{"id":2025,"date":"2012-05-16T23:37:50","date_gmt":"2012-05-16T22:37:50","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2025"},"modified":"2022-11-18T12:24:09","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:09","slug":"predigt-2-konige-211-2530","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-konige-211-2530\/","title":{"rendered":"Predigt: 2.K\u00f6nige 21,1 &#8211; 25,30"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/P16-2K2101-2530.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Der  Grimm  seines gro\u00dfen  Zorns<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<em>Doch kehrte sich der Herr nicht ab von dem Grimm seines gro\u00dfen Zorns, mit dem er \u00fcber Juda erz\u00fcrnt war um all der \u00c4rgernisse willen, durch die ihn Manasse erz\u00fcrnt hatte.\u201d <\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2.K\u00f6n 23,26)<\/p>\n<p>Durch die letzte Lektion haben wir erfahren, wie Israel unterging. Der Grund war  G\u00f6tzendienst. Wie sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn die Menschen von den Beispielen der Geschichte lernen w\u00fcrden. Aber bei Juda war es leider nicht der Fall. So ging aus dem selben Grund auch Juda unter. Im heutigen Text begegnet uns ein besonderer K\u00f6nig, Josia, der ganz nach den Geboten Gottes lebte. Aber auch er konnte das Volk im Reich Juda nicht vom G\u00f6tzendienst abbringen, so da\u00df es das Gericht Gottes erfahren mu\u00dfte.<\/p>\n<p><strong>I. Die S\u00fcnde von Manasse (Kap. 21)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir zuerst Kapitel 21. Nach dem gl\u00e4ubigen K\u00f6nig Hiskia wurde sein Sohn Manasse K\u00f6nig \u00fcber das Reich Juda. <strong>\u201eManasse war zw\u00f6lf Jahre alt, als er K\u00f6nig wurde; und er regierte f\u00fcnfundf\u00fcnfzig Jahre zu Jerusalem. &#8230;\u201c<\/strong> (1) Was f\u00fcr ein K\u00f6nig war Manasse? In den Versen 2 und 3 hei\u00dft es von ihm: \u201e &#8230; <strong>Und er tat, was dem HERRN missfiel, nach den gr\u00e4ulichen Sitten der Heiden, die der HERR vor Israel vertrieben hatte, 3 und baute wieder die H\u00f6hen auf, die sein Vater Hiskia zerst\u00f6rt hatte, und richtete dem Baal Alt\u00e4re auf und machte ein Bild der Aschera, wie Ahab, der K\u00f6nig von Israel, getan hatte, und betete alles Heer des Himmels an und diente ihnen.\u201c <\/strong>Wenn man das h\u00f6rt, k\u00f6nnte man denken, Manasse sei so schlimm wie K\u00f6nig Ahab gewesen war. Aber dies stimmt nicht, denn Manasse war noch weitaus schlimmer in seinem G\u00f6tzendienst als irgendein anderer K\u00f6nig vor ihm. Er baute G\u00f6tzenalt\u00e4re und stellte sie im Tempel Gottes in Jerusalem auf; nach assyrischem Vorbild verehrte er Sterne und Sternbilder; er praktizierte Menschenopfer und opferte seinen eigenen Sohn dem ammonitischen G\u00f6tzen Moloch, er<strong> \u201e&#8230;achtete auf Vogelgeschrei und Zeichen und hielt Geisterbeschw\u00f6rer und Zeichendeuter; und so tat er viel von dem, was dem HERRN missfiel, um ihn zu erz\u00fcrnen.\u201c<\/strong> (6)<\/p>\n<p>\u201e<strong>Manasse verf\u00fchrte <\/strong>[das Volk so sehr zum G\u00f6tzendienst]<strong>, dass sie es \u00e4rger trieben als die Heiden, die der HERR vor Israel vertilgt hatte.\u201c <\/strong>(9)<\/p>\n<p>Wie reagierte Gott auf den fortgesetzten und zunehmenden G\u00f6tzendienst der Menschen im Reich Juda? Gott lie\u00df ihnen ein schreckliches Gericht ank\u00fcndigen. Betrachten wir Gottes Antwort in den Versen 10-15. \u201e&#8230;<strong>der HERR <\/strong>[redete] <strong>durch seine Knechte, die Propheten, und sprach: 11 Weil Manasse, der K\u00f6nig von Juda, diese Gr\u00e4uel getan hat, die \u00e4rger sind als alle Gr\u00e4uel, die die Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen sind, und weil er auch Juda s\u00fcndigen gemacht hat mit seinen G\u00f6tzen, 12 darum spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will Unheil \u00fcber Jerusalem und Juda bringen, sodass dem, der es h\u00f6ren wird, beide Ohren gellen sollen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Was hat Manasse noch getan? Sehen wir Vers 16 an. \u201e<strong>Auch vergoss Manasse sehr viel unschuldiges Blut, bis Jerusalem ganz voll davon war \u2013 au\u00dfer der S\u00fcnde, durch die er Juda s\u00fcndigen machte, dass sie taten, was dem HERRN missfiel.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Da\u00df er den G\u00f6tzendienst eingef\u00fchrt und sein Volk zum G\u00f6tzendienst verf\u00fchrt hatte, war nicht alles. Manasse t\u00f6tete viele unschuldige Menschen, unter ihnen insbesondere diejenigen, welche an den wahren Gott Israels glaubten und die Propheten des wahren Gottes. \u00dcber fast drei Jahrhunderte hatte Gott den Stamm Juda mit seiner Gnade behandelt und besch\u00fctzt. Doch mit der S\u00fcnde Manasses drohte diese Gnadenzeit zu Ende zu gehen.<\/p>\n<p>Manasse war ein sehr religi\u00f6ser Mensch. Viel mehr als irgend ein anderer hatte Manasse gro\u00dfe M\u00fche aufgewandt, um alle Arten von G\u00f6tzen anzubeten. Er tat das bestimmt nicht mit b\u00f6ser Absicht, sondern weil er sich von ihnen g\u00f6ttlichen Segen, Schutz und Hilfe erhoffte. Doch indem er allerlei geschaffene Dinge verehrte, zerst\u00f6rte er die Beziehung zu dem einen, wahren Gott und Sch\u00f6pfer des Universiums.<\/p>\n<p>Nach f\u00fcnfundf\u00fcnfzig Jahren Regierungszeit starb Manasse. Sein Sohn Amon wurde K\u00f6nig an seiner statt. Amon war zweiundzwanzig Jahe alt, als er K\u00f6nig wurde; er regierte zwei Jahre zu Jerusalem. \u201e<strong>Und er tat, was dem HERRN missfiel, wie sein Vater Manasse getan hatte,\u201c (20) <\/strong>Seine Gro\u00dfen machten eine Verschw\u00f6rung gegen Amon und t\u00f6teten ihn.<\/p>\n<p><strong>II. Die Reform von Josia (Kap. 22-23)<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Ermordung seines Vaters, wurde Josia als K\u00f6nig eingesetzt. <strong>\u201eJosia war acht Jahre alt, als er K\u00f6nig wurde; und er regierte einunddrei\u00dfig Jahre zu Jerusalem.\u201c<\/strong> (22,1a) Er trat sein Amt also an, als er noch ein kleiner Junge war. Was f\u00fcr ein K\u00f6nig war Josia? Er war das genaue Gegenteil von Manasse. Der Verfasser sagt von ihm, da\u00df <strong>\u201e&#8230; er tat, was dem HERRN wohlgefiel, und wandelte ganz in dem Wege seines Vaters David und wich nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken.\u201c<\/strong> (22,2) Womit hatte K\u00f6nig Josia dieses gro\u00dfe Lob verdient, was hat er getan, was dem HERRN wohlgefiel und wie konnte sein Lebenswandel dem des \u00fcberhaupt besten K\u00f6nigs David \u00e4hnlich werden?<\/p>\n<p>In 2.Chr finden wir dazu einen wichtigen Hinweis. Dort wird \u00fcber K\u00f6nig Josia berichtet: <strong>\u201eIm achten Jahr seiner Herrschaft fing er an, obwohl er noch jung war, den Gott seines Vaters David zu suchen, &#8230;\u201c<\/strong> (2.Chr 34,3a) Vielleicht sollte Josia als Kind &#8211; \u00e4hnlich wie die Kinder heute in der Schule &#8211; auch die Geschichte seines Landes studieren, so da\u00df er vieles lernte \u00fcber das Volk Israel, \u00fcber die K\u00f6nige und was sie getan hatten. Josia mu\u00df von dem Gott Israels geh\u00f6rt haben und er mu\u00df ganz besonders von dem Mut und dem Glauben des K\u00f6nigs David angesprochen worden sein. Er mag sich gefragt haben, wie David in allen Abschnitten seines Lebens immer wieder die Hilfe Gottes bekommen konnte. Josia blieb nicht dabei stehen, Fragen zu stellen. Er wollte den Gott Davids kennen lernen und ihm dienen. So fing der junge K\u00f6nig Josia an, den Gott seines Vaters David zu suchen.<\/p>\n<p>Was geschieht, wenn wir Gott kennen lernen wollen und unser Herz daf\u00fcr einsetzen und Gott suchen?  Gott verspricht: <strong>\u201e&#8230; wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen &#8230;&#8220;<\/strong> (Jer 29,13b.14a)<\/p>\n<p>La\u00dft uns zuerst betrachten, wie der junge K\u00f6nig Josia Gott dienen wollte. Es begann damit, da\u00df Josia die Ausbesserung des Tempels anordnete. Darin kommen seine Liebe zu Gott und sein Eifer, Gott zu gefallen, zum Ausdruck. In Kap. 21,3-7 ist dies beschrieben. In Wirklichkeit war Josia nicht der Einzige, der den Tempel ausbessern lie\u00df. In fr\u00fcheren Jahren hatten auch andere K\u00f6nige solche Arbeiten durchf\u00fchren lassen. Deswegen war die Renovierungsarbeit am Tempel an sich nichts Besonderes.<\/p>\n<p>Wenn die Bibel dennoch nur den K\u00f6nig Josia als einzigen hervorhebt, der Davids Niveau erreichte, gibt es daf\u00fcr einen weiteren Grund. Betrachten wir die Verse 8-10. Als sie mit den Renovierungsarbeiten begannen, fand der Hohepriester Hilkija im Tempel ein Gesetzbuch.<\/p>\n<p>Auf diese Weise antwortete Gott auf die Suche K\u00f6nig Josias. Wie geschah das konkret? <strong>\u201e&#8230; der Schreiber Schafan kam zum K\u00f6nig und gab ihm Bericht und sprach: Deine Knechte haben das Geld ausgesch\u00fcttet, das im Hause des Herrn gesammelt ist, und haben&#8217;s den Werkmeistern gegeben, die bestellt sind am Hause des HERRN.  Dazu sagte der Schreiber Schafan dem K\u00f6nig: Der Priester Hilkija gab mir ein Buch. Und Schafan las es vor dem K\u00f6nig.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das Buch war ein Gesetzbuch, in welchem Gottes Anordnungen und Gebote f\u00fcr sein Volk aufgeschrieben waren. K\u00f6nig Josia lie\u00df den Schreiber Schafan das Buch vorlesen. Als Josia die Worte dieses Buches h\u00f6rte, erkannte er, da\u00df es die Worte Gottes an ihn waren. Dieses Buch war die Antwort auf seine Suche nach Gott.<\/p>\n<p>In der Bibel finden wir auch einen Bericht von einem anderen K\u00f6nig, dem eine Botschaft Gottes vorgelesen wurde. Dieser lie\u00df jedesmal, wenn ein Abschnitt gelesen war, das Gelesene von der Buchrolle abschneiden und ins Feuer werfen. So zeigte er Gott seine Verachtung. (Jer 36,23)<\/p>\n<p>Doch wie anders reagierte K\u00f6nig Josia? In Vers 11 steht: \u201e<strong>Als aber der K\u00f6nig die Worte des Gesetzbuches h\u00f6rte, zerriss er seine Kleider.\u201c<\/strong> (11) Was mu\u00df in dem Herzen Josias vorgegangen sein, als Gottes Wort vorgelesen wurde, so da\u00df er derma\u00dfen betroffen war und seine Kleidung zerriss? Was mu\u00df er erkannt haben? Er erkannte, wie sehr Gott \u00fcber sein Volk zornig sein mu\u00dfte, weil sie sich von ihm abgewandt hatten und G\u00f6tzendienst trieben. Er erkannte, da\u00df sein Volk kurz vor dem Gericht Gottes stand.<\/p>\n<p>Bis dahin war es f\u00fcr Josia etwas Normales, da\u00df es \u00fcberall in seinem Land G\u00f6tzen und H\u00f6henheiligt\u00fcmer gab. Einige davon bestanden schon seit hunderten von Jahren. Zum Teil waren sie von seinem Gro\u00dfvater Manasse installiert worden. Zum Teil sogar schon von K\u00f6nig Salomo, welcher auch den Tempel in Jerusalem gebaut hatte. Die G\u00f6tzenverehrung war Teil der Kultur und der Traditionen seines Landes.<\/p>\n<p>Doch nun erfuhr Josia vom Gericht Gottes, welches \u00fcber das g\u00f6tzendienerische Volk Israel beschlossen war. Er erfuhr, da\u00df Gott allein als Gott angebetet werden wollte, da\u00df Gott die Anbetung von G\u00f6tzen durch sein Volk nicht dulden sondern sehr hart bestrafen w\u00fcrde. Als K\u00f6nig Josia sich \u00fcber die Bedeutung der im Gesetzbuch geschriebenen Worte Gottes klar wurde, zeigte er seine tiefe Betroffenheit indem er seine Kleider zeriss.<\/p>\n<p>Hierdurch lernen wir, warum es so wichtig ist, Gottes Wort zu studieren und wie tief wir es studieren sollen. Ohne Gottes Wort h\u00e4tte Josia nicht viel mehr tun k\u00f6nnen, als den Tempel auszubessern, obwohl er Eifer hatte und entschlossen war, Gott zu dienen. Aber als das Wort Gottes in sein Herz kam, wurde ihm seine eigene Realit\u00e4t und die Realit\u00e4t seines Volkes so bewu\u00dft \u2013 wie sie aus der Sicht Gottes war.  Wenn wir Gottes Wort in unser Herz einlassen, zeigt es uns, wer wir sind und wie wir vor Gott stehen. Ohne Gottes Wort haben wir nicht einmal dann Problembewu\u00dftsein, wenn wir unser Leben von S\u00fcnde \u00fcberflie\u00dft. Nat\u00fcrlich studieren wir Gottes Wort durch viele Gelegenheiten (T\u00e4glich Brot lesen, w\u00f6chentliches Bibelstudium, Predigt h\u00f6ren usw.). Aber wir sollen das Wort Gottes auch so tief in unsere Herzen einlassen, bis es uns und unsere Lage erleuchtet, wie es bei Josia der Fall war.<\/p>\n<p>Was tat K\u00f6nig Josia, als er erkannte, da\u00df seinem Volk das Gericht Gottes drohte? Er gab seinen h\u00f6chsten Beamten einen Sonderauftrag. Lesen wir Vers 13: \u201e<strong>Geht hin und befragt den HERRN f\u00fcr mich, f\u00fcr das Volk und f\u00fcr ganz Juda \u00fcber die Worte dieses Buches, das gefunden ist; denn gro\u00df ist der Grimm des HERRN, der \u00fcber uns entbrannt ist, weil unsere V\u00e4ter nicht den Worten dieses Buches gehorcht haben und nicht alles taten, was darin geschrieben ist.\u201c<\/strong> Unter dem Eindruck des gro\u00dfen Zornes Gottes, reagierte Josia weder rebellisch noch schicksalsergeben. Stattdessen lie\u00df er Gott befragen. Er wollte von Gott erfahren, was Gott in der Zukunft tun w\u00fcrde und was er selbst am Besten tun k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Betrachten wir weiter die Verse 14-20. K\u00f6nig Josia sandte den Priester Hilkija und vier weitere M\u00e4nner zur Prophetin Hulda. Die Prophetin best\u00e4tigte, da\u00df das Gericht Gottes \u2013 wie im Gesetzbuch beschrieben &#8211; unausweichlich \u00fcber Jerusalem und seine Einwohner kommen w\u00fcrde. Gottes Gericht \u00fcber den Stamm Juda war fest beschlossen. Aber Josia, weil er von Herzen auf Gottes Wort reagiert hatte, sollte verschont werden.<\/p>\n<p>Betrachten wir dazu die Verse 19 und 20: &#8222;<strong>Weil du im Herzen betroffen bist und dich gedem\u00fctigt hast vor dem HERRN, als du h\u00f6rtest, was ich geredet habe gegen diese St\u00e4tte und ihre Einwohner, dass sie sollen zum Entsetzen und zum Fluch werden, und weil du deine Kleider zerrissen hast und vor mir geweint hast, so habe ich&#8217;s auch erh\u00f6rt, spricht der HERR. 20 Darum will ich dich zu deinen V\u00e4tern versammeln, damit du mit Frieden in dein Grab kommst und deine Augen nicht sehen all das Unheil, das ich \u00fcber diese St\u00e4tte bringen will. &#8230;.\u201c<\/strong> (19.20a) Weil K\u00f6nig Josia Gott gesucht hatte und die Worte Gottes angenommen hatte und sich vor Gott gedem\u00fctigt hatte, wollte Gott ihn vor diesem Gericht verschonen, d.h. Gott wollte das Unheil \u00fcber Juda erst nach dem Tod K\u00f6nig Josias kommen lassen.<\/p>\n<p>Nachdem K\u00f6nig Josia Gottes Stellungnahme erfahren hatte, h\u00e4tte er nun aufatmen und sagen k\u00f6nnen: Gott sei dank kommt das Gericht nicht zu meinen Lebzeiten. Zu meiner Regierungszeit wird es noch eine gute Zeit geben. Er h\u00e4tte sagen k\u00f6nnen: \u201eErst nach mir die Sintflut \u2013 darum braucht mich das nicht zu k\u00fcmmern, ich mu\u00df weiter nichts tun.\u201c<\/p>\n<p>Was ist die Erkenntnis des Willens Gottes wert? Selbst die beste und tiefste Erkenntnis hat keine Bedeutung, wenn wir nicht danach handeln. Doch K\u00f6nig Josia wollte dem Willen Gottes entsprechend handeln.<\/p>\n<p>Was tat der K\u00f6nig? <span style=\"text-decoration: underline;\">Zum Ersten:<\/span> Er schlo\u00df einen Bund zwischen seinem Volk und Gott. Betrachten wir Kap 23,1-3. <strong>\u201eU<\/strong><strong>nd der K\u00f6nig sandte hin und es versammelten sich bei ihm alle \u00c4ltesten Judas und Jerusalems. 2 Und der K\u00f6nig ging hinauf ins Haus des HERRN und alle M\u00e4nner Judas und alle Einwohner von Jerusalem mit ihm, Priester und Propheten und alles Volk, Klein und Gro\u00df. Und man las vor ihren Ohren alle Worte aus dem Buch des Bundes, das im Hause des HERRN gefunden war. <\/strong><strong>3 Und der K\u00f6nig trat an die S\u00e4ule und schloss einen Bund vor dem HERRN, dass sie dem HERRN nachwandeln sollten und seine Gebote, Ordnungen und Rechte halten von ganzem Herzen und von ganzer Seele, um zu erf\u00fcllen die Worte dieses Bundes, die geschrieben stehen in diesem Buch. Und alles Volk trat in den Bund.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Der K\u00f6nig wollte seinem Volk helfen, Bu\u00dfe zu tun. So lud er das ganze Volk zum Bibelstudium ein. Er lie\u00df das Gesetzbuch Gottes vorlesen und schlo\u00df f\u00fcr das Volk einen Bund mit Gott, mit dem Inhalt, da\u00df sie nach den Geboten Gottes handeln und Gott dienen sollten. Und das Volk trat in diesen Bund ein.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Zum Zweiten:<\/span> K\u00f6nig Josia rottete die G\u00f6tzen in Juda und in Israel aus. Betrachten wir seine Schritte in Kap 23,4-24. \u201e<strong>Und der K\u00f6nig gebot dem Hohenpriester Hilkija und dem zweitobersten Priester und den H\u00fctern der Schwelle, dass sie aus dem Tempel des HERRN hinaustun sollten alle Ger\u00e4te, die dem Baal und der Aschera und allem Heer des Himmels gemacht waren. Und er lie\u00df sie verbrennen drau\u00dfen vor Jerusalem im Tal Kidron und ihre Asche nach Bethel bringen.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Nach diesem Anfang setzte Josia die G\u00f6tzenpriester ab, er lie\u00df das Bild der Aschera aus Jerusalems Tempel entfernen und verbrennen, er brach die H\u00e4user der Tempelhurer ab, welche es beim Tempel gab; er machte im ganzen Land die H\u00f6hen unbrauchbar. Er machte im Tal Ben-Hinnom das Tofet unrein, das ist der Ort, an dem die Menschen ihre Kinder dem G\u00f6tzen Moloch geopfert hatten. Er schaffte die Pferde und Wagen ab, die f\u00fcr die Anbetung der Sonne bestimmt waren.<\/p>\n<p>Die G\u00f6tzenalt\u00e4re seiner Vorfahren Ahas und Manasse brach K\u00f6nig Josia ab; er zerst\u00f6rte die H\u00f6hen, welche K\u00f6nig Salomo \u00f6stlich von Jerusalem f\u00fcr die G\u00f6tzen Astarte, Kemosch und Milkom hatte bauen lassen. Im ganzen Land zerbrach er Steinmale und hieb Ascherabilder um.<\/p>\n<p>Auch im Gebiet von Samaria zerst\u00f6rte er die G\u00f6tzenalt\u00e4re. In der Stadt Bethel verbrannte er Menschenknochen auf dem Altar, welchen K\u00f6nig Jerobeam hatte errichten lassen. Nachdem er ihn auf diese Weise unrein gemacht hatte, zerst\u00f6rte er ihn. So erf\u00fcllte er die Gerichtsworte, die mehr als 200 Jahre fr\u00fcher durch einen Propheten zu Jerobeam geredet worden waren.<\/p>\n<p>Zusammenfassend lesen wir in Vers 24: <strong>\u201eAuch rottete Josia aus alle Geisterbeschw\u00f6rer, Zeichendeuter, Abg\u00f6tter und G\u00f6tzen und alle Gr\u00e4uel, die im Lande Juda und in Jerusalem zu sehen waren, damit er erf\u00fcllte die Worte des Gesetzes, die geschrieben standen in dem Buch, das der Priester Hilkija im Hause des HERRN gefunden hatte.\u201c <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Zum Dritten:<\/span> K\u00f6nig Josia hielt den Bund mit Gott. Betrachten wir Vers 21: \u201e<strong>Und der K\u00f6nig gebot dem Volk: Haltet dem HERRN, eurem Gott, Passa, wie es geschrieben steht in diesem Buch des Bundes!\u201c<\/strong> Nach Gottes Willen sollte sein Volk das Passafest jedes Jahr feiern, um sich daran zu erinnern, wie Gott sie aus der Sklaverei in \u00c4gypten gerettet hatte. Von der Zeit der Richter an, bis zum achtzehnten Lebensjahr des K\u00f6nigs Josia war dieses Passafest nicht mehr richtig gefeiert worden<strong>. <\/strong><\/p>\n<p>Die radikale Ausrottung des G\u00f6tzendienstes war wirklich eine gr\u00fcndliche Abkehr von der S\u00fcnde. Doch Bu\u00dfe ist nicht vollst\u00e4ndig allein mit der Abkehr von der S\u00fcnde. Bu\u00dfe soll dar\u00fcber hinaus auch eine Hinkehr zu Gott sein. Mit anderen Worten sollen wir Gott gehorchen, indem wir Gottes Willen tun. Dies tat Josia mit dem Halten des Passafestes.<\/p>\n<p>Was kommentierte der Verfasser \u00fcber ihn? Lesen wir gemeinsam Vers 25. \u201e<strong>Seinesgleichen war vor ihm kein K\u00f6nig gewesen, der so von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kr\u00e4ften sich zum HERRN bekehrte, ganz nach dem Gesetz des Mose, und nach ihm kam seinesgleichen nicht auf.\u201c <\/strong>Josias konsequente Bu\u00dfe und die Hingabe, mit der er sich bem\u00fchte, ganz nach Gottes Willen zu handeln, sind unter allen K\u00f6nigen Israels und Judas un\u00fcbertroffen und werden sehr gelobt.<\/p>\n<p>Aber welchen Plan hatte Gott auch dann noch, nachdem Josia all dies getan hatte? In Kap. 23,26.27 lesen wir:<strong> \u201eDoch kehrte sich der HERR nicht ab von dem Grimm seines gro\u00dfen Zorns, mit dem er \u00fcber Juda erz\u00fcrnt war um all der \u00c4rgernisse willen, durch die ihn Manasse erz\u00fcrnt hatte. 27 Und der HERR sprach: Ich will auch Juda von meinem Angesicht tun, wie ich Israel weggetan habe, und will diese Stadt verwerfen, die ich erw\u00e4hlt hatte, Jerusalem, und das Haus, von dem ich gesagt hatte: Mein Name soll dort sein.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Gott hatte Josias Bu\u00dfe angenommen. Aber Gott war weiterhin zornig \u00fcber Manasses G\u00f6tzendienst und \u00fcber das Volk, das \u2013 im Gegensatz zu Josia &#8211; keine bleibende Bu\u00dfe getan hatte. So hei\u00dft es in den Chronikb\u00fcchern: \u201e<strong>Auch alle Oberen Judas und die Priester und das Volk vers\u00fcndigten sich noch mehr mit all den gr\u00e4ulichen Sitten der Heiden und machten unrein das Haus des HERRN, das er geheiligt hatte in Jerusalem.\u201c<\/strong> (2.Chron 36,14)<\/p>\n<p>Wie starb K\u00f6nig Josia? Betrachten wir die Verse 29 und 30. \u201e<strong>Pharao Necho, der K\u00f6nig von \u00c4gypten, <\/strong>[zog] <strong>herauf gegen den K\u00f6nig von Assyrien an den Strom Euphrat.\u201c<\/strong> K\u00f6nig Josia stellte sich der Armee des Pharao entgegen<strong>, aber Necho<\/strong> besiegte Josia und <strong>t\u00f6tete ihn in Megiddo.<\/strong><\/p>\n<p><strong>III. Gottes Zorn \u00fcber Juda (Kap 23,31-25,30)<\/strong><\/p>\n<p>Wie ging es weiter mit dem Reich Juda? Josias Sohn Joahas wurde K\u00f6nig. Betrachten wir die Verse 31a und 32. <strong> \u201eDreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, als er K\u00f6nig wurde; und er regierte drei Monate zu Jerusalem. [&#8230;] <\/strong><strong>Und er tat, was dem HERRN missfiel, wie seine V\u00e4ter getan hatten.\u201c<\/strong> Obwohl er nur drei Monate regierte, erregte er Gottes Mi\u00dffallen. Er wurde vom Pharao Necho abgesetzt und an seiner Stelle wurde sein Bruder, der f\u00fcnfundzwanzigj\u00e4hrige Jojakim, K\u00f6nig. Jojakim regierte 11 Jahre. \u201e<strong>Und er tat, was dem HERRN missfiel, wie seine V\u00e4ter getan hatten.\u201c<\/strong> [37)<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Jojakims Regierungszeit unterwarf<strong> Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babel, <\/strong>Juda zum ersten Mal. Juda wurde zu einem Vasallenstaat Babylons. Aber nach drei Jahren brach Juda das B\u00fcndnis mit Babylon.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte hier eine Stelle aus dem Buch des Propheten Jeremia zitieren (Jer 36,1-3 u. 23.24) <strong>\u201eIm vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des K\u00f6nigs von Juda, geschah dies Wort zu Jeremia vom HERRN: 2 Nimm eine Schriftrolle und schreibe darauf alle Worte, die ich zu dir geredet habe \u00fcber Israel, \u00fcber Juda und alle V\u00f6lker von der Zeit an, da ich zu dir geredet habe, n\u00e4mlich von der Zeit Josias an bis auf diesen Tag. 3 Vielleicht wird das Haus Juda, wenn sie h\u00f6ren von all dem Unheil, das ich ihnen zu tun gedenke, sich bekehren, ein jeder von seinem b\u00f6sen Wege, damit ich ihnen ihre Schuld und S\u00fcnde vergeben kann.\u201c <\/strong>Die Schriftrolle wurde K\u00f6nig Jojakim vorgelesen.<strong> \u201eWenn aber Jehudi drei oder vier Spalten gelesen hatte, schnitt er<\/strong> [d.h. K\u00f6nig Jojakim] <strong>sie ab mit einem Schreibmesser und warf sie ins Feuer, das im Kohlenbecken war, bis die Schriftrolle ganz verbrannt war im Feuer.  24 Und niemand entsetzte sich und zerriss seine Kleider, weder der K\u00f6nig noch seine Gro\u00dfen, die doch alle diese Worte geh\u00f6rt hatten.\u201c<\/strong> (23.24) Gott wollte K\u00f6nig Jokajim und dem Volk von Juda Gelegenheit zur Bu\u00dfe geben, Gott suchte so nach einer M\u00f6glichkeit, ihre Schuld und S\u00fcnde zu vergeben. Aber sie lehnten die Bu\u00dfe ab.<\/p>\n<p>Sehen wir uns Vers 24,2-4 an. \u201e<strong>Da lie\u00df der HERR \u00fcber ihn Scharen von Kriegsleuten kommen aus Chald\u00e4a, aus Aram, aus Moab und aus Ammon und sandte sie gegen Juda, dass sie ihn vernichteten nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch seine Knechte, die Propheten. 3 Aber das geschah Juda nach dem Wort des HERRN, dass er es von seinem Angesicht t\u00e4te um der S\u00fcnden Manasses willen, die er getan hatte, 4 auch um des unschuldigen Blutes willen, das er vergoss, sodass er Jerusalem mit unschuldigem Blut erf\u00fcllte. Das wollte der HERR nicht vergeben.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Die S\u00fcnde des fr\u00fcheren K\u00f6nigs Manasse und des Volkes Judas war so gro\u00df, da\u00df Gott ihnen nicht vergeben, sondern sie vernichten wollte.<\/p>\n<p>Nach Jokakim wurde sein achtzehnj\u00e4hriger Sohn Jojachin K\u00f6nig. Er regierte nur drei Monate zu Jerusalem. <strong>\u201eUnd er tat, was dem HERRN missfiel, wie sein Vater getan hatte.\u201c (24,9)<\/strong> Erneut wurde Jerusalem von babylonischen Soldaten belagert,<strong> \u201eund der K\u00f6nig von Babel nahm <\/strong>[Jojachin]<strong> gefangen &#8230;\u201c (24,12) <\/strong>Bei dieser Gelegenheit raubte der K\u00f6nig von Babel alle Sch\u00e4tze aus dem Tempel und aus dem k\u00f6niglichen Palast und f\u00fchrte 10.000 Menschen gefangen nach Babel. Dann machte er Mattanja, Jojachins Onkel, zum K\u00f6nig und \u00e4nderte seinen Namen um in Zedekia.<\/p>\n<p>Zedekia war einundzwanzig Jahre alt, als er K\u00f6nig wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem. <strong> \u201eUnd er tat, was dem HERRN missfiel, wie Jojakim getan hatte.\u201c <\/strong>(19)<\/p>\n<p>Der Verfasser kommentiert dazu in Vers 20: <strong>\u201eDenn so geschah es mit Jerusalem und Juda um des Zornes des HERRN willen, bis er sie von seinem Angesicht wegstie\u00df.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>In 2.Chronik finden wir, wie Gott selbst in dieser Zeit Zedekia und seinem Volk noch helfen wollte, zu ihm umzukehren. <strong>\u201eUnd der HERR, der Gott ihrer V\u00e4ter, lie\u00df immer wieder gegen sie reden durch seine Boten; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung. 16 Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und verh\u00f6hnten seine Propheten, bis der Grimm des HERRN \u00fcber sein Volk wuchs und es kein Vergeben mehr gab.\u201c <\/strong>(2.Chron 36,15.16)<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich kam der K\u00f6nig von Babel erneut mit seiner ganzen Macht gegen Jerusalem, belagerte die Stadt und nahm sie nach knapp zwei Jahren, am 16. Juli des Jahres 586 v. Chr., ein.<\/p>\n<p>Was geschah mit dem Tempel und mit der Stadt Jerusalem und mit ihren Bewohnern? Betrachten wir die Verse 8-16. <strong>\u201eAm siebenten Tage des f\u00fcnften Monats, das ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babel, kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, als Feldhauptmann des K\u00f6nigs von Babel nach Jerusalem 9 und verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des K\u00f6nigs und alle H\u00e4user in Jerusalem; alle gro\u00dfen H\u00e4user verbrannte er mit Feuer. 10 Und die ganze Heeresmacht der Chald\u00e4er, die dem Obersten der Leibwache unterstand, riss die Mauern Jerusalems nieder.\u201c<\/strong> (8-10)<\/p>\n<p>Bis auf einige Weing\u00e4rtner und Bauern wurde nun das ganze \u00fcbriggebliebene Volk in die Gefangenschaft nach Babel weggef\u00fchrt. Was sich in Jerusalem an Edelmetallen und sonstigen Wertgegenst\u00e4nden fand wurde als Beute geraubt. Das war das Ende des Reiches Juda, des Tempels und der Stadt Jerusalem.<\/p>\n<p>\u00dcber das zur\u00fcckgelassene einfache Volk des Landes setzte der babylonische K\u00f6nig einen Statthalter, Gedalja, ein. Aber einige \u00fcbriggebliebene Kriegsleute in Juda machten eine Verschw\u00f6rung gegen Gedalja und t\u00f6teten ihn.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Daraufhin \u201e.. machte sich das ganze Volk auf, Klein und Gro\u00df, und die Obersten des Kriegsvolkes und zogen nach \u00c4gypten; denn sie f\u00fcrchteten sich vor den Chald\u00e4ern.\u201c<\/strong> (26)<\/p>\n<p>Jetzt war praktisch niemand mehr vom Stamm Juda in seiner Heimat. Die einen waren gefangen, die anderen ins Ausland geflohen. So gr\u00fcndlich \u00fcbte Gott Gericht \u00fcber den G\u00f6tzendienst seines Volkes. Nach den St\u00e4mmen des Nordreiches Israel hatte nun auch der Stamm Juda jeglichen Segen Gottes \u2013 den Tempel, die Hauptstadt Jerusalem und das ganze verhei\u00dfene Land \u2013 verloren. Das war die Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie den HERRN, ihren Gott verlassen und G\u00f6tzen angebetet hatten. Das war die Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie \u2013 mit Ausnahme K\u00f6nig Josias \u2013 der Aufforderung Gottes zur Bu\u00dfe nicht gefolgt waren.<\/p>\n<p>Nach siebenunddrei\u00dfig Jahren Gefangenschaft begnadigte Ewil-Merodach, der K\u00f6nig von Babel, Jojachin, den K\u00f6nig von Juda, lie\u00df ihn aus seinem Gef\u00e4ngnis kommen.<\/p>\n<p>Ich lerne <strong>Erstens<\/strong>, da\u00df ich wie Josia nach Gott suchen soll. Schon seit 30 Jahren bin ich ein Christ und versuche auch so zu leben. Aber was suche ich in Wirklichkeit in meinem Leben? Ich suche in erster Linie nicht Gott, sondern Gl\u00fcck, Freude, Zufriedenheit f\u00fcr mich selbst. Doch Gott hat mich f\u00fcr die Beziehung mit ihm geschaffen, um durch diese Beziehung mein Leben gl\u00fccklich und erf\u00fcllt zu machen. Deshalb will ich neu beginnen, Gott zu suchen.<\/p>\n<p><strong>Zweitens<\/strong>: Ich mu\u00df Gottes Wort mehr studieren. Eifer und Entschlossenheit reichten bei Josia nicht aus, so da\u00df er nur \u00e4u\u00dferliche Dinge verbessern konnte, wie den Tempel auszubessern. Aber er konnte das eigentliche Problem nicht einmal wahrnehmen. Obwohl die G\u00f6tzen Gott so sehr ver\u00e4rgerten.<\/p>\n<p>Als Gottes Wort zu ihm kam, kam damit das Licht, das ihm seine g\u00f6tzendienerische Umgebung zeigte und das Ausma\u00df der S\u00fcnde kam ihm zu Bewu\u00dftsein. Ich h\u00f6re Gottes Wort oft und fast bei jeder Predigt nehme ich Gottes Wort mit den Ohren auf. Aber doch habe ich Gottes Wort kaum jemals so geh\u00f6rt, wie Josia. Ich habe sehr oft vers\u00e4umt, vor Gottes Wort eine pers\u00f6nliche Stellungnahme zu schreiben und Bu\u00dfe zu tun. Meine Erkenntnis besteht vor allem in Kenntnissen. Mein Bewu\u00dftsein ist oberfl\u00e4chlich, so, da\u00df ich mir nur wenig Gedanken \u00fcber Gottes Willen und \u00fcber die reale geistliche Notlage meiner Mitmenschen mache, die dem Gericht Gottes entgegengehen.<\/p>\n<p><strong>Drittens<\/strong>: Ich will meine G\u00f6tzen ablegen. Was sind meine G\u00f6tzen? G\u00f6tzen sind die Dinge, die an die Stelle von Gott treten. Ich soll Gott ehren und anbeten. Gott ehren, weil er die wichtigste Person f\u00fcr das ganze Universum und auch f\u00fcr mich ist, Gott anbeten und von ihm alles erwarten, weil nur er alle meine Bed\u00fcrfnisse wirklich stillen kann. Alles, was ich anstelle von Gott ehre oder von dem ich anstelle von Gott eine Hilfe f\u00fcr mein Leben erwarte, ist ein G\u00f6tze. Jesus sagte einmal, da\u00df man nicht Gott und dem Geld (Mammon) dienen kann. Entweder ich setze meine Hoffnung auf Gott, oder ich vertraue auf die Macht des Geldes, das damit zum G\u00f6tzen wird.<\/p>\n<p>Ich will Gott wieder neu als meinen Gott annehmen und ehren: als den, der mir mein Leben gegeben hat, als den, der allein mein Leben segnet, und es sinnvoll und gl\u00fccklich macht und als den, der mein h\u00f6chstes Lebensziel ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der Grimm seines gro\u00dfen Zorns \u201eDoch kehrte sich der Herr nicht ab von dem Grimm seines gro\u00dfen Zorns, mit dem er \u00fcber Juda erz\u00fcrnt war um all der \u00c4rgernisse willen, durch die ihn Manasse erz\u00fcrnt hatte.\u201d (2.K\u00f6n 23,26) Durch die letzte Lektion haben wir erfahren, wie Israel unterging. Der Grund war G\u00f6tzendienst. 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