{"id":2374,"date":"2013-02-17T14:03:22","date_gmt":"2013-02-17T13:03:22","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2374"},"modified":"2022-11-18T12:23:27","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:27","slug":"predigt-daniel-31-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-daniel-31-30\/","title":{"rendered":"Predigt: Daniel 3,1 \u2013 30"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Daniel-3.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\" lang=\"de-DE\"><strong>So  kann  er  uns  erretten<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Wenn unser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem gl\u00fchenden Ofen und aus deiner Hand, o K\u00f6nig, kann er erretten. Und wenn er&#8217;s nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten wollen.\u201c<\/strong><em><strong> <\/strong><\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(3.17.18)<\/p>\n<p>Du und ich haben Glauben. Und ich denke, jeder der in diesem Raum sitzt, hat Glauben. Aber Glaube ist nicht gleich Glaube. Es gibt unterschiedliche Qualit\u00e4ten von Glauben. Selbst die D\u00e4monen glauben, wie es in einem Brief im NT hei\u00dft. Daher ist die entscheidende Frage: <em>Welche Vorstellung hat Gott von dem Glauben, wie er sein soll?<\/em><\/p>\n<p>Zur Beantwortung dieser Frage ist das Buch Daniel geradezu pr\u00e4destiniert. Seitdem wir dieses Buch studieren, sind wir immer wieder von dem Glauben von Daniel und dem seiner drei Freunden beeindruckt und angesprochen worden. In dem heutigen Text wird uns der Glaube der drei Freund Daniels in besonderer Weise vor Augen gef\u00fchrt.  M\u00f6ge Gott durch die Besch\u00e4ftigung mit dem Glauben der drei M\u00e4nner in uns den geistlichen Wunsch erwecken, deren Glauben nachzuahmen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><strong>Teil 1: Der Glaube de<\/strong><strong>r drei Freunde Daniels (V. 1- 18)<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Der K\u00f6nig Nebukadnezar war sehr erfolgreich gewesen. Sein Reich war riesengro\u00df geworden. Dar\u00fcber konnte er sich sicherlich freuen. Doch andererseits muss er stets die Sorge gehabt haben, dass sein Reich zerfallen k\u00f6nnte. Da war ja auch noch dieser Traum gewesen, der ihm sagte, dass sein Reich nicht f\u00fcr immer bestehen w\u00fcrde.  Wie versuchte Nebukadnezar sein Reich zu stabilisieren?<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 1: <strong>Der K\u00f6nig Nebukadnezar lie\u00df ein goldenes Bild machen sechzig Ellen hoch und sechs Ellen breit und lie\u00df es aufrichten in der Ebene Dura im Lande Babel.<\/strong><\/p>\n<p>Nebukadnezar richtete eine goldene G\u00f6tzenfigur auf, die ca. 28 m  hoch und ca. 3 m breit war. Zur Veranschaulichung: Die Jesusstatur in Rio de Janeiro ist 30 m hoch (wenn man den 8m hohen Sockel abzieht). Die G\u00f6tzenfigur stand aber nicht in Brasilien, sondern in der Provinz Babel, auf  flachem Land, wo ein Euphrat-Nebenfluss namens Nahe Dura floss.<\/p>\n<p>Zu diesem Ort versammelte der K\u00f6nig die F\u00fcrsten, Statthalter, und alle Personen, die eine der h\u00f6heren Positionen in der Verwaltung des Reiches innehatten, z.B. Richter, Berater und Kassenf\u00fchrer, wie die Verse 2-3 berichten. Die Versammlung diente der Einweihung des Bildes. Denn als alle diese Personen zusammengekommen waren, gab der K\u00f6nig die Anweisung, sich vor dem Bild aufzustellen. Auf diese Weise sollten die Machthaber ihren Respekt und Anerkennung des G\u00f6tzens zum Ausdruck bringen.<\/p>\n<p>Doch dies war nicht die einzige Anweisung. Nebukadnezar lie\u00df durch seinen Herold ein Gesetz ausrufen \u2013 Verse 4b \u2013 6: <strong>Es wird euch befohlen, ihr V\u00f6lke<\/strong><strong>r und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen: Wenn ihr h\u00f6ren werdet den Schall der Posaunen, Trompeten, Harfen, Zithern, Fl\u00f6ten, Lauten und aller andern Instrumente, dann sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der K\u00f6nig Nebukadnezar hat aufrichten lassen. Wer aber dann nicht niederf\u00e4llt und anbetet, der soll sofort in den gl\u00fchenden Ofen geworfen werden.<\/strong><\/p>\n<p>Niederfallen und anbeten sollten die V\u00f6lker es, aus denen die Regierungsleute kamen. Jedes Volk, jede Nation, einfach jeder im Reich Nebukadnezars sollte sich vor dem goldenen Bild niederwerfen und anbeten. Ein Zusammenspiel von allen m\u00f6glichen Instrumenten sollte das Signal zur Anbetung geben. Sobald das pomp\u00f6se Signal erklang, bekam jeder bestimmt erst einmal einen Schuss Adrenalin ins Blut. Und dann galt\u00b4s: Entweder niederknien oder ab in den Ofen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Anbetung des G\u00f6tzenbildes war also Nebukadnezars vollster Ernst. Warum das? Mit dem G\u00f6tzenbild wollte Nebukadnezar sein Reich unter einer Religion schaffen. Allm\u00e4hlich w\u00fcrde sich aus dieser Religion eine neue Kultur des Reiches und dadurch wiederum ein Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zwischen den V\u00f6lkern aus so verschiedenen Sprachen entwickeln.  Eine Einheit w\u00fcrde entstehen, was das Reich enorm stabilisieren w\u00fcrde \u2013 so vermutlich der politische Gedanke von Nebukadnezar.<\/p>\n<p>Wie reagierten die Menschen in Nebukadnezars Reich auf das Gebot? Betrachten wir Vers 7: <strong>Als sie nun h\u00f6rten den Schall der Posaunen, Trompeten, Harfen, Zithern, Fl\u00f6ten und aller anderen Instrumente, fielen nieder alle V\u00f6lker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen und beteten an das goldene Bild, das der K\u00f6nig Nebukadnezar hatte aufrichten lassen.<\/strong><\/p>\n<p>Alle V\u00f6lker reagierten auf das Signal. Sie hatten \u00fcberhaupt keine Bedenken das Bild anzubeten. Mit ihrem Verhalten bezeugten die V\u00f6lker, dass hinter ihren Religionen kein lebendiger Gott stand. Ihre G\u00f6tter gaben ihnen einerseits nicht die Zuversicht, sie von der Strafe des K\u00f6nigs retten zu k\u00f6nnen, andererseits wurden sie von den Menschen nicht f\u00fcr wert erachtet, ihnen \u00fcber ihren Tod hinaus treu zu sein.<\/p>\n<p>So beteten also alle V\u00f6lker das G\u00f6tzenbild von Nebukadnezar an. Es schien so, dass sich niemand seinem Gebot widersetzt hatte. Nebukadnezar muss sehr zufrieden gewesen sein. Doch nicht lange. Er bekam Besuch von chald\u00e4ischen M\u00e4nnern, die ihm eine  unerfreuliche Botschaft \u00fcberbrachten. Betrachten wir Vers 12: <strong>Nun sind da j\u00fcdische M\u00e4nner, die du \u00fcber die einzelnen Bezirke im Lande Babel gesetzt hast, n\u00e4mlich Schadrach, Meschach und Abed-Nego; die verachten dein Gebot und ehren deinen Gott nicht und beten das goldene Bild nicht an, das du hast aufrichten lassen.<\/strong><\/p>\n<p>Da gab es drei M\u00e4nner im Reich von Nebukadnezar, die dem Gebot des K\u00f6nigs nicht gehorchten. Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Die drei Freunde Daniels.  Wir erinnern uns, sie regierten \u00fcber Babel. Ausgerechnet da, wo das G\u00f6tzenbild aufgerichtet wurde.  Gerade von ihnen als Statthalter wurde erwartet, dass sie sich vor dem G\u00f6tzenbild niederwerfen und es anbeten. Ihre Weigerung war ein Skandal ohnegleichen. Ein absolutes \u201eNo-Go\u201c(w\u00fcrde man heute sagen). Ein Entsetzen musste durch ganz Babel gegangen sein.<\/p>\n<p>Wieso machten denn Schadrach, Meschach und Abed-Nego so etwas? Wieso setzten sie ihr Leben aufs Spiel? Wie wir sie schon aus dem ersten Kapitel kennengelernt haben, waren alle Drei gottesf\u00fcrchtige M\u00e4nner gewesen. Als solche war es ihnen keineswegs egal, was Gott den Juden klipp und klar verbot: <strong>Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im  Wasser unter der Erde ist<\/strong><\/p>\n<p>In einer solchen Situation wie der der Freunde Daniels k\u00f6nnen leicht zwei Herzen im Gl\u00e4ubigen schlagen (oder besser gesagt: da wird das Zwei-Herzen-Problem eines Gl\u00e4ubigen erst so richtig offenbar): Einerseits m\u00f6chte man im Reinen mit Gott bleiben. Andererseits ist da die Furcht vor dem Menschen. Als Ausweg kann man sich leicht selbst betr\u00fcgen, um sein Gewissen zu beruhigen, etwa mit derartigen Gedanken: <em>Ach, Gott will bestimmt nicht, dass ich mir solch einen Druck mache. Ich soll mal nicht so gesetzlich sein. Ob ich mich mal hinknie oder nicht, darum geht\u2019s doch Gott gar nicht. Gott schaut auf das Herz. Kein Problem, ich werde Gott im Herzen weiter anbeten.  Gott wei\u00df, wie ich ihm bisher treu gewesen bin. Er wird jetzt sicherlich Verst\u00e4ndnis f\u00fcr meine Situation haben. Au\u00dferdem war es ja Gott, der uns als Statthalter eingesetzt hat. Gott hat einen Plan mit uns. Deswegen m\u00fcssen wir diese Fratze mal anbeten, damit wir Gottes gro\u00dfartigen Plan mit uns verwirklichen k\u00f6nnen usw.\u201c <\/em>Doch die drei Freunde Daniels dachten nicht so. Sie hielten mit einem klaren Bewusstsein daran fest, dass das Gebot des K\u00f6nigs ein krasser Versto\u00df gegen Gottes Gebot war.<\/p>\n<p>Was geschah, als die drei Freunde von den chald\u00e4ischen M\u00e4nnern beim K\u00f6nig verpetzt wurden? Betrachten wir Vers 13: <strong>Da befahl Nebukadnezar mit Grimm und Zorn, Schadrach, Meschach und Abed-Nego vor ihn zu bringen. Und die M\u00e4nner wurden vor den K\u00f6nig gebracht.<\/strong> Nebukadnezar platzte der Kragen. Sofort mussten Schadrach, Meschach und Abed-Nego<strong> <\/strong>vor ihm antanzen. Nun standen die drei Freunde direkt vor dem K\u00f6nig. Der  Herrscher des riesigen Babylonischen Reiches war nun in unmittelbarer N\u00e4he. Mit einem grimmigen Gesicht muss er die drei Freunde tief in die Augen geschaut haben.  <strong>Wie? Wollt ihr, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, meinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten, das ich habe aufrichten lassen?<\/strong> <strong>Wohlan, seid bereit! Sobald ihr den Schall der Posaunen, Trompeten, Harfen, Zithern, Fl\u00f6ten, Lauten und aller anderen Instrumente h\u00f6ren werdet, so fallt nieder und betet das Bild an, das ich habe machen lassen! Werdet ihr es aber nicht anbeten, dann sollt ihr sofort in den gl\u00fchenden Ofen geworfen werden. <\/strong>sagte Nebukadnezar zu den Dreien. Wie furcht einfl\u00f6\u00dfend musste dieser Moment gewesen sein! Es ist noch einmal etwas anderes sich in der unmittelbaren N\u00e4he des K\u00f6nigs dessen Gebot zu widersetzen als aus der Ferne. Da kann selbst einem gottesf\u00fcrchtigen Gl\u00e4ubigen schon das Herz in die Hose rutschen.<\/p>\n<p>Nebukadnezar hatte sein Gebot noch einmal wiederholt. Offensichtlich bekamen Schadrach, Meschach und Abed-Nego eine zweite Chance. Eigentlich h\u00e4tten die Drei schon l\u00e4ngst in den Feuerofen geworfen werden m\u00fcssen. Denn der Herold rief ja aus: <em>\u201eDer soll <\/em><em><span style=\"text-decoration: underline;\">sofort<\/span><\/em><em> in den gl\u00fchenden Ofen geworfen werden<\/em><em><strong>.<\/strong><\/em>\u201c   Doch nun galt\u00b4s.  Wenn sie sich immer noch weigerten, w\u00fcrden sie ganz sicher in den Feuerofen geworfen werden.<\/p>\n<p><strong>Lasst sehen, wer der Gott ist, der euch aus meiner Hand erretten k\u00f6nnte!<\/strong> Sagt Nebukadnezar schlie\u00dflich. In der wortw\u00f6rtlichen \u00dcbersetzung hei\u00dft es: <strong>Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand retten k\u00f6nnte? <\/strong>Kommen uns<em> s<\/em>olche Worte nicht bekannt vor? <strong>Wo ist ein Gott unter den G\u00f6ttern aller L\u00e4nder, der sein Land aus meiner Hand errettet h\u00e4tte, dass allein der HERR Jerusalem aus meiner Hand erretten sollte?<\/strong> sagte einmal der assyrische K\u00f6nig Sanherib zum Volk Israel.<\/p>\n<p>Wie Sanherib war auch Nebukadnezar von sich selbst \u00fcberzeugt. Beide hatten den Glauben an ihre Macht. Sie waren sich so sicher, dass niemand, nicht einmal Gott die Menschen von ihrer Strafe retten k\u00f6nne. Dieser Glaube war gar nicht so aus der Luft gegriffen. Er wurde durch menschliche Erfahrungen immer wieder bekr\u00e4ftigt. Sie hatten so viele Nationen besiegt. Und nie war da ein Gott, der sein Volk aus deren Hand erretten konnte. Und auch so machte Nebukadnezar immer wieder die gleiche Erfahrung: Wenn er jemand bestrafen wollte, dann wurde dieser auch tats\u00e4chlich bestraft. Wann hatte er es schon erlebt gehabt, dass ihn jemand dabei aufgehalten hat. Was er wollte, das geschah. Warum sollte es jetzt bei Schadrach, Meschach und Abed-Nego anders sein? Wenn er anordnete, dass sie in den Ofen geworfen werden sollen, dann wird dies auch ganz sicher getan. Und wenn sie im Ofen sind, dann werden sie auch ganz sicher verbrennen. Wie sollten sie da noch errettet werden k\u00f6nnen? Soweit Nebukadnezars Glaube.<\/p>\n<p>Welchen Glauben hingegen vertraten die drei Freunde Daniels? &#8211; Lesen wir gemeinsam die Verse 16 und 17: <strong>Da fingen an Schadrach, Meschach und Abed-Nego und sprachen zum K\u00f6nig Nebukadnezar: Es ist nicht n\u00f6tig, dass wir dir darauf antworten.<\/strong> <strong>Wenn unser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem gl\u00fchenden Ofen und aus deiner Hand, o K\u00f6nig, kann er erretten.<\/strong><\/p>\n<p>Die drei M\u00e4nner sagten sinngem\u00e4\u00df:<strong> <\/strong><em>Es ist nicht n\u00f6tig auf  deine Frage: Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand retten k\u00f6nnte? zu antworten. Nat\u00fcrlich kann uns unser Gott, den wir verehren, erretten, selbst dann, wenn wir uns schon im Ofen befinden. Du kannst so m\u00e4chtig sein wie du willst, f\u00fcr Gott ist es aber \u00fcberhaupt gar kein Problem, uns auch aus deiner Hand zu erretten. Vorausgesetzt nat\u00fcrlich Er will es.<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Nebukadnezar fest an seine Macht glaubte, glaubten die Drei fest an die Allmacht Gottes. <em>So kann er uns erretten<\/em>, bezeugten sie dem K\u00f6nig. \t\t                    Was bezeugten sie ihm noch?<em> <\/em>&#8211; Lesen wir gemeinsam Vers 18: <strong>Und wenn er\u00b4s nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten wollen.<\/strong><\/p>\n<p>\u201e<em>So sollst du dennoch wissen\u201c, <\/em>sagten sie. Mit einer faszinierenden geistlichen Autorit\u00e4t traten die drei Freunde dem K\u00f6nig entgegen und erteilten ihm dann eine klare Absage: \u201e<em>dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten wollen\u201c. <\/em><\/p>\n<p>Auch wenn Gott sie nicht retten wollte, waren die drei Freunde nicht bereit, das goldene Bild anzubeten. Die drei Freunde hatten die Haltung: \u201e<em>Ich bleibe im Glauben, auch wenn es mir mein Leben kostet<\/em>\u201c. \u201e<em>Auch wenn die Leiden schrecklich sind; auch wenn mein Glaube mich sozusagen \u201everraten\u201c w\u00fcrde, trotzdem halte ich an meinen Glauben fest.\u201c <\/em>Ihnen war Gott zu ehren wichtiger als der gr\u00f6\u00dfte Schaden. Ihr Glaube ging \u00fcber ihren Tod hinaus.<\/p>\n<p>Dies war ein m\u00e4chtiges Bekenntnis der drei M\u00e4nner gegen\u00fcber Nebukadnezar. Es hatte etwa die Botschaft: \u201e<em>Nebukadnezar,<\/em> d<em>ieses Leben ist nicht alles. Unser ein und alles ist der lebendige Gott.\u201c<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Ist dein und mein Glaube so wie der der drei Freunde? K\u00f6nnen wir solch ein klares Bekenntnis ablegen. Wir sollen solch einen Glauben wie den der drei M\u00e4nner haben. Hei\u00dft das jetzt, dass wir alle in den Feuerofen m\u00fcssen?<\/p>\n<p>Nein, der Glaube der Drei war durch zwei wesentliche  Dinge gekennzeichnet. Erstens dass sie fest an die Allmacht Gottes glaubten. <em>So kann er uns erretten<\/em>, sagten sie. Wenn wir uns selbst in den schrecklichsten N\u00f6ten und Problemen befinden, so sollen wir wie die Drei fest daran glauben, dass Gott helfen kann, dass Gott befreien kann.<\/p>\n<p>Zweitens sollen wir aber unseren Glauben nicht an festen Erwartungen bzgl. Gottes Eingreifen kn\u00fcpfen und unseren Glauben nicht davon abh\u00e4ngig machen, ob Gott diese Erwartungen erf\u00fcllen wird oder nicht. Unser Glaube soll nicht nur teilweise, sondern komplett gottzentriert sein, sodass wir bereit sind Glauben zu halten, selbst wenn wir daf\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Schaden erleiden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Wie konnten die drei Freunde so einen wunderbaren Glauben lernen? Aufschluss hierf\u00fcr geben uns drei Stellen aus dem Neuen Testament: Im Johannes-Evangelium hei\u00dft es an einer Stelle: <strong>Wer meine Gebote hat und h\u00e4lt sie, der ist\u00b4s, der mich liebt. <\/strong>Wir k\u00f6nnen davon ausgehen, dass die klare Haltung der drei Freunde aus einer intakten Liebesbeziehung mit Gott resultierte. Sie f\u00fchrten ein pers\u00f6nliches Glaubensleben vor Gott, wo sie st\u00e4ndig danach trachteten, Gottes Gebote zu halten. Als dann die unerwartete Not einbrach, konnten sie ihr mit einem festen Glauben entgegentreten.<\/p>\n<p>Wenn wir in der intakten Liebesbeziehung mit Gott leben, dann bleiben wir geistlich fit und werden im Glauben wachsen. Wenn dann eine unerwartete Not einbricht, werden wir nicht allzu leicht von ihr umgehauen, sondern k\u00f6nnen ihr mit festem Glauben entgegentreten.<\/p>\n<p>Die klare Haltung der drei Freunde<strong> <\/strong>resultierte aus einer intakten Liebesbeziehung mit Gott. Wenn wir  ein pers\u00f6nliches Glaubensleben vor Gott, wo wir st\u00e4ndig danach trachteten Gottes Gebote zu halten, dann werden wir nicht allzu leicht von N\u00f6ten umgehauen, sondern k\u00f6nnen klaren Glauben aufweisen. Die zweite Stelle ist Folgende: <strong>Und f\u00fcrchtet euch nicht vor denen, die den Leib t\u00f6ten, doch die Seele nicht t\u00f6ten k\u00f6nnen; f\u00fcrchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der H\u00f6lle. <\/strong>Die drei Freunde f\u00fcrchteten Gott mehr als den K\u00f6nig. Durch die Gottesfurcht k\u00f6nnen wir die Furcht vor den Menschen \u00fcberwinden und dadurch Glauben halten, selbst wenn uns schreckliche Konsequenzen angedroht werden. Die dritte Stelle finden wir im Hebr\u00e4er-Brief: <strong>Andere aber sind gemartert worden und haben die Freilassung nicht angenommen, damit sie die Auferstehung, die besser ist, erlangten. <\/strong>Wir k\u00f6nnen von der Haltung der drei Freunde, die nicht an ihre hohe Stellung, ja an ihrem Leben nicht hingen, ausgehen, dass sie Glauben an die Auferstehung hatten. Wenn wir aus der Hoffnung an die Auferstehung leben, dann werden wir nicht an diesem Leben h\u00e4ngen und unseren Glauben nicht von einem irdischen Segen abh\u00e4ngig machen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Alles sch\u00f6n und gut. Die drei Freunde hatten einen klaren Glauben. Aber Nebukadnezar auch.  Wessen Glaube hatte denn nun Recht? Welcher Glaube wurde best\u00e4tigt?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><strong>Teil 2: Gottes wunderbare Rettung (V. 19-30)<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Wie reagierte der K\u00f6nig auf das m\u00e4chtige Bekenntnis der drei Freunde? &#8211; Betrachten wir die Verse 19-20. Die klare Weigerung der Drei lie\u00df Nebukadnezar regelrecht vor Wut explodieren. W\u00e4hrend er den Dreien zuvor noch eine Chance geben wollte, fing er nun an sie \u00fcber alles zu hassen. Daher versch\u00e4rfte er die Strafe. Er machte den Ofen noch hei\u00dfer als gew\u00f6hnlich. Siebenmal so viel bedeutet wohl so hei\u00df wie m\u00f6glich. Er w\u00e4hlte sogar seine besten M\u00e4nner aus, die die Drei festbinden und in den Feuerofen werfen sollten.  Damit sie ja nicht auf irgendeine Weise  der Strafe entkommen k\u00f6nnten. Nebukadnezar handelte also jetzt ganz gem\u00e4\u00df seinem Glauben. Es fand jetzt sozusagen ein Battle statt zwischen dem Glauben von Nebukadnezar und dem Glauben der drei Freunde. Dabei bekamen Nebukadnezar einen Vorsprung, sodass er mal frei nach seinem Glauben handeln konnte.<\/p>\n<p>Doch was berichtet uns Vers 22: <strong>Weil das Gebot des K\u00f6nigs so streng war, sch\u00fcrte man das Feuer im Ofen so sehr, dass die M\u00e4nner, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufbrachten, von den Feuerflammen get\u00f6tet wurden. <\/strong><\/p>\n<p>Das Feuer im Ofen war so hei\u00df, dass Nebukadnezars beste M\u00e4nner bereits durch die Feuerflammen aus der Ferne verbrannten. Die Idee des K\u00f6nigs, seine besten M\u00e4nner einzusetzen, war also im wahrsten Sinne des Wortes ein Schuss in den Ofen. Er verlor seine besten M\u00e4nner, und das gerade durch das besonders hei\u00dfe Feuer. So machte Gott die beiden Ma\u00dfnahmen die der K\u00f6nig gegen die drei Freunde traf, zur Torheit. Es stand jetzt 1:0 f\u00fcr den Glauben der drei Freunde.<\/p>\n<p>Was war aber mit Schadrach, Meschach und Abed-Nego? Bewahrte sie Gott  vor  dem Feuerofen? &#8211; Betrachten wir Vers 23: <strong>Aber die drei M\u00e4nner, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen hinab in den gl\u00fchenden Ofen, gebunden wie sie waren. <\/strong>Nein, sowohl Schadrach als auch Meschach und Abed-Nego fielen <em><span style=\"text-decoration: underline;\">tats\u00e4chlich<\/span><\/em> in den Ofen hinein, gebunden wie sie waren. Bereits im Vers 21 wurde dies klipp und klar berichtet, dass die drei M\u00e4nner tats\u00e4chlich und in ihrer gesamten Kleidung in den Feuerofen geworfen wurden. Nun sah es so aus, als h\u00e4tte Nebukadnezars Glauben gesiegt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Doch welchen unerwarteten Wendepunkt leitete Gott ein?<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 24-25:  <strong>Da entsetzte sich der K\u00f6nig Nebukadnezar, fuhr auf und sprach zu seinen R\u00e4ten: Haben wir nicht drei M\u00e4nner gebunden in das Feuer werfen lassen? Sie antworteten und sprachen zum K\u00f6nig: Ja, K\u00f6nig. Er antwortete und sprach: Ich sehe aber vier M\u00e4nner frei im Feuer umhergehen und sie sind unversehrt; und der vierte sieht aus, als w\u00e4re er ein Sohn der G\u00f6tter.<\/strong><\/p>\n<p>Als die drei Freunde in den Ofen geworfen wurden, schaute Nebukadnezar von au\u00dfen dem Feuer zu. Er wollte mit eigenen Augen sehen, wie diese M\u00e4nner verbrannten. Doch was er dann zu sehen bekam, war wirklich unglaublich: Die drei M\u00e4nner lebten noch,  obwohl sie sich innerhalb des Feuerofens befanden. Sie bewegten sich frei im Feuer, als w\u00fcrden sie im Ofen spazieren gehen. Aber nicht nur das, Nebukadnezar bemerkt zuerst eine andere erstaunliche Tatsache: In dem Ofen waren vier und nicht drei M\u00e4nner. Wie war dies m\u00f6glich? Dass aus drei allm\u00e4hlich zwei und dann eins und schlie\u00dflich null werden, ist nachvollziehbar. Aber wie konnten aus drei vier werden? Und dazu sah der vierte Mann herrlich aus, laut Nebukadnezar wie ein Sohn der G\u00f6tter.<\/p>\n<p><em>Na Nebukadnezar, was war denn da los im Ofen<\/em><em>? Lass es mich dir sagen: Das was du da im Ofen zu sehen bekommst, ist die m\u00e4chtige Antwort Gottes auf deine Frage: <\/em><strong>Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand retten k\u00f6nnte?<\/strong><\/p>\n<p>Gott  errettete seine Knechte nach seinem Verhei\u00dfungswort aus Jesaja, das lautet:<strong> <\/strong><strong>und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. <\/strong><\/p>\n<p>Und weil Gott der Glaube der M\u00e4nner so sehr gefiel, ging Gott selbst oder ein Engel mit ins Feuer hinein zu ihnen, um sie zu erretten.  Gott h\u00e4tte auch den Feuerofen ausl\u00f6schen k\u00f6nnen oder eine andere Errettungsma\u00dfnahme ergreifen k\u00f6nnen. Doch Gott gefiel es, am Schicksal der M\u00e4nner direkt teilzunehmen und sie dann zu erretten. So bekannte Gott sich in einer wunderbaren Weise zu seinen Knechte, die sich zuvor zu ihm ganz klar bekannt hatten.<\/p>\n<p>Nun war es klar. Der Glaube der drei Freunde hatte gesiegt. Gott hatte den Glauben seiner drei Knechte in herrlichster Weise best\u00e4tigt und gleichzeitig Nebukadnezar gedem\u00fctigt. Wie ging Nebukadnezar mit dieser m\u00e4chtigen Offenbarung Gottes um? Erkannte er sie an?<\/p>\n<p>Betrachten wir den Vers 26: <strong>Und Nebukadnezar  trat vor die T\u00fcr des gl\u00fchenden Ofens und sprach: Schadrach,  Meschach und Abed-Nego, ihr Knechte des H\u00f6chsten, tretet heraus und kommt her!  Da traten Schadrach, Meschach und Abed-Nego heraus aus dem Feuer. <\/strong><\/p>\n<p>Der K\u00f6nig befahl Schadrach, Meschach und Abed-Nego aus dem Ofen herauszutreten. Aber er redete nun in einem ganz anderen Ton zu ihnen. Er begann Respekt zu ihnen zu haben, indem er sie als \u201eKnechte des H\u00f6chsten\u201c bezeichnete.<\/p>\n<p>Man kann Vieles gegen Nebukadnezar sagen. Aber eins muss man ihm lassen. Er war ein fairer Verlierer. Als ich einmal mit einem Studenten \u00fcber den Glauben sprach und ihm aufzeigte, wie in der Bibel sich Prophetien tats\u00e4chlich erf\u00fcllt haben, erwiderte er mir mit der M\u00f6glichkeit von Zeitmaschinen. Dieser Student erkannte die Offenbarung Gottes nicht an. Aber Nebukadnezar schon.<\/p>\n<p>Nebukadnezar war nicht der einzige Augenzeuge des Wunders. Betrachten wir Vers 27: <strong>Und die F\u00fcrsten, W\u00fcrdentr\u00e4ger, Statthalter und R\u00e4te des K\u00f6nigs kamen zusammen und sahen, dass das Feuer den Leibern dieser M\u00e4nner nichts hatte anhaben k\u00f6nnen und ihr Haupthaar nicht versengt und ihre M\u00e4ntel nicht versehrt waren; ja, man konnte keinen Brand an ihnen riechen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Statthalter und Oberbeamten waren auch dabei. Sie alle konnten sehen, dass die Drei komplett unversehrt waren, nicht einmal die Haare oder ihre Kleidung waren verbrannt. Ja, nicht einmal nach Feuer rochen sie.  Einfach niegelnagelneu.  Im Originalzustand waren sie geblieben. Nebukadnezar konnte den Dreien nicht auch nur ein einziges Haar kr\u00fcmmen. Dies erinnert an die Worte des Herrn: <strong>Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gez\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n<p>Als die hohen Leute, die Augenzeuge des Wunders geworden waren, wieder in ihre Bezirke zur\u00fcckgekehrten, sprach sich dieses Ereignis sicherlich im gesamten Reich herum. Auf diese Weise offenbarte und verherrlichte sich Gott im gesamten Babylonischen Reich als den wahren und allm\u00e4chtigen und rettenden Gott.<\/p>\n<p>Welche Wirkung hinterlie\u00df das Wunder auf Nebukadnezar? Lesen wir gemeinsam Vers 28: <strong>Da fing Nebukadnezar an und sprach:  Gelobt sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut und des K\u00f6nigs Gebot nicht gehalten haben, sondern ihren Leib preisgaben; denn sie wollten keinen andern Gott verehren und anbeten als allein ihren Gott. <\/strong><\/p>\n<p>Die wundersame Bewahrung der drei M\u00e4nner veranlasste Nebukadnezar zum Lobpreis Gottes. Ihn beeindruckte, wie Gott so sehr f\u00fcr seine Knechte, die ihm vertrauen, eintrat und rettete, ja sogar daf\u00fcr bereit war, seinen Engel zu schicken. W\u00e4hrend er zuvor das Verhalten der drei M\u00e4nner als unerh\u00f6rte Rebellion verstand, betrachtet er es jetzt geistlich: Er sah hinter deren Verhalten ihr Vertrauen, Hingabe und Treue gegen\u00fcber Gott bis an den Tot.<\/p>\n<p>Durch die wundersame Rettungstat erwies Nebukadnezar Gott gro\u00dfen Respekt vor, sodass er ein weiteres Gebot erlie\u00df \u2013 Vers 29:<strong> Wer unter allen V\u00f6lkern und Leuten aus so vielen verschiedenen Sprachen den Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos l\u00e4stert, der soll in St\u00fccken gehauen und sein Haus zu einem Schutthaufen gemacht werden.  Denn es gibt keinen andern Gott als den, der so erretten kann. <\/strong>Nebukadnezar, der zuvor frech gesagt hatte: <strong>Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand retten k\u00f6nnte?<\/strong>, drohte nun jedem in seinem Reich an, ihn kurz und klein zu hauen, wenn er es wagen w\u00fcrde, Gott zu l\u00e4stern.<\/p>\n<p>Nebukadnezar erwies nicht allein Gott, sondern auch Schadrach, Meschach und Abed-Nego Respekt, indem er sie wieder in Babel einsetzte und ihnen gro\u00dfe Macht gab. Dahinter steckte nat\u00fcrlich der Segen Gottes auf den Glauben seiner Knechte.<\/p>\n<p>Gott \u00e4nderte das Geschehen in wunderbarer Weise: Was anfangs mit Not und Schwierigkeiten f\u00fcr die drei M\u00e4nner begann, endete mit gro\u00dfer Errettung und gro\u00dfer Anerkennung. Was anfangs mit L\u00e4sterung begann, endete schlie\u00dflich mit gro\u00dfer Verherrlichung und Ehrfurcht Gottes im gesamten Reich.<\/p>\n<p>Da kann man nur mit Paulus sagen: <strong>O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!<\/strong><\/p>\n<p>Im ersten Teil haben wir gesehen, welchen vorbildlichen Glauben die drei Freunde Daniels hatten. Sie hatten eine feste Zuversicht, auf das, was sie hofften, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Im zweiten Teil bekamen sie Gottes Best\u00e4tigung daf\u00fcr, indem sie tats\u00e4chlich aus dem Feuerofen errettet wurden, eben geradeso wie sie hofften und wie sie nicht daran zweifelten, dass Gott das tun kann.<\/p>\n<p>Worauf gr\u00fcndet dein und mein Glaube? Wenn wir unseren Glauben wie Nebukadnezar auf uns bauen oder auf unsere Erfahrungen oder Gef\u00fchl oder sonst etwas, dann werden wir fr\u00fcher oder sp\u00e4ter scheitern. Dies ist nur eine Frage der Zeit. Wenn aber unser Glaube auf Gott, also seine Allmacht und rettende Liebe gr\u00fcndet, dann werden wir erfahren, wie Gott nachtr\u00e4glich unseren Glauben best\u00e4tigt und sich zugleich dadurch verherrlicht und sich uns und den anvertrauten Menschen noch mehr offenbart.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Mein Jahresleitwort ist: Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht f\u00fchren. Ich w\u00e4hlte dies JLW, weil ich den Wunsch hatte, in diesem Jahr mehr aus Glauben zu leben als wie im letzten Jahr, wo ich darin aufgrund meiner Eigensinnigkeit oft versagt hatte. Die drei Freunde sind mir in der Erf\u00fcllung meines JLW ein wirklich gutes Vorbild. Sie verlie\u00dfen sich wirklich nicht auf ihren Verstand. Denn es ist nicht mit dem Verstand zu erfassen, wie Gott einen aus dem Feuerofen unversehrt erretten kann. Stattdessen verlie\u00dfen sie sich von ganzem Herzen auf die Allmacht Gottes und gedachten an ihn in allen ihren Wegen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Z<\/p>\n<p>Lesen \twir zum Schluss noch einmal das Leitwort: <strong>\u201eWenn \tunser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem \tgl\u00fchenden Ofen und aus deiner Hand, o K\u00f6nig, kann er erretten. Und \twenn er&#8217;s nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir \tdeinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten \tlassen, nicht anbeten wollen.\u201c<\/strong><em><strong> <\/strong><\/em>(3.17.18)<\/p>\n<p>war habe ich Glauben, doch muss ich immer wieder feststellen, wie schnell mir der Glaube entweicht. Insofern beeindruckt mich der Glaube der drei Freunde sehr, wie sie so standhaft sein konnten. F\u00fcr mich ist es erstaunlich, wie sie bei einem so gro\u00dfen Erwartungsdruck und bei so einer bitteren Strafe dennoch klaren Kurz halten konnten. Aber da sie auch nur Menschen waren,  zeigt mir das, dass es nicht unm\u00f6glich ist, solchen Glauben zu haben. Hierf\u00fcr m\u00f6chte ich mich darum bem\u00fchen, stets in der intakten Liebesbeziehung zu leben. Anstatt hin und wieder in Resignation und Unglauben zu fallen, zweitens stets die Tatsache im Herzen behalten, dass Gott mehr zu f\u00fcrchten ist als Menschen, und drittens aus der Auferstehungshoffnung heraus leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download So kann er uns erretten \u201eWenn unser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem gl\u00fchenden Ofen und aus deiner Hand, o K\u00f6nig, kann er erretten. 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