{"id":2241,"date":"2012-10-21T22:49:49","date_gmt":"2012-10-21T21:49:49","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2241"},"modified":"2022-11-18T12:23:36","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:36","slug":"predigt-matthaus-2617-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-2617-30\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 26,17 &#8211; 30"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/P11Mt26-1730.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Das Blut des Bundes<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird f\u00fcr viele<br \/>\nzur Vergebung der S\u00fcnden.\u201c<\/strong><em><strong> <\/strong><\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(26,28)<strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>I.Einer \tunter euch wird mich verraten (17-25) <\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen! Ja, es ist meine erste Sonntagspredigt. Ich freue mich heute \u00fcber den ersten Teil des Textes zu predigen.<\/p>\n<p>Es gab eine Phase im Leben Jesu, da tat Jesus viele Wunderzeichen und predigte das Evangelium. Er heilte Kranke, erweckte Tote wieder zum Leben, mit 5 Broten und 2 Fischen ern\u00e4hrte er \u00fcber 5000 Menschen und vieles mehr. Diese Phase ist vorbei. Wir sind in der Phase in der Jesus direkt nach Jerusalem ging. Er wusste dass dort Leiden und Tod auf ihn warten. Im heutigen Textabschnitt sind wir ein Tag vor Jesu Hinrichtung! Es ist also Jesus\u2018 letzter Tag. Habt ihr euch schon einmal gefragt, was ihr an eurem letzten Tag tun w\u00fcrdet? Nein. Ich hoffe nicht. Ihr seid alle noch jung und gesund, und habt noch viele viele Tage vor euch. Aber wie verbrachte Jesus seinen vorletzten Tag auf Erden? Betrachten wir den Text.<\/p>\n<p>Vers 17. Das Passahfest stand vor der T\u00fcr. Und die J\u00fcnger fragten \u201eWo sollen wir das Passamahl vorbereiten?\u201c. Woher kommt das Passahfest? Ein kurzer Exkurs.<\/p>\n<p>Das Passahfest war ein j\u00fcdisches Fest, das ihre Wurzeln im Auszug aus \u00c4gyptenland hat. Damals hielten die \u00c4gypter die Israeliten als Sklaven fest. Gott wirkte Wunder durch Mose und mit Plagen zwang er die \u00c4gypter die Israeliten freizulassen. Die letzte Plage war Gottes Gericht \u00fcber jede Erstgeburt von Mensch und Tier. Die Israeliten wurden verschont, weil sie ihre T\u00fcrpfosten und -schwelle mit dem Blut eines Opferlammes markiert haben. Zum Passahfest isst man unges\u00e4uerte Brote mit bitteren Kr\u00e4utern und Lammfleisch. \u00dcbrigens, dieses Fest wird heute immer noch von Juden gefeiert. [Exkurs Ende, zur\u00fcck zum Text]<\/p>\n<p>In Vers 18 folgende gibt Jesus seinen J\u00fcngern genaue Anweisungen wie und wo das Passahfest vorzubereiten ist. Die J\u00fcnger befolgen Jesu Anweisungen.Vers 20. Es ist Abend geworden. Jesus und seine 12 J\u00fcnger sitzen zusammen beim Abendessen. Die Stimmung ist gelassen, alle sind beim Essen und Trinken. \u201eJakobus, gib mir bitte noch ne Lammkeule.\u201c Sagt Petrus. \u201eDas ist schon dein viertes St\u00fcck\u201c beschwert sich Philippus. Johannes (der Bruder von Petrus) nimmt Petrus in Schutz \u201eals Fischer haben wir soviel Fisch gegessen, und Lammkeule ist mal was besonderes!\u201c [Kau- und Schmatzlaute] Und w\u00e4hrend alle noch heiter plaudern und essen warnt Jesus in Vers 21: \u201eWahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.\u201c [Lautes Schlucken]. Schlagartig kippte die Stimmung. In die eben noch lockere leicht heitere Stimmung am Tisch breitet sich Unsicherheit aus. Eine Bibel\u00fcbersetzung beschreibt die J\u00fcnger als best\u00fcrzt. Vers 22 sagt, \u201edie J\u00fcnger wurden sehr betr\u00fcbt\u201c. Trauer erf\u00fcllt die J\u00fcnger. Unsicher fragen sie einer nach dem anderen \u201eHerr, bin ich\u2019s.\u201c Warum betont Jesus das so sehr? Habt ihr gesehen wie schockiert die J\u00fcnger waren, als sie erfuhren, dass der Verr\u00e4ter einer von ihnen sein sollte?! Sie haben so viel miteinander erlebt und durchlebt, sie waren doch mittlerweile zu einer Familie zusammengewachsen. Es ist eine gro\u00dfe Familientrag\u00f6die, dass einer unter den J\u00fcngern Jesus verr\u00e4t. Jesus bereitete die J\u00fcnger auf diesen Schock vor. In Vers 24 erl\u00e4utert Jesus weiter. Der Menschensohn m\u00fcsse seinen Weg des Leidens und Sterbens gehen, aber wehe dem der ihn verraten w\u00fcrde, es w\u00e4re f\u00fcr ihn besser er w\u00e4re nie geboren.<\/p>\n<p>Oh, Judas! [Kopfsch\u00fctteln] Es war schon der Ratschluss Gottes; es ist schon l\u00e4ngst beschlossen: Jesus, das perfekte und untadelige Opferlamm, war bereit Leid, Hohn, Spott und Tod auf sich zu nehmen um die Menschen vor ihrer S\u00fcnde zu erl\u00f6sen. Geistlich befand sich der Mensch im Abgrund des Todes. Jesus befreite uns. Er tauschte mit uns, und ging f\u00fcr uns stellvertretend in den Abgrund des Todes.<\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir erfahren, wie Maria mit ganzen Herzen ihr kostbarstes Nard\u00f6l zerbrach und \u00fcber Jesus ausgo\u00df. Und ist das nicht die richtige Form unseren Dank auszudr\u00fccken?<\/p>\n<p>Es ist ein unglaublicher Kontrast zu Judas, mit seinem Verrat spuckte er Jesus ins Gesicht und trat ihn mit F\u00fc\u00dfen. Judas war habgierig. Joh 12 wird Judas als Dieb bezeichnet, er verwaltete die gemeinsame Kasse und bediente sich regelm\u00e4\u00dfig daraus. Viele Male hatte er Gelegenheit Bu\u00dfe zu tun, und zu Jesus umzukehren, aber er tat es nicht. Ich glaube der Mensch ist Weltmeister wenn es darum geht S\u00fcnde zu vertuschen und Ausreden daf\u00fcr zu finden. Was? Geld gestohlen? Nein, ich habe das Geld verwaltet und pl\u00f6tzlich war es in meiner Tasche. Oder wenn es mit der Ausrede nicht klappt, dann geben wir anderen die Schuld. \u201eIch war neidisch auf die Reichen, sie sind schuld, dass ich ein Dieb wurde.\u201c<\/p>\n<p>[Anekdote] Ich war auch habgierig und ein kleiner Dieb. Einst, vor vielen Jahren vor Staatsverschuldung und Eurokrise, da gab es noch die DM. Ich hatte 2 10-Pfennig-M\u00fcnzen. Ich hatte 20 Pfennig. Der Nachbarsjunge hatte ein 2DM-St\u00fcck. Ich \u00fcberredete ihn, komm, lass uns tauschen. Zwei M\u00fcnzen sind mehr wert! Gib mir dein 2DM-St\u00fcck, daf\u00fcr gebe ich dir zwei andere M\u00fcnzen. Er willigte ein. Erst vor einigen Jahren erinnerte ich mich wieder daran. Ich war erwachsen, der damalige Nachbarsjunge auch. Ich ging zu ihm, erz\u00e4hlte diese Geschichte, und zeigte Reue. 2DM M\u00fcnzen gab es keine, ich gab ihm 2 Euro.<\/p>\n<p>Ziehen wir doch einen Schlussstrich und seien ehrlich, ehrlich vor uns selbst, vor unseren Mitmenschen und vor allem vor Gott.<\/p>\n<p><strong>II.<\/strong><strong>Das \tist mein Blut des Bundes (26-30)<\/strong><\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir erfahren, wie eine Frau Jesus in Betanien gesalbt und dadurch ihre Liebe zu ihm ausgedr\u00fcckt hat. Jesus nahm ihre Hingabe an und sagte, dass sie ihn bereits f\u00fcr sein Begr\u00e4bnis gesalbt hatte. Heute wollen wir betrachten, wie Jesus am n\u00e4chsten Tag mit den J\u00fcngern das Abendmahl gefeiert hat. Es gab und gibt sicher etliche bedeutsame Abendessen, bei denen zum Beispiel Staatschefs ein politisches B\u00fcndnis beschlossen oder CEOs die Fusion ihrer Konzerne besprochen haben. Aber das Abendmahl Jesu mit seinen J\u00fcngern ist von unvergleichbar gr\u00f6\u00dferer Bedeutung; denn Jesus hat dabei Gottes Werk zur weltweiten Rettung der Menschen vor dem Tod und den Bund, den Gott dazu mit uns eingeht, auf denkbar anschauliche und gleichzeitig voll g\u00fcltige Weise dargestellt. M\u00f6ge Gott uns helfen, die Bedeutung des Abendmahls neu ganz pers\u00f6nlich zu verstehen!<\/p>\n<p>Wie wir im ersten Teil erfahren konnten, hat sich Judas bis zum Schluss geweigert, f\u00fcr seine S\u00fcnde Bu\u00dfe zu tun. Nach dem Bericht des Johannesevangeliums verlie\u00df Judas danach die Gemeinschaft Jesu mit den J\u00fcngern und ging hinaus. Jesus muss wegen Judas\u2018 S\u00fcnde und wegen seinem eigenen bevorstehen\u00adden Leiden sehr bek\u00fcmmert gewesen sein. Aber er setzte das Passamahl mit den \u00fcbrigen elf J\u00fcngern fort. Jesus war dieses Passamahl offenbar sehr wichtig; denn dabei wollte er den J\u00fcngern und uns etwas vermitteln, das f\u00fcr alle Menschen von lebenswichtiger Bedeutung ist und eine neue Epoche in Gottes Heilswerk markiert. Was tat und sagte er n\u00e4mlich bei diesem Abendmahl? Betrachten wir Vers 26:<strong>\u201eAls sie aber a\u00dfen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach&#8217;s und gab&#8217;s den J\u00fcngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.\u201c <\/strong>Im Verlauf des Essens nahm Jesus das Brot, dankte und brach es und verteilte es an die J\u00fcnger, womit er noch der j\u00fcdischen Tradition des Passamahls entsprach. Doch gleichzeitig ging er weit dar\u00fcber hinaus, indem er dabei sagte: <strong>\u201eNehmet, esset; das ist mein Leib.\u201c <\/strong>Das Brot, das Jesus brach und den J\u00fcngern gab, stand f\u00fcr seinen Leib, der am n\u00e4chsten Tag tats\u00e4chlich am Kreuz zerbrochen w\u00fcrde. So wie beim Essen das Brot zerbrochen und v\u00f6llig verzehrt wird, w\u00fcrde Jesu Leib v\u00f6llig hingegeben werden.<\/p>\n<p>Danach nahm Jesus auch den Kelch mit Wein. Die Verse 27 und 28 sagen: <strong>\u201eUnd er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; d<\/strong><strong>as ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird f\u00fcr viele zur Vergebung der S\u00fcnden.\u201c <\/strong>Der Kelch repr\u00e4sentiert Jesu Blut, das er bald f\u00fcr sie vergie\u00dfen w\u00fcrde. Jesus forderte die J\u00fcnger dazu auf, dass sie alle aus diesem Kelch trinken sollten, der f\u00fcr das Blut Jesu stand. Sie sollten also das Blut Jesu, das er f\u00fcr sie vergoss, trinken, es v\u00f6llig annehmen und verinnerlichen. \u2013 Bis eben noch hatte beim Passamahl das Lamm im Mittellpunkt gestanden, das sie geschlachtet hatten und a\u00dfen. Nun machte Jesus deutlich, dass er selbst das wahre Passalamm ist, das f\u00fcr die S\u00fcnden der Welt stirbt, und dass es darum geht, von ihm zu essen und zu trinken. So offenbarte Jesus an diesem Passamahl den eigentlichen tiefen Sinn des Passa.<\/p>\n<p>Lasst uns das noch besser verstehen! Betrachten wir noch einmal den Vers 28: <strong>\u201eDas ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird f\u00fcr viele zur Vergebung der S\u00fcnden.\u201c <\/strong>Hier hat Jesus sein Blut, das er vergie\u00dfen w\u00fcrde, <strong>\u201eBlut des Bundes\u201c<\/strong> genannt. Damit verk\u00fcndig\u00adte er, dass er in seinem Blut, das er bald am Kreuz vergie\u00dfen w\u00fcrde, einen Bund stiftete, den er uns Menschen anbietet. Das griechische Wort f\u00fcr Bund hei\u00dft \u201ediateches\u201c, was so viel wie \u201edurch Vertrag\u201c bedeutet. Wie wir wissen, ist ein Bund eine feste Abmachung zwischen zwei oder mehreren Parteien, die unbedingt gehalten werden muss. Zum Beispiel gibt es B\u00fcndnisse zwischen Staaten wie etwa die NATO oder B\u00fcndnisse zwischen einzelnen Menschen wie zum Beispiel den Ehebund. Auch bei vielem anderem brauchen wir eine feste Abmachung bzw. einen rechtsg\u00fcltigen Vertrag, etwa wenn man ein Grundst\u00fcck kauft oder einen neuen Handyvertrag abschlie\u00dft. Wenn wir die Bibel lesen, finden wir, dass es aber auch schon mehrfach einen Bund zwischen Gott und Menschen gab. W\u00e4hrend bei einem Bund zwischen zwei Menschen die Partner gleich oder mindestens vergleichbar sind, sind bei einem Bund zwischen Gott und Menschen die Bundespartner extrem ungleich. Trotzdem lesen wir in 1. Mose 9, dass Gott einen Bund mit Noah und seinen S\u00f6hnen schloss und ihnen feierlich versprach, nie wieder eine Sintflut auf die Erde kommen zu lassen, und ihnen als Zeichen den Regenbogen gab (1.Mose 9,8-17). Gott schloss sp\u00e4ter einen Bund mit Abraham und versprach ihm, seinen Nachkommen das Land Kanaan zu geben und ihn, der kein einziges Kind hatte, zu einem gro\u00dfen Volk zu machen (1.Mose 15,17-21; 17,1-27). 430 Jahre sp\u00e4ter schloss Gott dann mit dem ganzen Volk Israel einen Bund am Berg Sinai, wo er ihnen das Gesetz gab und ihnen versprach, dass er ihr Gott sein und sie f\u00fcr ihn ein K\u00f6nig\u00adreich von Priestern und ein heiliges Volk sein w\u00fcrden (2.Mose 19,5.6; 24). Diesen Bund nennen wir den alten Bund oder \u2013 nach einem andern griechischen Wort f\u00fcr Bund \u2013 das Alte Testament. Bei diesem Bund spielte das Blut von Opfertieren eine entscheidende Rolle. 2.Mose 24,8 berichtet \u00fcber die Zeremonie der Bundesschlie\u00dfung: <strong>\u201eDa nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlos\u00adsen hat aufgrund aller dieser Worte.\u201c<\/strong> Der Alte Bund wurde also mit Blut von Opfertieren besiegelt, und es diente auch fortw\u00e4hrend zur Bedeckung der S\u00fcnden der Israeliten. Und wir verstehen auch leicht, warum das n\u00f6tig ist. Denn wenn zwei Menschen, die beide S\u00fcnder und damit \u00e4hnlich gut bzw. schlecht sind, einen Vertrag miteinander schlie\u00dfen, k\u00f6nnen sie sich einfach irgendwo treffen, jeder seinen Kugelschreiber auspacken und den Vertrag unterschreiben. Aber als Gott, der ewig und heilig ist, mit s\u00fcndigen Menschen einen Bund schloss, stand die S\u00fcnde im Weg und machte es n\u00f6tig, dass er durch Opfer mit Blut geschlossen wurde. Dieser alte Bund galt \u00fcber 1200 Jahre lang, von der Zeit von Mose bis Jesus. Doch hier nun beim Abendmahl verk\u00fcndigte Jesus den neuen Bund, den er in seinem Blut schloss und den er nicht allein den Israeliten, sondern allen Menschen anbietet. In diesem Bund, dem Neuen Testament, verspricht Jesus uns die Vergebung der S\u00fcnden und aufgrund dessen neues, ewiges Leben. Jesus hat uns diesen Bund angeboten, obwohl er wusste, dass wir Menschen als Bundespartner nicht wirklich treu sind. Die J\u00fcnger hatten gerade alle gezeigt, wie instabil ihre Beziehung zu Jesus war, Judas\u2018 S\u00fcnde demonstrierte auf schmerzliche Weise, wie weit jemand gehen kann, der Jesu Liebe erfahren hat. Aber trotzdem hat Jesus ihnen und uns den Bund in seinem Blut angeboten. Jesus selbst ist dabei als unser Bundespartner absolut treu und wird den Bund halten. Ohnehin liegen die Pflichten bei diesem Bund fast vollst\u00e4ndig auf seiner Seite, n\u00e4mlich dass er sein Blut vergie\u00dfen w\u00fcrde und uns aufgrund dessen die Vergebung der S\u00fcnden schenkt und uns so zum ewigen Leben f\u00fchrt. Jesus hat den entscheidenden Akt zur Erf\u00fcllung des neuen Bundes bereits am folgenden Tag getan, indem er am Kreuz seinen Leib hingab und sein Blut vergoss, das rein und heilig ist und vor Gott viel mehr wiegt als das Blut der Opfertiere im Alten Testament. So sagt die Stelle in Hebr\u00e4er 9,13-15 \u00fcber die Bedeutung von Jesu Hingabe: <strong>\u201eDenn wenn schon das Blut von B\u00f6cken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Bespren\u00adgung die Unreinen heiligt, sodass sie \u00e4u\u00dferlich rein sind,<\/strong> <strong>um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erl\u00f6sung von den \u00dcbertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verhei\u00dfene ewige Erbe empfangen.\u201c <\/strong>Diese Verse sagen uns, was f\u00fcr eine gro\u00dfe Bedeutung und starke Wirkung das Blut Jesu hat, das er vergossen hat, um den neuen Bund zu stiften. Denn wenn schon das Blut von Ziegenb\u00f6cken und Rindern vor Gott ausreichten, um den Israeliten ihre S\u00fcnden zu bedecken, wie viel mehr reinigt uns das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, und zwar nicht nur \u00e4u\u00dferlich, sondern in unserem Gewissen, sodass wir anders denken und anders leben k\u00f6nnen. Jesu Blut hat die Kraft, uns von allen S\u00fcnden zu reinigen, sodass wir dadurch in ihm bleiben und das ewige Leben erlangen werden. Jesu Blut ist gleichzeitig das Siegel des neuen Bundes, das demonstriert, dass dieser Bund absolut g\u00fcltig und zuverl\u00e4ssig ist und nicht gebrochen werden kann, sondern von Gott sicher erf\u00fcllt wird.<\/p>\n<p>Welche Auswirkungen hat es, wenn wir diesen Bund mit Gott eingehen? Zum einen bekommen wir eine neue Identit\u00e4t, und zwar als Gottes Bundespartner. Wir sollen uns ganz unabh\u00e4ngig davon, wer wir bisher waren und wie stark oder schwach wir sind, bewusst machen, dass wir Gottes Bundespartner sind, und mit dieser Identit\u00e4t leben. Wie gro\u00dfartig ist das! Viele Unternehmen sind stolz, wenn sie Gesch\u00e4ftspartner eines gro\u00dfen Unternehmens wie zum Beispiel BMW oder der BASF sind . Manche Leute sind stolz, weil sie Ehepartner eines ber\u00fchmten Politikers sind, zum Beispiel die Frau von Barack Obama oder der Mann der K\u00f6nigin von England. Aber wie viel gr\u00f6\u00dfer und wie viel bedeutungsvoller ist es, ein Bundespartner des lebendigen Gottes zu sein!  Dadurch erlangen wir nicht nur ein paar irdische Privilegien, sondern die vollst\u00e4ndige L\u00f6sung unseres gr\u00f6\u00dften und schlimmsten Problems, der S\u00fcnde und des Todes, und erlangen neues Leben mit Gott und das ewige Leben in Gottes herrlichem Reich! Preisen wir Jesus, der uns durch sein Blut den neuen Bund gegeben hat!<\/p>\n<p>Wie sollen wir dann als Bundespartner Jesu leben? Betrachten wir noch einmal die Verse 26-28. Wenn wir diese Verse sorgf\u00e4ltig lesen, stellen wir fest, dass Jesus seine J\u00fcnger bei der Einsetzung des neuen Bundes nur zu einem aufgefordert hat, n\u00e4mlich dazu, dass sie seinen Leib essen und sein Blut, das er f\u00fcr sie vergie\u00dfen w\u00fcrde, trinken sollten. Als Bundespartner Jesu m\u00fcssen wir vor allem das tun. Jesus hat das hier nicht zum ersten Mal gelehrt. Schon nach der Speisung der F\u00fcnftausend hatte Jesus in  Johannes Kap. 6 zu dem Volk gesagt: <strong>\u201eIch bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmer\u00admehr d\u00fcrsten\u201c<\/strong> (Joh 6,35). Als die Leute Schwierigkeiten hatten, diese Worte zu verstehen, sagte Jesus weiter: <strong>\u201eIch bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde f\u00fcr das Leben der Welt\u201c<\/strong> (Joh 6,51). Als die Juden an diesen Worten Ansto\u00df nahmen, erkl\u00e4rte es Jesus noch deutlicher und sagte: <strong>\u201eWahrlich, wahrlich, ich sage euch:<\/strong> <strong>Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.<\/strong> <strong>Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am J\u00fcngsten Tage auferwecken. Denn<\/strong> <strong>mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.<\/strong> <strong>Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm\u201c<\/strong> (Joh 6,53-56). Jesus hat hier sehr oft wiederholt und betont, dass wir sein Fleisch essen und sein Blut trinken m\u00fcssen, damit wir geistliches Leben haben. Es reicht nicht, wenn wir zu Jesus nur eine vage Beziehung haben. Wir m\u00fcssen Jesu Fleisch essen und sein Blut trinken, damit wir in ihm bleiben und schlie\u00dflich das ewige Leben haben werden. Es ist f\u00fcr uns als seine Bundespartner unbedingt notwendig, dass wir von Jesu Fleisch und Blut essen und trinken, und zwar t\u00e4glich und best\u00e4ndig. So wie wir jeden Tag mehrmals physische Nahrung essen, um unseren K\u00f6rper gesund und am Leben zu erhalten, so m\u00fcssen wir auch t\u00e4glich von Jesu Leib essen und sein Blut trinken, damit wir geistliches Leben in uns haben. Jeder wei\u00df, dass es nicht reicht, wenn wir nur alle paar Tage oder gar nur einmal in der Woche essen w\u00fcrden. Wir sollten uns dar\u00fcber klar sein, dass es geistlich genauso wenig reicht, wenn wir nur alle paar Tage von Jesu Leib essen und von seinem Blut trinken; wir werden immer schw\u00e4cher und immer anf\u00e4lliger f\u00fcr alle Arten von geistlichen Krankheiten. Darum lasst uns jeden Tag als Jesu Bundespartner zu ihm kommen, wie wir sind, mit all unseren kleinen und gro\u00dfen Schw\u00e4chen und S\u00fcnden, und sein Fleisch essen und sein Blut trinken, damit wir von ihm die Vergebung und Reinigung empfangen und geistlich erneuert und stark werden, sodass wir seinen Willen tun k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir das aber konkret tun? Die Worte \u00fcber das Abendmahl, die Apostel Paulus im 1. Korintherbrief als Worte vom Herrn Jesus zitiert hat, k\u00f6nnen uns dar\u00fcber Aufschluss geben. Dort hei\u00dft es:<strong> \u201eDenn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weiter\u00adge\u00adgeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach&#8217;s und sprach: Das ist mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird; das tut zu meinem Ged\u00e4chtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Ged\u00e4chtnis. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verk\u00fcndigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt\u201c <\/strong>(1.Kor 11,23-26). Hier hat Jesus wiederholt gesagt, dass wir es zu seinem Ged\u00e4chtnis tun sollen. Es geht also darum, dass wir uns daran erinnern, wie Jesus am Kreuz seinen Leib gegeben und sein Blut vergossen hat, um f\u00fcr unsere S\u00fcnden S\u00fchnung zu schaffen und Vergebung zu erm\u00f6glichen, und unser Ged\u00e4chtnis bzw. unser Bewusstsein damit pr\u00e4gen. Dies k\u00f6nnen wir tun, wenn wir zum Beispiel beim Betrachten des T\u00e4glichen Brots am Morgen oder beim Stellungnahme schreiben die Berichte der Evangelien und andere Worte der Bibel bis dahin betrachten, dass wir sie uns daran erinnern, dass Jesus gerade f\u00fcr uns seinen Leib hingegeben und sein Blut vergossen hat. Das sollen wir so h\u00e4ufig und so intensiv tun, dass wir t\u00e4glich in geistlichem Sinne seinen Leib essen und sein Blut trin\u00adken und seine Vergebung, Heilung und Erneuerung erfahren. Wenn wir t\u00e4glich neu zu Jesus kommen und im Alltag im Ged\u00e4chtnis behalten, was er f\u00fcr uns getan hat, werden wir unserem Bundespartner allm\u00e4hlich \u00e4hnlicher, sodass wir darin wachsen, liebevoll, treu und geduldig zu sein und anderen zu vergeben und f\u00fcr ihr Heil zu wirken. Wir werden allm\u00e4hlich immer mehr von Jesu Eigenschaften bestimmt. Im Gegensatz dazu werden diejenigen, die nicht oder zu selten Jesu Fleisch und Blut essen und trinken, von ihren eigenen Gef\u00fchlen, Sorgen und W\u00fcnschen geleitet, vom Beispiel anderer Menschen und vom Zeitgeist, der sagt: \u201eIch will so leben, dass ich Spa\u00df habe; ich will, dass es mir jetzt gut geht &#8230;\u201c M\u00f6ge Gott uns helfen, jeden Tag in Ruhe zu Jesus zu kommen und uns an seine Heilstat am Kreuz zu erinnern, und sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken und von ihm die Vergebung unserer S\u00fcnden und neue geistliche Freude und Kraft bekommen, mit der wir nach seinem Willen handeln k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnte jemand sagen: \u201eDas habe ich schon oft versucht; ich habe schon seit langem morgens das T\u00e4gliche Brot gelesen und jede Woche eine Stellungnahme geschrieben; und trotzdem ist es f\u00fcr mich schwer in Jesus zu bleiben und als sein Bundespartner zu leben. Was soll ich tun? Welche Hoffnung habe ich?\u201c Betrachten wir noch einmal das Leitwort. Jesus sagt: \u201eDas ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird f\u00fcr viele zur Vergebung der S\u00fcnden.\u201c Jesus  hat sein Blut f\u00fcr uns vergossen, das alle unsere S\u00fcnden bedeckt. Jesus macht hier klar, dass sein Bund fest ist und von ihm nie gebrochen wird, weil er selbst treu ist und weil er ihn mit seinem eigenen Blut besiegelt hat. Deshalb braucht niemand, der den Bund mit Jesus eingegangen ist, jemals die Hoffnung aufgeben. Denn wir haben in Jesus einen starken Bundespartner, der seine Hoffnung f\u00fcr uns nie aufgibt, sondern uns weiter tr\u00e4gt, reinigt und hilft, als sein Bundespartner zu leben, bis er uns in sein Reich f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen nur eines nicht machen, n\u00e4mlich aus Verzweiflung oder irgendeinem Grund selbst aus dem Bund aussteigen und ihn verwerfen. Im ersten Teil der Predigt haben wir betrachtet, dass Judas Iskariot Jesu Einladung zur Bu\u00dfe bis zum Ende ausgeschlagen hat und sich von seiner Habgier dazu verleiten lie\u00df, Jesus zu verraten. Ein anderer J\u00fcnger, der ebenfalls in dieser Zeit schwach wurde und Jesus kurz nach seiner Gefangennahme dreimal verleugnete, war Simon Petrus. Auch er wurde mit seiner Tat Jesus untreu und handelte dabei aus niedrigen menschlichen Motiven, n\u00e4mlich aus Angst vor m\u00f6glichen Leiden und Tod. Aber wir wissen, dass Petrus nach seiner Verleugnung Jesu bitterlich weinte und von Jesus wiederhergestellt werden konnte, wohingegen Judas Iskariot sich von ihm immer weiter abgewandt hat, bis er schlie\u00dflich Selbstmord beging. Warum ist Judas Iskariot ein Opfer seiner S\u00fcnde geworden, w\u00e4hrend Petrus geistlich erneuert und einer der gr\u00f6\u00dften Knechte Gottes in der Geschichte wurde? Der Grund war, dass Petrus trotz seiner Schw\u00e4che und S\u00fcnde im Bund mit Jesus blieb, w\u00e4hrend Judas den Bund mit Jesus verachtet und verlie\u00df. Das war aus keinem Grund n\u00f6tig, sondern seine eigene Willensentscheidung, die er f\u00fcr seine kurzfristigen materiellen Vorteil traf. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, den Bund mit Jesus von ganzem Herzen einzugehen und darin fest zu bleiben! M\u00f6ge Gott uns helfen, als Bundespartner Jesu zu leben und t\u00e4glich sein Fleisch und sein Blut, die er f\u00fcr uns hingegeben hat, zu essen und zu trinken, damit wir st\u00e4ndig erneuert und gest\u00e4rkt werden und zu seiner Ehre nach seinem Willen leben k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Betrachten wir noch die Vers 29 und 30. Nachdem Jesus mit seinen J\u00fcngern das Abendmahl gehalten hatte, sagte er zu ihnen:<strong> \u201eIch sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gew\u00e4chs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich von neuem davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.\u201c<\/strong> Mit diesen Worten gab Jesus den J\u00fcngern und auch uns die Hoffnung auf das Leben im Reich seines Vaters, wo wir mit Jesus essen und Wein trinken und herrliche Gemeinschaft haben werden. Zum Abschluss dieses denkw\u00fcrdigen Passamahls sangen sie den Lobgesang und gingen hinaus an den \u00d6lberg, wo Jesus sich auf sein Leiden konkret vorbereiten wollte.<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schluss nochmals die Verse 27 und 28: <strong>\u201eUnd er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird f\u00fcr viele zur Vergebung der S\u00fcnden.\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Das Blut des Bundes \u201eDas ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird f\u00fcr viele zur Vergebung der S\u00fcnden.\u201c (26,28) I.Einer unter euch wird mich verraten (17-25) Guten Morgen! Ja, es ist meine erste Sonntagspredigt. Ich freue mich heute \u00fcber den ersten Teil des Textes zu predigen. 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