{"id":2310,"date":"2012-12-23T00:05:44","date_gmt":"2012-12-22T23:05:44","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2310"},"modified":"2022-11-18T12:23:33","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:33","slug":"predigt-lukas-15-25-sonderlektion-weihnachten-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-15-25-sonderlektion-weihnachten-2012\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 1,5 \u2013 25 (Sonderlektion Weihnachten 2012)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/12Lk01-0525P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\" lang=\"de-DE\"><strong>Im  Geist  und  in  der  Kraft  Elias<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, zu bekehren die Herzen der V\u00e4ter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.\u201d<em> <\/em><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>(1,17)<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">Schon bald ist wieder Weihnachten. An diesem Fest feiern wir die Geburt Jesu Christi. Um die Geburt eines bedeutendes Kindes geht es auch in dem heutigen Text. Dieses Kind ist nicht Jesus, sondern dessen Vorl\u00e4ufer Johannes der T\u00e4ufer. Welches Ehepaar erw\u00e4hlte Gott, um seinen kostbaren Johannes anzuvertrauen und ihm zu Seinem Knecht zu erziehen? Lasst uns heute den Glauben von Zacharias und Elisabeth, die Gott als Eltern von Johannes erw\u00e4hlt hatte, sowie die herausragende Person von Johannes kennenlernen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Teil 1: Das Glaubensleben von Zacharias und Elisabeth (V. 5-13) <\/strong><\/p>\n<p>Die weltliche Geschichtsschreibung ist davon gekennzeichnet, dass sie ihren Fokus stets auf m\u00e4chtige und ber\u00fchmte Personen richtet. Doch auf wen lenkt der Verfasser schon recht bald am Anfang seines Evangeliums die Aufmerksamkeit des Lesers? Betrachten wir Vers 5: <strong>Zu der Zeit des Herodes, des K\u00f6nigs von Jud\u00e4a, lebte ein Priester von der Ordnung Abija, mit Namen Zacharias, und seine Frau war aus dem Geschlecht Aaron und hie\u00df Elisabeth. <\/strong><\/p>\n<p>Zu der Zeit des grausamen K\u00f6nigs Herodes des Gro\u00dfen, der von 37 \u2013 4 v. Chr.  herrschte, lebte ein Mann namens Zacharias mit seiner Frau Elisabeth. Beide waren aus der Linie Aaron. Die m\u00e4nnlichen Nachkommen Aarons waren alle als Priester t\u00e4tig. Der K\u00f6nig David hatte sie gem\u00e4\u00df ihrer Sippenh\u00e4\u00fcpter in 24 Ordnungen unterteilt. Jede Ordnung kam etwa 2 mal im Jahr dran, und hatte im Tempel f\u00fcr jeweils eine Woche ihren Dienst zu versehen. Eine dieser Ordnungen war die Ordnung Abija, der der Priester Zacharias angeh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Es gab aber zur Zeit Herodes des Gro\u00dfen viele Priester. Eine Ordnung umfasste etwa 800 Priester. 24 mal 800 gibt 19200. Was war also an Zacharias und Elisabeth so besonders? Warum erw\u00e4hnt der Verfasser sie explizit?<\/p>\n<p>Lesen wir gemeinsam Vers 6: <strong>Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. <\/strong>Zacharias und Elisabeth galten in Gottes Augen als fromm. Warum? Weil sie in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig wandelten. Kennst du jemanden, der so lebt? Ich nicht.<\/p>\n<p>Das Glaubensleben von Zacharias und Elisabeth ist uns sicherlich in vielerlei Hinsichten ein Vorbild. Wie k\u00f6nnen wir uns ihr Glaubensleben vorstellen? Der Verfasser sagt, dass sie <em>alle beide<\/em> fromm vor Gott waren. Sowohl Zacharias als auch Elisabeth hatten also eine tiefe pers\u00f6nliche Beziehung zu Gott gehabt. Alle beide beteten sicherlich viel. Als Priester und als Frau des Priesters brachten sie in ihren Gebeten die Anliegen Gottes, die er f\u00fcr sein Volk hatte. Vielleicht beteten sie auch f\u00fcr das Kommen des Messias, der die Israeliten erl\u00f6sen solle.<\/p>\n<p>Da alle beide fromm vor Gott waren, hatten Zacharias und Elisabeth einen geistlichen Konsens. Sie gaben dem Werk Gottes gegen\u00fcber den eigenen Interessen Priorit\u00e4t. Zacharias sagte nicht zu Elisabeth: <em>Weil du st\u00e4ndig betest, habe ich keine warme Mahlzeit mehr<\/em>. Und Elisabeth sagte nicht zu Zacharias: <em>Weil du dich st\u00e4ndig im Tempel aufh\u00e4ltst, hast du nie Zeit f\u00fcr mich. <\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Anstatt sich viel miteinander zu streiten, ermutigten sie sich sicherlich gegenseitig, fromm zu leben. Und wenn es doch zu einem Ehekrach kam, folgte sicher recht bald wieder die gegenseitige Vers\u00f6hnung. Denn weil sie beide fromm vor Gott waren, lie\u00dfen sie sich von Gott ihre Fehler aufdecken. Dann entschuldigten sie sich gegenseitig daf\u00fcr.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dass Zacharias und Elisabeth  in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig wandelten, setzt voraus, dass sie sich viel mit dem Wort Gottes auseinandergesetzt haben m\u00fcssen. Sie m\u00fcssen tief \u00fcber das Wort Gottes nachgedacht haben, sodass ihr Leben mehr und mehr dem Geist der Gebote entsprach. Die st\u00e4ndige Besch\u00e4ftigung mit dem Wort Gottes erf\u00fcllte sie mit Gottesfurcht, Dankbarkeit und pers\u00f6nlichem Vertrauen.<\/p>\n<p>Sie m\u00fcssen auch viel \u00fcber das Wort Gottes miteinander kommunuziert haben, sodass sie Gottes Herz dahinter immer besser verstanden. Ihre Gespr\u00e4che drehten sich nicht nur um banale Themen, wie: \u201e<em>Warum hast du noch nicht die Klosp\u00fclung repariert<\/em>?\u201c oder \u201eHast du schon mein Hemd geb\u00fcgelt<em>?<\/em>\u201c oder \u201e<em>Hast du schon diese und jene Rechnung bezahlt?<\/em>\u201c usw. Nein, ihre Gespr\u00e4che drehten sich viel um das Wort Gottes, etwa so: <em>Hey Elisabeth, ich habe heute 2. Mose 20, die 10 Gebote, gelesen. Ich habe mich gefragt, wie ich alle diese Gebote im Herzen behalten kann. Ich habe heute eine \u00e4hnliche Stelle gelesen, <\/em>sagte dann Elisabeth<em>, ich lese sie dir mal vor: <\/em><em><strong>H\u00f6re, Israel, der Herr ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.<\/strong><\/em><em> Also, Gott geht es bei den zehn Geboten darum, dass wir ihn von ganzem Herzen lieben. Wenn wir ihn von ganzem Herzen lieben, werden wir alle Gebote und Satzungen erf\u00fcllen. <\/em><\/p>\n<p>Indem Zacharias und Elisabeth in der Liebesbeziehung zu Gott und damit zu den Menschen lebten, erf\u00fcllten sie alle Gebote und Satzungen des Herrn. Freilich waren sie auch S\u00fcnder, aber doch untadelig, weil sie stets in einer aufrichtigen, intakten Beziehung zu Gott lebten. Wenn sie s\u00fcndigten, stellten sie sicher, dass sogleich das  angemessene Opfer dargebracht werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dass Zacharias und Elisabeth in allen Geboten und Satzungen des Herrn wandelten, zeigt auch, dass sie es mit dem Willen Gottes genau nahmen und damit sorgf\u00e4ltig umgingen. Sie ber\u00fccksichtigten nicht nur einen Aspekt des Willen Gottes und lie\u00dfen daf\u00fcr einen anderen aus. Wenn bspw. Zacharias seine Aufgabe als Priester zwar treu ausf\u00fchren w\u00fcrde, aber in den eigenen vier W\u00e4nden ein Hausdrache w\u00e4re, dann w\u00fcrde er eben nicht in allen Geboten und Satzungen des Herrn leben. Ebenso auch wir. Wenn  wir beispielsweise treu Bibelstudium geben, treu Stellungnahme schreiben, treu zur Gebetsstunde kommen, aber zu unseren Mitmenschen r\u00fccksichtslos und unfreundlich sind, dann achten wir keineswegs auf das vollst\u00e4ndige Wort Gottes.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dass Zacharias und Elisabeth in allen Geboten und Satzungen des Herrn wandelten, macht deutlich, dass ihre Fr\u00f6mmigkeit auf das lebendige Wort Gottes basierte. Auf was gr\u00fcndet unsere Fr\u00f6mmigkeit? Ist die Grundlage das lebendige Wort Gottes, oder eine Abfolge von religi\u00f6sen Gewohnheiten?<\/p>\n<p>Weil Zacharias und Elisabeth so fromm lebten, muss sie Gott sicherlich reichlich gesegnet haben. Nach der Pr\u00e4sentation von Esra aus letzter Woche bedeutet \u201ereichlich gesegnet sein\u201c viele Kinder zu haben. War dies bei Zacharias und Elisabeth der Fall? Betrachten wir Vers 7: <strong>Und sie hatten kein Kind; denn Elisabeth war unfruchtbar und beide waren hochbetagt. <\/strong>Zacharias und Elisabeth hatten nicht ein einziges Kind. Denn Elisabeth konnte keine Kinder bekommen. Au\u00dferdem war es f\u00fcr sie ohnehin schon zu sp\u00e4t. Beide hatten schon l\u00e4ngst das Alter des Kinderkriegens \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>Wie sehr m\u00fcssen beide darunter gelitten haben? Damals war das Problem der Kinderlosigkeit noch viel schmerzlicher als heute. Es war eine Schande, keine Kinder zu haben. Viele mochten es sogar als Gottes Strafe gedeutet haben. Hanna, die Mutter von Samuel, weinte viel wegen ihrer Kinderlosigkeit. Rahel wurde fast wahnsinnig, als sie keine Kinder bekam. <strong>Schaffe mir Kinder, wenn nicht, so sterbe ich <\/strong>(1. Mose 30.1), sagte sie zu Jakob, ihrem Mann. Und auch Elisabeth muss sehr unter ihrer Unfruchtbarkeit gelitten haben.Sie muss sich im Vergleich zu anderen Frauen als minderwertig gef\u00fchlt haben. Dass sie ihrem Mann kein Kind geben konnte, musste sie sehr belastet haben. Und als Sahne obendrein kamen auch noch die Verwandten und Bekannten: \u201e<em>und wann ist es denn endlich bei euch so weit<\/em>?\u201c Was sollten sie ihnen da antworten? <em>Ja, em em wir wollen uns noch Zeit lassen&#8230;<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Vor diesem Hintergrund wird der Glaube der beiden aber noch deutlicher. Denn obwohl sie Gott nicht mit einem Kind  gesegnet hatte, glaubten sie trotzdem. Ihr Glaube hatte nicht einen irdischen Segen zum Ziel, sondern Gott. Sie wollten durch ihren Glauben Gott ehren. Auf diese Weise konnten sie Glauben haben unabh\u00e4ngig von der Situation.<\/p>\n<p>Dar\u00fcberhinaus war ihr Glaube ein Glaube, der scheinbare Widerspr\u00fcche im Leben \u00fcberwindet.  Sicherlich mussten sich Zacharias und Elisabeth hin und wieder gefragt haben, warum Gott auf ihr frommes Leben mit Unfruchtbarkeit reagierte. <em>\u201eHaben wir etwas falsch gemacht?\u201c<\/em>, <em>\u201eLiebt Gott uns wirklich?\u201c <\/em>k\u00f6nnten sie sich gefragt haben. Sie hatten immer wieder Gott um ein Kind gebeten. Mehrere Jahrzehnte vergingen, aber Gott erh\u00f6rte ihr Gebet einfach nicht. Dennoch glaubten sie weiter an Gott und dienten ihm, auch wenn sie ihn nicht verstanden. Sie vertrauten weiter auf die Liebe gottes und  seinen guten Willen f\u00fcr sie.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Vielleicht sch\u00f6pften sie auch Trost und Kraft aus der Geschichte von Abraham und Sarah, die genau dasselbe Problem hatten. Die Geschichte gab ihnen m\u00f6glicherweise einen Schimmer an Hoffnung, dass Gott auch ihnen durch ein Wunder ein Kind geben w\u00fcrde.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie auch immer, durch ihren Glauben konnten Zacharias und Elisabeth ihr schmerzliches Problem durch mehrere Jahrzehnte hindurch tragen. Anstatt mit Gott zu hadern, konzentrierten sie sich darauf, ihm von ganzem Herzen zu dienen.<\/p>\n<p>Doch eines Tages trat eine gro\u00dfe Wende im Leben von Zacharias und Elisabeth ein. Wie leitete Gott diese ein? Betrachten wir die Verse 8-9: <strong>Und es begab sich, als Zacharias den Priesterdienst vor Gott versah, da seine Ordnung an der Reihe war, dass ihn nach dem Brauch der Priesterschaft das Los traf, das R\u00e4ucheropfer darzubringen; und er ging in den Tempel des Herrn.<\/strong><\/p>\n<p>Die Ordnung, der Zacharias angeh\u00f6rte, war an der Reihe, den Tempeldienst zu verrichten. Unter den Tempelaufgaben k\u00f6nnen wir uns das Schlachten von Opfertieren, das  Reinigen von Ger\u00e4ten, das Putzen im Tempel, die Wache am Tor usw. vorstellen. Eine sehr ehrenhafte Aufgabe war  das Darbringen von R\u00e4ucherwerk am Rauchopferaltar, der vor dem Vorhang des Allerheiligsten stand.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Diese Aufgabe wurde \u00fcber das Losverfahren verteilt. Weil eine Ordnung sehr viele Priester umfasste, konnte sich ein Priester gl\u00fccklichsch\u00e4tzen, wenn er \u00fcberhaupt einmal in seinem Leben diese Aufgabe ausf\u00fchren durfte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Durch Gottes F\u00fcgung traf das Los auf Zacharias. W\u00e4hrend Zacharias das Rauchopfer darbrachte, stand die ganze Menge des Volkes drau\u00dfen und betete zur Stunde des R\u00e4ucheropfers. Zacharias war sicherlich auf alles vorbereitet gewesen. Er wusste, was er zu tun hatte. Doch dann geschah etwas, was ihn v\u00f6llig aus der Bahn warf?<\/p>\n<p>Was war das? &#8211; Betrachten wir Vers 11: <strong>Da erschien ihm der Engel des Herrn und stand an der rechten Seite des R\u00e4ucheraltars. <\/strong>Damit hatte Zacharias nicht gerechnet. Pl\u00f6tzlich stand da ein Engel rechts neben dem Altar. Zacharias erschrak und bekam Angst vor dem Engel. Doch wie beruhigte ihn der Engel? Lesen wir gemeinsam Vers 13: <strong>Aber der Engel sprach zu ihm: F\u00fcrchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erh\u00f6rt, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn geb\u00e4ren, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. <\/strong><\/p>\n<p>\u201e<em>F\u00fcrchte dich nicht\u201c, <\/em>sagte der Engel zu ihm. Denn Er kam nicht, um ihn zu erschrecken, sondern ihm eine frohe Botschaft zu \u00fcberbringen. Die frohe Botschaft lautete: <em>Dein Gebet ist erh\u00f6rt.<\/em> <em> <\/em>\u201eyour prayer has been heard\u201c hei\u00dft es in der engl. \u00dcbersetzung. Sie bringt zum Ausdruck, dass Gott kontinuierlich die Bitte von Zacharias um ein Kind h\u00f6rte. Das Gebet von Zachairais war also keineswegs vergeblich. Es stieg zu Gott hinauf wie der Rauch am Altar. <strong>Mein Gebet m\u00f6ge vor dir gelten als ein R\u00e4ucheropfer<\/strong> hei\u00dft es in einem Psalm.<\/p>\n<p>Das Kind, das Zacharias bekommen sollte, sollte er Johannes nennen. Denn Johannes bedeutet: \u201e<em>Jahwe hat Gnade erwiesen<\/em>\u201c. Damit war der Name stets eine Erinnerung f\u00fcr die Gnade Gottes in  Zacharias und Elisabeths Leben. Aber nicht nur das. Gleichzeitig deutet der Name auf die Aufgabe von Johannes hin, der die Menschen zu der Gnade Gottes in Jesus Christus f\u00fchrte. <strong>Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt <\/strong>(Joh. 1.29), verk\u00fcndigte er dem Volk.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wir wollen abschlie\u00dfend zu dem ersten Teil uns noch einige Betrachtungen \u00fcber Gottes Umgang  mit Zacharias und Elisabeths Glaubensleben anstellen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Zacharias und Elisabeth hatten viele Jahre, ja Jahrzehnte lang ein frommes Glaubensleben gef\u00fchrt, aber keinen einzigen Nachkommen bekommen. Ebenso kann es auch uns passieren, dass wir Jahre lang dem Werk Gottes dienen, aber keine geistlichen Nachkommen erhalten. Das eigene Glaubensleben kann uns vergeblich erscheinen. Doch aus Gottes Perspektive sieht es ganz anders aus. Er m\u00f6chte uns vorbereiten, f\u00fcr die geistlichen Nachkommen, die er uns geben m\u00f6chte. Deswegen sollen wir weniger danach fragen, wann uns Gott endlich ein Nachkommen gibt. Besser ist es, dass wir uns darauf konzentrieren, dass wir geistlich wachsen, sodass wir geeignete Gef\u00e4\u00dfe f\u00fcr die Nachkommen, die Gott uns geben m\u00f6chte, werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bis zu der Erscheinung des Engels schien das fromme Glaubensleben von Zacharias und Elisabeth bei Gott keine Ber\u00fccksichtigung zu finden. Es schien so, als ob Gott sie gar nicht bemerkt h\u00e4tte. Doch in Wirklichkeit schaute er ihnen die ganze Zeit mit Aufmerksamkeit zu, sodass er eines Tages einen Engel zu Zacharias sandte. Ebenso d\u00fcrfen wir auch glauben, dass Gott unserem Glaubensleben zuschaut. Fromm zu leben lohnt sich also. Denn Gott sieht es an.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">Was war das f\u00fcr ein Kind, dass Gott Zacharias und Elisabeth schenkte? War es ein Kind von vielen?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">\n<p><strong>Teil II: Die Person von Johannes dem T<\/strong><strong>\u00e4ufer (V. 13 \u2013 17)<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Alle die mit Elisabeth etwas zu tun hatten, wussten von ihrem Schicksal der Kinderlosigkeit Bescheid. Sie hatten sicherlich Mitleid mit ihr und ihrem Mann gehabt. Einmal erfuhr ich von einem Ehepaar, dass so sehr Mitleid mit einem kinderlosen Ehepaar hatte, dass es f\u00fcr sie ein Baby zeugte und es ihm dann schenkte. So hatten es sich sicherlich viele aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis von Zacharias und Elisabeth gew\u00fcnscht, dass sie ein Kind bekommen k\u00f6nnten. Aber als sie \u00e4lter und \u00e4lter wurden, dachte bald niemand mehr daran. Die Sache war f\u00fcr jeden abgehakt. \u201eZ<em>acharias und Elisabeth werden ohne Nachkommen sterben. Pech gehabt. Schade.<\/em>\u201c dachten sich wohl die meisten.<\/p>\n<p>Wie war aber die Stimmung, als die Verwandten und Bekannten davon erfuhren, dass die alte Elisabeth doch ein Kind bekommen hat? Betrachten wir Vers 14: <strong>Und du wirst Freude und Wonne haben, und viele werden sich \u00fcber seine Geburt freuen. <\/strong>Der Engel sagte voraus, dass die Geburt von Johannes gro\u00dfe Freude ausl\u00f6sen w\u00fcrde. Nicht allein die Eltern, sondern viele w\u00fcrden sich \u00fcber seine Geburt freuen. Es gab ein gro\u00dfes \u201e<em>Halleluja!<\/em>\u201c.Die Leute priesen Gott f\u00fcr sein herrliches und barmherziges Handeln. Noch gr\u00f6\u00dfer wurden die Freude und der Lobpreis, als ihnen Elisabeth und Zacharias davon erz\u00e4hlten, was aus Johannes werden sollte.<\/p>\n<p>Was sollte denn aus dem Kindlein Johannes  werden? Betrachten wir Vers 15a: <strong>Denn er wird gro\u00df sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getr\u00e4nk wird er nicht trinken<\/strong> Der Engel offenbarte Zacharias, dass ihr Kind ein gro\u00dfer Mann sein w\u00fcrde. Unser Johannes ist auch gro\u00df. Aber ist er auch gro\u00df vor dem Herrn? Johannes der T\u00e4ufer w\u00fcrde gro\u00df sein vor dem Herrn. Er w\u00fcrde eine geistliche Gr\u00f6\u00dfe haben. Er w\u00fcrde ein gro\u00dfer Mann Gottes sein. <strong>Unter allen, die von einer Frau geboren sind, ist keiner aufgetreten, der gr\u00f6\u00dfer ist als Johannes der T\u00e4ufer <\/strong>sagte der Herr Jesus \u00fcber ihn. Was f\u00fcr ein gewaltiges Zeugnis und das nicht von irgend jemanden, sondern von dem Sohn Gottes selbst!<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Johannes w\u00fcrde ferner kein Wein und starkes Getr\u00e4nk trinken. Liebe Jugendliche, habt ihr gut aufgepasst? Ich wiederhole es gerne noch einmal: Johannes trank kein Wein und starkes Getr\u00e4nk. Er sagte: Nein! zu Alkohol. Er sonderte sich vielmehr von den Vergn\u00fcgen dieser Welt ab. Denn er wollte ein heiliges Leben f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein heiliges Leben k\u00f6nnen und sollen wir alle f\u00fchren, was machte aber Johannes den T\u00e4ufer einzigartig? Betrachten wir Vers 15b: <strong>und wird schon von Mutterleib an erf\u00fcllt werden mit dem Heiligen Geist. <\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Gott erf\u00fcllte ihn schon vor seiner Geburt mit dem Heiligen Geist. Abgesehen von dem Herrn Jesus berichtet meines Wissens nach die Bibel von niemanden, der schon vor seiner Geburt erf\u00fcllt war mit dem Heiligen Geist. Gott hatte Johannes schon vor seiner Geburt abgesondert, ihn geheiligt. Denn er hatte eine gro\u00dfe Aufgabe f\u00fcr ihn vorgesehen.<\/p>\n<p>Was war das f\u00fcr eine Aufgabe? Betrachten wir Vers 16: <strong>Und er wird vom Volk Israel viele zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. <\/strong>Der Engel sagte weiter voraus, dass durch Johannes viele Juden zu dem Herrn, ihrem Gott umkehren w\u00fcrden. Gott hatte einen wunderbaren Plan mit Johannes. Er wollte ihn gebrauchen, um viele Juden zur Bu\u00dfe zu f\u00fchren. <strong>Tut Bu\u00dfe. Denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen<\/strong>, predigte Johannes sp\u00e4ter in der W\u00fcste. <strong>Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und ganz Jud\u00e4a und alle L\u00e4nder am Jordan und lie\u00dfen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre S\u00fcnden<\/strong>, berichtet Mt. Die Wirksamkeit der Predigt und des Auftretetens von Johannes des T\u00e4ufers war also gewaltig. Woran lag das aber? Wenn ein Normalsterblicher predigt, gibt es in der Regel f\u00fcr ihn nur gelangweilte Gesichter zu sehen. Aber wenn Johannes predigte, dann kam \u00fcber die Leute Furcht und Zittern. Sie sagten: <em>O<\/em><em>kay, okay, ist ja schon gut, ich tue Bu\u00dfe.<\/em> Was machte denn Johannes Auftreten so besonders? &#8211; Lesen wir gemeinsam Vers 17: <strong>Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, zu bekehren die Herzen der V\u00e4ter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.<\/strong><\/p>\n<p>Der Engel k\u00fcndigte Zacharias an, dass Johannes im Geist und in der Kraft Elias auftreteten w\u00fcrde. Was bedeutet das?  Der Geist von Elia zeichnete sich durch einen feurigen Eifer und klare Haltung f\u00fcr Gott aus. Elia stellte sich klar auf die Seite Gottes und forderte das Volk zur Bu\u00dfe auf:<strong> Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist\u00b4s aber Baal, so wandelt ihm nach.<\/strong> Und dem K\u00f6nig Ahab sagte er direkt ins Gesicht: <strong>Nicht ich st\u00fcrze Israel ins Ungl\u00fcck, sondern du und deines Vaters Haus dadurch, dass ihr des HERRN Gebote verlassen habt und wandelt den Baalen nach.<\/strong> Eben mit diesem feurigen Eifer f\u00fcr den Herrn trat auch Johannes der T\u00e4ufer auf. <strong>\u201eIhr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiss gemacht, dass ihr dem k\u00fcnftigen Zorn entrinnen werdet? Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Bu\u00dfe!\u201c<\/strong> sagte er den religi\u00f6sen Leitern direkt ins Gesicht. Und auch er sprach klare Worte zum Volk. \u201e<strong>Tut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!<\/strong>\u201c war die Botschaft seiner Predigt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Weil Elia mit feurigem Eifer und fester Entschlossenheit seinem Gott diente, bildete seine Person ein gutes Gef\u00e4\u00df f\u00fcr die Kraft Gottes. Gott konnte durch Elia kr\u00e4ftig wirken. Durch die geistliche Kraft Gottes konnte Elia m\u00e4chtige Taten vollbringen. Er  lie\u00df Feuer vom Himmel fallen, machte einen Toten gesund, vermehrte Speise usw.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Johannes aber tat kein einziges Wunder. Woran wird aber die geistliche Kraft im Leben von Johannes erkennbar? Seine geistliche Kraft zeigt sich v.a. darin, dass viele Menschen infolge seiner Predigt Bu\u00dfe taten. Die meisten von uns wissen, dass eine Menge an geistlicher Kraft erforderlich ist, um einen Studenten dazu zu bewegen, sich Zeit f\u00fcr das Bibelstudium, geschweige denn zum Stellungnahme schreiben, zu nehmen. Doch Johannes Predigt hatte eine derartige Wucht, dass viele Menschen bereit waren, ein neues Leben unter Gottes Herrschaft zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Was tat Johannes der T\u00e4ufer konkret? Betrachten wir noch einmal Vers 17. <strong>Er bekehrte die Herzen der V\u00e4ter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten.<\/strong> Durch das Wirken von Johannes des T\u00e4ufers w\u00fcrden die Menschen ver\u00e4ndert werden. Zur Zeit scheint es, dass immer mehr Familien auseinander gehen, weil die Eltern ihre eigene Freiheit dem Wohl des Kindes voranstellen. In der Regel erh\u00e4lt die Mutter das Sorgerecht. Der Vater geht. Auf diese Weise lassen viele V\u00e4ter ihre Kinder im Stich. Wie traurig ist das? Eine \u00e4hnliche Erscheinung muss es auch in der Zeit von Johannes gegeben haben. Doch durch seine Predigt wurden die Herzen der V\u00e4ter zu den Kindern bekehrt.<\/p>\n<p>Johannes w\u00fcrde es auch gelingen, ungehorsame Menschen zu klugen gerechten Menschen zu ver\u00e4ndern. Alles anders als gehorsam gegen\u00fcber Gott waren bspw. die Z\u00f6llner und Soldaten. Wer konnte solche Menschen schon ver\u00e4ndern? Doch als sie die Predigt von Johannes h\u00f6rten, fragten sie ihn verzweifelt <strong>Was sollen wir denn tun?<\/strong> Sie fragten nach Weisheit. Johannes gab ihnen kluge Antworten. <strong>Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist, <\/strong>sagte er zu den Z\u00f6llnern.<strong> <\/strong> Zu den Soldaten: <strong>Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch gen\u00fcgen an eurem Sold. <\/strong> Johannes sagte ihnen also nicht nur: \u201e<em>Tut Bu\u00dfe<\/em>\u201c, sondern zeigte ihnen, wie sie die Bu\u00dfe konkret umsetzen sollten.  Auf diese Weise ver\u00e4nderte er sie zu klugen gerechten Menschen.<\/p>\n<p>Welches Ziel verfolgte Johannes mit seinem m\u00e4chtigen Wirken? Wozu machte er das Ganze. Betrachten wir das Ende von Vers 17:  <strong>zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist<\/strong>. Johannes eigentliche Aufgabe war es, als Vorl\u00e4ufer Jesu die Juden auf das Kommen des Messias vorzubereiten. Sie sollten dem Christus mit einem bu\u00dffertigen Herzen begegnen. Gerade deswegen bem\u00fchte sich Johannes mit viel Eifer um die Bu\u00dfe seines Volkes. Johannes wollte, dass der Herr Jesus sozusagen mit einem gedeckten Tisch empfangen wird.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wir teilen mit Johannes dem T\u00e4ufer insofern dieselbe Aufgabe, als wir dazu berufen sind, Menschen zur Bu\u00dfe zu f\u00fchren. Wir sollen daher den Geist von Johannes anziehen, damit Gott durch uns kr\u00e4ftig wirken kann.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen aus dem zweiten Abschnitt des Textes noch einen weiteren wichtigen Punkt kennenlernen: Durch die Worte des Engels wird klar, dass Johannes ein hochheiliger Mann sein w\u00fcrde. Was sollen wir hierzu sagen? War das Zufall, dass gerade so fromme Eltern ein so frommes Kind bekommen sollten. Nein, durch diesen scheinbaren Zufall k\u00f6nnen wir etwas \u00fcber Gottes Vorgehensweise kennenlernen. Gott suchte nach einem Ehepaar, welchem er seinen heiligen Knecht Johannes anvertrauen k\u00f6nnte. Er brauchte Eltern, die Seinen Johannes mit heiliger Ehrfurcht vor Gott erziehen. So erw\u00e4hlte Gott  Zacharias und Elisabeth, die in seinen Augen fromm waren. Ihre Ehe bildete ein geeigntes Gef\u00e4\u00df f\u00fcr die Entwicklung von Johannes zu einem gro\u00dfen Knecht Gottes.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Auch uns m\u00f6chte Gott leibliche oder geistliche Nachkommen anvertrauen, durch die Er m\u00e4chtig wirken m\u00f6chte. M\u00f6ge daher jede Hausgemeinde von uns danach bestrebt sein, wie Zacharias und Elisabeth ein frommes Leben vor Gott zu f\u00fchren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Teil III: Die Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfungswortes an Zacharias (V. 18 &#8211; 25)<\/strong><\/p>\n<p>Zacharias hatte eine gro\u00dfartige Botschaft bekommen. Der Engel verhie\u00df ihm das, was er und seine Frau sich schon lange gew\u00fcnscht hatten: ein Kind. Und nicht nur das. Es sollte ein ganz besonderes Kind sein. Wie reagierte Zacharias auf die Botschaft des Engels? Er muss sicherlich vor Freude in die Luft gesprungen sein und tausendmal Danke zu dem Engel gesagt haben, oder? Betrachten wir Vers 18: <strong>Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin alt und meine Frau ist betagt. <\/strong>Hoppla, was war denn mit Zacharias los? Aus seinen Worten lassen sich nicht im Geringsten Freude und  Dankbarkeit vernehmen. <em>Woran soll ich das erkennen?<\/em>, fragte er den Engel. Das hei\u00dft so gut wie: <em>Gib mir ein Zeichen!<\/em> Warum verlangte er nach einem Zeichen? Angesichts der Tatsache, der er und seine Frau schon sehr alt waren, fiel es ihm schwer, der Botschaft des Engels zu glauben. Er zweifelte an die Wahrheit der Worte des Engels bzw. Gottes.<\/p>\n<p>Wie half der Engel Zacharias ihm? Betrachten wir den Vers 19: <strong>Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir dies zu verk\u00fcndigen. <\/strong><\/p>\n<p><em>Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir dies zu verk\u00fcndigen<\/em>, sagte der Engel zu Zacharias. War dies nicht schon ein Zeichen genug? Vor Zacharias stand ein Engel Gottes. Und nicht nur irgendein Engel. Nein, es war der Engel Gabriel. Gabriel war einer dieser hohen Engeln, die vor Gott standen, die sich also in der unmittelbaren N\u00e4he Gottes aufhalten durften. Er wurde von Gott h\u00f6chstpers\u00f6nlich gesandt, um Zacharias diese frohe Botschaft zu \u00fcberbringen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Daher hatte Zacharias unbewusst die Glaubw\u00fcrdigkeit Gottes angezweifelt. Er hatte mit seinen ungl\u00e4ubigen Worten Gott h\u00f6chstpers\u00f6nlich beleidigt, obgleich er es nicht wollte.  Hierdurch lernen wir, dass selbst ein geistlich reifer Mann wie Zacharias ungl\u00e4ubig werden kann, wenn er auf sich selbst oder auf die Situation schaut, anstatt auf Gott.<\/p>\n<p>Welche Ma\u00dfnahme zog daher der Engel Gabriel? Betrachten wir Vers 20:  <strong>Und siehe, du wirst stumm werden und nicht reden k\u00f6nnen bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erf\u00fcllt werden sollen zu ihrer zeit.<\/strong><\/p>\n<p>Der Engel strafte Zacharias wegen seines Unglaubens mit Stummheit. Er durfte solange nicht mehr reden, bis sich die Worte des Engels tats\u00e4chlich erf\u00fcllt hatten, also bis zur Geburt des Johannes. Dabei dr\u00fcckt der Engel noch einmal die Gewissheit der Worte Gottes aus, indem er sagte, dass sich diese Worte erf\u00fcllen <em>sollen <\/em>und zwar<em> zu ihrer Zeit.<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Zacharias hatte ungl\u00e4ubige Worte \u00fcber seine Lippen gebracht. Deswegen lie\u00df Gott ihn stumm werden. Die Stummheit erinnerte ihn stets daran, dass er verkehrt geredet hatte. Aber nicht nur das? Die Stummheit war auch gleichzeitig ein Zeichen, wonach ja Zacharias verlangt hatte. Dies Zeichen half nicht nur ihm sondern auch dem Volk. Das Volk wunderte sich mittlerweile dar\u00fcber, was Zacharias denn solange im Tempel machte. Doch als Zacharias herauskam und nicht reden konnte, merkte das Volk, dass er eine Erscheinung gehabt hatte, wie wir es im Vers 22 zu lesen bekommen.<\/p>\n<p>Sicherlich konnte es Zacharias kaum abwarten, alles seiner Frau zu erz\u00e4hlen. Doch Vers 23 berichtet davon, dass er nicht sogleich heim ging, sondern solange im Tempel blieb, bis sein Dienst zuende war. Was geschah dann? Lesen wir gemeinsam Vers 24: <strong>Nach diesen Tagen wurde seine Frau Elisabeth schwanger und hielt sich f\u00fcnf Monate verborgen und sprach:<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das Wunder geschah. Das Unm\u00f6gliche wurde m\u00f6glich. Die unfruchtbare und alte Elisabeth wurde tats\u00e4chlich schwanger. Damit erf\u00fcllten sich die Worte des Engels. Gottes Wort und Tat sind stets unzertrennlich miteinander verbunden. Sie sind identisch. Dies sehen wir so oft in der Bibel.<\/p>\n<p>Elisabeth hielt sich aber f\u00fcnf Monate im Verborgenen. Weil sie eine geistliche Frau war, k\u00f6nnen wir annehmen, dass sie sich verbarg, um sich aus tiefster Dankbarkeit ganz dem Herrn zu weihen. Sie muss in diesen f\u00fcnf Monaten viel gebetet und viel \u00fcber Gottes Gnade an ihr nachgedacht haben. Wie dankte sie Gott daf\u00fcr? Betrachten wir Vers 25: <strong>So hat der Herr an mir getan in den Tagen, als er mich angesehen hat, um meine Schmach unter den Menschen von mir zu nehmen.<\/strong> <em>So hat der Herr an mir getan<\/em>, sagte Elisabeth. Sie dr\u00fcckte damit ihre tiefe Dankbarkeit gegen\u00fcber Gott aus, der die Schande der Kinderlosigkeit von ihr genommen hatte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Durch die Besch\u00e4ftigung mit dem Glaubensleben von Elisabeth und Zacharias habe ich auch den Wunsch bekommen, fromm vor Gott und nach dem vollen Willen des Herrn zu leben. Im Grunde genommen habe ich durch das Kreisbibelstudium, durch das eigene Bibelstudium, durch das Stellungnahmeschreiben, die Predigten und durch das T\u00e4gliche Brot viel Gelegenheit, mich mit dem Wort Gottes auseinanderzusetzen. Doch im Gegensatz zu Zacharias und Elisabeth leben ich zu wenig danach. Doch wenn ich sehe, wie Gott ihr Glaubensleben angesehen hat und wie gro\u00dfartig er sie f\u00fcr sein Werk gebraucht hat, bekomme ich Ermutigung, fromm vor Gott und nach seinem vollen Willen zu leben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ferner hat mich die Person von Johannes des T\u00e4ufers angesprochen, wie er so klar und fest entschlossen auf der Seite Gottes stand. M\u00f6ge Gott mir helfen seinen Geist anzuziehen!<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Lesen wir noch einmal das Leitwort: <strong>Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, zu bekehren die Herzen der V\u00e4ter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.<\/strong><em> (1,17)<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">M\u00f6ge Gott unter uns viele Hausgemeinden nach dem Vorbild von Elisabeth und Zacharias schaffen, sodass sie ein geistliches Gef\u00e4\u00df f\u00fcr gro\u00dfe M\u00e4nner und Frauen des Glaubens bilden k\u00f6nnen. Lasst uns beten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Im Geist und in der Kraft Elias \u201eUnd er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, zu bekehren die Herzen der V\u00e4ter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.\u201d (1,17) Schon bald ist wieder Weihnachten. An diesem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-2310","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2310","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2310"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2310\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10972,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2310\/revisions\/10972"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2310"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2310"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2310"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}