{"id":2355,"date":"2013-02-02T12:32:18","date_gmt":"2013-02-02T11:32:18","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2355"},"modified":"2022-11-18T12:23:28","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:28","slug":"predigt-daniel-11-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-daniel-11-21\/","title":{"rendered":"Predigt: Daniel 1,1 \u2013 21"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Dan-P01.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Daniel nahm sich in seinem Herzen vor<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Aber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, dass er sich mit des K\u00f6nigs Speise und mit seinem Wein nicht unrein machen wollte und bat den obersten K\u00e4mmerer, dass er sich nicht unrein machen m\u00fcsste.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Dan 1,8)<\/p>\n<p><strong>Teil I Die Verschleppung Daniels (1-7)<\/strong><\/p>\n<p>Welcher tiefgreifende Wandel fand in Daniels noch jungem Leben statt? Betrachten wir Verse 1 und 2. Daniel musste mit ansehen, wie Nebukadnezar, mit seiner m\u00e4chtigen Streitmacht, bis nach Jerusalem vordrang und es belagerte. Er sah die feindliche Bedrohung aus n\u00e4chster N\u00e4he. Und er musste mit ansehen, wie sein K\u00f6nig, Jojakim, nichts gegen den m\u00e4chtigen Feind ausrichten konnte. Alle Verteidigungsma\u00dfnahmen scheiterten. Jerusalem wackelte und fiel. Vom einst so stolzen K\u00f6nigreich blieb nicht mehr viel \u00fcbrig. Zu all dem \u00dcbel musste er mit ansehen, wie das Haus Gottes gepl\u00fcndert wurde. Die Sieger nahmen einen Teil der Ger\u00e4te aus dem Haus Gottes und stellten sie in die Schatzkammer ihres Gottes. Das war ein Schock nach dem Schock.<\/p>\n<p>Diese Schocks k\u00f6nnen einem den Todessto\u00df versetzen. Warum l\u00e4sst Gott so etwas zu? Sind die G\u00f6tter Babylons st\u00e4rker? Oder hat Gott sein Volk endg\u00fcltig verlassen? Wird Juda dasselbe schreckliche Schicksal erleiden, wie das Nordreich, und ebenfalls untergehen? Viele Fragen h\u00e4tten aufkommen k\u00f6nnen. Wenn wir Vers 2 betrachten, lesen wir dort: <strong>\u201eUnd der Herr gab in seine Hand Jajakim, den K\u00f6nig von Juda und einen Teil der Ger\u00e4te aus dem Hause Gottes.\u201c<\/strong> Gott war weder machtlos noch unt\u00e4tig. Im Gegensatz. Es war Gott, der den Babyloniern den Sieg schenkte und einen Teil der Ger\u00e4te. W\u00e4hrend die G\u00f6tter Babylons nichtexistent waren, ist Gott lebendig und m\u00e4chtig. Was Gott sich in seinem Ratschluss vornimmt, geschieht. Und Gott hatte sein Volk mehrfach davor gewarnt. Wir haben die Geschichte der K\u00f6nige und der K\u00f6nigreiche studiert. Es waren die Gr\u00e4ueltaten von Manasse im Speziellen und der G\u00f6tzendienst des K\u00f6nigreichs im Allgemeinen, die Gott dazu bewegten, das Volk in die Hand ihrer Feinde zu geben. (Vgl. 2.K\u00f6n 24,1-4)<\/p>\n<p>Dieses Ereignis offenbart Gottes Weisheit. Die Eroberung durch Babylon war nicht nur Gottes Gericht, sondern auch Gottes Initiative, sein Volk vom G\u00f6tzenkult zu reinigen. W\u00e4hrend sein Volk sich im Heiligen Land mit allen m\u00f6glichen G\u00f6tzen verunreinigte, w\u00fcrde die Diaspora in den jeweiligen Hochburgen des G\u00f6tzenkults zur Bu\u00dfe und Absonderung und Reinigung vom G\u00f6tzendienst bewirken. Durch die Zerschlagung und Verschleppung f\u00fchrte er sein Volk wieder zur\u00fcck, zum wahren Gott. Wir lernen Gott als weise und klug kennen, der die Ereignisse der Geschichte nach seinem guten Ratschluss lenkt. Oft versteht der Mensch die Handlungen Gottes nicht. Doch letztendlich werden alle erkennen, wie weise und herrlich der Weg Gottes ist.<\/p>\n<p>Was befahl der neue Eroberer seinem obersten K\u00e4mmerer? Verse 3 und 4: <strong>\u201eer sollte einige von den Israeliten ausw\u00e4hlen, und zwar von k\u00f6niglichem Stamm und von edler Herkunft, junge Leute, die keine Gebrechen h\u00e4tten, sondern sch\u00f6n, begabt, weise, klug und verst\u00e4ndig w\u00e4ren, also f\u00e4hig, an des K\u00f6nigs Hof zu dienen; und er sollte sie in Schrift und Sprache der Chald\u00e4er unterrichten lassen.\u201c<\/strong> Der K\u00f6nig war auf der Suche nach k\u00f6niglichen Dienern, die ihm am Hof dienen sollten. Auf seiner Suche war er unheimlich w\u00e4hlerisch. Er wollte die Besten der Besten. Sie sollten nicht nur vom Adel abstammen, sondern auch jung sein, sch\u00f6n, begabt, weise, klug, verst\u00e4ndig und f\u00e4hig. Er wollte die Elite der Elite, die Cr\u00e9me de la Cr\u00e9me. Vers 5b f\u00fcgt hinzu: <strong>\u201eso sollten sie drei Jahre erzogen werden und danach vor dem K\u00f6nig dienen.\u201c<\/strong> Die begabten jungen M\u00e4nner, man sch\u00e4tzt Daniels Alter auf 14 oder 15, sollten so etwas wie ein 3 j\u00e4hriges Studium absolvieren, um sich f\u00fcr den k\u00f6niglichen Dienst zu qualifizieren. Diese 3 Jahre waren allerdings keine reine Bildungsma\u00dfnahme, sondern ein richtiges Umerziehungsprogramm. Sie sollten die Sprache und Schrift der Chald\u00e4er studieren, t\u00e4glich essen und trinken, was Ihnen der K\u00f6nig als Speise und Trank gab, die \u00fcbrigens den heidnischen G\u00f6ttern der Babylonier geweiht waren, und wir erfahren durch Vers 7 sogar, dass sie umbenannt wurden. <strong>\u201eUnter ihnen waren aus Juda Daniel, Hananja, Mischael und Asarja. Und der oberste K\u00e4mmerer gab ihnen andere namen und nannte Daniel Beltschazar und Hananja Schadrach und Mischael Meschach und Asarja Abed-Nego.\u201c<\/strong> Warum wurden sie umbenannt? Wenn wir die Bedeutungen ihrer alten und neuen Namen betrachten, liegt die Antwort auf der Hand. Daniel bedeutet: \u201eGott ist mein Richter\u201c, Hananja: \u201eDer Herr ist gn\u00e4dig\u201c, Mischael: \u201eWer ist Gott?\u201c und Asarja: \u201eDer Herr ist meine Hilfe\u201c. Sind das nicht geistliche Namen? Daniel z.B. (Gott ist mein Richter) konnte sich jeden Tag daran erinnern, dass er nicht selbst f\u00fcr sein Recht eintreten musste. Er konnte erdulden und ertragen, wenn ihm B\u00f6ses widerfuhr. Anstatt Selbstjustiz auszu\u00fcben, konnte er vertrauensvoll sagen: \u201eGott ist mein Richter\u201c. Hananja (Der Herr ist gn\u00e4dig), wurde t\u00e4glich an die Gnade Gottes erinnert. Das stimmt, Gott ist gn\u00e4dig und das gibt Hoffnung, in Zeiten der Niedergeschlagenheit. Mischael (Wer ist Gott?) wurde ein Leben lang dazu ermutigt, zu fragen: \u201eWer ist Gott?\u201c Auf immer neue Weise konnte er Gott kennen lernen, der sich auf vielseitige Weise offenbart. Und Asarja (Der Herr ist meine Hilfe) konnte auch in gro\u00dfer Not auf Gott hoffen. Allesamt phantastische Namen, die sie t\u00e4glich an ihren Gott erinnerten!<\/p>\n<p>Was aber bedeuteten ihre neuen Namen? Daniel bekam den Namen: \u201eDie Herrin (Gemahlin Baals) bewahre den K\u00f6nig\u201c. Hananja bekam den Namen: \u201eBefehl Akus (babylonischer Mondgott)\u201c. Mischael den Namen: \u201eWer ist wie Aku\u201c, und Asarja musste auf den Namen h\u00f6ren: \u201eKnecht des Scheinenden (auch Nabu genannt, ein Gott der Vegetation)\u201c. Wir sehen ganz deutlich, dass Daniel und seine Freunde eine v\u00f6llig neue Identit\u00e4t annehmen sollten, um als Beamte Nebukadnezars arbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie leicht war es, sich der neuen Welt, der neuen Umgebung, der neuen Weltanschauung, der neuen Religion und der neuen Identit\u00e4t einfach hinzugeben, ihr ausgeliefert zu sein, zu kapitulieren und sich zu f\u00fcgen und einfach das beste aus seiner Lage zu machen, d.h. eine Karriere am Hofe des neuen K\u00f6nigs anzustreben! Daniel h\u00e4tte seine Freunde als Konkurrenten ansehen und sie bekriegen und bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen, um die Nase vorn zu haben.<\/p>\n<p>Diese Entscheidung traf er allerdings nicht. Was nahm er sich in seinem Herzen vor?<\/p>\n<p><strong>Teil II\tDaniels Glaubensentscheidung (8-21)<\/strong><\/p>\n<p>Lesen wir Vers 8: <strong>\u201eAber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, dass er sich mit des K\u00f6nigs Speise und mit seinem Wein nicht unrein machen wollte, und bat den obersten K\u00e4mmerer, dass er sich nicht unrein machen m\u00fcsste.\u201c<\/strong> Ein Jugendlicher, vielleicht 14, vielleicht 15, traf eine grandiose Glaubensentscheidung in seinem Herzen. (Er hatte nicht die M\u00f6glichkeit, seine Entscheidung auf FB zu posten, er schwang keine gro\u00dfen Reden, im Stillen traf er eine Entscheidung in seinem Herzen) Er sagte sich: Ich will nicht essen und nicht trinken, was mir der K\u00f6nig vorschreibt. Was bedeutet das? War das die rebellische Entscheidung eines pubertierenden Jugendlichen? Es gab einen entscheidenden Grund, aus dem Daniel sich in seinem Herzen vornahm, nicht zu essen, was er essen sollte. Im Vers 8 lesen wir: \u201e<strong>nicht unrein machen wollte<\/strong>\u201c. Er wollte sich nicht verunreinigen.<\/p>\n<p>Warum wollte Daniel ein reines Leben f\u00fchren? Wir bekommen Einblick in sein Glaubensleben. Sein Land war besiegt, seine Stadt erobert, sein Tempel zerst\u00f6rt, deren Inhalt gepl\u00fcndert, er konnte keine Opfer mehr bringen, um S\u00fchne vor Gott zu erlangen. Eigentlich konnte er sich keine Hoffnung mehr \u00fcber die M\u00f6glichkeit der Gemeinschaft mit Gott machen. Doch obwohl Land, Stadt und Tempel zerst\u00f6rt worden waren, war sein Glaube nicht zerst\u00f6rt. Er glaubte, dass er auch inmitten der g\u00f6tzendienerischen Hochkultur eine Beziehung mit Gott haben konnte. Und weil Gott in der Schrift bspw. geboten hat: <strong>\u201eH\u00fcte dich, einen Bund zu schlie\u00dfen mit den Bewohnern des Landes, damit sie, wenn sie ihren G\u00f6ttern nachlaufen und ihnen opfern, dich nicht einladen und du von ihrem Opfer isst.\u201c<\/strong> (2.Mose 34,15) wollte Daniel gehorchen und meiden, was die Babylonier ihren G\u00f6ttern opferten, um rein zu bleiben und Gemeinschaft mit Gott zu haben.<\/p>\n<p>Betrachten wir schrittweise, was geschehen ist, nachdem er diese Entscheidung in seinem Herzen getroffen hatte. Vers 9: <strong>\u201eUnd Gott gab es Daniel, dass ihm der oberste K\u00e4mmerer g\u00fcnstig und gn\u00e4dig gesinnt wurde.\u201c<\/strong> Gott reagierte unmittelbar, auf Daniels Herzensentscheidung. (Er hatte es nicht gepostet). Gott sieht alles, auch das Innere des Herzens und Gott wei\u00df alles und h\u00f6rt alles und nichts ist vor ihm verborgen. Und Gott freute sich offenbar \u00fcber Daniels Glaubensentscheidung, die er in seinem Herzen getroffen hatte. Viele junge Christen oder auch nicht junge Christen, wissen oft nicht was eine Glaubensentscheidung bedeuten kann. Man k\u00f6nnte sie untersch\u00e4tzen und denken: \u201eWas macht es schon f\u00fcr einen Unterschied&#8230;\u201c An Daniels Beispiel sehen wir, dass es einen wesentlichen Unterschied macht. Gott handelte und der oberste K\u00e4mmerer pers\u00f6nlich wurde Daniel gn\u00e4dig gesinnt.<\/p>\n<p>Im Vers 10 lesen wir seine Worte: <strong>\u201eDer sprach zu ihm: Ich f\u00fcrchte mich vor meinem Herrn, dem K\u00f6nig, der euch eure Speise und euern Trank bestimmt hat. Wenn er merken w\u00fcrde, dass euer Aussehen schlechter ist als das der andern jungen Leute eures Alters, so br\u00e4chtet ihr mich bei dem K\u00f6nig um mein Leben.\u201c<\/strong> Ist das nicht erstaunlich? Der oberste K\u00e4mmerer sch\u00fcttete Daniel sein Herz aus. Er sprach von seinen \u00c4ngsten: \u201eIch f\u00fcrchte mich vor meinem Herrn&#8230;\u201c Wahrscheinlich ist Daniel sehr offen mit ihm umgegangen. Der K\u00e4mmerer wollte sicher wissen, warum sie das Essen des K\u00f6nigs meiden wollten. Schlie\u00dflich war es ein Privileg. Alle wollten gerne essen, was der K\u00f6nig t\u00e4glich a\u00df. Und wahrscheinlich hat Daniel seinen Glauben bekannt und dass er sich vor seinem Herrn f\u00fcrchtete und \u00e4hnliches sagte nun auch der oberste K\u00e4mmerer.<\/p>\n<p>Hatte Daniel Erfolg? Ganz klar, nein. Der oberste K\u00e4mmerer war ihm zwar gn\u00e4dig gesinnt, erteilte ihm dennoch eine klare Absage, denn er meinte, dass Daniel und seine Freunde durch ihre Di\u00e4t in einer schlechteren Verfassung sein w\u00fcrden, wie der Rest der Jugendlichen.<\/p>\n<p>Was tat Daniel, nachdem er eine klare Abfuhr erteilt bekommen hatte? Betrachten wir Vers 11: <strong>\u201eDa sprach Daniel zu dem Aufseher, den der oberste K\u00e4mmerer \u00fcber Daniel, Hananja, Mischael und Asarja gesetzt hatte\u201c.<\/strong> Daniel gab nicht auf und versuchte es in der zweiten Instanz, beim Aufseher. Daniel bewies nicht nur Entschlossenheit, trotz aller Hindernisse aus Glauben zu leben und rein zu sein, in den folgenden Versen bewies er auch Klugheit und Kreativit\u00e4t. In den Versen 12 und 13 schlug er vor: \u201e<strong>Versuch\u2019s doch mit deinen Knechten zehn Tage und lass uns Gem\u00fcse zu essen und Wasser zu trinken geben. Und dann lass dir unser Aussehen und das der jungen Leute, die von des K\u00f6nigs Speise essen, zeigen; und danach magst du mit deinen Knechten tun nach dem, was du sehen wirst.\u201c <\/strong>Der Aufseher traute wohl seinen Ohren nicht. Vor ihm standen 4 Jugendliche, die freiwillig Gem\u00fcse essen wollten und statt Alkohol, Wasser! So etwas hatte die Welt noch nicht erlebt. Daniel erleichterte ihm die Entscheidung, durch den Vorschlag, es 10 Tage auszuprobieren und danach eine endg\u00fcltige Entscheidung zu treffen.<\/p>\n<p>Verse 14 und 15: <strong>\u201eUnd er h\u00f6rte auf sie und versuchte es mit ihnen zehn Tage. Und nach den zehn Tagen sahen sie sch\u00f6ner und kr\u00e4ftiger aus als alle jungen Leute, die von des K\u00f6nigs Speise a\u00dfen. Da tat der Aufseher die Speise und den Trank, die f\u00fcr sie bestimmt waren, weg und gab ihnen Gem\u00fcse.\u201c<\/strong> Nach nur 10 Tagen war das Ergebnis einleuchtend. Daniel und seine Freunde ern\u00e4hrten sich gesund, w\u00e4hrend der Rest schlemmte, wie der K\u00f6nig. Das Ergebnis war nach bereits 10 Tagen eindeutig.<\/p>\n<p>War es leicht, Gem\u00fcse zu essen und Wasser zu trinken, w\u00e4hrend alle anderen sich am k\u00f6niglichen Mahl laben konnten? Das ist sehr leicht herauszufinden. Es ist, als w\u00fcrdest du mit allen deinen Klassenkammeraden oder mit deinen Kommilitonen zum McDonalds gehen oder zu Burger King und alle bestellen sich saftige Burger und Men\u00fcs, aber du einen einfachen Salat, mit Wasser. Das ist nicht leicht. Fasziniert von dieser konsequenten Entscheidung wollte ich am eigenen Leib und als Vorbereitung auf diese Predigt in Erfahrung bringen, was es hei\u00dft, sich nur von Gem\u00fcse und Wasser zu ern\u00e4hren. Am Dienstag fing ich an, ging ohne Fr\u00fchst\u00fcck ins B\u00fcro und ich der Kanine lief ich an all den pf\u00e4lzischen K\u00f6stlichkeiten vorbei, nahm mir aber drei kleine Sch\u00e4lchen Gem\u00fcse und nichts zu trinken. Das erregte bei meinen Kollegen f\u00fcr Aufsehen. Einer wollte den Grund wissen. Ich sagte: Ich halte gerade die Daniel-Di\u00e4t. Und hier meine Erfahrungen: Nach der ersten Mahlzeit f\u00fchlte ich mich ungew\u00f6hnlich gut, ich war nicht m\u00fcde, es tat gut, etwas Leichtes im Magen zu haben. Nach der Mittagpause konnte ich mit gr\u00f6\u00dferer Konzentration meine Arbeit aufnehmen. Und abends schlief ich besser ein und war am n\u00e4chsten Morgen ausgeruhter. So verging der erste Tag ohne gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten. Doch der zweite Tag erwies sich als reinste Folter. In der Kantine kam es mir vor, als ob das Essen mich darum bat, es aufzuessen. Am Abend gab ich schlie\u00dflich auf. Dadurch habe ich erkannt, wie entschieden und diszipliniert Daniel und seine Freude zur Sache gingen. Mindestens dreimal am Tag mussten sie die Versuchung \u00fcberwinden, ihrer Natur nachzulaufen und sich zu verunreinigen. Mindestens dreimal am Tag mussten sie ihre Glaubensentscheidung, ein reines Leben vor Gott zu f\u00fchren, erneuern. Aber sie waren entschieden, Gott zu gefallen. So war Gott t\u00e4glich allgegenw\u00e4rtig und sie f\u00fchrten ein abgesondertes Leben.<\/p>\n<p>Wie reagierte Gott auf ihr entschiedenes Leben aus Glauben? Gott sah sie sich an, wie sie im Glauben k\u00e4mpften und sich gegenseitig ermutigten, wenn einer in Versuchung geriet und wie sie sich t\u00e4glich mehrmals \u00fcberwanden und selbst verleugneten und Gehorsam bewiesen. Welche Freude muss Gott im Herzen gesp\u00fcrt haben, als er ihr Glaubensleben sah! Lesen wir Vers 17: <strong>\u201eUnd diesen vier jungen Leuten gab Gott Einsicht und Verstand f\u00fcr jede Art von Schrift und Weisheit. Daniel aber verstand sich auf Gesichte und Tr\u00e4ume jeder Art.\u201c<\/strong> Sie wurden von Gott reichlich gesegnet. Sie alle empfingen die Gabe Gottes, n\u00e4mlich Einsicht und Verstand f\u00fcr jede Art von Schrift und Weisheit. Das war ihre gemeinsame Gabe, die sie von Gott empfingen. Dar\u00fcber hinaus empfing Daniel eine spezifische Gabe Gottes. Er verstand sich auf Gesichte und Tr\u00e4ume jeder Art. Mit diesen Gaben ausgestattet wollte Gott sie in ihrer spezifischen Zeit und ihrer spezifischen Umgebung gebrauchen.<\/p>\n<p>Auch wir als Gemeinde empfangen die gemeinsame Gabe Gottes, z.B. Weisheit und Verst\u00e4ndnis, um das Wort Gottes zu verstehen und auszuteilen. Dar\u00fcber hinaus empfangen wir auch unsere spezifischen Gaben von Gott, um auf individuelle und besondere Weise in unserer Zeit und Umgebung gebraucht zu werden.<\/p>\n<p>Wie wichtig ist es, diese Gaben zu empfangen? Betrachten wir den Rest des Textes, ab Vers 18: <strong>\u201eUnd als die Zeit um war, die der K\u00f6nig bestimmt hatte, dass sie danach vor ihn gebracht werden sollten, brachte sie der oberste K\u00e4mmerer vor Nebukadnezar. Und der K\u00f6nig redete mit ihnen und es wurde unter allen niemand gefunden, der Daniel, Hananja, Mischael und Asarja gleich war. Und sie wurden des K\u00f6nigs Diener. Und der K\u00f6nig fand sie in allen Sachen, die er sie fragte, zehnmal kl\u00fcger und verst\u00e4ndiger als alle Zeichendeuter und Weisen in seinem ganzen Reich. Und Daniel blieb im Dienst bis ins erste Jahr des K\u00f6nigs Kyrus.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Gott segnete sie auf umfassende Weise. Gott konnte Daniel nicht nur in der Zeit der Babylonier, sondern auch der Perser gro\u00dfartig gebrauchen. Und all das konnte geschehen, (eben nur) weil wir im Vers 8 gelesen haben: \u201e<strong>Aber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, dass er sich mit des K\u00f6nigs Speise und mit seinem Wein nicht unrein machen wollte\u201c.<\/strong> All die Gaben und der Segen Gottes h\u00e4tten nicht passieren k\u00f6nnen, wenn er diese Entscheidung nicht getroffen h\u00e4tte. Somit k\u00f6nnen wir erstaunliches von einem 14 oder 15 J\u00e4hrigen lernen. Dabei war Daniels Entscheidung, nur Gem\u00fcse und Wasser zu sich zu nehmen, zwar konsequent und schwierig, aber im Grunde nichts Weltbewegendes. Doch entscheidend ist, wie Gott auf seine relativ kleine Entscheidung reagiert hat. Gott nahm seine kleine Entscheidung an und wirkte in der Weltgeschichte. Gott wird antworten, wenn er sieht, dass wir treu nach seinem Wort leben und uns als gehorsam erweisen.<\/p>\n<p>Unsere Entscheidungen m\u00fcssen nicht weltbewegend sein. Viel mehr k\u00f6nnen wir mit kleinen Schritten beginnen. Welche Entscheidung m\u00f6chtest du in deinem Herzen treffen? M\u00f6chtest du mit einem konsequenten Gebetsleben beginnen? M\u00f6chtest du dein Bibelstudium im Glauben vorbereiten? Was auch immer du dir im Herzen vornimmst, die Hauptsache ist, dass du Gott damit erfreust. Gott wird auf deine Entscheidung reagieren, dich mit seinen Gaben segnen und dich als signifikanten Segen gebrauchen.<\/p>\n<p>Ich kenne den Zusammenhang zwischen meiner pers\u00f6nlichen Glaubensentscheidung und der Wirksamkeit Gottes. Ich werde ermutigt, auch konsequent nach meiner Glaubensentscheidung zu leben. Ende 2012 wurde ich durch Mt. 28 angesprochen, das ich auch als mein Jahresleitwort gew\u00e4hlt habe. Ich soll hingehen und Menschen zu J\u00fcngern machen. Dieses Wort kam in mein Herz. In diesem Jahr habe ich die klare Orientierung, Menschen zu J\u00fcngern zu machen, sie zu taufen und ihnen zu lehren, dass sie halten alles, was Jesus mir befohlen hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Daniel nahm sich in seinem Herzen vor \u201eAber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, dass er sich mit des K\u00f6nigs Speise und mit seinem Wein nicht unrein machen wollte und bat den obersten K\u00e4mmerer, dass er sich nicht unrein machen m\u00fcsste.\u201c (Dan 1,8) Teil I Die Verschleppung Daniels (1-7) Welcher tiefgreifende Wandel fand [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-2355","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2355"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2355\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2357,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2355\/revisions\/2357"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}