{"id":2325,"date":"2013-01-06T23:31:25","date_gmt":"2013-01-06T22:31:25","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2325"},"modified":"2022-11-18T12:23:31","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:31","slug":"predigt-matthaus-281-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-281-20\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 28,1 \u2013 20"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/P11Mt28-0120.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Machet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(20,18.19a)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>Fast 28 Kapitel haben uns durch das Matth\u00e4usevangelium gef\u00fchrt. Fast 2 Jahre lang haben wir dieses Evangelium Schritt f\u00fcr Schritt studiert. Wir h\u00f6rten die himmlischen Worte unseres Herrn, w\u00e4hrend seiner bewegenden Bergpredigt, durch seine dreij\u00e4hrige Wirksamkeit, bis zum Ende seines Lebens, als er sich am rauen Kreuz opfern lie\u00df.<\/p>\n<p>Was erfahren wir heute, durch das Abschlusskapitel? Das heutige Kapitel \u00fcberliefert uns 2 gewaltige Ereignisse, die zusammenh\u00e4ngen: Die Herrlichkeit der Auferstehung, die von Jesu Gewalt im Himmel und auf Erden zeugt und der damit verbundene Missionsbefehl. Diese Ereignisse zeigen 1) wer Jesus eigentlich ist und 2) was es \u00fcberhaupt bedeutet als Christ zu leben. Diese 2 Punkte sind alles andere als unwesentlich aber oftmals unklar. Wir m\u00fcssen aber ganz genau wissen, wer unser Herr Jesus ist und wie wir als seine J\u00fcnger leben sollen. Heute erfahren wir quasi das Testament unseres Herrn, bevor er gen Himmel fuhr und dadurch sein gr\u00f6\u00dftes Anliegen, das in seinem Herzen brannte. M\u00f6ge sein letzter Wille uns nicht unber\u00fchrt lassen. Das w\u00e4re wirklich sehr traurig. M\u00f6ge sein letzter Wille unsere Herzen vielmehr in Bewegung setzen und in uns ein gro\u00dfes Amen hervorrufen (wie im Lied einer christlichen Band: \u201eThe Great Amen\u201c).<\/p>\n<p><strong>Teil I\tJesu Auferstehung (1-15)<\/strong><\/p>\n<p>Was geschah nach der Grablegung Jesu? Betrachten wir Vers 1: <strong>\u201eAls aber der Sabbat vor\u00fcber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.\u201c<\/strong> Es war der erste Ostersonntag der Welt, der Tag der Auferstehung unseres Herrn. Dieser Tag hat die Geschichte ver\u00e4ndert. Der Tod ist nicht das ultimative Ende aller Dinge. S\u00fcnde und Tod sind nicht das ausweglose Schicksal der Menschheit. Die sonnt\u00e4gliche Auferstehung Jesu machte diesen hoffnungsvollen Tag f\u00fcr die Christenheit zum Tag der heiligen Versammlung und Anbetung. Nur aus diesem Grund feiern wir heute unseren Gottesdienst und nicht an einem anderen Tag. Gelobt sei der Name unseres Herrn!<\/p>\n<p>Was widerfuhr den Frauen, als sie das Grab des Herrn aufsuchten? Die Verse 2 und 3 berichten von einem gewaltigen \u00fcbernat\u00fcrlichen Ereignis: <strong>\u201eUnd siehe, es geschah ein gro\u00dfes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und w\u00e4lzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand wei\u00df wie der Schnee.\u201c<\/strong> In der Regel erschienen Engel auf wenig spektakul\u00e4re Weise. Sie tauchten einfach auf, verk\u00fcndeten ihre Botschaft und verschwanden wieder. Doch als der Engel kam, um die Auferstehung des Herrn zu verk\u00fcnden, bebte die Erde, w\u00e4hrend er vom Himmel auf die Erde krachte, um den gro\u00dfen und versiegelten Grabstein wegzuw\u00e4lzen und sich darauf zu setzen, w\u00e4hrend er von blitzender und schneewei\u00dfer Gestalt war. (So etwas nennt man einen starken Auftritt)<\/p>\n<p>Was war die unmittelbare Reaktion auf die krachende Erscheinung des Engels? Vers 4 lautet: <strong>\u201eDie Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als w\u00e4ren sie tot.\u201c<\/strong> Jesus erwachte von den Toten und sie wurden, als w\u00e4ren sie tot. Die Wachen waren sicher keine d\u00fcrren Hampelm\u00e4nner, sondern kr\u00e4ftig gebaute Soldaten und auch nicht wenig an Zahl. Sie waren extra daf\u00fcr ausgesucht worden, um einen eventuellen Angriff der 11 J\u00fcnger standzuhalten. Doch als sie den Engel sahen, kippten sie allesamt um.<\/p>\n<p>Ihretwegen war der Engel nicht gekommen. Welches Wort richtete der Engel an die anwesenden Frauen? Verse 5 und 6 lauten: <strong>\u201eAber der Engel sprach zu den Frauen: F\u00fcrchtet euch nicht! Ich wei\u00df, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die St\u00e4tte, wo er gelegen hat;\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Der Engel wusste, dass die Frauen gekommen waren, um den verstorbenen Jesus zu finden. Damit w\u00e4ren sie zufrieden gewesen, wenn sie den toten Jesus gefunden h\u00e4tten. <strong>\u201eEr ist nicht hier\u201c<\/strong>, sagte der Engel in aller Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Diesen Jesus gibt es nicht mehr. <strong>\u201eEr ist auferstanden\u201c<\/strong> und sie sollten sich dar\u00fcber nicht wundern, denn er war nicht unerwartet auferstanden, sondern: <strong>\u201ewie er gesagt hat.\u201c<\/strong> Sie sollten kommen und sich selbst \u00fcberzeugen. Das versiegelte Grab wurde vor ihren Augen ge\u00f6ffnet, doch der gekreuzigte Jesus war nicht darin. Sie konnten suchen und suchen, den toten Jesus w\u00fcrden sie nirgends finden. Vielmehr sollten sie den lebendigen und auferstandenen Jesus suchen und finden.<\/p>\n<p>Wo w\u00fcrden sie Jesus finden und welchen wichtigen Auftrag empfingen sie? Vers 7: <strong>\u201egehet eilends hin und sagt seinen J\u00fcngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galil\u00e4a; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Unter allen J\u00fcngern waren nur diese Frauen zum Grab gekommen und der Engel machte sie an diesem Ostersonntag zu den ersten Verk\u00fcndigern der Auferstehung Jesu. Und sie sollten ihre Aufgabe ernst nehmen und eilends hingehen und den J\u00fcngern die Auferstehung des Herrn verk\u00fcnden. Au\u00dferdem best\u00e4tigte der Engel, dass der auferstandene Jesus seine J\u00fcnger in Galil\u00e4a treffen wollte.<\/p>\n<p>Interessanterweise wurden die Frauen als die ersten Zeugen der Auferstehung Jesu berufen, ohne den auferstandenen Jesus mit eigenen Augen gesehen zu haben. Und interessanterweise beschr\u00e4nkte sich der Befehl, die Auerstehung des Herrn zu verk\u00fcnden, nicht allein auf die Frauen. Seit diesem Ostersonntag ist es Teil unserer christlichen Identit\u00e4t, als Zeugen der Auferstehung Jesu zu fungieren. Die Auferstehung ist Tatsache, auch ohne dass wir sie gesehen haben. Die Auferstehung Jesu ist weltbewegend. Weil sie von entscheidender Bedeutung ist, soll sie weitergegeben werden.<\/p>\n<p>Was taten die Frauen, als sie den Auftrag des Engels empfingen? Vers 8: <strong>\u201eUnd sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und gro\u00dfer Freude und liefen, um es seinen J\u00fcngern zu verk\u00fcnden.\u201c<\/strong> K\u00f6nnt ihr euch vorstellen, was in den Frauen vor sich ging? Wie ihr Herz mit Furcht und gro\u00dfer Freude pochte, als sie auf vollm\u00e4chtige Weise erfuhren, dass ihr Herr nicht mehr unter den Toten war, sondern unter den Lebenden. Wie Ihnen aufgetragen, nahmen sie ihre Aufgabe ernst und gingen eilends hin.<\/p>\n<p>Bist du bereit, Gottes Berufung f\u00fcr dein Leben genauso ernst zu nehmen? W\u00fcrdest auch du eilen, wie die Frauen und Treue und Gehorsam erweisen? Ist auch dein Herz mit Furcht und gro\u00dfe Freude erf\u00fcllt, weil du die Herrlichkeit der Auferstehung Jesu verk\u00fcnden darfst?<\/p>\n<p>Welche Gnade erwies der auferstandene Jesus den Frauen, nachdem sie Treue und Gehorsam erwiesen hatten? Vers 9: <strong>\u201eUnd siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegr\u00fc\u00dft! Und sie traten zu ihm und umfassten seine F\u00fc\u00dfe und fielen vor ihm nieder.\u201c<\/strong> Als die Frauen noch unterwegs waren, erschien ihnen Jesus leibhaftig und sprach: <strong>\u201eSeid gegr\u00fc\u00dft!\u201c<\/strong> Welch ein Gru\u00df! Wie s\u00fc\u00df m\u00fcssen diese Worte des Herrn in den Ohren und Herzen der Frauen geklungen haben. Sie fielen vor ihm nieder und umfassten seine F\u00fc\u00dfe. Sie sahen, was sie sich nie zu ertr\u00e4umen gewagt h\u00e4tten. Sie sahen ihren Herrn Jesus lebendig vor sich stehen. Haben auch wir eine solche Sehnsucht nach dem Herrn?<\/p>\n<p>Welche Botschaft hatte Jesus f\u00fcr sie? Vers 10: <strong>\u201eDa sprach Jesus zu ihnen: F\u00fcrchtet euch nicht! Geht hin und verk\u00fcndigt es meinen Br\u00fcdern, dass sie nach Galil\u00e4a gehen: Dort werden sie mich sehen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>\u201e<strong>F\u00fcrchtet euch nicht!\u201c<\/strong> lautete Jesu beruhigende Botschaft. Es gab wirklich keinen Anlass, sich zu f\u00fcrchten. Vielmehr war die Zeit der gro\u00dfen Freude angebrochen. Jesus lebt, Halleluja! Der Herr ist wahrhaftig auferstanden! Der Tod ist besiegt. Die gro\u00dfe Freude, die der Engel bei der Geburt Jesu versprochen hatte, sollte nun Bestand haben.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend best\u00e4rkte Jesus sie, ihre Aufgabe zu erf\u00fcllen, hinzugehen und die J\u00fcnger aufzufordern, nach Galil\u00e4a zu gehen. Dabei f\u00e4llt auf, wie herzlich Jesus seine J\u00fcnger erw\u00e4hnt. Er nennt sie: <strong>\u201eMeine Br\u00fcder\u201c<\/strong>. Sie waren allesamt davongelaufen, hatten ihn verlassen und verleugnet. Ungeachtet dessen nennt sie Jesus: <strong>\u201eMeine Br\u00fcder\u201c<\/strong>. Siehst du die Liebe Jesu? Siehst du die herzliche Verbundenheit des Herrn mit dir?<\/p>\n<p>Die Frauen handelten angemessen auf die Auferstehung Jesu und empfingen gro\u00dfe Aufgabe und gro\u00dfe Freude. Wie reagierten aber die Feinde Jesu auf seine Auferstehung? Betrachten wir Verse 11-15. <strong>\u201eDa kamen einige von der Wache in die Stadt und verk\u00fcndeten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Und sie kamen mit den \u00c4ltesten zusammen, hielten Rat und gaben den Soldaten viel Geld und sprachen: Sagt, seine J\u00fcnger sind in der Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, w\u00e4hrend wir schliefen.\u201c<\/strong> Die religi\u00f6sen Leiter hatten diese Wachleute am Grab Jesu installiert. Und diese Wache best\u00e4tigte, dass Jesus auferstanden war, der Engel hatte es bewiesen. Doch die Wahrheit interessierte die Leiter recht wenig bzw. \u00fcberhaupt nicht! Sie bestachen die Soldaten mit viel Geld. Diese sollten Pilatus sagen, Jesu J\u00fcnger h\u00e4tten ihn gestohlen, w\u00e4hrend sie schliefen. Die Aussage war nicht nur gelogen, sondern auch inkonsistent. Woher h\u00e4tten die Soldaten wissen k\u00f6nnen, dass Jesus von seinen J\u00fcngern gestohlen wurde, wenn sie allesamt geschlafen h\u00e4tten? Oder pflegten sie mit offenen Augen zu schlafen? Au\u00dferdem w\u00fcrde kein Soldat es wagen, so etwas zu behaupten. Als Strafe w\u00fcrden sie alle hingerichtet werden. Doch auch daf\u00fcr hatten die Leiter eine L\u00f6sung parat: Vers 14: <strong>\u201eUnd wenn es dem Statthalter zu Ohren kommt, wollen wir ihn beschwichtigen und daf\u00fcr sorgen, dass ihr sicher seid.\u201c<\/strong> Wie elend, wenn man sich mit aller Macht gegen die Wahrheit stemmt und dabei ganz offensichtlich die 10 Gebote Gottes bricht. Gott bewahre uns davor, unsere unlauteren Ziele auf Kosten der Wahrheit zu erreichen. Die Wahrheit ist unser h\u00f6chstes Gut. Sie sollen wir suchen und finden und annehmen und uns von ihr leiten lassen.<\/p>\n<p>M\u00f6ge die Auferstehung unseres Herrn, die unsere christliche Identit\u00e4t wesentlich pr\u00e4gt, ihre volle Kraft entfalten und ihr gutes Werk in unserem Leben vollbringen. M\u00f6ge die tiefgehende Bedeutung der Auferstehung weder in uns verloren gehen, noch uns oberfl\u00e4chlich tangieren. M\u00f6ge sie uns zu einflussreichen Zeugen des Herrn ver\u00e4ndern und gro\u00dfe Freude schenken. Amen.<\/p>\n<p><strong>Teil II\tDer Missionsbefehl (16-20)<\/strong><\/p>\n<p>Wir reagierten die 11 J\u00fcnger Jesu auf die Botschaft der Frauen? Verse 16 und 17: <strong>\u201eAber die elf J\u00fcnger gingen nach Galil\u00e4a auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten.\u201c<\/strong> Die J\u00fcnger gehorchten und gingen tats\u00e4chlich auf den Berg. Dieser Schritt muss ihnen zugute gehalten werden, denn es war alles andere als einfach, mit der Auferstehungsbotschaft der Frauen umzugehen. Daf\u00fcr gab es mehrere Gr\u00fcnde. Zum einen galten Frauen damals nicht als glaubw\u00fcrdige Zeugen. Das war der damalige Zeitgeist. Doch Jesus brach diesen und machte die Frauen zu den ersten w\u00fcrdigen Zeuginnen seiner Auferstehung.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem mussten die J\u00fcnger viel Kraft aufbringen, um zu gehorchen und auf einen Berg in Galil\u00e4a zu steigen, obwohl sie sich in Jud\u00e4a befanden. Manchmal werden selbst junge M\u00e4nner von allen Kr\u00e4ften verlassen, wenn Frauen ihnen z.B. sagen, sie sollen den M\u00fcll raustragen. Aber die J\u00fcnger mussten wesentlich mehr tun als das.<\/p>\n<p>Das war gerade deswegen so schwer, weil es so schwer ist, an die Auferstehung von den Toten zu glauben. Selbst als sie den auferstandenen Jesus mit eigenen Augen sahen, zweifelten einige. Wir sehen die gro\u00dfe Schwierigkeit der J\u00fcnger, die Auferstehung Jesu richtig zu verarbeiten. Denn die Auferstehung eines Toten befindet sich jenseits des menschlichen Vorstellungverm\u00f6gens.<\/p>\n<p>Wir werden niemals gottgef\u00e4llig leben k\u00f6nnen, wenn wir ausschlie\u00dflich an das glauben, was unserer subjektiven Logik entspricht. Entscheidend ist unser Glaube an die Tatsachen der Wahrheit. Gott m\u00f6chte, dass wir die Wahrheit auch als Wahrheit annehmen, auch wenn sie unserer inneren Logik widerspricht. Wir finden nur Frieden mit Gott, wenn wir zu ihm kommen und kapitulieren und sagen: Herr, mit meinen Gedanken sto\u00dfe ich an die kognitiven Grenzen meiner Leistungsf\u00e4higkeit. Hilf mir, tatsachenorientiert zu leben.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott den Zweifel an sein Wort hinfort nehmen. Wenn wir unbedingt zweifeln wollen, dann lieber an der Beschaffenheit unserer eigenen Logik.<\/p>\n<p>Welche Worte richtete der auferstandene Jesus an seine J\u00fcnger? Vers 18: <strong>\u201eUnd Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.\u201c<\/strong> Jesus er\u00f6ffnete mit einer gewaltigen Botschaft. <strong>\u201eMir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.\u201c<\/strong> Gab es daran irgendeinen Zweifel? Nein. Seine Auferstehung zeugt von seiner g\u00f6ttlichen Gewalt im Himmel und auf Erden. Und wir sehen, wer Jesus ist. Er ist der allm\u00e4chtige Gott, trotz seines schwachen \u00c4u\u00dferen.<\/p>\n<p>Jesus hatte ganz sicher nicht den Ort seiner Begegnung zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlt. Ganz bewusst wollte er seine J\u00fcnger auf dem Berg treffen. Und genauso bewusst hatte Jesus seine Er\u00f6ffnungsworte gew\u00e4hlt. Und die J\u00fcnger standen da. Vom Berg aus konnten sie in die Ferne blicken. Vielleicht hatten sie sogar einen Panoramablick \u00fcber die ganze Gegend. Und dort oben bezeugte Jesus, dass er alle Gewalt hatte, im Himmel, dem sie ein St\u00fcck n\u00e4her waren als sonst und auf der Erde, welche sich unter ihnen befand. Zwischen Himmel und Erde sagte ihnen Jesus folgendes Wort. Vers 19: <strong>\u201eDarum\u201c<\/strong>. Dieses \u201eDarum\u201c, ist voller Bedeutung. Dieses \u201eDarum\u201c w\u00fcrde den letzten Willen des Herrn offenbaren und seinen testamentarischen Willen verk\u00fcnden, der bis heute g\u00fcltig ist. Dieses \u201eDarum\u201c ist wie ein Bogen, der bis zum zerrei\u00dfen angespannt wird und man wartet darauf, bis der Pfeil endlich abgeschlossen wird. Welchen Pfeil w\u00fcrde Jesus vom Berg aus abschie\u00dfen?<\/p>\n<p>\u201eDarum\u201c sprach unser Herr, <strong>\u201eDarum gehet hin und machet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker\u201c<\/strong>. Das also ist Jesu letzter Wille und zugleich seine schlussfolgernde Zusammenfassung des Evangeliums. Was steckt alles in diesen Worten?<\/p>\n<ol>\n<li>Die Initiative. <strong>\u201eGehet hin\u201c<\/strong> zeigt, dass die Initiative \tvon Jesus ausgeht. Viele Menschen tr\u00e4umen davon, die Welt zu \tver\u00e4ndern, sie zu einem besseren Ort zu machen. Wir haben uns mit \tdem r\u00f6mischen Imperium besch\u00e4ftigt, mit Hitlers 1000-j\u00e4hrigem \tReich, dem Kommunismus. Als demokratische B\u00fcrger leben wir im \tZeitalter des sogenannten Turbokapitalismus. Die Geschichte zeigt, \tdass alle menschlichen Initiativen die Welt zu ver\u00e4ndern und zu \tverbessern mangelhaft sind. Alle Reiche und Imperien sind mit der \tZeit zerfallen. Jede Ideologie st\u00f6\u00dft an ihre Grenzen. Das Streben \tnach Utopie ist zum Scheitern verurteilt, denn die Welt kann sich \tnicht selbst ver\u00e4ndern. Die wahre historische Wende und damit \tverbundene Ver\u00e4nderung kommt von unserem Herrn Jesus. <strong>\u201eDarum \tgehet hin\u201c<\/strong> zeigt, welche Hoffnung Jesus hatte und wie sie sich \tbewahrheitet hat. W\u00e4hrend alle Superm\u00e4chte aufsteigen und wieder \tzerfallen, w\u00e4chst das Reich Gottes kontinuierlich, bis es den \tletzten Sieg erlangt.<\/li>\n<\/ol>\n<ol>\n<li>Die Zielgruppe. Jesus sagt: <strong>\u201ealle V\u00f6lker\u201c<\/strong>. Politiker \tsind nationalstaatlich orientiert. Doch Jesus hat alle V\u00f6lker vor \tAugen. In seinem Herzen brennt die Erl\u00f6sung aller V\u00f6lker. Niemand \tist ausgeschlossen, niemand benachteiligt. Egal welche Hauptfarbe \toder Ethnie, alle V\u00f6lker sind Anw\u00e4rter seiner Gnade und w\u00fcrdig \tund wertvoll, ihm anzugeh\u00f6ren.<\/li>\n<\/ol>\n<ol>\n<li>Die Methode: Jesu Anweisung: <strong>\u201eMachet zu J\u00fcngern\u201c <\/strong>zeigt, \tdass Jesus seine eigene J\u00fcnger gebrauchen wollte, um neue J\u00fcnger \tzu machen. Was hei\u00dft es aber, einen Menschen zum J\u00fcnger zu machen? \tBetrachten wir zun\u00e4chst Vers 18b: <strong>\u201eTaufet sie auf den Namen \tdes Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes\u201c.<\/strong> Warum \tsollen andere durch uns getauft werden? Bei der Taufe taucht der \tK\u00f6rper unter Wasser, das symbolisiert den Tod des alten Menschen, \tder unter Wasser begraben wird. Das Wiederauftauchen aus dem Wasser \tsteht f\u00fcr das neue Leben in Jesus. Taufe ist also Ausdruck der Bu\u00dfe \tund der Entschlossenheit, ein neues Leben in und mit Jesus zu \tbeginnen. Der neue Mensch widmet sich Gott dem Vater, dem Sohn und \tdem heiligen Geist. Das ist der erste Teil des J\u00fcngerschaftswerks.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Doch womit soll das neue Leben erf\u00fcllt sein? Vers 20a lautet: <strong>\u201eund lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.\u201c<\/strong> Das neue Leben soll nicht leer bleiben, sondern erf\u00fcllt werden. Und Jesus gibt uns 2 entscheidende Punkte, um andere zu J\u00fcngern zu machen. Wir sollen alles lehren, was Jesus uns befohlen hat. Als J\u00fcnger-Macher sollen wir nicht nur lehren, was wir gut lehren k\u00f6nnen, wir sollen auch nicht nur lehren, was der Mode unserer Zeit entspricht und etwa unbeliebte Befehle Jesu untergraben. Wir sollen alles lehren. Alles hei\u00dft auch alles.<\/p>\n<p>Doch dabei soll es nicht bleiben. Wir sollen nicht nur lehren. Damit ist unsere Aufgabe nicht getan. Wir sollen ihnen helfen, alles auch zu halten, was Jesus befohlen hat. D.h. wir sollen ihnen zeigen, wie man nach dem Evangelium lebt. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir zuerst selbst lernen alles zu halten, was Jesus im Evangelium befohlen hat. Doch das mussten die 11 J\u00fcnger auch.<\/p>\n<ol>\n<li>Die Verhei\u00dfung. Das Matth\u00e4usevangelium endet mit den Worten: <strong>\u201eUnd \tsiehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.\u201c<\/strong> Glaubst du das? Jesus ist zwar gegangen doch er hat seine J\u00fcnger \tnicht verlassen. Bis an das Ende der Welt steht Jesus uns bei, so \tdass wir nicht aus eigener Kraft Wunder vollbringen m\u00fcssen. Der \tJesus, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist, steht \tuns alle Tage bei. D.h. wenn du morgen aufstehst, kannst du gewiss \tsein, dass Jesus bei dir ist. Und zwar bis dein Leben endet oder bis \tdie Welt endet. (Je nachdem wer schneller ist)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn wir den Missionsbefehl Jesu betrachten, k\u00f6nnen wir nur staunen. Er sah unbedeutend und gering aus. Wie konnten 11 armselige J\u00fcnger, die dazu Zweifel im Herzen hatten, dazu gebraucht werden, um alle V\u00f6lker zu J\u00fcngern zu machen?<\/p>\n<p>Doch loben wir unseren Herrn, der alle V\u00f6lker im Herzen hat und seine J\u00fcnger im Herzen hat. Die Geschichte bezeugt, dass unter allen V\u00f6lkern tats\u00e4chlich J\u00fcnger Jesu vorzufinden sind. Wir selbst sind ein signifikantes Beispiel dieser geistlichen Erfolgsgeschichte. Wir stammen von verschiedenen V\u00f6lkern der Erde ab, doch wir sind J\u00fcnger Jesu geworden. Das konnte nur geschehen, weil die 11 J\u00fcnger Jesus gehorcht haben und aktiv geworden sind. Allein aus diesem Grund sind wir heute J\u00fcnger Jesu. Wir landen zur\u00fcck auf einen der 11 J\u00fcnger, wenn wir imstande w\u00e4ren, die J\u00fcngerschaftslinie 2000 Jahre zur\u00fcckzuverfolgen. Und Jesu J\u00fcngerschaftswerk geht weiter, bis an der Welt Ende.<\/p>\n<p>Danken wir Jesus hierf\u00fcr. Der Missionsbefehl ist keine Ideologie, auch keine Erfindung unserer Gemeinde, auch nicht da um Christen zu \u00e4rgern. Er ist der letzte Wille, der aus dem jammernden Herzen unseres Herrn kommt. Danken wir Gott, dass wir Anteil haben k\u00f6nnen an diesem gro\u00dfartigen Werk, das ewige Bedeutung hat. M\u00f6ge Jesu Reich wachsen und viele zur Rettung f\u00fchren.<\/p>\n<p>Durch den heutigen Text sehe ich die direkte Verbindung zwischen der gewaltigen Kraft der Auferstehung und dem Missionsbefehl. Ich kann dem Missionsbefehl dienen, weil Jesus alle Gewalt im Himmel und auf Erden hat.<\/p>\n<p>Ich erfahre, dass der Missionsbefehl nicht nur dann zu meiner t\u00e4glichen Realit\u00e4t wird, wenn ich eines Tages als Missionar ausgesandt werde. Der Befehl Jesu: <strong>\u201eDarum gehet hin\u201c<\/strong>, ist zeit- und raumlos. Ich kann 1000de Kilometer hinter mir lassen oder wenige Schritte tun. Aber ich soll hingehen und J\u00fcnger machen.<\/p>\n<p>Auch habe ich mich oft gefragt, was es konkret bedeutet, J\u00fcnger zu machen. Jesus schenkt mir klare Orientierung. Ich soll taufen und ihren lehren halten alles, was Jesus mir befohlen hat. Das ist Jesu testamentarischer Wille f\u00fcr mich. In letzter Zeit hat sich mein Glaubensleben auf meine eigene Erbauung konzentriert. Durch den heutigen Text entscheide ich mich daf\u00fcr, zus\u00e4tzlich den Missionsbefehl als meine t\u00e4gliche Berufung wahrzunehmen. M\u00f6ge Gott mich in der Linie seiner Errettung wirksam gebrauchen und mir helfen, im neuen Jahr J\u00fcnger zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Machet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker \u201eUnd Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker.\u201c (20,18.19a) Fast 28 Kapitel haben uns durch das Matth\u00e4usevangelium gef\u00fchrt. Fast 2 Jahre lang haben wir dieses Evangelium Schritt f\u00fcr Schritt studiert. 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