{"id":1951,"date":"2012-04-01T23:33:44","date_gmt":"2012-04-01T22:33:44","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1951"},"modified":"2022-11-18T12:24:15","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:15","slug":"predigt-2-konige-81-1036","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-konige-81-1036\/","title":{"rendered":"Predigt: 2.K\u00f6nige 8,1 &#8211; 10,36"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/P12-2K0801-1036.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Jehus Eifer f\u00fcr den Herrn<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>und sprach: Komm mit mir und sieh meinen Eifer f\u00fcr den Herrn! Und er lie\u00df ihn mit sich fahren auf seinem Wagen.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2.K\u00f6nige 10,16)<\/p>\n<p>Heute befassen wir uns mit dem Gericht Gottes. Gottes Gericht ist grausam, das war es im Alten Testament und Gottes Gericht ist auch in der neutestamentlichen Zeit grausam (da braucht sich niemand etwas vorzumachen). Doch Gottes Gericht fiel weder unangek\u00fcndigt vom Himmel, noch traf es seine Opfer willk\u00fcrlich. Und es bereitet Gott alles andere als Freude, Gerichtsurteile auszusprechen, im Gegenteil. In der Schrift lesen wir: <strong>\u201eSo sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott der Herr: ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. So kehrt nun um von euren b\u00f6sen Wegen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?\u201c<\/strong> (Hes 33,11) Vielmehr wollte Gott seine Gnade walten lassen, wie es an einer anderen Stelle der Schrift hei\u00dft: <strong>\u201eIch streckte meine H\u00e4nde aus den ganzen Tag nach einem ungehorsamen Volk, das nach seinen eigenen Gedanken wandelt auf einem Wege, der nicht gut ist;\u201c<\/strong> (Jes. 65,2). Der gn\u00e4dige Gott, den wir im NT finden, ist derselbe auch am AT, sowohl in seiner barmherzigen Gnade, also auch in seinem furchtbaren Gericht. Gottes wunderbare Gnade und das bittere Gericht sind die zwei Wege, die ein Mensch einschlagen kann.<\/p>\n<p>Heute betrachten wir, warum Gottes Gericht unumg\u00e4nglich war. Und wir k\u00f6nnen Parallelen ziehen zwischen dem Gericht Gottes im heutigen Text und dem gr\u00f6\u00dften Gericht Gottes in der bisherigen Menschheitsgeschichte, n\u00e4mlich zur Zeit Noahs durch die Sintflut. Gottes Gericht offenbart uns in beiden F\u00e4llen 2 Dinge. Erstens, die Bosheit und Unbu\u00dffertigkeit der Menschen. Und zweitens, die Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit des heiligen Gottes. M\u00f6ge Gottes Gericht allen Menschen eine abschreckende Warnung sein und uns dem\u00fctig in die Arme Gottes f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Teil I\tDer gottlose Weg der K\u00f6nige (8)<\/strong><\/p>\n<p>Erstens, Elisa hilft der Schunemiterin (4-6)<\/p>\n<p>Betrachten wir den Text, so erfahren wir, dass Gott Israel mit einer siebenj\u00e4hrigen Hungersnot bestrafen wollte. Aus diesem Grund warnte Elisa die reiche Schunemiterin, die sich so herzlich um ihn gek\u00fcmmert hatte. Die Frau nahm seine Hilfe sicherlich dankbar an und wanderte f\u00fcr 7 Jahre zu den Philistern aus. Als die Jahre der Not um waren, wollte sie zum K\u00f6nig Israels, um all ihr Hab und Gut wiederzuerlangen. Und das war keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, schlie\u00dflich war der amtierende K\u00f6nig kein David oder Salomo. Doch wie verschaffte Gott ihr die Gunst des K\u00f6nigs? Vers 4 lautet: <strong>\u201eDer K\u00f6nig aber redete mit Gehasi, dem Diener des Mannes Gottes und sprach: Erz\u00e4hle mir alle gro\u00dfen Taten, die Elisa getan hat!\u201c<\/strong> Aus irgendeinem Grund interessierte sich der K\u00f6nig f\u00fcr die gro\u00dfen Taten Elisas. Und Gehasi fing an \u00fcber die gro\u00dfen Wunder seines Herrn zu erz\u00e4hlen und selbstverst\u00e4ndlich stach die Auferweckung des toten Kindes heraus. Vers 5: <strong>\u201eUnd w\u00e4hrend er dem K\u00f6nig erz\u00e4hlte, dass er einen Toten lebendig gemacht h\u00e4tte, siehe, da kam eben die Frau dazu, deren Sohn er lebendig gemacht hatte und rief den K\u00f6nig an wegen ihres Hauses und ihres Ackers. Da sprach Gehasi: Mein Herr und K\u00f6nig, dies ist die Frau und dies ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat.\u201c<\/strong> Gerade als Gehasi \u00fcber die Frau und ihr Sohn erz\u00e4hlte, kamen diese zur gro\u00dfen \u00dcberraschung herein. Das war einfach perfektes Timing! Und dieses perfekte Timing ist Ausdruck der Gnade Gottes f\u00fcr die Schunemiterin. Denn der K\u00f6nig wollte nun die Version der Frau h\u00f6ren und sie deckte sich mit den Schilderungen Gehasis. <strong>\u201eDa gab ihr der K\u00f6nig einen K\u00e4mmerer mit und sprach: Verschaffe ihr alles wieder, was ihr geh\u00f6rt, dazu allen Ertrag des Ackers seit der Zeit, da sie das Land verlassen hat, bis jetzt!\u201c<\/strong> Es ist wirklich sch\u00f6n, unter der Gnade Gottes zu leben und unter seinem Segen. Was k\u00f6nnen wir von dieser Frau lernen? Wir sollten auch treu sein wie die Frau und auf den Knecht Gottes h\u00f6ren, anstatt widerspenstig zu sein und den Segen Gottes zu verspielen. Gott hat Gefallen daran, wenn wir ihm treu sind. M\u00f6gen seine Gnade und sein \u00fcberreicher Segen uns jederzeit begleiten.<\/p>\n<p>Zweitens, Hasael wird zum K\u00f6nig von Aram (7-15)<\/p>\n<p>Laut Vers 7 kam Elisa nach Damaskus, der syrischen Hauptstadt, n\u00f6rdlich von Israel. Was wollte er soweit im Norden? Dazu wollen wir uns Gottes Auftrag in Erinnerung rufen, als Elia schwach geworden war und lieber sterben wollte. Gott befahl ihm: <strong>\u201eGeh wieder deines Weges durch die W\u00fcste nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasa\u00ebl zum K\u00f6nig \u00fcber Aram\u201c<\/strong>. Dieser Befehl konnte nicht mehr von Elia ausgef\u00fchrt werden und fiel in die Amtszeit Elisas. Es ist ungew\u00f6hnlich, dass ein Prophet aus Israel jemanden aus einem anderen Land zum K\u00f6nig salbt. Das zeigt, dass Gott etwas mit Hasael vorhatte. 2 Verse sp\u00e4ter prophezeit Gott n\u00e4mlich: <strong>\u201eUnd es soll geschehen: Wer dem Schwert Hasa\u00ebls entrinnt, den soll Jehu t\u00f6ten und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den soll Elisa t\u00f6ten.\u201c<\/strong> Hasael, wie sp\u00e4ter auch Jehu und sogar Elisa selbst sollten Werkzeuge des Gerichts sein. Und das Gericht Gottes sollte mit der Salbung Hasaels beginnen.<\/p>\n<p>So wurde Hasael, der Diener des kranken K\u00f6nigs von Aram, Ben-Hadad, zu Elisa gesandt, um zu erfahren ob Ben-Hadad an seiner Krankheit sterben oder genesen w\u00fcrde. Betrachten wir Elisas Antwort im Vers 10: <strong>\u201eElisa sprach zu ihm: Geh hin und sage ihm: Du wirst genesen! &#8211; Aber der Herr hat mir gezeigt, dass er des Todes sterben wird.\u201c<\/strong> Ben-Hadad w\u00fcrde nicht an seiner Krankheit sterben, sondern genesen aber er w\u00fcrde kurz darauf doch noch sterben. Das sah Elisa. Doch Elisa sah noch viel mehr. Im Vers 11 lesen wir: <strong>\u201eUnd der Mann Gottes schaute starr und lange vor sich hin und weinte.\u201c<\/strong> In anderen \u00dcbersetzungen ist zu lesen, dass Elisa so lange starr schaute und weinte, bis Hasael verlegen wurde und sich sch\u00e4mte. Warum um alles in der Welt geschah dieses dramatische Ereignis? Was hatte Elisa gesehen? Vers 12: <strong>\u201eDa sprach Hasa\u00ebl: Warum weint mein Herr? Er sprach: Ich wei\u00df, was du den Israeliten antun wirst: du wirst ihre festen St\u00e4dte mit Feuer verbrennen und ihre junge Mannschaft mit dem Schwert erschlagen und ihre jungen Kinder t\u00f6ten und ihre schwangeren Frauen aufschlitzen.\u201c<\/strong> Weiter sprach er: <strong>\u201eDer Herr hat mir gezeigt, dass du K\u00f6nig \u00fcber Aram sein wirst.\u201c<\/strong> (13) Hasael stritt zwar alles ab, doch er w\u00fcrde ein m\u00e4chtiger und grausamer K\u00f6nig werden. Und Elisa war zutiefst betr\u00fcbt \u00fcber all das Leid, das seinem Volk widerfahren w\u00fcrde. Doch Elisa konnte ihm keinen Vorwurf machen, denn Hasael war ein Instrument des g\u00f6ttlichen Gerichts. Hasael w\u00fcrde den Untergang des Nordreichs einleiten, die Assyrer es anschlie\u00dfend vollbringen.<\/p>\n<p>Wieder zur\u00fcck bei Ben-Hadad, \u00fcberbrachte Haseal die Botschaft Elisas: \u201eDu wirst genesen\u201c. Doch am Folgetag erstickte er den K\u00f6nig mit einer feuchten Decke, so dass Gottes Wort durch Elisa in Erf\u00fcllung ging.<\/p>\n<p>Drittens, Ahabs gottloser Einfluss (16-29)<\/p>\n<p>Vers 16 berichtet, dass Joram K\u00f6nig \u00fcber Juda wurde. Doch \u00fcber ihn hei\u00dft es: <strong>\u201eund wandelte auf dem Wege der K\u00f6nige von Israel, wie das Haus Ahab tat\u201c<\/strong> (18). Und der Grund wird direkt nachgeliefert: <strong>\u201edenn Ahabs Tochter war seine Frau. Und er tat, was dem Herrn missfiel.\u201c<\/strong> Obwohl Jorams Vater, Joschafat, tat, was dem Herrn gefiel, \u00fcbte Ahabs Tochter den gr\u00f6\u00dferen und sch\u00e4dlichen Einfluss auf Joram, den neuen K\u00f6nig, aus. (So wie Isebel ein Fluch f\u00fcr Ahah wurde, wurde Ahabs Tochter zum Fluch f\u00fcr Joram. Wir sehen, wie wichtig Hausgemeinden sind!)<\/p>\n<p>Wie sah es mit dem neuen K\u00f6nig Israels aus? Vers 25 berichtet von der Kr\u00f6nung Ahasjas. Er regierte nur ein Jahr und \u00fcber ihn hei\u00dft es im Vers 27: <strong>\u201eUnd er wandelte auf dem Wege des Hauses Ahab und tat, was dem Herrn missfiel, wie das Haus Ahab; denn er war verwandt mit dem Hause Ahab.\u201c<\/strong> Erneut f\u00e4llt der Name \u201eAhab\u201c und wird als Grund f\u00fcr die Missgunst bei Gott geliefert. Wir sehen, welche gottlose Wirkung Ahab auch nach seinem Ableben auf die Nachwelt hatte, vor allem auf seine Angeh\u00f6rigen. Sein Name liest sich wie einen Fluch. Jeder der mit ihm in Ber\u00fchrung kam, wurde negativ beeinflusst.<\/p>\n<p>Doch obwohl die St\u00e4mme Israels bald untergehen w\u00fcrden, wollte Gott den Stamm Juda bewahren, obwohl sie nicht viel besser waren als Israel. Aus welchem Grund w\u00fcrde Juda erhalten bleiben? Vers 19 lautet: <strong>\u201eAber der Herr wollte Juda nicht verderben um seines Knechtes David willen, wie er ihm zugesagt hatte, ihm eine Leuchte zu geben und seinen S\u00f6hnen immerdar.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ziehen wir im ersten Teil (Kapitel 8) die Parallele zu Noahs Zeit, k\u00f6nnen wir etwas Wichtiges \u00fcber Gott erfahren. Inmitten des globalen Gerichts durch die weltweite Sintflut erwies Gott dem frommen und untadeligen Noah und seiner Familie Gnade. Auch im heutigen Text war die Zeit des Gerichts gekommen. Doch Gott erwies der Schunemiterin und ihrem Sohn Gnade, inmitten der landesweiten Hungersnot. Und Gott erwies auch dem Stamm Juda Gnade, inmitten des Gerichts. Um Davids willen wollte Gott Gnade vor Recht ergehen lassen, genauso wie wir heutzutage durch unsern Herrn Jesus Gnade erlangen, anstatt gerichtet zu werden.<\/p>\n<p>Gott m\u00f6chte mit seiner Gnade so viele wie m\u00f6glich umfangen, doch gerade auch im heutigen Text erfahren wir, wie stur die Menschen in ihrer Gottlosigkeit verweilen.<\/p>\n<p><strong>Teil II\tJehus Eifer (9-10)<\/strong><\/p>\n<p>Erstens, Jehu wird zum K\u00f6nig gesalbt (9,1-13)<\/p>\n<p>Betrachten wir den Text. Elisa beauftragte einen Prophetenj\u00fcnger, Jehu zum K\u00f6nig zu salben. Wie kam Elisa dazu? Damals hatte Gott Elia nicht nur befohlen Hasael zum K\u00f6nig \u00fcber Aram zu salben, sondern: <strong>\u201egeh hinein und salbe Hasa\u00ebl zum K\u00f6nig \u00fcber Aram und Jehu, den Sohn Nimschis, zum K\u00f6nig \u00fcber Israel\u201c.<\/strong> (1.K\u00f6n 19,15.16) Gott selbst hatte Jehu als zuk\u00fcnftigen K\u00f6nig auserw\u00e4hlt. Wom\u00f6glich sollte die Salbung unbemerkt bleiben, da Israel bereits einen K\u00f6nig hatte. Aus diesem Grund ging Elisa nicht selbst, um Aufmerksamkeit zu erregen, sondern sandte einen J\u00fcnger und dieser sollte nach der Prozedur so schnell wie m\u00f6glich das Weite suchen. Und so geschah es auch. <strong>\u201eEr aber goss das \u00d6l auf sein Haupt und sagte zu ihm: So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe dich zum K\u00f6nig gesalbt \u00fcber Israel, das Volk des Herrn.\u201c<\/strong> (6) Doch Jehu sollte nicht einfach so K\u00f6nig werden. Wie Hasael sollte auch er als Werkzeug des Gerichts gebraucht werden und das sagte ihm der Prophetenj\u00fcnger auch: <strong>\u201eUnd du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, schlagen, dass ich das Blut meiner Knechte, der Propheten und das Blut aller Knechte des Herrn r\u00e4che, das die Hand Isebels vergossen hat, so dass das ganze Haus Ahab umkomme. Und ich will von Ahab ausrotten, was m\u00e4nnlich ist, bis auf den letzten Mann in Israel und will das Haus Ahab machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats und wie das Haus Baschas, des Sohnes Ahijas. Und die Hunde sollen Isebel fressen auf dem Acker in Jesreel und niemand soll sie begraben. Und er tat die T\u00fcr auf und floh.\u201c<\/strong> (7-10) Gott wollte Ahabs Frau und alle seine Nachkommen vernichtend schlagen, genauso wie er Ahab selbst geschlagen hatte. Und wenn wir nach Gr\u00fcnden f\u00fcr dieses Gericht suchen, liefert uns die Bibel jede Menge: <strong>\u201eEs war niemand, der sich so verkauft h\u00e4tte, Unrecht zu tun vor dem Herrn wie Ahab, den seine Frau Isebel verf\u00fchrte.\u201c<\/strong> hei\u00dft es bspw im 1.K\u00f6n 21,25. Hatte Gott sein gn\u00e4diges und barmherziges Herz nicht offenbart, als Ahab sich kurzzeitig gedem\u00fctigt hatte? Hatte Gott ihm nicht Jahre gelassen, nachzusinnen \u00fcber sich und sein gottloses Leben? Hatte Gott ihm nicht sein geschriebenes Wort in der Schrift gegeben? Hatte Gott ihm nicht gleich 2 seiner besten Propheten gesandt, Elia und Elisa? War Ahab nicht aus unmittelbarer N\u00e4he Zeuge eines gro\u00dfen Wunders geworden, als Feuer vom Himmel fiel und das Opfer verzehrte? Doch weder er, noch seine Frau, auch nicht seine Nachkommen kehrten um zum Herrn. Auf Gedeih und Verderb hingen sie an ihrer Gottlosigkeit und \u00fcbten fatalen Einfluss auf andere aus. Das Ma\u00df ihrer S\u00fcnde war voll. Das Gericht war unausweichlich.<\/p>\n<p>Jehu wurde von seinen Hauptleuten zum K\u00f6nig gerufen und offensichtlich nahm er seinen Missionsauftrag an, Ahabs Geschlecht auszurotten.<\/p>\n<p>Zweitens, Jehu t\u00f6tet die K\u00f6nige Israels, Judas und Isebel (14-37)<\/p>\n<p>Joram war damals K\u00f6nig \u00fcber Israel und er war im Kampf gegen Hasael, dem Aram\u00e4er, verwundet worden. Und auch Ahasja, der K\u00f6nig Judas, war gekommen, um Joram zu besuchen. Beide waren in Jesreel, ganz nah am Acker Nabots. Von dort aus beobachtete der Turmw\u00e4chter eine Staubwolke. Aber er konnte sie nicht so richtig einordnen. War das eine feindliche Staubwolke? War es eine freundliche Staubwolke? Eine neutrale Staubwolke? Niemand wusste Bescheid. Der K\u00f6nig befahl, Reiter zum Erkunden auszusenden, doch weder der erste noch der zweite Reiter kam wieder. Daraufhin sprach der Turmw\u00e4chter zum K\u00f6nig: <strong>\u201ees ist ein Jagen wie das Jagen Jehus, des Sohnes Nimschis; denn er jagt, wie wenn er unsinnig w\u00e4re.\u201c<\/strong> (20) Das Wort \u201eunsinnig\u201c k\u00f6nnte man auch mit dem Wort \u201ewahnsinnig\u201c oder \u201eirrsinnig\u201c \u00fcbersetzten. Darin sehen wir eine Auspr\u00e4gung des Charakters Jehus. Das war sein Markenzeichen. Wenn er einem Ziel nachjagte, dann wie ein Wahnsinniger! Er war ganz sicher keine heilige Pers\u00f6nlichkeit, doch weil er seine Ziele wie verr\u00fcckt verfolgte, gab es keinen besseren, um Gottes Gericht auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Und Vers 21 berichtet, wie beide K\u00f6nige ihre Naivit\u00e4t an den Tag legten und jeder in seinem Wagen auszog, um zu erfahren, was Jehu eigentlich wollte. Und wo trafen sie sich? Sie trafen sich genau auf dem Acker Nabots.  Verse 22 ff: <strong>\u201eUnd als Joram Jehu sah, sprach er: Jehu, ist&#8217;s Friede? Er aber sprach: Was, Friede? Deiner Mutter Isebel Abg\u00f6tterei und ihre viele Zauberei haben noch kein Ende! Da wandte Joram um und floh und sprach zu Ahasja: Verr\u00e4terei, Ahasja! Aber Jehu fasste den Bogen und schoss Joram zwischen die Arme, dass der Pfeil durch sein Herz fuhr und Joram in seinem Wagen zusammenbrach.\u201c<\/strong> So starb der K\u00f6nig Israels. Und das Wort des Herrn erf\u00fcllte sich: <strong>\u201eF\u00fcrwahr, ich will dir das Blut Nabots und seiner Kinder, das ich gestern gesehen habe, vergelten auf diesem Acker! &#8211; So nimm ihn nun und wirf ihn auf den Acker nach dem Wort des Herrn.\u201c<\/strong> (26) Auch Ahasja wurde von Pfeilen verwundet und starb auf der Flucht in Megiddo.<\/p>\n<p>Nun war Isebel an der Reihe. Was tat sie, als Jehu nach Jesreel kam? Sie fing an sich zu schminken und schm\u00fcckte ihr Haupt und schaute aus dem Fenster. <strong>\u201eUnd als Jehu unter das Tor kam, sprach sie: Geht&#8217;s gut, du Simri, der seinen Herrn erschlug?\u201c<\/strong> Warum nannte sie ihn Simri? Simri war ein Hauptmann und hatte den K\u00f6nig erschlagen und war selbst K\u00f6nig geworden. Doch seine Lebensdauer als K\u00f6nig betrug l\u00e4cherliche 7 Tage. Denn das Volk emp\u00f6rte sich gegen ihn und er verbrannte sich im K\u00f6nigshaus. Isebel war mit allen Wassern gewaschen. Sie stellte Jehu mit Simri gleich. \u201eDein Verrat wird dir dein Leben kosten\u201c, wollte sie ihm androhen. Doch Isebel hatte keine R\u00fcckendeckung mehr. Ihre eigenen K\u00e4mmerer warfen sie aus dem Fenster (da half auch alles Schminken nichts. Wirklich nichts, denn) als man sie bestatten wollte, war kaum noch etwas von ihr \u00fcbrig. Und Jehu erkannte: <strong>\u201eDas ist&#8217;s, was der Herr geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Tischbiter, als er sprach: Auf dem Acker von Jesreel sollen die Hunde das Fleisch Isebels fressen und der Leichnam Isebels soll wie Mist auf dem Felde sein im Gefilde von Jesreel, dass man nicht sagen k\u00f6nne: Das ist Isebel.\u201c<\/strong> (36.37)<\/p>\n<p>Drittes, Jehu t\u00f6tet die Angeh\u00f6rigen Ahabs (10,1-17)<\/p>\n<p>Kapitel 10 berichtet von 70 S\u00f6hnen Ahabs, die in Samaria lebten. Auch diese hatten keine R\u00fcckendeckung mehr in ihrer Hauptstadt. Nach Jehus Briefbefehl wurden sie von den eigenen Mitb\u00fcrgern enthauptet. Vers 11 berichtet: <strong>\u201eSo erschlug Jehu alle \u00dcbriggebliebenen vom Hause Ahab in Jesreel, alle seine Gro\u00dfen, seine Verwandten und seine Priester, bis nicht ein einziger \u00fcbrigblieb.\u201c<\/strong> Unterwegs nach Samaria traf Jehu Angeh\u00f6rige Ahasjas, &#8211; sie waren mit Ahab verwandt &#8211; die ebenfalls get\u00f6tet wurden.<\/p>\n<p>In Jonadab traf Jehu einen treuen Verb\u00fcndeten zu dem er sprach: <strong>\u201eKomm mit mir und sieh meinen Eifer f\u00fcr den Herrn! Und er lie\u00df ihn mit sich fahren auf seinem Wagen. Und als er nach Samaria kam, erschlug er alles, was \u00fcbrig war von Ahab in Samaria, bis er sein Haus vertilgt hatte nach dem Wort des Herrn, das er zu Elia geredet hatte.\u201c<\/strong> (16.17) Somit wurde das Kapitel Ahab ein f\u00fcr allemal geschlossen. Doch Ahabs Erbe, der Baalkult, trieb noch immer sein Unwesen.<\/p>\n<p>Viertens, Jehu beendet den Baalkult in Israel (18-28.30)<\/p>\n<p>Jehu gab vor Baal besser dienen zu wollen als Ahab und lie\u00df ein gro\u00dfes Opferfest ausrufen. Vers 19 f\u00fcgt hinzu: <strong>\u201eAber Jehu tat dies mit Hinterlist, um die Diener Baals umzubringen.\u201c<\/strong> Daraufhin lie\u00df Jehu allesamt t\u00f6ten <strong>\u201eund brachten hinaus die Bilder der Aschera aus dem Hause Baals und verbrannten sie und zerbrachen die Steinmale Baals samt dem Hause Baals und machten St\u00e4tten des Unrats daraus bis auf diesen Tag. So vertilgte Jehu den Baal aus Israel\u201c<\/strong>. (26-28)<\/p>\n<p>Soweit die Errungenschaften Jehus. Eifrig \u00fcbte er Gottes Gericht aus und war beides, ein effektives sowie effizientes Gerichtsinstrument. Ahabs Nachkommen wurden gerichtet und der Baalkult aus Israel vertilgt. Und hierf\u00fcr erhielt er die Anerkennung Gottes. Vers 30: <strong>\u201eUnd der Herr sprach zu Jehu: Weil du willig gewesen bist, zu tun, was mir gefallen hat und am Hause Ahab alles getan hast, was in meinem Herzen war, sollen dir auf dem Thron Israels sitzen deine S\u00f6hne bis ins vierte Glied.\u201c<\/strong> Gott war froh um Jehus Eifer, weil er sich zielstrebig in den Dienst Gottes gestellt hatte. Gott wollte ihn segnen. Wie setzte Jehu aber sein Leben fort?<\/p>\n<p>F\u00fcnftens, Jehus Verfehlungen (29-36)<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 29: <strong>\u201eaber von den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel s\u00fcndigen machte, lie\u00df Jehu nicht ab, von den goldenen K\u00e4lbern in Bethel und in Dan.\u201c<\/strong> Und Vers 31: <strong>\u201eAber doch hielt Jehu nicht das Gesetz des Herrn, des Gottes Israels, dass er darin wandelte von ganzem Herzen; denn er lie\u00df nicht ab von den S\u00fcnden Jerobeams, der Israel s\u00fcndigen gemacht hatte.\u201c<\/strong> Die goldenen K\u00e4lber Jerobeams waren eine religi\u00f6se Ma\u00dfnahme, um die eigene politische Macht zu etablieren. Diesen Weg schlug auch Jehu ein und offenbart sich als ein K\u00f6nig, dem mehr daran lag seine Macht zu erhalten, als Gott zu gefallen. Die unmittelbare Konsequenz seiner S\u00fcnde erfahren wir im Vers 32: <strong>\u201eZur selben Zeit fing der Herr an, St\u00fccke von Israel abzutrennen; denn Hasa\u00ebl schlug sie im ganzen Gebiet Israels\u201c<\/strong>. Wie schade, wenn Menschen nur phasenweise nach dem Willen Gottes leben und daran scheitern, von ganzem Herzen das Wort des Herrn zu halten. Jehu ist in dieser Hinsicht ein warnendes Beispiel f\u00fcr alle Bibelleser. Gott freut sich sehr, wenn wir ihm gehorchen. Er ist bereit unseren Glauben und unseren Gehorsam hoch anzurechnen und reichlich zu belohnen. Wenn wir doch von ganzem Herzen auf Gott h\u00f6ren w\u00fcrden!<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir abschlie\u00dfend zusammenfassen? Wir sehen die Legitimit\u00e4t des g\u00f6ttlichen Gerichts. Gott hatte sein Gericht lange vorher angek\u00fcndigt. Lange Zeit verging, bis das Urteil vollzogen wurde. Bis dahin konnten die Menschen umkehren. Doch wir haben beobachtet, wie festgefahren die Gottlosigkeit war. Und auch in dieser Hinsicht sind sie mit den Menschen zur Zeit Noahs vergleichbar. Unser Herr Jesus spricht im Mt.Evg \u00fcber die Zeit vor der Sintflut: <strong>\u201esie a\u00dfen, sie tranken, sie heirateten und lie\u00dfen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin\u201c<\/strong> (Mt. 24,38.39) So auch Ahabs Geschlecht. Sie kannten zwar Gottes Urteil, doch sie a\u00dfen, sie tranken, heirateten und lie\u00dfen sich heiraten, als w\u00fcrde das Gericht sie nicht betreffen und nie zustande kommen. Wie f\u00fcrchterlich, wenn Menschen nicht in der Lage sind auf das Wort Gottes zu reagieren! Sie haben es gelesen, geh\u00f6rt und gesehen. Doch alles half nichts. Sie waren verstockt.<\/p>\n<p>In seinem Gericht offenbart sich Gott als der gerechte Richter, der Ahabs gr\u00e4uliche Taten an den Propheten und an Nabot r\u00e4chte. Gottes Gericht h\u00e4tte das ganze Reich treffen k\u00f6nnen, doch es traf nur Ahabs Nachkommen und die Anh\u00e4nger Baals. Gott verschob das landesweite Gericht in die Zukunft und erm\u00f6glichte Israel umzukehren und gerettet zu werden. Gottes Gericht hatte somit eine heilsame Funktion im Volk.<\/p>\n<p>Zudem wird deutlich, dass der heilige Gott in seinem Gericht wahrhaftig ist. Sein Wort geschieht, seine Prophezeiungen erf\u00fcllen sich. Hasael und Jehu wurden K\u00f6nige, Ben-Hadad starb nach seiner Genesung, der Acker Nabots wurde zum Schauplatz des Schreckens f\u00fcr Joram und Isebel, alles nach dem Wort des Herrn.<\/p>\n<p>Gottes Wort ist wahr. Wenn Gott uns Gnade verhei\u00dft, dann k\u00f6nnen wir uns darauf verlassen. Wenn er den Gottlosen das Gericht androht, dann ist auch dieses Wort wahr. Wir m\u00fcssen Gottes Wort ernst nehmen!<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gottes Wort uns in seine gn\u00e4digen Arme f\u00fchren. M\u00f6ge seine Gnade das Fundament unseres Lebens sein, in Christus Jesus, unserm Herrn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jehus Eifer f\u00fcr den Herrn \u201eund sprach: Komm mit mir und sieh meinen Eifer f\u00fcr den Herrn! Und er lie\u00df ihn mit sich fahren auf seinem Wagen.\u201c (2.K\u00f6nige 10,16) Heute befassen wir uns mit dem Gericht Gottes. Gottes Gericht ist grausam, das war es im Alten Testament und Gottes Gericht ist auch in der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1951","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1951","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1951"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1951\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11018,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1951\/revisions\/11018"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1951"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1951"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1951"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}