{"id":2178,"date":"2012-09-09T22:14:58","date_gmt":"2012-09-09T21:14:58","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2178"},"modified":"2022-11-18T12:23:40","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:40","slug":"predigt-matthaus-2432-51","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-2432-51\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 24,32 &#8211; 51"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/P11Mt24-3251.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><em><strong>Darum wachet!<\/strong><\/em><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDarum wachet; denn ihr wi\u00dft nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Mt 24,42<\/p>\n<p>Wisst ihr, wer unter uns sehns\u00fcchtig auf die Zeit achtet? Am 25. Oktober 2012 um 18:50 Das ist die Zeit des Kommens. Er wartet und wartet und schaut auf den Kalender und auf die Uhr. F\u00fcr ihn ist ein Tag oder eine Woche so lang, dass es ewig zu dauern scheint. Ich meine nicht das Kommen Jesu, sondern das Kommen von M. Jina!<\/p>\n<p>Wir haben in der letzten Woche \u00fcber die Geschehnisse in der letzten Zeit geh\u00f6rt: Verf\u00fchrungen, Kriege, Naturkatastrophen, Hass, Ungerechtigkeit. Wenn wir davon h\u00f6ren, seufzen wir tief mit der Frage. \u201eOb mein Glaube und meine Geduld ausreichen, all das zu \u00fcberwinden?\u201c Ich mu\u00dfte lange \u00fcberlegen, wozu all diese Geschehnisse dienen sollen? Unsere Jugendlichen sind noch in jungem und schwachem Glauben, wie k\u00f6nnten sie all das \u00fcberwinden? Will Gott etwa nur wenige erretten? Nach langem Nachdenken habe ich die Antwort aus R\u00f6m  5,3.4 gefunden. \u201e<em><strong>Nicht allein aber das, sondern wir r\u00fchmen uns auch der Bedr\u00e4ngnisse, weil wir wissen, da\u00df Bedr\u00e4ngnis Geduld bringt, Geduld aber Bew\u00e4hrung, Bew\u00e4hrung aber Hoffnung\u201c<\/strong><\/em> Bedr\u00e4ngnis bringt Geduld. Geduld bringt Bew\u00e4hrung. Bew\u00e4hrung Hoffnung. Apostel Paulus sah inmitten der Bedr\u00e4ngnisse das Wachstum einer Person. Nach dieser Reihenfolge m\u00f6chte Gott durch diese Geschehnisse der letzten Zeit unser Wachstum einleiten. Unsere Jugendlichen sind noch schwach. Aber in dieser Zeit werden sie stark.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit diesen Geschehnissen sprach Jesus im Vers 14 auch \u00fcber die Verbreitung des Evangeliums. <em><strong>\u201eUnd es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis f\u00fcr alle V\u00f6lker, und dann wird das Ende  kommen.\u201c<\/strong><\/em> Ich fragte mich nochmal, wie kann so etwas geschehen, wo es doch auch jetzt nicht einfach ist, einen Bibelsch\u00fcler zu gewinnen und ihn zum J\u00fcngern Jesu zu machen? Hat Jesus ein Geheimrezept f\u00fcr die geistliche Erweckung? Ich musste mehrmals die selbe Stelle lesen und ich versetzte mich in diese Situation. Jesus sagte in Versen 12.13 <em><strong>\u201cUnd weil die Ungerechtigkeit \u00fcberhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden.\u201c<\/strong><\/em> In der ungerechten Welt wird die menschliche Liebe erkalten. Das merke ich schon, dass die Liebe immer k\u00e4lter wird. In der Ungerechtigkeit und inmitten der brutalen Gewalt wird die Liebe ihren Glanz verlieren. In unserer Zeit unterscheiden sich der Humanismus und die christliche Liebe wenig. Einige \u00c4rzte, die in Krisengebieten trotz des Risikos Hilfe leisten, sch\u00e4tzt man mehr als das Gebet der Christen. Das Dasein der christlichen Liebe scheint im Moment verloren zu sein. Wenn die Liebe in der Ungerechtigkeit erkaltet, wenn der Humanismus seine Farbe verliert, und der Egoismus \u00fcberhandnimmt, leuchtet die christliche Liebe hell. Obwohl viele der ersten Christen im Kolosseum in Rom von L\u00f6wen gefressen wurden, wurde das Evangelium gepredigt, weil ihr Leben darauf gegr\u00fcndet war. Solange die Liebe Jesu in unserem Herzen noch brodelt, wird das Evangelium durch uns gepredigt werden. Solange die Liebe Jesu unser Leben begleitet, wird das Evangelium allein schon durch unser Leben reflektiert werden. Ich stelle mir vor, dass die J\u00fcngererziehung in dieser Zeit nicht durch das Bibelstudium, sondern schon allein durch die Wohngemeinschaft geschehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Weil ich viel Gnade beim Nachdenken empfangen habe, war ich sehr froh. Der Text geht aber weiter! Wie ein R\u00e4tsel gel\u00f6st und Klarheit geliefert wird, betrachten wir den Text. M\u00f6ge Gott uns helfen, Jesu Lehre zu verstehen und sie uns anzueignen.<\/p>\n<ol>\n<li>So \twisst, dass er nahe vor der T\u00fcr ist(32-44)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus und seine J\u00fcnger waren auf dem \u00d6lberg und sahen auf die Stadt Jerusalem und den Tempel, der die J\u00fcnger beeindruckt hat, hinunter. Der Sp\u00e4tfr\u00fchlingswind trieb die Bl\u00e4tter und die Zweige der B\u00e4ume hin und her. Nachmittagsm\u00fcdigkeit \u00fcberw\u00e4ltigte die J\u00fcnger allm\u00e4hlich. Dennoch war die Spannung hoch, weil Jesus \u00fcber die Endzeit sprach.<\/p>\n<p>Jesus sah einen Feigenbaum. F\u00fcr die Juden waren B\u00e4ume nicht nur Lieferanten von Brennholz, sondern auch Hinweis auf die Jahreszeiten. Der Feigenbaum vor Jesu Augen war ganz mit Bl\u00e4ttern bedeckt, und seine Feigen waren unter seinen Bl\u00e4ttern versteckt. Jesus sagte: \u201eAn dem Feigenbaum lernt ein Gleichnis: wenn seine Zweige jetzt saftig werden und Bl\u00e4tter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Aufgrund der Ver\u00e4nderungen am Feigenbaum bereiten sich die Juden auf den hei\u00dfen Sommer vor. Der Feigenbaum ist der Vorbote des Kommens des Sommers. <em><strong>\u201eEbenso auch: wenn ihr das alles seht, so wi\u00dft, da\u00df er nahe vor der T\u00fcr ist.\u201c<\/strong><\/em> Im Vers 33 sprach Jesus \u00fcber die Endzeit. Wenn die Geschehnisse, die er im ersten Teil angesprochen hat, verwirklicht werden, dann hei\u00dft das auf gut Deutsch \u201ees ist so weit.\u201c  Das Voranschreiten der Endzeit ist f\u00fcr jeden bemerkbar, wie der Sommer durch den Feigenbaum erkennbar ist. Das Kommen Jesu soll kein Geheimnis bleiben, sondern f\u00fcr jeden ist es erkennbar, dass er nahe vor der T\u00fcr steht. Jesus erw\u00e4hnte hier kein genaues Datum, sondern spricht nur \u00fcber das N\u00e4herr\u00fccken des Tages.<\/p>\n<p>In dieser Woche verfolgten viele die Vorstellung des I-Phone 5. Ein Smartphone, welches das menschliche Leben auf eine andere Ebene stellt, ist neu herausgebracht worden! Tats\u00e4chlich ist unser Leben durch die Entwicklung der Technik viel ver\u00e4ndert und angenehmer geworden. Daher achten wir mit Hoffnung darauf, was als n\u00e4chstes kommt, nachdem I-Phone 1, 2, 3, 4, 4s und I-Phone 5 gebaut wurden. Vielleicht erwarten wir, dass die Reihe von I-Phone 6, 7, 8 unendlich fortgesetzt w\u00fcrde. Ein Artikel im \u201eSpiegel\u201c fragte danach \u201c<em>Kann das denn ewig so weitergehen? Kann Apple einfach alle ein, zwei Jahre ein neues Smartphone auf den Markt bringen, dazwischen mal ein neues Tablet und ein paar Laptops, und damit weiterhin immer noch mehr Geld verdienen?\u201c <\/em>Was sagt Jesus dazu? Betrachten wir die Versen 34.35<\/p>\n<p>\u201e<em><strong>Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.\u201e<\/strong><\/em> Menschen sind nicht f\u00e4hig, die Wiederkunft Jesu zu stoppen. Himmel und Erde und alle Technologien, Kulturen und Ideologien, die darauf gebaut sind, werden vergehen. Samsung Galaxy Reihe und Apple I-Phone haben sicher ein Ende. Was aber wird nicht vergehen? Jesu Wort! Sein Wort hat eine ewige G\u00fcltigkeit und zuverl\u00e4ssig ist sein Wort. Dieses Wort besagt, dass das Kommen Jesu die Lehre und das Wort Jesu als Wahrheit klar erweist. Spekulationen, was die n\u00e4chste Hightechentwicklung sein k\u00f6nnte, die uns Annehmlichkeit und Gewinn bringt, haben damit ein Ende.<\/p>\n<p>Vielleicht sind die J\u00fcnger und auch wir selbst zu sehr darauf fixiert, etwas \u00fcber den Zeitpunkt der Wiederkunft zu wissen. Nach Jesu Wort m\u00fcssen wir fragen: \u201eWas kommt danach und wie wird unser Leben danach aussehen?\u201c Wir leben heute hier in dieser Welt durch die schon in der Schule erworbenen Techniken. Im Himmelreich werden wir aber durch Jesu Wort leben. Jesus zitierte ein Wort aus 5.Mose 8,3, als er von Satan versucht wurde, Steine zu Brot zu machen: <em><strong>\u201eDer Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.\u201c<\/strong><\/em> Jesus half seinen J\u00fcngern, zu lernen aus Gehorsam und aus Glauben an sein Wort zu leben. Jesu Wort, das wir pers\u00f6nlich empfangen haben, bleibt weiter in uns und Jesu Wort unterst\u00fctzt uns weiter in unserem Leben im Himmelreich. Stellt Euch mal vor, \u201eMein Jahres- und Lebensleitwort begleiten mich auch im Himmelreich.\u201c Dann bin ich im Himmel \u201eEin Vater vieler V\u00f6lker im Himmel!\u201c<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 36. <em><strong>\u201eVon dem Tage aber und von der Stunde wei\u00df niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.\u201c<\/strong><\/em> Wir wissen, dass die Zeit nahe ist, aber wir wissen den genauen Tag nicht. Den Tag zu bestimmen erkl\u00e4rte Gott zur Chefsache. Das Bestimmungsrecht unterliegt sicher seiner Souver\u00e4nit\u00e4t. Dennoch wird Gott den Tag nicht nach seiner Willk\u00fcr bestimmen. Jesus sagt im Vers 22 <em><strong>\u201eUnd wenn diese Tage nicht verk\u00fcrzt w\u00fcrden, so w\u00fcrde kein Mensch selig werden; aber um der Auserw\u00e4hlten willen werden diese Tage verk\u00fcrzt.\u201c<\/strong><\/em> Gott reguliert die L\u00e4nge der Bedr\u00e4ngnisse um der Christen willen. Wenn M. Ester zu sehr seufzt, wird Gott die Tage verk\u00fcrzen. Wenn M. Grace im Gebet f\u00fcr Priska beharrlich ist, verl\u00e4ngert er sie, bis ihr Gebet erh\u00f6rt ist. Das hei\u00dft aber nicht, dass er nie kommen w\u00fcrde. Niemand kann diesen Plan blockieren. Der souver\u00e4ne Herr hat beschlossen, dass Jesus als Richter wiederkommt. Jesus veranschaulicht seinen J\u00fcngern sein Kommen durch die Tagen Noahs.<\/p>\n<p>Wie war\u00b4s in den Tagen Noahs? Betrachten wir die Verse 38.39 <em><strong>\u201eDenn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut &#8211; sie a\u00dfen, sie tranken, sie heirateten und lie\u00dfen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin -, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns.\u201c<\/strong><\/em> Jesus fasste die Zeit Noahs zusammen mit dem Wort: \u201esie a\u00dfen, sie tranken, sie heirateten und lie\u00dfen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging\u201c Was besagt das?<\/p>\n<p>Erstens, Es gibt ein Ende. In 1. Mose 6,13 k\u00fcndete Gott Noah: <em><strong>\u201eDa sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde.\u201c<\/strong><\/em> Es war eine beschlossene Sache, dass Gott die verdorbenen Menschen vertilgen wollte. Daraufhin bereitete Noah die Arche vor. Die Menschen in Noahs Zeit a\u00dfen und tranken. Noah und seine Kinder haben nat\u00fcrlich gegessen und getrunken. Konsum und Genuss waren und ist an der Tagesordnung des menschlichen Lebens bis heute. Obwohl sich ihr t\u00e4gliches Leben nicht unterschied, wurde die S\u00f6hne Noahs errettet und die andern nicht. In den Versen 38.39 steht, \u201e<em><strong>sie a\u00dfen, sie tranken, sie heirateten und lie\u00dfen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging.\u201c \u201esie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam <\/strong><\/em>Sie setzten keine Grenze. Noahs Familie gingen in die Arche, als sie Gottes Stimme h\u00f6rten, w\u00e4hrend die andern Menschen weiter von ihrem Lebensgenuss trunken waren. Als es regnete, achten sie nicht darauf, weil es trotz Regen und \u00dcberschwemmungen immer einen n\u00e4chsten Tag gab, an dem sie wieder wie fr\u00fcher lebten. Die Menschen in Noahs Zeit dachten, dass ihr Genuss und Konsum ohne Ende weiter bestehen w\u00fcrde. Sie ignorierten Gottes Beschluss, ein Ende zu machen. Wie es einen Anfang gibt, kommt auch ein Ende. Das ist bei Gott beschlossene Sache.<\/p>\n<p>Zweitens, Gott ist der Herr. Ihre Unachtsamkeit beruht darauf, dass sie Gott ganz und gar vergessen und ohne besondere Gedanken nach ihre Laune und Gef\u00fchle  ihr Leben gef\u00fchrt haben. Sie verga\u00dfen das Sch\u00f6pfungsziel Gottes. Sie dachten, dass ihr Leben allein ihnen geh\u00f6ren w\u00fcrde. Sie waren selbst ihr eigener Herr, w\u00e4hrend Noah alles tat, was ihm Gott gebot. Noah ehrte Gott, indem er sein Wort h\u00f6her achtete, als seine eigene Stimme.<\/p>\n<p>Jesus sprach zu seinen J\u00fcngern weiter: <em><strong>\u201eDann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben. Zwei Frauen werden mahlen mit der M\u00fchle; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben.\u201c<\/strong><\/em> Jesus nannte zwei reale Beispiele, die zu dem Zeitpunkt von Jesu Kommen geschehen werden. Zwei M\u00e4nner auf dem Feld d\u00fcrften heute Bauern sein oder vielleicht auch Angestellte oder Arbeiter. Sie besch\u00e4ftigen sich damit, f\u00fcr die Familie Geld zu verdienen oder f\u00fcr die gute Ernte zu arbeiten, indem sie am Schreibtisch sitzen, oder am Computer oder mit den Kunden telefonieren. Zwei Frauen, die mit der M\u00fchle mahlen, k\u00f6nnten heute Hausfrauen sein, die f\u00fcr die Kinder oder f\u00fcr den Ehemann Abendessen zubereiten. Eine backt einen Kuchen oder eine schneidet auf einem Brett Gem\u00fcse. Ihre T\u00e4tigkeiten sind gleich. Aber ihr Ende ist ganz unterschiedlich. Woran liegt das?<\/p>\n<p>Lesen wir den Vers 42. <em><strong>\u201eDarum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer <\/strong><\/em><em><strong>Herr<\/strong><\/em><em><strong> kommt.\u201c<\/strong><\/em> Jesus gab seinen J\u00fcngern schlussfolgernd ein Wort: \u201eWachet!\u201c Hier ist mit \u201eWachen!\u201c sicherlich nicht gemeint, dass wir die ganze Zeit die Augen ge\u00f6ffnet halten m\u00fcssen. Wachen ist ein Zustand, sehr aufmerksam auf jemanden zu warten oder auf etwas aufzupassen. Sie sollen auf die Wiederkunft Jesu warten.<\/p>\n<p>Nachdem Jesus \u00fcber die Zerst\u00f6rung des Tempels gesprochen hatte, fragten sie danach: Wann und was ist das Zeichen daf\u00fcr? Jesus sprach hier nicht dar\u00fcber, wann er wiederkommt, sondern wie sie leben sollten. Wachsam auf das Kommen Jesu zu warten   funktioniert weder durch Fr\u00fchwarnsystem noch durch einen gl\u00fccklichen Zufall. Ein Hausvater k\u00f6nnte durch \u00dcberwachung rund um die Uhr ein Verbrechen zu Hause vermeiden. Funktioniert das aber 100%ig sicher? Wenn es jemandem gelingen w\u00fcrde, h\u00e4tte Jesus im Vers 44 nicht gesagt:  <em><strong>\u201eDarum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr&#8217;s nicht meint.\u201c <\/strong><\/em>Jesus betonte hier wiederum \u201ebereit zu sein\u201c. Wie sollen wir leben?<\/p>\n<p>Wir leben in einer Welt, wo Materialismus herrscht. Wir sind oft von Geld abh\u00e4ngig. Daher sind wir sehr empfindlich und verletzlich vom Preis der G\u00fcter und von Knappheit an Material. Wenn ich an der Tankstelle Benzinpreise \u00fcber 1\u20ac 70 sehe, sage ich mir, dass ich vor 2 Jahren f\u00fcr 1\u20ac 30 getankt habe.<\/p>\n<p>Doch herrscht diese Welt nicht nur Mammon allein, sondern der Heilige Geist wirkt unter uns. Wir sind durch seine Hilfe im Geist wiedergeboren. Wir merken, dass er die Herzen der anvertrauten Menschen lehrt und bewegt. Wenn ich denke, dass mein Herz vom Wort nicht ber\u00fchrt wird, hei\u00dft das sicher nicht, dass es den Heiligen Geist nicht gibt. Er ist bei den andern Menschen am Werk. Wenn er nicht aktiv in Deutschland ist, hei\u00dft das nicht, dass er schl\u00e4ft, sondern er wirkt in Afrika oder in Russland. Wir sollen nicht nur f\u00fcr den Benzinpreis oder Br\u00f6tchenpreis sensibel sein, sondern f\u00fcr die Wirksamkeit des Heiligen Geistes.<\/p>\n<p>Ich sehe, dass der Heilige Geist in Deutschland ein neues Werk tut, n\u00e4mlich dass er die deutschen Hirten als geistliche Leiter aufstellt. Vor 20 Jahren haben die Missionare  daf\u00fcr beharrlich gebetet. Wenn ein Bibelsch\u00fcler kommt, haben wir mit seinem Namen daf\u00fcr gebetet, obwohl er nur ein Mal Bibelstudium gemacht hat. Dieses gro\u00dfartige Werk bringt der Heilige Geist zustande. Ich bin Gott pers\u00f6nlich sehr dankbar, dass er unter uns m\u00e4chtig wirkt.<\/p>\n<p>Durch die Wachsamkeit und Bereitschaft  f\u00fcr die Wirksamkeit des Heiligen Geistes d\u00fcrfen wir verfolgen, wie Gott sowohl in der Vergangenheit, als auch jetzt und in der Zukunft wirkt. Wir sind in dieser Hinsicht die Aktion\u00e4re f\u00fcr das Himmelreich.<\/p>\n<ol>\n<li>Wer \tist der treue und kluge Knecht? (45-51)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Lesen wir gemeinsam den Vers 45. <em><strong>\u201eWer ist nun der treue und kluge Knecht, den der <\/strong><\/em><em><strong>Herr<\/strong><\/em><em><strong> \u00fcber seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe?\u201c<\/strong><\/em> Ein treuer und kluger Knecht ist eine beauftragte Person, die selbst\u00e4ndig Verantwortung f\u00fcr einige Menschen tr\u00e4gt. Ihm ist seine Aufgabe bewusst, dass er nach den Bed\u00fcrfnissen der andern aufmerksam forscht und merkt, wann die rechte Zeit ist, ihnen Essen zu geben. Obwohl der Herr abwesend ist,  tut er seinen Dienst freiwillig und herzlich.<\/p>\n<p>Wer ist  nun der treue und kluge Knecht? Josef im 1. Buch Mose war ein treuer und kluger Knecht. Wegen seines schicksalhaften Lebens h\u00e4tte er in der Knechtschaft und im Gef\u00e4ngnis mit Murren und Klagen sein Leben vergeuden k\u00f6nnen. Stattdessen arbeitete er als Knecht treu und  k\u00fcmmerte im Gef\u00e4ngnis um seine Mitgefangenen. Wie weit wurde er erh\u00f6ht! Er wurde \u00fcber das Haus des Pharao und \u00fcber \u00c4gypten gesetzt, so dass durch ihn sowohl die \u00c4gypter und als auch die Israeliten vor der Hungersnot errettet wurden.<\/p>\n<p>Dieser treue und kluge Knecht im Text war so sehr mit dem Auftrag besch\u00e4ftigt, dass er nicht merkte, dass der Herr kam und ihn beobachtete. <em><strong>\u201eSelig ist der Knecht, den sein <\/strong><\/em><em><strong>Herr<\/strong><\/em><em><strong>, wenn er kommt, das tun sieht. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn \u00fcber alle seine G\u00fcter setzen.\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Dagegen denkt ein b\u00f6ser Knecht ganz anders. Obwohl er vom Herrn denselben Auftrag bekam, denkt er: <em><strong>\u201eMein <\/strong><\/em><em><strong>Herr<\/strong><\/em><em><strong> kommt noch lange nicht\u201c. \u201eEr kommt gar nicht. Nein, er kommt nie!\u201c <\/strong><\/em>Er tut, als ob er selbst als Herr \u00fcber alles nach seinen eigenen Gedanken handeln k\u00f6nnte,und f\u00e4ngt an, seine Mitknechte zu schlagen, isst und trinkt mit den Betrunkenen, wie er will. Wann kommt der Herr? Vers 50 <em><strong>\u201edann wird der <\/strong><\/em><em><strong>Herr<\/strong><\/em><em><strong> dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er&#8217;s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt\u201c<\/strong><\/em> Er w\u00fcrde davon v\u00f6llig \u00fcberrascht, dass der Herr tats\u00e4chlich kommt. Sein Lohn w\u00fcrde ziemlich mager und bitter sein.<\/p>\n<p>Im heutigen Text betont Jesus die Tatsache, dass er kommt. Es ist von Gott fest beschlossen, dass er seinen Sohn als Richter in die Welt senden wird. Den Tag zu spekulieren oder genau zu erkunden, scheinen sinnlos zu sein, weil Gott uns ihn nicht klar verk\u00fcndigt hat. Doch sollen die Wachsamkeit und Bereitschaft unser Leben heute bestimmen, so dass wir als treuer und kluger Knecht vom Herrn gefunden werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich pers\u00f6nlich hei\u00dft das, nach dem Wort aus 1. Petr 2,9 zu leben. <em><strong>\u201eIhr aber seid das auserw\u00e4hlte Geschlecht, die k\u00f6nigliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verk\u00fcndigen sollt, die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht\u201c<\/strong><\/em> Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mich von den Einfl\u00fcssen der materialistisch orientierten Welt und der egozentrischen Gesellschaft bewahrt hat. Durch das Hirtenleben in der Unizeit und durch mein Missionsleben in der Berufszeit erzog Gott mich, f\u00fcr die anvertrauten Menschen zu leben und f\u00fcr diese Generation zu beten. Er formte und formt mich zu seinem brauchbaren Knecht. Mein Anliegen ist, dass ich f\u00fcr das Erl\u00f6sungswerk gebraucht werde, bis er wiederkommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Darum wachet! \u201eDarum wachet; denn ihr wi\u00dft nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.\u201c Mt 24,42 Wisst ihr, wer unter uns sehns\u00fcchtig auf die Zeit achtet? Am 25. Oktober 2012 um 18:50 Das ist die Zeit des Kommens. Er wartet und wartet und schaut auf den Kalender und auf die Uhr. 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