{"id":2339,"date":"2013-01-20T23:26:26","date_gmt":"2013-01-20T22:26:26","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2339"},"modified":"2022-11-18T12:23:29","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:29","slug":"predigt-psalm-231-6-sonderlektion-3-zum-jahresanfang-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-psalm-231-6-sonderlektion-3-zum-jahresanfang-2013\/","title":{"rendered":"Predigt: Psalm 23,1 \u2013 6 (Sonderlektion 3 zum Jahresanfang 2013)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Ps23-0106P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Der H<\/strong><strong>ERR<\/strong><strong> ist mein Hirte<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Der H<\/strong><strong>ERR<\/strong><strong> ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln <\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ps 23,1<\/strong><\/p>\n<p>Viele Menschen, insbesondere jungen Menschen, f\u00e4llt es schwer, ihr Leben unter die F\u00fchrung Gottes zu begeben. Sie haben Angst davor, ungl\u00fccklich zu werden, wenn sie ihr Leben Gott anvertrauen. Wir wollen uns daher heute mit dem Lebenszeugnis eines Mannes besch\u00e4ftigen, der sich schon von Jugend auf unter die F\u00fchrung Gottes begab. Wir finden dieses Lebenszeugnis im Psalm 23. Es ist von David, dem K\u00f6nig von Israel, geschrieben. Was sagt uns dieser Psalm dar\u00fcber, welche Erfahrungen David mit Gott gemacht hat? Und vor allem: Warum David so ein gl\u00fccklicher Mensch war?<\/p>\n<p><strong>Teil 1: Der H<\/strong><strong>ERR<\/strong><strong> ist mein Hirte (V. 1-4)<\/strong><\/p>\n<p>Welche Beziehung hatte David mit Gott? Lesen wir gemeinsam Vers 1a: <strong>Der H<\/strong><strong>ERR<\/strong><strong> ist mein Hirte<\/strong>. In der Beziehung mit Gott sieht David Gott als den Hirten und sich selbst als das Schaf. Er verwendet hier offensichtlich ein Bild. Was will er mit diesem Bild sagen?<\/p>\n<p>Schafe sind schwache und schreckhafte Tiere. Selbst ein harmloses Tier, wie etwa ein Hase, der \u00fcbers Feld flitzt, kann die ganze Herde in Schrecken und Angst versetzen. Schafe sind auch keine besonders intelligente Tiere. Ihnen fehlt es an Orientierungssinn, sodass sie sich leicht verirren k\u00f6nnen, wenn sie sich ohne einen Hirten auf die Nahrungssuche machen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Schafe k\u00f6nnen daher nicht einfach f\u00fcr sich selbst sorgen. Sie sind mehr als andere Herdentiere auf einen Hirten angewiesen. Sie brauchen seine F\u00fchrung zu Nahrungsquellen. Sie brauchen seinen Schutz vor gef\u00e4hrlichen Tieren wie Hunde, W\u00f6lfe, Pumas usw.<\/p>\n<p>Wenn David also sagt: <em>Der Herr ist mein Hirte<\/em>, dann dr\u00fcckt er damit seine starke Angewiesenheit auf Gott aus, ebenso wie ein Schaf auf einen Hirten angewiesen ist.<\/p>\n<p>Davids Beziehung mit Gott war von einer Einsicht gepr\u00e4gt, die sich so ausdr\u00fccken l\u00e4sst:<em> Ich bin wie ein Schaf, schwach, \u00e4ngstlich und orientierungslos. Ohne Gott wei\u00df ich \u00fcberhaupt nicht, wo es in meinem Leben lang gehen soll. Ich brauche daher Gott, der mir den Weg zeigt, der mich besch\u00fctzt und geistlich pflegt. <\/em><\/p>\n<p>Welche Zuversicht<em> <\/em>bekam David dadurch, dass er Gott als seinen Hirten annahm? &#8211; Lesen wir Vers 1b: <strong>mir wird nichts mangeln<\/strong>. David hatte die Gewissheit, dass ihm nichts mangeln wird. Er war frei von jeglichen Zukunftssorgen und -\u00e4ngsten. Er f\u00fchlte sein Leben in sicheren H\u00e4nden. Im Herzen hatte er die Ruhe und Gelassenheit, die zu ihm sprachen: <em>\u201eDu hast einen guten Hirten, der um sich um alle deine Bed\u00fcrfnisse k\u00fcmmern wird. Er kennt sie. Er wird sich ihrer annehmen. Er wird sie so erf\u00fcllen, wie es f\u00fcr dich am besten ist, es sei durch viel oder wenig.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Jemand k\u00f6nnte einwenden: <em>Alles sch\u00f6n und gut. David f\u00fchlte zwar sein Leben in sicheren H\u00e4nden, aber sein Leben war ungewiss, weil er nicht wusste, wohin Gott ihn f\u00fchren w\u00fcrde. Diese Ungewissheit musste ihn doch sicherlich plagen. <\/em>Wohin f\u00fchrte Gott David? Wo kommt der Mensch an, der sich von Gott f\u00fchren l\u00e4sst? Betrachten wir Vers 2-3a: <strong>Er weidet mich auf einer gr\u00fcnen Aue und f\u00fchret mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. <\/strong><\/p>\n<p>Wow, wir sind nun auf einem idyllischen Ort gelandet. Gr\u00fcne Auen und frisches Wasser \u2013 so stellt sich ein Schaf das Paradies vor!<strong> <\/strong>Das ist der Traum eines jeden Schafes. Die gr\u00fcnen Auen bieten den Schafen saftiges Weideland, auf denen sie sich so richtig satt essen k\u00f6nnen. Auf diesen gr\u00fcnen Auen haben sie viel Platz und k\u00f6nnen sich frei bewegen. Sie f\u00fchlen sich \u00fcberhaupt nicht eingeengt. An diesem Ort gibt es auch Wasser. Dieses Wasser ist frisch. Es ist rein, k\u00fchl und mineralienhaltig. Eine Erfrischung f\u00fcr jedes Schaf! Dieses Wasser ist auch still, wie es in der wortw\u00f6rtlichen \u00dcbersetzung hei\u00dft. Kein l\u00e4rmendes flie\u00dfendes Wasser ist da, dass die Ruhe an diesem Ort zerst\u00f6rt. Die Ruhe \u00fcbertr\u00e4gt sich auf die Schafe. Sie kommen innerlich zu Ruhe und legen sich auf das Gras nieder.(Das Wort weiden wird n\u00e4mlich auch mit \u201esich lagern\u201c \u00fcbersetzt). Normalerweise ist es fast unm\u00f6glich, Schafe zum Hinlegen zu bringen. Sie m\u00f6chten allezeit fluchtbereit sein. Schon wenn  f\u00fcr sie die geringste Gefahr besteht, werden sie sich davor scheuen, sich zu lagern. Doch an diesem stillen Ort kommen sie zu Ruhe. So legen sie sich im hohen Gras nieder, das ihnen zus\u00e4tzlich Schutz vor der hei\u00dfen Sonne gibt.<\/p>\n<p>So wie sich ein Schaf auf diesem idyllischen Ort f\u00fchlt, so f\u00fchlte sich David in der Beziehung mit Gott. Frei, innerlich ruhig, \u00fcberaus fr\u00f6hlich und zufrieden. Zudem erlebte er immer wieder eine Erfrischung durch die Gemeinschaft mit Gott. Diese Gemeinschaft war wie ein frisches Wasser f\u00fcr ihn. Denn sie stellte ihn immer wieder her, wenn er bedr\u00fcckt und niedergeschlagen war. <strong>Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Heil. <\/strong>hei\u00dft es in einem Psalm.<\/p>\n<p>Viele Menschen meinen, dass sie durch Ungerechtigkeit und Egoismus zu einem gl\u00fccklichen Leben gelangen. Hatte aber Gott David in dieser Art und Weise sein Leben gef\u00fchrt? &#8211; Betrachten wir Vers 3b: <strong>Er f\u00fchret mich auf rechter Stra\u00dfe um seines Namens willen<\/strong>. David sagte, dass Gott ihn auf rechter Stra\u00dfe gef\u00fchrt hatte. Der Ausdruck <em>\u201erechte Stra\u00dfe\u201c<\/em> hei\u00dft wortw\u00f6rtlich: \u201e<em>Pfaden der Gerechtigkeit\u201c<\/em>. Gott hatte David stets dazu geholfen, auf dem Weg der Gerechtigkeit zu bleiben. Mehrere Male war David auf Abwegen geraten. Dann musste Gott ihn wieder zur\u00fcckbringen. Als David beispielsweise mit Batseba ges\u00fcndigt hatte, war es Gott, der ihn durch sein Wort zur Bu\u00dfe geleitet hatte.<\/p>\n<p>David erkannte auch, dass er nicht von sich aus den rechten Weg gefunden hatte. Wie ein Schaf sah er sich nicht in der Lage, selbst den wahren Lebensweg herauszufinden. Deswegen sagt er: <em>Er f\u00fchret mich.<\/em> Gott war es, der David durch sein Wort auf dem rechten Weg gef\u00fchrt hatte. <strong>Dein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege<\/strong>, hei\u00dft es in einem Psalm (119).<\/p>\n<p>David war sich \u00fcbrigens sehr sicher, dass Gott ihn auf den rechten Weg f\u00fchren w\u00fcrde. Warum? Weil David so ein guter Mensch war? Nein, David sagt: <strong>Um seines Namens willen<\/strong>. Gott achtet sehr auf seinen Namen und Ruf als \u201eguter Hirte\u201c.Davids Schicksal  war also mit Gottes Namen verbunden. Deswegen war sich David so sicher, dass Gott ihn niemals auf Abwegen f\u00fchren oder in ihr Ungl\u00fcck st\u00fcrzen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Betrachtung der ersten drei Verse zeigen uns, dass Davids Leben sehr sch\u00f6n gewesen sein muss. Hei\u00dft das aber, dass David nie Leid und Gefahren ausgesetzt war? Hatte ihn Gott stets davor verschont? &#8211; Betrachten wir Vers 4a: <strong>Und ob ich schon wanderte im finstern Tal<\/strong>, Was meint David mit dem Ausdruck \u201efinsteres Tal\u201c? Ein Hirte musste sich mit seiner Herde manchmal gef\u00e4hrliche Wege durch Schluchten hindurch gehen. Dort konnte man leicht in Gefahr von tosenden, Hochwasser f\u00fchrenden Fl\u00fcssen, Lawinen, Steinschlag, Giftpflanzen, Raubtieren und f\u00fcrchterlichen Schneest\u00fcrmen geraten. Aber ein Hirte umging diesen Weg nicht. Er musste mit seinen Schafen dadurch. Denn der beste Weg zu den Weiden auf den Bergen f\u00fchrt immer durch diese Schluchten und T\u00e4lern hindurch.<\/p>\n<p>Ebenso umging auch Gottes F\u00fchrung von Davids Leben nicht die Schwierigkeiten, Gefahren und Leid. Im Gegenteil, gerade Davids Leben ist viel von diesen Dingen gekennzeichnet. Schon im jungen Alter wurde er vom K\u00f6nig Saul verfolgt. St\u00e4ndig war ihm Saul auf den Fersen, sodass David von einem Ort zum anderen fliehen und zeitlang in der H\u00f6hle leben musste. W\u00e4hrend seiner Fl\u00fcchtlingszeit geriet David sogar in Konflikt mit den Amalekitern. Sie raubten ihm und seiner Rotte Frauen und Kinder. Eine Katastrophe sonders gleichen. Auch als K\u00f6nig erlebte er mehrere Katastrophen. Mehrere seiner Kinder starben. Einmal musste er sogar vor seinem eigenen Sohn Absalom fl\u00fcchten, der einen Aufruhr gegen ihn angezettelt hatte. Gott ging also mit David inmitten durch dieses finstere Tal hindurch.<\/p>\n<p>Jemand k\u00f6nnte wieder einwenden: <em>Wenn ich nicht vor Leid bewahrt werde, was hat es dann aber f\u00fcr ein Vorteil, dass ich unter Gottes F\u00fchrung lebe?<\/em> &#8211; Betrachten wir Vers 4b: <strong>f\u00fcrchte ich kein Ungl\u00fcck; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab tr\u00f6sten mich. <\/strong>David f\u00fchlte sich allezeit sicher, selbst in den finstersten Momenten seines Lebens. Denn er durfte mit der Gewissheit leben, dass der allm\u00e4chtige Gott bei ihm ist. \u201e<em>Gott ist bei mir! Ich brauche keine Angst zu haben. Denn er wird mir helfen.,<\/em> sagte er sich.\u201c Die Gegenwart Gottes war wie eine Beruhigungstablette f\u00fcr ihn. Sie gab ihm stets Aussicht auf Gottes Hilfe, selbst in den schwierigsten Situationen seines Lebens.<\/p>\n<p>Zudem bekam er allezeit Trost von Gott. Dieser Trost war kein leerer Trost wie etwa: \u201e<em>Kopf hoch!<\/em>\u201c Oder \u201e<em>Halb so schlimm<\/em>\u201c. Nein, Gott gab ihm Trost durch seinen Stecken und Stab. Was bedeutet das? Der Hirte in Israel hatte einen Stock, der wie eine Keule geformt war. Diese Keule ist der Stecken, von dem im Psalm die Rede ist. Der Hirte verwendete diesen Stecken, um sie auf Raubtiere zu werfen. Manchmal schlug er damit auch auf B\u00fcsche und Str\u00e4ucher, um sch\u00e4dliche Insekten oder Schlangen zu vertreiben. Manchmal musste der Hirte diesen Stecken aber auch dazu gebrauchen, um widerspenstige Tiere seiner Herde zu bestrafen, die von der Herde weggelaufen waren. Schlie\u00dflich diente der Stecken auch dazu, die Schafe zu z\u00e4hlen und dabei jedes einzelne Schaf auf Krankheiten und Wunden zu untersuchen. Der Stab ist der bekannte Hirtenstab, der an einem Ende gebogen ist. Nach langer Wanderung st\u00fctzte sich der Hirte darauf, w\u00e4hrend sein Auge \u00fcber die Herde aufmerksam schweifte. Wenn Unruhe oder Querelen unter den Schafen auftraten, regelte er dies mit seinem Stab. Er brachte das Schaf mit dem Stab wieder an seinem rechten Platz.<\/p>\n<p>Der Stecken und Stab verk\u00f6rpern also Gottes Zucht, Verteidigung, Sorgfalt und Leitung.                           Diese vier Dinge gaben David in finsteren Momenten festen Halt. Wenn er bspw. in Gefahr vor Feinden war, hatte er die Gewissheit, dass Gott h\u00f6chstpers\u00f6nlich ihn verteidigen w\u00fcrde.  Wenn er sich in S\u00fcnde verstrickt hatte, war er dankbar f\u00fcr Gottes Zucht. Denn sie brachte ihn wieder auf dem rechten Weg. Wenn er krank wurde, so hatte er doch die  Gewissheit, dass Gott ein wachsames Auge auf ihn hat. Gott hatte David zu einem gl\u00fccklichen Menschen gemacht. Als sein Hirte sorgte Gott daf\u00fcr, dass David unter seiner Leitung Geborgenheit, Sicherheit, Zufriedenheit, Frieden, innere Freiheit und vor allem Fr\u00f6hlichkeit  bekommt. Es gab aber noch etwas, wodurch Gott David sehr erfreute. Was war das?<\/p>\n<p><strong>Teil 2: Du schenkst mir voll ein (Verse 5-6)<\/strong><\/p>\n<p>Viele Menschen wollen nicht an Gott glauben, weil sie zu stolz sind, sich vor Gott zu dem\u00fctigen. Einmal sagte mir ein Student: <em>Dass er sich lieber ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzen wolle, als sich von Gott helfen zu lassen. <\/em>David hingegen betrachtete sich in der Beziehung mit Gott als ein Schaf. Ausgerechnet mit einem Schaf. Mit einem dummes, schwaches und hilfebed\u00fcrftiges Tier. Vor den Menschen ist es ver\u00e4chtlich, sich mit so einem Tier zu identifizieren. Wer das nicht glaubt, kann ja mal seinen Bibelsch\u00fcler \u201eSchaf\u201c nennen. Die Reaktion wird alles weitere zeigen.  \t\t Wie ging aber Gott damit um, dass sich David als sein Schaf betrachtete? Lesen wir gemeinsam  Vers 5: <strong>Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit \u00d6l und schenkest mir voll ein. <\/strong>Was David hier schreibt, ist wirklich sehr bemerkenswert. Gott, der allm\u00e4chtige Sch\u00f6pfer des Universums, deckte David einen Tisch. Es ist schon eine gro\u00dfe Ehre am Tisch des allm\u00e4chtigen Gottes sitzen zu d\u00fcrfen. Aber das Gott einem Menschen den Tisch deckt, ist einfach unfassbar.  Aber es geht noch weiter. Gott behandelte David wie ein Ehrengast. Denn er salbte seinen Kopf mit \u00d6l. Dies war im Nahen Osten ein Zeichen der Gunst und ein Akt der Gastfreundschaft.  Und dann schenkt Gott David auch noch voll ein. In der w\u00f6rtlichen \u00dcbersetzung hei\u00dft es sogar, dass der Becher \u00fcberflie\u00dft. Gott deckte David den Tisch, salbte ihn und schenkte ihm voll ein. Kurz gesagt: Gott diente David. Ist das nicht ein wunderbarer Gott? M\u00fcsste es nicht anders herum sein? M\u00fcsste nicht David Gott den Tisch decken, ihn salben und ihm einschenken? Zurecht hei\u00dft es: <strong>Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst <\/strong> .                                                                                                                                          Womit war eigentlich der Tisch gedeckt? Mit Marmelade, Honig und Br\u00f6tchen? Nein, David spricht offensichtlich in Bildern. Der Tisch war gedeckt mit all den Segnungen und Verhei\u00dfungen, die Gott David geschenkt hatte. Gott segnete David reichlich: Er segnete ihn mit dem K\u00f6nigtum, mit viel Reichtum, Anerkennung, vielen Siege und vielen Kindern. Unter seiner Herrschaft baute Gott das Reich aus und festigte es. \t\t\t\t\t\t\t\t\t                      Gott hatte David, der der J\u00fcngste in der Familie und eigentlich nur ein Schafhirte gewesen war, zum gr\u00f6\u00dften Mann in Israel gemacht. Gott behandelte David als etwas sehr Kostbares. Er schenkte ihm gro\u00dfe Wertsch\u00e4tzung. Daher spricht David davon, dass Gott seinen Haupt mit \u00d6l salbte.                Mit soviel Segen hatte David sicherlich nicht gerechnet. Aber das war noch nicht alles. Gott setzt noch eins drauf. Er gab David eine gro\u00dfe Verhei\u00dfung. Gott versprach David, dass f\u00fcr immer einer aus seiner Linie K\u00f6nig in Israel sein w\u00fcrde. Dies bedeutete, dass sogar der Messias von ihm abstammen w\u00fcrde. Was f\u00fcr eine Ehre f\u00fcr David! Gott hatte David \u00fcber die Ma\u00dfen hinaus gesegnet , sodass David nur noch sagen konnte: <em>Mein Becher flie\u00dft \u00fcber<\/em>.\t\t                     \t                      Gott hatte David reichlich gesegnet. Aber er machte dies nicht im Verborgenen. Nein, er machte dies direkt vor dem Angesicht seiner Feinde. Warum machte das Gott? In einem Psalm hei\u00dft es: <strong>Ach, HERR, wie sind meiner Feinde so viel und erheben sich so viele gegen mich! Viele sagen von mir: Er hat keine Hilfe bei Gott. <\/strong>Die Feinde wussten, dass David allezeit Hilfe bei seinem Gott  gesucht hatte. Sie kannten seine Lebensweise als Schaf Gottes. Sie machten sich aber dar\u00fcber lustig. Durch die Segnungen best\u00e4tigte jedoch Gott David vor seinen Feinden. Er ehrte ihn vor den Feinden, w\u00e4hrend seine Feinde dadurch gedem\u00fctigt wurden. David wusste das. Deswegen sagte er in diesem Psalm weiter: <strong>Aber du, HERR, bist der Schild f\u00fcr mich, du bist meine Ehre und hebst mein Haupt empor. <\/strong>David war eins klar: Dass Gott ihn so reichlich segnete, lag nicht in ihm begr\u00fcndet. Er selbst sagte: <strong>Wer bin ich, Herr HERR, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast. <\/strong>Alles war also reine Gnade gewesen. Wie lange sollte diese Gnade Gottes an David w\u00e4hren. F\u00fcr ein Jahr, zehn Jahre \u2013 wer bietet mehr? &#8211; Betrachten wir Vers 6a: <strong>Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang. <\/strong> David hatte zwei lebenslange Bodyguards an seiner Seite. Sie wichen nicht von ihm und folgten ihm auf Schritt und Tritt. Der eine hie\u00df Gutes, der andere Barmherzigkeit. David war also nicht nur f\u00fcr eine bestimmte Dauer begnadigt worden, sondern f\u00fcr sein ganzes Leben. Die Gnade Gottes durchzog sein Leben wie ein roter Faden. Was f\u00fcr ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl muss es f\u00fcr David gewesen sein, dass er allezeit mit Gutem und Barmherzigkeit von Gott rechnen durfte?\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t                 Welche Entscheidung traf David daher? Lesen wir gemeinsam Vers 6b: <strong>und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. <\/strong>David wollte nie wieder weg aus Gottes Gegenwart. Er fand es so sch\u00f6n bei Gott. David hatte viele Segnungen von Gott bekommen. Aber der gr\u00f6\u00dfte Segen war f\u00fcr ihn die N\u00e4he Gottes. <strong>Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar.<\/strong> Hei\u00dft in einem Psalm. <strong>Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. <\/strong>hei\u00dft es in einem anderen Psalm. Gott selbst war f\u00fcr David die gr\u00f6\u00dfte Freude geworden.<\/p>\n<p>Ich habe schon mehrere gute Lebenszeugnisse geh\u00f6rt. Aber Davids Lebenszeugnis ist wirklich das beste. Wenn David heute noch leben w\u00fcrde, m\u00fcsste er sicherlich sein Lebenszeugnis auf jeder Konferenz halten. In uns allen w\u00fcrde der Wunsch aufkommen : \u201e<em>Oh, ich will auch so ein gl\u00fcckliches und gesegnetes Leben haben wie er?\u201c<\/em> Ja, was war eigentlich das Geheimnis von Davids Leben. Hatte ihn Gott mehr lieb als uns? War er Gottes Lieblingskind?<\/p>\n<p>Lesen wir noch einmal den Leitvers: <strong>Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. <\/strong>Dieses Wort ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Leitvers. Das Wort \u201eDer Herr ist mein Hirte\u201c ist der Schl\u00fcssel, das die T\u00fcren zu dem gl\u00fcckseligen Leben \u00f6ffnet, welches in den darauffolgenden Versen beschrieben wird. Das Geheimnis von Davids gl\u00fccklichem Leben war, dass David als Schaf Gottes lebte. Oder anders gesagt: Er nahm Gott als seinen Hirten an. Er \u00fcbergab ihm komplett die Kontrolle \u00fcber sein Leben.                                                \t                                                                  Wollen wir so wie David gl\u00fccklich werden? Dann m\u00fcssen du und ich wie ein Schaf Gottes leben? Hierzu sind zwei Dinge erforderlich: Zum einen m\u00fcssen wir unser komplettes Selbstbvertauen ablegen und unseren Stolz \u00fcberwinden. Denn solange ein Schaf sich selbst f\u00fcr weise und stark h\u00e4lt oder unabh\u00e4ngig sein will, wird es niemals seinem Hirten nachfolgen. David dient uns als ein gutes Vorbild. Als f\u00e4higer K\u00f6nig, Musiker und Erschl\u00e4ger von B\u00e4r, L\u00f6we und Riese h\u00e4tte David sehr viel Anlass gehabt, auf sich selbst zu vertrauen. Aber stattdessen identifizierte er sich mit einem Schaf, das ohne den Hirten nicht zurecht kommen wird. \t\t\t\t\t\t\t Zum anderen m\u00fcssen wir Vertrauen auf Gott als den guten Hirten fassen. Wie k\u00f6nnen wir dies tun? Wir m\u00fcssen dieses herrliche Bild von Gott, welches wir im Psalm 23 bekommen, verinnerlichen. David gibt Zeugnis von Gott ab, wie Er als guter Hirte ist und handelt. Wenn wir Davids Bild von Gott verinnerlichen, dann wird dies uns dazu helfen, Gott unser Leben komplett anzuvertrauen.<\/p>\n<p>Ich bin dankbar f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung mit Psalm 23. Es zeigt mir, dass Gott mir ein gro\u00dfes Geschenk, n\u00e4mlich ein gl\u00fcckliches und gesegnetes Leben, geben m\u00f6chte. Dies m\u00f6chte ich mir nicht entgehen lassen. Es ist es ist wert, dass ich mich Gott komplett ausliefere. H\u00e4ufig hindern mich meine Eigensinnigkeit, mein Selbstvertrauen und Stolz daran. Ich bete daf\u00fcr, dass Gott mir hilft, diese Dinge komplett abzulegen. \t\t\t\t\t\t                                         Au\u00dferdem erkenne ich, dass mein Bild von Gott viel zu einseitig ist. <em>Gott ist nicht nur der Herr, dem ich zu gehorchen habe<\/em>, sondern viel mehr als das. Er ist ein ein wunderbarer Hirte, bei dem ich Geborgenheit finde und der \u00fcberaus f\u00fcrsorglich ist und liebevoll mit mir umgeht. Ich m\u00f6chte das Bild von Gott aus Psalm 23   verinnerlichen. Dann wird es mir leichter fallen, mich komplett unter Gottes F\u00fchrung zu begeben.<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schluss noch einmal das Leitwort: <strong>Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der HERR ist mein Hirte Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln Ps 23,1 Viele Menschen, insbesondere jungen Menschen, f\u00e4llt es schwer, ihr Leben unter die F\u00fchrung Gottes zu begeben. Sie haben Angst davor, ungl\u00fccklich zu werden, wenn sie ihr Leben Gott anvertrauen. 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