{"id":2143,"date":"2012-08-20T22:03:36","date_gmt":"2012-08-20T21:03:36","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2143"},"modified":"2022-11-18T12:23:43","modified_gmt":"2022-11-18T11:23:43","slug":"predigt-matthaus-211-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-211-14\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 21,1 &#8211; 14"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/P11Mt21-0114.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Die k\u00f6nigliche Hochzeit<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Das Himmelreich gleicht einem K\u00f6nig, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(22)<\/p>\n<p>Seit seinem vollm\u00e4chtigen Auftritt im Tempel \u2013 Jesus hatte ihn energisch gereinigt und anschlie\u00dfend Blinde und Lahme geheilt \u2013 stellten ihn die religi\u00f6sen Oberen zur Rede. Sie stellten Fragen, deren Antworten auf der Hand lag. Jesus hatte sich als Christus offenbart und das Himmelreich hatte durch ihn begonnen. Doch diese Botschaft prallte an den Oberen ab, wie ein Ball, den man gegen die Mauer wirft. Mit mehreren Gleichnissen hatte Jesus ihnen helfen wollen. Doch sie verh\u00e4rteten ihr Herz. Ein weiteres Mal bem\u00fchte sich Jesus, mit einem Gleichnis, das verstockte Herz seiner M\u00f6rder zu erreichen. Dieses Mal malte ihnen Jesus das Himmelreich vor Augen. Lasst uns versuchen zu verstehen, wie bedeutend das Himmelreich f\u00fcr uns alle ist und welche Freude wir deswegen haben k\u00f6nnen. M\u00f6ge Jesu Gleichnis unsere Herzen erreichen und erobern. Sein guter Wille geschehe in uns.<\/p>\n<p><strong>Teil I\tKommt zur Hochzeit (1-10)<\/strong><\/p>\n<p>Mit welchen Worten leitete Jesus das heutige Gleichnis ein? Vers 2 lautet: <strong>\u201eDas Himmelreich gleicht einem K\u00f6nig, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.\u201c<\/strong> Jesus wollte \u00fcber das Himmelreich sprechen. Die Oberen sollten in die geistliche Welt eintauchen. Sie sollten das Himmelreich kennen lernen und mit Freude erf\u00fcllt werden. Ihr unseliges Dasein sollte sich ver\u00e4ndern. Ihre verkehrte Lebensweise, ihr verstocktes Herz und ihre heuchlerische und mordlustige Haltung sollten sich verwandeln und mit himmlischer Freude erf\u00fcllt werden. Wir sehen Jesu Herzensanliegen, sogar f\u00fcr Menschen wie die Hohepriester und Schriftgelehrten, die ihm bald unaussprechliches Leid bereiten w\u00fcrden. Jesu Liebe kennt keine Grenzen. Er m\u00f6chte jeden erreichen.<\/p>\n<p>Wem gleicht das Himmelreich? <strong>\u201eDas Himmelreich gleicht einem K\u00f6nig, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.\u201c<\/strong> Jesus erkl\u00e4rt das Himmelreich durch eine k\u00f6nigliche Hochzeit. Eine Hochzeit an sich ist nicht nur ein sch\u00f6nes, sondern ein besonderes Ereignis. Der eheliche Bund l\u00e4sst eine neue Familie entstehen, die den Segen Gottes tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Der so genannte wichtigste Tag im Leben kann nat\u00fcrlich sehr unterschiedlich gefeiert werden, z.B. eher schlicht, im kleineren Kreis oder gr\u00f6\u00dfer und pomp\u00f6ser. Eine k\u00f6nigliche Hochzeit hat nat\u00fcrlich eine v\u00f6llig andere Dimension. Denn nicht irgendwer heiratet, sondern der Kronprinz.<\/p>\n<p>Letztes Jahr heirateten Prince William und Kate im Westminster Abbey. Es war unter anderem auch ein mediales Spektakel. Obwohl wir nie Teil des Commonwealth\u2018s gewesen sind, wurde Tag f\u00fcr Tag und Woche f\u00fcr Woche dar\u00fcber berichtet und viele waren vom royalen Fieber erfasst. Wir k\u00f6nnen uns also vorstellen, wie bedeutend eine k\u00f6nigliche Hochzeit ist, vor allem f\u00fcr das eigene Volk.<\/p>\n<p>Und die G\u00e4steliste war \u00e4u\u00dferst exklusiv. Unheimlich viele G\u00e4ste stammten aus dem britischen Adel, Lords, Dukes, Earls und die von der Queen zum Ritter geschlagen waren. Ca. 4 Dutzend G\u00e4ste stammten aus anderen K\u00f6nigsh\u00e4usern. Viele andere waren prominente Musiker, Sportler oder Schauspieler. Ansonsten durften nur enge Freunde und Angeh\u00f6rige teilnehmen. Wie gesagt, alles hoch exklusiv. Eingeladen zu werden war eine gro\u00dfe Ehre und Anerkennung. Unz\u00e4hlige h\u00e4tten gerne teilgenommen, waren aber nicht zugelassen.<\/p>\n<p>K\u00f6nnt ihr euch vorstellen, wie es w\u00e4re, von der Queen eingeladen zu werden? Wenn die Queen bspw. die ganze Gemeinde UBF-Heidelberg eingeladen h\u00e4tte und wir unsere Urlaubswoche im Backingham Palace verbracht h\u00e4tten? Das w\u00e4re sicher eine unvergessliche Sensation.<\/p>\n<p>Was sagt unser Text \u00fcber die eingeladenen G\u00e4ste im Gleichnis Jesu? Vers 3: <strong>\u201eUnd er sandte seine Knechte aus, die G\u00e4ste zur Hochzeit zu laden; doch sie wollten nicht kommen.\u201c<\/strong> Es war Zeit, die Hochzeit stand an und viele hatten das Privileg, teilnehmen zu d\u00fcrfen. Der K\u00f6nig hatte sie pers\u00f6nlich eingeladen. Doch nun, als die Hochzeit stattfinden sollte, war niemand gekommen. Das ist kaum vorstellbar, nicht wahr? Welch ein Affront gegen den K\u00f6nig und das K\u00f6nigshaus. Eine beispiellose Frechheit. Die Queen w\u00e4re sicher not amused\u2026<\/p>\n<p>Wer kann sich vorstellen, wie sich der K\u00f6nig gef\u00fchlt haben muss? Es war das wichtigste, landesweite Ereignis, ein Freudenfest auf h\u00f6chstem Niveau&#8230; zu dem allerdings niemand erschien.<\/p>\n<p>Was tat der K\u00f6nig nach diesem skandal\u00f6sen Vorfall? Betrachten wir Vers 4: <strong>\u201eAbermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den G\u00e4sten: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der K\u00f6nig reagierte. Doch wir finden in seiner Reaktion keine Spur von Verbitterung. Stattdessen optimierte er seine Einladung und sandte andere Knechte, die ausf\u00fchrten, welche Vorbereitungen der K\u00f6nig bereits getroffen hatte. Die Mahlzeit war bereitet! Ochsen und Mastvieh waren geschlachtet. Alles stand bereit! <strong>\u201eKommt zur Hochzeit!\u201c<\/strong> riefen sie. Der K\u00f6nig wollte das bedeutende Ereignis nicht alleine feiern. Auf seine Kosten hatte er eine pr\u00e4chtige Feier organisiert. Ein Festessen. Sie sollten essen und trinken und mit ihm fr\u00f6hlich sein.<\/p>\n<p>An dieser Stelle k\u00f6nnen wir uns Gedanken \u00fcber das Himmelreich machen, das Jesus den Oberen vorstellte. Von der Queen eingeladen zu werden, ist gro\u00dfartig. Doch nichts kann die Einladung Gottes in das Himmelreich toppen! Was ist wichtiger als das Himmelreich? Wo kann es uns besser gehen? Wo sind wir besser aufgehoben, als beim K\u00f6nig und seinem Sohn? Und das nicht nur f\u00fcr einen Tag. Der Mensch sehnt sich nach der Ewigkeit, nach der Verbundenheit mit der Gottheit, nach Gemeinschaft auf h\u00f6chster Instanz. Nach Erf\u00fcllung und wahrer Freude. Wo ist unsere Freude gr\u00f6\u00dfer als im Himmelreich, wo Gottes Heiligkeit und Herrlichkeit heller strahlen als jeder Stern? Und diese Freude m\u00f6chte Gott uns nicht vorenthalten, sondern mit uns teilen.<\/p>\n<p>Wie gingen aber die G\u00e4ste mit der optimierten Einladung des K\u00f6nigs um? Vers 5: <strong>\u201eAber sie verachteten das und gingen weg, einer auf seinen Acker, der andere an sein Gesch\u00e4ft.\u201c<\/strong> Nicht irgendwer, sondern die eingeladenen G\u00e4ste verachteten die k\u00f6nigliche Hochzeit. Und sie zeigten ihre Verachtung, indem sie allt\u00e4glichen Dingen nachgingen; der eine ging auf seinen Acker und der andere an sein Gesch\u00e4ft. K\u00f6nnt ihr euch vorstellen, was hier vor sich ging? Das gr\u00f6\u00dfte Fest ihres Lebens war bereitet. Das Essen angerichtet. Sie mussten nur kommen. Doch anstatt zu kommen, gingen sie. Der eine auf den Acker und der andere ins Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re schlimm genug, wenn ihnen der K\u00f6nig gleichg\u00fcltig gewesen w\u00e4re. Doch wie weit ging ihre Verachtung? Vers 6: <strong>\u201eEinige aber ergriffen seine Knechte, verh\u00f6hnten und t\u00f6teten sie.\u201c<\/strong> Wir finden extreme Gegens\u00e4tze, die aufeinander prallten. Auf der einen Seite finden wir die G\u00fcte des K\u00f6nigs und seine Absicht Gutes zu tun und zwar selbst dann als seine G\u00e4ste nicht kamen und ihn verachteten. Auf der anderen Seite sehen wir die Unverfrorenheit der G\u00e4ste, ihre Verachtung und letztendlich ihre Mordlust.<\/p>\n<p>Jesus richtete dieses Gleichnis nicht zuf\u00e4llig an die Hohenpriester und Schriftgelehrten, sondern sehr gezielt. \u00dcber die ganze israelische Geschichte hinweg hatte Gott seine Propheten zum Volk geschickt. Doch viele mussten ihr Leben lassen, weil das Volk ihren Gott verachtete. Dennoch erwies ihnen Gott Geduld und streckte immer und immer wieder, t\u00e4glich seine Arme nach ihnen aus. Doch auch Johannes den T\u00e4ufer hatten sie nicht angenommen und nun lehnten sie sogar Jesus ab und w\u00fcrden ihn bald umbringen lassen. Das war ihre Antwort auf Gottes geduldiges Herz, das sehns\u00fcchtig f\u00fcr sie schlug.<\/p>\n<p>Was tat der K\u00f6nig im Text? Blieb er tatenlos? Betrachten wir Vers 7: <strong>\u201eDa wurde der K\u00f6nig zornig und schickte seine Heere aus und brachte diese M\u00f6rder um und z\u00fcndete ihre Stadt an\u201c<\/strong>. Der K\u00f6nig vollstreckte das Gericht \u00fcber die M\u00f6rder seiner Knechte.<\/p>\n<p>So w\u00fcrde es auch den Oberen widerfahren. Bereits im Kapitel 4 hatte Jesus angefangen zu predigen: <strong>\u201eTut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!\u201c<\/strong> (17) Das war Jesu Einladungsschreiben f\u00fcr das Himmelreich. Sie h\u00e4tten annehmen sollen. Das Himmelreich h\u00e4tte ihnen gro\u00dfe Freude bereitet. Mit vielen Gleichnissen suchte Jesus sie in das Himmelreich einzuladen. Doch stattdessen wandelten sie auf dem Pfad ihrer V\u00e4ter und zogen schlie\u00dflich Gottes Gericht auf sich. Das Gericht des K\u00f6nigs war eine Prophezeiung des baldigen Gerichts durch die R\u00f6mer. Sie w\u00fcrden kommen und die Bewohner t\u00f6ten und Jerusalem in Schutt und Asche legen; ein schreckliches Gericht.<\/p>\n<p>War die k\u00f6nigliche Hochzeit geplatzt? Wurde das erfreuliche Ereignis zum Trauerspiel? Betrachten wir Verse 8 und 9: <strong>\u201eDann sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit aber die G\u00e4ste waren\u2019s nicht wert. Darum geht hinaus auf die Stra\u00dfen und ladet zur Hochzeit ein, wen ihr findet.\u201c<\/strong> Trotz des Debakels mit den G\u00e4sten hatte die Hochzeit nicht an Bedeutung verloren. Sie war bereit und sollte zum Freudenfest werden, nur eben mit anderen G\u00e4sten. Weil sich die privilegierten G\u00e4ste als unw\u00fcrdig erwiesen hatten, sollten die Knechte hingehen und zur Hochzeit einladen, wen sie auf der Stra\u00dfe fanden.<\/p>\n<p>Seine Knechte hatten bislang keine leichte Aufgabe. Sie waren verachtet worden. Sie waren sogar angegriffen und get\u00f6tet worden. Was taten sie dennoch? Vers 10: <strong>\u201eUnd die Knechte gingen auf die Stra\u00dfen hinaus und brachten zusammen, wen sie fanden, B\u00f6se und Gute; und die Tische wurden alle voll.\u201c<\/strong> Die Knechte befolgten die Anweisung ihres Herrn. Wie ihnen befohlen, gingen sie hin und brachten zusammen, wen immer sie vorfangen. B\u00f6se und Gute! Gerade dadurch wird ihre Treue deutlich, denn der K\u00f6nig hatte befolgen: <strong>\u201ewen ihr findet\u201c<\/strong>.<\/p>\n<p>Nicht nur die Treue der Knechte wird deutlich, sondern vor allem auch die G\u00fcte des K\u00f6nigs. Welcher K\u00f6nig l\u00e4dt die einfachsten Menschen zur Hochzeit seines Sohnes ein, sogar die B\u00f6sen, mit denen sonst niemand etwas unternehmen m\u00f6chte? Doch die Unw\u00fcrdigkeit der privilegierten G\u00e4ste wurde zur historischen Gelegenheit f\u00fcr alle nicht Privilegierten.<\/p>\n<p>Das j\u00fcdische Volk, an deren Spitze die religi\u00f6sen Oberen wie die Hohenpriester, Schriftgelehrte und Pharis\u00e4er standen, war unter allen V\u00f6lkern berufen, ein Leben im Reich Gottes zu f\u00fchren. Tragischer weise verachteten sie ihren eigenen Messias und lie\u00dfen ihn t\u00f6ten. Sie boykottierten das Himmelreich und zogen Gottes Gericht auf sich. Doch das Himmelreich sollte nicht leer bleiben, es hatte auch kein Bisschen an Bedeutung verloren. Gott wollte nach wie vor seine Freude mit anderen teilen. Anstatt die Tore des Himmelreichs f\u00fcr immer zu schlie\u00dfen, wurden sie f\u00fcr alle V\u00f6lker ge\u00f6ffnet. Es ist Gottes unfassbare Gnade, dass wir nun das Privileg haben, das Himmelreich zu bev\u00f6lkern. Uns ist ein Los zuteil geworden, das wir uns niemals verdient oder erkauft h\u00e4tten k\u00f6nnen. Wir sind Empf\u00e4nger der Gnade Gottes. Und Gott hat alles vorbereitet! Alles ist vollbracht. Ohne Eigenbeitrag d\u00fcrfen wir kommen und Gottes Freude teilen. Welchen Dank sind wir ihm verpflichtet!<\/p>\n<p><strong>Teil II\tDas hochzeitliche Gewandt (11-14)<\/strong><\/p>\n<p>Was fiel dem K\u00f6nig auf, als er sich seine G\u00e4ste anschaute? Verse 11 und 12: <strong>\u201eDa ging der K\u00f6nig hinein, sich die G\u00e4ste anzusehen, und sah da einen Menschen, der hatte kein hochzeitliches Gewand an, und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte\u201c<\/strong>. Dieser Dialog, der zu einem Monolog wurde, weil der Mensch verstummte, zeigt uns einiges \u00fcber das Himmelreich. Der K\u00f6nig verlangte sicher nicht, dass seine G\u00e4ste hochzeitliche Gew\u00e4nder besa\u00dfen oder mitbrachten. Zum einen waren sie gerade erst von der Stra\u00dfe aufgesammelt worden, zum anderen waren die meisten einfache Menschen, die nicht viel besa\u00dfen, um sich kostbare Gew\u00e4nder zu leisten. Vielmehr muss der K\u00f6nig, f\u00fcr den die Hochzeitskosten \u2013 im Gegensatz zu unsereins \u2013 \u00fcberhaupt keine Rolle spielten, feinste Hochzeitskleider f\u00fcr seine G\u00e4ste zur Verf\u00fcgung gestellt haben. Wir m\u00fcssen wirklich nichts beitragen, um im Himmelreich aufgenommen zu werden. Gott hat das Beste vorbereitet!<\/p>\n<p>Am Empfang legte jeder seine Kleider ab und zog k\u00f6nigliche Hochzeitskleidung an. Doch dieser Mann hatte es offenbar abgelehnt. Er wollte einfach nicht. Er hielt sich so wie er war v\u00f6llig in Ordnung. Seine Kleidung schien ihm gut genug zu sein. Sie entsprachen allerdings nicht den Anforderungen des K\u00f6nigs!<\/p>\n<p>Dieser h\u00e4tte ihn sofort hinauswerfen k\u00f6nnen, doch das tat er nicht. Er h\u00e4tte ihn auch sehr unfreundlich zur Rede stellen k\u00f6nnen. Stattdessen sprach er den wildfremden Menschen, der ihn mit seiner Kleiderordnung beleidigt hatte, sehr h\u00f6flich mit \u201eFreund\u201c an. Das ist einfach unglaublich! Der K\u00f6nig gab ihm die Gelegenheit, sich anders zu entscheiden und seine Kleider doch noch zu wechseln. Doch dieser Mensch reagierte nicht, sondern verstummte. Und so kam es, wie es kommen musste: <strong>\u201eDa sprach der K\u00f6nig zu seinen Dienern: Binde ihm die H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe und werft ihn in die Finsternis hinaus! Da wird Heulen und Z\u00e4hneklappern sein.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Was wollte Jesus den Oberen damit vermitteln? Mit Jesus brach das Himmelreich an. Durch Bu\u00dfe und Glauben konnten allerlei Menschen hineingelangen. Das wird durch das Ausziehen der eigenen Kleidung symbolisiert. Die eigene Kleidung erf\u00fcllt die Anspr\u00fcche des Himmelreichs nicht. Von mir aus bin ich nicht w\u00fcrdig, ins Himmelreich eingelassen zu werden. Ich muss ablegen, was mich bislang umgeben hat und anziehen, was mir der K\u00f6nig f\u00fcr die Hochzeit gibt. Was gibt mir Gott, damit ich ein fr\u00f6hliches Fest im Himmelreich feiern kann?<\/p>\n<p>Im Galaterbrief hei\u00dft es: <strong>\u201eDenn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.\u201c<\/strong> (Gal. 3,26.27) Haben wir Christus angezogen, sind wir w\u00fcrdig, am himmlischen Festbankett teilzunehmen. Haben wir Christus angezogen, k\u00f6nnen wir uns freuen, wie es in der Schrift hei\u00dft: <strong>\u201eIch freue mich im Herrn, und meine Seele ist fr\u00f6hlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Br\u00e4utigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt.\u201c<\/strong> (Jes 61,10) Gibt es eine gr\u00f6\u00dfere Herrlichkeit?<\/p>\n<p>Wie konnte der Mann im Gleichnis auf seine vergleichsweise sch\u00e4bige Kleidung beharren? Der R\u00f6merbrief dr\u00fcckt das Problem der Oberen folgenderma\u00dfen aus: <strong>\u201eDenn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und suchen ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten und sind so der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan.\u201c<\/strong> (R\u00f6m 10,3)<\/p>\n<p>Auf der einen Seite ist es unvorstellbar, dass Menschen auf ihre Selbstgerechtigkeit setzen, anstatt auf Christi Gerechtigkeit. Auf der anderen Seite ist diese Gefahr gegeben und sehr gro\u00df. Und sie f\u00fchrt Gottes Gericht mit sich. Auch am j\u00fcngsten Tag wird Heulen und Z\u00e4hneklappern sein, wenn die Tore des Himmelreichs f\u00fcr diejenigen geschlossen bleiben, die Christus nicht angezogen haben und sich selbst aus dem Himmelreich disqualifizieren.<\/p>\n<p>Mit welchen Worten schloss Christus das heutige Gleichnis ab? Vers 14: <strong>\u201eDenn viele sind berufen, aber wenige sind auserw\u00e4hlt.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das j\u00fcdische Volk wurde zuallererst berufen. Sie waren das heilige Volk. Als k\u00f6nigliche Priester sollten sie allen V\u00f6lkern den Weg ins Himmelreich weisen. Doch nicht alle, die berufen sind, nehmen diese Einladung auch an. So sind es verglichen mit der Zahl der Berufenen wenige, die auserw\u00e4hlt sind.<\/p>\n<p>Welche Gnade f\u00fcr dich und f\u00fcr mich, zu den Auserw\u00e4hlten geh\u00f6ren zu d\u00fcrfen! Das ist einfach gro\u00dfartig! Es ist von ewiger Bedeutung und mit ewiger Freude verbunden. Danken wir Gott f\u00fcr seine G\u00fcte in unserem Leben. Gott gebrauche uns daf\u00fcr, dass sich das Himmelreich weiter ausbreitet und viele umschlie\u00dft, bis unsere Freude eines Tages dadurch vollkommen sein wird, weil wir unserem K\u00f6nig und seinem Sohn von Angesicht zu Angesicht begegnen und anbeten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich danke Jesus, daf\u00fcr, dass er mir zeigt, wie wichtig das Leben im Himmelreich ist und wie phantastisch es ist, von Gott auserw\u00e4hlt worden zu sein, daran teilzuhaben und die unverg\u00e4ngliche Freude mit ihm zu teilen. In meinem Alltag, wenn mich Stress, Kopfschmerzen und M\u00fcdigkeit plagen, will ich mich an die Tatsache erinnern, dass ich von Gott auserw\u00e4hlt worden bin, mich in Ewigkeit an ihm und mit ihm zu erfreuen. Diese Gnade ist unfassbar gro\u00df. Ich will mich als w\u00fcrdigen Teilnehmer erweisen und lernen, meinem Gott t\u00e4glich f\u00fcr seine Gnade zu danken. M\u00f6ge das Himmelreich sich ausbreiten und Zufluchtsort f\u00fcr viele werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Die k\u00f6nigliche Hochzeit \u201eDas Himmelreich gleicht einem K\u00f6nig, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.\u201c (22) Seit seinem vollm\u00e4chtigen Auftritt im Tempel \u2013 Jesus hatte ihn energisch gereinigt und anschlie\u00dfend Blinde und Lahme geheilt \u2013 stellten ihn die religi\u00f6sen Oberen zur Rede. Sie stellten Fragen, deren Antworten auf der Hand lag. 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