{"id":2489,"date":"2013-04-15T01:28:41","date_gmt":"2013-04-14T23:28:41","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2489"},"modified":"2022-11-18T12:23:19","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:19","slug":"predigt-daniel-111-45","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-daniel-111-45\/","title":{"rendered":"Predigt: Daniel 11,1 &#8211; 45"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Dan-P11.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Aber es wird mit ihm ein Ende nehmen<\/b><\/span><\/span><\/h2>\n<h3 align=\"CENTER\">\u201e<span style=\"font-family: Arial;\"><b>Und er wird seine pr\u00e4chtigen Zelte aufschlagen zwischen dem Meer und dem herrlichen, heiligen Berg; aber es wird mit ihm ein Ende nehmen, und niemand wird ihm helfen.<\/b><\/span><\/h3>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Arial;\">(11,45)<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Unser heutiger Text berichtet von dem Inhalt der dritten und letzten Offenbarung, die Daniel in einer Erscheinung bekam. Als Daniel von Herzen begehrte, Gottes Willen zu verstehen, erschien ihm der Bote Gottes, um ihm zu erkl\u00e4ren, wie es in der Zukunft weitergehen w\u00fcrde. Was war der Inhalt der Offenbarung? Was bedeutete sie f\u00fcr Daniel und was f\u00fcr uns Christen heute? Gott helfe jedem von uns, sein Wort pers\u00f6nlich zu verstehen!<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\"><b>I. Ein schier endloser Machtkampf (1-20)<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Betrachten wir den Text. Im Vers 1 weist der Bote Gottes Daniel darauf hin, dass er bereits fr\u00fcher dem Engelsf\u00fcrsten von Gottes Volk im geistlichen Kampf beigestanden hatte. In was f\u00fcr einer Situation hatte Daniel diese Erscheinung \u00fcberhaupt bekommen? Erinnert ihr euch noch? Daniel hatte drei Wochen lang getrauert und kein leckeres Essen gegessen. Als hoher Staatsminister im K\u00f6nigreich Persien h\u00e4tte er einfach in die H\u00e4nden zu klatschen brauchen, und seine Diener h\u00e4tten sofort f\u00fcr ihn sein Lieblingsessen gekocht. Aber er wollte nichts Leckeres, weil er so traurig war. Was bek\u00fcmmerte ihn so sehr? Vom zeitlichen Kontext her k\u00f6nnen wir annehmen, dass Daniel dar\u00fcber bek\u00fcmmert war, dass auch zwei Jahre, nachdem der K\u00f6nig Kyrus den Juden die R\u00fcckkehr und den Wiederaufbau des Tempels erlaubt hatte, nur ein kleiner Teil von ihnen nach Jerusalem zur\u00fcckgekehrt war; die meisten waren lieber in Babylon geblieben, wo sie sich ihr Leben inzwischen eingerichtet hatten. Daniel muss auch bek\u00fcmmert gewesen sein, dass der Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem von den benachbarten Samaritern massiv behindert wurde. Daniel trauerte wegen des erb\u00e4rmlichen geistlichen Zustand seines Volks. Er begehrte von Herzen zu verstehen, wie es mit seinem Volk weitergehen w\u00fcrde. Er wusste aus den ersten zwei Offenbarungen Gottes von den vier m\u00e4chtigen Reichen, die aufkommen und wieder untergehen w\u00fcrden, und dass sein Volk dabei viele Bedr\u00e4ngnisse erleben w\u00fcrde. In Kap. 9 haben wir auch erfahren, dass Daniel \u00fcber seine S\u00fcnde und die S\u00fcnde seines Volks tief bek\u00fcmmert war und mit zerbrochenem Herzen gebetet hat und dass Gott ihm daraufhin seinen gro\u00dfen Plan zur Erl\u00f6sung des Volks von der S\u00fcnde offenbart hat. Nach siebzig Wochen (bzw. Jahrwochen) sollte dem Frevel ein Ende gemacht und die S\u00fcnde abgetan und die Schuld ges\u00fchnt werden, dann w\u00fcrde ewige Gerechtigkeit gebracht und das Allerheiligste gesalbt werden. Daniel wusste also, dass Gott einen festen Plan hatte, das Problem der S\u00fcnde vollst\u00e4ndig zu l\u00f6sen. Aber wie wollte Gott seinen Plan zur Erl\u00f6sung erf\u00fcllen? Und wenn Gott sie erl\u00f6sen wollte, warum m\u00fcssten sie dann zuerst unter der Herrschaft verschiedener K\u00f6nige leiden? Daniel wollte vom Herzen verstehen, wie Gott wirken wollte und welche Bedeutung die Leiden seines Volks haben w\u00fcrden. \u2013 Haben wir nicht manchmal ganz \u00e4hnliche Fragen? \u2013 Welche Antwort gab der Bote Gottes dem Daniel? <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Im Vers 2 sagt er: <\/span><span style=\"font-family: Arial;\"><b>\u201eUnd nun will ich dir kundtun, was gewiss geschehen soll. Siehe, es werden noch drei K\u00f6nige in Persien aufstehen, der vierte aber wird gr\u00f6\u00dferen Reichtum haben als alle andern. Und wenn er in seinem Reichtum am m\u00e4chtigsten ist, wird er alles gegen das K\u00f6nigreich Griechenland aufbieten.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial;\"> Nach Kyrus, dem Daniel zuletzt gedient hatte, w\u00fcrden noch drei weitere K\u00f6nige in Persien aufkommen. Der vierte K\u00f6nig w\u00fcrde all seinen Reichtum f\u00fcr einen Krieg gegen Griechenland einsetzen. Die Geschichte best\u00e4tigt diese Voraussage. Der Perserk\u00f6nig Ahasveros (auf griechisch Xerxes) k\u00e4mpfte gegen Griechenland und nahm sogar Athen ein; aber bei der entscheidenden Seeschlacht unterlag er den Griechen und musste sich zur\u00fcckziehen. Ab da nahm die Macht Persiens immer mehr ab, w\u00e4hrend Griechenland immer st\u00e4rker wurde. Im Vers 3 hei\u00dft es: <\/span><span style=\"font-family: Arial;\"><b>\u201eDanach wird ein m\u00e4chtiger K\u00f6nig aufstehen und mit gro\u00dfer Macht herrschen, und was er will, wird er ausrichten.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial;\"> Der hier angek\u00fcndigte m\u00e4chtige K\u00f6nig war Alexander der Gro\u00dfe, der mit gro\u00dfer Macht alle L\u00e4nder von Griechenland bis nach Indien eroberte. Wie der Bote hier voraussagte, zerbrach nach Alexanders Tod sein Reich in vier Teile, die von seinen vier wichtigsten Gener\u00e4len regiert wurden. W\u00e4hrend zwei der Reiche bald an Bedeutung verloren, blieben die zwei anderen stark, n\u00e4mlich das syrische Reich unter den Seleuziden im Norden und dem K\u00f6nigreich \u00c4gypten im S\u00fcden. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Wie w\u00fcrde es dann weitergehen? In den Versen 5-19 sagt der Bote Gottes eine lange Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Reichen voraus. Am Anfang versuchten sie, eine Einigkeit zu erreichen. Der K\u00f6nig des S\u00fcdens w\u00fcrde dem K\u00f6nig des Nordens seine Tochter zur Frau geben, um die Einigkeit zu festigen, ein Verhalten, das wir immer wieder in der Geschichte finden. Aber die \u00e4gyptische Prinzessin w\u00fcrde letztlich keinen Erfolg haben, sondern sie w\u00fcrde samt ihrem Sohn und ihrem Mann get\u00f6tet werden (6). Danach w\u00fcrde der neue \u00e4gyptische K\u00f6nig ausziehen und Syrien erfolgreich angreifen und auch seine Ger\u00e4te aus Silber und Gold rauben (7.8). Aber der K\u00f6nig des Nordens w\u00fcrde danach wiederum \u00c4gypten angreifen, es aber nicht erobern k\u00f6nnen. Auf diese Weise w\u00fcrde es einen langen Dauerkonflikt geben, der von Kriegen, Intrigen, Siegen und Niederlagen, B\u00fcndnissen und Brechen der B\u00fcndnisse gepr\u00e4gt war. Dabei w\u00fcrden die K\u00f6nige des Nordens an Macht zunehmen, es aber trotzdem nicht schaffen, \u00c4gypten zu erobern. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Wie w\u00fcrde sich der Konflikt auf die Juden im heiligen Land auswirken? In Vers 14 k\u00fcndigt der Bote Gottes an, dass sich Abtr\u00fcnnige aus Israel, das damals unter dem Joch von \u00c4gypten war, gegen sie auflehnen w\u00fcrden. Aber sie w\u00fcrden damit keinen Erfolg haben, sondern fallen. Als Israel versuchte, aus dem Konflikt zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten Vorteile zu suchen, anstatt bei Gott Hilfe zu suchen, wurde es sogar noch schlimmer mit ihnen, weil der syrische K\u00f6nig bei seinem Feldzug gegen \u00c4gypten sich auch gegen das heilige Land wandte und Verderben brachte. Obwohl er bei seinem Krieg gegen viele Inseln erfolgreich sein w\u00fcrde, w\u00fcrde ein M\u00e4chtiger ihn zwingen mit seinen Schm\u00e4hungen aufzuh\u00f6ren. Der hier angek\u00fcndigte \u201eM\u00e4chtige\u201c war Rom, das sich immer mehr zur Supermacht entwickelte und sich in die Kriege Syriens einmischte. Das Nordreich wurde gezwungen, seinen Krieg zu beenden, und wurde zu hohe Reparationszahlungen verpflichtet. Betrachten wir den Vers 20. Der hier beschriebene K\u00f6nig des Nordens war Antiochus III. Wegen der hohen Reparationsschuld, die ihm von den R\u00f6mern auferlegt waren, musste er hohe Geldsummen von seinem Volk eintreiben, was ihn sehr unbeliebt machte. Schlie\u00dflich wurde er get\u00f6tet, aber wie vorausgesagt war nicht \u00f6ffentlich noch im Kampf; denn er wurde von seinem K\u00e4mmerer, der st\u00e4ndig so viel Geld eintreiben sollte, ermordet, und der Sohn des get\u00f6teten K\u00f6nigs wurde auf den Thron gesetzt.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Die Ereignisse, die der Bote Gottes hier offenbarte, erlaubten Daniel eine weite Vorausschau und zugleich detailliertes Wissen \u00fcber das, was etwa in den n\u00e4chsten 300 Jahren kommen w\u00fcrde. Machtk\u00e4mpfe mit Heiratspolitik, Intrigen und vielen Kriege w\u00fcrden die Geschichte bestimmen. Es waren Abl\u00e4ufe und Ereignisse, die sich in der Geschichte immer wieder gezeigt und wiederholt haben. Israel w\u00fcrde als kleines Volk dabei scheinbar \u00fcberhaupt keine Rolle spielen, wenn dann nur die eines Leidtragenden. Es sah so aus, als ob die Weltpolitik ihren Verlauf nimmt, wie es immer wieder geschah. Es sah so aus, als ob alles von den Machthabern bestimmt wird und die kleinen L\u00e4nder und das Leben der einzelnen Menschen ihrer Willk\u00fcr und Machtgier unterworfen und ausgeliefert sind. Aber das war nicht das Ende des Berichts des Boten Gottes. Wie w\u00fcrde es weitergehen? <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\"><b>II. Die schreckliche Herrschaft von Antiochus IV (21-35)<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Betrachten wir den Vers 21: <\/span><span style=\"font-family: Arial;\"><b>\u201eDann wird an seiner Statt empor\u001fkommen ein ver\u00e4chtlicher Mensch, dem die Ehre des Thrones nicht zugedacht war. Der wird unerwartet kommen und sich durch R\u00e4nke die Herschaft erschleichen.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Ab hier konzentrieren sich die Prophezeiung auf einen bestimmten K\u00f6nig des Nordens, der als ein ver\u00e4chtlicher Mensch vorgestellt wird. Seine Person und seine Herrschaft werden mit vielen negativen W\u00f6rtern wie R\u00e4nke, List, Zorn usw. beschrieben, die auf seinen b\u00f6sen Charakter, seine Verlogenheit, Machtgier, Skrupellosigkeit usw. hinweisen. Die Person, die diese Ank\u00fcndigung \u00fcber 300 Jahre sp\u00e4ter erf\u00fcllte, war Antiochus IV Epiphanes. Zwar haben wir schon bei den K\u00f6nigen vor ihm schon gesehen, dass sie von Gier nach Macht und Vorherrschaft getrieben waren. Aber bei diesem K\u00f6nig finden wir nur noch negative Eigenschaften, die er hemmungslos und skrupellos auslebte. Tats\u00e4chlich kam er \u201emit R\u00e4nken\u201c an die Macht, obwohl ihm der Thron nicht zugedacht war. Obwohl er eigentlich als eines der syrischen K\u00f6nigskinder in Rom als Geisel leben musste, gelang es ihm, die Erlaubnis zu erwirken, nach Syrien zur\u00fcckzukehren, wo er es schaffte, seinen Neffen vom Thron zu verjagen und selbst K\u00f6nig zu werden. Vers 22 beschreibt seine gro\u00dfe milit\u00e4rische Macht, durch die sogar heranflutende Heere hinweggeschwemmt und vernichtet wurden. Mit List hat er auch den F\u00fcrsten Israels vernichten, indem er dessen eigenem Bruder dazu anstiftete. List und Betrug, wovon andere K\u00f6nig nur im Notfall Gebrauch machten, waren seine st\u00e4ndigen MIttel. Vers 24 sagt voraus, dass er in die besten St\u00e4dte des heiligen Landes eindringen und tun w\u00fcrde, was weder seine V\u00e4ter noch seine Vorv\u00e4ter getan haben, und Raub und G\u00fcter an seine Leute verteilte (24a). Aber diese Bedr\u00e4ngnis w\u00fcrde nur f\u00fcr eine befristete Zeit sein (24b). Danach f\u00fchrte er seinen ersten gewaltigen Krieg gegen \u00c4gypten (25-28). Auf dem R\u00fcckweg richtete er seinen Sinn gegen den heiligen Bund \u2013 bezeichnenderweise hei\u00dft es nicht \u201egegen Israel\u201c oder \u201egegen die Juden\u201c oder \u201egegen das heilige Land\u201c, sondern \u201egegen den heiligen Bund\u201c, was bereits seine Feindseligkeit gegen den Glauben der Juden bzw. gegen Gott selbst andeutet. Aber was er gegen das heilige Land tat, hielt sich diesmal noch in Grenzen. Ganz anders war es aber nach seinem zweiten Feldzug gegen \u00c4gypten, der letztlich kein Erfolg war, weil Schiffe von Kittim, das mit Rom in Verbindung stand, ihn zum R\u00fcckzug zwangen. Daraufhin wandte er sich grimmig gegen den heiligen Bund. Dabei kooperierte er listig mit denen, die den Bund verlie\u00dfen. Vers 31-32a sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial;\"><b>\u201eUnd seine Heere werden kommen und Heiligtum und Burg entweihen und das t\u00e4gliche Opfer abschaffen und das Greuelbild der Verw\u00fc\u001fstung aufstellen. Und er wird mit R\u00e4nken alle zum Abfall bringen, die den Bund \u00fcbertreten.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial;\"> Er k\u00e4mpfte nicht nur milit\u00e4risch, sondern auch mit Betrug und hinterlistigen Methoden gegen Gottes Volk. Er brachte viele Juden, die den Bund mit Gott sowieso nicht so ernst nehmen, zum Abfall vom Glauben, sodass sie bereit wurden, seine hellenistische Lehre anzunehmen und seine Herrschaft zu akzeptieren. Er schaffte das Opfer und die Gottesdienste, den Kern der j\u00fcdischen Religion, ab und stellte stattdessen ein G\u00f6tzenbild von Zeuss im Tempel auf. Er k\u00e4mpfte mit allen Mitteln gegen die Juden und tat alles, um ihren Glauben an Gott zu zerst\u00f6ren.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Aber die Verfolgung und Bedr\u00e4ngnisse w\u00fcrden auch gute Auswirkungen haben. Betrachten wir die Verse 32b und 33a: <\/span><span style=\"font-family: Arial;\"><b>\u201eAber die vom Volk, die ihren Gott kennen, werden sich ermannen und danach handeln. Und die Verst\u00e4ndigen im Volk werden vielen zur Einsicht verhelfen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial;\"> Einige Gl\u00e4ubige w\u00fcrden Mut fassen und gegen den heidnischen Aggressor, der Gott verachtete und ihre Religion zerst\u00f6ren wollte, k\u00e4mpfen. Andere w\u00fcrden in dieser Zeit vielen Menschen helfen, geistliche Einsicht zu bekommen und trotz der Bedr\u00e4gnisse den Glaubensweg zu gehen. In der Zeit der Verfolgung wird sich herausstellen, wer Gott wirklich ernst nimmt und entschieden ist, nach seinem Willen zu leben. Diejenigen, die Gott lieb haben, werden Mut fassen und konsequent aus dem Glauben leben. Tats\u00e4chlich haben in der Zeit der Verfolgung durch Antiochus Epiphanes nicht alle dem Druck nachgegeben. Einige Juden haben auch entschlossen Widerstand geleistet, als er in ihr Land eindrang und das Opfer abschaffte und den Tempel entweihte. Das manifestierte sich in der Bewegung der Makkab\u00e4er. Vers 33a zeigt, dass viele auch in dieser Zeit anderen halfen, den richtigen Weg zu erkennen und sie zur wahren Erkenntnis f\u00fchrten. Sie lehrten also andere trotz der drohenden Bestrafung entschlossen das Wort Gottes und halfen ihnen, den Glauben zu finden und festzuhalten und danach zu leben. Sie wurde in der Zeit der Not ein gro\u00dfer Segen f\u00fcr viele. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Was w\u00fcrde mit einigen passieren? Vers 33b sagt, dass einige von ihnen daf\u00fcr verfolgt werden mit dem Schwert, mit Feuer, Gef\u00e4ngnis und Raub eine Zeitlang. Der b\u00f6se Herrscher ging radikal mit denen um, die an ihrem Glauben an Gott festhielten. Die frommen Menschen w\u00fcrden eine kleine Hilfe erhalten, aber viele w\u00fcrden sich nicht aufrichtig zu ihnen halten. Es war eine Zeit, in der sich zeigte, wer Gott wirklich ernst nimmt und liebt und wer sein eigenes Leben mehr liebt als Gott. Vers 35 sagt: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial;\"><b>Und einige von den Verst\u00e4ndigen werden fallen, damit viel bew\u00e4hrt, rein und lauter werden f\u00fcr die Zeit des Endes; denn es geht ja um eine befristete Zeit.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial;\"> Einige mussten ihren Einsatz f\u00fcr Gott und sein Werk sogar mit dem Leben bezahlen. In dieser Situation fragt man sich, warum Gott das zul\u00e4sst. Warum greift Gott nicht ein und verhindert das Sterben der Frommen? Aber auch das hatte seinen Sinn. Ihr Tod dient dazu, dass viele andere bew\u00e4hrt, rein und lauter werden f\u00fcr die Zeit des Endes. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Wie muss es f\u00fcr Daniel gewesen sein, als er all das h\u00f6rte? Daniel muss tief betroffen und ersch\u00fcttert gewesen sein, als er h\u00f6rte, wie gro\u00dfes Leiden und Unheil auf das Volk Gottes zukommen w\u00fcrde. Was er bef\u00fcrchtet hatte, wurde durch die Prophezeiung des Boten Gottes best\u00e4tigt, zum Teil wohl noch \u00fcbertroffen. Gleichzeitig konnte er begreifen, dass die Leiden und Verfolgung von unter Gottes Kontrolle war und dass es darin den Sinn gab, denn dadurch w\u00fcrde der Glaube der Menschen, die Gott lieben, gereingt und gest\u00e4rkt wird, w\u00e4hrend diejenigen, die Gott nicht so ernst nehmen, sich von ihnen trennen w\u00fcrde. Die Leiden und Verfolgung halfen den Menschen, sich von aller weltlicher Gesinnung und aller unklarer Haltung zu reinigen und ihren Glauben an Gott klar zu machen und ihm mit reinem Herzen entschlossen zu dienen. Sie sind ein n\u00f6tiges Mittel, um die Gesinnung der Gl\u00e4ubigen zu l\u00e4utern und ihnen zu helfen, bew\u00e4hrten Glauben zu haben. Die Leiden helfen so den Gl\u00e4ubigen, entschlossen und aktiv f\u00fcr Gott zu leben, anstatt weiterhin solala zu leben. Dabei sagte der Bote Gottes wiedereholt, dass es bei den Leiden nur um eine befristete Zeit geht, dass aber das Ende wichtig ist. Was w\u00fcrde dann am Ende passieren?<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\"><b>III. Der H\u00f6hepunkt der Bedr\u00e4ngnis und das Ende (36-45)<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">In dem letzten Abschnitt finden wir zum einen eine Fortsetzung der Beschreibung dessen, was der ver\u00e4chtliche K\u00f6nig des Nordens, Antiochus IV tun w\u00fcrde. Vers 36 sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial;\"><b>\u201eUnd der K\u00f6nig wir tun, was er will, und wird sich \u00fcberheben und gro\u00dftun gegen alles, was Gott ist. Und gegen den Gott aller G\u00f6tter wird er Ungeheuerliches reden, und es wird ihm gelingen, bis sich der Zorn ausgewirkt hat; denn es muss geschehen, was beschlossen ist.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Dieser Vers beschreibt seine Willk\u00fcr, mit der er leben wird, und seinen Hochmut, aus dem heraus er gegen alles, was die Menschen als Gott verehren, gro\u00dftun wird. Er wird sich sogar gegen den lebendigen Gott erheben und Ungeheuerliches gegen ihn reden und es wird ihm gelingen, das hei\u00dft er wird viele Menschen damit beeindrucken und von sich einnehmen. Dieses Wort wurde durch den ber\u00fcchtigten Antiochius IV erf\u00fcllt, der nicht nur den Tempel Gottes verunreinigte, sondern auch gegen Gott l\u00e4sterte. Doch an dieser Stelle wird auch erkennbar, dass es sich hier nicht nur Antiochus IV beschrieben wird, der nicht nur Israel eroberte, sondern auch ihren Glauben zu zerst\u00f6ren und durch seine hellenistische Ideolgie zu ersetzen versuchte. Es ist auch eine Beschreibung des Antichristus, der gegen Gott l\u00e4stern und so versuchen wird, die Menschen von sich selbst zu beeindrucken und sie zu seinen eigenen Anh\u00e4ngern zu machen. Hochmut und Feindseligkeit gegen Gott pr\u00e4gen seinen Charakter und sein Verhalten, und er versucht skrupellos und mit allen Mitteln sein Ziel zu erreichen, die Menschen zum Abfall von Gott und so unter seine eigene Herrschaft zu bringen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Betrachten wir die Verse 37-39. Antiochus lehnte nicht nur den Glauben der Juden, sondern alle bisherigen Religionen ab und f\u00fchrte eine neue Religion ein. Der Gott der Festungen, den er verehren w\u00fcrde mit Gold, Silber, Edelsteinen und Kostbarkeiten, sollte ihm milit\u00e4rische Macht verleihen, auf die er seine Herrschaft gr\u00fcndete. Anstatt den wahren Gott um seine Gnade und Kraft zu bitten, suchte er Kraft bei fremden G\u00f6ttern bzw. bei b\u00f6sen Geistern. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Die Verse 40ff beschreiben den gro\u00dfen Krieg, den er gegen den K\u00f6nig von \u00c4gypten f\u00fchrte. Der Ausdruck \u201ezur Zeit des Endes\u201c und die Erw\u00e4hnung etlicher anderer V\u00f6lker weist darauf hin, dass es zugleich ein Bild f\u00fcr den gro\u00dfen Kampf ist, der am Ende der Zeit stattfindet. Wie dereinst Antiochus wird der Antichristus dabei erfolgreich sein, und kein Reich wird ihm entrinnen. Schlie\u00dflich wird er sich gegen das Volk Gottes wenden, um es zu vernichten. Lesen wir gemeinsam Vers 45<\/span><span style=\"font-family: Arial;\"><b>: \u201eUnd er wird seine pr\u00e4chtigen Zelte aufschlagen zwischen dem Meer und dem herrlichen, heiligen Berg; aber es wird mit ihm ein Ende nehmen, und niemand wird ihm helfen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial;\"> Schlie\u00dflich wird der B\u00f6se danach trachten, das Volk Gottes in einer entscheidenden Schlacht zu zerst\u00f6ren. Er wird vor dem Volk Gottes \u00fcberm\u00e4chtig erscheinen. Aber Gott wird eingreifen, sodass es mit ihm ein Ende nehmen wird, und niemand wird ihm helfen. Gott wird den B\u00f6sen richten und seine Macht v\u00f6llig zerst\u00f6ren. Gott wird den letzten Sieg erlangen und sein Volk erretten. Das wird den Sieg f\u00fcr Gottes Leute bedeuten und den Beginn seines herrlichen Reichs. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Was bedeutete das alles f\u00fcr Daniel? Er war sehr besorgt um sein Volk gewesen und hatte begehrt, zu verstehen, was Gott eigentlich vorhatte und wie er f\u00fcr ihre Erl\u00f6sung wirken wollte. Durch die Offenbarung erkannte er, dass seine Bef\u00fcrchtung richtig war, dass sein Volk tats\u00e4chlich unter den M\u00e4chten der Welt viele Leiden und Bedr\u00e4ngnisse ertragen w\u00fcrde. Er lernte, dass die b\u00f6sen Menschen und b\u00f6sen M\u00e4chte vielfach siegen w\u00fcrden, die Ungerechtigkeit und Willk\u00fcr \u00fcber das Gute in den Menschen. Der vorl\u00e4ufige H\u00f6hepunkt w\u00fcrde das Kommen des b\u00f6sen K\u00f6nigs Antiochus IV sein, der seine Macht skrupellos missbrauchen und die Gl\u00e4ubigen rigoros und hinterlistig verfolgen w\u00fcrde. Daniel mochte sich fragen, warum Gott das zulie\u00df. Er musste sich gefragt haben: Was ist der Wille Gottes? Warum greift Gott nicht gleich ein, sondern l\u00e4sst zu, dass die b\u00f6sen Menschen und M\u00e4chte den Gl\u00e4ubigen so viele Leiden bereiten? Aber nun konnte er erkennen, dass die Gl\u00e4ubigen durch die Bedr\u00e4ngnisse gereinigt werdem, sodass sie bew\u00e4hrt, lauter und rein werden. Er erkannte, dass die Gl\u00e4ubigen auf die Zeit der Leiden und Bedr\u00e4ngnisse gefasst sein und ihr Glaubensleben nun treu f\u00fchren sollten, damit sie auch in der Bedr\u00e4ngnis Gott treu sein und ihm dienen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial;\">Was bedeutet das f\u00fcr uns? Gottes Offenbarung an Daniel im heutigen Text macht uns klar, dass Verfolgung und Bedr\u00e4ngnisse kommen werden. Sie werden ihren H\u00f6hepunkt erreichen, wenn der Antichrist auftritt und einen weltweite Herrschaft aufrichten wird. Was sollen wir tun? Wir sollen wie Daniel angesichts der bevorstehenden Zeit eine richtige Gesinnung aufbringen. Wir sollen uns nicht f\u00fcrchten, sondern wissen, dass alles unter Gottes Kontrolle ist. Wir sollen uns bewusst machen, dass auch Leiden und Bedr\u00e4ngnisse dazugeh\u00f6ren werden, die aber keineswegs sinnlos sind, sondern dazu dienen, uns geistlich zu reinigen und unseren Glauben zu kl\u00e4ren und zu st\u00e4rken, damit wir bew\u00e4hrt, rein und lauter vor ihm werden. Wir sollen uns bewusst sein, dass die Leiden nur eine befristete Zeit lang sind, und unser Leben entschlossen auf das Ziel auszurichten. Das gilt auch schon jetzt. Wir haben zurzeit in unserem Land noch keine Verfolgung der Gl\u00e4ubigen. Im Vergleich zur Bedr\u00e4ngnis der Gl\u00e4ubigen damals und zu der Bedr\u00e4ngnis, die noch kommen wird, haben wir h\u00f6chstens minimale Leiden, nur Dinge wie morgens fr\u00fch aufzustehen, am Abend und am Wochenende unsere freie Zeit f\u00fcr das Werk Gottes einzusetzen, beim Einladen die Ablehnung vieler Studenten zu ertragen; aber sogar das bereitet uns oft schon Probleme. Aber wir sollen schon in dieser Zeit lernen, unser Glaubensleben entschieden und konsequent zu f\u00fchren und Leiden dabei nicht zu scheuen. Wir sollen Leiden in unserem Leben nicht l\u00e4nger vermeiden wollen, sondern sollen sie positiv sehen und bereitwillig annehmen, denn Gott hilft uns dadurch, dass unser Glauben bew\u00e4hrt, lauter und rein wird, und die Leiden sind ja nur f\u00fcr eine befristete Zeit. Wir sollen bereits in dieser Zeit uns ermannen und mutig mit dem Gebet und dem Wort Gottes gegen die Feinde Gottes k\u00e4mpfen und unser Glaubensleben konsequent f\u00fchren. Wir sollen in dieser Zeit und in der kommenden Zeit andere zur Einsicht und zum Weg der Nachfolge Jesu f\u00fchren und innere und \u00e4u\u00dfere Schwierigkeiten dabei \u00fcberwinden. Wir sollen unser Leben klar auf das Ziel ausrichten, n\u00e4mlich die Wiederkommen Jesu und den letzten Sieg, den er bringen und alle b\u00f6sen M\u00e4chte besiegen wird. Dann wird er uns in sein herrliches Reich f\u00fchren und uns ewig belohnen. Gott helfe uns, bewusst auf dieses Ziel hin zu leben und kleine und gro\u00dfe dabei auftretenden Leiden zu tragen, dass wir dadurch bew\u00e4hrt und rein werden! Gott helfe uns, in dieser und in der kommenden Zeit viele Studenten zur Erkenntnis Jesu zu f\u00fchren, sodass sie den Weg zum Himmelreich gehen k\u00f6nnen! Gott wird uns den letzten Sieg und eine ewige Belohnung schenken. Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort: <\/span><span style=\"font-family: Arial;\"><b>\u201eUnd er wird seine pr\u00e4chtigen Zelte aufschlagen zwischen dem Meer und dem herrlichen, heiligen Berg; aber es wird mit ihm ein Ende nehmen, und niemand wird ihm helfen.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Aber es wird mit ihm ein Ende nehmen \u201eUnd er wird seine pr\u00e4chtigen Zelte aufschlagen zwischen dem Meer und dem herrlichen, heiligen Berg; aber es wird mit ihm ein Ende nehmen, und niemand wird ihm helfen. (11,45) Unser heutiger Text berichtet von dem Inhalt der dritten und letzten Offenbarung, die Daniel in einer Erscheinung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-2489","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2489","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2489"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2489\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10950,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2489\/revisions\/10950"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2489"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2489"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2489"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}