{"id":2054,"date":"2012-06-04T07:50:55","date_gmt":"2012-06-04T06:50:55","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2054"},"modified":"2022-11-18T12:24:08","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:08","slug":"predigt-matthaus-181-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-181-14\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 18,1 &#8211; 14"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/P11Mt18-0114.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich<\/strong><\/span><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(18,4)<\/p>\n<p>Gelobt sei unser Herr Jesus, der im heutigen Text das gro\u00dfe geistliche Problem seiner J\u00fcnger nicht nur bestens zu verstehen wusste, sondern ihnen auch auf die beste Weise geholfen hat. Wie kann man einer Horde sich streitender J\u00fcnger, einer Horde sich streitender M\u00e4nner, helfen, wenn sie sich in einem Rangstreit befinden? Gelobt sei unser Herr Jesus Christus, der ein kleines Kind nahm und es mitten unter die J\u00fcnger stellte, um die Geheimnisse des Himmelreichs zu offenbaren. Er nahm ein kleines Kind, um seinen J\u00fcngern zu helfen, ihre durch und durch problematische Herzenshaltung zu erkennen und zu \u00e4ndern. Er nahm ein kleines Kind, um zu zeigen: So kommst du nicht in das Himmelreich aber so kannst du der Gr\u00f6\u00dfte sein. Mit Hilfe eines Kindes offenbarte Jesus die Herrlichkeit Gottes und seine grenzenlose Barmherzigkeit. Gelobt sei unser Herr Jesus. Wir leben aus einem jeden Wort, das aus seinem Munde kommt. M\u00f6ge Jesu Wort auch unser geistliches Problem l\u00f6sen.<\/p>\n<p><strong>Teil I: Der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich (1-5)<\/strong><\/p>\n<p>Welche Frage brannte den J\u00fcngern im Herzen? Welches Thema war ihnen am wichtigsten? Betrachten wir Vers 1: <strong>\u201eZu derselben Stunde traten die J\u00fcnger zu Jesus und fragten: Wer ist doch der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich?\u201c<\/strong> Laut dem Markusevangelium f\u00fchrten sie richtige Verhandlungen dar\u00fcber, wer der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich sei. Mit dem Himmelreich meinten sie das messianische Reich, das Jesus bald in Jerusalem aufrichten sollte. F\u00fcr Simon war die Sache eindeutig: \u201eEs kann nur einen geben, ich bin der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich. Schlie\u00dflich habe ich als erster bekannt, dass Jesus der Christus ist! Und schlie\u00dflich sind mir die Schl\u00fcssel des Himmelreichs verhei\u00dfen worden. Wer, wenn nicht ich, ist der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich?\u201c Jakobus und Johannes waren alles andere als einverstanden. \u201eDu willst der Gr\u00f6\u00dfte sein? Hat Jesus dir nicht gesagt: <strong>\u201eGeh weg von mir, Satan! Du bist mir ein \u00c4rgernis\u201c<\/strong>. Wie willst du der Gr\u00f6\u00dfte sein?\u201c Einmal sandten Jakobus und Johannes sogar ihre Mutter zu Jesus, damit einer den rechten und der andere den linken Platz an Jesu Seite einnehmen sollte. Doch auch die restlichen 9 J\u00fcnger hatten ihre Anspr\u00fcche. Schlie\u00dflich hatte jeder von ihnen alles verlassen und war Jesus nachgefolgt. Niemand wollte den K\u00fcrzeren ziehen. Jeder wollte der Gr\u00f6\u00dfte sein. Zuerst Jesus, dann ich.<\/p>\n<p>Im Laufe der Woche hatte ich eine brennende Frage im Herzen: \u201eIst ein solcher Rangstreit ein typisch m\u00e4nnliches Problem?\u201c Neugierig stellte ich diese Frage im Segenskreis-Bibelstudium. Meine Mitarbeiterinnen im Kreis sagten mir, dass es kein rein m\u00e4nnliches Problem ist. Es stellte sich sogar heraus, dass Frauen, z.B. Studentinnen an Eliteuniversit\u00e4ten sehr hinterh\u00e4ltige und grausame Methoden praktizieren, um Konkurrentinnen auszuschalten. Es ist also ein Problem, das uns alle betrifft.<\/p>\n<p>Wie ging Jesus mit dem Rangstreit der J\u00fcnger um? Lesen wir die Verse 2 und 3: <strong>\u201eJesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.\u201c<\/strong> Was sagte Jesus seinen J\u00fcngern im \u00fcbertragenen Sinne, nachdem er ein Kind mitten unter sie stellte? War ihr Rangstreit angebracht? Ganz und gar nicht. \u201eIhr wollt der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich sein? Sch\u00f6n und gut. Aber schaut zu, dass ihr \u00fcberhaupt ins Himmelreich kommt!\u201c <strong>\u201eWenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.\u201c<\/strong> Ist das nicht verbl\u00fcffend? Die J\u00fcnger waren berufen f\u00fcr das Himmelreich. Sie waren die Himmelskandidaten. Doch so wie sie waren und lebten, konnten sie nicht ins Himmelreich kommen. Sie sollten dringend umkehren und wie die Kinder werden. Warum ist das wichtig? Was ist an Kindern beispielhaft?<\/p>\n<p>\u00dcber Kinder kann man vieles sagen. Vor allem Eltern k\u00f6nnen vieles \u00fcber Verhaltensweisen von Kindern sagen. Kinder sind goldig, Kinder lieben es zu spielen, sie lachen viel, sind unbek\u00fcmmert. Ich hab noch kein Kind gesehen, dass sich Sorgen \u00fcber die Zukunft macht oder \u00fcber die aktuellen Probleme, die Euro-Krise z.B. Stattdessen sind Kinder gl\u00fccklich, weil sie im Vertrauen auf ihre Eltern leben. Aber Kinder k\u00f6nnen auch ganz anders. Sie k\u00f6nnen quengeln, jammern, weinen, ziemlich frech sein und viel Unfug anstellen.<\/p>\n<p>Kinder sind sehr facettenreich. Was aber m\u00f6chte Jesus, dass wir von Kindern lernen? Lesen wir dazu den Vers 4: <strong>\u201eWer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich.\u201c<\/strong> Unter den vielen Eigenschaften von Kindern hebt Jesus eine hervor, um zu erkl\u00e4ren, wie seine J\u00fcnger wahre Gr\u00f6\u00dfe im Himmelreich erlangen k\u00f6nnen. <strong>\u201eWer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich.\u201c<\/strong> In der NIV hei\u00dft es: <strong>\u201eTherefore, whoever takes the lowly position of this child is the greatest in the kingdom of heaven.\u201d<\/strong><\/p>\n<p>Ziehen wir einmal den Vergleich zwischen dem Kind und den J\u00fcngern. Jeder J\u00fcnger dachte in erster Linie an sich selbst. Jeder hielt sich f\u00fcr wichtiger, besser, gr\u00f6\u00dfer als der andere. Jeder versuchte sich selbst \u00fcber den anderen zu stellen und den anderen zu degradieren. Und sie hatten viele Argumente. Einer sagte: \u201eIch bete mehr als du, jeden Morgen, ganz fr\u00fch und ganz treu.\u201c; der andere: \u201eNa und, daf\u00fcr gehe ich mehrmals die Woche einladen.\u201c; ein Dritter: \u201eMag sein, aber ich habe mehr Zweierbibelstudium!\u201c; der Vierte: \u201eDaf\u00fcr schreibe ich die besten Stellungnahmen.\u201c Der F\u00fcnfte \u201eIch opfere am meisten.\u201c Jeder hatte klare Argumente, um der gr\u00f6\u00dfte zu sein.<\/p>\n<p>Wie hingegen war das Kind? Das Kind war ganz anders als die J\u00fcnger. Das Kind hielt sich nicht f\u00fcr den Gr\u00f6\u00dften. Auch nicht f\u00fcr den Zweitgr\u00f6\u00dften. Das Kind war als einziger der Meinung, dass er der Geringste von allen war. \u201eIhr seid alle gr\u00f6\u00dfer als ich, ich bin freiwillig der Niedrigste. Kein Problem!\u201c Das Kind wusste n\u00e4mlich, dass es nichts vorzuweisen hatte. Womit konnte es Jesus beeindrucken? Womit konnte es Anspr\u00fcche an das Himmelreich stellen?<\/p>\n<p>Das Kind war wirklich anders als die J\u00fcnger. W\u00e4hrend das Kind dem\u00fctig war, platzten die J\u00fcnger beinah vor Stolz. Doch zu Recht? Konnten die J\u00fcnger wirklich etwas vorweisen? Es ist richtig, sie hatten alles aufgegeben. Sie hatten alles verlassen und waren Jesus nachgefolgt. Sie waren treu bei Jesus geblieben, Tag und Nacht, Jahr um Jahr. Sie wurden ausgesandt als Apostel, sie waren berufen das Evangelium zu predigen und hatten die Macht Kranke zu heilen, Tote aufzuwecken, Auss\u00e4tzige zu reinigen und b\u00f6se Geister auszutreiben. Doch kann ein Mensch durch Errungenschaften und F\u00e4higkeiten das Himmelreich einnehmen? Der R\u00f6merbrief sagt ganz klar: Nein, Selbstgerechtigkeit f\u00fchrt nicht zu Gott. Im Evangelium lehrt uns Jesus: <strong>\u201e&#8230;wer sich selbst erh\u00f6ht, der soll erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der soll erh\u00f6ht werden.\u201c<\/strong> (Lk 14,11) Das ist das Prinzip des Himmelreichs. In der Parallelstelle im Lukas-Evg. sagt Jesus: <strong>\u201eDenn wer der Kleinste ist unter euch allen, der ist gro\u00df\u201c<\/strong>.<\/p>\n<p>Auch wir m\u00fcssen wie die Kinder werden. Wir m\u00fcssen unsere hohe Meinung von uns selbst aufgeben. Wir m\u00fcssen unsere Abh\u00e4ngigkeit und Hilfsbed\u00fcrftigkeit von Gott erkennen. Wir brauchen Gott. Wir brauchen die Gnade und die Barmherzigkeit unseres himmlischen Vaters. Lasst uns Demut lernen, von den Kindern. Die Dem\u00fctigen sind gl\u00fccklicher. Sie haben Frieden. Diejenigen, die st\u00e4ndig besser sein wollen als andere leben unter st\u00e4ndigem Druck. Die Dem\u00fctigen sind gl\u00fccklicher und leben ges\u00fcnder. Sie haben weniger Stress und einen ges\u00fcnderen Blutdruck. Sie m\u00fcssen andere nicht verletzen und werden auch von anderen nicht verletzt. <strong>\u201eGott widersteht den Hochm\u00fctigen, aber den Dem\u00fctigen gibt er Gnade.\u201c<\/strong> (1.Petr. 5,5) Lasst uns umkehren und unsere Haltung \u00e4ndern. M\u00f6ge jedes Kind, das wir nach dem Gottesdienst sehen, uns an die Worte unseres Herrn erinnern und uns ermutigen, umzukehren und dem\u00fctig wie die Kinder zu werden.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich stand das kleine Kind im Rampenlicht. Dieses Kind war also gr\u00f6\u00dfer als die J\u00fcnger? Sie sollten sich erniedrigen, wie dieses Kind? Sicherlich emp\u00f6rte dieser Gedanke die J\u00fcnger. Am liebsten h\u00e4tten sie das Kind fortgejagt. Doch wie fuhr Jesus seine Hilfe fort? Betrachten wir Vers 5: <strong>\u201eUnd wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.\u201c<\/strong> Die J\u00fcnger sollten wirklich umkehren, von ihrem Weg. Sie sollten Bu\u00dfe tun und aufh\u00f6ren sich gegenseitig zu hassen und abzulehnen. Sie sollten lernen andere Menschen anzunehmen und ihnen zu dienen. Sie sollten lernen, sogar den Geringsten von allen anzunehmen, z.B. dieses Kind auf der Stra\u00dfe. Ein solches Kind verlangte die gr\u00f6\u00dfte Hingabe und den gr\u00f6\u00dften Aufwand. In den Industrienationen sind sogar eigene Kinder unbeliebt. Sie gelten als Karriere- und Spa\u00dfbremse. Doch die J\u00fcnger Jesu sollten lernen andere Menschen um Jesu Willen anzunehmen. In Wirklichkeit w\u00fcrden Sie Jesus selbst annehmen.<\/p>\n<p>Was war Jesu Ziel f\u00fcr seine J\u00fcnger? Sollten sie zu Waisenhausbetreibern werden? Jesus kannte ihr Herzensproblem. Mit ihrer stolzen und egoistischen Herzenshaltung konnten sie kein Segen sein. Sie sollten lernen, sich zu erniedrigen, andere anzunehmen und ihnen zu dienen. Sie sollten lernen wie ihr Herr Jesus zu werden, der alles verlassen hat und jedermanns Knecht geworden ist, um uns zu erretten. Das ist der wahre Weg der geistlichen Gr\u00f6\u00dfe. Es ist nicht schlecht geistliche Gr\u00f6\u00dfe anzustreben. Wir sollen nur wissen wie es geht und es richtig machen. Gott segne uns auf diesem Weg!<\/p>\n<p><strong>Teil II:\tJesu Warnung vor der S\u00fcnde (6-14)<\/strong><\/p>\n<p>Jesu Hilfe h\u00f6rte nicht auf. Wie f\u00fchrte Jesus seine Hilfe fort? Betrachten wir Vers 6: <strong>\u201eWer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verf\u00fchrt, f\u00fcr den w\u00e4re es besser, dass ein M\u00fchlstein an seinen Hals geh\u00e4ngt und er ers\u00e4uft w\u00fcrde im Meer, wo es am tiefsten ist.\u201c<\/strong> Dieses Mal half Jesus seinen J\u00fcngern durch eine todernste Warnung. Das Verhalten der J\u00fcnger anderen gegen\u00fcber war nicht ihre Privatangelegenheit. Jede Gemeinschaft, jede Unterhaltung sollten sie verantwortungsvoll f\u00fchren, gerade wenn Menschen mit jungem oder schwachem Glauben involviert waren. Denn Jesus macht deutlich, dass es nichts Schlimmeres gibt, als dass ein Mensch durch uns vom Glauben abf\u00e4llt. Eine damalige heidnische Hinrichtungsmethode bestand darin, einen gro\u00dfen und schweren M\u00fchlstein, der nur von einem Esel in Bewegung gesetzt werden konnte, um den Hals zu binden und den zum Tode verurteilten im Meer zu versenken. Diese Hinrichtungsmethode wurde von Juden verabscheut.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 7: <strong>\u201eWeh der Welt der Verf\u00fchrungen wegen! Es m\u00fcssen ja Verf\u00fchrungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Abfall verf\u00fchrt!\u201c<\/strong> Waren die J\u00fcnger wirklich anf\u00e4llig daf\u00fcr andere vom Glauben abzubringen? Jesus h\u00e4tte ihnen diese Warnung nicht gegeben, wenn es nicht Relevanz gehabt h\u00e4tte. Und in der Tat waren die J\u00fcnger in ihrer unver\u00e4nderten Herzenshaltung unberechenbar. Sie mussten lernen ein Segen zu sein und kein Fluch. Sie mussten wirklich umkehren, um die Kleinen, die an Jesus glaubten, anzunehmen und gute Hirten f\u00fcr sie zu sein und sie zum Glauben zu ermutigen.<\/p>\n<p>Auch wir begegnen in unserer Gemeinde immer wieder vielen Christen, die jung sind im Glauben. Sie haben viele Fragen und viele, zum Teil, abenteuerliche Vorstellungen von Gott und der Welt. Wir ben\u00f6tigen Jesu Hilfe, um ein Segen f\u00fcr solche Menschen zu sein und sie zum Glaubensweg zu ermutigen. Gott stehe uns bei.<\/p>\n<p>Wie setzte Jesus seine Hilfe bezogen auf ihr eigenes Glaubensleben fort? Betrachten wir die Verse 8 und 9. Als J\u00fcnger Jesu tragen wir nicht nur Verantwortung f\u00fcr andere. Wir sollen vor allem auch Verantwortung f\u00fcr uns selbst tragen. Denn wie k\u00f6nnen wir f\u00fcr andere ein Segen sein, wenn wir selbst abfallen? Manchmal ist es die Hand, die mich zum Abfall verf\u00fchrt, manchmal ein Bein, manchmal das Auge. Was sagt Jesus dazu? \u201eHau sie ab, wirf sie von dir, rei\u00df es aus\u201c. Warum sollen wir kompromisslos mit der Verf\u00fchrung umgehen? Jesus sagt: <strong>\u201eEs ist besser f\u00fcr dich, dass du lahm oder verkr\u00fcppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei H\u00e4nde oder zwei F\u00fc\u00dfe hast und wirst in das ewige Feuer geworfen. Es ist besser f\u00fcr dich, dass du ein\u00e4ugig zum Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in das h\u00f6llische Feuer geworfen.\u201c<\/strong> So betrachtet hat Jesus v\u00f6llig recht. Lieber verliere ich ein Auge, ein Arm oder ein Bein, von mir aus auch alle drei Glieder und humple invalid ins ewige Leben, als unversehrt ins h\u00f6llische Feuer.<\/p>\n<p>Susi ist uns allen einen Schritt voraus. Zu meiner gro\u00dfen \u00dcberraschung hat sie bereits am Freitag Stellung zum heutigen Text genommen. Sie erkannte das Problem ihrer Augen und \u00fcberlegte sich: Soll ich mein Auge herausrei\u00dfen? Doch was dann? Ist sie dann gefeit vor Verf\u00fchrungen? M\u00fcsste sie nicht alle ihre Glieder herausrei\u00dfen, bis sie schlie\u00dflich am Herzen angekommen ist? Hiob kannte dieses Problem und schloss einen Bund mit seinen Augen. So m\u00fcssen auch wir lernen kompromisslos mit der Verf\u00fchrung umzugehen. Oftmals werden wir von Gedanken verf\u00fchrt. Und ich wei\u00df sehr wohl wie schmerzhaft es sein kann, einen festsitzenden Gedanken herauszurei\u00dfen. Doch lasst uns den Verf\u00fchrungen den Kampf ansagen. H\u00f6ren wir auf unseren Herrn, der uns hilft und ermutigt, zum Leben einzugehen. M\u00f6ge unser siegreicher Glaubenskampf eine Ermutigung und ein Segen auch f\u00fcr andere sein.<\/p>\n<p>Die Lektion der J\u00fcnger war noch nicht beendet. Welche anschaulichen Beispiele lieferte Jesus seinen J\u00fcngern? Betrachten wir Vers 10: <strong>\u201eSeht zu, dass ihr nicht einen von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel.\u201c<\/strong> J\u00fcnger, deren K\u00f6pfe und Herzen mit Rangstreitereien und Rivalit\u00e4ten erf\u00fcllt sind, haben in der Regel wenig \u00fcbrig f\u00fcr die Belange der Kleinen. Sie sind eine Last. Ein Hindernis auf dem Weg der Selbstverwirklichung. Jesus, der ihr Problem bestens kannte, setzte gerade dort an. <strong>\u201eSeht zu, dass ihr nicht einen von diesen Kleinen verachtet\u201c<\/strong>. \u201eIn euren Augen haben die Kleinen vielleicht keine gro\u00dfe Bedeutung. Doch der Vater im Himmel sieht sie mit v\u00f6llig anderen Augen. Selbst die Kleinen haben Engel, die allezeit vor Gott stehen und das Angesicht des Vaters sehen.\u201c So wertvoll sind selbst die Kleinsten. Niemand sollte sie verachten.<\/p>\n<p>Jesus bringt ein weiteres Beispiel, um die Herzenshaltung seiner J\u00fcnger zu erneuern. Verse 12-14: <strong>\u201eWas meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe h\u00e4tte und eins unter ihnen sich verirrte: l\u00e4sst er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte? Und wenn es geschieht, dass er&#8217;s findet, wahrlich, ich sage euch: er freut sich dar\u00fcber mehr als \u00fcber die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So ist&#8217;s auch nicht der Wille bei eurem Vater im Himmel, dass auch nur eines von diesen Kleinen verloren werde.\u201c<\/strong> Jesus er\u00f6ffnet den J\u00fcngern das schlagende Herz des Vaters f\u00fcr die Kleinen, die nicht verloren gehen sollen. Das Herz unsers himmlischen Vaters schl\u00e4gt anders als die eines Unternehmers. Der Unternehmer optimiert unter Effizienzkriterien und alles was klein, schwach und verloren ist, wird nach dem rational \u00f6konomischen Kalk\u00fcl einfach abgeschrieben. Dieses Herz sollten die J\u00fcnger nicht haben. Sie sollten das Herz des Vaters kennen lernen, der 99 Schafe stehen l\u00e4sst und hingeht und das eine verlorene sucht, damit es nicht verloren geht. Und wenn er das eine Verlorene findet, freut er sich dar\u00fcber und zwar mehr als \u00fcber die 99. Susanna Wesley wurde einmal gefragt, welches ihrer 19 Kinder sie am meisten lieben w\u00fcrde. Wisst ihr was sie gesagt hat? \u201eDas Kind, das krank ist, das einsam ist, das besorgt ist, das traurig ist, das Hilfe braucht, dieses Kind liebe ich am meisten.\u201c<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott auch uns sein Herzensanliegen lehren. M\u00f6ge er uns ein Herz f\u00fcr die Bibelsch\u00fcler schenken, die am meisten Hilfe und Zuwendung ben\u00f6tigen. M\u00f6ge er sie davor bewahren, verloren zu gehen und m\u00f6ge er uns als Segen f\u00fcr viele gebrauchen.<\/p>\n<p>Loben wir unseren Herrn, der seinen J\u00fcngern hilft, umzukehren und das Herz des Vaters zu lernen. Durch das Wort unseres Herrn treten wir ein in das Himmelreich, das bereits mitten unter uns ist, und k\u00f6nnen geistlich gro\u00df werden. Wir k\u00f6nnen andere um Jesu Willen aufnehmen und ein Segen f\u00fcr sie sein. M\u00f6ge das Wort unseres Herrn uns zu einem gro\u00dfen Segen f\u00fcr viele machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich \u201eWer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Gr\u00f6\u00dfte im Himmelreich.\u201c (18,4) Gelobt sei unser Herr Jesus, der im heutigen Text das gro\u00dfe geistliche Problem seiner J\u00fcnger nicht nur bestens zu verstehen wusste, sondern ihnen auch auf die beste Weise geholfen hat. 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