{"id":2238,"date":"2012-10-15T20:54:10","date_gmt":"2012-10-15T19:54:10","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2238"},"modified":"2022-11-18T12:23:37","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:37","slug":"predigt-matthaus-261-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-261-16\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 26,1 &#8211; 16"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/P11Mt26-0116.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Die  Salbung  in Betanien<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDass sie das \u00d6l auf meinen Leib gegossen hat, das hat sie f\u00fcr mein Begr\u00e4bnis getan. Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Ged\u00e4chtnis, was sie getan hat.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(26,12.13)<\/p>\n<p>Mit dem heutigen Text beginnen wir, uns mit dem Kern des Evangeliums zu befassen, n\u00e4mlich dem Leiden, dem Tod und der Auferstehung Jesu. Am Anfang dieses Abschnittes steht die sch\u00f6ne Glaubenstat einer Frau, die Jesus uns als Vorbild der Dankbarkeit, Liebe und Hingabe hinstellt.<\/p>\n<p>Die Verse 1 und 2 helfen uns, den Text, den wir heute betrachten wollen, zeitlich einzuordnen.<\/p>\n<p>1\u00a0Und es begab sich, als Jesus alle diese Reden vollendet hatte, dass er zu seinen J\u00fcngern sprach:<\/p>\n<p>2\u00a0Ihr wisst, dass in zwei Tagen Passa ist; und der Menschensohn wird \u00fcberantwortet werden, dass er gekreuzigt werde.<\/p>\n<p>Wir befinden uns in der Mitte der letzten Lebenswoche Jesu auf Erden. Jesus hatte die letzte seiner gro\u00dfen, im Matth\u00e4usevangelium \u00fcberlieferten Reden, n\u00e4mlich die Rede \u00fcber die Endzeit, vollendet. Zwei Tage sp\u00e4ter sollte das Passafest beginnen. Nach unserer Wocheneinteilung war es Mittwoch.<\/p>\n<p>Das Passafest war das gr\u00f6\u00dfte Fest im j\u00fcdischen Jahreskreis. Gott hatte den Israeliten geboten, dieses Fest j\u00e4hrlich zu feiern, um die Erinnerung frisch und lebendig zu halten, dass Gott sie aus der Sklaverei in \u00c4gypten erl\u00f6st hatte, um sie zu seinem eigenen Volk zu machen. Das Passafest in jenem Jahr w\u00fcrde aber eine ganz besondere Bedeutung haben. Nach Gottes Plan sollte an diesem Passafest Jesus als das wahre Passalamm die S\u00fcnde der Welt am Kreuz s\u00fchnen und so die ganze Menschheit von der Macht der S\u00fcnde erl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Wie muss die Atmosph\u00e4re in der Stadt gewesen sein? In dieser Festwoche str\u00f6mten unz\u00e4hlige Pilger aus dem In- und Ausland, Loblieder singend, in die Stadt. Von Freude erf\u00fcllt zogen sie zum Tempel, wo sie von den Priestern ihr Passalamm schlachten lassen w\u00fcrden, das sie gemeinsam mit ihren Verwandten und Freunden verzehren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Doch was geschah hinter den Kulissen? In den Versen 3und 4 hei\u00dft es:<\/p>\n<p>3\u00a0Da versammelten sich die Hohenpriester und die \u00c4ltesten des Volkes im Palast des Hohenpriesters, der hie\u00df Kaiphas,<\/p>\n<p>4\u00a0und hielten Rat, wie sie Jesus mit List ergreifen und t\u00f6ten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Hohenpriester und \u00c4ltesten hassten Jesus. Er war ihnen unbequem, weil er ihnen immer wieder den Spiegel vorhielt und ihnen ihre geistliche Verdorbenheit und Heuchelei deutlich machte. L\u00e4ngst hatten sie beschlossen, ihn zu ergreifen und zu t\u00f6ten (Mt 21,46).<\/p>\n<p>Anstatt in dieser festlichen Zeit die Freude des Volkes zu teilen und das Passafest vorzubereiten, versammelten sie sich im hohepriesterlichen Palast, um zu beraten, wie sie Jesus loswerden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>5\u00a0Sie sprachen aber: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr gebe im Volk.<\/p>\n<p>Sie wussten, dass sie das Volk nicht hinter sich hatten. So \u00fcberlegten sie sich, dass es besser w\u00e4re, zu warten, bis die unz\u00e4hligen Pilger die Stadt wieder verlassen h\u00e4tten und es ruhiger geworden w\u00e4re. Dann wollten sie Jesus unauff\u00e4llig und vom Volk unbemerkt beseitigen. Doch ihr Gedanke entsprach nicht dem Zeitplan Gottes, der wollte, dass Jesus gerade am Passafest sein Leben zum Opfer f\u00fcr die Erl\u00f6sung der Welt geben sollte.<\/p>\n<p>Dass der Lauf der Ereignisse sich tats\u00e4chlich beschleunigte und es schneller zur Festnahme Jesu kam, als die Hohenpriester und \u00c4ltesten sich ausgedacht hatten, lag nicht zuletzt an der Bereitwilligkeit von Judas, Jesus zu verraten.<\/p>\n<p>In den Versen 14-16 lesen wir:<\/p>\n<p>14\u00a0Da ging einer von den Zw\u00f6lfen, mit Namen Judas Iskariot, hin zu den Hohenpriestern<\/p>\n<p>15\u00a0und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm drei\u00dfig Silberlinge.<\/p>\n<p>16\u00a0Und von da an suchte er eine Gelegenheit, dass er ihn verriete.<\/p>\n<p>Judas war von Jesus auserw\u00e4hlt worden und geh\u00f6rte zum engsten Kreis der Zw\u00f6lf. Er hatte so viel Unterweisung und Liebe von Jesus empfangen, ganz wie die anderen J\u00fcnger auch. Es w\u00e4re verst\u00e4ndlicher, wenn die Hohenpriester zu ihm gekommen und ihn mit Geld versucht h\u00e4tten. Doch erschreckenderweise ging er aus eigener Initiative zu den Hohenpriestern und verkaufte Jesus f\u00fcr 30 Silberlinge, die etwa 120 Tagesl\u00f6hnen entsprechen. Wie tragisch und traurig ist es, dass er Jesus so gering achtete und ihn so billig verkaufte!<\/p>\n<p>Die Zeit war also gepr\u00e4gt vom Hass der Hohenpriester und \u00c4ltesten, die Mordpl\u00e4ne gegen Jesus schmiedeten, anstatt sich auf das bevorstehende Passafest vorzubereiten. Sie war auch \u00fcberschattet vom Verrat eines J\u00fcngers, der die Liebe Jesu mit F\u00fc\u00dfen trat. Doch in dieser dunklen Zeit leuchtet aus der geistlichen Finsternis die sch\u00f6ne Tat einer Frau hervor, die uns in den Versen 6-13 vor Augen gestellt wird.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 6:<\/p>\n<p>6\u00a0Als nun Jesus in Betanien war im Hause Simons des Auss\u00e4tzigen,<\/p>\n<p>Betanien lag \u00f6stlich von Jerusalem, am Fu\u00df des \u00d6lbergs. F\u00fcr Jesus war Betanien wie seine zweite Heimat. Wenn er in der Gegend war, \u00fcbernachtete er dort. Und auch in dieser letzten Woche seines Lebens k\u00f6nnen wir sehen, dass er zwischen Betanien und Jerusalem pendelte. In Betanien hatte er enge Freunde, n\u00e4mlich Lazarus und seine Schwestern Marta und Maria.<\/p>\n<p>Dort war er von Simon, den er vermutlich vom Aussatz geheilt hatte, zum Essen eingeladen worden. Das Johannesevangelium berichtet, dass Lazarus auch mit am Tisch sa\u00df und dass die flei\u00dfige Marta ihm diente. Doch wo steckte Maria?<\/p>\n<p>Sehen wir uns Vers 7 an:<\/p>\n<p>7\u00a0trat zu ihm eine Frau, die hatte ein Glas mit kostbarem Salb\u00f6l und goss es auf sein Haupt, als er zu Tisch sa\u00df.<\/p>\n<p>Nach dem Johannesevangelium war die Frau, die pl\u00f6tzlich zu Jesus trat, Maria von Betanien. W\u00e4hrend die anderen a\u00dfen, war sie nach Hause geeilt und hatte aus ihrer Kammer ein Glas mit kostbarem Salb\u00f6l geholt. Von der Menge her war es auch nicht wenig, sondern nach dem Johannesevangelium ein ganzes Pfund, was etwas mehr als unser heutiges Pfund war. Dieses Salb\u00f6l bestand aus Narde, einer aromatischen Fl\u00fcssigkeit, die aus einer Pflanze gewonnen wurde, die im Hochgebirge des Himalaya w\u00e4chst. Dieses Importprodukt wurde mit Oliven\u00f6l gemischt und in Alabasterflaschen in den Handel gebracht. Das Johannesevangelium erw\u00e4hnt auch den Wert dieses \u00d6ls, n\u00e4mlich 300 Silbergroschen, den Jahresverdienst eines Arbeiters. Dieses Glas mit Salb\u00f6l war wohl Marias gr\u00f6\u00dfter Schatz; vermutlich der einzige Wertgegenstand, den sie besa\u00df. Er war ihre Wertanlage und finanzielle Sicherheit, au\u00dferdem auch ihre Mitgift, durch die sie sich eine gute Heirat sichern konnte. Es war dar\u00fcber hinaus ein Gegenstand, an dem sie sich freute, dass sie ihn besa\u00df. So mag dieses Salb\u00f6l f\u00fcr sie ein Symbol ihres Lebens und ihres Gl\u00fccks gewesen sein.<\/p>\n<p>Was tat sie mit diesem \u00d6l? Sie goss es auf Jesu Haupt, als er zu Tisch sa\u00df. Sie salbte ihn nicht mit ein paar Tropfen, wie man es zu tun pflegte, um G\u00e4ste zu ehren, sondern sie zerbrach das Glas und goss das \u00d6l vollst\u00e4ndig \u00fcber Jesus aus. Sie hielt nichts zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Warum tat sie das? Was waren ihre Beweggr\u00fcnde? Maria hatte eine spezielle Herzensbeziehung zu Jesus. Im 10. Kapitel des Lukasevangeliums lesen wir, dass Jesus nach Betanien kam und von Marta aufgenommen wurde. Martas Schwester Maria setzte sich dem Herrn zu F\u00fc\u00dfen und h\u00f6rte seiner Rede zu. Das war eine selige Zeit f\u00fcr sie. Was konnte sie von Jesus nicht alles lernen! Er f\u00fchrte sie in die tiefe geistliche Welt und \u00f6ffnete die Herrlichkeit des Reiches Gottes f\u00fcr sie. Er nahm sie an, wie sie war, und sprach ihr die S\u00fcndenvergebung zu. Und dann hatte er auch noch ihren Bruder von den Toten auferweckt und sich ihr dadurch als die Quelle des Lebens offenbart. In ihr mag der Glaube aufgekeimt sein, dass Jesus der Sohn Gottes und der Messias ist. Mit ihrem ganzen Herzen hing sie an ihm. Jesus war das Zentrum ihres Lebens; er war alles f\u00fcr sie.<\/p>\n<p>Sie bekam den Wunsch, ihm ihre Dankbarkeit, Liebe und Anbetung zu erweisen. Doch was konnte sie schon f\u00fcr ihn tun? M\u00f6glicherweise hatte sie lange dar\u00fcber nachgedacht. Pl\u00f6tzlich hatte sie eine Idee: Ihr Salb\u00f6l! Was f\u00fcr ein Geschenk k\u00f6nnte f\u00fcr den Messias, den Gesalbten, den K\u00f6nig ihres Herzens und ihren wahren Hohenpriester angemessener sein als gerade dieses kostbare Salb\u00f6l? Und so kam es zu der Tat, die hier berichtet ist. Mit ihrem Salb\u00f6l gab Maria Jesus auch ihr Herz und ihr Leben. Indem sie das Salb\u00f6l ausgoss, sagte sie Jesus quasi: \u201eDu bist mein gr\u00f6\u00dfter Schatz. Du bist mein wahres Gl\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Ist es nicht wundersch\u00f6n, was Maria getan hat? Das ganze Haus wurde vom Duft des \u00d6ls erf\u00fcllt. Ihr Opfer und ihre Hingabe waren ein Wohlgeruch f\u00fcr Gott.<\/p>\n<p>Eigentlich h\u00e4tten alle Anwesenden von der Tat der Frau begeistert sein m\u00fcssen, oder? Doch wie reagierten sie tats\u00e4chlich? Betrachten wir die Verse 8 und 9:<\/p>\n<p>8\u00a0Als das die J\u00fcnger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung?<\/p>\n<p>9\u00a0Es h\u00e4tte teuer verkauft und das Geld den Armen gegeben werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Anstatt von Marias Tat bewegt zu sein, \u00e4rgerten sich die J\u00fcnger. Sie hielten es f\u00fcr Verschwendung, dass Maria ihr teures Salb\u00f6l \u00fcber Jesus ausgegossen hatte. Sie meinten, man h\u00e4tte es lieber verkaufen und vom Erl\u00f6s die Armen unterst\u00fctzen sollen. Ihre Reaktion zeigt ihre humanistische und materialistische Gesinnung. W\u00e4hrend Maria Jesus so herzlich liebte, waren sie kalt, lieblos und respektlos ihm gegen\u00fcber. Indem sie Marias Opfer als Vergeudung bezeichneten, sagten sie ja quasi: \u201eJesus, so viel bist du uns nicht wert.\u201c Wenn wir bedenken, dass auch sie Jesus eigentlich als ihren Christus erkannt und angenommen hatten, war ihre Haltung ziemlich besch\u00e4mend.<\/p>\n<p>In unserer heutigen Zeit k\u00f6nnen wir auch auf Unverst\u00e4ndnis sto\u00dfen, wenn wir uns darauf konzentrieren, f\u00fcr die geistliche Errettung der Menschen zu beten und ihnen Gottes Wort weiterzugeben, in dem sie doch das Leben finden k\u00f6nnen. Manche w\u00fcrden soziales Engagement f\u00fcr viel sinnvoller halten, obwohl dieses nur die Situation einiger Menschen in diesem Leben ein wenig verbessern k\u00f6nnte, aber keine Bedeutung f\u00fcr die Ewigkeit h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Meinung vertrat aber Jesus? Betrachten wir Vers 10:<\/p>\n<p>10\u00a0Als Jesus das merkte, sprach er zu ihnen: Was betr\u00fcbt ihr die Frau? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.<\/p>\n<p>Jesus verteidigte Maria und ihre Tat. Er forderte die J\u00fcnger auf, Maria in Frieden zu lassen. Es mag schon stimmen, dass ihre Tat \u00f6konomisch betrachtet sinnlos war und keinen Nutzen hatte. Aber Jesus erkannte, was sie getan hatte, als gutes Werk an. Er war von der Sch\u00f6nheit und Reinheit ihrer Hingabe und Anbetung bewegt.<\/p>\n<p>Er sagte weiter:<\/p>\n<p>11\u00a0Denn Arme habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit.<\/p>\n<p>Gott hatte seinem Volk die F\u00fcrsorge f\u00fcr die Armen besonders ans Herz gelegt. Soziales Engagement ist auch wichtig. Aber wir sollen die Gelegenheit nicht verpassen, Jesus unsere Liebe, Dankbarkeit und Anbetung zu erweisen.<\/p>\n<p>Maria hatte nur einfach aus ihrem Herzen etwas Besonderes f\u00fcr Jesus tun wollen. Sie hatte dabei vermutlich keinen weiteren Gedanken. Aber Jesus ma\u00df ihrer Tat eine gro\u00dfe Bedeutung bei. Betrachten wir Vers 12:<\/p>\n<p>12\u00a0Dass sie das \u00d6l auf meinen Leib gegossen hat, das hat sie f\u00fcr mein Begr\u00e4bnis getan.<\/p>\n<p>Maria hatte vermutlich mitgekriegt, dass Jesus seine Leiden und seinen Tod angek\u00fcndigt hatte. Vielleicht dachte sie, die f\u00fcr Jesus gerne etwas tun wollte: \u201eJetzt oder nie.\u201c Aber auch wenn dem so war, konnte sie ganz sicher nicht wissen, dass sich nachher die Ereignisse \u00fcberschlagen w\u00fcrden, dass man Jesus vor seiner Grablegung nicht mehr, wie es \u00fcblich war, w\u00fcrde salben k\u00f6nnen. Von ihr aus hatte die Salbung nicht diesen Zweck. Dennoch nahm Jesus sie als Vorbereitung auf sein Begr\u00e4bnis an. Auf diese Weise verlieh Jesus ihrer unsinnig aussehenden Tat eine prophetische Bedeutung.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich k\u00fcndigte Jesus an:<\/p>\n<p>13\u00a0Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Ged\u00e4chtnis, was sie getan hat.<\/p>\n<p>Maria wurde von Jesus gew\u00fcrdigt und erlangte gro\u00dfe Ehre, indem heute immer noch verk\u00fcndigt wird, was sie getan hat. Warum aber verband Jesus ihre Tat mit dem Evangelium? Jesus w\u00fcrde bald am Kreuz sein Leben opfern, um die S\u00fcnde der Welt zu s\u00fchnen. Das  ist das Evangelium. Indem mit diesem Evangelium zusammen ihre Tat verk\u00fcndigt wird, wird sie uns als Vorbild hingestellt, das uns zeigt, wie wir auf die Gnade des Evangeliums reagieren sollen.<\/p>\n<p>Wir alle haben das Evangelium angenommen, und aus Dankbarkeit dienen wir Gottes Werk, nicht wahr? Und doch empfinden wir einen gro\u00dfen Abstand zwischen Maria und uns. Was macht den Unterschied aus? Der Unterschied d\u00fcrfte in dem Ma\u00df bestehen, wie sie das Evangelium verstanden hat. Vom Ma\u00df unseres Verst\u00e4ndnisses \u00fcber die Bedeutung des Evangeliums h\u00e4ngt ab, wie viel Kraft und Lebendigkeit der Hingabe wir entfalten und in welcher Dimension wir Jesus ehren und anbeten k\u00f6nnen. Maria hatte wirklich verstanden, wer Jesus ist und worum es beim Evangelium geht. Darum konnte sie Jesus alles geben.<\/p>\n<p>Als ich mich mit dem Text besch\u00e4ftigte, sah ich Maria zu Jesu F\u00fc\u00dfen sitzen und an seinen Lippen h\u00e4ngen. Ich sah auch, wie sie entschlossen und freudig in ihre Kammer ging, um ihr Salb\u00f6l zu holen, aufgeregt und begeistert, dass sie gefunden hatte, wie sie Jesus all ihre Liebe und Anbetung zeigen konnte. Als ich dar\u00fcber nachdachte, warum mir diese Kraft und Dimension der Hingabe fehlt, erkannte ich als Ursache, dass ich das Evangelium immer noch nicht genug verstanden hatte. In den kommenden Wochen werden wir uns mit dem Kern des Evangeliums besch\u00e4ftigen. Ich bin motiviert, die verschiedenen Passagen nicht als \u201eKenne ich schon\u201c abzuhaken, sondern viel und mit neuem Herzen \u00fcber die Bedeutung des Evangeliums nachzudenken, damit ich die Kraft der Hingabe empfangen kann, die dem Evangelium angemessen ist.<\/p>\n<p>Lasst uns gemeinsam beten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Die Salbung in Betanien \u201eDass sie das \u00d6l auf meinen Leib gegossen hat, das hat sie f\u00fcr mein Begr\u00e4bnis getan. 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