{"id":1967,"date":"2012-04-15T19:29:05","date_gmt":"2012-04-15T18:29:05","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1967"},"modified":"2022-11-18T12:24:14","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:14","slug":"predigt-2-konige-111-1325","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-konige-111-1325\/","title":{"rendered":"Predigt: 2.K\u00f6nige 11,1 &#8211; 13,25"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/P13-2K1101-1325_3.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\" lang=\"de-DE\"><strong>Ein  Pfeil  des  Siegs  vom  Herrn<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>und sprach: Tu das Fenster auf nach Osten! Und er tat&#8217;s auf. Und Elisa sprach: Schie\u00df! Und er schoss. Elisa aber rief: Ein Pfeil des Siegs vom Herrn, ein Pfeil des Siegs gegen Aram! Du wirst die Aram\u00e4er schlagen bei Afek, bis sie aufgerieben sind.\u201d<em> <\/em><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2.K\u00f6n 13,17)<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Am vorletzten Sonntag haben wir erfahren, dass in Juda die K\u00f6nige Joram und Ahasja wie die K\u00f6nige von Israel gottlos lebten und G\u00f6tzen anbeteten. In Israel rottete Jehu mit seinem Eifer die Nachkommen Ahabs und den Baalskult aus, h\u00f6rte aber selbst nicht mit der S\u00fcnde Jerobeams auf, n\u00e4mlich mit der Verehrung der goldenen K\u00e4lber in Dan und Beerscheba. Im heutigen Text erfahren wir, wie die Geschichte von Juda und Israel weiterging. Wir erfahren, wie in Juda durch einige fromme Leute die Herrschaft der gottlosen Atalja beendet wurde und mit Joasch wieder ein Nachkomme Davids auf den Thron kam. Wir erfahren auch, wie Gott in Israel die gottlosen K\u00f6nige erduldete und sie nicht preisgeben wollte, sondern sie durch Elisa sogar geistlich ermutigte. Gott helfe uns heute, durch die verschiedenen Ereignissen Gott besser kennen zu lernen und die Eigenschaften der Menschen, die er f\u00fcr sein Werk gebraucht!<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>I. Joasch wird K\u00f6nig von Juda (<\/strong><strong>Kap. <\/strong><strong>11)<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was passierte in Juda, nachdem der K\u00f6nig Ahasja gestorben war? Der Vers 1 sagt: <strong>\u201eAls aber Atalja, Ahasjas Mutter, sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte alle aus dem k\u00f6niglichen Geschlecht um.\u201c<\/strong> Als Ahasja gestorben war, wurde Atalja, eine Tochter des ber\u00fcchtigten Ehepaars Ahab und Isebel, aktiv. Sie  schreckte vor nichts zur\u00fcck, um nun selbst in Juda an die Macht zu kommen, auch nicht vor der Ermordung ihrer eigenen Enkelkinder. Dadurch erwies sie sich als eine machtgierige und skrupellose Frau. Doch was geschah inmitten dieses furchtbaren Ereignisses? Vers 2 berichtet: <strong>\u201eAber Joscheba, die Tochter des K\u00f6nigs<\/strong><strong> <\/strong><strong>Joram, Ahasjas Schwester, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der S\u00f6hne des K\u00f6nigs, die get\u00f6tet wurden, und brachte ihn mit seiner Amme in die Bettenkammer und verbarg ihn vor Atalja, so dass er nicht get\u00f6tet wurde.\u201c <\/strong>Inmitten des schrecklichen Massakers holte Joscheba heimlich das kleine Baby Joasch und rettete es so vor der m\u00f6rderischen Gro\u00dfmutter. Joscheba war eine Schwester Ahasjas und nach 2. Chronik 22 auch die Frau des Hohenpriesters Jojada (2. Chr 22,11). Sie versteckte ihren kleinen Neffen sechs Jahre lang im Tempel. Wenn wir daran denken, wie aktiv f\u00fcnf- bis sechsj\u00e4hrige Jungs wie Lukas, Noah oder Tim sind, wird uns klar, dass es sehr schwer gewesen sein muss, Joasch so lange im Tempel vor der K\u00f6nigin und ihren Leuten versteckt zu halten. Trotzdem gelang es Jojada und Joscheba, den kleinen Prinzen die ganze Zeit \u00fcber erfolgreich zu verstecken und so vor Atalja zu bewahren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was tat der Priester Jojada, als Joasch sechs Jahre alt geworden war? Der Vers 4 berichtet: <strong>\u201eIm siebten Jahr aber sandte Jojada hin und nahm die Hauptleute \u00fcber hundert von der Garde und der Leibwache und lie\u00df sie zu sich ins Haus des Herrn kommen und schloss einen Bund mit ihnen und nahm einen Eid von ihnen im Hause des Herrn und zeigte ihnen den Sohn des K\u00f6nigs\u201c.<\/strong> Jojada fasste Mut und unternahm Schritte, um die Herrschaft der gottlose Atalja zu beenden und den kleinen Prinzen Joasch auf den Thron zu bringen. Die Verse 4ff  beschreiben detailliert die wohl geplanten Vorbereitungen, die Jojada daf\u00fcr traf. Dabei ging er sehr umsichtig vor und schloss als erstes mit den Hauptleuten der Wachen einen Bund, dass sie Joasch trotz seines jungen Alters treu sein w\u00fcrden. Dann gab er ihnen detaillierte Instruktionen, damit der kleine Junge w\u00e4hrend des geplanten Machtwechsels im Tempel st\u00e4ndig gesch\u00fctzt w\u00e4re und ihm nichts passieren konnte. Jojada handelte geplant, verantwor\u00adtungs\u00ad\u00adbewusst und zielstrebig. Alles musste perfekt funktionieren; denn wenn Atalja auch nur das Geringste davon mitbekommen h\u00e4tte, ist leicht auszudenken, wie sie dagegen vorgegangen w\u00e4re.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Warum tat Jojada all das und riskierte sein Leben, damit Joasch K\u00f6nig werden konnte? Eigentlich h\u00e4tte er sich sagen k\u00f6nnen, dass er als Hohepriester nur den Dienst im Tempel gut zu verrichten hatte und dass es ihn formal gesehen nichts anging, ob in Juda der rechtm\u00e4\u00dfige Nachfolger auf dem Thron sitzt oder die gottlose Atalja. Aber Jojada dachte nicht so. In seinem Handeln sehen wir sein gro\u00dfes Verantwortungsbewusstsein f\u00fcr das Volk und seinen festen Willen, dass alles nach dem Willen Gottes geschehen sollte. Nach 2. Chr 23,3 wusste er von Gottes Verhei\u00dfung an David, dass immer einer seiner Nachkommen auf dem Thron sitzen sollten. Und der kleine Joasch war der letzte \u00fcbrig Gebliebene aus dem k\u00f6niglichen Geschlecht aus Davids Abstammung, wohingegen Atalja von dem gottlosen Ahab abstammte. Es ging Jojada also bei seinen Bem\u00fchungen nicht einfach um politische Interessen oder pers\u00f6nliche Pr\u00e4ferenzen, sondern darum, dass Gottes Wille in Gottes Volk geschieht. Aber das herauszufordern verlangte gro\u00dfen Mut. Denn eigentlich sa\u00df Atalja nach \u00fcber sechs Jahren ihrer Herrschaft in Juda fest im Sattel bzw. auf dem Thron und es sah schier unm\u00f6glich aus, dass ein kleiner siebenj\u00e4hriger Junge ihr den Thron erfolgreich streitig machen k\u00f6nnte. Aber Jojada orientierte sich nicht an der Situation, sondern an dem Willen Gottes. Es ist leicht, in so einer Situation zu denken: \u201eWenn Gott will, dass Atalja nicht weiter regiert und Joasch an ihrer Stelle auf den Thron kommen soll, dann wird Gott das schon irgendwie selber tun.\u201c Aber Jojada folgte nicht so einer frommen Schicksalhaftigkeit. Vielmehr suchte er nach einem Weg, wie der Wille Gottes trotz der schwierigen Situation verwirklicht werden konnte, und setzte all seine M\u00f6glichkeiten daf\u00fcr ein und arbeitete dabei mit anderen treuen Menschen gut zusammen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was passierte daraufhin? Die Verse 9-12 beschreiben detailliert das Geschehen. Die Hauptleute, die mit ihren Soldaten alles taten, was ihnen der Priester Jojada geboten hatte, spielten dabei eine wichtige Rolle (9). Offenbar hatten sie keine richtigen Waffen oder konnten sie nicht an sich nehmen, ohne dass die K\u00f6nigin es gemerkt h\u00e4tte. Aber Jojada fand auch daf\u00fcr eine L\u00f6sung und gab ihnen die Spie\u00dfe und Schilde, die dem K\u00f6nig David geh\u00f6rt hatten und die traditionell im Tempel aufbewahrt wurden. Damit bewachten sie den Tempel innen und au\u00dfen und das K\u00f6nigshaus. Jojada spielte aber bei der ganzen Aktion die Hauptrolle. Der Vers 12 sagt: <strong>\u201eUnd<\/strong> <strong>Jojada lie\u00df den Sohn des K\u00f6nigs hervortreten und setzte ihm die Krone auf und gab ihm die Ordnung, machte ihn zum K\u00f6nig und salbte ihn, und sie klatschten in die H\u00e4nde und riefen: Es lebe der K\u00f6nig!\u201c <\/strong>Was niemand f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte, geschah: der kleine Joasch wurde tats\u00e4chlich K\u00f6nig \u00fcber Juda, obwohl er gerade mal sieben Jahre alt war. Er stand an der S\u00e4ule, wie es bei einer Inthronisierung \u00fcblich war, und die Hauptleute und die Trompeter standen beim K\u00f6nig und alles Volk war fr\u00f6hlich. Als Atalja das Geschrei des Volks h\u00f6rte und in den Tempel lief und sah, wie der junge K\u00f6nig an der S\u00e4ule stand, zerriss sie ihre Kleider und rief: <strong>\u201eAufruhr, Aufruhr!\u201c<\/strong> Aber das half ihr nichts. Die Hauptleute folgten ihr und t\u00f6teten sie au\u00dferhalb des Tempels, wie Jojada es angeordnet hatte. Durch das verantwortungs\u00adbewusste und entschlossene Handeln Jojadas und die treue Mitarbeit seiner Frau und der Hauptleute konnte der kleine Joasch tats\u00e4chlich K\u00f6nig \u00fcber Juda werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was tat Jojada, um eine m\u00f6glichst dauerhafte Ver\u00e4nderung im Land zu erreichen? Der Vers 17 berichtet, dass Jojada einen Bund zwischen Gott und dem K\u00f6nig samt dem Volk schloss und auch einen Bund zwischen dem K\u00f6nig und dem Volk. Hier sehen wir erneut, dass es Jojada nicht um Politik ging, sondern darum, dass der Wille Gottes im Land geschehen und die Menschen unter seiner Herrschaft leben sollten. Auch das war etwas, was Jojada sich nicht nur w\u00fcnschte oder ab und zu daf\u00fcr betete, sondern er handelte auch entschlossen und zielstrebig daf\u00fcr. Der Bund, den er im Tempel schloss, war die richtige Grundlage f\u00fcr die Beziehung des K\u00f6nigs und des Volks mit Gott und auch f\u00fcr eine stabile Beziehung zwischen K\u00f6nig und Volk und war so ein weiterer wichtiger Schrift f\u00fcr eine dauerhafte Erneuerung des Landes.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">Was passierte daraufhin? Vers 18 berichtet: <strong>\u201e<\/strong><strong>Da ging alles Volk des Landes in das Haus Baals und brach seine Alt\u00e4re ab, und sie zerschlugen alle seine G\u00f6tzenbilder und t\u00f6teten Mattan, den Priester Baals, vor den Alt\u00e4ren.<\/strong><strong>\u201c<\/strong><strong> <\/strong>Als die Menschen von der Herrschaft der gottlosen K\u00f6nigin befreit waren und ihre Beziehungen zu Gott erneuert waren, bekamen sie Motivation und Mut, sich von ihren alten G\u00f6tzen zu trennen. Sie zerschlugen eigenh\u00e4ndig die Alt\u00e4re Baals und alle G\u00f6tzenbilder im  Baalstempel und machten somit einen wichtigen Schritt zu einer geistlichen Erneuerung.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">Aber der letzte Schritt der Inthronisierung Joaschs fehlte noch. Die Verse 19 und 20 beschreiben, wie sie Joasch von Soldaten eskortiert feierlich vom Tempel ins K\u00f6nigshaus f\u00fchrten, wo er sich auf den k\u00f6niglichen Thron setzte. Zum zweiten Mal erw\u00e4hnt der Text, dass alles Volk des Landes fr\u00f6hlich war. Alle m\u00fcssen gejubelt haben. Sie waren froh, weil die Herrschaft der grausamen G\u00f6tzendienerin vorbei war und nun der rechtm\u00e4\u00dfiger Nachfolger sie regierte. Obwohl Atalja viele Anh\u00e4nger im Land gehabt haben muss, gab es keinen Widerstand, sondern die Stadt blieb still. Dass alles so reibungslos verlief und der kleine Joasch tats\u00e4chlich K\u00f6nig \u00fcber Juda werden konnte, war eine Frucht von Jojadas umsichtigen Vorbereitungen und seiner guten Zusammenarbeit sehen. Dahinter k\u00f6nnen wir auch die Hand Gottes sehen, die das ganze Werk segnete und gelingen lie\u00df. So bewirkte Gott, dass in Juda wieder ein Nachkomme Davids auf dem Thron sa\u00df, der im Tempel aufgewachsen war unter der Obhut eines frommen Ehepaars und somit gute Voraussetzungen mitbrachte, ein guter K\u00f6nig zu werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">Dieses Kapitel zeigt, dass Gott f\u00fcr sein Werk Menschen wie Jojada und Joscheba gebraucht, die \u00fcber ihren eigenen Bereich hinaus Verantwortung \u00fcbernehmen und sich aktiv daf\u00fcr einsetzen, dass Gottes Wille in ihrer Umgebung und ihrem Land geschieht. Es liegt in unsrer, uns vor allem f\u00fcr das zu interessieren, was uns unmittelbar betrifft, wie zum Beispiel unser eigenes Studium oder Arbeit, unsere Familie usw. Auch wenn wir wahrnehmen, dass bestimmte Umst\u00e4nde oder Situationen in unserer Umgebung nicht dem Willen Gottes entsprechen, k\u00f6nnen wir auch leicht denken, dass Gott seinen Willen sowieso geschehen l\u00e4sst und dass es nicht so wichtig ist, ob wir uns daf\u00fcr engagieren oder nicht. Aber solche Leute, die die Situationen quasi als \u201egottgegeben\u201c passiv hinnehmen, kann Gott f\u00fcr den Aufbau seines Reiches nicht gebrauchen. M\u00f6ge Gott uns helfen, Menschen wie Jojada und Joscheba zu werden, die Verantwortung \u00fcbernehmen f\u00fcr Gottes Werk und entschlossen daf\u00fcr beten und wirken, dass Gottes Wille geschieht \u2013 in unserer Familie und Gemeinde, in unserer Stadt und unserem Land! M\u00f6ge Gottes Reich dadurch kommen und Gottes Wille geschehen!<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\"><strong>II. <\/strong><strong>S<\/strong><strong>olange ihn der Priester Jojada lehrte<\/strong><strong> &#8230;<\/strong><strong> (Kap. 12)<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das Kapitel 12 berichtet davon, wie Joasch sein Leben als K\u00f6nig gef\u00fchrt hat. Betrachten wir den Text. Nachdem Joasch schon im Alter von sieben Jahren auf den Thron gekommen war, regierte er vierzig Jahre lang in Jerusalem \u2013 eine sehr lange Zeit. Was tat er in dieser Zeit? Vers 3 sagt: <strong>\u201eUnd Joasch tat, was recht war und dem <\/strong><strong>Herrn<\/strong><strong> wohlgefiel, solange ihn der Priester Jojada lehrte\u201c.<\/strong> Joasch handelte lange Zeit richtig und tat, was Gott gefiel, und zwar solange ihn der Priester Jojada lehrte. Die Verse 5-17 beschreiben ausf\u00fchrlich, wie er sich f\u00fcr die Ausbesserung des Tempels engagierte. Zun\u00e4chst gab er den Priestern die Aufgabe, alles Geld, das f\u00fcr das Heiligtum bestimmt war, zu sammeln und f\u00fcr die Reparatur der bauf\u00e4lligen Stellen im Tempel einzusetzen. Als er sp\u00e4ter feststellte, dass das nicht funktionierte, entband er die Priester von dieser Aufgabe und machte einen Opferkasten, in den das f\u00fcr den Tempel bestimmte Geld eingeworfen werden sollte. Von Zeit zu Zeit entnahm man das Geld und gab es abgez\u00e4hlt den Werkmeister und Handwerkern, damit sie das Bauf\u00e4llige am Tempel ausbesserten. Die ausf\u00fchrliche Schilderung des ganzen Vorgangs weist darauf hin, dass die Ausbesserung des Tempels das wichtigste Werk in Joaschs Leben war.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">Aber leider verlief nicht Joaschs ganzes Leben so positiv, im Vers 3 haben wir ja schon den einschr\u00e4nkenden Worte gelesen, dass\u201eJoasch tat, was recht war und dem Herrn wohlgefiel, <strong>\u201esolange ihn der Priester Jojada lehrte.\u201c<\/strong> Was passierte danach und warum? Der Vers 18 berichtet, dass der K\u00f6nig von Aram nach der Eroberung der Stadt Gat im Philisterland gegen Jerusalem hinaufzog. Vers 19 sagt, dass Joasch in dieser Krise alle heiligen Gaben und alles Gold, das man im Schatz des Hauses des Herrn und im Haus des K\u00f6nigs fand, nahm und es dem K\u00f6nig von Aram schickte, woraufhin der von Jerusalem abzog. Joasch konnte also die Gefahr eines Angriffs abwenden \u2013 \u00e4u\u00dferlich gesehen erschien alles okay. Aber mit keiner Silbe sagt der Text etwas davon, dass Joasch in dieser Not auf Gott vertraut oder zu ihm gebetet h\u00e4tte. Daher stellt sich uns die Frage, ob mit Joaschs Glauben irgendetwas nicht in Ordnung war. Der Verfasser sagt es uns nicht direkt, verweist aber im Vers 20 auf die Chronik der K\u00f6nige von Juda. Wenn wir dort nachschlagen, finden wir in 2. Chronik 24,17-22, dass Joasch sich tats\u00e4chlich von Gott abgewandt und G\u00f6tzen gedient hat, nachdem der Priester Jojada gestorben war. Dort hei\u00dft es, dass nach Jojadas Tod die Gro\u00dfen von Juda Joasch huldigten und ihn dazu verleiteten, den Herrn zu verlassen und den Bildern der Aschera und den G\u00f6tzen zu dienen, und dass Joasch auf sie h\u00f6rte. Wie konnte das passieren, nachdem er mehrere Jahrzehnte Gott verehrt und ihm gedient hatte? Der Text erw\u00e4hnt den Zusammenhang mit dem Tod des Priesters Jojada. Joasch hatte sein Glaubensleben lange ordentlich gef\u00fchrt, aber nach Jojadas Tod zeigte sich, dass er ein Mann war, der ziemlich abh\u00e4ngig von anderen Menschen war. Als er nicht mehr von seinem Bibellehrer beeinflusst wurde, sondern von den gottlosen F\u00fcrsten im Land, lie\u00df er sich zum Abfall von Gott und zum G\u00f6tzendienst verleiten. Er hatte es vers\u00e4umt, unabh\u00e4ngigen Glauben an Gott zu lernen und allein vor Gott zu leben udn  nicht vor den Menschen. Er hatte es auch vers\u00e4umt, selbst\u00e4ndig Gottes Wort zu studieren und richtig auf sich zu beziehen und Gott zu gehorchen. Die Stelle in 2. Chronik berichtet weiter, dass Gott Propheten sandte, die ihn und die Israeliten wegen ihres Abfalls warnten, aber er wollte nicht auf sie h\u00f6ren. Schlie\u00dflich ergriff der Geist Gottes den Secharja, den Sohn Jojadas, der sie warnte: <strong>\u201eSo spricht Gott: Warum \u00fcbertretet ihr die Gebote des HERRN, sodass ihr kein Gelingen habt? Denn ihr habt den HERRN verlassen, darum wird er euch auch verlassen.\u201c <\/strong>Aber sie machten eine Verschw\u00f6rung gegen ihn und steinigten ihn zu Tode \u2013 und zwar auf Befehl des K\u00f6nigs. Joasch verga\u00df v\u00f6llig die Gnade, die Jojada ihm erwiesen hatte, und lie\u00df dessen Sohn ermorden. Der Vers 21 unseres Textes berichtet, dass seine Oberen eine Verschw\u00f6rung gegen ihn machten und ihn t\u00f6ten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">Es ist tragisch, dass Joaschs Leben so gut anfing und jahrelang gut verlief, dann aber so schlimm endete. Sein Leben sollte uns eine Warnung sein. Wir alle haben Gottes Gnade angenommen und angefangen, im Glauben f\u00fcr Gott zu leben. Viele haben schon etliche Jahre hinter sich, in denen sie Gott gedient haben. Doch selbst wenn wir schon viele Jahre im Glauben leben und auf manche sichtbaren Werke f\u00fcr Gott zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen, ist dies keine Garantie daf\u00fcr, dass unser Glaubensleben bis zum Ende gut verlaufen wird. Wie k\u00f6nnen wir Gott bis zum Ende treu sein und verhindern, dass wir uns eines Tages vom richtigen Weg abbringen lassen? Joaschs Fall zeigt, dass es n\u00f6tig ist, dass wir selbst\u00e4ndigen Glauben lernen  und allein vor Gott leben und nicht vor den Menschen. Es ist ein Segen, wie Joasch einen Bibellehrer zu haben, der uns Gottes Worte und ein Leben nach seinem Willen lehrt. Aber das Ziel jeder geistlichen Hilfe besteht darin, Menschen zum festen Vertrauen auf Gott und zum eigenst\u00e4ndigen Leben vor ihm zu f\u00fchren. Anders gesagt sollen wir lernen, durch die Hilfe unseres Bibellehrers Gottes Wort selbst\u00e4ndig erforschen und verstehen und danach leben zu lernen. M\u00f6ge Gott uns helfen, festen selbst\u00e4ndigen Glauben zu erlangen und allein f\u00fcr Gott und seine Ehre zu leben, damit wir bis zum Ende treu sein und von ihm belohnt werden k\u00f6nnen!<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\"><strong>III. Gott erduldet die gottlosen K\u00f6nige Israels und hilft ihnen (13,1-25)<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">Was passierte in Israel, w\u00e4hrend in Juda der K\u00f6nig Joasch regierte? Das Kap. 13 Vers 1 sagt, dass Joahas, der Sohn Jehus, K\u00f6nig wurde und siebzehn Jahre lang in Samaria regiert. Aber leider hei\u00dft es in Vers 2, dass er tat, was dem Herrn missfiel, und in den S\u00fcnden Jerobeams wandelte. Gottes Zorn entbrannte \u00fcber Israel wegen ihrem G\u00f6tzendienst, und er gab sie die ganze Zeit in die Hand des K\u00f6nigs von Aram, also 17 Jahre lang. Was taten sie schlie\u00dflich, als sie lange unter den Aram\u00e4ern gelitten hatten? Vers 4a sagt: <strong>\u201eAber Joahas flehte zum <\/strong><strong>Herrn<\/strong><strong>\u201c. <\/strong>Endlich dem\u00fctigte sich Joahas angesichts der gro\u00dfen Not im Land und flehte zu Gott. Wie reagierte Gott auf sein Gebet? Vers 4b und 5 lauten: <strong>\u201eu<\/strong><strong>nd der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> erh\u00f6rte ihn; denn er sah den Jammer Israels an, wie der K\u00f6nig von Aram es bedr\u00e4ngte. Und der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> gab Israel einen Retter, der sie aus der Gewalt der Aram\u00e4er befreite, dass die Israeliten in ihren H\u00e4usern wohnen konnten wie zuvor.\u201c <\/strong>Gott<strong> <\/strong>erh\u00f6rte ihn, weil er sah, wie sehr die Israeliten unter dem K\u00f6nig von Aram litten. Gott reagierte so prompt auf sein Gebet mit Hilfe, als ob er nur darauf gewartet h\u00e4tte. Das zeigt uns, dass Gottes eigentlicher Willle nicht darin bestand, die Israeliten leiden zu lassen. Er wollte sie durch die Aram\u00e4er nur z\u00fcchtigen, damit sie von ihrem G\u00f6tzendienst umkehren w\u00fcrden und er ihnen helfen konnte. Trotz ihrer S\u00fcnde war Gott ihnen gegen\u00fcber immer noch barmherzig und bereit, ihnen zu vergeben und zu helfen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Aber was machten die Israeliten, nachdem Gott ihnen gegen ihre Feinde geholfen hatte? Vers 6 sagt: <strong>\u201eDoch lie\u00dfen sie nicht ab von der S\u00fcnde des Hauses Jerobeams, der Israel s\u00fcndigen machte, sondern wandelten darin. Auch blieb das Bild der Aschera zu Samaria stehen.\u201c<\/strong><strong> <\/strong>Dass Gott den Israeliten einen Retter gab, der die Aram\u00e4er zur\u00fcckdr\u00e4ngte, war eigentlich ein Zeichen von Gottes Liebe zu ihnen und eine Einladung, weiterhin Gott zu suchen und wieder unter seinem Segen zu leben. Aber die Israeliten verehrten trotz der Hilfe Gottes weiter die goldenen K\u00e4lber, die Jerobeam aufgestellt hatte, und die Aschera\u00adstatue in Samaria. Sie waren in ihrer Gewohnheit, G\u00f6tzen anzubeten, wie gefangen und verhielten sich wie unverbesserliche S\u00fcnder, die nie zu Gott umkehren, egal, wie Gott mit ihnen umgeht. Und das, obwohl nach Vers 7 von Joahas\u2018 Kriegsvolk inzwischen nicht mehr \u00fcbriggeblieben war als f\u00fcnfzig Gespann\u00adpferde, zehn Wagen und zehntausend Mann Fu\u00dfvolk, da der K\u00f6nig von Aram alle anderen umgebracht hatte wie Staub beim Dreschen. \u00dcber diesen unverbesserlichen Joahas hat der Verfasser nichts mehr zu sagen, au\u00dfer dass er starb und dass an seiner Stelle sein Sohn Joasch K\u00f6nig wurde.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was f\u00fcr ein K\u00f6nig war Joasch von Israel? Auch er regierte eine lange Zeit, n\u00e4mlich sechszehn Jahre. Aber leider hei\u00dft es auch von ihm im Vers 11: <strong>\u201eUnd er tat, was dem <\/strong><strong>Herrn<\/strong><strong> missfiel, und lie\u00df nicht ab von allen S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel s\u00fcndigen machte, sondern wandelte darin<\/strong><strong>.<\/strong><strong>\u201c<\/strong> Auch er war ein eifriger Diener der goldenen K\u00e4lber und tat, was Gott missfiel. Der Verfasser hat \u00fcber ihn nicht mehr zu sagen, als dass man in der Chronik der K\u00f6nige von Israel etwas \u00fcber seine tapferen Taten nachlesen kann und dass er sich zu seinen V\u00e4tern legte und dass sich nach ihm Jerobeam auf den Thron setzte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Doch mit dem Bericht \u00fcber die beiden K\u00f6nige, die fast ununterbrochen G\u00f6tzen dienten, endet das 13. Kapitel noch nicht. Es berichtet uns vielmehr noch\u00fcber einige sehr bemerkenswerte Ereignisse in Israel. Der Vers 14 sagt: <strong>\u201eAls aber Elisa an der Krankheit erkrankte, an der er sterben sollte, kam Joasch, der K\u00f6nig von Israel, zu ihm hinab und weinte vor ihm und sprach: Mein Vater, mein Vater! Du Wagen Israels und sein Gespann!\u201c<\/strong> Man k\u00f6nnte denken, dass diese Tatsache, dass Elisa todkrank wurde, den K\u00f6nig Joasch von Israel kalt lassen w\u00fcrde. Aber obwohl er sein Leben lang G\u00f6tzen verehrt und anscheinend kein einziges Mal damit aufgeh\u00f6rt hatte, war er offenbar beunruhigt bei dem Gedanken, dass der Mann Gottes bald sterben k\u00f6nnte. Er kam zu Elisa und weinte vor ihm und sagte: <strong>\u201eDu Wagen Israels und sein Gespann!\u201c <\/strong>Es ist wohl zu optimistisch, diese Worte als Ausdruck wahrer Bu\u00dfe und Fr\u00f6mmigkeit zu verstehen. Aber offenbar war f\u00fcr Joasch die Tatsache, dass Elisa in Israel lebte und f\u00fcr sein Volk betete, keineswegs egal, sondern eine Beruhigung; Elisa war f\u00fcr ihn wie eine Art Notrufs\u00e4ule auf der Autobahn, die man nie benutzt, wo man aber bei einem schlimmen Unfall Hilfe anfordern kann. Joasch weinte vor dem todkranken Elisa, sein Weinen war wohl weniger weil er eine enge Beziehung zu ihm gehabt h\u00e4tte, als vielmehr wegen seiner Sorge und Angst, wie er mit seiner kleinen Armee gegen die m\u00e4chtigen Feinde im benachbarten Aram bestehen konnte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie reagierte Elisa? Vers 15a sagt: <strong>\u201eElisa aber sprach zu ihm: Nimm Bogen und Pfeile!<\/strong><strong>\u201c<\/strong> Elisa sagte nicht zu ihm: \u201eGeh zu den goldenen K\u00e4lbern, denen du bis heute so treu gedient hast!\u201c Vielmehr war Elisa bis zuletzt ein Mann Gottes, der barmherzig war und die Angst des K\u00f6nigs verstand und ihm geistlich helfen wollte. Wie tat er das? Die Verse 15 und 16 sagen: \u201e<strong>Und als er den Bogen und die Pfeile nahm, sprach er zum K\u00f6nig von Israel: Spanne mit deiner Hand den Bogen! Und er spannte ihn mit seiner Hand. Und Elisa legte seine Hand auf des K\u00f6nigs Hand.\u201c <\/strong>Danach sagte er zu ihm: <strong>\u201eTu das Fenster auf nach Osten! Und er tat&#8217;s auf.<\/strong><strong>\u201c<\/strong><strong> <\/strong>Das Fenster nach Osten zeigte in die Richtung, wo die Aram\u00e4er wohnten. <strong>\u201eUnd Elisa sprach: Schie\u00df! Und er schoss.\u201c<\/strong> Als Joasch dem Mann Gottes gehorchte und den Pfeil nach Osten schoss, rief Elisa: <strong>\u201eEin Pfeil des Siegs vom <\/strong><strong>Herrn<\/strong><strong>, ein Pfeil des Siegs gegen Aram! Du wirst die Aram\u00e4er schlagen bei Afek, bis sie aufgerieben sind.\u201c<\/strong> Auf diese sehr anschauliche Art verhie\u00df Elisa Joasch den Sieg gegen die Aram\u00e4er. Es w\u00fcrde ein Sieg des Herrn sein! Er sollte auf Gottes Verhei\u00dfung vertrauen und mit Zuversicht auf den Sieg leben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Aber die Hilfe von Gottes Knecht f\u00fcr Joasch war noch nicht ganz zu Ende. Vers 18 sagt: <strong>\u201eUnd er sprach: Nimm die Pfeile! Und als er sie nahm, sprach er zum K\u00f6nig von Israel: Schlag auf die Erde! Und er schlug dreimal und hielt inne.\u201c <\/strong>Joasch sollte seine Siegeszuversicht zum Ausdruck bringen, indem er mit den Pfeilen mehrfach auf die Erde schlagen sollte. Aber nachdem er dreimal auf den Boden geschlagen hatte, hielt er inne. <strong>\u201eDa wurde der Mann Gottes zornig auf ihn und sprach: H\u00e4ttest du f\u00fcnf- oder sechsmal geschlagen, so h\u00e4ttest du die Aram\u00e4er geschlagen, bis sie aufgerieben w\u00e4ren; nun aber wirst du sie nur dreimal schlagen.\u201c<\/strong> Nach Elisas klaren Worten \u00fcber den Sieg musste Joasch verstanden haben, dass es um den Sieg ging, den Gott ihm geben w\u00fcrde. Deshalb wollte er auch dem Mann Gottes gehorchen und schlug mit den Pfeilen mehrfach auf den Boden. Dass er aber nach drei Mal innehielt, war ein Ausdruck seines Zweifelns und seines Mangels an Mut und Entschlossenheit. Das war ein ernstes Problem. Gott w\u00fcrde ihn daraufhin nun nur dreimal \u00fcber die Aram\u00e4er siegen lassen, anstatt ihm einen v\u00f6lligen Sieg \u00fcber sie zu geben. Dieses Wort best\u00e4tigt das Prinzip, dass Gott uns Menschen nach dem Ma\u00df unseres Glaubens und Gehorsams segnet.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was f\u00fcr ein Wunder passierte, nachdem Elisa gestorben war? Die Verse 20 und 21 berichten, dass nach Elisas Tod jedes Jahr streifende Rotten der Moabiter ins Land fielen. Als man eines Tages einen Mann begraben wollte, passierte es, dass wieder einige Aram\u00e4er auf einem Streifzug vorbeikamen. Aus Angst vor ihnen warf man den Verstorbenen versehentlich in Elisas Grab. Was passierte dann? Vers 21b sagt: <strong>\u201e<\/strong><strong>Und <\/strong><strong>als er die Gebeine Elisas ber\u00fchrte, wurde er lebendig und trat auf seine F\u00fc\u00dfe\u201c <\/strong>(21). Gottes Leben gebender Geist, von dem Elisa zwei Anteil bekommen hatte, wirkte auch noch nach Elisas Tod durch ihn bzw. seinen Leichnam.<strong> <\/strong>So wurde Elisa auch noch noch nach seinem Tod f\u00fcr andere zum Segen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie ist es zu erkl\u00e4ren, dass Gott Israel immer wieder segnete, obwohl sie durch ihren permanenten G\u00f6tzendienst eigentlich seinen Zorn provozierten? Vers 22 sagt, dass Hasael, der K\u00f6nig von Aram, Israel bedr\u00e4ngte, solange Joahas lebte. Als sie unbeirrt ihren G\u00f6tzen dienten, wurde sie st\u00e4ndig von ihren Feinden bedr\u00e4ngt; sie hatten es nicht verdient, dass Gott sich ihnen zuwenden und ihnen helfen w\u00fcrde. Aber Vers 23 sagt: <strong>\u201eAber der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> gab ihnen Gnade und erbarmte sich ihrer und wandte sich ihnen wieder zu um seines Bundes willen mit Abraham, Isaak und Jakob und wollte sie nicht verderben, verwarf sie auch nicht von seinem Angesicht bis auf diese Stunde.\u201c<\/strong> Trotz all ihrer S\u00fcnde verwarf Gott sie nicht von seinem Angesicht, sondern Gott gab ihnen Gnade und erbarmte sich \u00fcber sie und wandte sich ihnen immer wieder zu. Gott tat das wegen seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob. Hier sehen wir wie gro\u00df Gottes Barmherzigkeit mit den S\u00fcndern und seine Treue ist. Obwohl Abraham, Isaak und Jakob zu der Zeit schon vor weit \u00fcber 1000 Jahren gestorben waren, erinnerte sich Gott an seinen Bund mit ihnen und verwarf deswegen Abrahams Nachkommen, die Israeliten, trotz ihrer S\u00fcnde nicht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie erf\u00fcllte Gott die Zusage Elisas an Joasch? Der Vers 24 berichtet, dass in Aram der K\u00f6nig Hasael starb und dass sein Sohn Ben-Hadad an seiner Stelle K\u00f6nig wurde. Vermutlich war Ben-Hadad noch kein so erfahrener Feldherr wie sein Vater. Jedenfalls sagt Vers 25: <strong>\u201eJoasch aber gewann die St\u00e4dte zur\u00fcck aus der Hand Ben-Hadads, des Sohnes Hasa\u00ebls, die er im Kampf seinem Vater Joahas genommen hatte. Dreimal schlug ihn Joasch und gewann so die St\u00e4dte Israels zur\u00fcck.\u201c <\/strong>Gott gab Joasch tats\u00e4chlich dreimal einen Sieg gegen die Aram\u00e4er, genau wie der Prophet Gottes ihm verhei\u00dfen hatte. Gottes Verhei\u00dfungen sind absolut zuverl\u00e4ssig.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">In diesem Kapitel haben wir mehrfach erfahren, dass Gott Israel immer wieder Barmherzigkeit erwiesen hat, obwohl sie in dieser Zeit wegen ihres jahrzehntelangen G\u00f6tzendienstes eigentlich schon vor dem Gericht standen. So half Gott ihnen, sobald Joahas ernsthaft zu Gott betete, und gab ihnen einen Retter. Joahas\u2018 Sohn Joasch war so schwach im Glauben, dass er offenbar kein einziges Mal ernsthaft zu Gott betete. Aber als er jammernd und sorgenvoll zu Elisa, dem Mann Gottes, kam, war das f\u00fcr Gott schon Grundlage genug, um den Israeliten den Sieg \u00fcber ihre Feinde zu verhei\u00dfen und dann auch tats\u00e4chlich zu geben. Dass Gott ihnen trotz ihrer S\u00fcnde immer seine Hilfe und Siege gab, ist ein Ausdruck von Gottes Barmherzigkeit und seine Einladung, ernsthaft zu Gott umzukehren und seinen Segen weiter zu empfangen. Das l\u00e4sst uns erkennen, dass das angedrohte Gericht kein unabwendbares Schicksal f\u00fcr sie war. Vielmehr lud Gott sie immer wieder dazu ein, sich ihm ganz zuzuwenden und dadurch bei ihm Rettung und Hilfe zu erfahren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Auch die Menschen unserer Zeit stehen vor Gottes Gericht, das nicht nur ein Volk, sondern die ganze Menschheit betreffen wird. Aber es w\u00e4re ganz verkehrt, die Hoffnung f\u00fcr die Menschen aufzugeben, auch wenn sie bisher nicht nach Gott gefragt haben. Denn wie Gott es an den Israeliten damals demonstriert hat, ist er barmherzig und bis zum Ende bereit zu helfen; dadurch will Gott die Menschen einladen, zu ihm umzukehren und seine Gnade vollst\u00e4ndig zu empfangen, wof\u00fcr er durch Jesu Tod und seine Auferstehung eine unersch\u00fctterliche Grundlage geschaffen hat. M\u00f6ge Gott uns helfen, in allen Situationen an Gottes Barmherzigkeit zu glauben und sie unsern Mitmenschen zu verk\u00fcndigen, vor allem unseren Kindern und den Studenten in unserer Stadt! Im Kampf darum, in dieser Zeit Gott wohlgef\u00e4llig zu leben und ihnen Gottes Barmherzigkeit zu bezeugen, sto\u00dfen wir auf viele innere und \u00e4u\u00dfere Feinde. M\u00f6ge Gott uns immer wieder ermutigen und uns in dem Kampf viele Siege schenken!<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort: <strong>\u201eund sprach: Tu das Fenster auf nach Osten! Und er tat&#8217;s auf. Und Elisa sprach: Schie\u00df! Und er schoss. Elisa aber rief: Ein Pfeil des Siegs vom <\/strong><strong>Herrn<\/strong><strong>, ein Pfeil des Siegs gegen Aram! Du wirst die Aram\u00e4er schlagen bei Afek, bis sie aufgerieben sind.\u201d<\/strong><strong> <\/strong>M\u00f6ge Gott uns helfen, wie Jojada \u00fcber unsere Aufgabe hinaus Verantwortungsbewusstsein zu haben und daf\u00fcr entschlossen zu beten und zu wirken, dass Gottes Wille geschieht in unserer Familie, unserer Gemeinde, in unser Stadt und unserem Land! M\u00f6ge Gott uns helfen, festen pers\u00f6nlichen Glauben zu erlernen und damit vor Gott zu leben und  nicht vor Menschen, damit wir unser Leben lang ihm treu sein und dienen k\u00f6nnen! M\u00f6ge Gott uns in unserem Kampf viele Siege geben und uns zum Segen f\u00fcr viele machen!<em><strong> <\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Ein Pfeil des Siegs vom Herrn \u201eund sprach: Tu das Fenster auf nach Osten! Und er tat&#8217;s auf. Und Elisa sprach: Schie\u00df! Und er schoss. Elisa aber rief: Ein Pfeil des Siegs vom Herrn, ein Pfeil des Siegs gegen Aram! 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