{"id":1999,"date":"2012-04-30T22:24:53","date_gmt":"2012-04-30T21:24:53","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1999"},"modified":"2022-11-18T12:24:12","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:12","slug":"predigt-2-konige-141-1741","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-konige-141-1741\/","title":{"rendered":"Predigt: 2.K\u00f6nige 14,1 &#8211; 17,41"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/P14-2K1401-1741.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Das Ende des Glaubens<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>So f\u00fcrchteten diese V\u00f6lker den HERRN und dienten zugleich ihren G\u00f6tzen.<\/strong><strong>Auch ihre Kinder und Kindeskinder tun, wie ihre V\u00e4ter getan haben,<\/strong><strong>bis auf diesen Tag.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2. K\u00f6n 17,41)<\/p>\n<p>Der Textabschnitt den wir heute betrachten wollen, beschreibt, wie nach dem Tod des Propheten Elisa der geistliche Verfall sowohl im K\u00f6nigreich Israel als auch in Juda fortschritt, bis das Nordreich Israel schlie\u00dflich ausgel\u00f6scht wurde. Zwar kann man in beiden Reichen als Ursache f\u00fcr Mi\u00dferfolge bei den K\u00f6nigen Regierungsfehler und au\u00dfenpolitische Fehlentscheidungen finden. Doch der Verfasser der K\u00f6nigeb\u00fccher betont, da\u00df die jeweiligen K\u00f6nige sich ihr Ungl\u00fcck durch ein Gott nicht wohlgef\u00e4lliges Verhalten und durch das Nichtbeachten der Gebote Gottes zuzogen.<\/p>\n<p>Insbesondere am Reich Israel k\u00f6nnen wir sehen, wie die Menschen, durch ihre fehlende Bereitschaft zur Umkehr, schlie\u00dflich das Gericht Gottes erfahren mu\u00dften.<\/p>\n<p><strong>I. Gottes Geduld mit Israel und Juda (Kap. 14,1 \u2013 16,20)<\/strong><\/p>\n<p>Lernen wir zuerst Amazja, den K\u00f6nig von Juda, kennen. Was f\u00fcr ein K\u00f6nig war er? Betrachten wir Kap 14,1. <strong>\u201eIm zweiten Jahr des Joasch, des Sohnes des Joahas, des K\u00f6nigs von Israel, wurde Amazja K\u00f6nig, der Sohn des Joasch, des K\u00f6nigs von Juda.\u201c <\/strong>Amazja war der achte K\u00f6nig seit der Spaltung des Reiches in das Nordreich Israel und das S\u00fcdreich Juda und er regierte 29 Jahre lang in Juda. Amazja war ein an Gott gl\u00e4ubiger Mann, der sich an Gottes Gebote hielt. Vers 3a sagt \u00fcber ihn: <strong>\u201eUnd er tat, was dem HERRN wohlgefiel, &#8230;\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Diese guten Worte \u00fcber ihn werden aber etwas eingeschr\u00e4nkt durch die Aussagen in Vers 3b und 4: <strong>\u201e&#8230; doch nicht wie sein Vater David, sondern wie sein Vater Joasch tat auch er.  Denn die H\u00f6hen wurden nicht entfernt, sondern das Volk opferte und r\u00e4ucherte noch auf den H\u00f6hen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>H\u00f6hen meint hier die Orte, an denen zu fr\u00fcheren Zeiten die heidnischen V\u00f6lker ihre G\u00f6tter angebetet und ihnen geopfert hatten. Die Juden und Israeliten hatten die H\u00f6hen umgewidmet und gebrauchten sie zur Verehrung des Gottes Jahwe. Es war etwa so wie in der christlichen Kultur, in welcher urspr\u00fcnglich heidnische Symbole, z.B. der Tannenbaum oder das Osterei einfach \u00fcbernommen wurden. Weil sie dort Gott opferten und nicht den heidnischen G\u00f6tzen, die urspr\u00fcnglich an diesen Pl\u00e4tzen verehrt wurden, und weil dies im Laufe vieler Jahre zu einer festen Gewohnheit geworden war, m\u00f6gen die Menschen in Juda es auch als etwas ganz Normales und Harmloses betrachet haben. Aber es gab dabei eine immanente Gefahr, denn im Zusammenhang mit den H\u00f6henheiligt\u00fcmern konnte es leicht geschehen, da\u00df die ehemaligen heidnischen Gebr\u00e4uche und sogar der G\u00f6tzendienst wieder aufleben konnten und \u00fcbernommen wurden.<\/p>\n<p>Obwohl er tat, was dem Herrn wohlgefiel, gab es \u2013 weil er die H\u00f6hen nicht entfernte &#8211; in der Haltung von K\u00f6nig Amazja also eine gewisse Kompromi\u00dfbereitschaft und Zugest\u00e4ndnisse, die Gottes Anerkennung nicht fanden.<\/p>\n<p>Wie ging es mit Amazja weiter? Vers 7 berichtet von einer kriegerischen Auseinandersetzung mit dem s\u00fcdlich angrenzenden Nachbarvolk, den Edomitern, in der Amazjas Armee siegte. Nach diesem Sieg war Amazja nicht mehr derselbe wie vorher. Welche \u00c4nderung zeigte sich in seinem Verhalten? Erstens begann er, G\u00f6tzen anzubeten.  2.Chronik berichtet: <strong>\u201e&#8230; als Amazja vom Siege \u00fcber die Edomiter wiederkam, brachte er die G\u00f6tter der Leute von Se\u00efr mit und stellte sie sich als G\u00f6tter auf und betete sie an und opferte ihnen.\u201c<\/strong> (2.Chron 25,14)  Als er diese G\u00f6tzen anbetete, handelte Amazja eindeutig gegen Gottes Gebote.<\/p>\n<p>Zweitens wurde er hochm\u00fctig. Sein Erfolg war ihm zu Kopf gestiegen, so da\u00df er Boten zu K\u00f6nig Joasch von Israel sandte und diesem den Krieg erkl\u00e4rte. Hochmut kommt vor dem Fall. Das mu\u00dfte K\u00f6nig Amazja nun auch erfahren. Das Reich Juda erlitt eine bittere Niederlage. Die Mauer der Hauptstadt Jerusalem wurde zerst\u00f6rt, alle Sch\u00e4tze wurden geraubt und Geiseln gefangen weggef\u00fchrt. Einige Jahre sp\u00e4ter machten seine eigenen Leute eine Verschw\u00f6rung gegen Amazja und ermordeten ihn.<\/p>\n<p>Nach Amazja wurde sein Sohn Asarja (er wurde auch Usija genannt) K\u00f6nig. Von ihm hei\u00dft es   (15,3.4): <strong>\u201e&#8230; er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater Amazja, 4 nur, dass die H\u00f6hen nicht entfernt wurden; denn das Volk opferte und r\u00e4ucherte noch auf den H\u00f6hen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Kapitel spricht nicht \u00fcber die beachtlichen innen- und au\u00dfenpolitischen Erfolge Asarjas, und \u00fcber seine gro\u00dfe Anerkennung, welche er sich weit \u00fcber die Grenzen seines Landes hinaus erwarb. In Vers 5a wird jedoch erw\u00e4hnt, wie Gott ihn hart bestrafte. <strong>\u201eDer HERR aber plagte den K\u00f6nig, dass er auss\u00e4tzig war bis an seinen Tod, &#8230;\u201c<\/strong> Warum bestrafte Gott K\u00f6nig Asarja mit der schrecklichen Krankheit Aussatz? Auch hierzu finden wir die n\u00e4heren Umst\u00e4nde in 2.Chronik beschrieben, wo es von Asarja hei\u00dft: <strong>\u201e:.. als er m\u00e4chtig geworden war, \u00fcberhob sich sein Herz zu seinem Verderben; denn er verging sich gegen den HERRN, seinen Gott, und ging in das Haus des HERRN, um auf dem R\u00e4ucheraltar zu r\u00e4uchern.\u201c<\/strong> (2.Chron 25,16)<\/p>\n<p>Im Bewu\u00dftsein seiner Erfolge und seiner gro\u00dfen Macht als K\u00f6nig wurde er hochm\u00fctig und handelte gegen die Gebote Gottes und mu\u00dfte daraufhin Gottes Gericht an seinem eigenen Leib erfahren.<\/p>\n<p>Wir wollen unser Augenmerk zwischendurch auch auf das Nordreich Israel richten. Durch wiederholte \u00dcberf\u00e4lle der aram\u00e4ischen Armee war Israel sehr dezimiert und geschw\u00e4cht worden. Nach dem Tod K\u00f6nig Joaschs wurde sein Sohn Jerobeam K\u00f6nig \u00fcber Israel. \u201e<strong>Er tat, was dem Herrn mi\u00dffiel und wich nicht ab von allen S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel s\u00fcndigen machte.\u201c<\/strong> (14,24) D.h. er billigte den G\u00f6tzendienst in Israel, der durch Jerobeam den Ersten etabliert worden war. Was diesen K\u00f6nig Jerobeam den Zweiten anging, hatte Gott eigentlich keine Veranlassung, ihm zu helfen. Aber Gott sah die Notlage des durch die dauernden kriegerischen Auseinandersetzungen leidenden Volkes. Betrachten wir dazu die Verse 14,26.27: <strong>\u201eDenn der HERR sah den bitteren Jammer Israels an, dass sie allesamt dahin waren und kein Helfer in Israel war.  27 Und der HERR hatte nicht gesagt, dass er den Namen Israels austilgen wollte unter dem Himmel, und errettete sie durch Jerobeam, den Sohn des Joasch.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Als Gott das Elend seines Volkes sah, wurde sein Herz bewegt und er erbarmte sich \u00fcber Israel und gebrauchte Jerobeam den Zweiten, um sie zu retten. Weil Gott ihn gebrauchte, konnte Jerobeam viele Gebiete Israels von seinen Feinden zur\u00fcckerobern. Jerobeam war 41 Jahre lang K\u00f6nig \u00fcber Israel.<\/p>\n<p>Als Jerobeam starb, kam sein Sohn Secharja an die Regierung. Auch von diesem hei\u00dft es: \u201e<strong>Und er tat, was dem HERRN missfiel, wie seine V\u00e4ter getan hatten. Er lie\u00df nicht ab von den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel s\u00fcndigen machte.\u201c<\/strong> (15,9)  Nach gerade einmal sechs Monaten wurde Secharja ermordet.<\/p>\n<p>Sein M\u00f6rder, Schallum, regierte nur einen Monat zu Samaria. Dann wurde auch er erschlagen und von Menahem als K\u00f6nig abgel\u00f6st. Menahem <strong>\u201e&#8230; regierte zehn Jahre zu Samaria. 18 Und er tat, was dem HERRN missfiel. Er lie\u00df sein Leben lang nicht ab von den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel s\u00fcndigen machte.\u201c<\/strong> (15,17b.18)<\/p>\n<p>Dann wurde <strong>\u201e&#8230; Pekachja, der Sohn Menahems, K\u00f6nig \u00fcber Israel und regierte zu Samaria zwei Jahre.  24 Und er tat, was dem HERRN missfiel, denn er lie\u00df nicht ab von der S\u00fcnde Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel s\u00fcndigen machte.  25 \u201e&#8230; Pekach, der Sohn Remaljas, sein Ritter, [machte] eine Verschw\u00f6rung gegen ihn \u2013 und mit ihm waren f\u00fcnfzig Mann von den Gileaditern \u2013 und schlug ihn tot in Samaria im Burgturm des K\u00f6nigshauses samt Argob und Arje und wurde K\u00f6nig an seiner statt.\u201c<\/strong> (15,23b-25)<\/p>\n<p>Pekach <strong>\u201e&#8230; regierte zu Samaria zwanzig Jahre.  28 Und er tat, was dem HERRN missfiel, denn er lie\u00df nicht ab von der S\u00fcnde Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel s\u00fcndigen machte.\u201c<\/strong> (15,28)<\/p>\n<p>Was geschah w\u00e4hrend der Regierungszeit Pekachs? Betrachten wir Kap 15,29. <strong>\u201eZu der Zeit Pekachs, des K\u00f6nigs von Israel, kam Tiglat-Pileser, der K\u00f6nig von Assyrien, und nahm Ijon, Abel-Bet-Maacha, Janoach, Kedesch, Hazor, Gilead und von Galil\u00e4a das ganze Land Naftali und f\u00fchrte sie weg nach Assyrien.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Dann kam es, wie es kommen mu\u00dfte (15,30) <strong>\u201e&#8230;Hoschea, der Sohn Elas, machte eine Verschw\u00f6rung gegen Pekach, den Sohn Remaljas, und schlug ihn tot und wurde K\u00f6nig an seiner statt &#8230;\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Blicken wir noch einmal auf das K\u00f6nigreich Juda. Nach Asarja bzw. Usija wurde sein Sohn Jotam K\u00f6nig. <strong>\u201e&#8230; er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater Usija getan hatte, 35 nur, dass die H\u00f6hen nicht entfernt wurden; denn das Volk opferte und r\u00e4ucherte noch auf den H\u00f6hen. &#8230;\u201c<\/strong> (15,34.35)  Er glaubte an Gott, aber \u2013 wie schon sein Vater und Gro\u00dfvater &#8211; mit Kompromissen. Bald schon sollte es sich zeigen, da\u00df die Haltung, die urspr\u00fcnglich heidnischen H\u00f6henheiligt\u00fcmer beizubehalten, und sich damit nicht ganz an die Gebote Gottes zu halten, schlechte Fr\u00fcchte brachte.<\/p>\n<p>Auf Jotam folgte dessen Sohn Ahas. <strong>\u201e&#8230; Ahas <\/strong>[war zwanzig Jahre]<strong> alt, als er K\u00f6nig wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Und er tat nicht, was dem HERRN, seinem Gott, wohlgefiel, wie sein Vater David, 3 denn er wandelte auf dem Wege der K\u00f6nige von Israel. Dazu lie\u00df er seinen Sohn durchs Feuer gehen nach den gr\u00e4ulichen Sitten der Heiden, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte,  4 und brachte Opfer dar und r\u00e4ucherte auf den H\u00f6hen und auf den H\u00fcgeln und unter allen gr\u00fcnen B\u00e4umen.\u201c<\/strong> (16,2-4)<\/p>\n<p>K\u00f6nig Ahas gebrauchte die H\u00f6henheiligt\u00fcmer nicht mehr als Orte, um den wahren Gott anzubeten. Vielmehr praktizierte er heidnische Riten bis dahin, da\u00df er sogar seinen Sohn als Feueropfer verbrannte. Ganz in der Tradition der israelitischen K\u00f6nige machte er gegossene Bilder f\u00fcr den G\u00f6tzen Baal (2.Chron 28,2.3).<\/p>\n<p>Als er im Krieg von den aram\u00e4ischen Feinden geschlagen wurde, sagte er sich: <strong>\u201eDie G\u00f6tter der K\u00f6nige von Aram helfen ihnen; darum will ich ihnen opfern, da\u00df sie mir auch helfen.\u201c<\/strong> (2.Chron 28,23b)  Weiter wird von K\u00f6nig Ahas berichtet: \u201e[Er] <strong>schlo\u00df die T\u00fcren zu am Hause des HERRN und machte sich Alt\u00e4re in allen Winkeln Jerusalems.  Und in den St\u00e4dten Judas hin und her machte er H\u00f6hen, um andern G\u00f6ttern zu opfern, &#8230;\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Im Gegensatz zu seinen Vorg\u00e4ngern tat Ahas so sehr aktiv gerade die Dinge, die Gott sehr mi\u00dffielen.<\/p>\n<p>Wenn wir die parallel verlaufende Geschichte der beiden Bruderv\u00f6lker Juda und Israel betrachten, finden wir einige Unterschiede in der Art ihrer jeweiligen S\u00fcnde. Im S\u00fcdreich Juda bestand die S\u00fcnde im Festhalten an den H\u00f6henheiligt\u00fcmern der fr\u00fcheren heidnischen V\u00f6lker. Im Nordreich Israel war es das Festhalten an der S\u00fcnde Jerobeams des Ersten, welcher das Volk Israel dazu gebracht hatte, goldene K\u00e4lber als ihren Gott zu verehren.<\/p>\n<p>Die S\u00fcnden waren zwar verschieden. Doch weil in beiden V\u00f6lkern die Menschen an ihrer S\u00fcnde festhielten, mu\u00dften sie gleicherma\u00dfen dem Gericht Gottes entgegen gehen.<\/p>\n<p><strong>II. Das Ende des Reiches Israel (Kap 17,1 \u2013 41)<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem Gott dem Volk Israel so viele Jahre lang Gelegenheit zur Umkehr gegeben hatte &#8211; immer wieder hatte er es durch Propheten warnen und an seine Gebote erinnern lassen \u2013 kam nun die Zeit, in der das Gericht Gottes \u00fcber Israel endg\u00fcltig wurde.<\/p>\n<p>In Kapitel 17 in den Versen 1-7 wird der Untergang des Nordreiches unter seinem letzten K\u00f6nig, Hoschea, kurz beschrieben. Auch von ihm hei\u00dft es (2a) <strong>\u201eUnd er tat, was dem Herrn missfiel,\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Seine Regierungszeit dauerte neun Jahre und ist durch einen Vertragsbruch gekennzeichnet. Betrachten wir die Verse 3 und 4. Das Nordreich Israel wurde gegen\u00fcber Salmanassar, dem K\u00f6nig von Assyrien, tributpflichtig. Aber dann gab K\u00f6nig Hoschea die vereinbarten j\u00e4hrlichen Abgaben nicht mehr und versuchte ein B\u00fcndnis mit So, dem K\u00f6nig von \u00c4gypten, zu schlie\u00dfen. Daraufhin kam der K\u00f6nig von Assyrien, lie\u00df Hoschea festnehmen und und ins Gef\u00e4ngnis legen. Die Stadt Samaria wurde drei Jahre lang von den assyrischen Soldaten belagert und schlie\u00dflich erobert. Vers 6 lautet: \u201e<strong>Und im neunten Jahr Hoscheas eroberte der K\u00f6nig von Assyrien Samaria und f\u00fchrte Israel weg nach Assyrien und lie\u00df sie wohnen in Halach und am Habor, dem Fluss von Gosan, und in den St\u00e4dten der Meder.\u201c <\/strong>Dies war das Ende des Nordreiches Israel.<\/p>\n<p>Der Vertragsbruch K\u00f6nig Hoscheas gegen\u00fcber dem assyrischen Herrscher hatte so eine tragische Folge, indem die Nation dadurch ausgel\u00f6scht wurde. Doch der wirkliche Grund des Untergangs dieser Nation war nicht dieser Vertragsbruch. Es gab einen gr\u00f6\u00dferen Vertragsbruch, welcher diesem Ereignis vorausging. Ein Vertragsbruch aller K\u00f6nige Israels und des ganzen Volkes Israel, gegen\u00fcber Gott, welcher ein viel gr\u00f6\u00dferer Herrscher ist, als es der K\u00f6nig von Assyrien war.<\/p>\n<p>Das Gericht Gottes war nun gekommen. Als K\u00f6nig Jerobeam der Erste sich durch die Anfertigung goldener K\u00e4lber vers\u00fcndigte und weil er die Warnung und Ermahnung Gottes ignorierte und gegen Gott rebellierte, hatte er damit schon das Gericht Gottes verdient.<\/p>\n<p>Die S\u00fcnde gipfelte bei K\u00f6nig Ahab, der Gottes Propheten t\u00f6tete und den Baalskult einf\u00fchrte. Aber anstatt die Menschen im Nordreich Israel zu richten, sandte Gott seinen Knecht Elia. Ahab t\u00f6tete Nabot und s\u00fcndigte immer wieder. Aber als er sich dem\u00fctigte, hat Gott ihm vergeben. Wir k\u00f6nnen auf diese Weise immer wieder die Geduld Gottes mit den K\u00f6nigen sehen, obwohl sie Gott wirklich provozierten. Wir haben erfahren, da\u00df Gott sogar durch den b\u00f6sen K\u00f6nig Jerobeam den Zweiten das Volk rettete. Aber die S\u00fcnde nahm immer mehr zu und erreichte das Ma\u00df Gottes. Solange Gott sie erduldete, solange Gott seine Knechte sandte um sie zu warnen, solange Gott sogar einen b\u00f6sen K\u00f6nig gebrauchte, um sie zu retten, war f\u00fcr sie Gnadenzeit. In dieser Gnadenzeit konnten sie sagen: Wir sind S\u00fcnder, aber Gott ist Liebe.<\/p>\n<p>Man kann versuchen, die Gnade Gottes unendlich zu mi\u00dfbrauchen. Aber dann kam das Gericht Gottes. Sie wurden erobert, verschleppt, verloren ihre Heimat.<\/p>\n<p>Was war der wahre Grund des Untergangs Israels? Betrachten wir die Verse 7-12. Hier finden wir den eigentlichen Grund des ganzen Ungl\u00fccks.<\/p>\n<p>Lesen wir dazu Vers 7: \u201e<strong>Denn die Israeliten hatten gegen den HERRN, ihren Gott, ges\u00fcndigt, der sie aus \u00c4gyptenland gef\u00fchrt hatte, aus der Hand des Pharao, des K\u00f6nigs von \u00c4gypten, und f\u00fcrchteten andere G\u00f6tter\u201c <\/strong>Gott der HERR hatte die Israeliten aus der Sklaverei in \u00c4gypten gerettet, er hatte einen Bund mit ihnen geschlossen, ihnen seine Gebote gegeben und sie zu einem starken Volk werden lassen. Das erste der Zehn Gebote lautet: \u201e<strong>Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus \u00c4gyptenland, aus der Knechtschaft, gef\u00fchrt habe.  3 Du sollst keine anderen G\u00f6tter haben neben mir.  4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist:  5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!<\/strong> (2.Mose 20,2-5a)<\/p>\n<p>Gottes Gebot war so klar. Es war sein Bund, sein Vertrag mit den Isrealiten, dessen Bedingungen sie einhalten sollten. Doch was taten sie stattdessen? Sehen wir uns dazu die Verse 8-12 an. Sie <strong>8 \u201e&#8230; wandelten nach den Satzungen der Heiden, die der HERR vor Israel vertrieben hatte, und taten wie die K\u00f6nige von Israel.  9 Und die Israeliten ersannen, was nicht recht war gegen den HERRN, ihren Gott, sodass sie sich H\u00f6hen bauten in allen Orten, von den Wachtt\u00fcrmen bis zu den festen St\u00e4dten,  10 und richteten Steinmale auf und Ascherabilder auf allen hohen H\u00fcgeln und unter allen gr\u00fcnen B\u00e4umen  11 und opferten auf allen H\u00f6hen wie die Heiden, die der HERR vor ihnen weggetrieben hatte, und trieben b\u00f6se Dinge, womit sie den HERRN erz\u00fcrnten,  12 und dienten den G\u00f6tzen, von denen der HERR zu ihnen gesagt hatte: Das sollt ihr nicht tun!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Es stimmt, da\u00df das Volk Israel nicht Gott allein angebetet, sondern viele G\u00f6tzen verehrt hatte. Aber war es gerechtfertigt, da\u00df Gott ein so starkes Gericht \u00fcber sie aus\u00fcbte und die Nation untergehen lie\u00df? Wenn das Halten der Gebote Gottes so wichtig war, h\u00e4tte Gott sie dann nicht warnen und ihnen irgendwie helfen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Gott hatte dies getan. Vers 13 lautet: \u201e<strong>Und doch hatte der HERR Israel und Juda gewarnt durch alle Propheten und alle Seher und ihnen sagen lassen: Kehrt um von euren b\u00f6sen Wegen und haltet meine Gebote und Rechte nach dem ganzen Gesetz, das ich euren V\u00e4tern geboten habe und das ich zu euch gesandt habe durch meine Knechte, die Propheten.\u201c <\/strong>W\u00e4hrend der mehr als 200 Jahre seit dem Beginn der Herrschaft des erstens K\u00f6nigs, Jerobeam, bis zum Untergang des Reiches unter K\u00f6nig Hoschea, hatte Gott das Volk Israel und seine K\u00f6nige wiederholt an ihren Vertragsbruch erinnert und sie aufgefordert, mit dem G\u00f6tzendienst aufzuh\u00f6ren und Gott und seine Gebote zu respektieren. Aber Israel wollte nicht. Die Israeliten machten sich nichts daraus. In den Versen 14 und 15 hei\u00dft es: \u201e<strong> &#8230; sie gehorchten nicht, sondern versteiften ihren Nacken wie ihre V\u00e4ter, die nicht an den HERRN, ihren Gott, glaubten.  15 Dazu verachteten sie seine Gebote und seinen Bund, den er mit ihren V\u00e4tern geschlossen hatte, und seine Warnungen, die er ihnen gab, und wandelten ihren nichtigen G\u00f6tzen nach und trieben Nichtiges. Sie taten wie die Heiden um sie her, von denen der HERR ihnen geboten hatte, sie sollten nicht wie diese tun.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>In den Versen 16 und 17 wird das ganze Au\u00dfma\u00df des Bruches ihres Bundes mit Gott deutlich. Hier hei\u00dft es: \u201e&#8230;<strong> sie verlie\u00dfen alle Gebote des HERRN, ihres Gottes, und machten sich zwei gegossene K\u00e4lber und ein Bild der Aschera und beteten alles Heer des Himmels an und dienten Baal 17 und lie\u00dfen ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter durchs Feuer gehen und gingen mit Wahrsagen und Zauberei um und verkauften sich, zu tun, was dem HERRN missfiel, um ihn zu erz\u00fcrnen.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Nachdem insgesamt 20 K\u00f6nige und mit ihnen praktisch das ganze Volk trotz aller Versuche Gottes, sich nicht zur R\u00fcckkehr in den Bund Gottes bewegen lie\u00dfen, blieb f\u00fcr sie nur noch das Gericht und Gott lie\u00df zu, da\u00df sie als Nation ausgel\u00f6scht wurden.<\/p>\n<p>Beispielhaft k\u00f6nnen wir hier sehen, da\u00df es eine Zeit gibt, in der Gott den s\u00fcndigen Menschen mit seiner Gnade begegnet und ihnen mit Geduld und wiederholten Ermahnungen helfen m\u00f6chte. Doch wehe den Menschen, wenn sie bis zuletzt uneinsichtig bleiben und die Gottes Gnade und die Umkehr zu ihm ablehnen. F\u00fcr sie bleibt nur das Gericht.<\/p>\n<p>Was geschah weiter im Gebiet Israels? Der K\u00f6nig von Assyrien hatte die Israeliten aus ihrer Heimat entwurzelt und sie in andere L\u00e4nder umgesiedelt. An ihrer Stelle lie\u00df er nun Leute von Babel, von Kuta, von Awa, von Hamat und Sefarwajim kommen, damit diese anstelle der Israeliten in den St\u00e4dten von Samarien wohnen sollten.<\/p>\n<p>Was tat Gott, als diese Menschen neue G\u00f6tzen mit sich brachten und anbeteten? Betrachten wir Vers 25. \u201e<strong>Als sie aber anfingen, dort zu wohnen, und den HERRN nicht f\u00fcrchteten, sandte der HERR unter sie L\u00f6wen, die t\u00f6teten sie.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Sie berichteten dem K\u00f6nig von Assyrien dar\u00fcber. Um das Problem zu l\u00f6sen, lie\u00df der assyrische K\u00f6nig einen Priester Gottes nach Israel bringen, damit dieser das neu angesiedelte Volk lehrte, wie sie den Gott Israels verehren sollten. Wie vorher das Volk Israel, so wurden durch diesen Priester nun die neuen Bewohner des Landes Israel genau instruiert und es wurde ihnen der Weg gezeigt, wie sie Gott richtig verehren und seine Gebote halten sollten. Weil sie Gott f\u00fcrchteten, der L\u00f6wen unter sie gesandt hatte, begannen sie ihn anzubeten. Doch sie waren nicht besser, als die Israeliten. Denn sie verehrten gleichzeitig auch alle ihre G\u00f6tzen, welche sie aus ihren jeweiligen Heimatl\u00e4ndern mitgebracht hatten. Weil auch sie keine echte Ehrfurcht vor dem Gott Israels hatten, entstand nun erneut ein Mischmasch aus wahrem Gottesdienst und G\u00f6tzendienst, der Gott weder gef\u00e4llt noch seine Anerkennung finden kann.<\/p>\n<p>Vers 41 beschreibt die Situation zusammenfassend: \u201e<strong>So f\u00fcrchteten diese V\u00f6lker den HERRN und dienten zugleich ihren G\u00f6tzen. Auch ihre Kinder und Kindeskinder tun, wie ihre V\u00e4ter getan haben, bis auf diesen Tag.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Mit ihrem falschen Glauben \u00fcbten sie schlechten Einflu\u00df aus, indem sie ihn an ihre Kinder und Kindeskinder weitergaben.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott uns helfen, allein IHN anzubeten und seine Gebote zu halten, und so in unserer Generation und auf unsere Kinder einen guten Glaubenseinflu\u00df zu \u00fcben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Das Ende des Glaubens \u201eSo f\u00fcrchteten diese V\u00f6lker den HERRN und dienten zugleich ihren G\u00f6tzen.Auch ihre Kinder und Kindeskinder tun, wie ihre V\u00e4ter getan haben,bis auf diesen Tag.\u201c (2. K\u00f6n 17,41) Der Textabschnitt den wir heute betrachten wollen, beschreibt, wie nach dem Tod des Propheten Elisa der geistliche Verfall sowohl im K\u00f6nigreich Israel als [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1999","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1999","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1999"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1999\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2000,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1999\/revisions\/2000"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1999"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1999"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1999"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}