{"id":2407,"date":"2013-03-10T20:23:31","date_gmt":"2013-03-10T19:23:31","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2407"},"modified":"2022-11-18T12:23:24","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:24","slug":"predigt-daniel-71-28","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-daniel-71-28\/","title":{"rendered":"Predigt: Daniel 7,1 &#8211; 28"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Dan-P07.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Der H\u00f6chste und die Heiligen in seinem Reich<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Aber das Reich und die Macht und die Gewalt \u00fcber die K\u00f6nigreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des H\u00f6chsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist, und alle M\u00e4chte werden ihm dienen und gehorchen.<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Daniel 7,27<\/p>\n<p>Lasst uns heute betrachten, wie Gott der H\u00f6chste die ganze Welt \u00fcberblickt und sich in der Geschichte offenbart. Lasst uns auch erfahren, warum Gott diese Offenbarung f\u00fcr notwendig hielt. Er ist voller Herrlichkeit und Macht und er ist der Richter der Welt. Wir erfahren auch unsere Rolle in der Menschheitsgeschichte. Das ist ganz wichtig, da wir uns ansonsten im Alltagsleben verlieren k\u00f6nnen und ein Leben f\u00fchren, das nicht viel mit den Interessen Gottes zutun hat. Gott schenke uns Einsicht durch sein Wort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Teil I Das Gesicht in der Nacht (1-8)<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Betrachten wir Vers 1. Es hei\u00dft: <b>\u201eIm ersten Jahr Belsazars, des K\u00f6nigs von Babel\u201c<\/b>. Wir springen also zur\u00fcck, in die Zeit, als der gez\u00e4hlte, gewogene und f\u00fcr zu leicht befundene K\u00f6nig noch am Leben war. In seinem aller ersten Herrschaftsjahr <b>\u201ehatte Daniel einen Traum und Gesichte auf seinem Bett; und er schrieb den Traum auf und dies ist sein Inhalt\u201c<\/b>.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Gott offenbarte sich ein weiteres Mal durch eine n\u00e4chtliche Erscheinung, nachdem er sich bereits Nebukadnezar im Kapitel 2 offenbart hatte. Daniel berichtet ab Vers 2: <b>\u201eIch, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht und siehe, die vier Winde unter dem Himmel w\u00fchlten das gro\u00dfe Meer auf.\u201c<\/b> In der biblischen Sprache steht das Meer f\u00fcr eine Vielzahl von Menschen oder V\u00f6lkern. Winde aus allen Himmelsrichtungen w\u00fchlten dieses Meer auf <b>\u201eUnd vier gro\u00dfe Tiere stiegen herauf aus dem Meer, ein jedes anders als das andere.\u201c<\/b> In der Erscheinung m\u00fcssen es riesige Tiere von gewaltigem Format gewesen sein, die nacheinander aus dem aufgew\u00fchlten Meer aufstiegen. Und jedes Tier war anders.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Daniel geht ins Detail, Vers 4: <b>\u201eDas erste war wie ein L\u00f6we und hatte Fl\u00fcgel wie ein Adler. Ich sah, wie ihm die Fl\u00fcgel genommen wurden. Und es wurde von der Erde aufgehoben und auf zwei F\u00fc\u00dfe gestellt wie ein Mensch und es wurde ihm ein menschliches Herz gegeben.\u201c<\/b> Das erste Tier, ein gefl\u00fcgelter L\u00f6we, stellte den landestypischen babylonischen L\u00f6wen dar, den man z.B. im Louvre besichtigen kann. Somit wird deutlich, dass dieser L\u00f6we f\u00fcr Babel steht. Doch dem starken L\u00f6wen wurden die Fl\u00fcgel genommen. Babylon verlor seine Vormachtstellung und wurde besiegt. Au\u00dferdem schlug Gott Nebukadnezar, als dieser sich hochm\u00fctig erhob. Nebukadnezar wurde quasi zum Tier. Erst als er sich nach 7 Jahren dem\u00fctigte, richtete Gott ihn wieder auf, stellte ihn also auf zwei F\u00fc\u00dfe und schenkte ihm wieder ein menschliches Herz. Wenn wir die Parallele zur Offenbarung Gottes im Kap. 2 ziehen, erkennen wir, dass das damalige goldene Haupt der gro\u00dfen Statue dem gefl\u00fcgelten L\u00f6wen der heutigen Offenbarung entspricht.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00dcber das zweite Tier hei\u00dft es im Vers 5: <b>\u201eUnd siehe, ein anderes Tier, das zweite, war gleich einem B\u00e4ren und war auf der einen Seite aufgerichtet und hatte in seinem Maul zischen seinen Z\u00e4hnen drei Rippen. Und man sprach zu ihm: Steh auf und friss viel Fleisch!\u201c<\/b> Das zweite Tier entspricht dem zweiten Reich, das zur Weltmacht wurde und im ersten Traum als silberne Brust mit zwei Armen dargestellt worden ist. Es steht f\u00fcr die Meder und Perser. Der B\u00e4r wurde auf einer Seite aufgerichtet. Man nimmt an, die aufgerichtete Seite steht f\u00fcr die Perser, die die Meder recht schnell in ihrem Reich integrierten. Der B\u00e4r hatte drei Rippen zwischen den Z\u00e4hnen. Sie stehen f\u00fcr die drei besiegten Feinde: Babylonien, Lydien und \u00c4gypten. Aus Rippen allein wird ein gro\u00dfer B\u00e4r nicht satt. <b>\u201eDeshalb sprach man zu ihm: Steht auf und friss viel Fleisch.\u201c<\/b> Er hatte einen B\u00e4ren-Hunger; und fra\u00df um sich.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Daniel beschreibt das dritte Tier, Vers 6: <b>\u201eDanach sah ich und siehe, ein anderes Tier, gleich einem Panther, das hatte vier Fl\u00fcgel wie ein Vogel auf seinem R\u00fccken und das Tier hatte vier K\u00f6pfe und ihm wurde gro\u00dfe Macht gegeben.\u201c<\/b> Dieses Tier entspricht dem kupfernen Teil der Statue, im Kap. 2. Der Panther steht f\u00fcr das Reich von Alexander dem Gro\u00dfen. Ein Panther ist ein schnelles Raubtier. Zus\u00e4tzlich hatte er 4 Fl\u00fcgel, war also noch schneller als schnell. Und diese Schnelligkeit spiegelt sehr gut die Geschwindigkeit der hellenistischen Eroberungen wieder. In ca. 10 Jahren eroberte Alexander die L\u00e4nder zwischen Europa und Indien. Die 4 K\u00f6pfe des Panthers stehen f\u00fcr seine 4 Gener\u00e4le, die das gesplitterte Reich erbten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Soweit so gut. Was sah Daniel noch? Betrachten wir Verse 7 und 8: <b>\u201eDanach sah ich in diesem Gesicht in der Nacht und siehe, ein viertes Tier war furchtbar und schrecklich und sehr stark und hatte gro\u00dfe eiserne Z\u00e4hne, fra\u00df um sich und zermalmte und was \u00fcbrig blieb, zertrat es mit seinen F\u00fc\u00dfen. Es war auch ganz anders als die vorigen Tiere und hatte zehn H\u00f6rner. Als ich aber auf die H\u00f6rner Acht gab, siehe, da brach ein anderes kleines Horn zwischen ihnen hervor, vor dem drei der vorigen H\u00f6rner ausgerissen wurden. Und siehe, das Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul; das redete gro\u00dfe Dinge.\u201c<\/b> Das letzte Tier war wirklich ganz anders als alle anderen Tiere dieser Erde. Es war eine furchtbare Bestie, schrecklich und stark, mit eisernen Z\u00e4hnen und mehreren H\u00f6rnern und eines hatte sogar Augen und ein Maul und konnte gro\u00dfe Reden halten. So ein Tier hatte Daniel noch nie gesehen. Deshalb bekam dieses Tier auch keinen Namen. Es war in seiner Grauenhaftigkeit einzigartig. Wenn wir die Verbindung mit dem letzten Teil der Statue im Kap. 2 herstellen, \u00fcber den es hei\u00dft: <b>\u201e<\/b><b>Und das vierte wird hart sein wie Eisen; denn wie Eisen alles zermalmt und zerschl\u00e4gt, ja, wie Eisen alles zerbricht, so wird es auch alles zermalmen und zerbrechen.\u201c<\/b> (Dan 2,41) dann finden wir eine gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit mit dem vierten Tier aus unserem Text. Beide Erscheinungen beschreiben das r\u00f6mische Reich. Rom war v\u00f6llig anders gestrickt, als die \u00fcbrigen Weltreiche. Diese waren absolute Monarchien, doch das r\u00f6mische Reich war eine Republik, mit einem m\u00e4chtigen Senat, das aus vielen Senatoren bestand und z.B. einem Kaiser, als Staatsoberhaupt. Au\u00dferdem zerschlug und zertrat das r\u00f6mische Imperium alle seine Feinde und kannte kein Erbarmen. Es war ein grausames und abartiges Tier, im n\u00e4chtlichen Gesicht Daniels.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Im Angesicht dieser Tiere k\u00f6nnte einem angst und bange werden. Wird die Welt von blutr\u00fcnstigen Bestien beherrscht? Liegt unser Leben in der Hand von Tyrannen?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Teil II Der uralt war richtet (9-18)<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Betrachten wir Verse 9 und 10: <b>\u201eIch sah, wie Throne aufgestellt wurden und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war wei\u00df wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen R\u00e4der loderndes Feuer. Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausend dienten ihm und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die B\u00fccher wurden aufgetan.\u201c<\/b> Worum dreht sich die Welt? Um die Raubtiere? Um das menschliche Ego? \u00dcber all das steht einer der uralt ist. Und er hat die Welt und ihre Machthaber in seiner Hand. Es ist eindeutig, dass Gott gemeint ist. Doch genauso wenig wie Babylon ein fliegender L\u00f6we und Griechenland ein vierk\u00f6pfiger Panther ist, ist auch Gott kein Gro\u00dfpapa mit wei\u00dfen Haaren und langem Bart. Es ist lediglich ein Bild, das Daniel in seiner Vision erblickt hat. Was wollte Gott aber durch diese Erscheinung sagen? Wir lesen dreimal, dass Gott als der Uralte bezeichnet wird. Somit betont Daniel, dass in dieser Welt die Menschen kommen und gehen, Nationen stehen auf und sie fallen, \u201ewie Ebbe und Flut durch den Mond\u201c (Shakespeare). Babylon, Persien, Griechenland, Rom, die Wikinger, die Mongolen, Portugiesen, Spanier, Franzosen, Briten, die Sowjets, Amerikaner, Chinesen, Inder\u2026 wer ist der N\u00e4chste? Sie kommen und gehen. Doch \u00fcber all dem steht einer, der von Ewigkeiten her war, ist und sein wird: Gott, auf seinem himmlischen Thron. Und jeder, ganz gleich wie gro\u00df und m\u00e4chtig, muss eines Tages Rechenschaft vor ihm ablegen. Und wehe dem, der mitten im Gericht vor dem Angesicht Gottes treten muss, von dem Feuerflammen und loderndes Feuer ausgehen und ein langer feuriger Strahl des Gerichts.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">So empfing das vierte und schier \u00fcberm\u00e4chtige Tier sein Urteil. Vers 11: Es wurde get\u00f6tet und sein Leib ins Feuer geworfen. \u00dcber die restlichen Tiere hei\u00dft es im Vers 12: <b>\u201eUnd mit der Macht der anderen Tiere war es auch aus; denn es war ihnen Zeit und Stunde bestimmt, wie lang ein jedes leben sollte.\u201c<\/b> In Daniels Augen \u00fcberm\u00e4chtige Kreaturen, waren sie in Gottes Augen doch nichts weiter wie harmlose Pl\u00fcschtiere. Er konnte sie einfach wegstupsen kann. F\u00fcr Gott nichts Besonderes.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Welches spektakul\u00e4re Ereignis durfte Daniel hingegen erblicken? Lesen wir Verse 13 und 14: <b>\u201eIch sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war und wurde vor ihn gebracht. Der gab ihm Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle V\u00f6lker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht und sein Reich hat kein Ende.\u201c<\/b> Daniel sah den Menschensohn, mit den Wolken des Himmels herabkommen, best\u00fcckt mit Macht, Ehre und Reich, \u00fcber ein ewiges Reich zu herrschen, bestehend aus Menschen aus allen L\u00e4ndern und Nationen. Diese Szene bezog Jesus auf sich selbst, um seine zweite Wiederkunft anzuk\u00fcndigen. Daniel sah somit weit in die Zukunft, noch viel weiter als die erste Ankunft Jesu und dem Untergang Roms. Er sah sogar die zweite Wiederkunft Jesu und die Endzeit der Menschheitsgeschichte.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wie wirkte all das auf Daniel? Vers 15: <b>\u201eIch, Daniel, war entsetzt und dies Gesicht erschreckte mich.\u201c<\/b> Einer der dabeistand half ihm, dieses Gesicht zu verstehen, z.B. dass die Tiere f\u00fcr K\u00f6nigreiche standen. Doch Daniel sollte eines zuvor wissen. Betrachten wir Vers 18: <b>\u201eAber die Heiligen des H\u00f6chsten werden das Reich empfangen und werden\u2019s immer und ewig besitzen.\u201c<\/b> Die Heiligen des H\u00f6chsten, also alle, die Gott angeh\u00f6ren, werden schlie\u00dflich siegen und das ewige Reich empfangen und f\u00fcr immer besitzen. Der letzte Sieg, der Sieg in Ewigkeit geh\u00f6rt ganz klar und ohne jeden Zweifel den Heiligen des H\u00f6chsten. Sie werden das Reich Gottes erben und besitzen, wie es auch in den NT-Verhei\u00dfungen hei\u00dft.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Doch wie beschwerlich wird der Weg zum letzten Sieg sein?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Teil III Der Sieg des H\u00f6chsten und seiner Heiligen (19-28)<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Was besch\u00e4ftigte Daniel in besonderer Weise? Betrachten wir ab Verse 19: <b>\u201eDanach h\u00e4tte ich gerne Genaueres gewusst \u00fcber das vierte Tier, das ganz anders war als alle andern, ganz furchtbar&#8230;und \u00fcber die zehn H\u00f6rner auf seinem Haupt und \u00fcber das andere Horn, das hervorbrach, vor dem drei ausfielen; und es hatte Augen und ein Maul, das gro\u00dfe Dinge redete und war gr\u00f6\u00dfer als die H\u00f6rner, die neben ihm waren.\u201c<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Was bedeuten die H\u00f6rner des Tieres? Im Vers 24 bekam Daniel die Erkl\u00e4rung: <b>\u201e<\/b><b>Die zehn H\u00f6rner bedeuten zehn K\u00f6nige, die aus diesem K\u00f6nigreich hervorgehen werden. Nach ihnen aber wird ein anderer aufkommen, der wird ganz anders sein als die vorigen und wird drei K\u00f6nige st\u00fcrzen.\u201c<\/b><\/p>\n<p>Bezogen auf die Endzeit und verglichen mit den Beschreibungen der Offenbarung des Johannes, k\u00f6nnen wir das Horn letzen Endes auch auf den Antichristen beziehen, der zun\u00e4chst als ein kleines Horn auftreten wird aber bald gr\u00f6\u00dfer sein wird als alle anderen H\u00f6rner.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Was w\u00fcrde dieses Horn mit den Heiligen des H\u00f6chsten anstellen? Vers 21: <b>\u201eUnd ich sah das Horn k\u00e4mpfen gegen die Heiligen und es behielt den Sieg \u00fcber sie\u201c<\/b>. Das Horn wird f\u00fcr eine bestimmte Zeit einen vernichtenden Kampf gegen die Heiligen f\u00fchren.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Weiter hei\u00dft es im Vers 25: <b>\u201e<\/b><b>Er wird den H\u00f6chsten l\u00e4stern und die Heiligen des H\u00f6chsten vernichten und wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu \u00e4ndern. Sie werden in seine Hand gegeben werden eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit.\u201c <\/b>F\u00fcr eine Zeit,<b> <\/b>zwei Zeiten<b> <\/b>und eine halbe Zeit w\u00fcrde das Horn die Heiligen besiegen und Gottes Namen l\u00e4stern. Wenn wir in diesen Zeitangaben \u201eJahre\u201c verstehen, wird die immense Verfolgung des Horns 3,5 Jahre dauern, das sind 42 Monate. Die 42 Monate entsprechen genau der Zeit, in der der Antichrist, laut der Offenbarung des Johannes, sein Unwesen treiben wird. Dort hei\u00dft es: <b>\u201eWer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm k\u00e4mpfen? Und es wurde ihm ein Maul gegeben, zu reden gro\u00dfe Dinge und L\u00e4sterungen und ihm wurde Macht gegeben, es zu tun zweiundvierzig Monate lang.\u201c<\/b> (Offb. 13,4.5)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Auch der Kampf gegen die Heiligen wird dort beschrieben. Es wird eine richtige Ersch\u00fctterung f\u00fcr die Heiligen sein. In dieser Zeit werden Fragen aufkommen, wie: \u201aWarum werden wir gefoltert? Warum m\u00fcssen wir leiden und sterben, wir, unsere Br\u00fcder und Schwestern, unsere Frauen und Kinder? Warum wird der Name des H\u00f6chsten gel\u00e4stert? Warum l\u00e4sst Gott das alles zu?\u2018 Diese bis ins Mark und Bein dringende Ersch\u00fctterung wird 2 Reaktionen hervorrufen. All diejenigen, die nur ein oberfl\u00e4chliches Glaubensleben gef\u00fchrt haben, werden sich sagen: \u201aWarum unn\u00f6tig leiden?\u2018 und aufh\u00f6ren, sich zu Gott zu bekennen. Sie werden ihr Leben mehr lieben als Gott und Leiden um Christi Willen vermeiden. In dieser Zeit wird sich herausstellen, wer wirklich zu Gott geh\u00f6rt und w\u00fcrdig ist, das Reich zu empfangen. Nur diejenigen, die tief verwurzelt sind in der g\u00f6ttlichen Liebesbeziehung, werden den Sturm \u00fcberstehen. Als Lohn ihrer Treue werden sie sehen, wof\u00fcr es sich lohnt, durchzuhalten. Nach einer Zeit, zwei Zeiten und einer halben Zeit kommt die gro\u00dfe Wende.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Betrachten wir Vers 22: <b>\u201e<\/b><b>bis der kam, der uralt war und Recht schaffte den Heiligen des H\u00f6chsten und bis die Zeit kam, dass die Heiligen das Reich empfingen.\u201c <\/b>\u00dcber das Ende des Tieres hei\u00dft es im<b> <\/b>Vers 26:<b> \u201eDanach wird das Gericht gehalten werden; dann wird ihm seine Macht genommen und ganz und gar vernichtet werden.\u201c<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u201e<b>Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden.\u201c<\/b> (Mt 24,13) sagte unser Herr Jesus, im Hinblick auf die Endzeit.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Und der letzte Sieg wird grandios sein. Lesen wir Vers 27: \u201e<b>Aber<\/b> <strong>das Reich und die Macht und die Gewalt \u00fcber die K\u00f6nigreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des H\u00f6chsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist und alle M\u00e4chte werden ihm dienen und gehorchen.<\/strong><strong> <\/strong><strong>Das war das Ende der Rede.<\/strong><strong>\u201c <\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong>Daniel war sichtlich mitgenommen, nachdem er diese gewaltige Offenbarung gesehen hatte. Gott hatte ihm einen atemberaubenden Panoramablick \u00fcber die Geschichte gegeben: Von Babel bis in die Endzeit. Warum hat Gott das gemacht? Warum ist es wichtig, die Offenbarung zu kennen?<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong>Wir wollen mit der Gegenfrage beginnen. Was passiert, wenn wir sie nicht kennen oder nicht vor Augen haben? Dann f\u00fchren wir ein Leben, das sich mit unseren eigenen privaten Interessen \u2013 hier und jetzt &#8211; besch\u00e4ftigt: Was ziehe ich heute an? Herr hilf mir beim Shoppen die richtigen Schuhe zu finden. Wo gehe ich morgen essen? Herr, hilf mir ein gutes Men\u00fc zu finden. Oder lass mein Lieblingsteam gewinnen etc. Nat\u00fcrlich beten wir auch f\u00fcr andere aber haupts\u00e4chlich f\u00fcr diejenigen, die mir nahe stehen. Es ist nicht so leicht, Interesse f\u00fcr die Anliegen anderer zu entwickeln und wir k\u00f6nnen das z.B. auch daran messen, wenn wir die aktuellen Gebetslisten ausgedruckt bekommen. Es ist nicht so leicht, die Anliegen der Weltmission zu tragen, es ist viel leichter, f\u00fcr meine Pr\u00fcfung oder f\u00fcr Gottes Segen f\u00fcr mich zu beten. Somit dient unser Glauben haupts\u00e4chlich unseren eigenen Interessen. Doch das ist viel zu wenig. Gott m\u00f6chte unseren Horizont geh\u00f6rig erweitern. Wir sollen das gro\u00dfe Panoramabild der Geschichte vor Augen haben. Wir sollen sehen, wer Gott ist, der die Geschichte lenkt. Wir sollen sehen, wohin die Geschichte f\u00fchrt und wer wir sind, wozu wir bestimmt sind und welches Reich wir ererben werden.<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong>Durch das gro\u00dfe Bild lernen wir die Anliegen Gottes besser kennen und k\u00f6nnen uns f\u00fcr Gottes Anliegen interessieren und diese zu eigen machen, anstatt uns nur mit uns selbst zu besch\u00e4ftigen. Dann bekommt unser Gebet f\u00fcr die Weltmission auch eine v\u00f6llig neue Bedeutung, weil es ein wichtiger Teil im gro\u00dfen Ratschluss Gottes ist.<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong>Au\u00dferdem werden wir nicht so leicht ersch\u00fcttert, wenn wir unverschuldet leiden m\u00fcssen. Auf dem Weg zum Reich Gottes k\u00f6nnen uns viele existentielle N\u00f6te \u00fcberraschen: <\/strong>Beruflich, bildungstechnisch, zwischenmenschlich, in der Ehe, in der Kindererziehung, im pers\u00f6nlichen Glaubenskampf. W<strong>ir k\u00f6nnen umgeben sein von fliegenden L\u00f6wen, hungrige B\u00e4ren, vierk\u00f6pfigen Panthern oder von Finanzhaien. Das ist noch lange nichts im Vergleich zum Antichristen, der auf der Schlussetappe auf uns wartet. Wenn wir aber das gro\u00dfe Bild der Offenbarung kennen, dann k\u00f6nnen wir verstehen, dass meine Leiden Gottes Wort geradezu best\u00e4tigen und dass Gott am Wirken ist und wir auf dem richtigen Weg. Wir sollen erkennen, dass Gott dabei ist uns auf sein Reich vorzubereiten, indem er die Spreu vom Weizen trennt. Es ist unheimlich wichtig, Gottes Offenbarung zu kennen und wie Daniel im Herzen zu tragen. Dann f\u00fchren wir ein ganz anderes Leben als unsere Mitmenschen.<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Pers\u00f6nlich m\u00f6chte ich Gottes Offenbarung im meinem Alltag anwenden. Seit dem letzten Mitarbeitergespr\u00e4ch, mit meinem Vorgesetzten, ist meine berufliche Entwicklung viel St\u00e4rker in den Fokus ger\u00fcckt, weil ich die Aussicht bekommen habe, mich in den kommenden 1-2 zum Senior weiterzuentwickeln. Im B\u00fcro macht sich das jeden Tag bemerkbar, weil mir dieses Ziel st\u00e4ndig vor Augen schwirrt. Wenn ich den heutigen Text nicht auf mich anwende, besteht die Gefahr, dass ich mich ganz in meiner Arbeit verliere, wie einige meiner Kollegen. Mein Leben und mein Gl\u00fcck w\u00e4ren v\u00f6llig abh\u00e4ngig von Faktoren rund um meine Arbeit. Wenn alles gut l\u00e4uft, f\u00fchre ich ein gutes Leben. Wenn alles schlecht l\u00e4uft, ist mein Leben gescheitert. Ich w\u00e4re st\u00e4ndigen Auf und Abs ausgesetzt, ohne jegliche Konstante.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Ich will aber den Text auf mich selbst anwenden. Ich will vor Augen haben, wem ich letztendlich diene. Mein Leben soll im Einklang stehen mit dem Ratschluss Gottes. Ich will am selben Strang ziehen, wie Gott. Weil ich Gott kenne und mein finales Ziel, n\u00e4mlich sein Reich, habe ich eine ewige Konstante, eine absolute Gr\u00f6\u00dfe, in meinem Leben und kann durch die H\u00f6hen und Tiefen des Lebens schreiten und wissen sein: Egal wie finster das Tal auch sein mag, durch das ich schreiten muss, ich bin nicht auf mich allein gestellt, ich darf an der Seite des H\u00f6chsten wandeln, bis ich im Reich angekommen bin, das f\u00fcr mich vorbereitet ist.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Danken wir unserem Herrn, der uns die ganze Geschichte ausbreitet und loben seinen herrlichen Namen, denn wir haben allezeit Grund dazu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der H\u00f6chste und die Heiligen in seinem Reich Aber das Reich und die Macht und die Gewalt \u00fcber die K\u00f6nigreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des H\u00f6chsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist, und alle M\u00e4chte werden ihm dienen und gehorchen. 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