{"id":2301,"date":"2012-12-23T00:07:31","date_gmt":"2012-12-22T23:07:31","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2301"},"modified":"2022-11-18T12:23:32","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:32","slug":"predigt-lukas-21-20-sonderlektion-weihnachten-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-21-20-sonderlektion-weihnachten-2012\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 2,1 \u2013 20 (Sonderlektion Weihnachten 2012)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/12Lk02-0120P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Euch ist heute der Heiland geboren<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus,der Herr, in der Stadt Davids.\u201d<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2,11)<\/p>\n<p>Die Geburt unseres Herrn ist voller Bedeutung. Mit ihr sind viele Ph\u00e4nomene verbunden, nicht nur damals, sondern auch heute. Wir haben extra eine Zeit, die wir ihr j\u00e4hrlich widmen, die Weihnachtszeit. Und es ist nicht einfach so Weihnachten, wir haben jedes Jahr einen Countdown: den ersten Advent, den 2., 3., den 4. Advent. Und wir haben Heiligabend, den 1. Weihnachtstag und den 2. Weihnachtstag. Keine andere Zeit gleicht der Weihnachtszeit!<\/p>\n<p>Und es ist bemerkenswert, denn in der ganzen Menschheitsgeschichte gibt es keinen anderen Geburtstag, der jedes Jahr weltweit gefeiert wird. Wir feiern bspw. nicht den Geburtstag von Beethoven, obwohl er phantastische Musik komponiert hat. Doch auch nach mehr als 2000 Jahren wird die Geburt Jesu auf dem ganzen Globus gefeiert. Mit seiner Geburt entstand eine neue Zeitrechnung, ihm verdanken wir unseren Kalender. Es werden extra Gottesdienste anl\u00e4sslich seiner Geburt veranstaltet und viele, die sonst keine Gottesdienste besuchen, nehmen daran Teil. Was macht die Geburt Jesu so besonders? Die Wahrheit steckt im Wort. Geschenke stecken unterm Weihnachtsbaum aber die Wahrheit steckt im Wort Gottes. Und Gott sei Dank, besch\u00e4ftigen wir uns heute mit dem richtigen Medium, n\u00e4mlich mit der biblischen Botschaft.<\/p>\n<p>Lasst uns heute im Geiste eine Reise nach Bethlehem antreten. Lasst uns im 1. Schritt versuchen zu verstehen, welche Bedeutung die Geburt Jesu f\u00fcr die damaligen Menschen hatte. Im 2. Schritt wollen wir versuchen zu verstehen, welche Bedeutung sie f\u00fcr uns hat. Das Wort Gottes hat das Potential uns ein unvergessliches Weihnachtserlebnis schenken.<\/p>\n<p><strong>Teil I Die Erf\u00fcllung der Prophezeiung (1-6)<\/strong><\/p>\n<p>Nicht nur der Geburtstag Jesu ist von gro\u00dfer Bedeutung, sondern auch sein Geburtsort. Wo ein Kind auf die Welt kommt, ist in der Regel nicht wichtig. Im St. Josef  Krankenhaus oder im Salem Krankenhaus, in Heidelberg oder Mannheim, nicht entscheidend f\u00fcr seine Zukunft. Ganz anders aber bei Jesus. Es war nicht egal, wo er auf die Welt kommen w\u00fcrde. Denn seine Geburtsstadt stand bereits seit Jahrhunderten fest. Mehr als 700 Jahre vor Christus prophezeite Micha: <strong>\u201eUnd du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.\u201c <\/strong>(Mi 5,1) 700 Jahre lang stand der Ort seiner Geburt fest, Bethlehem, ein kleines St\u00e4dtchen, die sogenannte Stadt Davids, in der N\u00e4he von Jerusalem. Wenn wir uns aber Vers 4 anschauen: <strong>\u201eJosef aus Galil\u00e4a, aus der Stadt Nazareth\u201c<\/strong>, stellen wir ein gewaltiges logistisches Problem fest. Jesu Eltern lebten nicht in Bethlehem! Nicht einmal in der n\u00e4heren Umgebung. Sie lebten genau auf der anderen Seite des Landes, in Galil\u00e4a, in der Stadt Nazareth. Dazwischen lag sogar das Land Samarien. Und Maria, erfahren wir durch Vers 5: <strong>\u201edie war schwanger\u201c<\/strong>. Mehr als 150 km Laufweg lagen zwischen Nazareth und Bethlehem. Es ist als w\u00fcrden wir von Heidelberg nach Frankfurt laufen und noch ein gutes St\u00fcck weiter! Niemand macht das aus Spa\u00df. Und die Reise nach Bethlehem war sicher um einiges beschwerlicher und dann auch noch zusammen mit einer hochschwangeren Frau! Die Erf\u00fcllung der g\u00f6ttlichen Prophezeiung schien ein Ding der Unm\u00f6glichkeit zu sein!<\/p>\n<p>Was aber geschah? Betrachten wir Verse 1 und 2: <strong>\u201eEs begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt gesch\u00e4tzt w\u00fcrde. Und diese Sch\u00e4tzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.\u201c<\/strong> F\u00fcr Geschichtsinteressierte ist der heutige Text ein richtiger Leckerbissen. Um das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich zu machen, brachte Gott den r\u00f6mischen Kaiser h\u00f6chstpers\u00f6nlich ins Spiel. Augustus war nicht irgendein Kaiser. Er war der erste und gr\u00f6\u00dfte absolute Herrscher, den das r\u00f6mische Imperium jemals hatte. Er war der m\u00e4chtigste Mann der Welt. Man \u00fcbersch\u00fcttete ihn mit schmeichelhaften Ehrentiteln. Sein vollst\u00e4ndiger Name bestand aus 13 Worten und 3 Zahlen. Als er aus milit\u00e4rischen und steuertechnischen Gr\u00fcnden eine Volksz\u00e4hlung anordnete, schreibt der Verfasser: <strong>\u201edass alle Welt gesch\u00e4tzt w\u00fcrde\u201c<\/strong>. Und dem Befehl des Imperators gehorchte man lieber. So hei\u00dft es im Vers 3: <strong>\u201eUnd jedermann ging, dass er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe, ein jeder in seine Stadt.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Augustus schien derjenige zu sein, der das Geschick der Welt in seinen H\u00e4nden hielt und lenkte. In Wirklichkeit aber erf\u00fcllte sich der Wille Gottes. So erkennen wir, wer wirklich Herr \u00fcber die Geschichte ist.<\/p>\n<p>Kurz vor seinem Tod sagte der britische Journalist Malcolm Muggeridge:<\/p>\n<p>\u201eWir schauen zur\u00fcck auf die Geschichte und was sehen wir? Imperien entstehen und zerfallen, Revolutionen und Gegen-Revolutionen, Wohlstand entsteht und Wohlstand vergeht, eine Nation dominiert und dann eine andere. Shakespeare spricht vom \u201eAufgang und Fall der Gro\u00dfen, wie Ebbe und Flut durch den Mond.\u201c<\/p>\n<p>Ich schaue zur\u00fcck auf meine eigenen Landsleute, die \u00fcber ein Viertel der Welt regierten\u2026 Ich habe einen verr\u00fcckten \u00d6sterreicher geh\u00f6rt, der der Welt bekanntgab, sein Deutsches Reich w\u00fcrde 1000 Jahre \u00fcberdauern; [Ich h\u00f6rte] einen italienischen Clown, der bekanntgab, er w\u00fcrde den Kalender wieder auf null stellen, beginnend mit seinem Machtaufstieg. Ich h\u00f6rte einen m\u00f6rderischen georgischen Banditen im Kreml, bejubelt von der intellektuellen Elite der Welt, [er sei] weiser als Salomo, humaner als Marcus Aurelius, erleuchteter als Ashoka. Ich habe Amerika gesehen, wohlhabender und in milit\u00e4rischer Hinsicht m\u00e4chtiger als der Rest der Welt zusammengenommen, so dass\u2026 sie einen Alexander oder Julius C\u00e4sar \u00fcbertroffen h\u00e4tten, hinsichtlich Ausma\u00df und Umfang ihrer Eroberungen.<\/p>\n<p>Alles in einer Lebenszeit. Alles in einer Lebenszeit. Alles vom Winde verweht.<\/p>\n<p>England Teil einer kleinen Insel abseits der europ\u00e4ischen K\u00fcste, bedroht von Zersplitterung und Konkurs. Hitler und Mussolini tot, nur noch sch\u00e4ndlich in Erinnerung. Stalin, ein verbotener Name im Regime, das er selbst gegr\u00fcndet und 3 Jahrz\u00e4hnte dominiert hat. Amerika getrieben von der Angst Mangel zu erleiden an der kostbaren Fl\u00fcssigkeit, die ihre Autobahnen zum dr\u00f6hnen bringt\u2026mit gest\u00f6rten Erinnerungen eines desastr\u00f6sen Einsatzes in Vietnam und den Siegen der medialen Don Quijotes, in den Windm\u00fchlen von Watergate.<\/p>\n<p>Alles in einer Lebenszeit, alles verweht. Vom Winde verweht.\u201d<\/p>\n<p>Und dann f\u00fcgt er hinzu:<\/p>\n<p>\u201eHinter den Tr\u00fcmmern dieser selbsternannten, d\u00fcsteren Superm\u00e4nner und imperialer Diplomaten, steht die gigantische Figur einer Person. Seinetwegen, durch ihn, in ihm und mit ihm allein hat die Menschheit Hoffnung. Die Person Jesu Christi.\u201c<\/p>\n<p>Was ist die Welt? Spielb\u00fchne der Starken und Machthungringen? Mag sein. Aber unscheinbar und doch kontinuierlich setzt sich der Wille Gottes in unserer Geschichte durch, in der Jesus Christus die zentrale Rolle spielt. Gott ist Herrscher und sein Sohn ist die zentrale Figur unserer Geschichte. Das werden wir auch im weiteren Verlauf des heutigen Textes erfahren.<\/p>\n<p><strong>Teil II\tDie Geburt des Heilands (7-14)<\/strong><\/p>\n<p>Was geschah, als Jesus auf die Welt kam? Vers 7 berichtet: <strong>\u201eUnd sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.\u201c<\/strong> Was mag Maria und Josef durch den Kopf gegangen sein? Sie haben sich sicher mehrmals gefragt: Warum l\u00e4sst Gott das alles zu? Warum m\u00fcssen wir so schrecklich leiden? Die ganzen Strapazen, ausgerechnet kurz vor der Geburt. Und in Bethlehem angekommen, knallt jeder seine T\u00fcr vor uns zu, obwohl wir dringend Hilfe ben\u00f6tigen und gro\u00dfe Schmerzen leiden. Warum muss ich meinen Erstgeborenen bei den Tieren aufbewahren? Warum in einer unhygienischen und menschenunw\u00fcrdigen Krippe legen? Hat Gott uns etwa verlassen?<\/p>\n<p>Die Umst\u00e4nde der Geburt Jesu waren wirklich alles andere als feierlich. Kein gro\u00dfes Fest, keine Freunde, keine Verwandte, kein weiches Bett. Vielmehr wurde Jesus von Anfang an abgelehnt.<\/p>\n<p>Wie aber hat Gott sich offenbart und f\u00fcr unerwartete G\u00e4ste gesorgt? Ab Vers 8 lesen wir: <strong>\u201eUnd es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den H\u00fcrden, die h\u00fcteten des Nachts ihre Herden. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie und sie f\u00fcrchteten sich sehr.\u201c<\/strong> Jesus war verachtet und versto\u00dfen, doch auch seine G\u00e4ste waren ge\u00e4chtet. Hirten arbeiteten Tag und Nacht und galten deshalb als unreligi\u00f6s. Obwohl sie Hirten waren, galten sie als \u201eschwarze Schafe\u201c der Gesellschaft. Was muss in ihnen vorgegangen sein, als sie in einer dunklen, kalten Nacht ihre Schafe h\u00fcteten und die Klarheit des Herrn um sie leuchtete! Mit einem Mal wurde die Finsternis mit himmlischem Licht geflutet. Mit einem Mal wurde die Tr\u00fcbheit der Nacht durch die Klarheit des Herrn abgel\u00f6st. Ausgerechnet die Unw\u00fcrdigen bekamen himmlischen Besuch.<\/p>\n<p>Was offenbarte der Engel \u00fcber den neugeborenen Jesus?  Vers 10: <strong>\u201eUnd der Engel sprach zu ihnen: F\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird\u201c<\/strong>. Die Hirten waren sicher kreidebleich vor Schreck. Ihr Herz raste, ihr Atmen stockte. Doch es gab keinen Grund sich zu Tode zu erschrecken. Ganz im Gegenteil, es gab Grund zur gro\u00dfen Freude! Wirklich gro\u00dfe Freude, echte Freude, kein banales \u201ehahaha\u201c. Die gro\u00dfe Freude w\u00fcrde allem Volk widerfahren, denn es war gerade das eingetroffen, worauf nicht nur das j\u00fcdische Volk seit ihrer Entstehung wartete, sondern auch die gesamte Menschheit, seit dem Rauswurf aus dem Garten Eden. Noch im Garten hatte Gott der Schlage prophezeit: <strong>\u201eund ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen.\u201c<\/strong> (1.Mose 3,15) Das j\u00fcdische Volk hatte am allermeisten ein Bewusstsein f\u00fcr die schrecklichen Folgen der S\u00fcnde, die im Garten ihren Anfang nahm. Die S\u00fcnde ver\u00e4nderte das menschliche Leben auf dramatische Weise. Das Paradies verwandelte sich in Dornen und Disteln. Der Genuss des Segen Gottes verwandelte sich in Schwei\u00df und Blut. Der Frieden mit Gott wurde zerr\u00fcttelt. Das ewige Leben verwandelte sich in Sterblichkeit und Tod. Weil Israel ein Bewusstsein f\u00fcr die gravierende Last ihrer S\u00fcnde hatte, litten sie am allermeisten darunter. Sie opferten und opferten und opferten, doch mussten immer und immer wieder opfern und opfern, ohne echten Frieden zu finden.<\/p>\n<p>Wann w\u00fcrde der Gesandte Gottes kommen? Wie lange noch warten? Und siehe da. Die Tore des Himmels hatten sich ge\u00f6ffnet und die Klarheit des Herrn war herabgekommen und verk\u00fcndete das Ende der Tr\u00fcbsal. Das Warten hatte ein Ende. Die Zeit der Freude war angebrochen. Denn, Vers 11: <strong>\u201edenn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wahrscheinlich wollte der Engel alle Missverst\u00e4ndnisse vermeiden, deshalb gebrauchte er gleich drei eindeutige Bezeichnungen f\u00fcr Jesus Christus. Er sagte \u201eHeiland, Christus, Herr\u201c. Und jede dieser Bezeichnungen zeigt, warum die Person Jesu Christi von unersetzlicher Bedeutung ist.<\/p>\n<p>Das deutsche Wort \u201eHeiland\u201c kommt vom lateinischen Begriff \u201eSalvator\u201c, was Retter bedeutet. Jesus ist der Retter der Welt und er ist unser pers\u00f6nlicher Retter. Apostel Paulus schrieb an die Thessalonicher: <strong>\u201eJesus, der uns\u2026errettet.\u201c<\/strong> (1.Thess. 1,10) Im Joh-evg. sagte Jesus selbst: <strong>\u201edenn ich bin \u2026 gekommen, dass ich die Welt rette.\u201c<\/strong> (Joh. 12,47)<\/p>\n<p>Das Wort Heiland beinhaltet nicht nur die Rettung von unseren S\u00fcnden, sondern auch die Heilung. So lesen wir \u00fcber ihn: <strong>\u201eund durch seine Wunden sind wir geheilt.\u201c<\/strong> (Jes. 53,5) Diese Heilung ver\u00e4ndert unsere Beziehung zu Gott. Als Jesus am Kreuz starb, zerriss der Vorhang des Tempels, der die un\u00fcberwindbare Trennung zwischen Gott und uns Menschen symbolisierte. Im 2. Kor. lesen wir: <strong>\u201eGott, der uns mit sich selber vers\u00f6hnt hat durch Christus.\u201c<\/strong> (2.Kor. 5,18) Jesus stellt wieder her, was seit Eden verloren gegangen ist, n\u00e4mlich die Gemeinschaft und die Beziehung mit Gott. Es ist ein Wunderwerk, dass ein Mensch, mit allen seinen Macken und Schw\u00e4chen eine Beziehung mit dem heiligen Gott eingehen kann. Und gerade dieses Wunder wird durch Jesus vollbracht.<\/p>\n<p>Der Heiland ver\u00e4ndert nicht nur unsere Beziehung zu Gott, sondern auch zu anderen Menschen. Im Eph-Brief ordnet Paulus an: <strong>\u201eSeid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.\u201c<\/strong> (Eph. 4,32) Zwischenmenschliche Streitereien k\u00f6nnen das Leben zur H\u00f6lle machen. L\u00e4stern, streiten, schimpfen sind wirklich nicht sch\u00f6n, doch \u00fcberall zu finden. Jesus schenkt uns eine neue Grundlage. Wir k\u00f6nnen gerade zu den Menschen werden, die Gott am liebsten hat, n\u00e4mlich die ihn lieben und ihre N\u00e4chsten lieben. Der Heiland war damals wichtig und er ist es auch noch heute. Gelobt sei der Name des Herrn!<\/p>\n<p>Desweiteren bezeichnete der Engel Jesus als \u201eChristus\u201c. Christus ist nicht etwa der Nachname Jesu. Christus kommt vom hebr\u00e4ischen Messias, was \u201eder Gesalbte\u201c bedeutet. In der j\u00fcdischen Geschichte wurden nur spezielle W\u00fcrdentr\u00e4ger gesalbt, wie der K\u00f6nig oder die Priester oder Propheten. \u201eDer Gesalbte\u201c hingegen zeigt, dass mit Christus nicht einer von vielen gemeint war, sondern ein einziger, der alle \u00c4mter innehatte: K\u00f6nig, Priester und Prophet! Das hatte es noch nie gegeben!<\/p>\n<p>Viele V\u00f6lker sehnen sich im Laufe ihrer Geschichte nach einem ganz speziellen Ereignis. Fu\u00dfball-Deutschland wartet sehnlichst auf den n\u00e4chsten WM-Titel. Wir singen sogar Lieder wie: 54, 74, 90, 20&#8230;14? Andere L\u00e4nder warten auf andere Ereignisse. Die Griechen warten auf das Ende ihrer Staatsverschuldung. Andere sehnen sich nach Freiheit, Frieden oder Wiedervereinigung. Die Juden aber sehnten sich am allermeisten nach dem Messias! Wie froh w\u00fcrden sie werden, wenn der Messias endlich kommen w\u00fcrde! Interessanterweise ist die westliche Welt ebenfalls getrieben von der messianischen Erwartung. Immer wenn eine schillernde Pers\u00f6nlichkeit auftritt, reden wir vom Messias-Faktor. Das ist im Fu\u00dfball genauso wie in der Politik. Als Podolski nach Jahren zur\u00fcck nach K\u00f6ln kehrte, schrieb eine Zeitung, er erhalte einen Empfang wie der Messias bei seinem Einzug in Jerusalem. Im selben Artikel ist zu lesen: \u201eMit dem aktuellen Trainer Christoph Daum [hat K\u00f6ln] schon einmal einen \u201eMessias\u201c willkommen gehei\u00dfen\u201c. Sie hatten also gleich 2 Messiasse. Doch wir wissen, dass beide keine Wunder vollbracht haben. Beide sind mittlerweile entlassen und der Club ist in der 2. Liga gelandet.<\/p>\n<p>Als Obama vor 4 Jahren zum ersten schwarzen Pr\u00e4sidenten der Vereinigten Staaten gew\u00e4hlt wurde, jubelte die halbe Welt. Der Spiegel ver\u00f6ffentlichte eine Ausgabe mit dem Titel: <strong>\u201eDer Messias-Faktor. Barack Obama und die Sehnsucht nach einem neuen Amerika&#8220;<\/strong>. Seine Biographen beschrieben ihn mit den Worten: \u201eWunderheiler\u201c und \u201eVers\u00f6hner\u201c, seine Wahlveranstaltungen seien \u201epolitische Gottesdienste&#8220;. (Er) pr\u00e4sentiere [\u2026] sich als \u201eErl\u00f6sungsfigur&#8220; und \u201eRetter&#8220;, welcher \u201emessianische Erwartungen&#8220; wecke. Zur gro\u00dfen \u00dcberraschung bekam sogar den Friedensnobelpreis \u00fcberreicht. Nat\u00fcrlich hat auch er seine Bewunderer entt\u00e4uscht. Doch er hat uns auf beeindruckende Weise gezeigt, dass wir Menschen tief in unseren Herzen wirklich von einer messianischen Sehnsucht erf\u00fcllt sind. Wir sehnen uns nach einem Hoffnungstr\u00e4ger, der uns herausf\u00fchrt aus der Verkehrtheit und Verlorenheit dieser verdorbenen Welt, jemand, der jeden Menschen versteht und jede Ethnie, Kultur und Nation mit offenen Armen aufnimmt und das unabh\u00e4ngig vom Einkommen, Hautfarbe und Ansehen. Das Herz schreit nach Hilfe, Heilung und Gerechtigkeit, die Seele sehnt sich nach Halt und Erl\u00f6sung. Die ganze Welt trachtet nach einer Person, den sie lieben und dem sie von Herzen zujubeln kann. Einen Menschen, der nicht korrupt ist, der keiner Lobby angeh\u00f6rt und nicht von eigenen Interessen gesteuert wird. Einen Menschen, der uns Hoffnung macht und wahre Freude schenkt.<\/p>\n<p>Und siehe, genau diesen Messias verk\u00fcndete der Engel den Hirten! Das Rad muss nicht neu erfunden werden. Der Messias ist bereits gekommen!<\/p>\n<p>Als drittes bezeichnete der Engel Jesus als \u201eHerrn\u201c. Im griechischen Originaltext steht daf\u00fcr das Wort Kyrios. So bezeichneten die Griechen ihre G\u00f6tter. So wurden auch die r\u00f6mischen Kaiser bezeichnet, die als S\u00f6hne der G\u00f6tter galten. Doch der Engel des Herrn verk\u00fcndete den wahren Sohn Gottes und Herrn. Der Herr war gekommen und war in Bethlehem, der Stadt Davids, anzutreffen.<\/p>\n<p>Wenn wir alle diese Punkte zusammennehmen und uns vor Augen f\u00fchren, wer Jesus wirklich ist, k\u00f6nnen wir besser verstehen, warum mit der Geburt Jesu gro\u00dfe Freude verbunden ist.<\/p>\n<p>Womit schloss der Engel ab? Vers 12: <strong>\u201eUnd das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Was sowohl den Hirten als auch uns auff\u00e4llt ist der gewaltigen Kontrast zwischen der Identit\u00e4t Jesu und seinem Zustand. Der Herr der Herrlichkeit, der Gesalbte Gottes, der Welt Heiland war in Windeln gewickelt und lag in einer Krippe!? Wer kann das erfassen? Was wollte Gott der Welt damit verk\u00fcnden?<\/p>\n<p>Darby schreibt: \u201eEr begann sein Leben in einer Krippe, beendete es am Kreuz, und in der Zwischenzeit hatte er nichts, seinen Kopf hinzulegen\u201c (J. N. Darby).<\/p>\n<p>Die Krippe ist ein Sinnbild f\u00fcr Jesu sp\u00e4teres Leben. Er kam nicht in Pomp und Pracht. Er war nicht privilegiert, w\u00e4hrend die Mehrheit Armut litt. Sp\u00e4ter einmal fasste Jesus seinen Lebensweg mit dem folgenden Satz zusammen:  <strong>\u201eDenn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als L\u00f6segeld f\u00fcr viele.\u201c<\/strong> Obwohl Jesus Herr und K\u00f6nig ist, kam er als Diener. Er kam in Niedrigkeit. Die Hirten h\u00e4tten Jesus nie zu Gesicht bekommen, w\u00e4re er im K\u00f6nigspalast geboren. Nun aber konnte jeder kommen und dem Christus begegnen. Gelobt sei Gott, der jedem Zugang zum Weltheiland gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p><strong>Teil III\tEhre sei Gott, Friede den Menschen (13-20)<\/strong><\/p>\n<p>Jesu Schlafst\u00e4tte war armselig. Genauso seine ersten G\u00e4ste, die Hirten. Welches himmlische Spektakel ereignete sich aber in dieser Heiligen Nacht? Verse 13 und 14: <strong>\u201eUnd alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Als Ende der 50er Jahre F\u00fcrst Albert II. von Monaco auf die Welt kam, feuerten die Palastkanonen 101 Salutsch\u00fcsse ab. So gro\u00df war die Freude des kleinen F\u00fcrstentums \u00fcber ihren Erbprinzen. Als unser Herr auf die Welt kam, versammelte sich die gesamte Menge der himmlischen Heerscharen. Was f\u00fcr ein Anblick muss es gewesen sein? Unz\u00e4hlige himmlische Streitkr\u00e4fte versammelten sich. Sie feuerten zwar keine Freudensch\u00fcsse ab (vllt. auch besser so), stattdessen lobten sie Gott und sprachen: <strong>\u201eEhre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.\u201c<\/strong> Die Erde muss gebebt haben, bei ihrem einstimmigen und gewaltigen Lobpreis. Dabei erfahren wir wichtige Botschaft durch die Heerscharen. Ehre sei Gott! F\u00fcrwahr! Er kennt mich und mein Herz. Er kennt dich und dein Herz. Er wei\u00df, dass wir Liebe bed\u00fcrfen. Er wei\u00df, dass wir Vergebung ben\u00f6tigen, Heilung, Sinn, Freude und vieles mehr. Gelobt sei Gott, der uns seinen Sohn gegeben hat, der uns mit allem erf\u00fcllen kann, wonach sich unser Herz ganz innig sehnt. In ihm haben wir die F\u00fclle. In ihm haben wir Leben in Ewigkeit. Und wir haben, das sagen die Heerscharen auch, Frieden. Dieser Friede hat eine andere Qualit\u00e4t als unterzeichnete Friedensvertr\u00e4ge durch unsere Staats- und Regierungschefs. Paulus schreibt: <strong>\u201edurch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus\u201c<\/strong>. (R\u00f6m. 5,1) Wir haben Frieden mit Gott. Und wir haben Frieden untereinander. Stimmen wir ein, in den Lobpreis der Heerscharen. Ehre sei Gott in der H\u00f6he, von nun an, bis in Ewigkeit!<\/p>\n<p>Durch die Gnade Gottes hatten die Hirten wirklich die Nacht ihres Lebens! Was erfahren wir weiter \u00fcber sie? Ab Vers 15 erfahren wir: <strong>\u201eUnd als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich \u00fcber das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott f\u00fcr alles, was sie geh\u00f6rt und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wir sehen eine wunderbare Ver\u00e4nderung im Leben der Hirten. Obwohl damalige Hirten nicht als glaubw\u00fcrdige Zeugen galten, wurden sie zu den ersten Zeugen Jesu und alle wunderten sich \u00fcber ihr Zeugnis. Und als ihre Missionsreise beendet war und sie wieder heimkehrten, priesen und lobten sie Gott f\u00fcr alles was sie geh\u00f6rt und gesehen hatten. Wie kann mein Leben genauso gro\u00dfartig von Gott ver\u00e4ndert und gebraucht werden? Wie kann mein langweiliger Alltag erf\u00fcllt werden mit himmlischen Erfahrungen, wie kann ich ein Segen sein f\u00fcr andere und wann kann ich Gott so voller Freude preisen und loben, wie die Hirten? Das neue Leben der Hirten begann mit dem Glauben an die himmlische Botschaft. Sie glaubten und gingen. So m\u00fcssen auch wir zuallererst glauben, dass das Wort Gottes wahr ist. Dann m\u00fcssen auch wir handeln. Ein weiteres Beispiel liefert uns Maria: <strong>\u201eMaria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.\u201c<\/strong> Maria hatte nichts von dem gesehen, was die Hirten gesehen hatten. Wir k\u00f6nnen das Evangelium in unsere Herzen abspeichern, wie eine Datei auf einem USB-Stick, oder wir bewegen es in unseren Herzen, d.h. dass die Botschaft des Evangeliums in uns lebendig ist.<\/p>\n<p>Wir haben dieselbe Botschaft, wie gehen wir damit um? M\u00f6ge der Glaube an das heutige Wort unser Leben v\u00f6llig ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Durch den heutigen Text besch\u00e4ftige ich mich mit der gro\u00dfen und universalen Freude, die die Engel verk\u00fcndeten und die untrennbar mit der Person Jesu Christi verbunden ist. Durch die Gnade Gottes habe ich viele Gr\u00fcnde mich zu freuen. Ich habe ein Dach \u00fcber den Kopf, ich habe geregeltes Einkommen, Gemeinde, Familie und Freunde und ich durfte die wunderbarste Frau der Welt heiraten. Nat\u00fcrlich freue ich mich \u00fcber all das. Doch ich wei\u00df, dass die Grundlage meiner irdischen Freude zeitlich begrenzt ist. Eines Tages m\u00fcssen wir loslassen. Was bleibt? Im Hebr-Brief steht: <strong>\u201eJesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.\u201c<\/strong> Die Freude durch Jesus und in Jesus ist meine wahre Freude. Sie ist unersetzlich.<\/p>\n<p>Gott segne unsere Weinhachtszeit. M\u00f6ge der Geist des Lobpreises, der von den Engeln auf die Hirten \u00fcberging, auch uns erf\u00fcllen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Euch ist heute der Heiland geboren \u201eDenn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus,der Herr, in der Stadt Davids.\u201d (2,11) Die Geburt unseres Herrn ist voller Bedeutung. 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