{"id":2012,"date":"2012-04-30T23:01:11","date_gmt":"2012-04-30T22:01:11","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=2012"},"modified":"2022-11-18T12:24:10","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:10","slug":"predigt-2-konige-181-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-konige-181-2021\/","title":{"rendered":"Predigt: 2.K\u00f6nige 18,1 &#8211; 20,21"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/P15-2K1801-2021.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Hiskias Glaube und Gebet<\/strong><\/span><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Nun aber, Herr, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle K\u00f6nigreiche auf Erden erkennen, dass du, Herr, allein Gott bist.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2. K\u00f6n. 19,19)<\/p>\n<p>Nach einer langen Durststrecke und vielen H\u00f6hen und Tiefen begegnen wir im heutigen Text einem K\u00f6nig \u00fcber Juda, der von der Bibel mit den h\u00f6chsten T\u00f6nen gelobt wird, nicht weil er vollkommen war, sondern weil er eine ganz besondere Beziehung zu Gott pflegte. Seine Beziehung \u00e4u\u00dfert sich, wie im Titel angegeben, unter anderem durch seinen Glauben an Gott und durch sein Gebet. Es ist offensichtlich, dass Gott Gefallen an Hiskias Glaubensleben hatte. Gott erh\u00f6rte seine Gebete unverz\u00fcglich. Was machte Hiskias Beziehung zu Gott so besonders? Und was k\u00f6nnen wir f\u00fcr uns ableiten und f\u00fcr unsere Beziehung zu Gott lernen? M\u00f6ge Gott, der uns umfassend segnen m\u00f6chte und uns Freude und Gl\u00fcck schenken will, mit seinem Wort ansprechen und unsere Herzen erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong>Teil I\tHiskias Reformen und Anfechtungen (Kap. 18)<\/strong><\/p>\n<p>Hiskia war 25 Jahre alt, als er K\u00f6nig wurde. Vers 3 sagt \u00fcber ihn: <strong>\u201eUnd er tat, was dem Herrn wohlgefiel, ganz wie sein Vater David.\u201c<\/strong> Wir kennen Gottes Ma\u00dfstab f\u00fcr die K\u00f6nige Judas. David war die unangefochtene Nr. 1 unter den K\u00f6nigen, weil er ein Mann ganz nach dem Herzen Gottes war. Hiskia geb\u00fchrt h\u00f6chste Anerkennung, weil er, wie David, tat, was dem Herrn wohlgefiel.<\/p>\n<p>Was genau tat er, wodurch erfreute er Gott? Vers 4: <strong>\u201eEr entfernte die H\u00f6hen und zerbrach die Steinmale und hieb das Bild der Aschera um und zerschlug die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte. Denn bis zu dieser Zeit hatte ihr Israel ger\u00e4uchert, und man nannte sie Nehuschtan.\u201c<\/strong> Er war nicht der einzige K\u00f6nig, der die G\u00f6tzenbilder zerschlug. Aber er war der erste K\u00f6nig, der die H\u00f6hen entfernte, wozu seine Vorg\u00e4nger nicht imstande gewesen waren. Gerade die letzte Lektion hat uns das verheerende Ausma\u00df der H\u00f6henanbetung vor Augen gef\u00fchrt. Nun gab es keine andere Anbetungsst\u00e4tte mehr au\u00dfer dem Tempel Gottes, f\u00fcr den er auch bestimmt war. Doch in seinem Eifer f\u00fcr den Herrn ging Hiskia noch einen entscheidenden Schritt weiter. Er zerschlug sogar die eherne Schlage, die Mose gemacht hatte, um das damalige Volk vor den Giftschlangen zu erretten. F\u00fcr Historiker ist die Zerst\u00f6rung der ehernen Schlange eine Katastrophe. In vielen Kirchen w\u00e4re sie auch heute als heilige Reliquie verehrt worden. Und selbst wir k\u00f6nnten der ehernen Schlange nachtrauern, schlie\u00dflich zerschlug Hiskia ein St\u00fcck Geschichtsbewusstsein. Doch wir lernen die Werteordnung des K\u00f6nigs kennen. Der Schlange wurden R\u00e4ucheropfer dargebracht und sie bekam sogar einen Namen. Somit wurde sie in das Hoheitsgebiet Gottes hochgehievt. F\u00fcr Hiskia inakzeptabel. Er machte kurzen Prozess. Geschichtsbewusstsein hin oder her. Nichts und niemand darf weder Gott ersetzen noch Gott gleichgestellt werden.<\/p>\n<p>Das Entfernen der G\u00f6tzenbilder und der H\u00f6hen stellen tiefgreifende religi\u00f6se Reformen dar, die der K\u00f6nig durchsetzte. Sie waren sicher nicht popul\u00e4r aber gerade dadurch zeigt Hiskia, dass er kein Populist war. Er orientierte sich weder an die mehrheitliche Stimmungslage im Volk noch lie\u00df er sich von eigenen W\u00fcnschen und Gedanken treiben. Er orientierte sich einzig und allein am Willen Gottes und das zeichnet ihn aus.<\/p>\n<p>So hei\u00dft es weiter \u00fcber ihn: <strong>\u201eEr vertraute dem Herrn, dem Gott Israels, so dass unter allen K\u00f6nigen von Juda seinesgleichen nach ihm nicht war noch vor ihm gewesen ist. Er hing dem Herrn an und wich nicht von ihm ab und hielt seine Gebote, die der Herr dem Mose geboten hatte. Und der Herr war mit ihm, und alles, was er sich vornahm, gelang ihm.\u201c<\/strong> (5-7a) Ein bibeltreuer K\u00f6nig mit enger, pers\u00f6nlicher Beziehung zu Gott. Was w\u00fcnscht man sich mehr? Gott best\u00e4tigte sein treues Glaubensleben, indem ihm alles gelang.<\/p>\n<p>Was gelang ihm bspw.? Er l\u00f6ste sich z.B. vom assyrischen K\u00f6nig, der soeben das Nordreich Israel verschluckt und weggef\u00fchrt hatte. Zudem schlug er den ewigen Feind, die Philister, zur\u00fcck, bis nach Gaza.<\/p>\n<p>Was geschah allerdings im 6. Regierungsjahr? Nach 3 Jahren Belagerung nahm Assyrien Samaria ein und f\u00fchrte das Volk mit sich. Den Grund haben wir in der letzten Lektion  in aller Ausf\u00fchrlichkeit erfahren und er wird auch im Vers 12 wiedergegeben: <strong>\u201eweil sie nicht gehorcht hatten der Stimme des Herrn, ihres Gottes, und seinen Bund \u00fcbertreten hatten und alles, was Mose, der Knecht des Herrn, geboten hatte; sie hatten nicht gehorcht und nicht danach getan.\u201c<\/strong> Der K\u00f6nig von Assyrien war Gottes Gerichtsinstrument, um die Gottlosigkeit Israels zu strafen.<\/p>\n<p>Was geschah im 14. Regierungsjahr Hiskias? Sanherib, der assyrische K\u00f6nig griff Juda an und nahm alle seine festen St\u00e4dte ein. Die assyrische Bedrohung hatte die Tore Jerusalems erreicht.<\/p>\n<p>Wie ging Hiskia mit dieser existentiellen Bedrohung um, die die ganze Nation ersch\u00fctterte? Betrachten wir die Verse 14ff, so erfahren wir, dass er leider Gottes nicht gerade souver\u00e4n mit der Krise umgegangen ist. Er unterwarf sich erneut der \u00dcbermacht und bezahlte den geforderten Tribut, auch mit den Sch\u00e4tzen des Hauses Gottes und lie\u00df die T\u00fcre des Tempels demontieren.<\/p>\n<p>Hiskia zahlte einen hohen und bitteren Preis. Hat er sich im Nachhinein gelohnt? Verse 17 ff verneinen diese Vermutung. Assyriens K\u00f6nig sandte drei seiner h\u00f6chsten Funktion\u00e4re samt gro\u00dfer Heeresmacht nach Jerusalem. Umsonst hatte sich Hinskia unterworfen und umsonst die Kostbarkeiten des Tempels fortgegeben. Assyrien rollte wie ein langsamer aber schwerer Walzer \u00fcber das Land. War nun Jerusalem an der Reihe, plattgewalzt zu werden?<\/p>\n<p>Weil Hiskia nicht erschien, ergriff Rabschake das Wort und richtete es an die Gro\u00dfen des K\u00f6nigs. Rabschake war nicht sein Name, sondern seine Amtsbezeichnung. Er war so etwas wie der Gro\u00dfwesir des K\u00f6nigs, sein Redner. Und er verstand seine Aufgabe sehr gut. Er sch\u00f6pfte aus dem vollen Repertoire der psychologischen Kriegsf\u00fchrung. In den Versen 19 und 20 hinterfragte er Hiskias Vertrauen, um ihn zu verunsichern. Dabei unterstellte er ihm Mangel an Logik und Denkverm\u00f6gen. Im Vers 21 redete er Hiskias einzigen Verb\u00fcndeten klein, n\u00e4mlich \u00c4gypten. \u201eDu stehst ganz allein dar, mit dem R\u00fccken zur Wand\u201c, war seine Botschaft. Im Vers 22 griff er Hiskias Gottvertrauen an. \u201eDu hast die H\u00f6hen und Alt\u00e4re deines Gottes entfernen lassen. Sollte er dir noch helfen?\u201c. Im Vers 23 verspottete er Hiskia. Er selber wollte ihm 2000 Rosse geben aber Hiskia hatte nicht einmal so viele Reiter wie Assyrien Kriegspferde. Im Vers 24 geht es weiter: \u201eDu kannst nicht einmal den schw\u00e4chsten aus unserer Reihen zur\u00fccktreiben\u201c. Vers 25: \u201eMeinst du es war meine Idee dich plattzumachen? Der Herr hat mir\u2019s geboten: Zieh hinauf in dies Land und verdirb es!\u201c (damit hatte er nicht ganz Unrecht). Rabschake schoss zwar keine Pfeile ab, daf\u00fcr aber ein Verbalpacket, vollgestopft mit politischer, milit\u00e4rischer, psychologischer, moralischer und geistlicher Einsch\u00fcchterung. Die Beamten Hiskias versuchten Schadensminimierung zu betreiben und die Sprache von hebr\u00e4isch auf aram\u00e4isch zu wechseln, um das Volk vor der Versuchung des Feindes zu sch\u00fctzen, doch da hatten sie sich mit dem falschen angelegt. Rabschake beabsichtigte sehr bewusst auch die Stadtbewohner zu erreichen. Im Vers 28 rief er laut auf Hebr\u00e4isch, um das Vertrauen der Bewohner in ihren K\u00f6nig zu zerr\u00fctten. Und mit s\u00fc\u00dfen Versprechungen wollte er sie in sein Land locken. Ist das nicht erstaunlich? Gott verhie\u00df den Israeliten Milch und Honig im verhei\u00dfenen Land. Rabschake bot vieles mehr, Wein, Feigen, Korn, Brot, \u00d6l, Brunnen usw. Doch um das Volk von Gottes Verhei\u00dfung zu trennen und vom Land der Verhei\u00dfung, musste er ihr heiligstes angreifen, n\u00e4mlich Gott selbst und das machte er auch. Vers 35: <strong>\u201eWo ist ein Gott unter den G\u00f6ttern aller L\u00e4nder, der sein Land aus meiner Hand errettet h\u00e4tte, dass allein der Herr Jerusalem aus meiner Hand erretten sollte?\u201c<\/strong> Er stellte Gott mit anderen G\u00f6ttern und G\u00f6tzen gleich und hatte keine Ahnung, aus welchem Grund sein Reich so m\u00e4chtig geworden war. Hatte er Erfolg mit seinen Reden? Vers 36: <strong>\u201eDas Volk aber schwieg still und antwortete ihm nichts, denn der K\u00f6nig hatte geboten: Antwortet ihm nichts.\u201c<\/strong> Es w\u00e4re besser gewesen, sie h\u00e4tten \u00fcberhaupt nicht zugeh\u00f6rt, denn allzu leicht verfallen wir der Versuchung, aber immerhin h\u00f6rten sie auf ihren K\u00f6nig.<\/p>\n<p><strong>Teil II\tHiskias Glaube (Kap. 19-20)<\/strong><\/p>\n<p>Was tat Hiskia, als er all diese Worte mitgeteilt bekam? Betrachten wir Vers 1. Wie seine Beamten zerriss auch er seine Kleider. Daraufhin legte er einen Sack an und ging in das Haus des Herrn. Dann lie\u00df er Jesaja eine Nachricht zukommen. Diese Schritte geben Zeugnis \u00fcber Hiskias Glauben. Unter der gewaltigen Last brach er nicht ohnm\u00e4chtig zusammen. Er kam zu Gott. Vielleicht ist er vor Gott zusammengebrochen, aber das ist ok. Gott ist unsere Zuflucht, unser \u201ehiding place\u201c, vor ihm d\u00fcrfen wir zusammenbrechen. Wir m\u00fcssen sogar zu allererst zum Herrn kommen, gerade dann wenn es w\u00fctet und st\u00fcrmt. Im Anschluss suchte er Jesajas Unterst\u00fctzung. Er verlie\u00df sich nicht allein auf seine Beziehung zu Gott, sondern suchte den Rat und die Gebetsunterst\u00fctzung eines Mann Gottes. Auch wir ben\u00f6tigen den geistlichen Rat vertrauensw\u00fcrdiger Frauen und M\u00e4nner Gottes und ihre Gebetsunterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Im Vers 3 erfahren wir seine Botschaft an Jesaja: <strong>\u201eDas ist ein Tag der Not, der Strafe und der Schmach &#8211; wie wenn Kinder eben geboren werden sollen, aber die Kraft fehlt, sie zu geb\u00e4ren.\u201c<\/strong> Seine Nachricht zeigt, dass er die Lage sehr genau einsch\u00e4tzen konnte. Die Not und die Schmach waren Teil der Strafe Gottes. In der letzten Lektion haben wir erfahren, dass sich nicht nur das Nordreich Israel an Gott vers\u00fcndigt hatte. Auch Juda war betroffen. Auch sie hatten wenig Raum, f\u00fcr die Mahnungen und Warnungen Gottes durch die Propheten, im Herzen gehabt. Dennoch wand sich Hiskia an Gott, obwohl sein Land das Gericht verdient hatte und obwohl Assyrien von Gott selbst bestimmt worden war. Sein Glaube zeigt sich dadurch, dass er nicht schicksalsgebunden war. Vielmehr sch\u00f6pfte er aus seiner Beziehung zu seinem Gott.<\/p>\n<p>Einen weiteren Ausdruck seiner Beziehung zu Gott finden wir im Vers 4: <strong>\u201eVielleicht h\u00f6rt der Herr, dein Gott, alle Worte des Rabschake&#8230;um hohnzusprechen dem lebendigen Gott, und straft die Worte, die der Herr, dein Gott, geh\u00f6rt hat. So erhebe dein Gebet f\u00fcr die \u00dcbriggebliebenen, die noch vorhanden sind.\u201c<\/strong> Weil er Gott liebte und eine lebendige Beziehung zu ihm pflegte, konnte er es nicht ertragen, dass seinem Gott hohngesprochen wurde. So bat er auch Jesaja um Gebetsunterst\u00fctzung. Die Ehre Gottes ist unantastbar und sollte wiederhergestellt werden.<\/p>\n<p>Wie lautete Jesajas Antwort? Verse 6ff: <strong>\u201eSo spricht der Herr: F\u00fcrchte dich nicht vor den Worten, die du geh\u00f6rt hast, mit denen mich die Knechte des K\u00f6nigs von Assyrien gel\u00e4stert haben.\u201c<\/strong> Wie wertvoll ist das Wort Gottes! Wie wertvoll seine Zusage! \u201e<strong>F\u00fcrchte dich nicht vor den Worten\u201c<\/strong>, was brauchte Hiskia mehr als das Wort Gottes? Was brauchen du und ich mehr als das Wort Gottes? <strong>\u201eSiehe, ich will einen Geist \u00fcber ihn bringen, dass er ein Ger\u00fccht h\u00f6ren und in sein Land zur\u00fcckziehen wird und will ihn durchs Schwert f\u00e4llen in seinem Lande.\u201c<\/strong> Und so geschah es auch. Rabschake kehrte zur\u00fcck und sah seinen K\u00f6nig im Kampf gegen seine Feinde. Zudem bekam er zu h\u00f6ren, dass sein gr\u00f6\u00dfter Feind, \u00c4gypten, gerade im Anmarsch war. Unter Druck geraten, unternahm er einen zweiten Versuch, Hiskia zu demoralisieren und zur Aufgabe zur dr\u00e4ngen und sandte dieses Mal einen Brief, nachdem die Verbalattacke ergebnislos geblieben war. Und der Brief war genauso gestrickt wie Rabschakes Rede.<\/p>\n<p>Wie ging Hiskia mit dem Schriftst\u00fcck um? Lesen wir Verse 14 und 15: <strong>\u201eAls Hiskia den Brief von den Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf zum Hause des Herrn und breitete ihn aus vor dem Herrn und betete vor dem Herrn und sprach: Herr, Gott Israels, der du \u00fcber den Cherubim thronst, du bist allein Gott \u00fcber alle K\u00f6nigreiche auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht.\u201c<\/strong> Wir erhalten eine weitere Kostprobe seines Glaubens und seiner Beziehung zu Gott. Er nahm den Brief mit, ging zum Hause des Herrn und breitete ihn vor dem Herrn aus und betete. Wer ist Gott? Wie kann man Gott mit den G\u00f6tzen der Heiden gleichsetzen? <strong>\u201eHerr, Gott Israels\u201c<\/strong>, betete er <strong>\u201eder du \u00fcber den Cherubim thronst\u201c<\/strong> konnten das auch andere G\u00f6tter, \u00fcber den Cherubim thronen? <strong>\u201edu bist allein Gott \u00fcber alle K\u00f6nigreiche auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht.\u201c<\/strong> Gott ist der Herr \u00fcber die ganze Sch\u00f6pfung. Niemand steht \u00fcber ihm. Wie konnte ein K\u00f6nig behaupten den einzigwahren und allm\u00e4chtigen Gott, der alles geschaffen hat, besiegen zu k\u00f6nnen? <strong>\u201eHerr, neige deine Ohren und h\u00f6re, tu deine Augen auf und sieh und h\u00f6re die Worte Sanheribs, der hergesandt hat, um dem lebendigen Gott hohnzusprechen. Es ist wahr, Herr, die K\u00f6nige von Assyrien haben die V\u00f6lker mit dem Schwert umgebracht und ihre L\u00e4nder verw\u00fcstet und haben ihre G\u00f6tter ins Feuer geworfen, denn es waren nicht G\u00f6tter, sondern Werk von Menschenh\u00e4nden, Holz und Stein; darum haben sie sie vertilgt. Nun aber, Herr, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle K\u00f6nigreiche auf Erden erkennen, dass du, Herr, allein Gott bist.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ist das nicht erstaunlich? Menschen in unserer Zeit, gerade auch so viele Christen und wir sind sicher nicht ausgeschlossen, sind oft verwirrt und wissen nicht genau was es bedeutet dass Gott Herr ist und was es eigentlich bedeutet, dass er Sch\u00f6pfer aller Dinge ist und im Himmel thront. Sie wissen nicht was sie machen sollen, wenn Probleme auftauchen, wenn sie ratlos sind, wenn der Name Gottes gel\u00e4stert wird und vieles mehr&#8230; dabei haben wir die Bibel in allen m\u00f6glichen Variationen, Sprachen und \u00dcbersetzungen, wir haben exzellente Bibelkommentare und Studienbibeln, es gibt hervorragende Predigten und Prediger \u00fcberall auf der Welt und wir leben im Informationszeitalter und sind gebildet. Doch dieser K\u00f6nig, der verglichen mit uns in der Steinzeit lebte, in einer Stadt mitten in der W\u00fcste und all das nicht hatte, was wir heute haben, hat eine klare geistliche Weltordnung und einen klaren Glauben und erscheint vielen modernen Christen Lichtjahre voraus zu sein. Denn trotz der vielen Dinge die er nicht hatte, besa\u00df er das Entscheidende. Eine lebendige und funktionsf\u00e4hige Beziehung zu Gott.<\/p>\n<p>Und Gott antwortete ihm ein zweites Mal durch den Propheten Jesaja: <strong>\u201eSo spricht der Herr, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet hast um Sanheribs willen, des K\u00f6nigs von Assyrien, das habe ich geh\u00f6rt. Das ist&#8217;s, was der Herr gegen ihn geredet hat: Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet deiner. Die Tochter Jerusalem sch\u00fcttelt ihr Haupt hinter dir her. Wen hast du geh\u00f6hnt und gel\u00e4stert? \u00dcber wen hast du deine Stimme erhoben? Du hast deine Augen erhoben wider den Heiligen Israels! Du hast den Herrn durch deine Boten verh\u00f6hnt und gesagt: Ich bin mit der Menge meiner Wagen auf die H\u00f6hen der Berge gestiegen, in den innersten Libanon&#8230; Ich habe gegraben und getrunken die fremden Wasser und werde austrocknen mit meinen Fu\u00dfsohlen alle Fl\u00fcsse \u00c4gyptens. Hast du nicht geh\u00f6rt, dass ich es lange zuvor bereitet und von Anfang an geplant habe? Nun aber habe ich&#8217;s kommen lassen, dass du feste St\u00e4dte zerst\u00f6rtest zu w\u00fcsten Steinhaufen&#8230; Ich wei\u00df von deinem Aufstehen und Sitzen, deinem Ausziehen und Einziehen, und dass du tobst gegen mich. Weil du denn gegen mich tobst und dein \u00dcbermut vor meine Ohren gekommen ist, so will ich dir meinen Ring in deine Nase legen und meinen Zaum in dein Maul und will dich den Weg wieder zur\u00fcckf\u00fchren, den du hergekommen bist.\u201c<\/strong> (20-28) Gott sagte nichts anderes als: \u201eDu glaubst etwas Besonderes zu sein? Du bist nichts weiter als ein Ochse. Du hast gew\u00fctet und zerst\u00f6rt, weil ich es zugelassen habe. Doch nun werde ich dich mit einem Ring in der Nase wieder zur\u00fcckf\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Gott gab Hiskia ein Zeichen. In nur 2 Jahren w\u00fcrde wieder Normalit\u00e4t herrschen und das Volk konnte wieder s\u00e4en und ernten. Und die \u00dcbriggebliebenen Judas w\u00fcrden Wurzeln schlagen und Frucht tragen, d.h. wieder ans\u00e4ssig werden und gedeihen. Und am Ende seiner Prophezeiung f\u00fcgte Gott hinzu:<strong> \u201eDer Eifer des Herrn Zebaoth wird solches tun.\u201c<\/strong> (31) Gottes Antwort war klar und seine Erh\u00f6rung lie\u00df nicht lange auf sich warten. Vers 35: <strong>\u201eUnd in dieser Nacht fuhr aus der Engel des Herrn und schlug im Lager von Assyrien hundertf\u00fcnfundachtzigtausend <\/strong>(185.000)<strong> Mann. Und als man sich fr\u00fch am Morgen aufmachte, siehe, da lag alles voller Leichen.\u201c<\/strong> Bereits beim Bibelstudium haben wir erfahren, dass in der Gegend ein assyrisches Massengrab gefunden wurde und dass wir in der assyrischen Geschichtsschreibung ein peinliches Schweigen vorfinden, obwohl sie ansonsten sehr ausgiebig \u00fcber ihre Schlachtz\u00fcge berichtet. Als Sanherib nach Ninive kehrte und seinen Gott anbetete, erschlugen ihn seine S\u00f6hne mit dem Schwert und Gottes Wort erf\u00fcllte sich.<\/p>\n<p>Was berichtet Kapitel 20 \u00fcber die letzten 15 Jahre von Hiskia? Er wurde todkrank und sollte sterben und das best\u00e4tigte ihm Jesaja: <strong>\u201eSo spricht der Herr: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht am Leben bleiben.\u201c<\/strong> Sehr viele h\u00e4tten nach einer derartigen \u201eHiobsbotschaft\u201c mit der Welt abgeschlossen und im allerbesten Fall Klagelieder gedichtet. Was aber tat Hiskia? Vers 2: <strong>\u201eEr aber wandte sein Antlitz zur Wand und betete zum Herrn und sprach: Ach, Herr, gedenke doch, dass ich vor dir in Treue und mit rechtschaffenem Herzen gewandelt bin und getan habe, was dir wohlgef\u00e4llt. Und Hiskia weinte sehr.\u201c<\/strong> Selbst in der gr\u00f6\u00dften Not, quasi im Angesicht des Todes, zeigt sich die tiefe und innige Beziehung Hiskias zu Gott.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Als aber Jesaja noch nicht zum mittleren Hof hinausgegangen war, kam des Herrn Wort zu ihm: Kehre um und sage Hiskia, dem F\u00fcrsten meines Volks: So spricht der Herr, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet geh\u00f6rt und deine Tr\u00e4nen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen &#8211; am dritten Tage wirst du hinauf in das Haus des Herrn gehen und ich will f\u00fcnfzehn Jahre zu deinem Leben hinzutun und dich und diese Stadt erretten vor dem K\u00f6nig von Assyrien und diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.\u201c <\/strong>Ist das nicht erstaunlich? Wir sehen was es bedeuten kann, in einer festen Beziehung mit Gott zu sein.<\/p>\n<p>Leider erfahren wir ab Vers 12 eine weitere unsouver\u00e4ne Phase in Hiskias Glaubensleben. Der K\u00f6nig von Babel h\u00f6rte von Hiskias wundersamer Heilung und sandte neugierig Boten, Brief und Geschenke. Das war die Gelegenheit f\u00fcr Hiskia Zeugnis abzulegen, von der wunderbaren Hilfe Gottes und von seiner dreifachen Gebetserh\u00f6rung zu berichten. Doch er freute sich vielmehr dar\u00fcber, einen neuen vermeintlichen Verb\u00fcndeten gefunden zu haben und zeigte ihm alle Kostbarkeiten im Schatzhaus. Jesaja stellte ihn zur Rede: <strong>\u201eWas haben sie gesehen in deinem Hause?\u201c<\/strong> (15) \u201eAlles\u201c sagte Hiskia. <strong>\u201eDa sprach Jesaja zu Hiskia: H\u00f6re des Herrn Wort: Siehe, es kommt die Zeit, dass alles nach Babel weggef\u00fchrt werden wird, was in deinem Hause ist und was deine V\u00e4ter gesammelt haben bis auf diesen Tag und es wird nichts \u00fcbriggelassen werden, spricht der Herr.\u201c<\/strong> (16.17) (Wenn wir allerdings die Wegf\u00fchrung nach Babel im Gesamtkontext betrachten, so stellen wir fest, dass die Strafe erst nach Hiskias Tod eintraf, er also verschont wurde. Au\u00dferdem w\u00fcrde sein Sohn Manasse ein gr\u00e4sslicher K\u00f6nig werden, so dass Gottes Strafe unabdingbar war. Die babylonische Gefangenschaft war f\u00fcr Israel nicht zu vergleichen mit der \u00e4gyptischen Gefangenschaft, da sie privilegierten Status haben w\u00fcrden. Zudem war sie ein reinigendes Gericht, so dass sie frei vom G\u00f6tzendienst und mit eintr\u00e4chtiger Identit\u00e4t zur\u00fcck kehren und ihr Land wieder aufbauen w\u00fcrden.)<\/p>\n<p>Hiskia hatte zwar keinen \u00fcber die Generationen hinweg geistlichen Einfluss wie K\u00f6nig David, doch trotz einiger Schw\u00e4chen war er ein Segen f\u00fcr Land und Volk, solange er lebte. Seine Beziehung zu Gott \u00fcberwiegt die Fehler, die er begangen hat. Seine Beziehung zu Gott, sein Glaube und sein Gebet sind beispielhaft.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir lernen? Das absolut wichtigste in unserem Leben ist, eine intakte Beziehung zu Gott. Es gibt nichts Wichtigeres. <strong>\u201eWas wollen wir nun hierzu sagen?\u201c<\/strong> fragte Apostel Paulus im R\u00f6merbrief.\u00a0\u201e<strong>Ist Gott f\u00fcr uns, wer kann wider uns sein?\u201c <\/strong>(R\u00f6m. 8,31) Gott segne unsere Beziehung, damit sie von neuem aufbl\u00fcht und ihre herrliche Sch\u00f6nheit entfaltet.<\/p>\n<p>Die heutige Lektion zeigt mir sehr deutlich, wie wichtig eine herzliche Liebesbeziehung zu Gott ist. Durch Hiskias Erlebnisse sehe ich meine eigenen Defizite. Diese Erkenntnis treibt mich zum Gebet, damit Gott das Defizit auff\u00fcllt. M\u00f6ge der Herr mein Gebet erh\u00f6ren und alle Defizite mit seiner Heiligkeit und Herrlichkeit ausf\u00fcllen. M\u00f6ge die Freude am Herrn meine St\u00e4rke sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Hiskias Glaube und Gebet \u201eNun aber, Herr, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle K\u00f6nigreiche auf Erden erkennen, dass du, Herr, allein Gott bist.\u201c (2. K\u00f6n. 19,19) Nach einer langen Durststrecke und vielen H\u00f6hen und Tiefen begegnen wir im heutigen Text einem K\u00f6nig \u00fcber Juda, der von der Bibel mit den h\u00f6chsten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-2012","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2012"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2012\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11011,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2012\/revisions\/11011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}