{"id":234,"date":"2009-08-02T14:31:22","date_gmt":"2009-08-02T13:31:22","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=234"},"modified":"2023-01-29T20:21:34","modified_gmt":"2023-01-29T19:21:34","slug":"predigt-joh-1019-42","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-joh-1019-42\/","title":{"rendered":"Predigt: Joh 10,19-42"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/J26-P10-1942.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Ich\u00a0 gebe\u00a0 ihnen\u00a0 das\u00a0 ewige \u00a0Leben<\/h2>\n<address style=\"text-align: center;\">\u201eund ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand rei\u00dfen.\u201c<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">(10,28)<\/address>\n<p align=\"center\"><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir Jesus als den guten Hirten kennen gelernt. Jesus hat gesagt: \u201eIch bin der gute Hirte. Der gute Hirte l\u00e4sst sein Leben f\u00fcr die Schafe\u201c (11). Jesus ist der gute Hirte, weil er uns Menschen wirklich kennt und uns auf den Weg zu einem erf\u00fcllten, gl\u00fccklichen Leben f\u00fchrt. Vor allem hat Jesus als der gute Hirte f\u00fcr uns, seine Schafe, sein Leben gelassen, um uns von unserer S\u00fcnde und der Verdammnis zu retten und uns das ewige Leben zu geben. Eigentlich sollten alle Menschen, die diese Botschaft h\u00f6ren, Jesus als ihren guten Hirten annehmen und ihm mit Freude nachfolgen. Aber im heutigen Text erfahren wir, dass viele Juden Jesu Offenbarung nicht annahmen, sondern vielmehr mit ihm dar\u00fcber stritten. Doch im Laufe dieses Gespr\u00e4chs hat Jesus seine Identit\u00e4t und sein Hauptwerk f\u00fcr uns Menschen offenbart. Lasst uns \u00a0heute das wichtigste Werk, das Jesus f\u00fcr uns tut, klar erkennen, und wie er das tut! M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, seine Stimme zu h\u00f6ren und sein Wort zu empfangen!<\/p>\n<p><strong>Teil 1: Meine Schafe h\u00f6ren meine Stimme (19-29)<\/strong><\/p>\n<p>Jesus hatte die religi\u00f6sen Leiter der Juden gelehrt, dass er der gute Hirte ist und dass er freiwillig sein Leben f\u00fcr die Schafe lassen w\u00fcrde. Wie reagierten sie darauf? Betrachten wir die Verse 19-21: <strong>\u201eDa entstand abermals Zwietracht unter den Juden wegen dieser Worte. Viele unter ihnen sprachen: Er hat einen b\u00f6sen Geist und ist von Sinnen; was h\u00f6rt ihr ihm zu? Andere sprachen: Das sind nicht Worte eines Besessenen; kann denn ein b\u00f6ser Geist die Augen der Blinden auftun?\u201c <\/strong>Ihre Reaktionen auf Jesu Offenbarung war sehr gemischt. Viele unter ihnen lehnten Jesu Offenbarung komplett ab und unterstellten ihm sogar, dass er einen b\u00f6sen Geist habe und geistig gest\u00f6rt sei. Ihre Unterstellung hatte keine Grundlage in der Realit\u00e4t, sondern kam vielmehr aus ihren voreingenommenen, kritischen Gedanken gegen\u00fcber Jesus. Andere hielten dagegen, dass ein b\u00f6ser Geist nicht die Augen der Blinden auftun kann. Sie hegten nicht so b\u00f6se Gedanken gegen\u00fcber Jesus, da sie in ihrem Denken von dem ausgingen, was Jesus tats\u00e4chlich getan hatte. Daher dachten sie nicht so negativ \u00fcber Jesus, zogen aber auch keine positiven Konsequenzen aus dem, was Jesus getan hatte. So entstand erneut Streit unter ihnen dar\u00fcber, wer Jesus ist.<\/p>\n<p>Im Vers 22 finden wir nun eine genaue Zeitangabe: <strong>\u201eEs war damals das Fest der Tempelweihe in Jerusalem und es war Winter.\u201c<\/strong> Das Fest der Tempelweihe wird bei den Juden etwa zwei Monate nach dem Laubh\u00fcttenfest acht Tage lang gefeiert. Es hat seinen Ursprung in dem Ereignis, dass Judas Makkab\u00e4us im Jahr 165 v. Chr. die verfeindeten Syrer zur\u00fcckdr\u00e4ngen und den Tempel in Jerusalem reinigen und feierlich wiedereinweihen konnte. Da bei diesem allj\u00e4hrlichen Gedenkfest bestimmte Lichter angez\u00fcndet werden, wird es auch als Lichterfest bezeichnet.<\/p>\n<p>Wer kam in dieser Zeit zu Jesus, als er gerade in der Halle Salomos im Tempel war? Vers 24 sagt: <strong>\u201eDa umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange h\u00e4ltst du uns im Ungewissen? Bist du der Christus, so sage es frei heraus.\u201c<\/strong> Die religi\u00f6sen Leiter der Juden kamen zu Jesus und stellten sich rings um ihn auf, was schon \u00e4u\u00dferlich einen bedrohlichen Charakter hatte. Sie dr\u00e4ngten Jesus dazu, offen zu sagen, ob er der Christus ist. Dabei unterstellten sie ihm indirekt, dass er sie \u00fcber diese wichtige Frage absichtlich im Ungewissen lassen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Was zeigt diese Frage der religi\u00f6sen Leiter der Juden \u00fcber sie? \u00a0Vor allem zeigt es, dass sie wirklich im Ungewissen waren. Schon beim Gespr\u00e4ch mit dem blind geborenen Mann, den Jesus geheilt hat, sagten sie: <strong>\u201eWir wissen, dass Gott mit Mose geredet hab; woher aber dieser ist, wissen wir nicht\u201c <\/strong>(9,29). Sie wussten nicht, wer Jesus ist und was der Weg zu Gott und zum ewigen Leben ist. Aber dies lag nicht daran, dass Jesus sich ihnen nicht gezeigt h\u00e4tte. Denn Jesus hatte sich ihnen seit Jahren durch viele Wunder und durch seine Worte gezeigt. Wieso waren sie dann im Ungewissen? Sie waren an ihre eigenen Gedanken und Vorstellungen \u00fcber Gott, \u00fcber den Christus und \u00fcber sich selbst gebunden. Deshalb waren sie nicht dazu in der Lage, die Zeichen, die Jesus \u00f6ffentlich vor ihnen tat, wirklich wahr- und anzunehmen. Egal, was und wie viel Jesus vor ihnen tat, blieben sie in ihren eigenen Gedanken. Als zum Beispiel der blind geborene Mann vor ihnen bezeugte, dass er blind geboren und von Jesus geheilt worden war, weigerten sie sich einfach, zu glauben, dass er blind geboren war. Als dann seine Eltern bezeugten, dass er wirklich blind geboren war, weigerten sie sich trotz der offensichtlichen Fakten, an Jesus zu glauben. Da sie stur alle Offenbarungen Jesu ablehnten, blieben sie immer im Ungewissen.<\/p>\n<p>Die Ungewissheit ist auch das Lebensgef\u00fchl vieler Menschen in unserer Zeit. Viele junge Leute sind ungewiss, ob sie das richtige Fach studieren, wo und was sie nach dem Studium machen und wie sie leben sollen, ob und wen sie heiraten sollen, was sie von Gott denken sollen und nach welchem Ziel sie ihr Leben ausrichten sollen usw. In der Ungewissheit orientiert man sich immer neu an der Situation und berechnet die m\u00f6glichen Konsequenzen von diesem oder jenem Verhalten und bleibt auch dann, wenn man Entscheidungen getroffen und einen Weg eingeschlagen hat, unsicher, ob der Weg richtig ist. Warum leben die meisten Menschen unserer Zeit auf diese oder \u00e4hnliche Weise im Ungewissen? Die Ursache daf\u00fcr ist, dass sie keine richtige Grundlage f\u00fcr ihr Leben haben. Denn die meisten erkennen Gott und sein Wort nicht mehr als die Wahrheit und die Grundlage ihres Lebens an. Andererseits k\u00f6nnen sie in der Theorie von Urknall und Evolution, die heute als Basis ausgegeben werden, keine richtige Grundlage f\u00fcr ihr Leben finden. Daher werden sie im Leben st\u00e4ndig von dem beunruhigenden Gef\u00fchl der Ungewissheit begleitet, selbst wenn ihr Leben \u00e4u\u00dferlich gesehen planm\u00e4\u00dfig und geordnet verl\u00e4uft. Wie k\u00f6nnen sie aus der Ungewissheit herauskommen? Das Problem der Ungewissheit kann nur dadurch gel\u00f6st werden, dass Menschen Jesus Christus erkennen und durch ihn Gewissheit \u00fcber Gott, seinen Willen und ihr eigenes Leben bekommen.<\/p>\n<p>In diesem Sinne stellten die Juden im Vers 24 eine ganz passende Frage. Denn sie fragten gerade nach der Identit\u00e4t Jesu, ob er der Christus, also der von Gott verhei\u00dfene Retter und K\u00f6nig ist oder nicht. Das Problem war, dass sie nicht wirklich bereit waren, die Antwort Jesu auf ihre Frage anzunehmen. Wir werden bald an ihrer anschlie\u00dfenden Reaktion auf Jesu Antwort erkennen, dass ihrer Frage bereits schon die b\u00f6se Absicht zugrunde lag, Jesus zu schaden.<\/p>\n<p>Wie antwortete Jesus auf ihre Frage? Betrachten wir Vers 25: <strong>\u201eJesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir.\u201c<\/strong> Jesus macht in seiner Antwort klar, dass er keineswegs an ihrer Ungewissheit schuld war, geschweige denn dass er sie mit Absicht im Ungewissen gelassen h\u00e4tte. Das Problem war nicht, dass Jesus sich ihnen nicht genug offenbart h\u00e4tte; das Problem war vielmehr, dass sie den Offenbarungen Jesu nicht glaubten. Das eigentliche, gro\u00dfe Problem war also ihr hartn\u00e4ckiger Unglaube. Jesus hatte so viele Zeichen getan, die sie selbst gesehen oder von denen sie von Augenzeugen geh\u00f6rt hatten. Jesus hatte auf einer Hochzeit aus etwa 600 Liter gew\u00f6hnlichem Brunnenwasser k\u00f6stlichen Wein gemacht. Er hatte den Sohn eines k\u00f6niglichen Beamten, der etwa 30 Kilometer entfernt todkrank in seinem Bett lag, mit einem Wort geheilt. Jesus hatte eine gro\u00dfe Menge von 5000 Menschen mit f\u00fcnf Broten und zwei Fischen satt gemacht. Er hatte einen Mann, der blind geboren war, sehend gemacht. Alle diese Zeichen hatte Jesus im Namen des Vaters getan, n\u00e4mlich im Vertrauen und im Gehorsam gegen\u00fcber seinem Willen und mit seiner Macht. Alle diese Werke bezeugten klar die Tatsache, dass Jesus von Gott gekommen ist. Jesus verwies die Juden ausdr\u00fccklich auf diese Werke, damit sie sie wahrnehmen und glauben sollten. Doch obwohl Jesus ihnen schon gesagt hatte, dass er der Christus ist, und obwohl sie die Werke sahen, die Jesus im Namen seines Vaters tat und die seine Gottessohnschaft bezeugten, glaubten sie nicht. Unglaube ist kein Problem des mangelnden Wissens. Ihr Unglaube war die Folge davon, dass sie vor den Werken Jesu ihre Augen zumachten und vor seinen Worten ihre Ohren verschlossen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Warum wies Jesus sie hier nochmals auf seine Werke hin, die er im Namen seines Vaters getan hatte? Jesus hatte die Hoffnung f\u00fcr sie nicht aufgegeben. Obwohl sie so viele voreingenommene Gedanken \u00fcber ihn hatten, konnten und sollten sie damit anfangen, dass sie die Werke Jesu wahrnehmen und aufgrund seiner Werke ihn anerkennen und an ihn glauben sollten.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Was sagte Jesus noch \u00fcber ihren Unglauben? Im Vers 26 sagt er: <strong>\u201eAber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen.\u201c <\/strong>Ihr Unglaube war ein Ausdruck davon, dass sie nicht zu Jesu Schafen geh\u00f6rten. Dieses Wort besagt nicht, dass Gott etwa willk\u00fcrlich Menschen nicht zu Jesu Schafen z\u00e4hlen und ihnen keine Chance geben w\u00fcrde, zum Glauben zu kommen und den Segen des ewigen Lebens zu erlangen. Dass sie an Jesus nicht glaubten, war ihre pers\u00f6nliche Entscheidung, mit der sie auf seine Offenbarung reagierten. Aber Gott, der alles schon im Voraus wei\u00df, z\u00e4hlt solche Menschen deshalb gar nicht erst zu seinen Schafen. Gottes Wahl und die Entscheidung des Menschen stimmen also \u00fcberein.<\/p>\n<p>Welche Eigenschaften zeichnen dagegen die Schafe Jesu aus? Jesus sagt weiter: <strong>\u201e\u00a0Meine Schafe h\u00f6ren meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir\u201c. <\/strong> Hier beginnt Jesus damit, die innige Vertrauensbeziehung und den unermesslichen Segen zu beschreiben, den seine Schafe empfangen. Jesu Schafe haben die Eigenschaft, dass sie auf Jesu Stimme h\u00f6ren und ihm folgen. Jesus wollte mit diesen Worten auch die religi\u00f6sen Leiter der Juden dazu einladen, auf seine Stimme zu h\u00f6ren und ihm zu folgen und so seine Schafe zu werden.<\/p>\n<p>Was erhalten die Schafe Jesu von ihm? Lesen wir gemeinsam die Verse 28 und 29: <strong>\u201eund ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand rei\u00dfen. Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist gr\u00f6\u00dfer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand rei\u00dfen.\u201c<\/strong> Hier lehrt Jesus das unfassbar gro\u00dfe Privileg, das wir als seine Schafe haben, n\u00e4mlich dass Jesus seinen Schafen das ewige Leben gibt. Wir Menschen haben viele Bed\u00fcrfnisse, wichtige und weniger wichtige. Aber das ewige Leben zu erlangen, ist ohne Frage das gr\u00f6\u00dfte und wichtigste Bed\u00fcrfnis von uns Menschen und kann mit keinem anderen Bed\u00fcrfnis \u00fcberhaupt auch nur verglichen werden. Aber f\u00fcr uns Menschen ist es unm\u00f6glich, dass wir von uns aus das ewige Leben erlangen k\u00f6nnen; wir sind von uns aus weder dazu berechtigt noch dazu in der Lage, das ewige Leben in Gottes Reich zu erlangen. Aber hier bringt Jesus dreifach zum Ausdruck, dass er selbst von sich aus seinen Schafen das ewige Leben schenkt. Jesus macht deutlich, dass es sich dabei um seine souver\u00e4ne Tat handelt, die er mit seiner g\u00f6ttlichen Macht tut, und die nicht von unserem Mitwirken abh\u00e4ngig ist. Es ist das unfassbar gro\u00dfe Privileg f\u00fcr seine Schafe.<\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnte jemand sagen: Wenn Jesus das ewige Leben gibt als souver\u00e4ne Tat, dann bin ich nicht schuld, wenn ich es nicht erhalten. Aber das ist nicht wahr. Die Bibel lehrt an mehreren Stellen wie hier, dass das ewige Leben eine Gabe Gottes ist, die er in seiner Souver\u00e4nit\u00e4t seinen Schafen schenkt. Andererseits lehrt die Bibel auch, dass wir Menschen dabei auch eine Verantwortung tragen. Wir sollen uns als seine Schafe erweisen, dadurch dass wir uns auch von uns aus bem\u00fchen, auf Jesu Stimme zu h\u00f6ren und ihm zu folgen.<\/p>\n<p>Betrachten wir noch einmal Vers 28. Jesu Worte <strong>\u201eniemand kann sie aus meiner Hand rei\u00dfen\u201c<\/strong> betonen dabei Jesu feste Entschlossenheit, seinen Schafen das ewige Leben zu geben und sich von nichts und niemandem daran hindern zu lassen. Diese Worte bezeugen Gottes Schutz, den wir als Jesu Schafe genie\u00dfen, und seine F\u00fcgung, die \u00fcber unseren Verstand hinausgeht. Es gibt so viele Ereignisse, die uns vom Glauben an Jesus abbringen und uns auf vom Weg seiner Nachfolge scheitern lassen k\u00f6nnten. Das Scheitern im Studium, der Verlust des Arbeitsplatzes, eine schwere Krankheit oder der Verlust eines nahe stehenden Menschen sind Ereignisse, die uns auf unserem Glaubensweg aus der Spur bringen und scheitern lassen k\u00f6nnen. Viele von uns haben wohl schon das eine oder andere davon erlebt. Woher k\u00f6nnen wir dann die Zuversicht nehmen, dass wir das ewige Leben im Himmelreich erlangen werden? Wenn wir auf uns selbst sehen, auf unsere Schwachheit und Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr die S\u00fcnde und auf unsere mangelnde Treue, k\u00f6nnen wir uns eigentlich nicht vorstellen, wie Jesus uns ins Himmelreich f\u00fchren kann. Aber Jesus hat f\u00fcr alle seine Schafe schon beschlossen und mit seinem g\u00f6ttlichen Wort versprochen: <strong>\u201eund ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand rei\u00dfen<\/strong><strong>.\u201c<\/strong> Wir sind in Jesu Hand und er wird uns bis ans Ziel bringen. Obwohl wir schwach und untreu sind, wird uns niemand aus seiner Hand rei\u00dfen; er wird das nicht zulassen. Alle, die trotz der festen Zusage Jesu an diesem Punkt immer noch zweifeln, erinnert Jesus an die Tatsache, dass Gott der Vater gr\u00f6\u00dfer ist als alles, und beteuert, dass niemand seine Schafe aus des Vaters Hand rei\u00dfen kann. Wir d\u00fcrfen dies im Glauben annehmen, auch wenn wir es nicht genug verstehen. Wir d\u00fcrfen und sollen darauf vertrauen und unser Leben hier mit der festen Zuversicht auf das ewige Leben f\u00fchren.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen und sollen wir aus dieser Zuversicht heraus hier leben? In der festen Zuversicht darauf, dass Jesus selbst uns das ewige Leben geben wird, k\u00f6nnen wir uns ihm in unserem Leben hier unendlich hingeben. Unz\u00e4hlige Gl\u00e4ubige in der Geschichte bis heute haben aus diesem Glauben heraus so gelebt. Ein prominentes Beispiel daf\u00fcr ist etwa Apostel Paulus. Aus der Zuversicht, dass Gott ihm das ewige Leben gibt, setzte er seine ganze Zeit, Kraft und F\u00e4higkeiten konsequent f\u00fcr Jesus und die Verbreitung seines Evangeliums ein. Er hielt sein Leben nicht der Rede wert, sondern lebte so konsequent f\u00fcr Jesus, dass er am Ende seines hingebungsvollen Lebens sagen konnte: <strong>\u201eIch habe den guten Kampf gek\u00e4mpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten. Hinfort liegt f\u00fcr mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben\u201c<\/strong> (2. Tim 4,7.8). Die Zuversicht auf das ewige Leben hat ihn dazu motiviert und bef\u00e4higt, dankbar, fr\u00f6hlich und hingebungsvoll f\u00fcr Jesus zu leben. M\u00f6ge Gott auch jedem von uns helfen, Jesu Verhei\u00dfung tief zu empfangen und mit der Zuversicht auf das ewige Leben dankbar, fr\u00f6hlich und hingebungsvoll f\u00fcr ihn zu leben!<\/p>\n<p><strong>Teil 2: Glaubt doch den Werken (30-42)<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Was bezeugte Jesus \u00fcber seine Beziehung zu Gott? Betrachten wir Vers 30. Jesus sprach:<strong> \u201eIch und der Vater sind eins.\u201c <\/strong>Hier finden wir eine der einzigartigen Aussagen Jesu Christi. Kein ernst zu nehmender Mensch hat jemals so etwas gesagt. Aber Jesus sagte: \u201eIch und der Vater sind eins.\u201c Hier m\u00fcssen wir den Atem anhalten. Hier sollen wir das Wesen Jesu Christi erkennen. Jesus ist ein Mensch. Gott dagegen ist der Ewige und Allm\u00e4chtige im Himmel, der Sch\u00f6pfer aller Menschen und aller Dinge und er ist Geist und \u00fcber den Himmeln thront. Aber Jesus verk\u00fcndigt: <strong>\u201eIch und der Vater sind eins.\u201c <\/strong>Die hier verk\u00fcndigte Wahrheit ist unfassbar gro\u00df und erscheint uns schwer zu glauben. Aber wenn wir Jesu Pers\u00f6nlichkeit und seine Werke betrachten, die uns in den Evangelien berichtet werden, k\u00f6nnen wir feststellen, dass sie mit dieser gewaltigen Aussage ganz im Einklang stehen. Das Zeugnis seiner Werke l\u00e4sst uns auch die Schlussfolgerung ziehen, dass Jesus und Gott der Vater im Himmel eins sind. Es best\u00e4tigt, dass Jesus Gott ist, der Mensch wurde. Wegen Jesu Wort und seiner Offenbarung k\u00f6nnen und sollen wir uneingeschr\u00e4nkt an Jesus glauben.<\/p>\n<p>Wie reagierten die Juden darauf? Vers 31 berichtet:<strong> \u201eDa hoben die Juden abermals Steine auf, um ihn zu steinigen.\u201c <\/strong>Anfangs sah es so aus, als ob die Juden daran interessiert w\u00e4ren, zu erkennen, ob er der Christus ist oder nicht. Im Laufe des Gespr\u00e4chs wurde die Offenbarung Jesu immer klarer und immer gr\u00f6\u00dfer und Jesus bezeugte klar, dass er selbst seinen Schafen das ewige Leben geben wird, dass sein Werk dabei ganz im Einklang mit dem Vater steht und schlie\u00dflich, dass er und der Vater eins sind. Aber die Juden wollten ihre voreingenommene Haltung gegen\u00fcber ihm nicht aufgeben, sondern machten ihr Herz immer h\u00e4rter. Als Jesu Offenbarung schlie\u00dflich ganz klar wurde und von ihnen klaren Glauben verlangte, wollten sie Jesus steinigen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Jesus h\u00e4tte w\u00fctend auf sie werden und sie bestrafen oder zumindest sie verlassen k\u00f6nnen. Aber Jesus gab es nicht auf, sich um ihre Umkehr zu bem\u00fchen. Er sagte zu ihnen im Vers 32: <strong>\u201eViele gute Werke habe ich euch erzeigt vom Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen?\u201c <\/strong>Jesus erinnerte sie daran, wie viele gute Werke er unter ihnen getan hatte. Dadurch hatte er ihnen klar gezeigt, dass er wirklich von Gott gekommen ist. Also machte sie darauf aufmerksam, dass ihre Absicht, ihn zu steinigen, im v\u00f6lligen Widerspruch zu seinen Werken stand, die er ihnen erzeigt hatte. Doch wie reagierten sie? Vers 33 sagt: <strong>\u201eDie Juden antworteten ihm und sprachen: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gottesl\u00e4sterung willen, denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.\u201c <\/strong>Hier wird das Kern-Problem der Juden sehr deutlich. Indem sie sagten: \u201e<strong>Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht\u201c<\/strong> gaben sie selbst zu, dass Jesus gute Werke unter ihnen getan hatte. Aber sie ignorierten diese Tatsache gleich wieder, um ihre Gedanken \u00fcber Jesus und sich selbst nicht \u00e4ndern zu m\u00fcssen; sie verschlossen also ihre Augen vor der Realit\u00e4t, um wieder ungest\u00f6rt in ihrem Gedankengeb\u00e4ude denken und danach handeln zu k\u00f6nnen, n\u00e4mlich Jesus wegen vermeintlicher Gottesl\u00e4sterung umzubringen. Hier zeigt sich, wie sie in erschreckender Weise die Realit\u00e4t ignorierten und ganz losgel\u00f6st davon in einer eigenen Gedankenwelt lebten, die von der Realit\u00e4t Gottes und Jesu getrennt war. Anders gesagt hielten sie so stur an ihren eigenen Gedanken fest, dass sie sogar auch das, was sie mit ihren eigenen Augen sahen, verleugneten.<\/p>\n<p>Doch Jesus gab es nicht auf, ihnen zu helfen. Wie entgegnete er ihrem Vorwurf, er habe mit seiner Aussage, dass er und der Vater eins sind, Gott gel\u00e4stert? Betrachten wir die Verse 34-36. Jesus zitiert hier eine Stelle aus Psalm 82, durch die sie erkennen sollten, wie haltlos ihr Vorwurf der Gottesl\u00e4sterung war.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnten sie doch noch wahrnehmen, wer Jesus ist, obwohl sie voll von festen eigenen Gedanken und Vorurteilen waren? Betrachten wir die Verse 37 und 38: <strong>\u201eTue ich nicht die Werke meines Vaters, so glaubt mir nicht; tue ich sie aber, so glaubt doch den Werken, wenn ihr mir nicht glauben wollt, damit ihr erkennt und wisst, dass der Vater in mir ist und ich in ihm.\u201c <\/strong>Hier appelliert Jesus zum dritten Mal an die Juden, dass sie seine Werke wahrnehmen und aufgrund dessen an ihn glauben sollten (25.32.37.38). Sie sollten nicht l\u00e4nger vor der Realit\u00e4t die Augen verschlie\u00dfen, sondern sollten sie wahrnehmen und dadurch Jesus erkennen; sie sollten aus ihrer eigenen Gedankenwelt herauskommen und wissen, wer Jesus ist. Denn die Werke Jesu waren die Werke des Vaters, da er sie in Abh\u00e4ngigkeit von ihm und mit seiner Vollmacht tat. Wer dies erkennt, der erkennt, dass Gott in Jesus ist und Jesus in ihm.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Wie reagierten sie auf Jesu eindringlichen Appell, seine Werke wahrzunehmen und aufgrund dessen ihn zu betrachten? Vers 39 berichtet:<strong> \u201eDa suchten sie abermals, ihn zu ergreifen. Aber er entging ihren H\u00e4nden.\u201c<\/strong> Selbst ein kleines Kind kann, wenn man es dazu auffordert, seine Augen aufmachen und sagen, was es gerade mit seinen Augen sieht. Aber die Juden waren nicht dazu in der Lage, wahrzunehmen und zuzugeben, was Jesus vor ihren Augen getan hat. Sie liebten ihr eigenes Gedankengeb\u00e4ude, das sie sich gemacht und in dem sie alles, auch Gott eingebaut hatten, und wollten es um keinen Preis \u00e4ndern. Dadurch dachten und lebten sie in dramatischer Weise losgel\u00f6st von der Realit\u00e4t und entfernten sich immer mehr von Gott. Sie wurden erf\u00fcllt von grundlosem Stolz und Hass auf den Sohn Gottes und wollten ihn t\u00f6ten, wobei sie sich immer noch f\u00fcr fromm und gerecht hielten.<\/p>\n<p>Was tat Jesus, als sie sich als v\u00f6llig unbelehrbar erwiesen? Jesus lie\u00df sich durch diese eigentlich traurige Erfahrung nicht entmutigen. Jesus lie\u00df sich nie entmutigen. Vers 40 berichtet, dass Jesus auf die andere Seite des Jordans ging an den Ort, wo fr\u00fcher Johannes der T\u00e4ufer gepredigt und getauft hatte, und dort blieb. Was geschah daraufhin? Die Verse 41 und 42 sagen: <strong>\u201eUnd viele kamen zu ihm und sprachen: Johannes hat kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes von diesem gesagt hat, das ist wahr. Und es glaubten dort viele an ihn.\u201c<\/strong> W\u00e4hrend die Menschen in Jerusalem sich stur weigerten, die Wirksamkeit Gottes durch Jesus anzuerkennen, war die Haltung der Menschen in dieser Gegend ganz anders, sodass dort ein gro\u00dfes Werk Gottes geschehen konnte. Denn anders als die Juden in Jerusalem waren sie nicht in ihren eigenen Gedanken verhaftet, sondern waren bereit, die geistliche Realit\u00e4t wahrzunehmen und daraus zu lernen. Sie h\u00f6rten Jesu Worten zu und achteten auf die Zeichen Jesu, von denen ihnen berichtet wurde. Sie dachten dabei auch an die Worte von Johannes dem T\u00e4ufer, die dieser fr\u00fcher \u00fcber Jesus verk\u00fcndigt hatte. Wie wir in Kap. 1 gelesen haben, hatte Johannes Jesus klar als das Lamm Gottes und als den, den Gott gesandt hat, bezeugt. Als sie auf Jesu Stimme h\u00f6rten und seine Werke wahrnahmen, von denen ihnen erz\u00e4hlt wurde, konnten sie erkennen, dass Jesus alle Prophezeiungen von Johannes erf\u00fcllte und dass seine Worte und seine Werke sowie die Prophezeiungen aus dem Alten Testament eine Einheit bildeten. So wurden die Worte Jesu und die Werke Jesu eine feste Grundlage, auf der sie an Jesus glauben konnten. So hei\u00dft es: <strong>\u201eUnd es glaubten dort viele an ihn.\u201c<\/strong> Weil sie auf Jesu Stimme h\u00f6rten und seine Werke von Herzen wahrnahmen, konnten sie zum Glauben gelangen und sich so als Jesu Schafe erweisen.<\/p>\n<p>Lesen wir noch einmal die Verse 27 und 28: <strong>\u201eMeine Schafe h\u00f6ren meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand rei\u00dfen.\u201c <\/strong>Wir haben heute erfahren, wie wichtig es ist, dass wir als Jesu Schafe auf seine Stimme h\u00f6ren und ihm folgen, anstatt in unseren eigenen Gedanken zu bleiben. Vor allem hat Jesus uns als seinen Schafen die feste Zusage gegeben, dass er selbst uns das ewige Leben gibt und dass niemand uns aus seiner Hand rei\u00dfen wird. M\u00f6ge Jesus uns helfen, auf diese Zusage ungeachtet unserer Schw\u00e4che und aller Dinge fest zu vertrauen und ihm dankbar, fr\u00f6hlich und zuversichtlich nachzufolgen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Ich\u00a0 gebe\u00a0 ihnen\u00a0 das\u00a0 ewige \u00a0Leben \u201eund ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand rei\u00dfen.\u201c (10,28) Letzte Woche haben wir Jesus als den guten Hirten kennen gelernt. Jesus hat gesagt: \u201eIch bin der gute Hirte. 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