{"id":2393,"date":"2013-03-07T20:24:07","date_gmt":"2013-03-07T19:24:07","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2393"},"modified":"2022-11-18T12:23:25","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:25","slug":"predigt-daniel-61-29","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-daniel-61-29\/","title":{"rendered":"Predigt: Daniel 6,1 &#8211; 29"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Dan-P06.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">D<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">aniels <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">S<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">ieg durch das <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">G<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">ebet<\/span><\/b><\/span><\/span><\/h2>\n<h3 align=\"CENTER\">\u201e<b>Als nun Daniel erfuhr, dass ein solches Gebot ergangen war, ging er hinein in sein Haus. Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte.\u201c<\/b><i><b> <\/b><\/i><\/h3>\n<p align=\"CENTER\">(6,11)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u201eSeinem Gott\u201c- hei\u00dft es in diesem Vers. Und auch im Verlauf des gesamten Textes kommt dieser Ausdruck immer wieder vor, insgesamt sieben Mal. Was bedeutet es? Es weist auf die besondere pers\u00f6nliche Beziehung zwischen Gott und Daniel hin. Zwei Fragen wollen wir daher an diese Beziehung stellen: Was f\u00fcr ein Glaube von Daniel stand hinter dieser Beziehung? Und zweitens: Wer ist der Gott Daniels? M\u00f6ge Gott durch die Antworten auf diese Fragen in uns den geistlichen Wunsch erwecken, jenen Glauben von Daniel nachzuahmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Teil 1: Daniels \u00fcberragender Geist (V.1-4)<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wie wir letzte Woche erfahren haben, starb Belsazar, der babylonische K\u00f6nig. Was geschah nach seiner Ermordung? Betrachten wir Vers 1: <b>Und Darius aus Medien \u00fcbernahm das Reich, als er zweiundsechzig Jahre alt war.<\/b> <span style=\"color: #000000;\">Ein Meder namens Darius kam in einem Alter von 62 Jahren an die Macht.<\/span><span style=\"color: #000000;\"> Damit war das<\/span> babylonische Reich untergegangen. Die \u00c4ra des medo-persischen Reiches brach nun an. Wie wurde dieses Reich verwaltet?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wie wir in den Versen 2 und 3 zu lesen bekommen, setzte der K\u00f6nig 120 Statthalter \u00fcber sein Reich ein. \u00dcber diese wurden wiederum drei F\u00fcrsten eingesetzt. Durch diese hierarchische Struktur lie\u00dfen sich zum einen milit\u00e4rische Revolten, Steuerhinterziehungen und sonstige Intrigen leichter aufdecken und vermeiden, zum anderen konnten die Bed\u00fcrfnisse der Menschen im Reich besser ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Einer jener drei F\u00fcrsten war Daniel, der mittlerweile vermutlich \u00fcber 80 Jahre war. Daniel aber \u00fcbertraf alle F\u00fcrsten und Statthalter, wie uns Vers 4a mitteilt. Daniel war viel f\u00e4higer als seine Kollegen. Er muss sich sehr gut um die Statthalter, die ihm untergestellt waren, gek\u00fcmmert haben. Wir k\u00f6nnen uns vorstellen, dass er mit einer hervorragende Menschenkenntnis jeden einzelnen gut verstehen und ganz speziell helfen konnte. Mit einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Scharfsinnigkeit konnte er die Probleme, die die Statthalter zu ihm brachten, sehr gut und zur Zufriedenheit aller l\u00f6sen. Wenn Unruhen entstanden, konnte er die Lage n\u00fcchtern einsch\u00e4tzen und angemessen reagieren usw.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Woran aber hatte das gelegen, dass Daniel seine Arbeit so exzellent ausf\u00fchren konnte? Lesen wir gemeinsam Vers 4: <b>Daniel aber \u00fcbertraf alle F\u00fcrsten und Statthalter, denn es war ein \u00fcberragender Geist in ihm. Darum dachte der K\u00f6nig daran, ihn \u00fcber das ganze K\u00f6nigreich zu setzen.<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Gott hatte Daniel einen \u00fcberragenden Geist gegeben, durch den er in seiner Arbeit sehr gute Leistungen erbringen konnte. Der K\u00f6nig war von der Qualit\u00e4t seiner Arbeit sehr beeindruckt, sodass er ihn bef\u00f6rdern wollte. Daniel sollte der zweite Mann im Reich sein.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der Glaube an seinem Gott hatte Daniel also reichlich gesegnet. Glaubte aber Daniel nur in guten Zeiten an Gott?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Teil 2: Daniel betete zu seinem Gott (V. 5-11)<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Als der K\u00f6nig beabsichtigte, Daniel zu bef\u00f6rdern, hatten einige was dagegen. Betrachten wir Vers 5:<b> Da trachteten die F\u00fcrsten und Statthalter danach, an Daniel etwas zu finden, das gegen das K\u00f6nigreich <\/b><b>gerichtet w\u00e4re. <\/b>Daniels beide Kollegen sowie die Statthalter waren gegen seine Bef\u00f6rderung. Aus offenbar Neid und Stolz konnten es die beiden F\u00fcrsten nicht haben, dass nun Daniel \u00fcber sie stehen sollte. Gemeinsam mit den Statthaltern, die sie offenbar gegen Daniel aufgehetzt hatten, suchten die beiden F\u00fcrsten nun einen Plan, um Daniel auszuschalten. Wer solche Kollegen hat, braucht keine Feinde mehr. So versuchten sie etwas zu finden, was Daniel gegen die Interessen des K\u00f6nigs gemacht haben k\u00f6nnte. <b>Aber sie konnten keinen Grund zur Anklage und kein Vergehen finden; denn er war treu, sodass man keine Schuld und kein Vergehen bei ihm finden konnte,<\/b><i><b> <\/b><\/i>berichtet uns der Verfasser in Vers 5b.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Gegner konnten absolut gar nichts Schlechtes an Daniels Arbeit finden. Denn Daniel war stets loyal und vertrauensw\u00fcrdig gewesen. Auf eine Bestechung hatte er sich nie eingelassen. Mit seiner Arbeit ging er nicht nachl\u00e4ssig um. Vielmehr muss er seine Arbeit sehr gewissenhaft, verantwortungsbewusst und aufrichtig getan haben. Auf diese Weise versuchte Daniel Gott mit seinem Beruf zu ehren, mit dem ihn sein Gott gesegnet hatte.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Doch die Gegner von Daniel gaben nicht auf. Welchen Plan fassten sie nun? Betrachten wir Vers 6: <b>Da sprachen die M\u00e4nner: Wir werden keinen Grund zur Anklage gegen Daniel finden, es sei denn wegen seiner Gottesverehrung<\/b>.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die M\u00e4nner gr\u00fcbelten und gr\u00fcbelten und dann kam ein gro\u00dfes \u201eAha!\u201c. Sie wollten Daniel mithilfe seines Glaubens fangen. Dass sie \u00fcberhaupt auf diese Idee kamen, zeigt, dass ihnen Daniels Glaubensleben nicht verborgen war. Daniels pers\u00f6nliche Beziehung mit Gott war einfach un\u00fcbersehbar gewesen. Jeder wusste davon, wie sehr Daniel Seinen Gott lieb hatte. Und gerade damit, was Daniel am aller Liebsten war, wollten sie ihn in eine Falle locken.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wie sah ihr Plan denn genau aus? Betrachten wir die Verse 7-9. Die Idee der M\u00e4nner war ein Gesetz. Sie schlugen dem K\u00f6nig vor, 30 Tage lang das Beten zu einem Gott oder einem Menschen au\u00dfer zu Darius zu verbieten. Eine Sanktion hatten sie auch schon parat: Wer sich nicht an dieses Gesetz h\u00e4lt, solle in einer L\u00f6wengrube landen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Es sah so aus, als w\u00fcrden die F\u00fcrsten und Statthalter mit diesem Gesetz den K\u00f6nig schmeicheln wollen. Als wollten sie seine Herrschaft st\u00e4rken. 30 Tage sollte Darius wie der allerh\u00f6chste Gott behandelt werden, der nur allein angebetet werden darf. Das war doch echt nett gegen\u00fcber dem K\u00f6nig oder nicht? Aber in Wirklichkeit instrumentalisierten sie den K\u00f6nig, um Daniel auszuschalten. Sie gingen fest davon aus, dass Daniel selbst unter Androhung von L\u00f6wen seine Gottesverehrung nicht aufgeben w\u00fcrde. Ist dies nicht bemerkenswert? So sehr leuchtete Daniels Glauben in seiner Umgebung auf, dass seine Feinde fest damit rechneten, dass Daniel eher die L\u00f6wengrube w\u00e4hlt als das Gebet zu unterlassen. So authentisch war sein Glaube.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wie reagierte der K\u00f6nig auf den Vorschlag der F\u00fcrsten? &#8211; Betrachten wir Vers 10: <b>So lie\u00df der K\u00f6nig Darius das Schreiben und das Gebot aufsetzen.<\/b> Offenbar f\u00fchlte sich der K\u00f6nig durch den Gesetzesvorschlag sehr geschmeichelt, dass er ohne Bedenken eingewilligt hatte. Damit waren die W\u00fcrfel gefallen. Das Gesetz war genehmigt und konnte nicht mehr widerrufen werden. Nicht einmal vom K\u00f6nig selbst.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Durch die Verabschiedung des Gesetzes entstand f\u00fcr Daniel eine v\u00f6llig neue Situation. Davor war alles in Ordnung gewesen. Daniel konnte mit einem guten Gewissen vor Gott sein Bestes f\u00fcr den K\u00f6nig geben. Gott segnete seine Arbeit, sodass Daniel den K\u00f6nig \u00fcber die Ma\u00dfen hinaus zufrieden stellte. Ja besser konnte es gar nicht laufen: Sowohl Gott als auch der K\u00f6nig waren sehr erfreut und zufrieden \u00fcber Daniel.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Doch dann kam dieses Gebot. Nicht nur seine Karriere sondern sein Leben stand auf dem Spiel.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">W\u00e4hrend Daniel zuvor seine Arbeit mit dem Glauben gut vereinbaren konnte, gab es nun ein Entweder \u2013 Oder. Entweder w\u00fcrde er dem K\u00f6nig gehorchen und damit seine allerliebste Beziehung zu Gott aufgeben. Oder er w\u00fcrde weiterhin beten, h\u00e4tte es dann aber mit den L\u00f6wen zu tun.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Was tat Daniel? Lesen wir gemeinsam Vers 11a (bis Haus): <b>\u201e<\/b><b>Als nun Daniel erfuhr, dass ein solches Gebot ergangen war, ging er hinein in sein Haus.\u201c <\/b>Als Daniel von dem Gebot erfuhr, ging er nachhause, und wozu? Um zu beten. Daniel reagierte auf das Gesetz ausgerechnet mit Gebet. Wie unlogisch, ja widersinnig erscheint diese Reaktion. Aber umso mehr kommt zum Ausdruck, was f\u00fcr ein geistlicher Mann Daniel eigentlich gewesen war.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Als Daniel von dem Gebot erfuhr, dachte er nur eins: \u201e<i>Ich muss schnell hause und beten. Nur Gott kann mir jetzt helfen.<\/i>\u201c Daniel wusste keinen anderen Rat als zu beten. Das war seine einzige L\u00f6sung f\u00fcr sein Dilemma. Das Gebet war f\u00fcr ihn nicht die Gefahr, sondern eher die L\u00f6sung f\u00fcr die Gefahr.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Als Daniel entschied zu beten, hatte er verschiedene M\u00f6glichkeiten dazu. Er k\u00f6nnte sich in seinem Haus irgendwo verstecken und dort beten. Oder er k\u00f6nnte in den Gedanken zu Gott beten. Zudem k\u00f6nnte er sich sagen: <i>In diesen 30 Tagen werde ich nur ab und zu beten, um die Gefahr, erwischt zu werden, zu verringern.<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Machte das aber Daniel? Schr\u00e4nkte er sein bisheriges Gebetsleben in irgendeiner Weise ein? -Lesen wir gemeinsam Vers 11b: <b>Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte.<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Als Daniel nachhause kam, ging er die Treppen hinauf in sein Zimmer, kniete sich nieder und fing an zu beten, Gott zu loben und zu danken. In jedem Moment k\u00f6nnte jemand in sein Haus kommen und ihm beim Beten erwischen. Z.B. ein Bote vom K\u00f6nig, der Daniel eine neue Aufgabe oder Nachricht \u00fcberbringen sollte. Aber selbst wenn niemand hereinkam, konnte Daniel erwischt werden. Denn die Fenster waren offen, sodass er vermutlich gesehen werden konnte.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Daniel verbarg sein Gebetsleben also in keinster Weise. Er passte sein Gebetsleben \u00fcberhaupt nicht der kritischen Situation an. Er betete haargenau so wie er es bisher getan hatte. Au\u00dferdem ist es unglaublich schwer in einer solchen Situation zu beten. Normalerweise schie\u00dft einem immer wieder der Gedanke durch den Kopf: <i>\u201eEs kommt sicherlich gleich jemand! Jemand k\u00f6nnte hinter mir sein. Ich sollte lieber aufstehen und gehen! usw. <\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Ja, was f\u00fcr eine Standhaftigkeit und Disziplin, ja was f\u00fcr eine Treue und Kompromisslosigkeit, die wir hier zu sehen bekommen! Ein Glaube sondergleichen. Daniel liebte Gott nicht nur in guten sondern auch in schlechten Zeiten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Trotzdem m\u00fcssen wir uns fragen, warum denn Daniel nicht wenigstens die Fenster verschlossen hatte. Soviel hatte Gott von ihm doch nun wirklich nicht verlangt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Dass Daniel vor offenen Fenstern in Richtung Jerusalem betete, hat seinen Hintergrund in einem Gebet von K\u00f6nig Salomo bei der Einweihung des Tempels. Salomo bat Gott darum, dass er sich \u00fcber die Israeliten erbarmen m\u00f6ge, wenn sie im Exil sich bekehren und in Richtung zu dem Tempel in Jerusalem beten w\u00fcrden.<b> <\/b>Gott versprach Salomo sein Gebet zu erh\u00f6ren.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Aufgrund dieser Verhei\u00dfung betete Daniel stets vor offenen Fenstern in Richtung Jerusalem. Er betete f\u00fcr die Heimf\u00fchrung bzw. Wiederherstellung seines Volkes, wie sich aus Kapitel 9 entnehmen l\u00e4sst. Dabei betont er immer wieder, dass es Gott um seines Namens willen tun m\u00f6ge. Denn die derzeitige Lage seines Volkes entsprach \u00fcberhaupt nicht Gottes urspr\u00fcnglichen Plan f\u00fcr sein Volk. Kurz gesagt: Daniel betete f\u00fcr den Willen Gottes f\u00fcr sein Volk. Daniel trug in seinem Herzen die Anliegen Gottes.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Weil Daniel die Anliegen Gottes tief im Herzen trug, wollte er daf\u00fcr auf bestm\u00f6glicher Weise beten. Darin zeigt sich wie sehr sein Glaube in der Liebe zu Gott getr\u00e4nkt war. Da konnten die L\u00f6wen mal so laut br\u00fcllen, wie sie wollen&#8230;<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Gott h\u00e4tte zwar sicherlich nichts dagegen, wenn Daniel w\u00e4hrend dieser 30 Tage mal vor verschlossenen Fenstern gebetet h\u00e4tte. Aber solch ein Glaube wie der von Daniel denkt nicht: <i>Was darf ich?, was darf ich nicht tun?<\/i>, sondern: <i>Was kann ich tun, um Gott in bestm\u00f6glicher Weise zu dienen<\/i>. Ein solcher Glaube wie der von Daniel geht nicht nach dem Minimal-, sondern nach dem Maximalprinzip. Daniel wollte Gott nicht in vermindertem Ma\u00dfe sondern in vollem Ma\u00dfe dienen. Was wir hier in dieser Obergemach-Szene zu sehen bekommen, ist ein Glaube, der im Laufe von Daniels Leben zur vollen Reife gelangt ist.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">M\u00f6ge Gott einem jeden von uns helfen, diesen Glauben gut zu verinnerlichen und mit hohem Bestreben nachzuahmen. Ja, wie k\u00f6nnen wir eigentlich zu solch einem Glauben gelangen? Wir finden die Antwort im ein- und denselben Vers. Lesen wir noch einmal gemeinsam Vers 11: <b>\u201e<\/b><b>Als nun Daniel erfuhr, dass ein solches Gebot ergangen war, ging er hinein in sein Haus. Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte.<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">In diesem Vers f\u00fchrt uns der Verfasser in das Obergemach von Daniel. Und gerade dort finden wir das Geheimnis von Daniels Glauben, den wir schon so oft bewundert haben. Das Geheimnis ist das Gebet. Es ist das ausgepr\u00e4gte Gebetsleben von Daniel.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wir k\u00f6nnen von seiner Art und Weise des Gebets Vieles lernen: Wie der Verfasser berichtet, betete Daniel dreimal am Tag. Daniels Tagesablauf war durchsetzt vom Gebet. Wie es in einem Psalm hei\u00dft: <b>Abends und morgens und mittags will ich klagen und heulen, so wird er meine Stimme h\u00f6ren<\/b>. Wir k\u00f6nnen nicht von heute auf morgen solch einen reifen Glauben wie den von Daniel haben. Aber wir k\u00f6nnen uns ab sofort dazu entscheiden, dreimal am Tag zu beten. Es ist richtig: Die Bibel schreibt uns dies nirgendwo vor. Aber wenn du und ich den Glauben von Daniel gut verstanden haben, dann fragen wir nicht danach, was wir tun m\u00fcssen oder nicht tun brauchen, sondern wie wir Gott am wohlgef\u00e4lligsten dienen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">W\u00e4hrend uns schon die geringsten allt\u00e4glichen Angelegenheiten vom Beten abhalten k\u00f6nnen, hielt Daniel nicht einmal ein Haufe von L\u00f6wen davon ab.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Es gibt noch etwas, was uns vom Gebet abh\u00e4lt. Dies ist das Gef\u00fchl, keine Zeit zu haben. Ist es nicht so? W\u00e4hrend wir morgens und abends zu m\u00fcde sind, sind wir mittags oft zu besch\u00e4ftigt, um zu beten. Aber was sollen wir hierzu sagen? Hatte Daniel mehr Zeit als wir? Auf keinen Fall. Als Beamter h\u00f6chsten Grades hatte er allerhand zu tun. Sein Schreibtisch war sozusagen voll von Akten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Mit einem dreimaligen Gebet am Tag ist noch nicht alles gesagt. Es kommt auch darauf an, wie wir zu Gott beten. Dass Daniel sich vor Gott hinkniete, zeigt, dass er mit Demut und Ehrfurcht sowie mit einer ernsthaften Haltung zu Gott betete.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der Ausdruck \u201ebetete, lobte und dankte seinem Gott\u201c zeigt, dass Daniel nicht oberfl\u00e4chlich oder kurz zu Gott kam, sondern sich jedesmal Zeit f\u00fcr die herzliche Gemeinschaft mit Gott nahm. Bemerkenswert ist dabei auch, dass Daniel Gott nicht nur in guten Zeiten, sondern auch in dieser schwierigen Zeit lobte und dankte. Daniel kam also stets mit einer dankbaren Haltung zu Gott unabh\u00e4ngig von der Situation.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Weiterhin betete Daniel mit einem Herzen, das die Anliegen Gottes trug. Hierf\u00fcr haben wir durch die verschiedenen Gebetslisten der Gemeinde gute Gelegenheit dazu.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Und last but not least Daniel betete mit der Sehnsucht nach Jerusalem. Ebenso sollen auch wir mit der Sehnsucht nach dem himmlischen Jerusalem beten. Wenn wir mit der Sehnsucht nach dem himmlischen Jerusalem beten, wird unser Gebet automatisch geistlicher.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Teil 3: Daniel wird in die L\u00f6wengrube geworfen (V. 12-17)<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Daniel hatte sich mittlerweile ins Gebet vertieft. Wegen seiner Not betete er flehentlich. Er betete und betete und betete und was geschah? Betrachten wir Vers 12: <b>Da kamen jene M\u00e4nner eilends gelaufen und fanden Daniel, wie er betete und flehte vor seinem Gott<\/b>. \u201e<i>Waaas, ist das etwa die Antwort auf mein Gebet<\/i>? <i>Reagierst du etwa so auf meinen Super-Glauben?<\/i>\u201c h\u00e4tte sich Daniel fragen k\u00f6nnen. Was f\u00fcr eine Ersch\u00fctterung des Glaubens, die diese Situation mit sich brachte. Doch Daniels Glauben hielt diese Ersch\u00fctterung aus.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Nach diesem schrecklichen Ereignis k\u00f6nnte man auch so denken: \u201e<i>Ah, Gott hat zwar zugelassen, dass ich beim Beten erwischt worden bin. Aber er wird mir bestimmt durch den K\u00f6nig helfen, der mir so wohlgesonnen ist.<\/i>\u201c Aber hatte Gott diese Erwartung erf\u00fcllt?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Betrachten wir die Verse 13 und 14. Die b\u00f6sen M\u00e4nner waren vom Obergemach Daniels zum Palast gegangen. Dort sprachen sie den K\u00f6nig zun\u00e4chst auf das Gesetz an. Und so naiv wie der K\u00f6nig war, bekr\u00e4ftigte er das Gesetz. Dann begann die Petzerei: <b>Daniel, einer der Gefangenen aus Juda, der achtet weder dich noch dein Gebot, das du erlassen hast; denn er betet dreimal am Tage.<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Als das der K\u00f6nig h\u00f6rte, missfiel es ihm sehr (wie es in einer anderen \u00dcbersetzung von Vers 15 hei\u00dft). Der K\u00f6nig war also sehr ver\u00e4rgert \u00fcber die Nachricht. Denn es hatte bei ihm nun Klick gemacht. <i>Achso<\/i><i>o<\/i><i>.<\/i> <i>Ich bin reingelegt worden. Und noch viel schlimmer: Ich werde meinen besten Mann verlieren. Ups.<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Als der K\u00f6nig zu dieser gro\u00dfen Erkenntnis kam, setzte er alles darein, um Daniel zu erretten. Bis zum Sonnenuntergang bem\u00fchte er sich darum, Daniel die Freiheit zu erhalten. Wir wissen nicht genau, welche Ma\u00dfnahmen er hierzu ergriff. Vielleicht versuchte er Daniel dazu zu \u00fcberreden,<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">zu leugnen, dass er gebetet habe. Oder er suchte nach einer Gesetzesl\u00fccke. Oder er versuchte, f\u00fcr Daniel eine Fluchtm\u00f6glichkeit zu finden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wie auch immer, Darius versuchte das Gesetz in irgendeiner Weise zu umgehen. Als das jene M\u00e4nner merkten, kamen sie noch einmal zum K\u00f6nig. <b>Du wei\u00dft doch, K\u00f6nig, es ist das Gesetz der Meder und Perser, dass alle Gebote und Befehle, die der K\u00f6nig beschlossen hat, unver\u00e4ndert bleiben sollen<\/b>.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Als der K\u00f6nig so unter Druck gesetzt worden war, gab er nach und befahl, Daniel in die Grube zu werfen. Ein \u201eNormal-Gl\u00e4ubiger\u201c setzt seine Hoffnung bewusst oder unbewusst bis zum letzten Ende auf die Hilfe von Menschen. Aber wenn klar geworden ist, dass kein Mensch ihm helfen kann, dann ist das Geschrei gro\u00df: \u201e<i>Gott, Gott wie kannst du denn so meinen Glauben ignorieren? Warum machst du denn nichts? Usw.<\/i>\u201c<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Als Daniel zum Ort der L\u00f6wengrube gebracht worden war, war dort auch der K\u00f6nig anwesend. Da standen sich nun zwei alte M\u00e4nner gegen\u00fcber. <b>Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, der helfe dir! <\/b>sagte Darius dann zu Daniel. Diese Worte meinten nichts anderes als: \u201e<i>Tut mir leid, Daniel, ich kann dir nicht helfen. Nur Gott kann dir jetzt noch helfen<\/i>\u201c. \u201e<i>Du, du, nicht Gott, du du sollst mir helfen jetzt sofort.<\/i>\u201c w\u00fcrde wir in dieser Situation wohl sagen. Und wenn alle Hoffnung auf Rettung dahin ist, kommen Gedanken und Gef\u00fchle der Entt\u00e4uschung, der Angst, der Verbitterung gegen\u00fcber Gott und der Reue \u00fcber die eigene Glaubensentscheidung.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Doch Daniel hingegen, obwohl er nicht verstand, warum Gott nicht eingegriffen hatte; obwohl er nicht verstand, warum ihm dies alles geschehen war, hielt Glauben.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Und mit diesem Glauben ging er bis ans \u00e4u\u00dferste Ende. Denn Vers 17 berichtet, dass Daniel tats\u00e4chlich in die L\u00f6wengrube geworfen wurde.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der Glaube von Daniel war erhaben \u00fcber alle unbeantworteten Fragen und Ungewissheiten. Er konnte so glauben, weil er auf die Liebe bzw. Person Gottes vertraute. Und er konnte auf die Liebe Gottes vertrauen, weil er eine innige Liebesbeziehung zu Gott hatte, durch die er Ihn mehr und mehr kennengelernt hatte.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Bisher haben wir gesehen, wie Daniel seinerseits die pers\u00f6nliche Beziehung zu Gott ausgelebt hatte. Doch von Gott haben wir bisher noch nichts gesehen. Wie reagierte Gott auf den Glauben Daniels? Wie zeigte Er sich als den Gott Daniels?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Teil 4: Daniels Gott gibt Rettung (V. 18-29)<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Als Daniel in die L\u00f6wengrube hineingeworfen war, wurde ein Stein vor die Grube gestellt und mit dem Ring des K\u00f6nigs sowie seiner M\u00e4chtigen versiegelt. So w\u00fcrde es niemand wagen, Daniel zu erretten. Nun herrschte eine gro\u00dfe Freude, sowohl bei den b\u00f6sen M\u00e4nnern als auch bei den L\u00f6wen. Doch wie ging es dem K\u00f6nig? Betrachten wir Vers 19: <b>Und der K\u00f6nig ging weg in seinen Palast und fastete die Nacht \u00fcber und lie\u00df kein Essen vor sich bringen und konnte auch nicht schlafen.<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Traurig ging der K\u00f6nig wieder in seinen Palast. Weil er aber um Daniel Leid trug, wollte er nichts essen und konnte nicht schlafen. In dieser Nacht muss der K\u00f6nig viel \u00fcber Daniel nachgedacht und sich \u00fcber seine Erfahrungen mit ihm erinnert haben. \u201e<i>Ach wie war das doch damals mit Daniel? So ein kluger Mann und dazu auch so aufrichtig und so mutig.<\/i>\u201c W\u00e4hrend er so \u00fcber Daniel nachgedacht hatte, muss er hinter allem Au\u00dfergew\u00f6hnlichen an Daniels Person stets den Grund in Gott gefunden haben.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Auf diese Weise k\u00f6nnte sich seine Zuversicht, dass der Gott Daniels tats\u00e4chlich lebt und Seinen Knecht f\u00fcr seine bedingungslose Treue durch Bewahrung aus der L\u00f6wengrube belohnen k\u00f6nnte, verst\u00e4rkt haben. So stand der K\u00f6nig schon fr\u00fch am Morgen auf und ging eilends zur L\u00f6wengrube. &#8211; Vers 22: \u201e<b>Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes, hat dich dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, auch erretten k\u00f6nnen von den L\u00f6wen.<\/b>\u201c fragte der K\u00f6nig \u00e4ngstlich, als er vor der L\u00f6wengrube stand.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Was der K\u00f6nig dann aus der L\u00f6wengrube zu h\u00f6ren bekam, war sicherlich mehr als er sich erhoffen konnte. Lesen wir gemeinsam Vers 23: <b>Daniel aber redete mit dem K\u00f6nig: Der K\u00f6nig lebe ewig! Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den L\u00f6wen den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten; denn vor ihm bin ich unschuldig, und auch gegen dich, mein K\u00f6nig, habe ich nichts B\u00f6ses getan. <\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Daniel lebte. Er war kerngesund, sodass er heiter und fr\u00f6hlich den K\u00f6nig begr\u00fc\u00dfen konnte. <i>Der K\u00f6nig lebe ewig!<\/i> Dabei war Daniel ganz der Alte geblieben. Kaum hatte er den K\u00f6nig begr\u00fc\u00dft, redete er schon wieder von Gott. Er berichtete von seiner wunderbaren Rettung.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Beinahe w\u00e4ren die Fetzen geflogen. Doch dann geschah dass Unglaubliche. Gott trat f\u00fcr seinen Knecht, der vor Ihm und vor dem K\u00f6nig unschuldig war, ein. Er sandte seinen Engel. Der verstopfte den L\u00f6wen den Rachen, sodass sie nicht in der Lage waren, Daniel zu verschlingen. <b>Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich beh\u00fcten auf allen deinen Wegen <\/b>hei\u00dft es in einem Psalm.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Als der K\u00f6nig diese Worte h\u00f6rte, war er \u00fcberaus froh und lie\u00df Daniel aus der Grube herausholen. Daniel hatte nicht eine einzige Verletzung an sich gehabt. Nicht einen einzigen Kratzer konnten sie ihm versetzen. Rein gar nichts konnten sie ihm antun. Und warum? <b>Denn er hatte seinem Gott vertraut<\/b>, erkl\u00e4rt Vers 24.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wie offenbarte sich Gott noch als den ganz pers\u00f6nlichen Gott von Daniel? Betrachten wir Vers 25: <b>Da lie\u00df der K\u00f6nig die M\u00e4nner, die Daniel verklagt hatten, holen und zu den L\u00f6wen in die Grube werfen samt ihren Kindern und Frauen. Und ehe sie den Boden erreichten, ergriffen die L\u00f6wen sie und zermalmten alle ihre Knochen. <\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der K\u00f6nig warf die Feinde Daniels samt deren Kindern und Frauen in die Grube. Dabei wurden diese von den L\u00f6wen recht herzlich willkommen gehei\u00dfen. Sie lie\u00dfen nun ihren Appetit aber auch ihren \u00c4rger, die sie wegen Daniel bekommen hatten, auf diese M\u00e4nner und deren Familien aus. Dabei erf\u00fcllte sich buchst\u00e4blich ein Wort aus Spr\u00fcche, wo es hei\u00dft: <b>Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen<\/b>. Hinter allem stand der Gott Daniels, der Daniel nicht nur erretten, sondern auch seine Feinde restlos vernichten wollte. Daniel selbst hatte sich \u00fcberhaupt nicht gegen seine Feinde gewehrt. Stattdessen vertraute er seinem Gott. Und dieser setzte sich f\u00fcr ihn komplett ein.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wie gereichte die wunderbare Errettung Daniels schlie\u00dflich zur Verherrlichung Gottes? Betrachten wir die Verse 26-28. Darius erl\u00e4sst ein weiteres Gesetz, wo er allen Menschen in seinem Reich befiehlt, den Gott Daniels zu f\u00fcrchten. Er verk\u00fcndigt ihn dabei als den lebendigen und ewigen Gott, dessen Reich und Herrschaft kein Ende haben. Er verk\u00fcndigt ihn als Retter und Nothelfer; als einer, der Wunder und Zeichen tut, wie etwa die Errettung Daniels von der Grube.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Was geschah schlie\u00dflich mit Daniel? Betrachten wir Vers 29: <b>Und Daniel hatte gro\u00dfe Macht im K\u00f6nigreich des Darius und auch im K\u00f6nigreich des Kyrus von Persien. <\/b>Daniel war eigentlich ein zum Tode Verurteilter gewesen. Einer der zum Fra\u00df der L\u00f6wen beschlossen war. Doch sein Gott, mit dem er eine tiefe pers\u00f6nliche Beziehung f\u00fchrte, holte ihn aus dem tiefsten Abgrund heraus und setzte ihn an die fast h\u00f6chste Stelle des Reiches. Und diese Position hielt Daniel inne, selbst als der Nachfolger Kyrus die Herrschaft antrat.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Worte \u201emein Gott\u201c sind leicht ausgesprochen. Doch die volle Bedeutung dieser Worte kennt nur der, der sich auf eine tiefe pers\u00f6nliche Beziehung mit Gott eingelassen hat. Was \u201emein Gott\u201c wirklich hei\u00dft, versteht nur der, der mit Gott in seiner Vergangenheit in tiefe Abgr\u00fcnde gegangen ist und dann erfahren hat, wie Gott ihn herausgeholt hat.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wenn wir uns auf die tiefe pers\u00f6nliche Beziehung mit Gott einlassen, dann kann sich Gott zudem durch uns zu unseren Mitmenschen m\u00e4chtig offenbaren und verherrlichen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Was ich von Daniel lernen m\u00f6chte, ist erstens sein tiefes Vertrauen in die Liebe Gottes, das er bis<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">in die L\u00f6wengrube hinein behielt. Oft habe ich in meiner Vergangenheit eine Reaktion Gottes auf eine Glaubensentscheidung von mir erwartet. Wenn sich dann die Erwartung nicht erf\u00fcllte, kam in mir Entt\u00e4uschung auf. Deswegen m\u00f6chte ich von Daniel den Glauben lernen, der erhaben \u00fcber alle unbeantwortete Fragen und Ungewissheiten ist.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Weiterhin hat mich auch die Standhaftigkeit und Liebe von Daniel zu seinem Gott angesprochen. Wie ihn so nichts von der Gemeinschaft mit Gott abhalten konnte und wie er die Anliegen Gottes so tief im Herzen trug. Ich sehe, dass ein gro\u00dfer Unterschied zwischen seiner und meiner Liebe zu Gott besteht. Deswegen m\u00f6chte ich mein Gebetsleben, durch das die Beziehung zu Gott tiefer wird, wieder auffrischen, da es in der letzten Zeit immer mehr eingeschlafen war.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">M\u00f6ge Gott unter uns viele Daniels und Danielas aufstellen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Lesen wir zum Schluss das Leitwort: <b>\u201e<\/b><b>Als nun Daniel erfuhr, dass ein solches Gebot ergangen war, ging er hinein in sein Haus. Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte.\u201c<\/b><i><b> <\/b><\/i>(6,11)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Daniels Sieg durch das Gebet \u201eAls nun Daniel erfuhr, dass ein solches Gebot ergangen war, ging er hinein in sein Haus. 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