{"id":2069,"date":"2012-06-17T22:47:37","date_gmt":"2012-06-17T21:47:37","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2069"},"modified":"2022-11-18T12:24:06","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:06","slug":"predigt-matthaus-191-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-191-15\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 19,1 &#8211; 15"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/P11Mt19-0115.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Heute geht es haupts\u00e4chlich um die Ehe. \u00dcber die Ehe kann man vieles sagen, nicht wahr? Vor allem diejenigen, die schon etwas l\u00e4nger verheiratet sind. Die Ehe kann f\u00fcr die einen ein Traum und f\u00fcr andere ein Alptraum sein. Ich bin zwar verheiratet, habe aber kaum Erfahrung in der Ehe. Mein bisheriges Eheleben bestand haupts\u00e4chlich aus den Flitterwochen. Kurz vor Ende unserer Flitterwochen sagte ich zu meiner Frau: \u201eIst das alles nur ein Traum oder Wirklichkeit?\u201c L\u00e4chelnd sagte sie: \u201eEin Traum, der 2 Wochen dauert?\u201c Dadurch erkannte ich Gottes unfassbare Gnade und Segen. M\u00f6gen die Ehen in unserer Gemeinde bzw. unsere zuk\u00fcnftigen Ehen, je nachdem ob wir verheiratet sind oder nicht, weder Traum noch Alptraum sein, sondern ein Traum, der Wirklichkeit wird. Dazu brauchen wir Jesu Wort. Lasst uns beten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Was Gott zusammengef\u00fcgt hat<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengef\u00fcgt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(19,6)<\/p>\n<p>Im heutigen Text wird Jesus zwar nicht mit sehr sch\u00f6nen Fragen konfrontiert aber er nutzt die Gelegenheit, um die Wahrheit \u00fcber die Ehe, Scheidung, Ehelosigkeit und Umgang mit Kindern zu lehren. Und vielleicht haben wir in unserer Zeit diese Wahrheit n\u00f6tiger als je zuvor. Welche Bedeutung hat die Ehe \u00fcberhaupt? Ist sie erstrebenswert? Welche Ziele hat sie? Ist die Scheidung legitim? Das sind Fragen, auf die unsere Gesellschaft keine klare Antwort zu geben vermag. Und leider nehmen sich auch immer mehr Christen ein Beispiel an der Welt und dem Zeitgeist und lassen sich verwirren und st\u00fcrzen sich ins Ungl\u00fcck. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, zu unserem Herrn Jesus zu kommen und genau zuzuh\u00f6ren, war er \u00fcber die Ehe zu sagen hat. M\u00f6ge Gottes Wille sich dadurch entfalten. M\u00f6ge Gottes Wort zum unfassbar gro\u00dfen Segen f\u00fcr uns werden. M\u00f6gen wir von einem jeden Wort leben, das aus dem Mund Gottes kommt.<\/p>\n<p><strong>Teil I\tWas Gott zusammengef\u00fcgt hat (1-12)<\/strong><\/p>\n<p>Welchen Weg schlug Jesus ein, nachdem er die rechte Lebensweise im Himmelreich gelehrt hatte? Betrachten wir Verse 1 und 2. Jesus verlie\u00df Galil\u00e4a endg\u00fcltig und reiste ein letztes Mal nach Jud\u00e4a. Wir kennen sein finales Ziel, die Stadt Jerusalem, der H\u00fcgel Golgatha. Bis zum Schluss k\u00fcmmerte er sich um die Menschen. Bis zum Schluss lehrte er das Evangelium und heilte die gro\u00dfe Menge, die ihm folgte. Schon bald w\u00fcrde Jesus aufgerichtet werden und unter Todesqualen das unbegreifliche Erl\u00f6sungswerk Gottes vollbringen.<\/p>\n<p>Von wem und auf welche Weise wurde Jesus in Jud\u00e4a empfangen? Vers 3a berichtet: <strong>\u201eDa traten Pharis\u00e4er zu ihm und versuchten ihn\u201c<\/strong>. Kaum angekommen, fingen die Versuchungen des Messias an. Mit einer kniffligen Frage wollten sie Jesus eine Falle stellen: <strong>\u201eIst\u2019s erlaubt, dass sich ein Mann aus irgendeinem Grund von seiner Frau scheidet?\u201c<\/strong> Diese Frage entsprang einer brandaktuellen theologischen Diskussion der damaligen Zeit. 2 f\u00fchrende Rabbis f\u00fchrten hitzige und kontroverse Diskussionen \u00fcber die Handhabung der Scheidung. Das konservative Lager sagte: \u201eMan darf sich nicht scheiden, es sei denn wegen Ehebruch.\u201c Das liberale Lager vertritt die Meinung: \u201eNein, man darf sich aus allen m\u00f6glichen Gr\u00fcnden scheiden lassen.\u201c (Also wenn das Essen nicht schmeckt oder man keine Lust mehr aufeinander hat).<\/p>\n<p>Wie beantwortete Jesus die Frage nach der Scheidung? Betrachten wir Vers 4: <strong>\u201eEr aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen\u201c<\/strong>. Welcher Tadel steckt in den Anfangsworten Jesu! \u201eIhr seid Pharis\u00e4er, Lehrer, Schriftgelehrte und philosophiert \u00fcber die Scheidung, ohne in die Schrift zu schauen und zu verstehen, was die Ehe \u00fcberhaupt bedeutet!?\u201c<\/p>\n<p>Die Handhabung der Ehe und ihre Aufl\u00f6sung sind sehr stark von der jeweiligen Zeit gepr\u00e4gt, in der wir leben und von der spezifischen Kultur, in der wir uns bewegen. Doch Jesus macht mit seinen Worten: <strong>\u201eHabt ihr nicht gelesen\u201c<\/strong> sehr klar deutlich, dass wir uns unter keinen Umst\u00e4nden von unserer Umgebung beeinflussen lassen sollen oder von eigenen Ideen und Vorstellungen. Denn was die Ehe angeht, m\u00fcssen wir zur\u00fcck zur Bibel.<\/p>\n<p>Was erfahren wir durch die Schrift \u00fcber die Ehe? <strong>\u201eDer im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau\u201c<\/strong>. Jesus lehrt die Bedeutung der Ehe, indem er zur\u00fcck schaut auf die Sch\u00f6pfung Gottes. Denn es war Gott, der Sch\u00f6pfer, der im Anfang nicht nur den Mann geschaffen hat, sondern auch die Frau. Gott schaute sich seine meisterhafte Sch\u00f6pfung an, Adam, den er nach seinem Bilde geschaffen hatte. Adam war zwar dankbar und flei\u00dfig und sehr nett zu allen Tieren und Pflanzen und freute sich Gott t\u00e4glich im Garten zu treffen&#8230; doch irgendwie fehlte ihm etwas&#8230;inmitten der Sch\u00f6pfung wirkte er irgendwie einsam&#8230;.die Pferde und V\u00f6gel verstanden eh kein Wort, das er sprach&#8230; und er wirkte irgendwie bedr\u00fcckt und ihm fehlte so die strahlende Freude. Adam aber beschwerte sich nicht, denn er wusste gar nicht dass ihm etwas fehlte. <strong>\u201eUnd Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.\u201c<\/strong> (1.Mose 2,18) Es war Gott, der Adams Defizit bemerkte und es war Gott, Gott allein, der sein Defizit beheben konnte. Und so schuf Gott ihm ein Gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Die Ehe ist also Teil der Sch\u00f6pfung Gottes. Sie ist keine menschliche Erfindung. Gott hat sich etwas dabei gedacht, als er den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat.<\/p>\n<p>Wie hilft uns Jesus weiter mit der Schrift? Betrachten wir Vers 5: <strong>\u201eund sprach:<\/strong> <strong>&gt;Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau h\u00e4ngen und die zwei werden ein Fleisch sein&lt;\u201c.<\/strong> Jesus lehrt durch die Schrift faszinierende Fakten \u00fcber die Ehe. Ab der Geburt ist die eigene Familie die engste Bindung im Leben des Menschen. Wir h\u00e4ngen an unsere Eltern. Es ist unvorstellbar f\u00fcr ein Kind, ohne seine Eltern leben zu m\u00fcssen. Doch die Dinge \u00e4ndern sich, sobald man heiratet. Sp\u00e4testens um zu heiraten werden die Eltern, die ein Leben lang f\u00fcr einen gesorgt haben, verlassen. Die alte engste Bindung wird aufgehoben. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum viele M\u00fctter auf Hochzeiten weinen. Wurden die Eltern verlassen, um die Ehe zu gr\u00fcnden, h\u00e4ngt man ab da seinem Ehepartner an und die zwei sind nicht mehr unabh\u00e4ngige Individuen, wie vor der Ehe, sondern ein Fleisch, eine neue engste Einheit, eine neue Familie, die durch die von Gott initiierte Ehe entsteht.<\/p>\n<p>Kurz vor unserer Hochzeit schrieb mir meine Frau: \u201eIch werde an dir kleben, wie ein St\u00fcck Kaugummi\u201c. Das war ihre Art zu sagen: \u201eWir werden ein Fleisch sein\u201c. Es w\u00e4re unheimlich peinlich f\u00fcr mich, mit meinen Eltern h\u00e4ndchenhaltend durch die Stadt zu laufen. Doch es war alles andere als peinlich, Arm in Arm und Hand mit Hand mit meiner Frau unterwegs zu sein.<\/p>\n<p>Was bedeutet es, ein Fleisch zu sein? Was wiederholt und betont Jesus in seiner Lehre? Lesen wir Vers 6: <strong>\u201eSo sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengef\u00fcgt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!\u201c<\/strong> Jesus wiederholt das geheimnisvolle Wesen der Ehe: <strong>\u201eSo sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.\u201c<\/strong> Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele in unserer Zeit gro\u00dfe Probleme mit dieser Wahrheit haben. Sie wird entweder gar nicht verstanden, missverstanden oder ganz abgelehnt. \u201eWir sind nicht mehr zwei? Verliere ich meine Identit\u00e4t und Individualit\u00e4t und Eigenst\u00e4ndigkeit? Nein, danke!\u201c Aber ist das nicht genau der Grund, warum so viele Ehen scheitern? Laut einer Umfrage nannten 37% als Grund ihrer Trennung: \u201eWir haben uns auseinandergelebt.\u201c 30% sagten: \u201eWir waren zu unterschiedlich.\u201c Und 17%: \u201eWir hatten keine gemeinsamen Ziele.\u201c Mit anderen Worten: \u201eWir waren nicht ein Fleisch. Wir haben es vers\u00e4umt eins zu werden.\u201c Oder: \u201eWir haben \u00fcberhaupt keine Ahnung was Ehe eigentlich bedeutet. Und deshalb sind wir unf\u00e4hig eine zu f\u00fchren\u201c.<\/p>\n<p>Danken wir unserem Herrn, denn er kl\u00e4rt uns auf. Ehemann und Ehefrau sind nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Welche physische und welche geistliche Bedeutung hat es, ein Fleisch zu sein?<\/p>\n<p>Als Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat, segnete er <strong>\u201esie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Erde und machet sie euch Untertan und herrschet\u201c<\/strong> \u00fcber die Tiere. (1.Mose 1,28) Mann und Frau hatten dieselbe Aufgabe und dasselbe von Gott gegebene Ziel in der Ehe. Gott schuf die Frau als Gehilfin. Sie sollten sich gegenseitig unterst\u00fctzen und am selben Strang ziehen und nach dem Willen Gottes leben. Sie sollten sich nicht auseinanderleben, nicht unterschiedliche Ziele verfolgen. Sie sollten nicht zwei sein, sondern ein Fleisch, eine Einheit.<\/p>\n<p>Auch heute sollen Mann und Frau ein Fleisch sein und ihre Ehe unter dem Segen Gottes f\u00fchren und dem Leben-schenkenden Werk Gottes dienen. Physisch gesehen geschieht das durch das Geb\u00e4ren von Kindern und ihre Erziehung. Die von Gott gegr\u00fcndete Familie weitet sich aus und wird zum Baustein des Hauses Gottes. Die Kinder lernen Gott durch ihre Eltern kennen und haben die M\u00f6glichkeit, eine pers\u00f6nliche Entscheidung f\u00fcr Gott zu treffen, wenn sie alt genug sind. Sie haben die M\u00f6glichkeit, ein Segen f\u00fcr ihre Generation zu sein.<\/p>\n<p>Somit geschieht das Leben-schenkende Werk Gottes durch die Ehe nicht nur in biologischer, sondern auch in geistlicher Hinsicht. Nicht nur in unserer Gemeinde, aber gerade auch in unserer Gemeinde, wird die Ehe, die vor Gott geschlossen wird, als Hausgemeinde verstanden, bezeichnet und gelebt. Ihr gro\u00dfes Vorbild ist die Ehe von Priszilla<strong> <\/strong>und Aquila, \u00fcber die Paulus schrieb: <strong>\u201e..die f\u00fcr mein Leben ihren Hals hingehalten haben, denen nicht allein ich danke, sondern alle Gemeinden unter den Heiden. Gr\u00fc\u00dft auch die Gemeinde in ihrem Hause.\u201c<\/strong> (R\u00f6m. 16,3-5) Priszilla<strong> <\/strong>und Aquila dienten aktiv dem Leben-schenkenden Werk Gottes, indem sie ihre Haust\u00fcr \u00f6ffneten und sich mit voller Hingabe um andere k\u00fcmmerten. Ihre Hausgemeinde wurde unter anderem ein Segen f\u00fcr den begnadeten Prediger Apollos, der allerdings wenig \u00fcber Jesus wusste. <strong>\u201eAls ihn Aquila und Priszilla h\u00f6rten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus.\u201c<\/strong> (Apg. 18,26) Somit wurde Apollos zu einem gro\u00dfen Segen und Verk\u00fcndiger des Evangeliums f\u00fcr viele.<\/p>\n<p>Als Jina und ich vor einem Monat unsere Hochzeit gefeiert haben, gab uns H. David das Wort: <strong>\u201eDu sollst ein Segen sein\u201c<\/strong>. Wie Abraham ein Segen f\u00fcr alle V\u00f6lker geworden ist, soll unsere Hausgemeinde auch ein Segen f\u00fcr viele sein. Das ist unsere gemeinsame Orientierung und unser gemeinsames Anliegen. Ich bete, dass Jina und ich als ein Fleisch leben und unsere Hausgemeinde ein Segen f\u00fcr viele wird und viele Fr\u00fcchte tr\u00e4gt. Bitte betet f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Welche Bedeutung hat es noch, ein Fleisch zu sein? Letzte Woche haben wir Jesu Verhei\u00dfung erfahren: <strong>\u201eWahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.\u201c<\/strong> (18,19.20) Es ist Gottes Wille, dass Mann und Frau in der Ehe eins werden. Sie sollen vor allem auch eine Gebetseinheit bilden. Diese Einheit tr\u00e4gt eine gro\u00dfe Verhei\u00dfung, denn in Wirklichkeit ist Jesus mitten unter ihnen. Eine Jesus-zentrierte Hausgemeinde ist voller Verhei\u00dfung und voller Segen. M\u00f6ge Gott alle Hausgemeinden reichlich segnen und viele hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Doch wie ist es m\u00f6glich, dass zwei v\u00f6llig verschiedenartige Pers\u00f6nlichkeiten ein Fleisch werden? Schlie\u00dflich gibt es viele Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Dr. John Jun zitierte einmal einen christlichen Autor, der schrieb: \u201eM\u00e4nner kommen vom Mars und die Frauen von der Venus. Deshalb ist auch das Zusammenleben so schwierig. M\u00e4nner m\u00f6chten gerne Fu\u00dfball schauen, Frauen wollen lieber spazieren gehen. Ehepaare, die geistlich gesehen so genial sind wie Einstein brauchen bis zu 3 Jahre, um eins zu werden. Normale Ehepaare hingegen bis zu 30 Jahre. Der Rest braucht 99 Jahre.\u201c<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen nicht in Panik geraten, wenn wir keine Einsteins sind. Der Weg zur Einheit ist ein Prozess, den das Ehepaar durchlaufen muss. Immer wieder muss man sich vor Augen f\u00fchren: \u201eso sind wir nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Herr, hier stehen wir, du hast uns zusammengef\u00fcgt, hilf uns eins zu sein, hilf mir meinen Partner zu lieben und zu achten, in guten, wie in b\u00f6sen Tagen, in Freude und in Leid, bis der Tod uns scheidet\u201c. Die Ehepartner m\u00fcssen lernen ihre Ehe von Anfang bis zum Ende in Gott verankert zu f\u00fchren und immer mehr zusammen zu wachsen, bis nicht nur \u00e4u\u00dfere Fr\u00fcchte sondern auch innere Fr\u00fcchte entstehen, n\u00e4mlich eine Ver\u00e4nderung am inwendigen Menschen, das immer mehr das Bild Christi in sich tr\u00e4gt. M\u00f6ge Jesu Wort ein Segen f\u00fcr alle Hausgemeinden sein, immer geheiligter und Jesus immer \u00e4hnlicher zu werden.<\/p>\n<p>Die Familien in unserer Gemeinde sind f\u00fcr mich und ich denke auch f\u00fcr die ganze Gemeinde ein ermutigendes Vorbild. Wir sehen die liebevolle Beziehung zwischen den Ehepartnern und f\u00fcrsorgliche Hingabe bei der Kindererziehung. Dabei gleicht es einem Wunder Gottes, dass Mann und Frau ein Fleisch werden. Doch dieses Wunder wird im Rahmen der Ehe m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Kommen wir zur\u00fcck zur Scheidungsfrage der Pharis\u00e4er: <strong>\u201eIst&#8217;s erlaubt, dass sich ein Mann aus irgendeinem Grund von seiner Frau scheidet?\u201c<\/strong> Lesen wir nochmals den Vers 6: <strong>\u201eSo sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengef\u00fcgt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!\u201c<\/strong> Die Ehe ist Teil des Sch\u00f6pfungsaktes Gottes, sie beruht auf die g\u00f6ttliche Initiative, sie schlie\u00dft die freie Willenserkl\u00e4rung der Eheleute mit ein und sie ist berufen, ein Fleisch zu sein. Wie kommt man dann auf die Idee, ein Fleisch zu trennen? Sind wir eine Zelle die sich teilen kann? Kommt ein Mensch auf die Idee sein Fleisch abzutrennen? Ist das nicht brutal und bestialisch? So ist es auch mit der Ehe. <strong>\u201eWas.. Gott zusammengef\u00fcgt hat,.. soll der Mensch nicht scheiden!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Doch die Pharis\u00e4er, die ihre Frage nicht gestellt hatten um von Jesus etwas \u00fcber die Wahrheit zu lernen, sondern ihn zu versuchen, fragten arrogant: <strong>\u201eWarum hat dann Mose geboten, ihr einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden?\u201c<\/strong> (7) Mit ihren b\u00f6swilligen Herzen und Motiven legten sie Gottes Wort aus 5.Mose 24 falsch aus. Keineswegs hat Mose geboten, sich zu scheiden. Er hat es im Ausnahmefall erlaubt. Das ist ein gro\u00dfer Unterschied.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem besch\u00e4ftigten sie sich mit der v\u00f6llig falschen Fragestellung. Gott m\u00f6chte Mann und Frau vereinen. Gott m\u00f6chte sie dadurch gl\u00fccklich machen. F\u00fcr Adam und Eva schuf Gott extra das Paradies. F\u00fcr die Flitterwochen suchen sich die Eheleute gew\u00f6hnlich traumhaft sch\u00f6ne Orte aus, um ihr junges Gl\u00fcck zu genie\u00dfen. Wir sind auf die subtropische Insel Jeju geflogen, weil sie als Hawaii Asiens bekannt ist, ein Urlaubsparadies, mit Str\u00e4nden, Wasserf\u00e4llen und Bergen. Durch die Gnade Gottes konnten Adam und Eva nicht nur ihre Flitterwochen im echten Paradies verbringen, sondern dauerhaft darin leben&#8230;jedenfalls bis zum S\u00fcndenfall. Eins zu sein tr\u00e4gt die Verhei\u00dfung und den Segen und macht das Ehepaar wahrhaft gl\u00fccklich. Doch die Pharis\u00e4er besch\u00e4ftigen sich ausschlie\u00dflich mit der Trennung. Sie wollten aus eins wieder zwei machen. Trennung ist im Gegensatz zur Ehegr\u00fcndung mit vielen Schmerzen und Tr\u00e4nen und Traurigkeit verbunden. Sie hatten wirklich eine verkehrte Gesinnung. Und scheinheilig zitierten sie die Schrift, um ihre abartigen Motive zu untermauern.<\/p>\n<p>Was entgegnete Jesus zu Moses Erlaubnis? Vers 8: <strong>\u201eEr sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens H\u00e4rte wegen; von Anfang an aber ist\u2019s nicht so gewesen. Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Freu scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs und heiratet eine andere, der bricht die Ehe.\u201c<\/strong> Jesus ist in seiner Lehre eindeutig. Es gibt keinen legitimen Grund f\u00fcr eine Scheidung, au\u00dfer Ehebruch, denn wie der Name schon sagt stellt Ehebruch einen Bruch der Ehe dar.<\/p>\n<p>Preisen wir Jesus, der seine Versuchung dazu gebrauchte, die Wahrheit \u00fcber die Ehe zu lehren. M\u00f6ge diese Wahrheit zu unserer Realit\u00e4t werden. M\u00f6gen unsere Familien ein Lobgesang Gottes sein und unseren Sch\u00f6pfer preisen.<\/p>\n<p>Wie reagierten Jesu J\u00fcnger auf diese Lehre? Vers 10: <strong>\u201eDa sprachen seine J\u00fcnger zu ihm: Steht die Sache eines Mannes mit seiner Frau so, dann ist\u2019s nicht gut zu heiraten.\u201c<\/strong> Die J\u00fcnger hatten fast schon post-moderne Ansichten. Vielleicht ist es besser f\u00fcr mich nicht zu heiraten, wenn die Ehe nicht geschieden werden darf. Auch einige Junggesellen unter uns k\u00f6nnten weiche Knie bekommen und sagen: \u201eF\u00fcr immer eins? Oh je\u201c. Tun wir Bu\u00dfe, kehren wir um, lasst uns Gottes Wort annehmen. Er kennt uns besser als wir uns selbst kennen. Und nur er kann uns mit dem passendsten Partner segnen, denn er ist der Sch\u00f6pfer! (Ich bin genau 9 Monate \u00e4lter als meine Frau. Als ich auf die Welt kam, hat Gott sie geschaffen.) Kann ein Ehepaar gl\u00fccklicher sein, als wenn es wei\u00df, meine Ehe ist durch Gottes Gnade und Erbarmen entstanden und tr\u00e4gt seine Verhei\u00dfung und ich kann mit meinem Partner dem heiligen Werk Gottes dienen? Gott segne uns reichlich durch sein Wort und durch gesegnete Hausgemeinden.<\/p>\n<p>Wie half Jesus seinen J\u00fcngern abschlie\u00dfend? M\u00fcssen alle heiraten? Betrachten wir Vers 12. Es gibt Ausnahmen. Manche sind genetisch dazu unf\u00e4hig, andere von Menschen dazu unf\u00e4hig gemacht. Dann gibt es auch noch welche, die freiwillig verzichten. Manche wollen nicht heiraten, weil sie sich auf Paulus beziehen: \u201eEr hat auch nicht geheiratet.\u201c Das ist richtig. Er hat aber auch ein anderes Leben gef\u00fchrt! Bis auf wenige Ausnahmen ist es Gottes grundlegender Wille, dass Mann und Frau den Bund der Ehe schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Teil II\tJesus segnet die Kinder (13-15)<\/strong><\/p>\n<p>Was geschah, als Jesus mit seinen J\u00fcngern redete? Vers 13: <strong>\u201eDa wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die H\u00e4nde auf sie legte und betete. Die J\u00fcnger aber fuhren sie an.\u201c<\/strong> Warum reagierten die J\u00fcnger so empfindlich auf die Kinder? Kinder sind doch s\u00fc\u00df und so goldig. Vielleicht k\u00f6nnen sie besser verstehen, wenn wir an den Geschrei unserer Kinder im Hof denken. In den vergangenen Jahren haben wir Gottes Segen erlebt, viele Kinder kamen auf die Welt. Und wir m\u00f6gen Kinder, wir m\u00f6gen sie sehr. Aber wenn sie Horden bilden und laut kreischend durchs Zentrum jagen und die Versammlungen st\u00f6ren oder die Nachbarn, m\u00f6chten wir sie genauso anfahren wie die J\u00fcnger.<\/p>\n<p>Was sagte aber Jesus? <strong>\u201eAber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen geh\u00f6rt das Himmelreich. Und er legte die H\u00e4nde auf sie und zog von dort weiter.\u201c<\/strong> Jesus nahm die Kinder an. Er sprach ihnen sogar das Himmelreich zu. Er legte seine H\u00e4nde auf sie, betete und segnete sie. Ist das nicht sch\u00f6n und bemerkenswert? Das gleiche w\u00fcrde Jesus auch mit unseren Kindern tun. M\u00f6gen alle unsere Kinder mit dem Segen Jesu leben und als seine J\u00fcnger und Mitarbeiter heranwachsen und ihren Herrn loben und preisen und seinen Namen in aller Welt verk\u00fcnden.<\/p>\n<p>Danken wir Jesus, der uns durch das heutige Wort den Willen Gottes \u00fcber die Ehe, Scheidung, Ehelosigkeit und den Umgang mit Kindern lehrt. M\u00f6ge Jesu Wort viele wundervolle Familien hervorbringen. M\u00f6ge Jesus selbst mitten unter uns sein und mit seiner Herrlichkeit leuchten.<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schluss das Leitwort, Vers 6: <strong>\u201eSo sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengef\u00fcgt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Heute geht es haupts\u00e4chlich um die Ehe. \u00dcber die Ehe kann man vieles sagen, nicht wahr? Vor allem diejenigen, die schon etwas l\u00e4nger verheiratet sind. 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