Es ist mein Gebet, dass wir beginnen, die Herrlichkeit Jesu Christi in unserer Gemeinde zu sehen, heute angefangen!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/J28-P11-1757.doc\">Download<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jesus ist die Auferstehung und das Leben (wie Jesus eine Begr\u00e4bnisfeier ruinierte) \u201eIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.\u201c Johannes 11,25b.26a Wir fahren fort mit unserem Bibelstudium aus Johannesevangelium. 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