{"id":1918,"date":"2012-03-19T23:46:31","date_gmt":"2012-03-19T22:46:31","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1918"},"modified":"2022-11-18T12:24:17","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:17","slug":"predigt-2-konige-31-444","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-konige-31-444\/","title":{"rendered":"Predigt: 2.K\u00f6nige 3,1 &#8211; 4,44"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/P10-2K0301-0444.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Elisa, ein Hirte f\u00fcr das Volk<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Und sie ging hin und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Geh hin, verkaufe das \u00d6l und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und deine S\u00f6hne, n\u00e4hrt euch von dem \u00fcbrigen.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(4,7)<\/p>\n<p>In der letzten Lektion haben wir betrachtet, mit welchem Eifer Elisa seinem Hirten Elia nachgefolgt ist. In seiner Bereitschaft zur Nachfolge war er unaufhaltsam. Er ging weit \u00fcber das Ma\u00df hinaus, als von ihm erwartet wurde. Dieser \u00fcberdurchschnittliche Eifer brachten in ihm ein \u00fcberdurchschnittliches Gebetsanliegen hervor: <strong>\u201eDass mir zwei Anteile von deinem Geiste zufallen.\u201c<\/strong> (2,9) Das war kein leichtes Unterfangen, sondern setzte herausragende geistliche Verantwortung voraus. Elisa musste bereit sein, ein anderes Leben f\u00fchren zu wollen, kein 08\/15-Leben, sondern ein geistliches und hingebendes Hirtenleben. Gott hatte offensichtlich Gefallen an seiner Orientierung und erh\u00f6rte sein Anliegen.<\/p>\n<p>Heute sehen wir, wie der Geist Gottes Elisa gebrauchen hat. Wenn ein Mensch vom heiligen Geist erf\u00fcllt werden und von Gott gebraucht werden m\u00f6chte, muss er bereit sein sich selbst zu \u00fcberwinden, damit Gott durch ihn wirken kann. (Und ich wei\u00df, wie schwer es ist, sich selbst zu \u00fcberwinden. Ich erfahre es t\u00e4glich am eigenen Leib. Deshalb kenne ich auch die gro\u00dfe Notwendigkeit, alles daran zu setzen, um vom Wort Gottes angesprochen zu werden.) Lasst uns heute betrachten, welche Einstellung und welche Lebensweise Elisa hatte, denn gerade dadurch konnte Gottes Geist in ihm m\u00e4chtig wirken. M\u00f6ge der heutige Text uns ansprechen und den geistlichen Wunsch schenken, von Elisas Einstellung und Lebensweise zu lernen, damit Gottes Geist auch in uns maximal wirksam sein kann.<\/p>\n<p><strong>Teil I\tGott prophezeit durch Elisa den Sieg \u00fcber Moab (Kap. 3)<\/strong><\/p>\n<p>Wer wurde K\u00f6nig \u00fcber Israel und was f\u00fcr ein K\u00f6nig war er? Betrachten wir den Text, so erfahren wir, dass Joram, Ahabs Sohn, K\u00f6nig wurde. Verse 2 und 3 berichtet \u00fcber ihn: <strong>\u201eUnd er tat, was dem Herrn missfiel, doch nicht wie sein Vater und seine Mutter. Denn er entfernte das Steinmal Baals, das sein Vater hatte machen lassen; aber er blieb hangen an den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel s\u00fcndigen machte und lie\u00df nicht ab davon.\u201c<\/strong> Wie k\u00f6nnen wir die ganze Geschichte mit Joram besser verstehen? Auf der einen Seite lie\u00df er das Steinmal Baals, also den Hauptgott seiner Eltern, wegsperren, zum anderen blieb er an den S\u00fcnden Jerobeams h\u00e4ngen, der Israel s\u00fcndigen machte. Was bedeutet das? Er hatte gesehen, welche Wirkung Baal, auf seine Eltern hatte bzw. welche Wirkung er nicht hatte. Baal, der von Ahab und Isebel \u00fcber die Ma\u00dfen geehrt und angebetet wurde, hatte keinen segnenden Einfluss auf ihr Leben. Vielmehr brachte er ihnen ein unw\u00fcrdiges Ende und einen grausamen Tod, wobei Hunde ihr Blut leckten. Also sperrte er Baals Steinmal weg.<\/p>\n<p>Rufen wir nun Jerobeams S\u00fcnde in Erinnerung. Er f\u00fcrchtete sich, sein Volk an Juda zu verlieren, deshalb lie\u00df er 2 goldene K\u00e4lber machen und stellte eines in Dan auf, im Norden des Landes und eines in Bethel, im S\u00fcden. Er etablierte also eine neue Religion, nur um seine Macht zu bewahren.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu Joram. Es sieht so aus, als ob er das Land vom G\u00f6tzendienst befreien wollte. Doch der Schein tr\u00fcgt. Alles was er tat sollte zu seinem pers\u00f6nlichen Vorteil dienen. Er war ein Opportunist, der tat was dem Herrn missfiel.<\/p>\n<p>Wieso wollte er gegen Moab in den Krieg ziehen? Betrachten wir Verse 4 und 5, so lesen wir, dass Moab keinen Tribut mehr an Israel zahlen wollte. Moab nutze den Tod Ahabs als Gelegenheit von seiner Last befreit zu werden. So kam es zum Krieg. Doch Joram bat Joschafat, den gl\u00e4ubigen K\u00f6nig Judas um Unterst\u00fctzung, welchen er auch bekam. Zus\u00e4tzlich zog Edom mit in den Kampf.<\/p>\n<p>Verse 9b.10 berichten: <strong>\u201eUnd als sie sieben Tagereisen weit gezogen waren, hatte das Heer und das Vieh, das bei ihnen war, kein Wasser. Da sprach der K\u00f6nig von Israel: O weh! Der Herr hat diese drei K\u00f6nige hergerufen, um sie in die H\u00e4nde der Moabiter zu geben!\u201c<\/strong> Die 3 K\u00f6nige befanden sich in einer lebensbedrohlichen Not. Mitten in der W\u00fcste hatten weder Mann noch Vieh Wasser. Das ist die schlimmste Lage, die einem widerfahren kann, vor allem im Angesicht eines bevorstehenden Kampfes. Und Joram macht so als ob Gott f\u00fcr die Misere verantwortlich sei, dabei war die Initiative von ihm selbst ausgegangen.<\/p>\n<p>Wie wurde die ausweglose Lage in der trockenen W\u00fcste zu einem gro\u00dfen Sieg umgewandelt? Dazu wollen wir uns 3 entscheidende Schritte anschauen. Schritt 1 &#8211; Betrachten wir Vers 11: <strong>\u201eJoschafat aber sprach: Ist kein Prophet des Herrn hier, damit wir den Herrn durch ihn befragen? Da antwortete einer unter den M\u00e4nnern des K\u00f6nigs von Israel und sprach: Hier ist Elisa, der Sohn Schafats, der Elia Wasser auf die H\u00e4nde goss.\u201c<\/strong> Erneut war es Joschafat, der einen geistlichen Rat gab. Schon damals, als er mit Ahab in den Krieg gezogen war, hatte er Ahab immer wieder geistlich ermahnt, Gott zu befragen. So auch hier. H\u00e4tte er diesen einen wichtigen Satz nicht ausgesprochen, dann w\u00e4ren alle 3 K\u00f6nige und die ganze Streitmacht entweder verdurstet oder im Kampf untergegangen.<\/p>\n<p>Was geschah aber als Joschafat nach einem Propheten und dem Wort des Herrn fragte? Siehe da, Elisa war ganz in der N\u00e4he. Eigentlich war Elisa \u00f6fters im Norden des Landes unterwegs und es war unwahrscheinlich ihn ausgerechnet in der N\u00e4he dieser W\u00fcste zu treffen. Doch Gott sei Dank, war er nicht weit entfernt.<\/p>\n<p>Was geschah? Verse 13.14: <strong>\u201eElisa aber sprach zum K\u00f6nig von Israel: Was habe ich mit dir zu schaffen? Geh hin zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter!&#8230;Elisa sprach: So wahr der Herr Zebaoth lebt, vor dem ich stehe: wenn ich nicht Joschafat, den K\u00f6nig von Juda ehrte, ich wollte dich nicht ansehen noch achten.\u201c<\/strong> Die gro\u00dfartige Wende kam, weil ein Mann des Glaubens in Gunst des Propheten und in Gunst Gottes stand. Ein Mann des Glaubens reichte aus und machte den Unterschied. Ein Einzelner kann die Trockenheit der W\u00fcste, die Niedergeschlagenheit, die Niederlage und den ausweglosen Tod in einen gro\u00dfen Sieg verwandeln. Joschafat war dieser eine Mann. Lasst uns ebenfalls diese eine Person sein, die Glauben aufbringt, auch in der hoffnungslos erscheinenden Lage. Gott schaut, ob du Glauben hast und Gott erh\u00f6rt dein Gebet, wenn du im Glauben zu ihm kommst. Gott segne unseren Glauben.<\/p>\n<p>Wir kommen nun zum 2. Schritt &#8211; Betrachten wir Vers 15. Elisa lie\u00df einen Spielmann kommen, der auf einem Seiteninstrument spielte. Das Musizieren diente dem Werk Gottes. Unter den Kl\u00e4ngen eines Worship-Liedes kam die Hand des Herrn auf Elisa, so dass er prophezeien konnte. (Dieser Vers setzt vielleicht auch neue Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr unseren Lobpreis. Wie sch\u00f6n, wenn wir unter den Kl\u00e4ngen geistlicher Lieder geistlich vorbereitete Herzen erlangen, die Gott mit seinem Geist erf\u00fcllen kann. Loben wir Gott von ganzem Herzen und preisen wir ihn einm\u00fctig, wann immer wir die Gelegenheit dazu haben.)<\/p>\n<p>Was sprach der Herr? Ab Vers 16 lesen wir: <strong>\u201eund er sprach: So spricht der Herr: Macht hier und da Gruben in diesem Tal. Denn so spricht der Herr: Ihr werdet weder Wind noch Regen sehen; dennoch soll das Tal voll Wasser werden, dass ihr und euer Heer und euer Vieh trinken k\u00f6nnt. Und das ist noch ein Geringes vor dem Herrn; er wird auch die Moabiter in eure H\u00e4nde geben\u201c.<\/strong> Gott gab eine gro\u00dfartige Verhei\u00dfung. Ohne Wind und ohne Regen w\u00fcrde Wasser flie\u00dfen und das Tal erf\u00fcllen. Doch das Kriegsheer sollte nicht tatenlos abwarten, sondern im Glauben an die Verhei\u00dfung Gottes Gruben graben. Das ist kein leichtes Unterfangen, wenn du 7 Tage durch die W\u00fcste gelaufen bis und dich kurz vor dem Verdursten befindest. Zudem war Joram, der Kriegsanf\u00fchrer in Panik und Verzweiflung geraten und hatte sicher viele demoralisiert. Die M\u00e4nner mussten echten Glauben aufbringen, um in ihrer Lage Gruben graben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie ging Gottes Wort in Erf\u00fcllung, der nicht nur Wasser, sondern auch den Sieg \u00fcber Moab geben wollte? Betrachten wir den 3. Schritt &#8211; Ab Vers 20 lesen wir: <strong>\u201eAber am n\u00e4chsten Morgen, zur Zeit, da man Speisopfer opfert, siehe, da kam Wasser von Edom her und f\u00fcllte das Land mit Wasser&#8230; Und als sie sich fr\u00fch am Morgen aufmachten und die Sonne aufging \u00fcber dem Gew\u00e4sser, schien den Moabitern das Gew\u00e4sser in der Ferne rot zu sein wie Blut. Und sie sprachen: Das ist Blut! Die K\u00f6nige haben sich mit dem Schwert umgebracht, und einer wird den andern erschlagen haben. Ha, Moab, mach dich nun auf zur Beute!\u201c<\/strong> Sie sahen das Wasser, das sie nicht f\u00fcr Wasser hielten. Wo sollte das Wasser in der W\u00fcste auch herkommen, hatte es schlie\u00dflich weder Wind noch Regen gegeben. Und weil sich die Sonne im Wasser reflektierte, und ich habe gelesen, dass das Sandstein dort r\u00f6tlich ist, meinten Sie Blut zu sehen. \u201eUnd sie sprachen: Das ist Blut!\u201c Und ihre Phantasie ging mit ihnen durch. Die K\u00f6nige haben sich gegenseitig umgebracht, schlussfolgerten sie. Ja, das muss es sein. \u201eHa, Moab\u201c sprachen Sie. (23) Sie verloren ihren Kampfgeist und wurden vom \u201ePl\u00fcndergeist\u201c ergriffen. <strong>\u201eAber als sie zum Lager Israels kamen, machte sich Israel auf und schlug die Moabiter und sie flohen vor ihnen. Aber Israel jagte ihnen nach und schlug Moab.\u201c<\/strong> (24) Das war ein leichter Sieg. Und wie Gott es vorausgesehen hatte, zerst\u00f6rte Israel die Infrastruktur der Moabiter. Im Vers 27 lesen wir \u00fcber den moabitischen K\u00f6nig: <strong>\u201eDa nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt K\u00f6nig werden sollte und opferte ihn zum Brandopfer auf der Mauer. Da kam ein gro\u00dfer Zorn \u00fcber Israel, so dass sie von ihm abzogen und in ihr Land zur\u00fcckkehrten.\u201c<\/strong> An dieser Stelle werden die abscheulichen Gr\u00e4ueltaten der moabitischen Abg\u00f6tterei deutlich. Ihr gr\u00e4uliches Menschenopfer weckte in den Moabitern den verlorengegangenen Kampfgeist und einen Zorn gegen die Israeliten, so dass sich diese zur\u00fcck in ihr Land zogen.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir aus dem ersten Teil lernen? Joschafat gibt uns ein Glaubensbeispiel. Er war kein vollkommener Mensch, doch durch seinen Glauben wurde er gesegnet und er wurde zum Segen f\u00fcr viele. Auch wir stehen oft mit dem R\u00fccken zur Wand. Die Lage erscheint ausweglos. \u00dcberall nur W\u00fcste und kein Wasser in Sicht. Und wir sind alles andere als vollkommen. Doch lasst uns Glauben aufbringen, gerade jetzt, wo der Schuh am meisten dr\u00fcckt. Lasst uns inmitten unserer W\u00fcste aus Glauben leben. Lasst uns Frauen und M\u00e4nner Gottes sein die Gottes Wort h\u00f6ren und sich daran orientieren wollen. Gott wird uns Hilfe und Sieg schenken und unsere ganz pers\u00f6nliche W\u00fcste in bew\u00e4ssertes Land verwandeln.<\/p>\n<p><strong>Teil II\tElisas Hirtenherz (Kap 4)<\/strong><\/p>\n<p>Welche Wunder tat Elisa im 4. Kapitel und was k\u00f6nnen wir von ihm lernen?<\/p>\n<p>Wunder A \u2013 Das flie\u00dfende \u00d6l<\/p>\n<p>Betrachten wir den Text. Eine Frau, die mit einem gottesf\u00fcrchtigen Prophetenj\u00fcnger verheiratet war, schrie um Hilfe, denn sie war verzweifelt. Ihr Mann war tot und die Schulden zwangen sie dazu ihre beiden Kinder als leibeigene Knechte herzugeben. Das ist wirklich eine elende Lage, in der sie sich befand. Wie wollte Elisa ihr helfen? Betrachten wir Vers 2. Er fragte: <strong>\u201eSage mir, was hast du im Hause?\u201c<\/strong> Aber sie hatte nichts weiter als einen \u00d6lkrug. Das ist wirklich traurig. Doch Elisa wollte das Wenig das sie besa\u00df gebrauchen, um ihr gro\u00dfartig zu helfen. <strong>\u201eEr sprach: Geh hin und erbitte drau\u00dfen von allen deinen Nachbarinnen leere Gef\u00e4\u00dfe aber nicht zu wenig und geh ins Haus und schlie\u00df die T\u00fcr zu hinter dir und deinen S\u00f6hnen und gie\u00df in alle Gef\u00e4\u00dfe; und wenn du sie gef\u00fcllt hast, so stelle sie beiseite.\u201c<\/strong> Elisa h\u00e4tte ihr ohne Probleme geben k\u00f6nnen, was sie ben\u00f6tigte. Geld, Essen, alles was das Herz begehrt. Doch seine Hilfe sollte nicht nur dem Leib zugutekommen, sondern auch dem Glaubenswachstum dienen. Also gab er ihr klare Anweisungen und eine klare Verhei\u00dfung. Nun lag es an der armen Witwe. H\u00e4tte der Kleinglaube \u00fcberhand gewonnen, h\u00e4tte sie wenige Kr\u00fcge herbeigeschafft. Sie ging aber auf Elisas Worte ein, die ihren Glauben und Gehorsam herausforderten. So tat sie alles, bis ins kleinste Detail, nach der \u201eProzessbeschreibung\u201c Elisas und das Wunder geschah. Alle leeren Kr\u00fcge wurden bis zum Rand mit kostbarem \u00d6l gef\u00fcllt. Vers 7: <strong>\u201eUnd sie ging hin und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Geh hin, verkaufe das \u00d6l und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und deine S\u00f6hne, n\u00e4hrt euch von dem \u00fcbrigen.\u201c<\/strong> \u00d6l war damals genauso kostbar wie heute (Fl\u00fcssiges Gold k\u00f6nnte man sagen). War das kein gro\u00dfartiges Wunder? Eine nicht versiegende \u00d6lquelle. Elisa half dieser Witwe nicht nur materiell, sondern auch geistlich. Durch den Glauben konnte sie Gott besser erfahren und unter seinem Segen leben.<\/p>\n<p>Wunder B \u2013 Der unerwartete Sohn<\/p>\n<p>Betrachten wir Verse 8ff. Wir erfahren, dass Elisa \u00f6fters durch Schunem ging. Er war Gottes Knecht, der Hauptprophet seiner Zeit, der den zweiten Anteil des Geistes Elias hatte. Er war Hirte f\u00fcr die 7000, die Gott \u00fcbrig gelassen hatte und die ihre Knie nicht vor Baal gebeugt hatten. Und wir lesen, wie eine reiche Frau ihn n\u00f6tigte, bei ihr zu essen und Gemeinschaft mit ihrer Familie zu haben. Das war ihre Art dem Propheten Gottes mit den Mitteln, die ihr zur Verf\u00fcgung standen, zu dienen. Und sie ging noch einen Schritt weiter. <strong>\u201esie sprach zu ihrem Mann: Siehe, ich merke, dass dieser Mann Gottes heilig ist, der immer hier durchkommt. Lass uns ihm eine kleine Kammer oben machen und Bett, Tisch, Stuhl und Leuchter hinstellen, damit er dort einkehren kann, wenn er zu uns kommt.\u201c<\/strong> Sie respektierte Elisa sehr, denn sie erkannte, dass er ein heiliger Mann Gottes war. (Nicht viele erkennen heilige Pers\u00f6nlichkeiten an. Doch diese Frau tat es.) Und sie wollte ihm ein kleines Zimmer mit Bett, Tisch, Stuhl und Leuchter hinstellen, f\u00fcr die damalige Zeit eine sehr komfortable Herberge. Und eines Tages sprach Elisa zu seinem Diener Gehasi: <strong>\u201eSage ihr: Siehe, du hast uns all diesen Dienst getan; was soll ich dir tun? Brauchst du F\u00fcrsprache beim K\u00f6nig oder beim Feldhauptmann?\u201c<\/strong> Wir sehen, dass Elisa kein Nutznie\u00dfer war oder ein sogenannter Trittbrettfahrer. Elisa war sehr ber\u00fchrt von der freundlichen Hilfsbereitschaft dieser Frau, die zudem offensichtlich ein geistliches Interesse hatte. Doch was konnte er einer reichen Frau schon geben? Sie hatte alles. Wirklich alles? Nein, da gab es eine gro\u00dfe Kleinigkeit, die sie nicht besa\u00df. Sie hatte keinen Sohn. Und genau das, was sie sich wohl am meisten W\u00fcnschte aber seit Jahren nicht mehr zu tr\u00e4umen gewagt hatte, wollte Elisa ihr geben, einen geliebten Sohn. Und Elisa wusste, dass ein Sohn ihr Gl\u00fcck vervollst\u00e4ndigen w\u00fcrde. Er versprach: <strong>\u201eUm diese Zeit \u00fcbers Jahr sollst du einen Sohn herzen.\u201c<\/strong> Doch soweit reichte der Glaube dieser Frau nicht. Mit sicherlich aufgew\u00fchltem Herzen entgegnete sie: <strong>\u201eAch nicht, mein Herr, du Mann Gottes! T\u00e4usche deine Magd nicht!\u201c<\/strong> \u201eT\u00e4usche mich nicht\u201c oder mit andren Worten: \u201eEntt\u00e4usche mich nicht. Wenn du es sagt, musst du es auch ernst meinen, ok?\u201c Und siehe da, das Wunder geschah. Sie ward schwanger, gebar einen Sohn, genau zu der verhei\u00dfenen Zeit, wie ihr Elisa zugesagt hatte. Elisa wurde wirklich zum Segen f\u00fcr diese Frau. Nicht nur indem er ihr einen geliebten Sohn und Erben schenkte, sondern weil er ihr auch Glauben beibrachte, n\u00e4mlich dass bei Gott kein Ding unm\u00f6glich ist. Nichts! Rein gar nichts, f\u00fcr den der da glaubt! Dieser Glaube war auch bitter n\u00f6tig, um mit der bevorstehenden Katastrophe richtig umgehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wunder C &#8211; Der unerwartete Sohn &#8211; Teil 2<\/p>\n<p>Auf tragische Weise starb das Kind der Verhei\u00dfung nach mehrst\u00fcndigen Todesqualen in den Armen seiner Mutter. Ihre Welt stand Kopf. Der Herr hatte ihr das Kind gegeben. Aber warum, wenn er es ihr wieder entrei\u00dfen wollte? Doch durch die lange Kette ihrer Handlungen wird deutlich, dass sie an die Hilfe Gottes durch Elisa glaubte. Sie legte das Kind bspw. aus seinem Bett und wollte so schnell wie m\u00f6glich zu ihm. Sie nahm das schnellste Fortbewegungsmittel das ihr zur Verf\u00fcgung stand, eine Eselin und forderte einen Knecht, um ihr zu helfen. Doch ihr Mann, er war alt und redete bestimmt sehr langsam, verwickelte sie in langwierige Fragen, so dass sie sprach: \u201eLass es gut sein!\u201c und bat den Knecht den Esel anzutreiben und sie nicht aufzuhalten bis sie am Ziel war. Und als Gehasi kam, um sie zu begr\u00fc\u00dfen und zu erfahren wie es ihr ging, wimmelte sie ihn kurz und knapp ab, mit dem Wort: \u201eGut!\u201c und ging weiter und warf sich zum Entsetzen Gehasis um die F\u00fc\u00dfe Elisas. Elisa aber hatte Verst\u00e4ndnis: <strong>\u201eLass sie, denn ihre Seele ist betr\u00fcbt und der Herr hat mir&#8217;s verborgen und nicht kundgetan!\u201c<\/strong> Die Frau war sehr verletzt: <strong>\u201eSie sprach: Wann hab ich einen Sohn erbeten von meinem Herrn? Sagte ich nicht, du solltest mich nicht t\u00e4uschen?\u201c<\/strong> Elisa war bem\u00fcht ihr zu helfen, doch so einfach lie\u00df sich das Kind nicht zum Leben erwecken. Er versuchte Verschiedenes, doch nichts half. Und ich bin sicher, viele h\u00e4tten an Elisas Stelle angefangen zu zweifeln. Ist Gott noch bei mir? Bin ich noch ein Knecht Gottes? Kann ich in dieser Welt noch etwas bewirken? Habe ich wirklich den zweiten Anteil des Geistes Elias? Warum spricht der Herr nicht mehr mit mir. Warum kann mein Stab das tote Kind nicht erwecken? Warum erh\u00f6rt Gott mein Gebet nicht, wenn ich bete und mich auf das Kind lege, so wie Elia? Doch Elisa gab nicht auf, genauso wenig wie Elia, der f\u00fcr Regen gebetet hatte und lange nichts geschah. Schlie\u00dflich gab das Kind ein Lebenszeichen von sich. Das Kind fing an zu nie\u00dfen. Nicht einmal, nicht zweimal, nicht dreimal, sondern siebenmal. Normalerweise ist das kein gutes Zeichen. Doch in diesem Fall gab es kein sch\u00f6neres Ger\u00e4usch; es klang wie Musik in Elisas Ohren. Gott hatte sein Gebet erh\u00f6rt und das Kind zum Leben erweckt. <strong>\u201eDa kam sie und fiel nieder zu seinen F\u00fc\u00dfen und neigte sich zur Erde und nahm ihren Sohn und ging hinaus.\u201c<\/strong> Ein weiteres Mal wurde Elisa zum gro\u00dfen Segen f\u00fcr diese Frau. Nicht nur weil er ihr zum zweiten Mal denselben Sohn schenkte, sondern weil er zudem ein nachhaltiger Segen f\u00fcr ihr Glaubensleben wurde.<\/p>\n<p>Wunder D \u2013 Der Tod im Topf<\/p>\n<p>Diese Geschichte ist schnell erz\u00e4hlt. Betrachten wir Verse 38ff. Die Menschen litten unter einer Hungersnot. Es gab kaum etwas zu essen. Als Elisa die Prophetenj\u00fcnger zum Essen einladen wollte, es sollte Gem\u00fcseeintopf geben, ging einer um Kraut zu sammeln hinaus und entdeckte wilde Gurken, die lecker aussahen aber niemand kannte. Der Biologe oder Chemiker oder Mediziner w\u00fcrde sofort sagen: Halt, wir m\u00fcssen die toxikologischen Untersuchungen und empirische Langzeitstudien abwarten.<\/p>\n<p>Doch der Hunger war zu gro\u00df, so landete der Tod im Topf. <strong>\u201eAls sie nun von dem Gem\u00fcse a\u00dfen, schrien sie und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! Denn sie konnten&#8217;s nicht essen.\u201c<\/strong> Elisa l\u00f6ste das Problem, indem er Mehl in den Topf tat, da war nichts B\u00f6ses mehr im Topf. Was wir hier lernen k\u00f6nnen ist der Umgang Elisas mit der Wunderkraft Gottes. Er h\u00e4tte die ihm verliehene Kraft eigenn\u00fctzig einsetzen und es sich selbst gutgehen lassen k\u00f6nnen. Doch stattdessen setzte er sie ein, um sich um seine J\u00fcnger zu k\u00fcmmern. Er war wirklich ein guter Hirte f\u00fcr sie.<\/p>\n<p>Wunder E \u2013 Die Speisung der 100<\/p>\n<p>Betrachten wir Verse 42-44. Ein Mann brachte Elisa zwanzig Gerstenbrote und so viel Getreide, wie er in seinem Kleid tragen konnte. Das war ein wertvolles Geschenk in der Hungersnot. Doch Elisa sprach: \u201e<strong>Gib&#8217;s den Leuten, dass sie essen!<\/strong>\u201c Der Mann aber meckerte: <strong>\u201eWie soll ich davon hundert Mann geben? Er sprach: Gib den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der Herr: Man wird essen und es wird noch \u00fcbrigbleiben. Und er legte es ihnen vor, dass sie a\u00dfen; und es blieb noch \u00fcbrig nach dem Wort des Herrn.\u201c <\/strong>Dieses Wunder erinnert sehr stark an Jesu Speisung des Volkes. Elisa dachte an die Hungrigen. Er behielt die Brote nicht f\u00fcr sich und er forderte den Mann auf, seinen Kleinglauben abzulegen und echten Glauben aufzubringen. Und siehe da, alle wurden satt und es blieb nach dem Wort des Herrn noch etwas \u00fcbrig.<\/p>\n<p>Was erfahren wir, wenn wir all diese Geschichten \u00fcber Elisa und Gottes Wirken betrachten? Wenn wir Elia mit Elisa vergleichen fallen uns gewisse Gemeinsamkeit aber auch klare Unterschiede auf. Einige Wunder waren sehr \u00e4hnlich, z.B. die Versorgung der Witwe und das Erwecken des toten Sohnes. Doch w\u00e4hrend Elia, im wahrsten Wortsinn, einen feurigen Charakter besa\u00df (dreimal fiel alles verzehrendes Feuer vom Himmel) wirkte Elisa sehr sanftm\u00fctig im Volk, obwohl er den zweiten Anteil seines Geistes besa\u00df. Der Vergleich der beiden Knechte Gottes zeigt uns gerade auch die unterschiedlichen Berufungen der Knechte Gottes. Gott offenbarte sich durch Elia explosionsartig, weil er das Volk zur Bu\u00dfe vom Baalkult f\u00fchren sollte. Dadurch wollte Gott 7000 treue Gl\u00e4ubige \u00fcbriglassen. Elisa hingegen sollte sich als Hirte um diese 7000 k\u00fcmmern. Und mit seiner Sanftmut und Liebe konnte er ein guter Hirte f\u00fcr sein Volk sein.<\/p>\n<p>So gebraucht Gott uns Menschen zu seiner Zeit f\u00fcr sein Werk. Beten wir f\u00fcr den Geist Gottes und lasst uns nach unserer Berufung leben. Gott segne sein Erl\u00f6sungswerk in Heidelberg, dem wir durch das Bibelstudium dienen. Auch in unserer Zeit ist das Wort Gottes imstande Glauben in den Menschen zu bewirken und sie zu Gottes Kindern zu machen. Gott schenke uns einen neuen Geist und ein neues Herz, damit wir diesem Werk effektiv dienen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich lerne Elisas vorbildiche Haltung kennen. W\u00e4re er ein geiziger Mensch oder ein Egomane oder ein Narzisst, wie h\u00e4tte Gott ihn je als Segen f\u00fcr andere gebrauchen k\u00f6nnen? Doch Elisa hatte ein Hirtenherz f\u00fcr das Volk. Er liebte sie und war bereit ihnen zu dienen, leiblich und geistlich, ganz \u00e4hnlich wie unser Herr Jesus. So wie Elisa Elias Geist haben wollte, m\u00f6chte ich Elisas Herz haben, damit Gottes Geist und mein Herz gut zusammenwirken k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Elisa, ein Hirte f\u00fcr das Volk \u201eUnd sie ging hin und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Geh hin, verkaufe das \u00d6l und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und deine S\u00f6hne, n\u00e4hrt euch von dem \u00fcbrigen.\u201c (4,7) In der letzten Lektion haben wir betrachtet, mit welchem Eifer Elisa seinem Hirten Elia nachgefolgt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1918","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1918","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1918"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1918\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11021,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1918\/revisions\/11021"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1918"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1918"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1918"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}